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Deutschlandradio Kultur lässt gegen Israel hetzen

Wenn es um den Krieg gegen Israel geht, kommen deutsche Kommentatoren in der Regel mit wenigen Bausteinen aus, die sie dann schnell zusammensetzen: ‚ÄěNahostkonflikt‚Äú; ‚ÄěV√∂lkerrecht‚Äú; ‚ÄěZweistaatenl√∂sung‚Äú; ‚ÄěPal√§stinenser‚Äú; ‚ÄěFriedensprozess‚Äú; ‚Äěillegale Siedlungen‚Äú. Alle diese Begriffe sind ideologisch befrachtet. Alle behindern das Verst√§ndnis des Kampfes, statt es zu bef√∂rdern.

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Mehr Demokratie wagen

Ein Neujahrswunsch

Am 28. Oktober 1969 sagte der damalige Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) in seiner Regierungserkl√§rung den ber√ľhmt gewordenen Satz: “Wir wollen mehr Demokratie wagen!”. Er wollte die¬† im staatlichen Bereich¬† gut funktionierende Demokratie durch demokratische Reformen in den gesellschaftlichen Institutionen erg√§nzen. In den Schulen f√ľhrte die Sch√ľlermitverantwortung (sp√§ter: Sch√ľlervertretung) zu einem partnerschaftlichen Verh√§ltnis zwischen Lehrern und Sch√ľlern. In der Hochschule beendete die Drittelparit√§t die Dominanz der Professoren im akademischen Getriebe. In den Betrieben und in der √∂ffentlichen Verwaltung wurden die Rechte der Betriebsr√§te und ¬†Personalvertretungen gest√§rkt. In jener Zeit begann der Prozess, der bei den B√ľrgern das Bewusstsein weckte, dass die Demokratie nicht nur die Sache der politischen Profis – sprich Parteien – sei, sondern das Recht, ja die Pflicht ¬†eines jeden B√ľrgers. Teilhabe wurde zum entscheidenden Motto.¬† Die¬† 1970er Jahre wurden zur Epoche der B√ľrgerinitiativen, ohne die die Gr√ľnen als Partei undenkbar w√§ren. Die Vitalit√§t¬† unserer¬† Zivilgesellschaft mit ihren zigtausend ehrenamtlichen Initiativen auf kommunaler Ebene w√§re ohne diesen Aufbruch im “sozialdemokratischen Jahrzehnt” (Bernd Faulenbach) nicht m√∂glich. Die Willkommenskultur in der Fl√ľchtlingskrise im Jahre 2015 war der sichtbare Beweis f√ľr die Lebendigkeit und St√§rke dieser demokratischen Alltagskultur. Weiterlesen

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Die Selbstgerechtigkeit des Franz Alt

Alle Jahre wieder begl√ľckt uns Franz Alt mit einer E-Mail, die eine Predigt und Werbung f√ľr seine diversen Erbauungsb√ľcher enth√§lt. So auch 2016. Jutta Ditfurth hat einmal gesagt, Alt sei ein Antisemit. Ich wei√ü nicht, ob das stimmt. Ich wei√ü, dass er ausweislich seiner Weihnachtsbotschaft die Selbstgerechtigkeit als Prinzip vertritt.

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Am Anschlag – der Terror und wir

Das Jahr 2016 begann wie es aufh√∂rte: mit Ohnmacht und Wut. Die stundenlangen √úberf√§lle auf √ľberwiegend junge Frauen am K√∂lner Hauptbahnhof und der Anschlag vor wenigen Tagen auf einem Berliner Weihnachtsmarkt macht viele ratlos und w√ľtend. Ratlos, weil es nicht DAS eine Rezept gegen solche Angriffe auf unser freies und friedliches Leben gibt. W√ľtend, weil sie durch politische Fehler im Vorfeld erleichtert wurden. Die bittere Wahrheit: Deutschland ist 15 Jahre nach New York und 9/11 nicht auf Terror vorbereitet. Weiterlesen

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Achtsamkeit und Besonnenheit – Gedanken zum Anschlag in Berlin

Achtsamkeit und Besonnenheit sind die einzig richtigen Haltungen im Lichte des Terrors. Beschönigungen von links und Scharfmacherei von rechts helfen nicht weiter. Im Gegenteil.

Im Herzen Deutschlands ist er nun angekommen, der Terror. Noch wei√ü man wenig, es steht sogar in Frage, ob der gefasste Mann in Berlin tats√§chlich der T√§ter ist. Der Terroranschlag als solcher ist allerdings ein Faktum. Deutschland erlebt das, was in Paris und Br√ľssel schon l√§ngst passiert ist, und was Madrid, London und ‚Äď damit fing es an ‚Äď New York erlebt, nein erlitten haben. Weiterlesen

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Statt Trauer und Freiheitsreden, die Sicherheitslage genau verbessern!

Mitstreiter f√ľr eine stabile Demokratie, ein soziales Europa, f√ľr eine vern√ľnftige Einwanderungs- und Fl√ľchtlingspolitik, gegen zu viel Hass und Gewaltpropaganda im Internet und bei Facebook …sind durch das islamistische Attentat auf den Weihnachtsmarkt in Berlin wieder wie in Paris und Bruessel, W√ľrzburg u.a.herausgefordert.

Einen Tag vor dem Attentat, das ich sofort als ich die Nachricht bei einer politischen Diskussion zum Thema Vers√∂hnung und Erinnerung mit jungen Afghanen erhielt, war ich mit meinem Fl√ľchtlingskind aus Afghanistan dort. Ich wusste sofort, dass es ein islamistischer Terroranschlag¬† war, siehe Weihnachtsm√§rkte schon vor 2001 in Strassburg und vor einer Woche in Ludwigshafen. Diese Toten und Verletzten h√§tte es nicht geben m√ľssen! Wo¬† bleibt die Debatte √ľber fehlende Sicherheitsma√ünahmen?

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Wie einer Partei die Moral abhanden kommt

Die Gesellschaft f√ľr Deutsche Sprache hat ¬†den Begriff “postfaktisch” zum Wort des Jahres 2016 gew√§hlt. ¬†Damit k√ľrt sie einen Begriff, der ein Ph√§nomen benennt, das¬† in den politischen Auseinandersetzungen ¬†des zur√ľckliegenden Jahres tats√§chlich eine wichtige Rolle gespielt hat. Sowohl die Brexit-Bef√ľrworter als auch die Trump-Wahlkampagne ¬†operierten mit Informationen, die mit Halbwahrheiten noch sanft umschrieben sind. Keine L√ľge war krude genug, um von den fanatisierten Anh√§ngern noch f√ľr bare M√ľnze genommen zu werden. Der Glaube an die missionarischen Verhei√üungen der ¬†Populisten Farage, Johnson und Trump war gr√∂√üer als der gesunde Menschenverstand, der die Botschaften eigentlich als abstrus und die Versprechungen ¬†als realit√§tsfern ¬†h√§tte entlarven m√ľssen. Weiterlesen

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Gegen die Kritik am PISA-Test

Alle drei Jahre ver√∂ffentlicht die OECD die Resultate des weltweit durchgef√ľhrten Pisa-Tests. Die Schwerpunkte bei den getesteten Wissensgebieten variieren von Test zu Test. Mal m√ľssen die Sch√ľler ihr Leseverst√§ndnis unter Beweis stellen, mal ihre F√§higkeiten in den Naturwissenschaften¬† oder in Mathematik. Die Politik sieht den Ergebnissen erwartungsvoll entgegen, weil das Ranking des eigenen Landes im Pool der teilnehmenden L√§nder Anerkennung und Prestige verhei√üt – oder Entt√§uschung und Besch√§mung. Weiterlesen

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Präsident Norbert Hofer

Wie das so ist: Man muss sich auf alle Eventualit√§ten vorbereiten. So hatte ich folgenden Kommentar f√ľr den Fall geschrieben, dass Norbert Hofer von der FP√Ė die Wahl zum Pr√§sidenten gewonnen h√§tte. Das muss man jetzt im Konjunktiv lesen. Aber die im Kommentar zum Ausdruck kommende Haltung wird, davon bin ich √ľberzeugt, noch ein paar Mal auf die Probe gestellt werden.

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Scheitern eines Orientierungslosen

Es ist ein Novum in der Geschichte der V. Republik Frankreichs: Zum ersten Mal verzichtet ein amtierender Pr√§sident bei Ende seiner Amtszeit auf eine Wiederwahl. Francois Hollande hat eingesehen, dass eine erneute Kandidatur um das h√∂chste Staatsamt in ¬†einem Fiasko enden w√ľrde, und deshalb das Handtuch geworfen. Zugegeben: Das Erbe, das er im Jahre 2012 antrat, war alles andere als rosig. Nicolas Sarkozy – √§hnlich orientierungslos wie Hollande – ¬†hatte ihm einen hoch verschuldeten Staat hinterlassen, eine Wirtschaft, die nicht mehr wuchs, eine hohe Arbeitslosigkeit und ein nicht mehr finanzierbares¬† Sozialsystem. Weiterlesen

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