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Aleida Assmanns neuer linker Katechismus

Aleida Assmann kann es nicht lassen. Und daf√ľr muss man ihr dankbar sein. Sie muss sich in alle Diskussionen einmischen, bei denen es um Antisemitismus oder die Relativierung des Holocausts geht. Dabei macht sie durch die Plattheit ihrer Argumentation die Mechanismen deutlich, mit denen einige Deutsche heute sich der Verantwortung entziehen, gegen den real existierenden Antisemitismus zu k√§mpfen, egal aus welcher Ecke er kommt.

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Ist der Antisemitismus eine Spielart des Rassismus?

Aufgrund eines Server-Absturzes musste der Beitrag neu gepostet werden. In Einzelheiten – Zwischen√ľberschriften etwa – weicht er vom Original ab.¬† A.P.)

Ist der Antisemitismus eine Spielart des Rassismus? Die Frage mag abwegig klingen. Schlie√ülich trieben die Nationalsozialisten ihren Rassenantisemitismus so weit, dass sie meinten, faktisch das ganze j√ľdische Genpool (so haben sie es nicht genannt, aber darauf lief es hinaus) ausl√∂schen zu m√ľssen: M√§nner, Frauen, Kinder, S√§uglinge. Sonst w√§re die arische Rasse und damit die gesamte Menschheit nicht sicher vor dem zerst√∂rerischen Wesen des Judentums.

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Der Fall Mauró

Bevor ich selbst im Alter von 50 Jahren Feuilletonredakteur wurde, hatte ich keine Ahnung, wie böse es unter Feuilletonisten zugeht. Besonders böse geht es unter Musikkritikern zu, und zwischen ihnen und ihren Opfern, und einer der besten Musikkritiker Deutschlands sagte mir, nur halb im Scherz, man könne etwa Opernbesprechungen nur verstehen, wenn man wisse, wer gerade mit welchem Tenor schlafe. Ich sage nicht, dass das zutrifft, ich sage nur, dass es mir von einem Kenner so gesagt wurde. Womit wir bei Helmut Mauró wären.

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Assmann, Brumlik, Leggewie, Neiman und Co.: Beredtes Schweigen

Wie so oft bei deutschen Debatten, gibt es auch bei der Debatte um Achille Mbembe die Neigung, statt √ľber die Sache ‚Äď die antizionistischen √Ąu√üerungen und Handlungen des Philosophen ‚Äď zu diskutieren, sich √ľber Begriffe zu echauffieren.

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Der gute Herr Detjen und der böse Herr Klein

Man kann nicht behaupten, dass sich die öffentlich-rechtlichen Medien in der Diskussion um Achille Mbembe mit Ruhm bekleckern. Besonders befremdlich ist die Rolle von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur. Kritiker Mbembes werden dort unwidersprochen diffamiert; und zwar immer wieder. Zuletzt tat sich Stephan Detjen mit einem Kommentar hervor, den man nur als unverschämt bezeichnen kann.

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Andreas Eckert, der Antisemitismus und der Hexenwahn

Die Hexenverfolgung war ein d√ľsteres Kapitel der fr√ľhen Neuzeit. In Europa wurde laut Wikipedia drei Millionen Menschen der Prozess gemacht. 40.000 bis 60.000 Menschen ‚Äď s√§mtlich unschuldig ‚Äď wurden hingerichtet. Die Dunkelziffer der Ermordeten d√ľrfte erheblich h√∂her liegen. In anderen Teilen der Welt ‚Äď vor allem in Afrika s√ľdlich der Sahara und Teilen Asiens ‚Äď werden Menschen bis heute als Hexen verd√§chtigt, verfolgt und get√∂tet.

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Jörg Häntzschel oder die Unfähigkeit zur Selbstkritik

Der Fall Achille Mbembe ruft die √ľblichen Reflexe der √ľblichen Verd√§chtigen hervor. Als zuerst der NRW-Landtagsabgeordnete Lorenz Deutsch (FDP), dann der Antisemitismus-Beauftragte des Bundes Felix Klein Einw√§nde gegen die Einladung des Philosophen als Hauptredner bei der Er√∂ffnung der diesj√§hrigen Ruhrtriennale erhoben, reagierten die Leiterin der Ruhrtriennale und ihre linken und linksliberalen Freunde nicht etwa mit Betroffenheit und dem Angebot einer Diskussion √ľber die gegen Mbembe erhobenen Vorw√ľrfe des Antisemitismus und der Holocaust-Relativierung. Vorw√ľrfe, die nicht nur in Deutschland, aber gerade hier jeden anst√§ndigen Menschen zum Innehalten und Nachdenken bewegen sollten. Stattdessen wurde sofort zur√ľckgeschossen.

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“PoC”, PC usw.: Wie Begriffe ihre Unschuld verlieren

Auf Facebook und Twitter entspann sich eine etwas surreale Diskussion um die Frage, ob ich die AfD als ‚Äěfremdenfeindlich‚Äú bezeichnen d√ľrfe. Eine solche Bezeichnung, die andersaussehende Menschen als ‚Äěfremd‚Äú bezeichne, mache blind f√ľr den Rassismus, wenn sie ihn nicht sogar f√∂rdere. Eine t√ľrkischst√§mmige Diskutantin ‚Äď wenn man bei der Beschimpfung, um die es meistens ging, wirklich von Diskussion reden kann, meinte, damit w√ľrde ich ‚Äěalles negieren, wof√ľr PoC seit Jahren in Deutschland k√§mpfen‚Äú. ‚ÄěPoC‚Äú ist die Abk√ľrzung f√ľr ‚ÄěPeople of Colour‚Äú, wof√ľr es anscheinend keinen deutschen Begriff gibt. Jedoch blo√ü weil er nicht deutsch ist, ist die Bezeichnung ‚ÄěPoC‚Äú nicht besser als ‚ÄěFarbige‚Äú; sie ist rassistisch, faschistisch und antisemitisch.

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Der Reformator spricht

Der Arzt Klaus Eikemeier ist ausweislich seiner Webseite ein besonderer Mensch. Er ist auch ausweislich derselben Webseite ein Antisemit, ich korrigiere mich: Jemand, der hin und wieder Antisemitisches postet. Wie das Bild, das diesen Artikel schm√ľckt. Und nicht nur das: An Familie, Freunde und Vertraute hat der Mann, der f√ľr die “Herstellung einer neuen Weltordnung” streitet, ein antisemitisches Machwerk verschickt, dessen wesentliche Aussagen ich hier dokumentiere.

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Etwas ist faul

Das Feuer im Londoner Wohnblock Grenfell Tower kostete 72 Menschen das Leben. Der Turm, in dem viele arme Menschen lebten, ist im Besitz des Bezirks Kensington und Chelsea, der es unterließ, die längst als feuergefährlich erkannte Außenverkleidung des Wohnblocks zu ersetzen. Als die Feuerwehr eintraf, gab sie in Unkenntnis dieser Gefahr den Bewohnern der oberen Stockwerke den falschen Rat, in ihren Wohnungen zu bleiben, wo viele Opfer der Flammen wurden.

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