avatar

Die Russland-Connection

Gerhard Schr√∂der hat mit der Nachricht, er werde demn√§chst¬†¬† Vorstandsdirektor¬† der russischen √Ėlfirma Rosneft, dem Kanzlerkandidaten Martin Schulz geh√∂rig den Wahlkampf verhagelt. Schnell einigten sich die SPD-Gr√∂√üen auf die Lesart,¬† es sei Schr√∂ders pers√∂nliche Angelegenheit, ob er den Posten¬† annimmt oder nicht. Die Politik der SPD werde davon nicht ber√ľhrt. Nun ist Gerhard Schr√∂der nicht irgendein beliebiges Parteimitglied. Er war einer der drei Bundeskanzler der BRD, die die SPD je gestellt hat. Und er wird auf Parteitagen immer¬† gerne als Redner ans Pult gebeten, weil man um seine Einpeitschqualit√§ten wei√ü. So geschah es auch am 25. 6. 2017¬† beim Wahlkampfparteitag der SPD¬† in Dortmund. Schr√∂der erhielt von den anwesenden Genossen mehr Beifall als Martin Schulz. Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Putins J√ľnger

Die Liste der Putin-Verehrer ist lang und bunt. Alle politischen Lager sind darin vertreten. Donald Trump sieht in ihm einen Bruder im Geiste, ein Raubein, das sich nimmt, was es will. Wie der TV-Star Trump nach Frauen griff, greift Putin nach Territorien. Er tut es, weil er es kann und weil er keine Gegenwehr zu bef√ľrchten hat. Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Antidemokratische Alternative

Von Kommentatoren, die sich mit der Programmatik der Alternative f√ľr Deutschland auseinandersetzen, wird immer wieder ihr v√∂lkischer Zug hervorgehoben, der antimoderne Gestus, der ein homogen-deutsches Volkstum herbei tr√§umt. Als Beleg f√ľr solche v√∂lkischen Anwandlungen wird auf die Reden des ehemaligen Geschichtslehrers Bj√∂rn H√∂cke verwiesen, aber auch auf¬† die N√§he zu ¬†rechten Ideologen wie G√∂tz Kubitschek (“Junge Freiheit”, “Sezession”) und zur “Identit√§ren Bewegung”, die in den letzten Jahren von Frankreich nach Deutschland her√ľber geschwappt ist. All diese Zuweisungen sind richtig und wichtig. Was bei der Kritik an der AfD allerdings h√§ufig zu kurz kommt, ist der Hinweis auf die antidemokratische Haltung, die die ganze Programmatik, aber noch mehr die tagesaktuellen Verlautbarungen durchzieht. Diese antidemokratischen Affekte sollte man ernst nehmen, weil sie f√ľr viele Menschen, die sich durch gesellschaftliche Entwicklungen (Stichwort: Globalisierung) abgeh√§ngt f√ľhlen, anschlussf√§hig sind. Der diffuse Frust der Zukurzgekommenen verachtet n√§mlich unsere Demokratie, weil sie ihnen kein besseres Leben schenkt. Vor allem im deutschen Osten ist die Sehnsucht nach dem starken Staat, der f√ľr alle sorgt,¬† noch¬† virulent. Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Wo waren Sie am 26.4.1986, als die Tschernobylkatastrophe begann?

Heute fand im Bundestag eine bemerkenswerte Debatte zur 30 Jahre Tschernobyl-5 Jahre Fukushima statt zu den Folgerungen aus den beiden grossen Atomtechnologiekatastrophen, die immer noch weitergehen,um deren Opfer sich wohl das Europaparlament , der Bundestag,unz√§hlige Helferinnen z. B. die KInder von Tschernobyl-weltweit mehr k√ľmmerten als die sowjetische und russische alte und neue Nomenklatura. Die Halbwertzeit von Plutonium kennen sie die?Glauben Sie , dass wie ein Autor in der Welt schrieb, es nur 4000 Todesopfer gab?Die anderen Opfer, die hunderttausend Schilddr√ľsenkrebskranken, darunter viele Kinder, die heutige medizinische und soziale Lage der noch lebenden 600 000 Liquidatoren erw√§hnte er nicht.Ich erinnere mich an den 26.-29.4.1986:¬† Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Krieg und Frieden

¬†Bei der Bewertung internationaler milit√§rischer Konflikte geh√∂rt es zur Standardformulierung deutscher Politiker, zu sagen, der Konflikt sei milit√§risch nicht zu l√∂sen. Sozialdemokraten benutzen diese Formel genauso gerne wie Christdemokraten, von den Gr√ľnen ganz zu schweigen, die ein pazifistische Gr√ľndungsgen in sich tragen. Mit dieser beschwichtigenden Redeweise treffen die Politiker den Nerv der deutschen Bev√∂lkerung, die sich in den 60 Jahren seit Kriegsende in der lang andauernden Friedensperiode kuschelig eingerichtet hat. Den Parteien gelang es nur mit viel M√ľhe, den Deutschen eine Zustimmung zu den Auslandseins√§tzen abzuringen, die seit der Wiedervereinigung von der internationalen Gemeinschaft auch von Deutschland gefordert wurden. Popul√§r wurden die Eins√§tze in Bosnien, am Hindukusch¬†¬† und in Mali beileibe nicht. Allenfalls die Piratenbek√§mpfung am Horn von Afrika erfreute sich einer gewissen Popularit√§t, weil der Einsatz als polizeiliche Mission durchgehen konnte. Und die Piraten hatten ja schlie√ülich¬† das Urlaubsvergn√ľgen deutscher Segler und Kreuzfahrtschiff-Urlauber gest√∂rt. Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Trump und Putin – es geht um die Zukunft der liberalen Demokratie

Von Marieluise Beck

Donald Trump rollt das republikanische Lager in Amerika¬†mit¬†menschenverachtender, antidemokratischer Rhetorik auf. Internationales Recht interessiert ihn nicht, er¬†pflegt die Sprache der Gewalt.¬†Wladimir Putin drohte dem Vernehmen nach schon vor Jahren “Saakaschwili an seinen Eiern aufzuh√§ngen”.¬†Da treffen sich zwei Br√ľder im Geiste. Bisher ist¬†Trump nur Kandidat. Wladimir Putin aber hat seit 15 Jahren die Macht und es gibt keine¬†checks and balances¬†in Russland mehr. Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Leading questions

Today, I was invited to appear on Russia Today TV to talk about the refugee crisis. They sent me questions in advance. This is how I answered.

What is the possibility that the EU will have to abandon Schengen border controls?
Schengen means no border controls. This may have to be abandoned for a certain time. But just as it was possible in the former Soviet Union to travel from Riga to Tiflis without border controls, we Europeans enjoy travelling from Riga to Naples without showing our passports. We will not give up this privilege permanently.

Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Russland und der Westen

Die Fl√ľchtlingsproblematik hat einen Konflikt fast v√∂llig in den Hintergrund treten lassen, der zuvor die internationale Politik und die √∂ffentliche Debatte beherrscht hatte: den Konflikt mit Russland wegen seiner Aggression gegen die Ukraine. Nur beim milit√§rischen Eingreifen Russlands zugunsten des syrischen Herrschers Assad im Herbst 2015 flammte die Diskussion √ľber Putins geopolitische Ambitionen f√ľr kurze Zeit wieder auf.

Vor kurzem √§u√üerte sich Putin in einem Interview mit der BILD-Zeitung zu der Isolierung, in die Russland durch seine aggressive Au√üenpolitik geraten ist. Einige S√§tze lie√üen aufhorchen. So sagte er, er w√ľrde gerne wieder mit der NATO verhandeln und auch gerne wieder in die Gemeinschaft der G 8-Staaten zur√ľckkehren. Russland wolle keine Supermacht sein, da dies “zu teuer” sei. Bisher war Putin nichts zu teuer. Er hat das Milit√§r massiv aufger√ľstet, zahlreiche moderne Waffensysteme eingef√ľhrt, um mit der NATO “auf Augenh√∂he” agieren zu k√∂nnen. Die Annektierung der Krim und die Unterst√ľtzung der “Separatisten” im Donbass verschlingen Milliarden. Die Sanktionen des Westens, die im Gefolge der Aggression verh√§ngt wurden, haben Russlands Wirtschaft massiv geschadet. Nein: Kosten hat Putin bisher nie gescheut, wenn es galt, Machtpolitik zu demonstrieren. Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Warum der Begriff ‚ÄěRechtskatholik‚Äú berechtigt ist

Alexander Pschera hat einen Essay geschrieben, in dem er Bedenken gegen√ľber dem auch von mir verwendeten Begriff des ‚ÄěRechtskatholiken‚Äú √§u√üert. Dieser lesenswerte Beitrag zum Verst√§ndnis der Haltung von Christen zu Politik und Gesellschaft fordert Widerspruch heraus. Eine Replik.

Im konservativ-b√ľrgerlichen Milieu hat sich seit geraumer Zeit eine immer tiefer und breiter werdende Bruchlinie aufgetan, die auch vor entsprechenden christlichen Kreisen nicht Halt macht. Ganz im Gegenteil. Dort ist sie besonders deutlich zu sehen, und zwar sowohl unter Katholiken als auch unter Evangelikalen. Eine, so wirkt es jedenfalls, immer gr√∂√üer werdende Gruppe Gl√§ubiger zeigt deutliche Sympathien f√ľr rechtspopulistische und/oder neurechts gepr√§gte Bewegungen wie Pegida, f√ľr die AfD sowie Autoren wie Thilo Sarrazin sowie Akif Pirinc√ßi, jedenfalls bis zu dessen Rede auf der Dresdner Pegida-Demonstration am 9. November 2015. Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Wo Avigdor Lieberman Recht hat. Und wo nicht.

Der ehemalige israelische Au√üenminister Avigdor Lieberman ist bislang nicht als Geschichtsphilosoph hervorgetreten. Doch nun hat er sich in einem Gastbeitrag f√ľr die ‚ÄěWelt‚Äú als Anh√§nger Oswald Spenglers geoutet. ‚ÄěVor hundert Jahren schrieb der Kulturhistoriker Oswald Spengler vom ‚ÄöUntergang des Abendlandes‚Äô. Jetzt bewahrheitet sich seine Prophezeiung.‚Äú
Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
Scroll To Top