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Wie lange hält sich zu Guttenberg?

Es hat etwas gedauert, aber nun haben sich auch die Wissenschaftler zu Wort gemeldet. 20 000 haben einen Brief unterschrieben, der heute an Bundeskanzlerin Angela Merkel √ľbergeben wird. Sie habe mit ihrer Behandlung der Aff√§re dem Ruf der Wissenschaften geschadet, emp√∂ren sich die Unterzeichner.

Auch in der CDU mehren sich die kritischen Stimmen. Wissenschaftsministerin Annette Schavan hat ihren Unmut zu Protokoll gegeben, ebenso Bundestagspr√§sident Norbert Lammert. Beide wissen, wie schwierig es f√ľr die b√ľrgerliche CDU k√ľnftig werden wird, Tugenden wie Ehrlichkeit und Flei√ü zu vertreten, wenn ein Abschreiber wie zu Guttenberg nach wie vor wie ein Held gefeiert wird. Weiterlesen

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Methode Guttenberg

Diese Woche war so recht nach dem Geschmack von Karl-Theodor zu Guttenberg. Deutschland, einig Doktorland kannte nur ein Thema: den Verteidigungsminister und seine Schummelaff√§re. Und so schlecht, wie es zun√§chst schien, ist das Ganze f√ľr den Herrn Baron dann doch nicht gelaufen. Okay, der Doktortitel ist futsch. Hat sich eigentlich recht h√ľbsch auf dem Briefpapier gemacht. Aber den Posten, den darf Dr. Googleberg vorerst behalten. Weiterlesen

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Guttenberg wankt, fällt aber nicht

Der 23. Februar 2011 markiert eine Z√§sur in der Geschichte der deutschen Politik. Eine private Verfehlung ‚Äď wie eine schlampig zusammen geschriebene bzw. kopierte wissenschaftliche Arbeit – verzeiht der B√ľrger und W√§hler, wenn das √∂ffentliche Ansehen sonst tadellos ist.

Diese Unterscheidung zwischen privat und öffentlich ist neu und verunsichert traditionelle Ansichten und Akteure, die von einem öffentlichen Mann auch privat vorbildliches Moralverhalten fordern. Weiterlesen

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Zu zu Guttenberg: Eine Gegendarstellung

Um keine Missverst√§ndnisse aufkommen zu lassen: Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) hat weder pers√∂nlich die Atombombe √ľber Hiroshima ausgeklinkt, noch an Massenerschie√üungen in den Abruzzen teilgenommen. Er hat keine Berichte √ľber Mitarbeiter seines B√ľros an den KGB verkauft, keine Geheimdossiers an die Amerikaner weitergeleitet, war nicht bei der Stasi, hat nicht im Vollrausch ein Schulkind totgefahren, keine Spende von Kraus-Maffai entgegengenommen und ist auch nicht in flagranti mit Bettina Wulff erwischt worden. Karl Theodor zu Guttenberg hat f√ľr seine Doktorarbeit abgeschrieben. Weiterlesen

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Der Doktor-Blender hat das Volk, das er verdient

Hilfe, holt mich hier raus: Ich habe einen „Doktor“. Karl-Theodor zu Guttenberg wirft ihn uns und der Universit√§t Bayreuth zu f√ľssen. Er will ihn nicht mehr, den Doktor.¬† Er opfert ihn.

KT ist √ľberhaupt und wenn eh ein Opfer. Opfer des Neides. Opfer der Kleinkariertheit. Was ist denn schon dabei, wenn man statt einer eigenen Arbeit die geistige Urheberschaft anderer verwendet? Weiterlesen

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Hamed Abdel-Samad und die arabische Revolution

Prognosen sind eine unsichere Sache, sagt der Volksmund, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Man kann niemandem vorwerfen, kein Prophet zu sein; aber wenn jemand seinem Buch den Untertitel ‚ÄěEine Prognose‚Äú gibt, darf man schon fragen, wie genau diese Prognose war. Hamed Abdel-Samad hat den ‚ÄěUntergang der islamischen Welt‚Äú vorhergesagt. Nachzulesen ist die Prognose auf den Seiten 224 bis 231 seines gleichnamigen Buchs. Weiterlesen

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Sch√∂n f√ľr Scholz, aber auch f√ľr die SPD?

Olaf Scholz hat nicht wirklich gek√§mpft und doch ph√§nomenal gewonnen. Die absolute Mehrheit f√ľr die SPD am Auftakt eines mit Wahlen vollgestopften Jahres zu holen, ist in der Tat eine Meisterleistung. Das gilt auch dann, wenn die Konkurrenz mit dem Totalausfall Ahlhaus praktisch am Boden lag.

Ob der Sieg der SPD in Hamburg aber bundespolitische Konsequenzen haben wird, hängt vom Sieger selbst ab. Olaf Scholz war ein machtbewusster Bundesarbeitsminister, sein Amt hat ihm wegen der damit einhergehenden Gestaltungsmacht Spaß gemacht. Zu erwarten ist deshalb, dass er sich schon bald in der Bundespolitik, vor allem aber als Spitzengenosse zu Wort melden wird. Weiterlesen

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Krieg gegen Guttenberg

Diesmal ist es sein Doktortitel. Der Vorwurf: Der beliebteste Politiker habe abgeschrieben. Juristisch: geistiger Diebstahl. Losgetreten hat die Kampagne ein Jura-Professor in Bremen, der politisch links steht und zu den Mitgr√ľndern einer Denkfabrik geh√∂rt, die sich aus den derzeit wohl unbeliebtesten Politikern der Republik zusammen setzt: Andrea Ypsilanti, Andrea Nahles und Sven Giegold. Weiterlesen

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Wenn die Luft in den Chefetagen nach Männerschweiß riecht

51 Prozent der deutschen Gesamtbev√∂lkerung sind Frauen. 46 Prozent der Erwerbst√§tigen. 51 Prozent der Hochschulabsolventen. Immerhin¬† werden 31 Prozent der F√ľhrungspositionen allgemein schon von Frauen besetzt, aber nur 15 Prozent im mittleren Management, ¬†zehn Prozent der Aufsichtsr√§te und drei Prozent der Vorst√§nde deutscher Unternehmen. Hier stimmt etwas nicht. Weiterlesen

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Männerquoten, so weit das Auge reicht!

Die Diskussion um den R√ľcktritt von Bundesbank-Chef Axel Weber und die Anforderungen an einen neuen EZB-Chef zeigt eines: In der Politik geht nichts ohne Quote! Da wird ein Portugiese zum stellvertretenden Vorsitzenden der Europ√§ischen Zentralbank gemacht, weil er aus einen kleinen Land der EU kommt. Und dies die Vorraussetzung daf√ľr ist, dass ein Kandidat aus einem gro√üen Land den Vorsitz bekommen kann.

Dies sollte eigentlich Weber sein. Der will nun nicht mehr. Und so wird es wohl kein Deutscher (aus einem großen Land), sondern wahrscheinlich ein Italiener (die immerhin geographisch noch als großes Land in der EU durchgehen!). Weiterlesen

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