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Freya Klier und die „deutsche Einheit“

Nationale IdentitÀt, ausgeblendete Geschichten und ausgeschlossene Menschen

Das neue Buch der Autorin, Regisseurin und frĂŒheren DDR-BĂŒrgerrechtlerin Freya Klier zum 30. Jahrestag der Vereinigung der beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990 enttĂ€uscht. Zwar gehört Klier nicht zu der Gruppe jener DDR-BĂŒrgerrechtler, die wie Vera Lengsfeld, Siegmar Faust u. a. und begonnen haben sich politisch im Umfeld von rechten Publikationsorganen zu betĂ€tigen.[1] Ihr neues Buch liest sich dennoch vor allem als Bekenntnis zu einer nationalen IdentitĂ€tspolitik, die dem Konzept einer „Kulturnation“ folgt und nicht dem einer „StaatsbĂŒrgernation“.[2] Ein offener Blick auf die GefĂ€hrdungen der demokratischen Kultur, der BĂŒrger- und Menschenrechte in der vereinigten Bundesrepublik fehlt deshalb.

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Der EU den Friedensnobelpreis entziehen? – Kritik eines gefĂ€hrlichen Framings

Gastbeitrag von Konstantin Sakkas

Das FlĂŒchtlingslager in Moria auf Lesbos ist abgebrannt. Am Donnerstag nach dem UnglĂŒck trendete daraufhin auf Twitter folgender „Hashtag“: „StĂŒck Scheiße Europa“. Europa, das heißt die EuropĂ€ische Union, habe den katastrophalen ZustĂ€nden in dem Sammellager auf der griechischen Insel viel zu lange tatenlos zugesehen. Und am heutigen Freitag twitterte Michael Wildt: „WĂ€re es nicht eine angemessene Reaktion, wenn die Schwedische Akademie Europa angesichts dieses humanitĂ€ren Versagens den Friedensnobelpreis wieder entzöge?“

Michael Wildt ist nicht irgendwer, sondern einer der profiliertesten deutschsprachigen Zeithistoriker. Er lehrt als Professor an der Humboldt UniversitĂ€t Berlin, 2003 wurde er mit einer Studie ĂŒber die Generation des Unbedingten bekannt. Wenn jemand wie er sich Forderungen, der EU den ihr 2012 verliehenen Friedensnobelpreis wieder abzuerkennen, anschließt, dann hat das Gewicht. Die Frage ist nur: hat er damit recht?

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„Rechtsoffen“, antimodern und wissenschaftsfeindlich – Zur PhĂ€nomenologie der „Querdenker“-Demonstranten

Foto: Credit: imago images / Michael Schick

Auf der “Querdenker”-Demonstration am vergangenen Wochenende in Berlin fanden esoterische, bestimmte christliche Milieus und Rechtsextremisten zusammen. Inzwischen bilden sich erste ErklĂ€rungsansĂ€tze fĂŒr diese gleichermaßen bizarre wie beunruhigende Mischung heraus. Eine Übersicht zentraler Aspekte.

Fragen werfen sie auf, die Proteste gegen die Corona-Schutzmaßnahmen. Viele Fragen. Undenkbar erschien es vor der Pandemie, dass, wie am vergangenen Samstag in Berlin auf der durch den Verein „Querdenker“ angemeldeten Demonstration, eine ausgesprochen heterogene Gruppe aus Impfgegnern, Esoterikern, AnhĂ€ngern der Alternativmedizin, Hare-Krishna-JĂŒngern, Lobpreislieder anstimmenden Christen, aber auch unauffĂ€llig wirkenden Leuten gemeinsam mit Rechtsextremisten auf die Straße gehen wĂŒrde

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