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Der Papst-Rücktritt oder die sieben Todsünden. Erstens: Der Stolz

Aus irgendeinem Grund sprachen Maria und ich über die sieben Todsünden. Ich meinte, die von der Kirche des Mittelalters genannten Sünden würde auch ein Atheist als Sünden – nicht gegen Gott, aber gegen den Menschen – anerkennen. Es sind die Sünden Stolz, Faulheit, Habgier, Neid, Völlerei, Wollust und Zorn.

Nun weiß ich – das setze ich in Parenthese – wohl, dass die Definition einer Todsünde durch die Kirche etwas komplizierter ist. (Wer sich dafür interessiert, kann das auf KathPedia nachlesen.) Diese „sieben Todsünden“ sind nach der kirchlichen Lehre eher „Wurzelsünden“ oder  Hauptlaster – sie bringen, wenn sie sich des Menschen bemächtigen, unweigerlich die Todsünde hervor. Mir geht es aber nicht um Theologie, sondern um Moral. Und da scheint mir die Auflistung dieser Charakterfehler oder Laster eine große Menschenkenntnis zu verraten. Die Kirche hätte wohl auch kaum ohne Menschenkenntnis 2000 Jahre überlebt.

Der Stolz ist meine Lieblingssünde, sagt irgendwo der Teufel. Was eigentlich ein Grund für Atheisten und Aufklärer sein müsste, den Stolz zu zelebrieren. Gemeint ist ja – religiös gesehen – die Anmaßung, ohne göttliche Gnade und Erleuchtung Erkenntnis und Heil gewinnen zu können. Trotzig bekennt Goethe diesen Stolz in seinem Gedicht „Prometheus“. Das endet so:

 

Ich dich ehren? Wofür?

Hast du die Schmerzen gelindert

Je des Beladenen?

Hast du die Tränen gestillet

Je des Geängsteten?

Hat nicht mich zum Manne geschmiedet

Die allmächtige Zeit

Und das ewige Schicksal,

Meine Herren und deine?

 

Wähntest du etwa,

Ich sollte das Leben hassen,

In Wüsten fliehn,

Weil nicht alle Knabenmorgen-

Blütenträume reiften?

 

Hier sitz’ ich, forme Menschen

Nach meinem Bilde,

Ein Geschlecht, das mir gleich sei,

Zu leiden, weinen,

Genießen und zu freuen sich,

Und dein nicht zu achten,

Wie ich!

 

Dieser heroische Stolz ist bewundernswert dort, wo die Religion das öffentliche Leben kontrolliert, wie etwa in großen Teilen der islamischen Welt heute, wo auf ein solches Gedicht – als Zeugnis des Glaubensabfalls – die Todesstrafe stehen würde. Und auch im christlichen Europa  – 1774 – gehörte Mut dazu, so etwas zu schreiben. Daher „Zeus“. Noch in meiner Adoleszenz war der Einfluss der Kirchen so mächtig, dass wir das Gedicht – zusammen mit den Songs der Beatles, Stones und Bob Dylans – als Befreiung empfanden. Wie es heutigen Jugendlichen geht, weiß ich nicht.

Diesen trotzigen Stolz mag die Kirche als Sünde empfinden; ich kann ihn natürlich nur bewundern. Und doch gibt es einen sündhaften Stolz des nichtreligiösen Menschen, der in der Meinung besteht, alles zu wissen; also in mangelnder Demut vor der Unendlichkeit des Nichtwissens und der Komplexität dessen, was der religiöse Mensch ein wenig abschätzig „die Schöpfung“, der nichtreligiöse Mensch den Kosmos nennt.

Übrigens entstammt ursprünglich die ökologische Bewegung dieser richtigen und angebrachten Demut; der Erkenntnis, dass wir Teil der „Umwelt“ sind und nicht über ihr stehen. Und wenn sich manche darüber lustig machen, dass aus der Öko-Bewegung eine neue Religion geworden ist, so ist   es einerseits richtig, sich dem Eiferertum mancher seiner selbstgerechten Heiligen und dem Dunkelmännertum der Fundamentalisten zu widersetzen; andererseits aber ist es Ausdruck unerhörten und völlig unangebrachten Stolzes, wenn man glaubt, sich jenseits der Gesetze der Natur zu befinden und alles unter Kontrolle zu haben.

Echte Wissenschaft hat mit wahrem Glauben die Demut gemeinsam. „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ ist ihr Leitsatz. Und sie kritisiert die Religion gerade deshalb, weil – und wenn – diese vorgibt, alles zu wissen. Echte Wissenschaft weiß, dass Erkenntnis relativ ist, die Wahrheit daher nie ganz zu erfassen ist; und echter Glaube weiß das auch.

Ein Beispiel für diese Verbindung ist der tiefgläubige katholische Priester Georges Lemaitre, der zugleich einer der bedeutendsten Kosmologen des 20. Jahrhunderts war. Aus der Relativitätstheorie Albert Einsteins, der Quantentheorie  Werner Heisenbergs und den Beobachtungen Edwin Hubbles entwickelte Lemaitre zwischen 1927 und 1931 die Theorie des „Urknalls“. Als aber Papst Pius XII meinte, Lemaitres Theorie bestätige die Schöpfungserzählung der Genesis – „Es werde Licht!“ – widersprach der Priester öffentlich seinem Kirchenoberhaupt: „So weit ich es sehen kann, bleibt eine solche Theorie völlig außerhalb jeder metaphysischen oder religiösen Fragestellung. Sie lässt dem Materialisten die völlige Freiheit, jedes transzendente Wesen zu leugnen. … Dem Gläubigen nimmt sie jede Möglichkeit des bekannten Umgangs mit Gott.  … Sie entspricht dem Wort Jesajas vom verborgenen Gott, verborgen selbst im Anfang der Schöpfung.“

Lemaitre besaß die Demut des echten Wissenschaftlers und des echten Gläubigen.

Leider hat seine Haltung in der Hierarchie der heutigen katholischen Kirche wenige Vertreter. Unter Joseph Ratzinger ist die Führung der Kirche der Versuchung des Stolzes erlegen. Es gehe nicht an, so Ratzinger, die Kirche „als Weise der religiösen Erfahrung anzusehen, die sich demütig neben andere zu stellen hätte“. Nein, Demut ist die Sache dieses Papstes nicht. Man bekämpft den „Relativismus“ im Namen einer angeblich bereits erkannten Wahrheit; und was die Naturwissenschaften betrifft, so werden sie – wie bereits von Pius XII – dazu missbraucht, als angebliche Beweise dieser Wahrheit zu dienen. So hat Papst Benedikt XVI bei einer Tagung seines „Schülerkreises“ in Castel Gandolfo am 1. und 2. September 2006 die Anwesenden auf die Theorie des „intelligent design“ – in seinen Worten: „il progetto intelligente che è il cosmo“ einzuschwören versucht. Die demütige Haltung Lemaitres schob Ratzinger – ohne den Physiker beim Namen zu nennen – bereits wenige Jahre nach dessen Tod als mit Galileo Galilei aufgekommene „neue Gesinnung“ beiseite, die „jene Frage der Vernunft nach dem Woher der Welt und ihrem Design“ aus der Naturwissenschaft verbannen wolle.

Ein anderer Vertreter dieser „Gesinnung“ – also einer demütigen Naturwissenschaft, die sich nicht anmaßt, Gottesbeweise liefern zu können – ist der Jesuitenpater und Astronom George F. Coyne, der seit 1978 das Observatorium des Vatikans leitete. Gegen die von Ratzinger und seinem Schülerkreis propagierte Einstellung, die Trennung von Wissenschaft und Glaube sei – so Benedikts Schüler und Sprachrohr Christoph Kardinal Schönborn – „nicht haltbar“, hatte Coyne die auch von Lemaitre vertretene Haltung verteidigt, die wissenschaftliche Weltsicht „brauche Gott nicht“ zur Erklärung natürlicher Phänomene. Ja, Coyne legte nach: „Gott zu brauchen hieße Gott verneinen. Gott ist nicht die Antwort auf ein Bedürfnis.“ So ist es. Und wer Gott darauf reduziert, erhebt sich und sein Bedürfnis nach Erklärung (und nach Niederschlagung seiner Feinde) über Gott. Das ist der Stolz. Eine Todsünde.

Coyne wurde übrigens – das war eine der ersten Amtshandlungen Benedikts nach der Entlassung des Vatikanschneiders – wenige Wochen vor der Tagung des Schülerkreises in Castel Gandolfo entlassen.

 

 

 

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133 thoughts on “Der Papst-Rücktritt oder die sieben Todsünden. Erstens: Der Stolz

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    @Roland Ziegler: Das mit dem Zurückpflaumen hat mich schwer beeindruckt!

    Sie folgen da exakt dem Beispiel meiner Mutter. Gut gemacht!

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    Oder fragen wir doch mal so. “Parisien” ist ja ein Name, der auf jemanden referiert. Referieren Parisien und Mekulis Singa auf dieselbe Person? (So wie bei den Bezeichnungen Morgenstern und Abendstern, welche unterschiedlich sind, aber beide auf die Venus referieren.)

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    @Mekulis Singa: Kein Südseeurlaub? Jetzt haben Sie aber einen Traum kaputt gemacht. Wenn Sie tatsächlich nicht “dieser Parisien” sein sollten, dann sind Sie dessen eineiiger Zwilling im Geiste. Wieso glauben Sie, dass mir Parisien zu unhöflich ist? Ich bin selber höflich, wie Sie sehen, lege aber bei anderen keinerlei Wert auf Höflichkeit. Meine Kinder wurden schon von unhöflichen Menschen angepflaumt, dass sie nicht höflich “danke” sagen (dann pflaume ich stellvertretend zurück).

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    Musste arbeiten. Habe in der Woche kaum Zeit.
    Offenbar ist Ihnen dieser Parisien zu unhoeflich.
    Die unhoeflichsten Menschen traf ich unter Juden, erfrischend.
    Sehr hoeflich und angepasst soll dagegen Adolf Eichmann gewesen sein. Der scheiterte weniger an Umgangsformen als an Todsuende.
    Ich frage mich manchmal, ob Sie in Europa, hoeflich und angepasst, wieder von Demagogen verfuehrt werden koennten. Die wuerden aber anders reden als Hitler oder Goebbels, hoeflicher vermutlich.
    Unhoefliche sind mir an sich sympathisch. Meistens ehrlich.

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    Ich habe das Buch zwar nicht gelsesen, vermute aber, dass er nach einer gründlichen Lektüre seine Vorabkritik bestätigt sehen wird und dies anhand ausgewählter Zitate darlegen wird.

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    @Lyoner: Bei Kiribati könnten Sie recht haben; dort könnte Parisien inzwischen erwacht sein. Dann werden wir aber erst am Abend – d.h. morgen gegen 10 – etwas hören. Beim Schlaf von Herrn Posener haben Sie jedoch unrecht. Er schläft besser mit. Mit Herrn Ratzinger geht ihm ein wichtiges Thema verloren, das eine Menge Arbeit gemacht hat; das kann ihm nicht gefallen. Und Herr Schirrmacher ist von der Konkurrenz; jede Schwäche, die man der Konkurrenz nachweist, wird indirekt zu einem Nachweis eigener Stärke. Deshalb glaube ich auch, um Ihre Frage zu beantworten, dass da noch was kommen wird.

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    @ Roland Ziegler

    Was meinen Sie, kommt da noch was nach oder hat Alan Posener in seiner Weihnachtsmeditation auf Starke Meinungen, seiner Vorabkritik von Schirrmachers EGO, schon sein ganzes Pulver verschossen?

    “Schirrmacher, selbst ein Meister der Intrige, kann sich offensichtlich die Auswüchse des deregulierten Finanzkapitalismus im Vorfeld der Krise 2008 nicht anders denn als Verschwörung vorstellen: „Von Militärs und Ökonomen“ – den beiden Horrorgestalten des deutschen Bildungsbürgers – ausgebrütet, steuert nun dieses „soziale Monster“ die Welt. Als Feuilletonist denkt Schirrmacher wie von selbst in den Kategorien des Schauerromans und des Horrorfilms – hier ist „Frankenstein“ das Modell.

    Entstanden ist dieses Ungeheuer – und dies könnte direkt den Einflüsterungen der Sahra Wagenknecht entstammen – im Kalten Krieg: als Waffe der kapitalistischen USA gegen das sozialistische Lager: „Egoismus, Misstrauen und Angst“ haben über Solidarität und Vertrauen gesiegt, und nun wendet sich das Monster gegen seinen Schöpfer. Es sei denn, Superman, Batman, Spiderman oder Schirrmacherman rettet die Welt.”

    Der Focus zitiert, wenn auch mit einer signifikanten Auslassung:
    “Schirrmacher kann sich offensichtlich die Auswüchse des deregulierten Finanzkapitalismus im Vorfeld der Krise 2008 nicht anders denn als Verschwörung vorstellen: „Von Militärs und Ökonomen“ – den beiden Horrorgestalten des deutschen Bildungsbürgers – ausgebrütet, steuert nun dieses „soziale Monster“ die Welt.”
    (http://www.focus.de/kultur/bue.....15468.html)

    Ohne Benedikt und Schirrmacher könnte Alan Posener viel besser schlafen.

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    @ Roland Ziegler

    Nun, Kiribati hätte den Vorteil, dass es die gößte Ausdehnung hat, man in mindestens 2 Zeitzonen schlafen gehen kann. Außerdem sind nach Wikipedia 56% der Einwohner Katholiken.

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    …Der Name Mekulis Singa könnte ja auch auf die Südsee deuten, oder? Dann müssen wir uns hier im Februar wohl noch etwas gedulden, bis eine Flaschenpost kommt; vorher kommt erstmal ein umfang- und vitaminreiches Frühstück und ein Morgenbad im Meer.

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    @Rita E. Groda: Ich glaube nicht, dass das ein brauchbares Kriterium ist. Wenn die Vermutung zutrifft, befindet sich Mekulis Singa im Urlaub, ist entspannt und höflich, wird also nicht vulgär. Trifft sie nicht zu, ist Mekulis Singa nicht Parisien und wird vermutlich ebenfalls nicht vulgär. Wenn doch, wäre es irreführend.

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    @Lyoner: Es ist natürlich die Frage, was Mekulis Singa unter spät versteht. Ggf. käme auch San Francisco in Frage (da wäre es dann 9 Stunden früher gewesen, also 1:38; durchaus spät). Neuseeland wäre möglich, ja, aber an die Kiribati Islands kann ich nicht glauben, und dazwischen liegt nur noch Taka-Tuka-Land. Vielleicht erfahren wir ja in Kürze von Mekulis Singa selber, wenn er sich ausgeschlafen und ein umfangreiches Frühstück eingenommen hat, wie sich das verhält.

  12. avatar

    Bei den wichtigen Fragen des Lebens konsultiere ich üblicherweise meinen intellektuellen Freund L. in Warschau; sozusagen mein”Alter Ego”, mein besseres Ich? Wobei er mich als Polnischer Jurist ebenfals kompetenter berät, als die deutschen Kollegen.

    Jedenfalls, mein lieber und gebildeter Freund wies mich auf den zuletzt zurückgetretenen Papst Coelestin hin, der von Petrarca als demütiger Weiser gesehen wurde, von Dante als Feigling. Ich neige jetzt eben zu Dante, vielleicht ist dies alles auch eine göttliche Komödie.

    Gerne würde ich den Kommentar von L. hier posten, aber ich denke, daß die meinem Freund sehr unangenehm wäre.

    Schade, da würde sich der Hamster vom blonden Hans freuen, denn es geht da tatsächlich auch um Hamster.

    @Roland Ziegler: Ihre Vermutung – MS betreffend – liegt nahe. Spätestens, wenn es wieder vulgär wird, haben wir Gewissheit.

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    @ Roland Ziegler, Mekulis Singa

    Andererseits, wenn Mekulis Singa 10:38 Blogzeit schreibt, dass es spät ist, er jetzt ins Bett geht, also ca. 23:00 – 24:00 seiner Ortszeit, könnte er sich zwischen Neuseeland und den Kiribati Islands aufhalten. Egal, schönen Urlaub, Mekulis Singa!

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    @ Roland Ziegler

    Wenn Sie recht haben, müßte Mekulis Singa auf den Fidschis weilen. In 8 Stunden ist bei uns 21:55, auf den Fidschis dann 9:52.

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    @Lyoner: Vielleicht ist Parisien ja in den Urlaub gefahren und setzt sich abends ins Internetcafé unter Palmen, um die Ereignisse um den Papstrücktritt zu kommentieren? Ich hoffe es für ihn. Und vielleicht kann Mekulis Singa, wenn er ausgeschlafen hat, also ca. in 8 Stunden, uns auch in dieser Frage weiterhelfen.

  16. avatar

    @MB
    Mit Marktforschung wäre die kath. Kirche nicht weitergekommen. Wenn da eine zivilisatorische Aufgabe sein soll, kann nicht bei den zu zivilisierenden ständig nach dem momentanen (Kinder-) Geschmack gefragt werden (Infantilisierung). Mekulis Singa hat das gut ausgedrückt: Die Schäfchen werden irgendwann erwachsen und wenden sich dann ab.
    “Einfach direkt gefragt gehen Sie heute lieber auf Schalke statt in Kirche (den 1 FC Köln können wir derzeit vergessen oder 🙂 ?”
    Sie wollen, daß ich mich unbeliebt mache? Bitte sehr: Ich finde es eher langweilig, Nestwärme unter Menschen zu suchen, die sich vor allem durch die Anhängerschaft zu einem seit Jahrzehnten erfolglosen Club als Gutmenschen selber feiern. Da ist mir der Bayern-Fan schon etwas sympathischer, der sich am Erfolg einer nach wissenschaftlichen Managementkriterien geführten internationalen Truppe freut. Da ich aber dazu neige, mich nicht ohne angemessene Entlohnung oder Aktienbesitz mit Betriebsergebnissen von Unternehmen auseinanderzusetzen, interessieren mich Bundesligaergebnisse nicht. Gleiches gilt für vergleichende Pharma-Langzeittests (Radsport) sowie Materialermüdungstests für die Industrie (Olympia, Formel-1).
    Und die Stadt “Schalke” finde ich auf meinen Karten nicht.

    @Lyoner
    “Ich dachte bisher immer, dass Sie das Heranziehen wissenschaftlicher Beweise für theologische Axiome verurteilen.”
    Die Mandelbrod-Menge ist kein Beweis für irgendwas. Sie erlaubt einen etwas erweiterten Blick auf die Welt, weil sie zeigt, daß es möglich ist, mit einem sehr einfachen Algorithmus sehr komplizierte Strukturen zu bilden. Oder, nach frei nach dem von Ihnen zitierte Coulton: Das Chaos folgt Gesetzen.
    Wichtig ist dabei die Selbstähnlichkeit der entstehenden Strukturen. Das ist die Analogie zu unserem Universum. Auch die Selbstähnlichkeit unserer Verhaltensstrukturen. Wenn Sie das interessiert: Ich hatte vor einiger Zeit hier bereits das Buch empfohlen: CIOMPI, L.: Die emotionalen Grundlagen des Denkens. Entwurf einer fraktalen Affektlogik, Göttingen (2005).
    Was (monotheistische) Religion betrifft: Sie tradiert die verhaltensstrukturen, die Grundlage unserer (westlichen) Zivilisation sind.
    “Sie scheinen hier die Auffassung einer causa prima (hinter allem) einer Auffassung, der Schöpfung zuzuschauen, ohne nach einem Schöpfer zu fragen, vorzuziehen.”
    Nun, ich denke der Glaube an Gott ist nicht diskutierbar und auch Privatsache.

  17. avatar

    @ Moritz Berger

    Ohne den “Stern des Südens” (http://www.youtube.com/watch?v=LW0JtUNbAZ0) ersetzen zu wollen, habe ich den Bayern für besinnlichere Stunden einen zusätzlichen Choral vorgeschlagen

    Großer Franck, wir loben Dich,
    Kross, wir preisen Deine Stärke,
    vor Müller neigt die Erde sich
    und bewundert Schweinis Werke.
    Wie Lahm war vor aller Zeit,
    so bleibt Lahm in Ewigkeit!
    Ja so war es und so ist es und so wird es immer sein.

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    @ Mekulis Singa

    Seien Sie nun Parisien, wie Roland Ziegler vermutet, oder ein Rastafari-Prinz aus der Karibik, dem äthiopischen Hochland oder dem malaiischen Archipel, wie ich geraten habe – es schadet ja nichts, wenn hier noch ein anderer die Fahne der Kirche hochhält als derblankehans von der Waterkant. Die Argumente von Mekulis Singa sind durchaus bedenkenswert, irgendwie sophisticated. Vielleicht hilft der Kirche eine Rückwendung auf ihre Kernkompetenz, die Sphäre des Sakralen, des Heiligen, vielleicht hilft auch eine Wiederentdeckung von ästhetisch anspruchsvollen feierlichen Ritualen; vielleicht auch die Angebote klösterlicher Klausur, Fasten, Schweigen gegenüber dem Tumult des Begehrens, Gierens, die Benedikt, um Alan Posener zu ärgern, eine “Diktatur des Relativismus” nannte, die jetzt ein Frank Schirrmacher zum noch größeren Verdruss Alan Poseners als EGO-Monster zu demaskieren versucht (nebenbei, das Buch ist schlecht geschrieben und in einem Ton, der einem berechtigten Anliegen einen Bärendienst erweist).

    Was das Verhältnis Kirche zu Israel und Palästina angeht, das Sie kritisieren: In der verfahrenen Lage erscheint es mir noch als hoffnungsvollstes Zeichen, wenn die emeritierten Chefs des Shin Bet die Besatzungspolitik als die Gewaltpolitik charakterisieren, die sie ist, als politisch kontraproduktiv und zum Scheitern verurteilt. Schauen Sie sich doch, Sie haben in Ihrem Unruhestand wahrscheinlich die Zeit, am 5. März auf ARTE, am 6. März auf ARD den israelischen Dokumentarfilm “The Gatekeepers” (dt. Titel “Töten zuerst”) an: http://videos.arte.tv/de/video.....37078.html. Ich hoffe, dass es in Israel noch genügend Gegengewichte gegenüber dem Dibbuk der israelischen Politik, ihrer nationalreligiösen Agenda, dass das Land von ihnen “erlöst” werden muss, geben wird; es gibt jedoch wenig Grund zum Optimismus. Ich befürchte, Israel wird ein Apartheidstaat, wenn er mit seinen scheinautonomen Zonen, mit Palistans nicht schon einer ist.

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    …achnee, es gibt noch ein drittes und ein viertes Merkmal: Umlaute sind abhanden gekommen und Sie bedanken sich höflich 🙂

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    @Mekulis Singa: Ein Kommentator, der sich eigentlich nur durch zwei Merkmale von Ihnen unterscheidet: Pseudonym und “@”s vor den Adressaten. Alles andere ist gleich.

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    Roland Ziegler, wer ist Parisien?
    Antwort schon vorhanden: “Man kann nur hoffen, dass so etwas ausstirbt, weil die Opfer sich inzwischen an die Oeffentlichkeit trauen.”
    Lesen Sie ueber den Casa Pia Waisnhaus-Skandal. Kein Opfer traute sich zunaechst ‘raus. Jedes Outing, Pola Kinski etc., macht es leichter. Ich gehe jetzt schlafen, es ist spaet, aber der Papst ist schon faszinierend.

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    @Mekulis Singa: (Sie sind doch Parisien, wenn mich nicht alles täuscht; wieso haben Sie sich denn diesen Namen zugelegt?): Bzgl. dem Rücktritt Ratzingers stimme ich Ihnen völlig zu. Beim Zölibat teilweise auch; aus meiner Sicht sollen die das halten, wie sie wollen; wem das nicht passt, der kann ja jederzeit aus der katholischen Kirche austreten. Bei der Bewertung der Pädophilie-Skandale sehe ich das Problem allerdings anders. Zunächst einmal sollte die Kirche auf keinen Fall vertuschen oder herunterspielen, was sie aber leider permanent versucht. Das ist ihre Sünde und der eigentliche Grund für die überkritische/hämische Berichterstattung. Das Verbrechen, sich an Kindern zu vergehen, bekommt bei Kirchenleuten – als autoritäre Prediger von Gut und Böse sowie des weiteren der Enthaltsamkeit und Sittenstrenge – eine zusätzliche Dimension. Der Onkel, der seinen Neffen missbraucht, ist “nur” ein Sexualverbrecher, der ein Vertrauensverhätnis ausbeutet und eine Seele zerstört. Der Priester ist das auch, aber darüber hinaus zerstört er das Refugium, das seine Kirche erklärtermaßen darstellen soll. Dies müsste die Kirche also doppelt ahnden. Er führt seine Anmaßung, eine Autorität in Sachen Gut und Böse zu sein, ad adsurdum. Diese Anmaßung erhebt der verbrecherische Onkel nicht.

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    Der zweite, der das Wort “Verweltlichung” bringt, ist oben Klaus Kocks, der meint, der Ruecktritt des Papstes waere eine Verweltlichung.
    Ich meine, dass die Art und Weise des Ruecktritts eine Vergeistigung ist.
    Das Amt des Papstes ist letztlich ein Amt, also auch weltlich. Dieser Papst hat erlebt, wie sein Freund und Vorgaenger zu einer Marionette wurde, die vor ihrem Tod noch einmal wie eine Puppe am Fenster gezeigt wurde. Dieses Theater bleibt uns erspart. Wenn Joseph Ratzinger stirbt, wird das etwas zwischen ihm und Gott sein und kein Medienspektakel. Es ist ein weiser Schritt.

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    Moritz Berger, vielen Dank für die Antwort.

    Die Paedo”philie” ist ein Riesenverbrechen. Ich empfand aber immer, dass, wenn mal wieder ein Paedo”philie”fall in der katholischen Kirche offiziell wird, dies so abgehandelt wird, als waere geradezu jeder Priester so. Man wuerde nie sagen, jeder Vater, Onkel oder Lehrer waere ein Paedo”philer”. Bei der Kirche aber entsteht ein medial aufgeblasener Fettfleck auf dem Ganzen. Prozentzahlen, die vermutlich eher gering sind, werden nicht genannt. Der Skandal wird hochgejazzt, als haette der Vatikan selbst ihn bestellt. Nichts wurde in all den Jahren seit besonders 1968 lieber betrieben als Kirchenkritik. Jedes Vergehen wurde mehr aufgeblasen, als wenn es an anderer Stelle passiert waere. Man sah, wie sich manche genuesslich die Finger leckten ueber einen Skandal, etwa so, wie wenn Israelis oder Amerikaner versehentlich zivile Opfer erzeugen. Ich denke, die Schaumblasen vor dem Mund sind aehnlich gross. Daher verstehe ich, wenn Mueller mit “Pogromstimmung” auffaehrt, was man vielleicht uebersetzen sollte. Englisch ist hier hilfreich. Mir faellt der Ausdruck “singling out” dazu ein. Und genauso wie Diasporajuden inzwischen angegriffen werden, werden Christen in asiatischen und afrikanischen Laendern gejagt und getoetet, z.B. Irak, Aegypten, Nigeria. Der Vergleich von Mueller ist also bei genauem Hinsehen nachvollziehbar.
    Kurz: Die Berichterstattung ueber diese Skandale ist einseitig uebertrieben, als haette Rom Freude an diesen Dingen. In Wirklichkeit handelt es sich um extreme Verirrungen. Der Versuch der Vertuschung liegt nahe und ist auch bei der Odenwaldschule passiert. Man kann nur hoffen, dass so etwas ausstirbt, weil die Opfer sich inzwischen an die Oeffentlichkeit trauen. Ich halte diese Verirrungen nicht fuer ein Argument gegen das Zoelibat, denn dann wuerde kein Vater, Onkel, Freund etc.
    Nun fuehren sich die Medien heute leider selbst wie Goetter auf, insofern muss ihnen der Monotheismus ein Greuel sein. Die Medien bestimmen ueber Signifikanz, haben also Deutungshoheit. Kirche und Gott stehen dazu in Konkurrenz. Da letztere Menschen eher schuetzen, auch Natur, stehen sie ausserdem in Konkurrenz zu dem meisten Lobbyismus. Es liegt also im Prinzip an den Menschen selbst, sich bewusst zu werden, dass sie die Kirche retten muessen, um diesen Rueckzugsraum zu haben, in dem sie nach anderen, besseren Kriterien beurteilt werden.

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    @Mekulis

    nicht ich habe den Vergleich mit schalke gebracht….

    Die Kirche ist vielleicht nicht so konservativ wie manche glauben und Kirchenmarketung gehört mittlerweile genauso zum ” Kirchenkonzern ” wie der Rosenkranz und die Kollekte können Sie mittlerweile auch online bedienen:

    http://www.welt.de/print-welt/.....Karte.html

    http://www.neuhetzki.de/blog/2.....ektomat-2/

    Und was das Thema Besinnung betrifft.

    Ich gehe regelmäßig ins kloster, bevor ich kollabiere.

    Und Managementberatung wird mittlerweile auch von der Kirche angeboten:

    http://www.capital.de/unterneh.....05545.html

    Stichwort

    Ora et consulta

    und Spiritual consulting ist mittlerweile eine trademark

    Kirchenmarketingansätze propagieren Sie bereits:

    “Die Kirche liefe besser, wenn sie ihr Großartiges zelebrieren wuerde, statt Kleingeistern nachzurennen. Die Kirche muss beeindrucken und zeigen, dass sie eine andere Welt ist. ”

    “Die Kirche muss erwachsen bleiben, denn alle werden gross. Wenn die Kirche infantilisiert wird, ist sie die Erwachsenen spaeter los. Die Kirche darf nie weltlich sein, denn dann tritt sie in diesen Konkurrenzkampf mit den weltlichen Institutionn, den sie verlieren muss. Im Gegenteil muss die Kirche mystischer werden, dass Menschen ihren Alltagskram draussen lassen und ihre Seele in ihr spiegeln koennen.
    Sie braucht auch nicht zwei symmetrisch aufgestellte Tannen mit Elektrokerzen, sondern einen einzigen Weihnachtsbaum mit echten Kerzen, Feuerloescher hinterm Altar.”

    Was diese Aussage betrifft, gebe ich Ihnen Recht:

    “Und die Kirche braucht an sich noch etwas: Eine positivere Presse und zwar nur von Journalisten, die an Gott glauben oder zumindest zweifeln. Die Pressedemontage, vor allem von Seiten des “Spiegel”, hat ihr geschadet, keine Frage.”

    Wie wollen Sie aber eine positivere Presse machen, wenn die Öffentlichkeit von den pädophilen Skandalen in der USA und Irland erfährt??

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    @ KJN

    Die von Ihnen aufgeworfenen Fragen nach der Kultur des (guten) Sterbens und wer für sie die besten Antworten (und Rituale) hat sowie nach Ursachen der “ganzen Depressionen” – das ist zu komplex, um hier in diesem Rahmen einzugehen. Wer in der Lage ist, Komplexität zu reduzieren (damit Konflikte zu beseitigen), wird bedrängten Menschen einen Dienst erweisen; eine gewisse Wirksamkeit ist jedoch kein Wahrheitskriterium.

    Was die mosaische Unterscheidung angeht: die antiken Heiden (ich idealisiere ein wenig) waren nicht gezwungen, mehreren Herren zu dienen, sie hatten Wahlen und waren auch in der Lage, fremden Göttern Gastrecht und Gastfreundschaft zu gewähren (nur dem Kaiser war zu dienen). Bei den Monotheisten finden sie den Imperativ, die Altäre fremder Götter zu zerstören, fremde Kulte auszurotten.

    Was ich gerne verstehen würde, aber zu meinem Verdruss ganz und gar nicht verstehe, ist Ihr Heranziehen der Mandelbrot-Menge für das Postulat einer Starken Kirche in Europa. Nun, der Mandelbrot-Kosmos ist beeindruckend. Sie scheinen hier die Auffassung einer causa prima (hinter allem) einer Auffassung, der Schöpfung zuzuschauen, ohne nach einem Schöpfer zu fragen, vorzuziehen. Ich dachte bisher immer, dass Sie das Heranziehen wissenschaftlicher Beweise für theologische Axiome verurteilen. Gibt hier die Mandelbrot-Theorie mehr her? Ist es etwa das:
    “Der US-amerikanische Musiker Jonathan Coulton hat ein Lied über die Mandelbrot-Menge veröffentlicht, in welchem Benoît Mandelbrot dafür gedankt wird, dass er Ordnung in das Chaos gebracht habe”? oder das: “Mit einer (ironisch) esoterischen Sichtweise könnte man das Buddhabrot als ein Symbol des irdischen Lebens ansehen: die Summe aller Spuren, die hinterlassen werden von denen, die an zufälliger Stelle erscheinen und letztlich in die Unendlichkeit verschwinden müssen.”? (zitiert aus dem Wikipedia-Artikel über die Mandelbrot-Menge)

  27. avatar

    KJN, die ganzen kleinen Plemperliedchen haben alle Kinder schon zu Schuljahresbeginn wiederholt gesungen, ohne dass etwas haengen bleibt.
    Eines Tages war ich mit den eigenen Kindern in einer Stadt mit einem grossen Dom. Die Orgel brauste, und gesungen wurde “Lobe den Herren.” Niemals habe ich meine Kinder mehr beeindruckt gesehen. Der Bau, das Ornat, das Feierliche, die Orgel. Das war etwas anderes, etwas, das sie als grossartig begriffen. Die Kirche liefe besser, wenn sie ihr Großartiges zelebrieren wuerde, statt Kleingeistern nachzurennen. Die Kirche muss beeindrucken und zeigen, dass sie eine andere Welt ist. Die Stunde in dem Dom war nur eine von weiteren. Eine Messe in einer Kathedrale bleibt haengen, selbst in Latein. Die ganzen kleinen Kinderfeste sind nur welche von vielen, die spaeter vergessen sind. Die Kirche muss erwachsen bleiben, denn alle werden gross. Wenn die Kirche infantilisiert wird, ist sie die Erwachsenen spaeter los. Die Kirche darf nie weltlich sein, denn dann tritt sie in diesen Konkurrenzkampf mit den weltlichen Institutionn, den sie verlieren muss. Im Gegenteil muss die Kirche mystischer werden, dass Menschen ihren Alltagskram draussen lassen und ihre Seele in ihr spiegeln koennen.
    Sie braucht auch nicht zwei symmetrisch aufgestellte Tannen mit Elektrokerzen, sondern einen einzigen Weihnachtsbaum mit echten Kerzen, Feuerloescher hinterm Altar.
    Und die Kirche braucht an sich noch etwas: Eine positivere Presse und zwar nur von Journalisten, die an Gott glauben oder zumindest zweifeln. Die Pressedemontage, vor allem von Seiten des “Spiegel”, hat ihr geschadet, keine Frage.

  28. avatar

    M.B.Es ist schon eigenartig dass die katholische Kirche (und auch die protestantische Kirche) den ” sozialistischen Brd-Staat ” nutzt um die Kirchensteuer einzutreiben.
    Und dass z.B. die Bischöfe vom Staat bezahlt werden:
    Soviel zu ihren Sozialisten.
    aua, aua, aua, muh, muh, muh

    … die ‘BRD’ läst sich das ‘Eintreiben’ der Kirchensteuer bezahlen.

    Übrigens … wenn die ‘BRD’ das Kirchenvermögen zurückgibt, das der ‘Staat’ sich seinerzeit unrechtmäßig angeeignet hat, kann sie die dafür vereinbarten Ablösezahlungen aus Steuermitteln sofort einstellen – darüber kann man sich in einem neuen Konkordat sicherlich einigen.

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    @Lieber Lyoner: jetzt sind wir noch nicht mal”verlobt” und Sie gebärden sih schon, wie ein islamischer Fundamentalist.

    Ne,Ne, ich trotte nicht im Kopftuch hinter Ihnen her, ab und an vergnüge ich mich auch gerne mal mit einem flotten Juden.

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    Moritz Berger, Kirche kann man nicht mit Schalke vergleichen. Die Menschen gingen frueher zu oeffentlichen Hinrichtungen oder glotzten, wenn Frauen die Haare auf dem Marktplatz geschoren wurden. Sie johlten genauso. Sie koennen nur sagen, dass Schalke ein besseres Spektakel ist. Die Menschen gehen nur nicht mehr gleichzeitig zur Kirche. Schalke und GD widerspricht sich nicht.
    Kirche ist zur Besinnung da. Aber Besinnung ist eine zu kleine Qualitaet geworden, bis ein Manager unter Belastung kollabiert und gelegentlich in ein Kloster geht.
    Das Problem liegt hier nicht bei den Kirchen, sondern in der Gesellschaft mit gewaltigem fun- und Ablenkungsfaktor sowie Leistungsdruck, dem gefolgt wird und in dem Menschen, der ausser Acht laesst, dass er einen Rueckzugsraum braucht, der ihn in Krisen stark machen kann, und dass Kirche hierbei gut sein kann.
    Das Schlimmste, was Kirchen machen koennen, ist eine Aufgabe des Spirituellen zugunsten eines eigenen fun marketing.

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