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Die Homo-Ehe ist ein Sieg des Christentums

Per Volksabstimmung hat sich die Bevölkerung der Republik Irland fĂŒr die Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Ehe ausgesprochen. In einer ersten Reaktion sagte der Papst-Vertraute und KardinalstaatssekretĂ€r Pietro Parolin, das Referendum bedeute nicht nur eine „Niederlage der christlichen Prinzipien“, sondern eine „Niederlage fĂŒr die Menschheit“. Die Reaktion ist verstĂ€ndlich, aber falsch. Das Gegenteil ist der Fall. Die Homo-Ehe ist ein Sieg christlicher Vorstellungen. Das wird irgendwann auch die katholische Kirche begreifen.

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Gesinnungszwang im Netz

Seit Wochen sieht sich Politikprofessor Herfried MĂŒnkler von der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin anonymen AnwĂŒrfen im Internet ausgesetzt. Die Kritiker im Internet-Blog “MĂŒnkler-Watch” werfen ihm all das vor, was linke Kritiker einem Menschen vorwerfen können, der sich politisch in der Mitte der Gesellschaft verortet: Er stelle in seiner Vorlesung (und seinen BĂŒchern) abweichende Meinungen, z.B. andere (linke) Demokratiekonzepte, Genderthemen, Theorien außereuropĂ€ischer (linker) Politologen, nicht dar, sei deshalb ein “Extremist der Mitte”. Die Kritiker, Studenten aus seiner Vorlesung, suchen nicht die Diskussion mit dem Gescholtenen und ihen Kommilitonen an Ort und Stelle – also in der Vorlesung. Nein, sie ziehen die AnonymitĂ€t des Internets vor, weil sie Nachteile fĂŒr ihre Karriere (schlechte Noten) befĂŒrchten, wenn ihre IdentitĂ€t bekannt wird. Außerdem fĂŒhlten sie sich im offenen intellektuellen Schlagabtausch dem Professor rhetorisch nicht gewachsen. Der Professor nennt sie wegen ihres Kneifens “erbĂ€rmliche Feiglinge”. Weiterlesen

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“Klimarettung” fĂŒr das eigene Seelenheil

Neulich besuchte ich wieder einmal Freiburg, die heimliche Hauptstadt der GrĂŒnen. Den OberbĂŒrgermeister stellen sie seit 2002, im Stadtrat bilden sie die grĂ¶ĂŸte Fraktion. Vor allem das grĂŒne LebensgefĂŒhl hat in der Stadt eine sichere Heimstatt. Das “Quartier Vauban” gilt als ökologische Mustersiedlung: grĂŒn, autofrei und mit Plus-EnergiehĂ€usern ausgestattet. Ökologisch gestimmte Pilgerscharen aus vielen LĂ€ndern besuchen diese Solarsiedlung, um Anregungen fĂŒr das eigene Wohnumfeld mit nach Hause zu nehmen. In der Altstadt drĂ€ngen sich BiomĂ€rkte, vegane Restaurants und vor allem FahrradlĂ€den dicht an dicht. Die Fahrradfahrer sind so zahlreich, dass die schmalen Altstadtstraßen fĂŒr dieses abgasfreie GefĂ€hrt gesperrt werden mussten. FĂŒr die FußgĂ€nger gĂ€be es sonst kein gefahrenfreies Durchkommen. Es versteht sich, dass alle ökologisch ausgerichteten GeschĂ€fte Freiburgs Auskunft ĂŒber den CO 2 – Fußabdruck erteilen, den ihr Produkt hinterlĂ€sst. Hier ist die  Welt in bester grĂŒner Ordnung. Weiterlesen

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Technologisches Wunderland Israel

Im Jahre 2014 ist in Israels Hightech-Branche so viel Geld geflossen wie nie zuvor. WĂ€hrend der Gaza-Krieg tobte und die Weltgemeinschaft – einer lang gehegten Tradition folgend – Israel der UnverhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit bei der BekĂ€mpfung der terroristischen Hamas zieh, flossen ĂŒber eine Milliarde Dollar in Unternehmen der Computer-, Software-, Nano- und Biotechnologie. Auch die rege Start-up-Szene Israels erfreut sich regen Zuspruchs. Auf Feldern wie der Sicherheitstechnologie, der Pharmaindustrie und der Biotechnologie gilt sie als Spitzenreiter in der Welt. Zum Vergleich: Deutschland hat die zehnfache Einwohnerzahl des kleinen Staates Israel (80 zu 8 Millionen), konnte aber weniger als ein Viertel der israelischen KapitalzuflĂŒsse verbuchen. Wie Marktanalysten feststellten, lockte Israel doppelt so viel Risikokapital je Einwohner an wie Amerika und dreimal so viel wie Europa. Weiterlesen

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Wie unabhĂ€ngig ist die “SĂŒddeutsche Zeitung”?

Zweifellos sind Zeitungen in einer schwierigen Lage. Und das nicht erst seit es das Internet gibt. Zweifellos mĂŒssen sie neue Wege gehen, wenn ihr GeschĂ€ftsmodell erhalten bleiben soll – oder ihr GeschĂ€ftsmodell Ă€ndern, wenn das Produkt „Zeitung“ (ob gedruckt oder online) erhalten werden soll. Der Druck kommt von zwei Seiten: da sind die privaten Quasi-Monopolisten des Netzes, allen voran Google; und da sind die „öffentlich-rechtlichen“, das heißt staatlichen, mit einer Zwangsabgabe finanzierten Sender, die nicht nur Rundfunk- und Fernsehprogramme produzieren, sondern auch mit Angeboten im Netz den Verlagen Konkurrenz machen.

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Odenwaldschule am Ende – ein Nachruf

Zum Ende des laufenden Schuljahres stellt die ehrwĂŒrdige Odenwaldschule in Ober-Hambach den pĂ€dagogischen Betrieb ein. Seit der Aufdeckung des Missbrauchsskandals im Jahre 1998 waren die SchĂŒlerzahlen stetig gesunken, so dass die Schule immer mehr in die roten Zahlen rutschte. Alle Versuche, die Schule durch eine seriöse Aufarbeitung der AffĂ€re und durch effektive PrĂ€ventionsmaßnahmen zu stabilisieren, waren letztlich vergeblich. Zuletzt besuchten noch 114 SchĂŒler das Internat – viel zu wenige fĂŒr einen kostendeckenden Betrieb. Weiterlesen

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Google kauft die FAZ. Und die ZEIT gleich mit

Was wĂŒrde Frank Schirrmacher dazu sagen? Kaum waren die Spuren des verstorbenen Herausgebers auf der Feuilleton-Etage der FAZ getilgt worden, schmiss sich seine Zeitung dem von Schirrmacher immer wieder kritisierten Internet-Monopolisten Google an den Hals. Zusammen mit dem linksliberalen Leitmedium „Zeit“ lĂ€sst sich das Flaggschiff des deutschen Konservatismus den Schneid abkaufen. Genauer: lĂ€sst sich von Google kaufen.

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Außenminister als WeichspĂŒler

Frank-Walter Steinmeier hat die Kunst, im dipomatischen Umgang Vertreter anderer Staaten nicht vor den Kopf zu stoßen, zu einer solchen Perfektion entwickelt, dass man den Eindruck gewinnen muss, die Camouflage eigener Überzeugungen sei zu seiner zweiten Haut geworden. Im Vorfeld des 100-jĂ€hrigen Gedenkens des Völkermords der JungtĂŒrken an den armenischen Bewohnern des damaligen Osmanischen Reiches im FrĂŒhjahr 1915 wand er sich auf Nachfragen von Journalisten, als gelte es, öffentlich einen Seitensprung zu gestehen. Bei seinem Besuch in Estland sagte Steinmeier: “Die GrĂ€uel am armenischen Volk lassen sich nicht auf einen Begriff oder den Streit um einen Begriff reduzieren.” Gemeint war das Wort Völkermord, das darauf in der Presse ironisch als  anstĂ¶ĂŸiges V-Wort zirkulierte. Es ist schon bemerkenswert, dass der Außenminister des Landes, das das grĂ¶ĂŸte Menschheitsverbrechen – den Holocaust – zu verantworten hat, davor zurĂŒckschreckt, einen VorlĂ€ufer des Massenmordes an den europĂ€ischen Juden beim Namen zu nennen. Muss er nicht damit rechnen, dass er damit Unbelehrbare ermutigt, kĂŒnftig auch den deutschen Genozid an den Juden zu leugnen oder zu relativieren – nach dem Motto, die “GrĂ€uel an den Juden lassen sich nicht auf einen Begriff bringen”?  Weiterlesen

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