avatar

Wenn ein W√§hler Rot-Gr√ľn im Land und Schwarz-Gelb im Bund w√§hlt, ist er dann schizophren ‚Äď oder die Avantgarde?

¬†Nie war es schwerer ‚Äď und spannender ‚Äď sein Kreuz auf dem Stimmzettel zu machen. Denn noch nie gab es eine Wahl, bei der so vieles m√∂glich war. Sicher ist dieses Mal nur eines:¬† Wenn es f√ľr Schwarz-Gelb reicht, wird es ein b√ľrgerliches B√ľndnis unter F√ľhrung von Angela Merkel und Guido Westerwelle geben. Reicht es daf√ľr nicht, ist alles offen. Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Die “Nie wieder”-Industrie startet durch

Im Folgenden ‚Äď hier ein bisschen gek√ľrzten und zugegebenerma√üen flapsig wiedergegebenen ‚Äď Brief (Original als PDF) haben die m√§chtigsten √Ėkonomen des Vereinigten K√∂nigreichs Ende Juli an K√∂nigin Elisabeth II geschrieben:

Majestät,
bei unserem Zusammentreffen im vergangenen November haben Sie gefragt, warum niemand die Krise vorhergesehen hat. Nun, wir haben am 17. Juni eine Konferenz dazu abgehalten. Mit diesem Schreiben √ľbermitteln wir Ihnen die Ergebnisse.

Ehrlich gesagt, viele haben die Krise kommen sehen. Wir wussten halt nur nicht, wann genau sie kommt und wie heftig sie ausf√§llt. Es reicht aber nicht, eine Krise kommen zu sehen. Das ‚Äěwann‚Äú ist entscheidend bei der Vorhersage. Gewarnt haben viele, darunter auch die britische Notenbank. Das Risikomanagement wurde immer wichtiger. Es wurden sogar in vielen Bereichen noch extra Risikomanager eingestellt. Wir haben √ľbersehen, dass man auch jemanden braucht, der die Summe aller Risiken einsch√§tzt. Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Kinder werden nicht als Kriminelle geboren – sie haben es bei uns, den Erwachsenen, gelernt

Da schreien sie wieder auf, die Populisten. Diejenigen, die Rache mit Gerechtigkeit verwechseln. E s ist wieder einmal soweit. Ein krimineller Fall – ersch√ľtternd, erb√§rmlich, brutal, unverst√§ndlich, gnadenlos – sorgt daf√ľr, dass die Hardliner der Republik einen Vorwand finden, um sich auszutoben. Junge Menschen haben einen mutigen B√ľrger zu Tode gebracht. Einen B√ľrger, der sich f√ľr Kinder in einer S-Bahn eingesetzt hat, die von diesen Totschl√§gern bedroht war. Und schon geht die Debatte wieder los. Erh√∂ht die Jugendstrafen von zehn auf 15 Jahre! Die CSU verlangt harte Strafen. Man fragt sich, wieso nicht 18, 22 Jahre. Die Volksmeinung br√ľllt: Sperrt ‚Äědieses Gesocks‚Äú lebenslang hinter Gitter!

Hinter all diesen √Ąu√üerungen versteckt sich eine Hilflosigkeit gegen√ľber einer seit Jahren steigenden Entwicklung. Eine Brutalisierung in der Jugendkriminalit√§t. Wiederholungst√§ter in der Gewaltszene. Und eine Bev√∂lkerung, die scheinbar hilflos diesem Ph√§nomen gegen√ľber steht.

Wenn selbst der Vorsitzende des Richterbundes sagt, dass es nichts bringen wird, das Strafmaß zu erhöhen, muss man hellhörig werden. Ein kurzer Blick zur Wissenschaft bringt folgendes zu Tage: Die Hirnforschung beweist, dass gerade im Bereich der jugendlichen  Gewaltwiederholungstäter Strafen keine pädagogischen oder gar  Resozialisierungs-Erfolge ergeben. Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Wenn Angela neue Mitbewohner f√ľrs Kanzleramt sucht

Nach dem hei√üesten Schlagabtausch aller Fernsehzeiten ist Angela Merkel am Sonntag fr√ľh ins Bett gegangen. Gute Nacht Deutschland, die Chefin muss eben auch mal durchschlafen. Das hei√üt erstens: sie war in der Tat so m√ľde, wie sie im Duell wirkte und ¬†zweitens: die Kanzlerin hat ein Zuhause. Ein richtiges, so wie wir W√§hler auch! Mit K√ľche, Bad, Wohnzimmer und¬† korrekter M√ľlltrennung, falls der Trittin pl√∂tzlich auf einen Kaffee vorbei kommt.

Die Vorstellung, dass die Kanzlerin, genau wie wir, nach einem langen Arbeitstag m√ľde ihre Haust√ľr aufschlie√üt, die Aktentasche in die Ecke wirft, mit dem Ehemann beim Abendbrot √ľber die Kollegen l√§stert¬† und sich das Fernseh-Make-up abschminkt, macht sie beinahe menschlich. Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Zum Jubeln ist es zu fr√ľh

War das schon die Krise? Klingt so. Immerhin freuen sich Wirtschaftsforscher und Notenbanker immer freiz√ľgiger √ľber das Ende der Rezession. Die Firmen, die sich gerade in Berlin zur Funkausstellung trafen, jubeln √ľber dicke Auftragsb√ľcher. Und sogar die Banker atmen auf. Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein zum Beispiel beschw√∂rte diese Woche bei einer Stippvisite in Frankfurt das Krisenende: ‚ÄěDas Schlimmste liegt hinter uns!‚Äú

Seltsam. Die Krise scheint √ľberstanden. Aber was hat sich ge√§ndert? Schlie√ülich hatten doch die aufgeschreckten Akteure aus Politik und Wirtschaft noch vor Monaten sich in ihren Warnungen √ľberboten. Alles werde sich √§ndern, nichts so bleiben, wie es war. Ge√§ndert hat sich seit dem Ausbruch der Finanzkrise, die sich schnell zu einer Weltwirtschaftskrise auswuchs, wirklich viel: Billionen von Steuergeld flossen in marode Banken, Milliarden von Anlegergeld hat sich scheinbar in Luft aufgel√∂st, Millionen von Arbeitspl√§tzen wurden ausradiert. Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Liebe Nation: Mutti ist die Beste!

TROTZ ANDERSLAUTENDER LIPPENBEKENNTNISSE: DIE SOZIALDEMOKRATIN MERKEL UND IHR AUSSENMINISTER WOLLEN WEITERREGIEREN

TV-Duelle sind so ber√ľhmt, weil auf ihnen ein doppelter Mythos ruht. Zun√§chst einmal erscheinen alle Duelle wie die dramatische Auseinandersetzung zweier Helden, von denen nur einer √ľberleben kann. Kampf um Troja, gro√ües Kino. Es geht um Krieg oder Frieden, um Wohl oder Wehe. Schon der Altgrieche Homer hat dabei √ľber das Imponiergehabe der duellierenden Feldherren Menelaos und Paris spotten lassen. Auf den Paukb√∂den der studentischen Verbindungen hat sich dann der Kult der Duelle √ľber die Zeiten gerettet. Und seit einem halben Jahrhundert glauben wir daran, dass im Fernseh-Streitgespr√§ch sogar Wahlen entschieden werden. Damals trat der sonnengebr√§unte John F. Kennedy gegen einen b√∂sb√§rtigen Richard Nixon an. Nixon wollte sich wie ein verletzter Gladiator in Kennedy verbei√üen, dieser aber √ľbersah ihn, gab den Sonnyboy, l√§chelte in die Kamera und gewann. Die politische Sensation war perfekt.

¬†Aber auch das ist ein Mythos, denn TV-Duelle entscheiden keine Wahlen. Sie best√§tigen die ohnehin vorhandenen Ressentiments, bei Freunden wie Feinden der Kandidaten. Das Fernsehen mobilisiert bestenfalls, aber es erteilt W√§hlern keine Lektionen. Alles andere ist Kaffeesatzleserei, an der sich leider auch seri√∂se Meinungsforscher und eitle Professoren beteiligen. Die wissenschaftliche Tiefe solcher Duell-Analysen entspricht im Kern den Diskussionen beim Hahnenkampf im mexikanischen Hinterhof oder den Wetten beim Kirmesboxen auf dem Sch√ľtzenfest. Es gewinnt immer die Politik, und es verliert der W√§hler. Das TV-Duell hat keine Wahl geboten, es suggerierte alternative L√∂sungen, die additiv sind. Die Helden der gro√üen Koalition haben sich in Wirklichkeit im Doppelpack angeboten. Was die Sozis programmatisch offerieren, das kriegt die Nation auch bei Angela Merkel. In Wahrheit wollte Steinmeier schon den ganzen Wahlkampf √ľber die gro√üe Koalition. Die Republik kollabiert politisch in der Mitte. Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Kleiner Leitfaden f√ľrs Kanzler-Duell

Keine Frage, heute abend erleben wir die spannendsten 90 Minuten dieses Wahlkampfes. Die eigentliche Arbeit kommt dann allerdings erst hinterher. Denn alle Diskussionen werden in der einen, einzigen Frage m√ľnden: Wer hat gewonnen?

Schon heute abend stehen Dutzende von Meinungsf√ľhrern, Spin-Doktoren, Parteiarbeiter bereit, ihren jeweiligen Sieger auszurufen. H√∂ren Sie Ihnen ruhig zu, doch entscheiden Sie selber. Hier ist ein kleiner Leitfaden, wie Sie dann morgen bei den Siegesdiskussionen in der Kaffek√ľche und der Kantine ebenso gl√§nzen wie der von Ihnen¬†ausgerufene Sieger. Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Märchentante Merkel, Märchenonkel Steinmeier Рund zwei, die nicht mitspielen

Die DDR-Planwirtschaft ist in Deutschland wieder angekommen. Die sich selbst r√ľhmende Gro√üe Koalition unter Leitung von Angela Merkel hat ihren eigenen Erhard ¬†und die Marktwirtschaft f√ľr einige Stunden au√üer Kraft gesetzt. Nur um des kurzfristigen politischen Scheinerfolges wurde ein scheinwirtschaftlicher Erfolg inszeniert. Opel geht an Magna, die Arbeitspl√§tze sind sicher, das Leben ist sch√∂n. Gut, dass wir die M√§rchentante Merkel und den M√§rchenonkel Steinmeier haben. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Aber wie in jedem Märchen gibt es auch den, der nicht mitspielt. Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Bye Bye Opel!

Die Opel-Show geht weiter. Auch wenn die amerikanische Konzernmutter General Motors nun doch noch 55 Prozent an den Autozulieferer Magna, die russische Sber-Bank und den russischen Autobauer Gaz verkaufen will. Die russischen Banker haben mehrfach durchblicken lassen, dass sie ihren Anteil ‚Äď immerhin 27,5 Prozent ‚Äď nicht auf immer und ewig zu halten gedenken. Was im √∂ffentlichen Jubel von Politik und Opel-Treuhand unterzugehen droht: Wenn einer der Beteiligten Anteile verkaufen m√∂chte, hat GM ein Vorkaufsrecht. GM-Vize John Smith hat dies bei seinem Besuch in Berlin kleinlaut best√§tigt.

Auch wenn der Verkauf an das Magna-Konsortium funktionieren sollte, wird GM weiterhin 35 Prozent an Opel halten. Kaufen die Amerikaner nur 16 Prozent hinzu, h√§tten sie wieder die Oberhand. Trotz Turbokredit und B√ľrgschaften des deutschen Staates von 4500 Millionen Euro ginge das Drama dann weiter. Opel ist weit davon entfernt, ein selbst√§ndiges Unternehmen zu sein. Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
avatar

Opel- das deutsche Wahlspektakel

Der staatliche amerikanische Autokonzern General Motors ist nun √ľberraschend doch bereit, die deutschen Standorte von Opel zu verkaufen ‚Ķ vermutlich, wenn die deutsche Bundesregierung GM daf√ľr noch einen kleinen Zuschuss f√ľr die Firmenkasse gibt. Und nat√ľrlich den Zugriff auf Technologien, die auch f√ľr GM in Zukunft noch wichtig werden k√∂nnten. Um das zu verhandeln, ist GM-Chefunterh√§ndler John Smith an diesem Donnerstag nach Deutschland geflogen.

Weiterlesen

Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384
Scroll To Top