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Der Nazi-Diplomat und sein allzu nachsichtiger Biograf

Erwin Wickert (1915 – 2008) war ein deutscher Autor und Diplomat. Der Journalist Ulli Kulke (Jahrgang 1952) hat ein Buch über ihn geschrieben. Vermutlich stammt das Faszinosum der Gestalt Wickerts für Kulke hauptsächlich aus der Tatsache, dass Wickert den Widerstand vieler Diplomaten gegen den „Nachruf-Erlass“ des damaligen Außenministers Joschka Fischer anführte. Denn Kulke, ein ehemaliger Linker – Mitgründer der „taz“, die damals wirklich links war, und Mitarbeiter der Bundesfraktion der Grünen, als sie noch radikal war – hatte irgendwann Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre ein Damaskus-Erlebnis und mutierte im Lauf der nächsten 20 Jahre vom Grünen zum Grünenhasser, vom Linken zum Rechten.

So weit, so gewöhnlich, man denke an Matthias Matussek, Jan Fleischhauer oder den traurigen Harald Martenstein. Manche würden auch mich zu dieser Riege zählen. Nun bin ich tatsächlich wie Wickert und Kulke der Ansicht, dass Fischer mit seinem Erlass überreagierte. Die generelle Verweigerung eines ehrenden Nachrufs für Mitarbeiter des Auswärtigen Amts (AA), die vor 1945 Mitglieder der NSDAP, SA oder SS gewesen waren, kommt mir ein wenig vor wie der Gratismut eines Spätgeborenen. Auch die Einsetzung einer Historikerkommission, die den Auftrag hatte, die Funktion des AA im Naziregime und die personellen Kontinuitäten nach 1945 zu untersuchen, an sich sehr verdienstvoll, litt darunter, dass Fischer selbst sie später als einen Racheakt darstellte. Das stellt Kulke in seinem Wickert-Buch recht überzeugend dar.

Biografie oder Hagiografie?

Jedoch entwertet Kulke sein eigenes Anliegen erstens, wie ich in einem anderen Beitrag gezeigt habe, durch unlautere Methode, darunter grundlose persönliche Diffamierung. Zweitens aber geht er in seinem Wunsch, Fischer herabzusetzen, seinem Sujet (darf man sagen: seinem Helden?) Wickert auf den Leim. So wird aus einer Biografie, die durchaus erhellend sein könnte, eine Hagiografie. Das geht nicht. Denn Wickert ist eine höchst problematische Gestalt.

Ich meine das nicht deshalb, weil Wickert 1933 der SA und 1940 der NSDAP beitrat und sich als Mitarbeiter des AA in Berlin, Schanghai und Tokio für die Verbesserung der Auslandspropaganda des Naziregimes einsetzte. Er war jung und brauchte das Geld – na, das Geld vielleicht weniger, aber auf jeden Fall die Unabkömmlichkeitsbescheinigung, die ihn vor dem Fronteinsatz schützte. Bei Kriegsende war er 30, also wesentlich jünger als sein Biograf bei seiner Wandlung vom Saulus zum Paulus. Will sagen: Selbstverständlich muss man auch einem ehemaligen Nazi – wie einem ehemaligen linksradikalen „Sponti“ wie Fischer oder Maoisten wie mir – Wandlungsfähigkeit und tätige Reue zubilligen. Ganze sechs Jahre arbeitete Wickert im AA für die Nazis, 25 Jahre – als Referent bei der NATO, Gesandter in London, Botschafter in Bukarest und Peking – für die demokratische Bundesrepublik.

Nicht die Jugendsünden sind das Problem, sondern deren Aufarbeitung

Nicht also – wie Fischers Verbot eines „ehrenden Andenkens“ nahelegt – seine „Jugendsünden“ finde ich das eigentlich Problematische an Wickert, auch wenn es doch einen objektiven Unterschied macht, ob man einer oppositionellen Sekte angehört oder einem genozidalen Regime dient, das die Weltherrschaft anstrebt. Das ist die Gnade der späten – und westlichen – Geburt, dass unsereiner nie zwischen Überleben und Moral entscheiden, nie eingeladen wurde, IM zu werde, nie mehr riskieren musste als einen Schlag mit dem Gummiknüppel oder ein Berufsverbot. Niemand sollte sich diese Gnade als Verdienst anrechnen.

Nach 1945 aber stand Wickert, wie alle Deutschen, die nicht im Widerstand oder im Exil gewesen waren, vor dem Dilemma, wie er sich zu seiner eigenen Vergangenheit verhalten sollte. Die wenigsten haben diese moralische Probe bestanden. Bertolt Brecht forderte zwar die Nachgeborenen auf, „mit Nachsicht“ der Schwächen seiner Generation zu gedenken; das soll auch so sei, wenn wir über Wickerts Selbstauskünfte reden. Allein zwischen Nachsicht und Apologie besteht ein großer moralischer Unterschied. Kulke betreibt Apologie.

Niemand war Nazi

Ich muss hier kurz ausholen, um die Zwänge zu beschreiben, in denen sich kompromittierte Deutsche wie Wickert befanden. In seinen Erinnerungen an seine Zeit als Besatzungsoffizier in Deutschland, 1947 in Jerusalem erschienen, schreibt mein Vater (S.53ff.):

„Es ist ja bekannt, dass niemand Nazi war, und ganz besonders ist niemand je für die Judenverfolgungen gewesen. Dies sagt man nicht etwa nur mir; man kann es in der Presse lesen, und besonders über den letzten Punkt wird der ‚arische‘ englische Offizier die gleichen Beteuerungen empfangen. Die Deutschen erzählen das auch einander – und sogar sich selbst…“ Wenn Nazisein bedeute, „den ganzen Tag in einem braunen Hemde herumzulaufen, aus vollem Herzen ‚Sieg Heil!‘ zu brüllen (…), die ‚Endlösung‘ in Polen zu befürworten oder gar aktiv zu betreiben“, dann hätten die meisten Ex-Nazis, so mein Vater, mit ihrer Selbstentschuldung sogar Recht. Jedoch: „Zur jüdischen Frage kann man hören: ‚Als ich Medizin studierte, da war es unmöglich für einen Deutschen, eine Professur an einer deutschen Hochschule zu bekommen. Es gab nur jüdische Professoren. Ist das denn recht? Ich bin gewiss gegen Folterungen, Erniedrigungen oder gar Massenausrottung. Die Juden sollten nur von Deutschland weg. Aber glauben Sie ja nicht, ich sei Antisemit! Als am 9. November …. (etc.)‘“

Gut, das war 1945, und mein Vater in der Uniform der Siegermacht heimgekehrt. Hier schreibt aber Erwin Wickert 1991 in seiner Autobiografie „Mut und Übermut“ (ich zitiere nach Kulke S. 59): „Allerdings sah ich natürlich auch vorher (vor dem Machtantritt der Nazis AP) in Deutschland, dass die vielfach aus dem 19. Jahrhundert überkommene überproportionale Besetzung mancher Berufe und Gewerbezweige durch Juden und ihre Versuche, diese Vorzugs-, manchmal Monopolstellung aufrechtzuerhalten, ein soziales Problem war.“

Wickert und das Judenproblem

1945 selbstentschuldigend das Märchen von der „Judenfrage“ nachzuplappern, das ist eine Sache. 1991 immer noch zu behaupten, es habe vor 1933 ein Judenproblem gegeben, das ist denn doch etwas Anderes. Um die Sache vollends schlimm zu machen, vergleicht Wickert die „Monopolstellung der Juden“ in nicht näher genannten Berufen und Gewerbezweigen mit der „Präponderanz des Adels in der höheren Verwaltung und dem Offizierskorps und der Ausgrenzung des Bürgerlichen“, was ein „vielleicht noch gravierenderes soziales Problem in einer auf Chancengleichheit bedachten Gesellschaft“ gewesen sei.

Vielleicht. Vielleicht war die Vorherrschaft des Adels in Verwaltung und Militär „ein noch gravierenderes Problem“ als das Judenproblem. Aber nur vielleicht. Natürlich ist Wickert nicht für die Endlösung. Aber doch für eine Lösung dieses Problems. Und natürlich war er nie Antisemit.

Und Kulke? Selten habe ich eine so verquaste Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus gelesen wie bei seiner Rechtfertigung dieser Passage: „An dieser – aus heutiger Warte so nachhallenden – Stelle in seinen Lebenserinnerungen betonte Wickert die Bedeutung von Ciceros Methode, in utramque partem zu plädieren, nämlich erst die eine, dann die andere Seite eines Tatbestandes zu erörtern‘.“

Was bedeutet: „aus heutiger Warte nachhallend“? Richtig, es bedeutet genau genommen gar nichts; wenn es aber bedeuten soll, „aus heutiger Sicht schockierend“ oder „verstörend“, aus der „Warte“ früherer Tage oder gar von objektiver „Warte“ aus jedoch eher weniger schockierend oder verstörend, so ist dem Biografen entgegenzuhalten, dass schon der britische Besatzungsoffizier von 1945 die Lüge von der jüdischen Monopolstellung als antisemitische Selbstentschuldung erkannte, so wie sie ja vor 1933 nichts war als antisemitische Propaganda.

Und deshalb gibt es eben  bei dieser Propagandalüge nicht „die eine, dann die andere Seit eines Tatbestandes; denn den „Tatbestand“ – das jüdische Problem – gab es nicht.

Kulke rechtfertigt Wickerts Antisemitismus

Kulke nennt Wickerts Ausführungen „Erinnerungen an das Weltbild eines im Jahre 1933 Heranwachsenden“; aber das stimmt nicht. Es handelt sich um eine Tatsachenbehauptung: „Allerdings sah ich …, dass die überproportionale Besetzung … ein Problem war.“ Nicht: „Damals meinte ich, oder wurde mir eingeredet, oder glaubte ich zu wissen, dass …“

Kulke meint auch noch, diese Ausführungen Wickerts mit der Rede von Bundestagspräsident Philipp Jenninger zum 50. Jahrestag der Novemberpogrome 1988 vergleichen zu müssen, „der die mangelnde Distanz zu Hitler als ‚Faszinosum‘ bezeichnete und damit – beim einen gewollt, beim anderen aus Versehen – missverstanden wurde. Er musste in Schimpf und Schande zurücktreten, erst später sah man ein, dass dies zu Unrecht geschah.“

Kulke spielt vermutlich auf folgende Passage der Jenninger-Rede an, in der er rhetorisch fragte: „Hatten (die Juden) sich nicht in der Vergangenheit doch eine Rolle angemaßt, die ihnen nicht zukam? Mussten sie nicht endlich einmal Einschränkungen in Kauf nehmen? Hatten sie es nicht vielleicht sogar verdient, in ihre Schranken verwiesen zu werden?“

Jedoch meinte Jenninger, anders als Wickert, nicht etwa, dies sei tatsächlich der Fall gewesen, so wie die Aristokraten das ja auch verdient hätten. „Jenninger hatte“, so Wolfgang Benz, mit dem Vortrag solcher rhetorischen Fragen sozusagen in „erlebter Rede“, „erstmals versucht, mit der Lebenslüge aufzuräumen, nach der Adolf Hitler mit einer verbrecherischen Entourage Macht über die Deutschen gewonnen und das Volk (angeblich gegen dessen Wissen und Willen) ins Verderben geführt habe.“

Genau. Aber genau das scheint Wickert von sich behaupten wollen. Nichts vom „Faszinosum Hitler“. Im Gegenteil: Er habe, so Wickert „nie, weder damals (1933, beim Eintritt in die SA AP) noch später ein Gelöbnis für ihn (Hitler AP) unterzeichnet, nie ein Gedicht, nie einen Vers für ihn geschrieben. Ja, in meinen Büchern und in meinen Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln, die ich vor 1945 veröffentlicht habe, kommt er überhaupt nicht vor, und auch vom Nationalsozialismus ist bei mir nie die Rede.“

Unbewusst immer gegen Hitler gewesen

Genau. Wie mein Vater 1947 schrieb: „Es ist ja bekannt, dass niemand Nazi war …“ Wobei Wickert natürlich lügt. Dass er, der kein Lyriker war, „nie ein Gedicht für Hitler geschrieben“ habe, mag man ihm abnehmen. Dass er als SA-Mann Hitler nie die Treue schwor, eher nicht. Als Mitglied der NSDASP hatte er, wie alle Parteigenossen, auf seinem Aufnahmeantrag unterschrieben: „Ich verspreche, als treuer Gefolgsmann des Führers die Partei mit allen meinen Kräften zu fördern.“ Und als Beamter im AA musste er wie alle anderen Beamten auch, folgenden Eid leisten: „Ich schwöre: Ich werde dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes, Adolf Hitler, treu und gehorsam sein, die Gesetze beachten und meine Amtspflichten gewissenhaft erfüllen, so wahr mir Gott helfe.“

Wozu also dieser Überschwang des Verleugnens, drei Jahre nach der Jenninger-Rede? Warum die Leugnung, dass auch für ihn, Wickert, Hitler ein „Faszinosum“ war? „Ich hatte“, so Wickert, „offenbar so tiefe, mir selbst nicht bewusste Vorbehalte gegen den Nationalsozialismus, die wohl aus der Opposition gegen meinen Vater (einen glühenden Nazi AP) erwachsen sind, dass es mir schwer wurde, etwas über ihn zu schreiben.“

Natürlich sind „mir selbst nicht bewusste Vorbehalte“ eine tolle Sache, vor allem nachträglich. Man muss aber Wickert nicht alles glauben und unwidersprochen nachplappern, wie es Kulke tut. Zumal Wickert nichts dagegen hatte, vom Regime, gegen das er derart „unbewusste Vorbehalte“ hegte, zu profitieren. So nahm er als Student das Angebot eines SS-Manns an, mietfrei in einer „arisierten“ Grunewald-Villa zu wohnen, wohl wissend, dass es sich um ein vergiftetes Angebot an eine „Führungsauslese“ handelte. Natürlich war, kommentiert Kulke, auch Wickert „der mehr oder weniger erzwungene Auszug vieler Juden nicht entgangen.“ Ach nein, wirklich, „nicht entgangen“? Die antijüdischen Aktionen der Nazis waren höchst populär. Und was heißt „der mehr oder weniger erzwungene Auszug“? Das schreibt ein Autor im Jahre 2021! Wirklich jetzt?

Nazis als Proto-Grüne. Erwin Wickert und Erich Kulke

Statt sich aber zu fragen, warum Wickert kein Problem hatte, sich in ein gestohlenes Haus einzunisten; wie die SS darauf kam, in ihm Führungspotenzial zu erblicken; ob man Wickert glauben soll, dass er „von der SS unbehelligt blieb“, kann sich Kulke an dieser Stelle einen Seitenhieb gegen die – Grünen nicht verkneifen: „In dieser Zeit wurde Wickert anfällig für naturmystische Einflüsse. Er machte mit beim neuen ‚Reichsbund Volkstum und Heimat‘, der ‚schon damals manche Programmpunkte der Grünen vorwegnahm‘, wie er sich später (…) erinnerte.“

Übrigens war auch Kulkes Vater Erich zu der Zeit Mitglied jenes ‚Reichsbunds“, der, weit davon entfernt, eine Art Proto-Grünen-Verein zu sein, die Aufgabe hatte, alle Verbände auf dem Gebiet der Volkstums- und Heimatpflege im Sinne der NSDAP gleichzuschalten. Abgesehen davon, dass es Wikipedia gibt, muss Ulli Kulke das wissen, denn diese Tätigkeit des Vaters war Gegenstand eines Prozesses, als Kulke und seine Brüder nach der Wiedervereinigung versuchten, eine Ausgleichszahlung für ein Grundstück zu erreichen, das dem 1997 gestorbenen Vater gehört hatte und noch vor Gründung der DDR im Rahmen von Maßnahmen gegen frühere Nazis enteignet worden war.

Das Lesen des Urteils in Sachen Erich Kulke ist im Zusammenhang mit Ulli Kulkes Wickert-Biografie erhellend.

Insbesondere folgende Passage: Erich Kulke habe den Klägern – also den Erben – zufolge „dem NS-Regime auch nicht erheblich Vorschub geleistet. Allein die Mitgliedschaft in der NSDAP sei dafür nicht ausreichend. Auch die Publikation ‚Hin zum Tag der deutschen Freiheit‘ von 1935 erfülle den Tatbestand des Vorschubleistens nicht. Zwar handele es sich dabei aus heutiger Sicht um massive nationalsozialistische Propaganda. Diese Einschätzung treffe jedoch aus der hier maßgeblichen zeitgenössischen Sichtweise nicht zu.“

Da haben wir wieder das „Nachhallen aus heutiger Warte“. Heute: ja, gewiss, massive NS-Propaganda; damals: das Übliche halt. Wer will sagen, was richtig ist?  In utramque parte, nicht wahr? Und außerdem: „Der Erblasser sei schließlich am 13. April 1949 als entlastet eingestuft worden. Es sei nicht ersichtlich, warum der Beklagte (die heutige Bundesrepublik Deutschland AP) mit den damaligen Verhältnissen besser vertraut sein solle, als der damalige Entnazifizierungsausschuss, der zeitlich und inhaltlich eine größere Nähe zu der Thematik gehabt habe.“

Erkenntnis und Interesse

Nun gut, das kann man sagen, wenn man Geld vom Staat bekommen will; man muss es nicht selbst glauben. Wir haben aber schon gesehen, dass Kulke bei der Beschäftigung mit Franz Nüßlein die in der unmittelbaren Nachkriegszeit üblichen gegenseitigen Beteuerungen von Belasteten, sie seien eigentlich immer gegen die Nazis gewesen, für bare Münze nimmt, so wie er anscheinend tatsächlich glaubt, sein Nazi-Vater habe bloß für eine Vorläufer-Organisation der Grünen gearbeitet (und gleichzeitig meint: die Grünen seien eine Art verspätete Nazis). Was ihm materiell nutzt, fällt aufs Schönste mit seinen Überzeugungen überein: keine kognitive Dissonanz nirgends.

Unangenehm bleibt das alles doch. Wickerts Opportunismus und Zwecklügen, Kulkes ungeprüftes Nachplappern dieser Lügen und die Tatsache, dass solche nachträgliche Entlastung von Nazi-Propagandisten wie Erwin W. und Erich K. ihm selbst materiell nützt oder nützen soll. Wir werden auf Wickert in einem weiteren Beitrag zurückkommen. Belassen wir es einstweilen bei diesem Unbehagen.

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32 Gedanken zu “Der Nazi-Diplomat und sein allzu nachsichtiger Biograf;”

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    Ich habe meinen Grossvater gefragt wieso sie Hitler gewaehlt haben.

    Er hat es mir erklaert:

    Die Weimarer Republik muss wohl ziemlich korrupt gewesen sein, Leute wie Epstein und Weinstein liefen unbehelligt herum, es gab Strassenterror und Hunger, die Kommunisten waren stark und man befuerchtete Zustaende in der Sowjetunion. Waehrend sog. Demokraten nichts dagegen unternahmen.

    Hitler war mit dem Versprechen angetreten diese Zustaende abzuschaffen.

    Ich glaube ich haette auch Hitler gewaehlt.

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    Dear Mr. Posener,

    I did not read the article in detail as google translate gives me some googledigook – i.e. gobbledygook, but alas the Green movement in Germany was always apologetic towards Nazism in a guise. I remember one of the first Green MPs, Mr. Vogel, who was at the helm of the Nazi genocide and, but what is really irking me is the apologism towards this law

    https://www.kmk.org/zab/zentralstelle-fuer-auslaendisches-bildungswesen/allgemeines-zur-anerkennung/anerkennung-im-hochschulbereich/fuehrung-auslaendischer-hochschulgrade.html

    this is not a law which is based upon democratic principles and is racist. It was apparently crafted by someone called Bernard Rust, whom the Greens no not seem to be very fond of talking about. The design of this law from June 7th, 1939 was to identify Jewish subjects, and then through the Nuremberg race laws, strip them of their academic titles and second identify persons who studied abroad, in what the Nazi perceived to be enemy territory, and if they were perceived to siding with the enemy of the Nazis, they were assigned to a „hell-marching“ unit of the Wehrmacht, or to the „reichsarbeitsdienst“ or even an internment camp and in the worst case scenario they were either hanged or guillotined. After the war this piece of legislation, although it was explicitly forbidden by the laws of the allied council to use this law, was used against homosexuals, because they have not have the dignity to have a doctorate, and academic cheats such as Hendrik Schön, and even a Holocaust denier. But still the ideology behind the law is this arbitrary term: „to have the dignity“ to have an academic title or to use it.
    This law is still active today, though in a rewritten form, under the premise that it serves to identify persons, who have „bought their degrees“ or just use a title which they are not rightfully eligible to use. I can just remember that in Scandinavian countries everyone with a degree from abroad gets a nostrification certificate recognising their degrees such as the Universitets- och högskolerådet https://www.uhr.se in Sweden, and if there is no certificate, one cannot use the academic title. Therewith the holders of degrees from abroad are protected against arbitrary downgrading of their degrees (the German authorities are capable of this) and have the same rights as graduates from the national universities.

    Before digressing too much: the law regarding the führung akademischer grade is a Nazi law
    https://beck-online.beck.de/?bcid=Y-100-G-AkadGrG

    and the underlying ideology is Nazi as well

    https://deutscher-reichsanzeiger.de/justitia-deutschland/A/Akademische-Grade-031012.htm

    as you can easily identify here. Ask the Greens about this and you ll get the same reply as you would get from those Nazis and Reichsbürger (see link above) who are pretty obviously not democratically conform, to put it mildly.

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    „Selbstverständlich muss man auch einem ehemaligen Nazi – wie einem ehemaligen linksradikalen „Sponti“ wie Fischer oder Maoisten wie mir – Wandlungsfähigkeit und tätige Reue zubilligen. Ganze sechs Jahre arbeitete Wickert im AA für die Nazis, 25 Jahre – als Referent bei der NATO, Gesandter in London, Botschafter in Bukarest und Peking – für die demokratische Bundesrepublik.“
    Wollen Sie, lieber Herr Posener, sich wirklich in eine Reihe stellen mit Nazis wie Wickert? Angenommen, J. v. Ribbentrop wäre von den Alliierten nicht behelligt worden und, was sehr wahrscheinlich ist, auch nicht von einem deutschen Staatsanwalt‘ Wie lange hätte dieser Verbrecher ein ordentliches Glied der bundesdeutschen Gesellschaft sein müssen, um seine Nazikarriere wenigstens zu relativieren? Wie geschehen bei T. Oberländer, H. M. Schleyer und anderen.
    Nein, da gibt es nichts zu relativieren, und in eine solche Reihe passen Sie nicht.

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      Wickert selbst machte in einem Brief an Fischer den Vergleich auf zwischen den Ex-Nazis im AA und Fischers Putztruppen-Vergangenheit und seinem Chef des Planungsstabs Joscha Schmierer, der vor Jahrzehnten eine Grußbotschaft an den kambodschanischen Diktator Pol Pot adressiert hatte. Fischer wies den Vergleich nicht zurück, sondern schrieb an Wickert: „Ich bin sicher, dass das Recht, politische Auffassungen zu ändern, auch grundsätzlich zu ändern, gerade auch in Ihrer Generation vielfach in Anspruch genommen wurde.“ Warum sollte ich fischeriger sein als der Fischer?

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        Weil in zwei Generationen niemand mehr die außerparlamentarische Opposition der 60er Jahre in der Bundesrepublik kennt, aber wir wetten könnten, dass in 20 Generationen der WK2 noch Unterrichtsstoff sein wird? Uschi Obermayers nackte Brüste, dummes Geschwätz auf Demos und Grußkarten sind nicht die gleiche Sportart, wie Europa in Schutt und Asche zu legen. Wenn der Erfolg einer Tat kein Maßstab ist und es nur auf die Wünsche des Delinquenten ankommt, brauchen wir keine Richter mehr, dann sollten Traumdeuter die Urteile fällen.

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        Wir reden nicht über Uschi Obermaiers Brüste. Wir reden bei Fischer um das Zusammenschlagen von Polizisten, bei Schmierer um eine Organisation, die Zehntausende mobilisieren konnte, bei Posener immerhin um einen führenden Studentenfunktionär einer ähnlichen Truppe. Natürlich sind solche Aktivitäten nicht das Gleiche wie die Beteiligung am Versuch, die Welt zu erobern. Oder auch nur wie die Unterstützung des Unrechtsregimes in der DDR, das wiederum nicht gleichzusetzen ist mit jener anderen Diktatur. Aber der Hinweis allein genügt nicht.

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        „Natürlich sind solche Aktivitäten nicht das Gleiche wie die Beteiligung am Versuch, die Welt zu erobern.“
        Was m.E. (auch) hier dahinter die Frage wäre: Ist die Idee, der Aktivismus das Schlimme oder gehört dazu nicht auch der Fanatismus, die Konsequenz, die Bereitschaft so vieles andere ausschließlich einer Frage, einem Thema unterzuordnen..?
        Ich meine, Historiker, die sich nicht nur mit den Mächtigen befassen, könnten schon einiges dazu sagen. Vielleicht so etwa, wie Hannah Arendt es versucht hat.

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        Eigentlich möchte ich ungern diese Frage diskutieren, weil ich sie für eine Ablenkung halte. Ganz bestimmt war der Hinweis auf Fischers Vergangenheit von Wickert als Ablenkung von der seinen gemeint. Ich habe hier wiederholt über 68 und die Post-68er Zeit geschrieben; jetzt würde ich ganz gern über Wickert und seinen Biografen diskutieren. Vergleiche bringen da wenig.

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        Wovon sollte ich ablenken wollen? Und warum? Ich hatte mir lediglich erlaubt, darauf hinzuweisen, dass es neben der Idee noch entscheidende Faktoren gibt, die ins Unglück führen können. Ich halte das für pragmatisch, z.B. um auch mir ein eigenes Bild von dem Sachverhalt zu machen, denn Kulke ist ein Autor, dessen Beiträge ich öfter lese. Dass Sie darüber, also z.B. über Fanatismus usw. nicht diskutieren wollen (weil Sie das ggf. woanders schon taten), weiß ich ja jetzt.

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        Nein, ich sage nicht, dass Sie ablenken wollen. Ich sage, dass die Diskussion der Vergleichbarkeit von Schmierers folgenlosem Fanatismus und Wickerts folgenreichem Opportunismus nicht viel bringt. Ich verweise insofern auf den Beitrag von „Opa Krempel“. Über Kulkes Beiträge für die „Achse“ oder auf Facebook wäre einiges zu sagen, aber mir geht es hier um ein Buch

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        Nein, ich sage nicht, dass Sie ablenken wollen. Ich sage, dass die Diskussion der Vergleichbarkeit von Schmierers folgenlosem Fanatismus und Wickerts folgenreichem Opportunismus nicht viel bringt. Ich verweise insofern auf den Beitrag von „Opa Krempel“. Über Kulkes Beiträge für die „Achse“ oder auf Facebook wäre einiges zu sagen, aber mir geht es hier um ein Buch und dessen Inhalt.

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      … ich da bei S.T. oder bei John F. Kennedy; ‚… vergib Deinen Feinden, aber vergiß niemals ihre Namen. … anders, den rot-grün-braunen Sozialisten, ein lebenslängliches Verbot in politischer Verantwortung. Gab es nicht einmal so etwas wie eine Extremismusklausel in der ‚BRD‘? Sollen die Sozialisten doch, wenn sie nix anderes gelernt haben, einen Blog betreiben. 😉

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      @Stefan Trute: Man muß schon unterscheiden zwischen der persönlichen Ebene, auf die sich Herr Posener konzentriert, und der organisatorischen, die Ihnen sauer aufgestoßen ist.
      Auf der persönlichen Ebene steht die Frage im Mittelpunkt, ob man zumindest im Nachhinein erkannt hat, daß man Verbrechern gedient hat oder falschen Idolen gefolgt ist, und ob man zu seiner Vergangenheit steht. Mit Abstrichen dreht es sich auch um die Frage, ob man selbst den Fehler erkannt hat oder ob die Bande, der man gedient hat, verhaftet wurde.
      Begangenes Unrecht zu bewerten, dafür sind die Gerichte zuständig, und in einer Kultur, die ständig wiederkäut, daß sie auf dem Christentum aufgebaut ist, dürfen reuige Sünder damit rechnen können, daß auch mal ins Lukasevangelium geschaut wird (genauer: Kapitel 15, Vers 7). Umgekehrt darf die Gesellschaft von jedem Einzelnen erwarten, daß man sich seiner eigenen Vita stellt. Wickert versucht sich offensichtlich in Schönfärbung der Vita (wie so viele seiner Zeit und so viele andere), und Kulke macht sich zu dessen unkritischen Sprachrohr. Das ist Versagen auf persönlicher Ebene, und zwar von beiden. Und das ist das eigentliche Thema dieses Artikels.
      Auf organisatorischer Ebene liegt die Sache in der Tat anders: Es macht einen Unterschied, ob man Teil einer Gruppe ist, die Leute ins Lager stecken und umbringen lassen würde, wenn sie könnte; oder ob man Teil einer Gruppe ist, die Leute ins Lager stecken und umbringen läßt, weil sie es kann. Auf dieser Ebene, aber nur auf ihr, ist ein Vergleich schwierig.

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        Ich wünschte, Sie legten das Pseudonym ab. Denn ich stimme Ihnen vorbehaltlos zu, und das würde ich gern persönlich machen.

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        Erhellend für mich ist nicht die Erkenntnis, dass jemand Verbrechern gefolgt ist und dies nun einsieht. Nach dem Krieg keine wirklich schwere intellektuelle Leistung. Viel lehrreicher ist die Auseinandersetzung mit dem damaligen Ich. Warum handelte er, wie er gehandelt hat und da ist die Aussage, es hätte tatsächlich ein Judenproblem gegeben, vermutlich eine ehrliche Antwort auf die Frage, warum jung Wickert sich die Uniform anzog, die er anzog. Deswegen weiß ich nicht, ob das wirklich Opportunismus war, denn Opportunismus ist so eine Allerweltserklärung, passt immer. Vielleicht war jung Wickert ein Opportunist, aber sein Motiv, warum er sich genau da, wo er war, gut aufgehoben fühlte, hat doch mehr mit seiner damaligen Weltsicht zu tun. Ich kenne weder Wickert noch seine Geschichte gut genug, um das zu beurteilen, aber „Opportunismus“ scheint mir eher eine Flucht in das „hätte jeden treffen können“ und „es werfe den ersten Stein…“ Logik. Den handelsüblichen Opportunismus würde ich ihm persönlich nicht ohne weiteres abkaufen.

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        Nein. Das begründe ich ja auch. „Opportunismus“ ist ein Kürzel. Will sagen: Vielleicht war Wickert nie von Hitler so überzeugt wie Schmierer (oder ich) von Mao. Aber das macht sein Verhalten nicht besser, sondern schlechter.

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        Enttäuscht war ich von Günther Grass. Er hat die Chance verpasst, durch die Sprache eines der größten deutschen Schriftsteller zu erklären, was einen 17Jährigen antrieb, sich bei einer Truppe zu melden, von der es hieß, sie würde nicht weichen – d.h. kämpfen, siegen oder sterben. Dass er verführt wurde, ist eine Banalität. Und ich glaube, uns das vorenthalten zu haben, kann man dem älterem Grass, dem Nobelpreisträger, durchaus vorwerfen.

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        @Opa Krempel

        … ich mag Ihnen zustimmen, … aaaber wenn Sie schreiben; ‚in einer Kultur, die ständig wiederkäut, daß sie auf dem Christentum aufgebaut ist, dürfen reuige Sünder damit rechnen können, daß auch mal ins Lukasevangelium geschaut wird … ‚ dann sollten Sie auch schreiben, dass Wickert aus einem sozialistischen Elternhaus ‚kömmt‘ und mitnichten ein Christ war. So lese ich es jedenfalls in Wiki … und nebenbei; auch ‚falsch wiederkäuende Propheten‘ werden Rechenschaft ablegen müssen.

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        Sein Vater war Nazi. Aber unsere Kultur ist doch, das sagt man immer wieder, christlich geprägt. Oder?

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        APo: ‚Sein Vater war Nazi. Aber unsere Kultur ist doch, das sagt man immer wieder, christlich geprägt. Oder?‘

        … ja, sein Vater war, wie er selber, National-SOZIALIST. Sozialist ist Sozialist ist Sozialist. Und dass unsere Kultur allein christlich geprägt ist – schreibt Opa Krempel. Also nicht ‚man‘. Das Grundgesetz schreibt in der Präambel … Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, …. Und die europäische Kultur hatten ‚wir‘ hier schon.

        Und wenn Sie im Link schreiben; ‚Benedikt, lieber Blondehans, vergaß die Kelten und Germanen sowie die Slawen, die Europas Kultur viel stärker prägten als die Juden. Und warum vergaß er die? Weil sie Heiden waren und nicht in sein Weltbild passten.‘ … so ist das nicht richtig. Benedikt sprach im Bundestag über europäische Kultur die – ‚aus der Begegnung zwischen dem Gottesglauben Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen und dem Rechtsdenken Roms entstanden‘ ist.

        Heidentum steht für Nichtchristen, vergleichbar den – nicht abwertenden – hebräischen Begriff goi (‚aus den Völkern‘). Was etwa ‚Nichtjude‘ bedeutet.

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        Nun ja, das einzige Eigentum, das die Nazis vergesellschaftet haben, war das jüdische, und das wurde schnell reprivatisiert. Wenn Sozialismus also bedeutet, dass die Produktionsmittel vergesellschaftet werden und die Klassenunterschiede eingeebnet werden, so waren die Nazis spätestens seit der Entmachtung des Strasser-Flügels und dem „Röhm-Putsch“ keine Sozialisten, so wie die CDU keine christliche Partei mehr ist, die britischen Konservativen nicht konservativ sind, wenn sie es je waren, die DDR weder deutsch, noch demokratisch noch eine Republik war. Dass Heiden und Gojim das Gleiche wären, ist übrigens absurd. Die Heiden sind für die Christen (oder waren es bis vor Kurzem) Bekehrungsmaterial. Die Juden wollen niemanden bekehren. Vielleicht gucken Sie nicht auf Worte, sondern auf die Praxis, dann kommen wir weiter.

      9. avatar

        APo: ‚Vielleicht gucken Sie nicht auf Worte, sondern auf die Praxis, dann kommen wir weiter.‘

        … ich guck lieber nach ‚ganz oben‘. (… aaaber bitte nicht mit Hanns Guck-in-die-Luft gleichsetzen.) 😉

        … außerdem geht die ‚christliche Mission‘, die nix anderes als den Anspruch der Offenbarung Gottes betont, dass seine Botschaft und Liebe der gesamten Menschheit gilt, auf das Alte Testament zurück; 1. Mose/Genesis 12, 3 ‚Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.‘

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        Nun ja, das ist ein Versprechen an Abraham und seine Nachfahren. Und die Christen können die Schrift noch so sehr drehen und wenden: Sie sind nicht Nachfahren Abrahams. Sie sind gesegnet, insofern sie die Juden segnen; und damit sah es bis zum II. Vatikanischen Konzil nicht so dolle aus. Auch meine Kirche, die Anglikanische, muss sich da einiges vorwerfen lassen, und von Luther wollen wir gar nicht erst reden. Überhaupt sollten wir hier von Wickert reden. Ausgangspunkt war die Frage seiner Selbstgerechtigkeit, die nach christlichem Selbstverständnis eine Todsünde ist.

  4. avatar

    Eine interessante Artikelserie, Herr Posener (es soll ja noch ein dritter kommen). Das liest sich alles sehr überzeugend. Leider sind mir die Personen nicht bekannt, außer Herrn Kulke, den ich immerhin als Autor zu Klimathemen zur Kenntnis genommen habe. Allerdings habe ich nie verstanden, ob er nun glaubt, dass es den Klimawandel nicht gibt, weshalb man ihn auch nicht bekämpfen soll, oder dass es ihn schon gibt, er aber nicht so schlimm ist, weshalb man ihn nicht bekämpfen soll, oder aber, dass es ihn gibt und er auch schlimm ist, aber nicht in relevanter Weise durch menschlichen CO2-Ausstoß verursacht wird, weshalb man ihn nicht bekämpfen kann, oder aber, dass es ihn gibt, er schlimm ist, durch CO2-Ausstoß verursacht wird und man deshalb Kernkraftwerke bauen soll, um damit effektiv den CO2-Ausstoß zu senken. Das ist mir unklar geblieben, aber auch nicht wichtig. Es könnte aber ein Hinweis darauf sein, dass Herr Kulkegenerell nicht sehr transparent und exakt schreibt. Vielleicht geht es ihm weniger um die Wahrheit als darum, im richtigen Team mitzuspielen? Gut wäre es, wenn er sich selber äußern und auf Ihre Kritiken antworten würde.

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    Auch diese Geschichte bestätigt die Thesen von Götz Aly, dass der Opportunismus vieler Zeitgenossen nach 1933 gut zusammen gepasst hat zu ihrem Neid gegen die besser gebildeten, besser vernetzten und routinierteren jüdischen Bürger, Kaufleute, Wissenschaftler, Künstler.
    Da Neid eine sehr miese Eigenschaft ist, war es schwer zuzugeben, dass es so war, tja!

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