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Mord als Mittel der Politik – Die Grenze der Toleranz gegenĂŒber Andersdenkenden

In der CDU findet eine Debatte ĂŒber die Abgrenzung zur AfD statt, in der auch erwogen wurde, den Rechtspopulisten wegen ihrer Gesinnung Grundrechte streitig zu machen. Unser Autor Klaus Kocks nimmt das zum Anlass einer sehr grundsĂ€tzlichen KlĂ€rung, wie weit Politik gehen darf.

Wer bei schlechtem Schlaf nĂ€chtens zur Fernbedienung greift, kann im sogenannten Unterschichtsfernsehen erstaunliche Entdeckungen machen. Aber auch die nicht ganz so bildungsfernen Sender halten Bemerkenswertes bereit. So sehe ich gelegentlich lehrreiche Dokumentationen, jĂŒngst einen Bericht ĂŒber einen jungen Mann, der als JĂ€ger in der Wildnis Alaskas lebt. In der Natur, sagte er, sei man entweder der JĂ€ger oder die Beute. Die Geschöpfe mit leerem Magen hĂ€tten einen ganz spezifischen Blick auf wehrlosere Wesen niederer Arten. Das ist, wenn man kein AnhĂ€nger der GrĂŒnen ist, der Naturzustand. Fressen oder gefressen werden. Der Mensch des Menschen Wolf. Das Gesetz des Dschungels. Das beginnt beim Kampf der BĂ€ume um‘s Licht und endet bei der Nahrungskette. Die Natur ist kein Ponyhof.

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Gaffer – Hat Angela Merkel gezittert?

Von Klaus Kocks

Die Bundeskanzlerin erlitt jĂŒngst einen Zitteranfall. Statt sich um sie zu sorgen, steigerten sich Internet-Gaffer in groteske HĂ€me hinein. Unser Autor Klaus Kocks analysiert dieses Verhalten und das Gaffertum als solches.

Wenn die freie Fahrt freier BĂŒrger auf der Autobahn mal in einer Katastrophe endet, vor der sich der nachfolgende Verkehr staut, dann zĂŒcken viele der so Aufgehaltenen das Handy, um ein Erinnerungsfoto vom Blut auf dem Asphalt zu schießen. Das wird allgemein fĂŒr obszön gehalten. Und doch bedarf es, das wissen wir alle, einer gewissen Disziplin, will man nicht doch einen Blick werfen auf das nahe UnglĂŒck. Menschen gaffen gern. Der Fotografierzwang der Handy-Generation oder aller, die sich trotz vorangeschrittenen Alters zu dieser zĂ€hlen, hat die Unart zur Legion werden lassen. In geschwungenem Französisch spricht man vom Voyeurismus. JĂŒngst ging es den Voyeuren darum, ob die Kanzlerin bei einem Staatsempfang einen SchwĂ€cheanfall erlitten und gezittert habe. Dass der russische Propagandasender RT solche Bilder von der schwĂ€chelnden Frau anbot, versteht man; dass auch die bundeseigene Deutsche Welle die Gaffer bediente, weniger. Weiterlesen

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