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Verzagtes Verhinderungsland                                                                

Am 3. September 2012 stemmte Kanzlerin Angela Merkel  im niederbayerischen Abensberg   in einem  Bierzelt im Anschluss an ihre Rede fröhlich  eine Maß Bier. Zuvor hatte sie ihren Deutschen die Leviten gelesen: In Fernost – sie meinte wohl China – würden  binnen kürzester Zeit ganz neue Städte aus dem Boden gestampft. „Und hier gibt es schon Theater, wenn eine dritte Landebahn gebaut werden soll.“

Mit dieser Philippika traf die Kanzlerin  den Nerv unserer wohlstandsgesättigten Verdrießlichkeit. Ja, Deutschland ist ein merkwürdiges Land geworden, ein verzagtes Verhinderungsland. Die Mopsfledermaus schaffte es in Dresden – von Protestlern klug in Stellung gebracht -, den Bau einer Flussbrücke  monatelang zu verzögern. Die Großtrappe zwang – von Naturschützern instrumentalisiert – die Deutsche Bahn, ihre ICE-Trasse aufwändig und teuer tiefer zu legen, damit Flugrampen für die edlen Vögel  entstehen konnten. Verhinderungsgelüste allerorten: In Stuttgart trommelten Protestler gegen den Bahnhof, an der Mosel gegen eine Brücke und in Berlin gegen 3,2 km Stadtautobahn. Die Proteste gegen Fluglärm in Frankfurt, München und Berlin gewinnen  an  Schärfe – auf der Straße und vor den Gerichten. Immer geht es den Gegnern der Projekte um eine gefühlte  Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität. Der Protest wird mit einer Verve und einem Glaubenseifer gegen das Gemeinwohl in Stellung gebracht, als gehe es um Sein oder Nichtsein.
Auf eine Partei können sich die lokalen Protest-Initiativen immer verlassen: auf die Grünen. In dieser Partei  hat sich die bedingungslose Gegnerschaft zur Kernkraft inzwischen zu einem  technik-,  ja  fortschrittsfeindlichen Politikansatz ausgeweitet. Die Grünen lehnen  Kohlekraftwerke, Schnellbahntrassen, neue Autobahnen, moderne Bahnhöfe, die unterirdische CO² – Speicherung im Gestein, die Erschließung von Erdgasvorkommen im Schiefergestein („Fracking“) und die  Gen-Technik in Medizin und Landwirtschaft ab. Ihr Widerstand  betrifft inzwischen sogar Starkstromleitungen, die den aus regenerativen Energiequellen gewonnenen Strom in die Ballungsräume transportieren sollen. Abgelehnt werden auch   Pumpspeicherwerke, die dazu dienen, den „Öko-Strom“  für Spitzenlastzeiten vorzuhalten.  Dass die grünen Kohorten „vor Ort“ dabei die hehren ökologischen Ziele, den Umbau des Energiesektors in Richtung erneuerbare Energieformen, konterkarieren, scheint die grüne  Parteiführung nicht zu stören. Sie will es sich mit der kämpferischen Basis, einem wichtigen Wähler-Reservoir, nicht verscherzen.
Die Grünen sind die einzige Partei in Deutschland, die einem  romantischen Politikansatz huldigt.  Wie die deutsche Romantik Anfang des 19. Jahrhunderts die aufkeimende Industrialisierung als Teufelszeug bekämpfte, wollen die Grünen die Gesellschaft vor industriellen und infrastrukturellen  Veränderungen  bewahren, die das harmonische, ja idyllische Zusammenleben der Menschen  stören. Wem kommt dabei nicht das programmatische Gedicht von Novalis in den Sinn, das bis heute  allen Technikfeinden als Evangelium  dient:
Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
Sind Schlüssel aller Kreaturen,
Dann fliegt vor Einem geheimen Wort
Das ganze verkehrte Wesen fort.
Die Grünen glauben, als einzige das „eine geheime Wort“ gefunden zu haben. Deshalb werfen sie sich auch immer in die Pose des moralisch Überlegenen, der den anderen Parteien, die sich in den  Niederungen der Ökonomie und der technischen Machbarkeit bewegen, mit Verachtung begegnet. Die wirtschaftliche Dynamik „bedroht ständig die Zivilreligion der Anständigen“ (Ulf Poschardt, DIE WELT, vom 28. 07. 2012). Das Gefühl, recht zu haben, führt  mitunter zur Politikunfähigkeit.  Wenn es um die Verhinderung einer verhassten Straße geht, können sich die Grünen so in den Abwehrkampf verbeißen, dass alle anderen Politikfelder, für die sie stehen, völlig nebensächlich werden. Nach der letzten  Abgeordnetenhaus-Wahl  in Berlin  ließen sie  lieber die Wunschkoalition mit der SPD platzen, als sich zum Bau  eines kurzen  Autobahn-Teilstücks durchzuringen. Dafür mussten sie dann den Schülern und Eltern in Berlin  erklären, dass es keine „bessere Bildung für die Berliner Kinder“ (Künast) gibt;  den Mietern, dass der „Bau bezahlbarer Wohnungen in kommunaler Hand“ (Grünes Wahlprogramm) ausbleiben wird. Und  das grüne Lieblingsprojekt: der „ökologischen Stadtumbau“? Unwichtig geworden! Hauptsache, man hat an der richtigen Front (freilich vergeblich) gekämpft: gegen den „Beton in Köpfen“ (Cem Özdemir) und den auf der Straße.  
Politologen führen die Technikfeindlichkeit der Grünen auf ihre Verankerung in Wählermilieus zurück, die die Wissenschaft als  die  „gut ausgebildeten Besserverdienenden“ bezeichnet. Viele ihrer Wähler, aber auch Funktionäre und Mandatsträger, sind im Öffentlichen Dienst, vorrangig in Schule und Universität,  beschäftigt. Diese Menschen sind in der Regel dem Wettbewerb der Marktwirtschaft nicht ausgesetzt, haben deshalb kein elementares Interesse daran, dass die ökonomischen Rahmenbedingungen stimmen. Im Grunde ihres Herzens sind die Grünen eine Kiez-Partei, die sich hauptsächlich um das Wohlbefinden ihrer gut situierten Wählerklientel kümmert. Berufspendler brauchen jedoch Autobahnen, Brücken und effektive Bahnhöfe, um ihren täglichen  Weg zur Arbeit stressfrei meistern zu können. Ihnen dies zu verwehren, weil man es sich nicht mit den protestierenden  Anliegern  verderben will, hat mit sozialer Verantwortung wenig zu tun. Ökologisch kann man es wohl auch nicht nennen, wenn man verhindert, dass der Verkehr, der sich  bislang durch die Wohngebiete quält, auf Autobahnen umgelenkt wird.
Oft führt „grüne“  Politik, selbst  wenn sie von den anderen Parteien nachgeahmt wird,  zu abstrusen Ergebnissen. Nach dem hektisch vollzogenen Atomausstieg der schwarz-gelben  Bundesregierung nach dem Atomunfall  in Fukushima  muss in Spitzenlast-Zeiten Strom aus dem Ausland zugekauft werden, damit hierzulande die Maschinen in den Fabriken nicht stillstehen und die Lichter in den Häusern nicht ausgehen. Dieser Strom ist überwiegend Atom-Strom aus Frankreich und aus Tschechien. Er stammt aus Atom-Meilern, die den deutschen Sicherheitsstandards beileibe nicht entsprechen. Trotzdem triumphieren die Grünen. Hauptsache, man hat den Glaubensstreit um die Atomenergie in unserem Land gewonnen. Man könnte auch sagen: Unser Atomausstieg ist ein Programm zur Verlängerung der Laufzeiten der (weniger sicheren)  Atommeiler im Ausland. Kann man das wirklich wollen?
Ein Beispiel grüner Borniertheit ist bis heute unvergessen: Als sich im Herbst des Jahres  1990  ganz Deutschland im Freudentaumel der Wiedervereinigung befand, ließen die Grünen in Berlin die Koalition mit der SPD platzen, weil deren Innensenator einige besetzte Häuser räumen ließ. Auch hier: verkniffene Kiez-Politik vor nationaler Verantwortung und patriotischer Freude. Das Ergebnis ist bekannt: Die spannende Gestaltung der Wiedervereinigung der geteilten Hauptstadt übernahm danach die  CDU.

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20 Gedanken zu “Verzagtes Verhinderungsland                                                                ;”

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    Hier habe ich was Schönes für Sie, Herr Werner. Ich mag die Grünen individuell nicht so sehr, keinen von ihnen, oder, wichtiger aus ihrer Sicht: Keine. Aber als Oppositionspartei finde ich sie immer noch besser als diesen Herrn in dem link und seinen Zynismus. Er beschreibt immerhin ehrlich, worum es geht: Die Leute verdienen nicht genug. Wenn sie genug verdienen würden, würden sie sein Bio-Huhn kaufen, und er würde die Produktion wohl nach und nach umstellen. Ansonsten kann er das Ganze nur mit dem Zynismus verteidigen, mit dem der Verbraucher selbst gelegentlich seinen Fleischkonsum umschreibt. It’s the money, stupid:
    http://www.faz.net/aktuell/wir.....00673.html

    Daher muss ich unterstellen, dass, wer solche Machenschaften verteidigt, auch an niedrigen Gehältern interessiert ist, dem Menschen als billger Arbeitskraft, gefüttert mit dem billigsten Futter auf Kosten von Tier und einheimischen Pflanzen. Bis auf weiteres müssen Sie das auf sich sitzen lassen, denn die Zusammenhänge sind eigentlich klar.

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    Steinbrück will, dass Banken sich ihren eigenen Rettungsschirm aufbauen und Getreidespekulation verboten wird, bravo:
    Selbsthilfe statt Staatshilfe: SPD-Politiker Peer Steinbrück will Banken dazu verpflichten, einen Rettungsschirm mit eigenem Geld einzurichten. Dafür seien 150 bis 200 Milliarden Euro nötig, sagt er dem SPIEGEL – und fordert zugleich, die Spekulation mit Rohstoffen zu verbieten.
    http://www.spiegel.de/wirtscha.....57390.html

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    MM ist sich doch nicht zu schade, heute mit einem link für Monsanto zu werben. Daher bin ich mir am heiligen Sonntag doch auch nicht zu gut, um zwei Informationen über Monsanto zu verlinken über den SM indischer Farmer, angeblich inzwischen 200 000, weil Monsanto sie pleite gemacht hat, kurz zusammengefasst: Den alten billigen Baumwollsamen gibt es nicht mehr, er wurde aggressiv verdrängt, für den gaanz großartigen von Monsanto brauchen die Farmer bank loans und schnell sind sie pleite:

    http://agrariancrisis.in/2011/.....ir-fields/

    http://www.infowars.com/monsan.....0-minutes/

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    @Parisien

    Man soll auch einmal loben.

    Und dass tue ich hiermit, weil Sie z.B. für die Einführung der Maschinensteuer eintreten(in einem anderen thread)

    Und auch für Ihre Kritik an unserem betonista Herrn Werner, der sich nach der beggar my neigbour policy oder dem St Florians Prinzip verhält.

    Bei allen anderen Autobahnen und Flugplätze nur bei mir in meiner Idylle nicht.

    Es wünscht Ihnen ein sonniges Wochenende

    Moritz M. Berger

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    Zusatz:
    Monsanto würde sich wahrscheinlich 50 Jahre später entschuldigen, so wie die Fa. Grünenthal. Dann würde man ein Denkmal für die Armen errichten. Langsam kann ich keine Denkmäler mehr sehen und Entschuldigungen mehr hören (nach 50 Jahren für Contergan, nach 100 Jahren für den Genozid an den Herrero, nach 500 Jahren für Galileo Galilei, dauerhaft für den Holocaust – ja, sie haben es gehört, sie haben Ohren und Augen, aber sie haben nichts davon, alle tot).
    Ich bin ja bekanntlich durchaus achgut verbunden, aber nicht diesem Teil, zumal die beiden nicht Medizin studiert haben und diese Entwicklung vielleicht nicht überreißen, es sei denn, es ginge gerade um ihr geliebtes indonesisches Nashorn. Sie berücksichtigen auch nicht, dass DDT in der Brustdrüse angereichert wird und in die Muttermilch, aber mei, man kann ja mit Nestlé füttern oder, und bei Ingektionen durch den Wegfall der IG hat man ja die liebe Pharmaindustrie.

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    Herr, Werner, Sie haben ja insgesamt recht, aber wie können Sie zulassen, dass die gesamte Welternährung unter ein Monopol kommen soll, genau wie schon die Medikamente, dass man sukzessiv Grünflächen zubetoniert, die man dann auch für Ernährung nicht mehr bräuchte? Die meisten Tiere würden nebenbei aussterben, tun sie jetzt schon. Ich bitte Sie!

    Noch einmal Rilke:
    Da wachsen Kinder auf an Fensterstufen,
    die immer in demselben Schatten sind,
    und wissen nicht, daß draußen Blumen rufen
    zu einem Tag voll Weite, Glück und Wind,-
    und müssen Kind sein und sind traurig Kind.

    Und was die Gesundheit betrifft, hoffe ich, dass Sie französisch können, ansonsten wünsche ich ihnen Freude mit den Bildern (aber macht ja nix, wenn einige Krebs bekommen, oder?):
    http://sante.lefigaro.fr/actua.....nc-accuses

    Anmerkung: Es handelt sich zwar um eine Rattensorte, die zu Tumoren neigt, aber nicht zu solch schnell wachsenden Geschwülsten.

    Mehr Zeit habe ich hierfür nicht. Denken Sie doch mal nach und hundert Jahre weiter.

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    @Rainer Werner

    wenn man in Berlin wohnt faellt der Blick ueber den Atlantik etwas schwer….

    Dass eine sind die Haftungsgesetze in den US.. dass andere ist die leider graue Realität Herr Werner:

    Umweltkatastrophe in Alaska

    Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko

    dann fragen Sie einmal die Fischer in Alaska und dann fragen sie einmal die shrimpfisher in Louisiana?

    Sie schreiben selber:

    Wenn die Methode ausgereift ist, wird sie ganz neue Dimensionen der Gasgewinnung erschließen.

    Also ist sie noch nicht ausgereift oder ??

    Sie schreiben weiter:

    „Die USA sind durch dieses Verfahren vom Gasimporteur zum Exporteur geworden.“

    „Imported LNG accounts for slightly more than 1 percent of natural gas used in the United States. According to the EIA, the U.S. imported 0.41 Tcf of natural gas in the form of LNG in 2010. However, due to increased domestic production, LNG imports are expected to decrease by an average annual rate of 4.1 percent, to levels of 0.14 Tcf of natural gas by 2035.“

    http://www.naturalgas.org/lng/lng.asp

    Wie heisst im Werbespruch eines deutschen weekly:

    Fakten, Fakten, Fakten

    Was ihre Startbahnen betrifft:

    Wenn ich auf googlemap ihren Wohnort Berlin Heiigensee eingeben, dann frage ich mich schon wie sie sich verhalten wuerden, wenn vom airport Tegel verstaerkt die Flugzeuge ueber ihr Haus fliegen 🙂

    Sind sie nicht auch “ Kiezbewohner “

    Ganz nebenbei:

    von einem deutschen Lehrer kann man doch einen sachlichen Beitrag erwarten, angereichert mit ein paar Fakten.

    Was sagen wohl ihre ehemalige Schueler zu ihren Ausfuehrungen?

    Heisst es nicht in der deutschen Sprache:

    Thema verfehlt

    Es gibt keinen Unterschied zwischen der deutschen und der amerikanischen Physik:

    Das Glas ist sowohl halbvoll wie halbleer

    Auch wir haben wié die Deutschen differenzierte Betrachtungsweisen.

  8. avatar

    ..ich möchte darauf hinweisen, dass die Grünen so bei 13 % liegen (Mai 2012). Das sollte doch kein Problem für die Gegner der Grünen sein, zumal die ja (im Gegensatz zu den Grünen) über ein halb volles Glas verfügen und optimistisch in die Zukunft blicken. Warum fokussieren die also nicht in ihrer Kritik die Politik ihrer eigenen Parteien (CDU und FDP)?

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    Lieber Herr Werner, wenn die Menschheit inklusive der Amerikaner und der Deutschen in einem Bereich absolut noch nichts drauf hat, dann ist es der Bereich der Risikoabschätzung. Hier stecken wir in den Kinderschuhen (Sie allerdings noch im Zustand des Krabbelns). Es gibt kein Naturgesetz, dass alles gut ausgeht, und auf das Haftungsgesetz würde ich mich nicht verlassen. Das konnte auch die Finanzkrise nicht verhindern. Auch wenn das Glas so dermaßen halbvoll ist, dass es vor Potenz überzuschwappen droht.

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    Die Abwehr gegenüber technischen Neuerungen entspringt der Angst vor der Unberechenbarkeit ihrer Folgen. Diese Angst begleitet die ganze Technikgeschichte der Moderne vom 18. Jh. bis heute. Als 1835 die erste Eisenbahn mit 30 km/h zwischen Nürnberg und Fürth fuhr, waren die Menschen entsetzt. Selbst Ärzte befürchteten Ohnmachten und bleibende Schäden, wenn man dieses Gefährt benutzt. Heute fährt der ICE mit 250 km/h, japanische Schnellzüge mit 400 km/h, die Chinesen bauen einen mit 600 km/h. Alle auf die Eisenbahn folgenden Verkehrsmittel sind gefährlich – bis heute: das Flugzeug genauso wie das Kreuzschiff. Das viel geliebte Auto verursacht jährlich die meisten Verkehrstoten aller Verkehrsmittel (2011: 3991 Tote, pro Tag 11 Tote), trotzdem will es keiner missen. Die alten Methoden der Energiegewinnung waren ungleich gefährlicher als die heutigen. Das Bergwerk galt jahrhundertelang als die gefährlichste aller Arbeitsstätten, mit vollem Recht. Unzählige Unglücke mit vielen Toten zeugen davon. Dennoch kam keiner auf die Idee, sie zu schließen. Kohle war zu Beginn der Industrialisierung der wichtigste Rohstoff zur Energiegewinnung. Der Aufstieg der Schwerindustrie wäre ohne Kohle nicht denkbar. Die gleiche Akzeptanz wird man irgendwann einmal beim Fracking erleben. Wenn die Methode ausgereift ist, wird sie ganz neue Dimensionen der Gasgewinnung erschließen. Die USA sind durch dieses Verfahren vom Gasimporteur zum Exporteur geworden. Die Gaspreise sind rasant gefallen. Kein Mensch ist durch dieses Verfahren bislang zu Schaden gekommen. In den USA gibt es das schärfste Haftungsrecht der Welt. Die Strafen für die Umgehung der Vorschriften sind hoch, Schadenersatzklagen oft ruinös. Kein Unternehmen würde sich dieser Gefahr aussetzen, wenn es nicht sicher wäre, die Technik beherrschen zu können. Vielleich liegt es am Mentalitätsunterschied: Für die Amerikaner ist das Glas immer halb voll, für die Deutschen ist es halb leer.

  11. avatar

    Nachdem ich mit Freunden und Bekannten gesprochen habe, die im Erdinger Moos und in der Nähe der Frankfurter Startbahn 3 wohnen,bieten wir Ihnen je 5 Nächte mit Frühstück an.Die Auflage: sie schreiben anschließend einen Besinnungsaufsatz über die gefühlte Beeinträchtigung Ihrer Lebensqualität. Falls Sie dann noch einen klaren Gedanken fassen können.Zusätzlich bieten wir Ihnen ein kostenloses Abendessen in einem besetzten Haus, wenn Sie vor dem FDP Präsidium ein Referat zum Thema „die Großtrappe, der Glaubenseifer und meine Idee vom Gemeinwohl “ halten. Das Gefühl recht zu haben, führt häufig(bei Vermischung von Fakten Und Empfindungen) zur Unfähigkeit sinnvolle Kommentare zu schreiben, um einen Satz von Ihnen frei zu interpretieren. Setzen, 6.

  12. avatar

    Ich finde, für das Bedürfnis, zusammen mit der regierenden CDU/FDP-Koalition ketzerisch gegen den Strom zu schwimmen und den Grünen endlich zu sagen, was für Trottel sie sind, weil es ja sonst keiner tut, gibt es mit der „Achse des Guten“ bereits eine reichlich frequentierte Website. Das müsste eigentlich reichen? Auch wenn man den Grünen Technik- und Wissenschaftsfeindlichkeit unterstellen und gleichzeitig selber die größten Böcke schießen will (Stichwort: „Klimaskeptizismus“ und nirgends schmelzende Gletscher…), ist man da viel besser aufgehoben.

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    „Nach dem hektisch vollzogenen Atomausstieg der schwarz-gelben Bundesregierung nach dem Atomunfall in Fukushima muss in Spitzenlast-Zeiten Strom aus dem Ausland zugekauft werden, damit hierzulande die Maschinen in den Fabriken nicht stillstehen und die Lichter in den Häusern nicht ausgehen. Dieser Strom ist überwiegend Atom-Strom aus Frankreich und aus Tschechien.“

    Herr Werner,

    bevor Sie solche Märchen in die Weltsetzen sollten Sie vielleicht einmal beginnen etwas sorgfältiger zu recherchieren.

    http://joule.agrarheute.com/de.....romexporte

    Ich finde es schon skandalös wie Sie hier Inhalte verbreiten, die auf keinen sachlichen Grundlagen beruhen.

    Oder sind Sie so naiv , dass Sie alles glauben was in den Zeitungen steht oder im Web ?

    Begriffe wie smart-grid sind für Sie vielleicht auch böhmische Dörfer.

    Und was Ihre erwähnten Starkstromleitungen betrifft,

    wie wäre es wenn Sie vielleicht einmal darüber nachdenken, ob wir tatsächlich die Hochspannungsleitungen benötigen.

    Die Alternativen existieren bereits:
    http://www.wiwo.de/technologie.....27504.html

    oder hier eine deutsche Innovation:

    http://www.verivox.de/nachrich.....86139.aspx

    Vielleicht sollten Sie statt Bild auch einmal die FAZ lesen:

    http://m.faz.net/aktuell/wirts.....27692.html

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    Sie haben Recht Herr Werner, wer was gegen Fracking hat, ist doch total bescheuert.

    Fracking funktioniert überigens nicht nur bei Schiefergestein sondern auch beim Gehirn. Einfach Nase und Mund zuhalten und dann mit der Lunge einen Überdruck herstellen. Das führt (nach meinen laienwissenschaftlichen Erkenntnissen) zu einer erhöhten Sauerstoffzufuhr im Gehirn und zu ganz ausserodentlichen Denkleistungen.

    Vielleicht versuchen Sie es auch einmal?

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    Was ich auch ablehne, lasse ich drin. Deswegen wähle ich nie grün, denn diese Partei muss dringend in der Opposition sein. In der Regierung baut sie Mist, wie plötzlich einen Krieg befürworten:
    „Die Grünen lehnen“
    geändert: noch mehr Autobahnen, überflüssige Bahnhöfe, und die Gen-Technik in Medizin und Landwirtschaft ab. „Ihr Widerstand betrifft inzwischen sogar Starkstromleitungen, die den aus regenerativen Energiequellen gewonnenen Strom in die Ballungsräume transportieren sollen“.

    Mit „die unterirdische CO² – Speicherung im Gestein, die Erschließung von Erdgasvorkommen im Schiefergestein („Fracking“)“ kenne ich mich noch nicht genügend aus. Der Colorado-River soll erheblich darunter leiden.

    Dies ist ein kleines, dicht besiedeltes Land. In der Nacht braucht man maximal zehn Stunden von Garmisch nach Flensburg. Angela Merkel liegt doch völlig daneben, wenn sie es mit China vergleicht. Soll sie doch Landebahnen in Kasachstan bauen.
    Noch mehr Fluglärm? Nein,danke. Und neuerdings die Beimischung von Biodiesel in Flugbenzin. Noch höhere Getreidepreise? Nein, danke. Haben Sie keine Alternative zu Wirtschaftswachstum durch Zubetonieren? Monsanto? Nein, danke.
    Die Grünen sind die wichtigste Oppositionspartei.
    Alternativen: Mal die Löcher in den vorhandenen Straßen reparieren z.B. Gebäudesanierung statt Abriss und Neubau. Das ist teurer und bringt mehr Steuergeld.

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