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Wollen wir wirklich ein gaullistisches Europa?

Boris Johnson, der sich zum FĂŒhrer oder doch Sprecher der AnhĂ€nger eines Brexit in der Konservativen Partei aufgeschwungen hat, erntete in Deutschland viel Ärger mit seiner Feststellung, die EuropĂ€ische Union sei die Fortsetzung des schon von Napoleon und Hitler verfolgten Projekts, aus Europa einen „Superstaat“ zu machen. Wen er nicht zitierte, aber lieber hĂ€tte zitieren sollen, war Charles De Gaulle.

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Warum wir in Syrien kÀmpfen

 

Zweifellos richtete sich der Beschluss der Regierung und des Parlaments, deutsche Soldaten nach Syrien zu schicken, in erster Linie nicht gegen den Islamischen Staat, sondern gegen Marine LePen. Insofern sieht es so aus, als sei der Einsatz schon vor dem eigentlichen Start gescheitert. Andererseits ist es nicht zu spĂ€t, vor Ort eine Strategie zu entwickeln, mit der noch 2016 der IS besiegt und damit 2017 nicht nur Angela Merkels Wiederwahl gesichert, sondern auch eine Lösung der syrischen FlĂŒchtlingskrise wenigstens eingeleitet werden kann. Was auch helfen könnte, der rassistischen Rechten in Europa das Wasser abzugraben.

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Der deutsche Michel lĂ€sst grĂŒĂŸen

Tage des Zorns, Tage des Abgangs – Ungeheuerliches tut sich derzeit in Ägypten und anderswo in der arabischen Welt. Die Menschen gehen auf die Straße, um nach Jahren der UnterdrĂŒckung ihre Grundrechte einzufordern: Freiheit, Selbstbestimmung, Mitsprache und wirtschaftliches Auskommen.

Sie kÀmpfen gegen die Obrigkeit und deren brutale, zum Teil gekaufte ParteigÀnger. Dazu bedarf es Mut. Denn wer heute protestiert, kann von Steinen und Kugeln getroffen werden, riskiert also sein Leben. Pulverdampf und TrÀnengas statt Jasmin. Gerade in Kairo geht es dieser Tage um viel, sehr viel. Vielleicht sogar um alles. Die Stimmung, ja das Wort ist durchaus angebracht, ist revolutionÀr. Weiterlesen

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Mittelmacht in der Pflicht

Wenn Deutschland an außenpolitischem Gewicht gewinnen möchte, sollte es bei Miroslav Klose in die Lehre gehen. Der weiß, worauf es ankommt: Man muss fĂŒr jede Chance dankbar sein und sie nutzen. Beim Spiel Deutschland-TĂŒrkei zum Beispiel war Keeper Volkan Demirel so freundlich, den Ball direkt vor die FĂŒĂŸe des Bayern-Spielers zu befördern. Und Klose ergriff die gĂŒnstige Gelegenheit, um der ihm gestellten Aufgabe – Tore schießen – gerecht zu werden.

Das allerdings konnte dem 32-JĂ€hrigen ĂŒberhaupt erst gelingen, weil er sich der besonderen Gunst Jogi Löws erfreut. Denn der Bundestrainer hielt trotz vielfacher Kritik an seinem StĂŒrmer fest und gewĂ€hrte somit eine Art Vertrauensvorschuss auf kĂŒnftig zu erbringende Leistungen. Und Klose erfĂŒllte die in ihn gesetzten Hoffnungen. Genau das wird jetzt auch von Deutschland als neuem Mitglied des Weltsicherheitsrates erwartet. Weiterlesen

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Deutschland, deine Vorbilder

Wenn die Deutschen heute die Wahl hĂ€tten, wĂ€re GĂŒnther Jauch morgen Herr im Schloss Bellevue. Ein Fernsehmann als BundesprĂ€sident? Aber ja doch! Denn die BĂŒrger dieses Landes halten ihn fĂŒr besonders vorbildlich.

Und Jauch könnte sich einer sozialistisch anmutenden FĂŒrsprachequote sicher sein: 84 Prozent der Bevölkerung, so hat es das Nachrichtenmagazin Spiegel durch eine Umfrage ermittelt, schĂ€tzen den 54-jĂ€hrigen Showmaster ĂŒber alle Maßen. Da können nur noch zwei andere Herren mithalten. Weiterlesen

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Wille und Wahn

Es war einer der wenigen SPD-Parteitage, auf denen kein neuer Vorsitzender gewĂ€hlt wurde. Auf der Tagesordnung im Berliner Estrell Center stand wieder einmal das Thema „Generelles Tempolimit auf  Autobahnen“, und ein Genosse aus der Spitze der Bundestagsfraktion erklĂ€rte mir unumwunden, wie man sich das vorstellte: „Wenn wir ein Tempolimit von 130 Km/h beschließen, kann man gut und gerne 150 Km/h fahren und kommt selbst bei einer Kontrolle noch glimpflich davon. Und 150 ist doch ein guter Schnitt.“

Die Deutschen sind ein seltsames Völkchen. 59 Prozent sind nach einer Umfrage aus dem Jahr 2008 fĂŒr ein Tempolimit, andere Erhebungen bringen noch mehr Lieber-Langsam-Fahrer zusammen, nur trifft man sie leider nicht auf der Autobahn. Weiterlesen

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Von den EnglĂ€ndern lernen heißt siegen lernen!

Am Sonntag kommt es zum Klassiker: Deutschland spielt im WM-Achtelfinale gegen England. Wahrscheinlich kommt es auch diesmal wieder zum Elfmeterschießen und sehr wahrscheinlich erweisen sich die „Krauts“ als bessere SchĂŒtzen.

Treffsicherheit wĂŒrden wir auch gerne der deutschen Politik attestieren. Erinnern Sie sich noch an das jĂŒngst, vor zwei Wochen, von Merkel und Westerwelle verkĂŒndete „Sparpaket“? Wie zwei BuchhĂ€lter haben Kanzlerin und Vize-Kanzler den „einmaligen Kraftakt“ (Merkel) vorgestellt. „Sozial unausgewogen“ lautete unisono das Urteil der öffentlichen und veröffentlichten Meinung danach. Ganz anders dagegen das Echo auf den Haushaltsplan der neuen britischen Regierung, ebenfalls eine „schwarzgelbe“. Weiterlesen

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Jogi Löw und sein Fußball-Multikulti in Schwarz-Rot-Gold

Sie heißen Dennis Aogo, Mesut Özil, Jerome Boateng und Cacau. Sie haben Wurzeln in Nigeria, der TĂŒrkei, Ghana und Brasilien. Sie sollen bei der Fußball-WM in SĂŒdafrika Tore schießen oder verhindern – fĂŒr Deutschland.

Das hofft zumindest Bundestrainer Jogi Löw und mit ihm Millionen hiesiger Fans. Denn das ist unsere Mannschaft der Nation. Und was fĂŒr eine! Multikulti in Schwarz-Rot-Gold! Wer hĂ€tte das vor 30 oder auch noch vor 20 Jahren fĂŒr möglich gehalten? Weiterlesen

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Wer hat Angst vorm Muselmann?

Von Alexander Görlach, Herausgeber und Chefredakteur “The European”:

Die TĂŒrkei kontrolliert ĂŒber die Ditib und das tĂŒrkische Religionsministerium Diyanet alle Moscheen ihrer Landsleute in Deutschland. Soll sie jetzt noch tĂŒrkischsprachige Schulen kontrollieren? Nein.

Deswegen wehren sich Spitzenpolitiker von SPD und CDU zu Recht gegen eine entsprechende Forderung aus Ankara. TĂŒrkisch als Fremdsprache spielt in Deutschland keine Rolle, und das, obwohl 2,3 Millionen tĂŒrkisch stĂ€mmige Menschen in Deutschland leben. Wer den Deutschen vorwirft, sie haben ein Problem mit der TĂŒrkei oder dem TĂŒrkischen, der hat damit sicher nicht Unrecht. Das muss offen benannt werden. Weiterlesen

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GemĂŒtliche BehĂ€bigkeit statt spĂ€trömischer Dekadenz

914 Seiten hat das Werk des Demoskopie-Institutes Allensbach – und es listet penibel auf, wie sich die Deutschen selbst einschĂ€tzen. Die von Guido Westerwelle befĂŒrchtete “spĂ€trömische Dekadenz” ist nicht zu finden, wohl aber viel gemĂŒtliche BehĂ€bigkeit: Zu Deutschland befragt, fĂ€llt den meisten die “schöne Landschaft, herrliche Natur” ein, danach “QualitĂ€t, Genauigkeit” und auf Platz 3 hat es “gutes Essen und Trinken” geschafft. Am unteren Ende der Skala findet sich Reformfreudigkeit, Kinderfreundlichkeit sowie niedrige Steuern und Abgaben.

Kurz: Ein solides, aber auch todlangweiliges Land. Weiterlesen

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