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Nichts ist gut in Euroland

Nach dem ESM-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts ging ein Seufzer der Erleichterung durch die politische und publizistische Klasse Deutschlands. Abgeordnete und Journalisten m√ľssen sich fortan nicht mehr mit der schwierigen Materie ‚ÄěEuro‚Äú befassen und k√∂nnen sich Dingen zuwenden, von denen sie genauso wenig verstehen, zu denen sie aber umso leichter eine Meinung haben: Bettina Wulff, dem Islam, den k√ľnftigen Koalitionsspielen, der K-Frage bei der SPD usw. usf.

Denn in Verbindung mit Mario Draghis Ank√ľndigung, die Europ√§ische Zentralbank werde k√ľnftig in unbegrenzter H√∂he Staatsanleihen kaufen, um dem Druck der Finanzm√§rkte auf insolvente Regierungen zu begegnen, bedeutet die Ratifizierung des ESM-Vertrags durch Deutschland, dass die W√§hrungs- und Fiskalpolitik der Europ√§ischen Union nicht mehr in den H√§nden der nationalen Regierungen und Parlamente liegt, sondern fortan von einer Br√ľsseler Viergruppe geregelt wird, bestehend aus den Chefs der nicht gew√§hlten Institutionen ESM, EZB, Kommission und Rat.

Dies ist gut f√ľr die M√§rkte, aber schlecht f√ľr die Demokratie. Weiterlesen

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Va Banque!

Eines Tages, so wetterte einst Franz-Josef Strauß sinngemäß gegen nationale Sparkommissare, eines Tages habe man einen gesund gesparten Haushalt und ein tot gespartes Volk. Und was dann? Niemand der mehr Angst vor dem angeblichen Top-Trauma tumber Teutonen haben muss, einer Hyper-Inflation.

Nachdem jetzt die EZB mit dem unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen notleidender L√§nder angeblich eine ‚Äěrote Linie √ľberschritten hat sind die professionellen Schwarzmaler mal wieder am Werk, die das Menetekel einer gesamteurop√§ischen Inflation als Folge des Gelddruckens¬† an die Wand malen. Allen voran die schwarze Zunft unserer Printmedien. Weiterlesen

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