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F√ľrsorgliche Belagerung

Israel bietet wieder einmal ¬†f√ľr die besorgten Freunde der „einzigen Demokratie im Nahen Osten“ Anlass, den moralischen Zeigefinger zu erheben und davor zu warnen, diese „kostbare“ Demokratie nicht aufs Spiel zu setzen. Was war geschehen? Das israelische Parlament, die Knesset, hat vor kurzem ¬†ein Gesetz verabschiedet, das es erm√∂glicht, solchen Abgeordneten das Mandat zu entziehen, die durch ihr Verhalten terroristische Bestrebungen gegen Israel unterst√ľtzen. Hintergrund dieses Gesetzes war das Verhalten dreier arabischer Parlamentarier der „Vereinten Arabischen Liste“ gewesen. Sie hatten sich mit den Angeh√∂rigen pal√§stinensischer Attent√§ter getroffen und mit ihnen eine Schweigeminute zum Gedenken an die Toten (sie waren beim Attentat von der Polizei erschossen worden) abgehalten. Als das Foto von dieser denkw√ľrdigen Zeremonie im Internet zu sehen war, rief ¬†es in Israel gro√üe Emp√∂rung hervor. Israelische Opferverb√§nde konnten es nicht fassen, dass Abgeordnete des israelischen Parlaments die Familien von Terroristen tr√∂sten – nicht aber die Familien der ermordeten Israelis. Loyalit√§t mit den T√§tern – nicht mit den Opfern, so wurde das Verhalten der Parlamentarier interpretiert. Weiterlesen

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In defence of empire

Travelling recently in Israel, I was asked several times to formulate my ideas on empire in English. So I’ve tried to do so.

1. Since WW2, we have come to think of the nation state as the norm of political life. However, this was never the case in history. Until recently, most inhabitants of the world were citizens of one empire or another: Persia, Rome, Byzantium, the Arab, Holy Roman, Ottoman, British, French, Austrian-Hungarian or Soviet Empires.

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Krim-Krieg? Kann sein. Der Schl√ľssel liegt in Br√ľssel

Weltkriegsgefahr liegt in der Luft. Ich traue keiner der beiden Seiten, die gerade die nationale Integrit√§t der Ukraine zerrei√üen, wenn es sie denn vorher gegeben hat. Ich wei√ü nicht, ob das Gebilde √ľberhaupt noch ein Staat war, √∂konomisch, rechtspolitisch, international. Mir gefallen diese beiden Preisboxer als Politiker nicht. Oder diese Trulla mit dem Zopf. Ich bin nicht √ľberzeugt. Weiterlesen

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Himmelfahrt am Hindukusch: ein Versuch der Wehrkraftzersetzung

Im moralisch empf√§nglichen Teil der Politik und der evangelischen Kirche tobt ein Streit dar√ľber, wie man sich von der Kanzel zu Fragen von Krieg und Frieden √§u√üern darf. Das habe ich immer an den Protestanten geliebt, dass sie sich politisch unkorrekt √§u√üern. Das haben sie von ihrem eigentlichen Religionsstifter, dem j√ľdischen Wanderprediger Jesus von Nazareth, und ihrem uneigentlichen, dem vorlauten M√∂nch Martin Luther. Bei den Katholiken gibt es da wohl eher eine Tradition des Einsegnens von Panzern.

Aber es geht nicht um Religion, es geht¬† darum, dass mein Vaterland in meinem Namen einen Krieg f√ľhrt. Und dass ich mich als B√ľrger dazu verhalten muss, so oder so. Weiterlesen

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Margot Käßmann und der gerechte Krieg in Afghanistan

Margot K√§√ümann, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, hat den Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan ‚Äěgefordert‚Äú. Nun hat Frau K√§√ümann, wie jeder B√ľrger und jede B√ľrgerin dieses Landes selbstverst√§ndlich das Recht auf freie Meinungs√§u√üerung; allerdings erfordert das Amt, dass sie erstens davon sparsam Gebrauch macht und zweitens, dass sie dann so argumentiert, dass es f√ľr die Mitglieder ihrer Kirche nachvollziehbar ist. Weiterlesen

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Schuss und Schluss mit Kunduz

Sie können es nicht, sie können es nicht, sie können es nicht.

Eigentlich wäre die Sache ja ziemlich sympathisch, wenn sie nicht so viele zivile Opfer gefordert hätte. Um es klar zu sagen: Deutschland ist nicht nur zu feige gewesen einen Krieg Krieg zu nennen, schlimmer noch, deutsche Soldaten, zumindest die im Befehlsstand, beherrschen offenbar das Kriegshandwerk auch nicht. Weiterlesen

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Zu Guttenberg, das K-Wort und die nun notwendige Debatte

Deutschland befindet sich in Afghanistan in einem Kriegseinsatz. Tausende von Soldaten wussten das schon lange, Millionen von B√ľrger sowieso. Nur die Politik wollte nach dem Drei-Affen-Prinzip nichts davon h√∂ren, nichts davon sehen, nichts davon wissen. Der ehemalige Verteidigungsminister Franz-Josef¬† Jung wollte das Volk verbl√∂den, indem er sprachsemantische Pirouetten schlugm um uns ja nicht reinen Wein einzuscheinen. Er merkte gar nicht dabei, dass er mit dieser Taktik sich selbst verbl√∂dete.

Nun endlich Рwährend die Demokratie in Kabul durch einen koruppten, geschwächten Pseudo-Präsidenten Karsai in Gefahr ist Рspricht der neue Verteidigungsminister zu Guttenberg endlich das K-Wort aus. Das hat Folgen. Weiterlesen

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