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¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† M√ľssen ¬†Lehrer Beamte sein? ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬†

Kurz nach den Sommerferien berichteten Berliner Zeitungen von einem ¬†befremdlichen Schauspiel an einem Berliner Gymnasium. Elf ¬†Lehrkr√§fte, darunter auch Mitglieder der Schulleitung, hatten sich am ersten Tag des neuen Schuljahres krank gemeldet, um durch den Boykott des Unterrichts die Schulleiterin, der sich Unf√§higkeit vorwerfen, zum R√ľcktritt zu zwingen. Die Aufregung bei Eltern, Sch√ľlern und beim Schulamt war gro√ü. Die Schulbeh√∂rde setzte zwei Mediatorinnen ein, die die Konflikte l√∂sen sollten. Gleichzeitig wurden die ‚Äěerkrankten‚Äú ¬†Lehrer zum Amtsarzt zitiert. Weiterlesen

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Nichts ist gut in Euroland

Nach dem ESM-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts ging ein Seufzer der Erleichterung durch die politische und publizistische Klasse Deutschlands. Abgeordnete und Journalisten m√ľssen sich fortan nicht mehr mit der schwierigen Materie ‚ÄěEuro‚Äú befassen und k√∂nnen sich Dingen zuwenden, von denen sie genauso wenig verstehen, zu denen sie aber umso leichter eine Meinung haben: Bettina Wulff, dem Islam, den k√ľnftigen Koalitionsspielen, der K-Frage bei der SPD usw. usf.

Denn in Verbindung mit Mario Draghis Ank√ľndigung, die Europ√§ische Zentralbank werde k√ľnftig in unbegrenzter H√∂he Staatsanleihen kaufen, um dem Druck der Finanzm√§rkte auf insolvente Regierungen zu begegnen, bedeutet die Ratifizierung des ESM-Vertrags durch Deutschland, dass die W√§hrungs- und Fiskalpolitik der Europ√§ischen Union nicht mehr in den H√§nden der nationalen Regierungen und Parlamente liegt, sondern fortan von einer Br√ľsseler Viergruppe geregelt wird, bestehend aus den Chefs der nicht gew√§hlten Institutionen ESM, EZB, Kommission und Rat.

Dies ist gut f√ľr die M√§rkte, aber schlecht f√ľr die Demokratie. Weiterlesen

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Ach, wie gut, dass niemand wei√ü…

Man hatte fr√ľher, jedenfalls bei News International, in jeder Redaktion einen Alk, dem man eine Flasche mitbrachte, wenn man jemanden brauchte, der was schrieb, was nicht so ganz gerade war. Oder wenigstens seinen Namen daf√ľr hergab. Das Problem war nur, der Alk wollte Gesellschaft, man musste Stunden mit ihm in irgendeinem dieser elenden Fleet-Street-Pubs abgeben. Und ob er dann die Klappe hielt, das war auch ungewiss. Diese N√∂te nimmt uns heute das Netz.

Es ist in der Blogosphäre normal geworden, anonym zu kommunizieren. Das finde ich wunderbar. Weiterlesen

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Farbe bekennen: Die Union und die Frauenquote

Das wird sehr interessant, wenn heute zwei CDU-Ministerpr√§sidenten im Bundesrat f√ľr die feste Frauenquote stimmen. Mit der Saarl√§nderin Annegret Kramp-Karrenbauer und dem sachsen-anhaltinischen Regierungschef Rainer Haselof erm√∂glichen ausgerechnet zwei CDU-Politiker, dass sich nun auch der Bundestag mit der Frauenquote besch√§ftigen muss.

Ob sie dort durchgeht, ist ungewiss. Und es ist auch nicht so wichtig wie die Frage, wie die Unionsfraktion sich dazu verhalten wird. Weiterlesen

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Verzagtes Verhinderungsland                                                                

Am 3. September 2012 stemmte Kanzlerin Angela Merkel ¬†im niederbayerischen Abensberg ¬† in einem ¬†Bierzelt im Anschluss an ihre Rede fr√∂hlich ¬†eine Ma√ü Bier. Zuvor hatte sie ihren Deutschen die Leviten gelesen: In Fernost ‚Äď sie meinte wohl China ‚Äď w√ľrden ¬†binnen k√ľrzester Zeit ganz neue St√§dte aus dem Boden gestampft. ‚ÄěUnd hier gibt es schon Theater, wenn eine dritte Landebahn gebaut werden soll.‚Äú

Mit dieser Philippika traf die Kanzlerin ¬†den Nerv unserer wohlstandsges√§ttigten Verdrie√ülichkeit. Ja, Deutschland ist ein merkw√ľrdiges Land geworden, ein verzagtes Verhinderungsland. Weiterlesen

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Legal, illegal, scheißegal

Wie √§ndert man das Grundgesetz? Mit einer Zweidrittelmehrheit im Parlament? Wie altmodisch. Und kompliziert; dann will jeder Clown mit Mandat gepudert werden, damit er richtig abstimmt. Wir haben Modernisierungsbedarf. Die Verfassung sollte, so das Denken in den Kindertagen der Republik, Bestand haben. Was aber, wenn Dinge passieren, die nicht verfassungskonform sind? Was, wenn die Demoskopie sagt, der W√§hler sei √ľber dies oder das nicht am√ľsiert? Dann muss man dieses vermaledeite Grundgesetz doch z√ľgig und flexibel anpassen k√∂nnen. Das haben die V√§ter des Grundgesetzes leider nicht bedacht.

Die √Ąnderungsgeschwindigkeit, die heute zeitgem√§√ü ist, zeigt sich beispielhaft und musterg√ľltig beim Atomausstieg. Weiterlesen

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Scharfenberg: Nachruf auf ein Experiment

Wie manche Leser wissen, bin ich Produkt einer sozialdemokratisch orientierten Reformschule:
Nun hat diese Schule, an der √ľbrigens mein Ex-Genosse, Freund und ‚ÄěStarke Meinungen‚Äú-Ko-Autor Rainer Werner¬† lange nach meiner Schulzeit zuf√§llig Lehrer gewesen ist, k√ľrzlich ihren 90. Geburtstag begangen. Dazu erschien eine Festschrift 90 Jahre Schulfarm Insel Scharfenberg 1922 ‚Äď 2012. Redaktion: Burkhard Ost, in der auch ich kurz vorkomme. Weiterlesen
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Bilder des morgenländischen Mobs gehen um die Welt

Seit dem legend√§ren Satz des seinerzeitigen Staatsoberhaupts Christian Wulff, dass der Islam Teil Deutschlands sei, darf man fragen, was denn Teil Deutschlands, besser Europas, sein soll und was nicht. Ich debattiere in England √ľber Fernsehbilder von einem morgenl√§ndischen Mob, der aller Orten Botschaften st√ľrmt. Reaktion auf einen Tabubruch, gegen den man aufstehe. Es geht um Ikonoklasmus, vorgeblich. Ich sehe einen von Religionsf√ľhrern aufgehetzten Mob, der symbolisch Rache nehmen will. Ich sehe Pogrome, fernsehgerecht inszeniert.

Es herrscht im FFTMC, meiner Oxforder Kneipe, eine bitterböse Stimmung. Weiterlesen

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Leistung als Makel

Im Unterricht ¬†kann es passieren, dass der Lehrer einen begabten Sch√ľler, der sich schon zu Beginn der Stunde eifrig meldet, mit den Worten bremst: ‚ÄěDich kann ich erst am Ende der Stunde dran nehmen, du nimmst mir ja¬† das Stundenziel vorweg!‚Äú ‚Äď Verkehrte Welt.

Da gibt es in einer Schulklasse einen √úberflieger, der ¬†in Windeseile alles¬† kapiert, der aber ruhig gestellt werden muss, damit er den sch√∂n austarierten Stundenentwurf des Lehrers nicht durcheinander bringt. Solche leistungsstarken Sch√ľler, die mit einer hohen Intelligenz und einer flinken Auffassungsgabe ausgestattet sind, gibt es zu Hauf. Im normalen Unterricht¬† werden sie ¬†nicht gef√∂rdert. Der Gr√ľnde sind viele. Weiterlesen

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Kann Karlsruhe das Imperium stoppen?

Mittwoch also entscheidet das Bundesverfassungsgericht dar√ľber, ob der ‚ÄěEurop√§ische Stabilit√§tsmechanismus‚Äú (ESM) mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Voreilig hatte der selbst ernannte ‚ÄěDemokratielehrer‚Äú (Gauck √ľber Gauck) im Schloss Bellevue bei seinem Antrittsbesuch in Br√ľssel vor Monaten schon versichert, die Verfassungsrichter w√ľrden das Ding schon durchwinken, obwohl er bei sp√§terer Gelegenheit zugab, er w√ľrde die Politik der Bundeskanzlerin in Sachen Europa selbst gar nicht verstehen, weshalb er sie √∂ffentlich um Nachhilfeunterricht bat.

Bekanntlich ist der ESM ein Kernpunkt der Merkel’schen Europa-Politik. Weiterlesen

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