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Was Merkel in Afrika nicht sagte und forderte

Als Getriebene ihrer Fl√ľchtlingspolitik und der allgemeinen Fl√ľchtlingskrise sei Merkel jetzt drei¬† Tage in den afrikanischen L√§ndern gewesen, schreiben einige Medien.Sie war auch¬† in Niger, dem √§rmsten Land der Welt , das¬† zu einem Drehpunkt der Schlepperindustrie s√ľdlich der Sahara geworden ist , wo Hunderttausende seit Monaten auf ihre Weiterfahrt warten Richtung Deutschland. Ja, es ist Deutschland, auch wenn sie erst in Italien oder Spanien ankommen. Es ist falsch wenn immer wieder in Reden zum Thema gesagt wird, die Fl√ľchtlinge wollten nach Europa. Nur wenige wollen nach Osteuropa oder in Griechenland bleiben. Nur wenige k√∂nnen nach England, was anscheinend im Unterschied zu all den TV und Expertenreden der letzten Monate, die das Mantra wiederholten, man k√∂nne in Zeiten der Globalisierung keine Grenzen mehr abschotten bzw sichern, das doch ganz gut k√∂nnen. Die Reise Merkels sei eine zur Bek√§mpfung der Fluchtursachen gewesen, hei√üt es. Doch warum wurde dann das Thema Bev√∂lkerungspolitik, M√§dchen und Frauenrechte nicht angesprochen? Weiterlesen

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Benedikt – eine halbe Abbitte

Da Papst Franziskus das Vernichtungslager Auschwitz schweigend besucht hat, was allerdings zeigt, dass er etwas von Stil versteht, m√∂chte ich zur√ľckkommen auf meine Kritik am Auschwitz-Besuch des letzten Papstes, Benedikt XVI. Und ihm eine halbe Abbitte leisten.

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Böhmermann, Erdogan und kein Ende

Ja, darf er denn das? Bei vielen Diskussionen um Jan B√∂hmermanns Schm√§hgedicht gegen den Pr√§sidenten der T√ľrkei habe ich den Eindruck, die Diskutanten w√ľssten nicht, wovon sie reden. Der ‚ÄěMusik-Express‚Äú hat dankenswerterweise den Text dokumentiert. Hier ist es nachzulesen (und hier):

Sackdoof, feige und verklemmt,
ist Erdońüan, der Pr√§sident…

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Der Papst entschuldigt sich

Papst Franziskus hat sich in Bolivien f√ľr die S√ľnden der Kirche bei der Eroberung S√ľdamerikas entschuldigt: Gut so. Freilich hat er diese Entschuldigung im Rahmen einer Rede vorgebracht, die vor antiimperialistischer ‚Äď also antiamerikanischer ‚Äď und antikapitalistischer Rhetorik nur so troff und eher nach Che Guevara als nach Ave Maria klang. Ich frage mich: Wo bleiben die Proteste deutscher Katholiken? Noch vor wenigen Jahren jubelten sie alle Benedikt zu, der ganz anders sprach und dachte. Nun feiern sie Franziskus. Wo ist die ‚ÄěGeneration Benedikt‚Äú? Wo sind die Salon-Katholiken, die √ľber die ‚Äěbenedittinische Wende‚Äú in Verz√ľckung gerieten? Der geistige Opportunismus der katholischen Publizistik scheint grenzenlos.

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Eine gefährliche Enzyklika

Die neue Enzyklika des Papstes, ‚ÄěLaudato si‚Äô‚Äú, scheint auf viel Zustimmung zu sto√üen. Ich habe sie gelesen, und ich kann in dieses Lob nicht einstimmen. Sie ist ein Dokument, das vor allem die Verantwortung der Kirche ‚Äď und anderer Religionen ‚Äď f√ľr Armut und Umweltsch√§den vertuschen soll. Sie ist ein Dokument, das explizit die wichtigste Hoffnung der Armen und der Umwelt ‚Äď n√§mlich Wirtschaftswachstum ‚Äď verteufelt. Kein Wort verliert diese Enzyklika zum notwendigen Zusammenhang zwischen Demokratie, Entwicklung und Menschenw√ľrde. Sie verr√§t die tiefe Verwurzelung des argentinischen Papstes in der Gedankenwelt s√ľdamerikanischen Antiimperialismus und insbesondere des Peronismus.

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Weltlicher Seelsorger gesucht!

 


Ach herrje! Nur noch wenige Tage. Dann heißt es: Wir waren Papst. Vorbei die schöne, historisch betrachtet allerdings leider ziemlich kurze Zeit, in der ein Deutscher frei von allen weltlichen Zwängen die Geschicke von 1,2 Milliarden Katholiken lenkte. Und dann auch noch dieser Abgang!

Zur√ľckgetreten, einfach hingeschmissen den¬†edlenKirchenjob. Wie ein schn√∂der Politiker, der √ľber eine abgeschriebene Doktorarbeit stolpert oder ein¬†gierigerWirtschaftsboss, dem beim Geldmachen das Ma√ü abhanden kam. Ein bisschen mehr Durchhalteverm√∂gen h√§tte man schon erwarten k√∂nnen von einem, der im¬†Dienst Jesu Christi t√§tig ist.

Okay, das ist jetzt vielleicht etwas respektlos. Weiterlesen

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Der Papst-R√ľcktritt oder die sieben Tods√ľnden. Erstens: Der Stolz

Aus irgendeinem Grund sprachen Maria und ich √ľber die sieben Tods√ľnden. Ich meinte, die von der Kirche des Mittelalters genannten S√ľnden w√ľrde auch ein Atheist als S√ľnden ‚Äď nicht gegen Gott, aber gegen den Menschen ‚Äď anerkennen. Es sind die S√ľnden Stolz, Faulheit, Habgier, Neid, V√∂llerei, Wollust und Zorn.

Nun wei√ü ich ‚Äď das setze ich in Parenthese ‚Äď wohl, dass die Definition einer Tods√ľnde durch die Kirche etwas komplizierter ist. Weiterlesen

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Benedikt kritisiert das Konzil

Letzte Woche habe ich an dieser Stelle zu zeigen versucht, wie Joseph Ratzinger das Zweite Vatikanische Konzil entwertet, indem er es zu Unrecht urs√§chlich verantwortlich macht f√ľr die ‚ÄěG√§rungen‚Äú von 1968 und sogar f√ľr den Terrorismus, der auf das Scheitern von 68 folgte. Leider wurde hier dar√ľber wenig, daf√ľr 68 und die 68er viel diskutiert.

Nun liegt eine aktuelle Stellungnahme des Papstes zum Konzil vor.  Sie ist lesenswert, weil Benedikt XVI im Kern sagt,  dass die zwei zentralen Dokumente des Konzils fehlerhaft waren. Weiterlesen

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Dogma oder Barmherzigkeit

In der Schule liebe ich ¬†Vertretungsstunden. In ihnen kann man¬† Dinge ausprobieren, f√ľr die sonst kein Raum ist. So versetzte ich eine 7. Klasse an einem Gymnasium im Osten Berlins in Aufregung, als ich ihr zu Beginn der Stunde mitteilte, die Schulverwaltung habe beschlossen, dass k√ľnftig nur noch die Sch√ľler in den Genuss der kirchlichen Feiertage kommen k√∂nnten, die Mitglied in einer christlichen Kirche sind.

‚ÄěGemein‚Äú und ‚Äěunfair‚Äú schallte es mir aus der Klasse entgegen. Ich fragte zur√ľck, ob sie denn w√ľssten, welche Feiertage denn dann wegfielen. Allgemeines Kopfsch√ľtteln.¬† Ich nutzte die Gunst des Augenblicks,¬† um mit ihnen alle kirchlichen Feiertage des Jahres durchzugehen und ihren historisch-theologischen ¬†Ursprung zu erkl√§ren. Dabei konnten mich nur vier Kinder unterst√ľtzen, die christlich getauft waren. Weiterlesen

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Vatileaks: Neues aus dem Intrigantenstadl

Was sagt uns der neueste (nun auch nicht mehr ganz neue) Skandal aus dem Vatikan? Ich habe bislang nicht dazu Stellung nehmen wollen, weil mich weniger der r√∂mische Intrigantenstadl interessiert als vielmehr die reaktion√§re Ideologie des Papstes. ‚ÄěUm Ideen geht es in diesem Buch‚Äú, schreib ich im Vorwort zur Taschenbuchausgabe meiner Polemik gegen Benedikt XVI., ‚Äěnicht um Enth√ľllungen neuer Sexskandale, die Machenschaften der Vatikanbank oder das Privatleben des Papstes.‚Äú
Andererseits hängen Intrigen und Ideologie vielleicht doch miteinander zusammen. Weiterlesen
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