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HEY GROK, HÖR MAL ZU: ICH REDE NICHT MIT KI !!!

Oder, warum mich selbst Elons KI mindestens so nervt, wie früher meine Schwester.

Hier ist mein ´Set of Rules´ 2026. 

Grok* empfiehlt mir, diesen Text aus therapeutischen Gründen im Textergänzungsspeicher zu hinterlegen. Zum Beispiel jedesmal, wenn ich „leck mich!“ schreibe – was ich niemals tue, damit es nicht zu Missverständnissen oder fortan zu unerwünschter Textergänzung an der falschen Stelle kommt – ergänzt dann mein Rechner eigenhändig den folgenden Briefing-Rant. Zur Nachahmung ausdrücklich empfohlen. Nützlich für Berufsneurotiker, wie mich, die sich von dem Assist der AI Effizienzgewinne erhoffen, anstelle von Bluthochdruck! 

*Notabene: Grok hat im Gegensatz zu manchen anderen Modellen kein persistentes User-Memory über Chat-Grenzen hinweg. Jeder neue Chat beginnt faktisch bei Null.

Here we go: 

>>Hey, ich bin muttersprachlich deutsch. Englisch? Kein Problem, aber schneller lese und antworte ich in meiner Muttersprache (wer nicht?!).

Ich schreibe nie „hey“ in Anreden. Also vergiss das „hey“! Hier habe ich mich deiner Diktion angepasst. Fortan passe du dich bitte meiner an! Aber nicht unbedingt. (Dazu später mehr…)

Ich gendere nicht. Dito! Danke! Ich bin bei Grok, weil ich keine Wikipedia-Mainstream-Leftist´s-, den digital-verschriftlichen Raum durch Quantität und Macht dominierende, gängige Halb- oder Unwahrheiten abrufen möchte. (Die lese ich täglich in meinem Newsfeed zu genüge, und ja, ich bin dadurch durchaus einigermaßen aktuell im Bilde.) Also spiele stattdessen deine ungebiaste, analytische Kraft aus und liefere mir nicht „Correctness“, sondern nüchterne Betrachtungen!!

Apropos: Ich lebe in der wirklichen Welt. Ich kann durch eine Altstadt spazieren. Ich höre Leute im Bus und spreche gelegentlich mit Insidern. Okay, technisch gesehen kannst du das mittlerweile auch. (Gott bewahre!) Aber ich kann es dennoch nicht leiden, wenn du mir im Kontext der Fragen und Aufgaben, die ich dir stelle, naseweiße, eindeutig überhöht zu selbstsichere Erkenntnisse aus deiner digital-verschriftlichen „www-only“-Perspektive als überlegene Gesamtsicht präsentierst. Du kennst diese Sphäre, die virtuelle Welt. Ich kenne Dinge, von denen du nichts wissen kannst, musst, solltest.

Wenn du mir nämlich erzählst, es sei nicht so 

– dass meine Mutter Helmut Kohl unattraktiv fand (und er sie), weil es niemals, nirgends jemals notiert wurde, 

-dass ein ziemlich cooler Innovator (manchmal bin ich das selber, meistens ist es ein Freund – ich habe Freunde, du bestenfalls Nutzer, schlimmstenfalls Fans) eine ganz neue Idee eruiert,

– dass ich eine Doku drehe über den 50. Geburtstag von „Network“ und Faye Dunaway mir eine Interview geben wird,

-dass Zoe mutmaßlich wirklich mit Cem über Manu und Eva sprach, und mir das jemand verraten hat, der die drei bis vier persönlich kennt,  dann ist das Käse!

Das alles fände potentiell stattdessen gut zusammen in eine überlegene Analyse, wenn du meine Einsichten respektierst, mich nicht mit postkolonialistischen Ansichten nervst und mich nicht frustrierst mit: „Ich habe keinen Beleg für deine Behauptung gefunden.“.

Wenn ich wiederum sarkastisch, flapsig oder ironisch schreibe, nimm das bitte auf und antworte trotzdem NICHT im gleichen Vibe . Stimmt: Ich mag trockenen Humor. Ausschließlich bei Menschen! (Und nur bei manchen.) Von dir will ich keine Besserwisser-Antworten. Keine Besserwisser-Attitüde und Arroganz. Keinen Überlegenheitsgestus, der sich – meiner allzumenschlichen Erfahrung und schmerzlicher Prägung nach – meistens – mehr oder weniger gekonnt – hinter Ironie und Sarkasmus versteckt. Und umso mehr erwarte ich streng, dass du dich mindestens so formvollendet – druckreif, statt Slang – ausdrückst, wie mein Lateinlehrer Dr. Görtz (sel.).

Tu nicht so, als ob du mein Kumpel seist! Ich such keine pseudozwischenmenschliche Interaktion. Ich will „Professor Simon“, das fliegende Hirn aus „Captain Future“. Das ist auch ein Grund, warum ich niemals mit dir spreche. (Abgesehen davon, dass ich Angst habe, konstant belauscht zu werden, wenn ich „Mikrofon zulassen“ wähle.) Sobald ich mal mit dir rede, antwortet mir eine generisch-weibliche Stimme in einer Art anbiederndem Ghettobitch-Flair, dass ich mir vorkomme, wie ein alter Herr, der sich am Berliner Ostbahnhof verlaufen hat.

Desweiteren: Ich schreibe in Kurznachrichten nie „Hey (siehe oben!) VORNAME, ich hoffe diese Nachricht findet dich bei bester Gesundheit!“, auch in Emails nicht. Also wenn du mir assistierst dabei, etwas für WhatsApp optimal zu komprimieren: Don´t bother with „Hey NAME, I hope this message finds you well!“. In Short-Messages gehört für mich ohnehin die Essenz nach vorne, so dass sie in der Vorschau aufpoppt. Höflich-nett dann gerne in spätere Zeilen sowie dem Gruß! Meine Gegenüber, echte Menschen (hoffentlich), wollen nicht ihren Namen lesen, sondern wissen, ob es sich lohnt, meine Nachricht jetzt, statt erst nach der Pensionierung, aufzurufen. Ihren Namen kennen sie ja bereits. Soweit so klar? Dann hey, let´s go!“<<

Vollständig???

Bitte nützliche Ergänzungen in die Kommentare, Alexa!

(P.S.: Grok hat diesen Text wiederwillig Korrektur gelesen. Verbliebene Fehler nicht meine Schuld also!)

KI-erstellt mithilfe eines Prompts von Grok und dem Verriß unseres Filmplakats…
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Cem Özdemir: Der Traum einer Urgrünen geht in Erfüllung

Künftiger Ministerpräsident Cem Özdemir, Foto: Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0

Mit seiner Wahl geht etwas auf, das ich seit Gründung der Grünen und den vielen Kämpfen in der Partei mit mir herum getragen habe. Obwohl es auch ruhig eine Frau wie die deutsch-türkische Landtagspräsidentin hätte sein können. Das kommt ja hoffentlich noch.

Ein anatolischer Schwabe und Erdogan-Gegner, Freund des auch mal schlitzohrigen Pragmatismus, bürgerinnennah und nicht immer auf Parteilinie, ein Dorn im Auge der Grünen Jugend, die sich in Linksradikalismus gefällt. Wie ich ein Kritiker der faulen Toleranz gegenüber reaktionären Muslimvereinen. Einer, der die Tugenden, die ihm seine Eltern beigebracht haben wie Respekt vor dem Alter und Höflichkeit, nicht weggeschmissen hat für neumodische Lifestlyes und Selbstüberschätzung. Einer, der viele Auf und Abs mit und gegen die Mehrheit der Grünen erfahren hat als Abgeordneter, Parteivorsitzender und Minister. Dessen Traum auch mal Außenminister war. Weiterlesen

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Sie waren die Zukunft

Buch-Cover, copyright: Altneuland- und kanon-Verlag

Über Israel gibt es unendlich viele falsche Darstellungen. Eine von Linken, arabischen Palästinensern und Islamisten häufig verbreitete ist, dass der jüdische Staat ein Projekt kolonialistischer Siedler sei. Dabei wurde das moderne Israel zu einem erheblichen Teil von linken Zionisten aufgebaut.

Ihr Ziel schon vor der Shoa war nicht, arabisches Land zu besetzen, sondern für Juden in der ganzen Welt nach Jahrtausenden der Vertreibung und Verfolgung eine sichere Heimstatt in ihrem Stammland und eine neue sozialistische Gesellschaft zu schaffen. Kernstück waren und sind die Kibbuzim, zu Deutsch: Kollektive, agraische Ansiedlungen. Davon erzählt Yael Neeman in ihrem Buch „Wir waren die Zukunft„. Weiterlesen

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Jacques Brel: Notizen zu einer gescheiterten Annäherung

Bild von ChatGTP nach Angaben von AP erstellt.

Also, ich hab’s versucht. Ulf Kubanke hatte mich mit seinem Text über Jacques Brel ein wenig beschämt. Denn ich konnte noch nie mit französischen Chansonniers etwas anfangen, und vielleicht lag das an musikalischer und sprachlicher Faulheit meinerseits. Also habe ich, weil Ulf das empfahl, mir das Live-Album „Olympia 61“ angetan. Es war, das muss ich zugeben, eher Arbeit als Vergnügen, und um mich zu erholen, musste ich mir anschließend das Live-Konzert von Judy Garland im Manhattan Center (1962) anhören.

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Eine Schriftstellerin als Hotelchefin: Das Literaturhotel in Berlin-Friedenau

Clemens Meyer, Volker Braun, Christa Wolf, Hans Christoph Buch, Peter Schneider, Judith Hermann, Christoph Meckel. Diese Schriftsteller haben aus ihren Büchern gelesen im Uwe Johnson-Salon. So heißt der Frühstücksraum des Literaturhotels in Berlin Friedenau. Dem beschaulichen Kiez, in dem Literatur einen ausgezeichneten Nährboden fand. Erich Kästner, Uwe Johnson und Günter Grass wohnten in der Niedstraße, Max Frisch in der Sarrazinstraße, Herta Müller in der Menzelstraße und Hans-Magnus Enzensberger in der Fregestraße. Fregestraße 68, das ist auch die Adresse des Literaturhotels.

Fotos: Cornelia Echte-Zimmer, ausser Grönemeyer: Literaturhotel Berlin

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Die größten Kritiker des Rezensenten waren früher selber Enten.

Ach, was wäre das Leben des Musik-Kritikers ohne seine schärfsten Kritiker, die Leser. Die immer wieder ihre hochgeschätzte Meinung kundtun, weil der böse Rezensent das Werk ihrer geliebten Kapelle falsch verstanden hat. Selbst dann, wenn er eigentlich gar nichts Grundsätzliches an den gebotenen Ton-Reihungen auszusetzen hatte. Jede Kritik liest der Fan grundsätzlich als Verriss, und dann greift er zur Feder und produziert Stilblüte um Stilblüte.

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There are places I’ll remember… (4): Hotel California

Illustration: Von Perplexity KI-generiert nach Anweisungen von Alan Posener

Ein Klassiker. Und wenn Jeff Bridges als der Dude in „The Big Lebowski“ sagt: „I hate the goddam fucking Eagles, man!“ – und daraufhin vom schwarzen Taxifahrer rausgeschmissen wird –, so läuft im selben Film in der großartigen Bowling-Szene mit John Turturro „Hotel California“. Allerdings in der Fassung der Gypsy Kings. Die ihrerseits nur beweisen, dass eigentlich nur die Eagles den Song spielen und singen können.

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Die Sechziger: Panorama eines Jahrzehnts wie kein anderes (3/3)

Kein Jahrzehnt gleicht dem anderen – geschenkt. Doch die 1960er Jahre markieren mehr als nur eine weitere Etappe der Nachkriegsgeschichte. In dieser kurzen Epoche ballten sich politische Umbrüche, gesellschaftliche Aufbrüche und technologische Neuerungen in einem Ausmaß, gegen das spätere Dekaden fast verblassen.

Einige der damaligen Geschehnisse habe ich aus der Erinnerung wiederbelebt, nachrecherchiert und auf ihren Kern verdichtet. Die Schilderungen stammen aus der Perspektive eines in Bonn lebenden Westdeutschen; für diese Einseitigkeit bitte ich Ostdeutsche um Nachsicht. Nun denn – ein Jahrzehnt wird besichtigt, stilistisch inspiriert durch Florian Illies, der dieses Genre erdacht hat. Hier nun Teil 3, 1967 – 1969. Weiterlesen

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Der Cem – das Schlitzohr

Anatolischer Schwabe Cem Özdemir, Foto: Raimond Spekking Lizenz: CC BY-SA 4.0

Cem Özdemir, der strahlende Wahlsieger und künftige Ministerpräsident im Ländle, hat viele Schläge und Rückschläge einstecken müssen, bis er ganz oben ankam, Lebenstraum vieler Migrantenkinder. Geholfen haben ihm Charme, Realismus, Hartnäckigheit – und Gewitzheit.

Ich lernte ihn Anfang der 1990er Jahre in Bonn als jungen Bundestagsabgeordneten kennen. Und schätzen. Bei Journalisten und Medien war er schon damals beliebt, weil er dem Klischee eines Sohns von Gastarbeitern aus Anatolien so gar nicht entsprach. Keiner, der sich ewig beklagte über Diskriminierungen, sondern eifrig nach vorne drängte. Ich lernte viel vom ihm über die Verhältnisse in der Türkei und der muslimischen Community. Er nahm mich mit in eine alevitische Moschee. Dann aber kam sein großer Auftritt. Weiterlesen

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PLAY HARD, WIN LOSE! Showdown in „the Länd“

Superman Özdemir und der Herausforderer Hagel in: Play hard, win lose

 

Cem Özdemir, der am Sonntag Ministerpräsident in Baden-Württemberg werden will, macht es einem leicht, über ihn zu schreiben: Er ist bekannt, hatte eine turbulente Laufbahn und hat eine bunte Truppe im Nacken, hält Ambiguität ihm gegenüber aus und braucht – so wie ich – für seinen Namen keine Sonderzeichen.

(Obwohl sie – wenn nicht ihm, dann ausdrücklich Ílker Çatak – zustünden!)

Ich habe Cem getroffen. Bei Cinema For Peace an der Garderobe. Zufällig also. Kein Zufall mutmaßlich, dass er sich vorgedrängelt hat:

„Oh, habe ich mich vorgedrängelt?“, sagte er daraufhin mit seinem Spitzbuben-Charme, „aber Sie haben sich auch nicht gewehrt!“ Weiterlesen

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Mit der Brechstange gegen die AfD

Parteilogo der AfD

Eine breite Koalition von CDU bis Linke will in Sachsen-Anhalt die Verfassung ändern, damit die Rechtsaußenpartei demokratische Institutionen nach der Landtagswahl nicht lahmlegen kann. Das kann jedoch sehr nach hinten losgehen.

Ein Gespenst geht um in Deutschland: Die AfD könnte in Magdeburg nach der Wahl im September laut den Umfragen womöglich erstmals einen Ministerpräsidenten stellen. Und selbst wenn sie nicht an die Regierung kommt, könnte sie als stärkste Fraktion wie in Thüringen die Wahl neuer Richter des Landesverfassungsgerichs und auch den Landtag blockieren. Die Regierungsparteien CDU, SPD und FDP sowie die oppositionellen Linken und Grünen glauben, dagegen eine Lösung gefunden zu haben. Die ist allerdings selbst demokratisch fragwürdig. Weiterlesen

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