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Ein Song für die Ewigkeit: Bohemian Rhapsody

Die Popband Queen in den 1970er Jahren. Foto: Christopher Hopper / Elektra Records, via Wikimedia Commons

Gibt es den perfekten Popsong? Nein, möchte man antworten – was ist schon perfekt. Selbst der brillanteste Song bedingt immer die Zeit, in der er entsteht und angenommen wird. Stücken, die aus der Zeit fallen, gelingt die musikalische Superlative eher selten. Wenn es dennoch so etwas gibt, dann „Bohemian Rhapsody“ von Queen. Sein Schöpfer: Freddie Mercury, einet der begabtesten Sänger der Popmusik des 20. Jahrhunderts.

Ende Februar und Anfang März habe ich in diesem Blog mein dreiteiliges Panorama der Sechziger Jahre veröffentlicht. Darin wurden historische Geschehnisse und Anekdoten in kurzen Absätzen aneinandergereiht. Derzeit schreibe ich an einer Fortsetzung über die Siebziger Jahre.

Daraus vorab ein Blick auf den 31. Oktober 1975. Weltweit erscheint an diesem Tag ein Song, der alle bisherigen Maßstäbe sprengt – „Bohemian Rhapsody“.

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Erdbeeren aus Mostar, Kirschen aus Belgrad

Der Leiter des Museums von Srebrenica mit einem Band zu dem Genozid an 8000 bosnischen Männern und Jugendlichen

Was haben der Bosnienkrieg, die Belagerung von Sarajevo und der serbische Völkermord von Srebrenica im Juli 1995 noch zu sagen, da Russland das alles in den Schatten stellt? Und was sagt die Gründungsgeschichte der Grünen für die Menschen auf dem Balkan und die Protestierenden in Serbien? Eine Reise-Erinnerung, bearbeitet von Jasmina Arielli

“Let us make solidarity in Europe great again.”

PROLOG: Eine Reise, in der Erinnerung wieder Stimme bekommt

Diese Reise begann mit einer Einladung: in Sarajevo und Belgrad über den Film „Petra Kelly – Act Now“ zu sprechen und darüber, was die Gründungszeit der Grünen heute für Zivilgesellschaft, Friedensbewegungen und ökologische Kämpfe in Bosnien und Herzegowina sowie in Serbien bedeuten kann. Weiterlesen

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Warum Viktoria, eine Palästinenserin aus Tel Aviv, nicht in Israel leben kann

Arabische Studentin auf einem Unicampus in Jerusalem. Fotos: Biljana Vojinović

Es liegt nicht an den Juden, so viel sei vorab verraten. Eine reale Kurzgeschichte

Der jungen Frau begegnete ich bei einer privaten Angelegenheit. Gleich nach den ersten ausgetauschten Sätzen lächelten wir uns neugierig an: „Deinen Akzent kann ich nicht einordnen.“ „Ich deinen auch nicht. Meiner ist slawisch, und deiner?“ „Meine erste Sprache ist Hebräisch.“ Sie sah meinen perplexen Gesichtsausdruck und fügte hinzu: „Ich komme aus Tel Aviv.“

Ich war überrascht, aber gleichzeitig erfreut. „Das erste Mal in meinem Leben treffe ich eine Jüdin aus Israel“, sagte ich. Sie lächelte mich an: „Wenn ich sage, woher ich komme, denken alle, ich sei eine Jüdin. Aber nein, ich bin eine Palästinenserin. Ich heiße Viktoria, für meine Freunde Viki.“ Weiterlesen

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Überall Krisen, Katastrophen? Gründe für Optimismus

Sommerwolken über trockener Landschaft. Bild von ClickerHappy auf Pixabay

Geht es nach AfD, Linken, Klimaschützern, Wirtschaftsvertretern und vielen Bürgern und Medien, stehen wir jeweils kurz vor dem dem Untergang. Weit gefehlt. Die Merz-Regierung hat sich gefangen und löst ihre Aufgaben. Die internationale Lage beruhigt sich. Die sommerliche Hitze trägt zur Abkühlung bei.

Es ist Auftrag von Journalisten, kritisch hinzusehen und gesellschaftliche und politische Entwicklungen zu hinterfragen. Und zu kritisieren gibt es eine Menge. Es ist jedoch nicht ihre Aufgabe, stets und ständig in ein allgemeines Krisengeheul einzustimmen und wahlweise das Ende der Demokratie, zumindest der schwarz-roten Koalition, die Klimaapokalypse oder die Machtergreifung von Faschisten zu beschreien. Deshalb der Versuch einer Ermutigung. Weiterlesen

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Brandmauer auch nach links

Das neue extremistische Gesicht der Linkspartei: Luigi Pantisano. Foto: Wikimedia CC BY-SA 4.0

Mit der Linken, die sich auf ihrem Parteitag weiter radikalisiert und israelfeindlich positioniert hat und deren neuer Co-Vorsitzender die CDU in die faschistische Ecke rückt, dürfen Union, SPD und Grüne nicht kooperieren. Das macht die Regierungsbildung im Osten nach den Landtagswahlen schwieriger, ist aber zum Schutz der Demokratie zwingend.

Seit längerem hatte sich die Linke bemüht, als Teil der demokratischen Mitte anerkannt zu werden. Im Bundestag ermöglichte sie die Wahl von Friedrich Merz zum Kanzler im zweiten Wahlgang trotz seines „Sündenfalls“ vor der Wahl in der Migrationspolitik; in Thüringen und Sachsen stützt sie die CDU-geführten Minderheitsregierungen, auch in Sachsen-Anhalt gab es schon Gespräche über ein ähnliches Modell nach der Wahl im September. Doch damit muss jetzt Schluss sein. Weiterlesen

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Von Weißen Adler-Orden und so…

Bild: Der Orden des Weißen Adlers, die höchste polnische staatliche Ehrung (aus Wikipedia).

Vom Anlass (nicht Grund) des ukrainisch-polnischen Streites, auf dessen gestrigem Höhepunkt der polnische Präsident Karol Nawrocki (gesetzt von der Partei „Recht und Gerechtigkeit“ = Prawo i Sprawiedliwość, kurz: PiS) …

… von den Geschichten, aus denen heraus er dem ukrainischen Staatspräidenten Wolodymyr Selenski den Weißen Adlerorden entzogen hat ….

… also von diesen haben Sie vermutlich noch nie etwas gehört. Weiterlesen

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Ist das, was ich schreibe, überhaupt wichtig?

Illustration von Gemini nach Prompt von A.P.

Positionsbestimmung im Zeitalter von Populismus, KI und der eigenen Bedeutungslosigkeit

Vor etwa drei Jahren fragte mich jemand, warum ich mich mit meinem ökonomischen Hintergrund entschieden habe, meine Zeit ausschließlich dem Klimawandel und den damit verbundenen Themen zu widmen. Es sei doch für eine Umkehr ohnehin zu spät – und ich würde mit meinen wissenschaftlich geprägten Aussagen „keinen Hund hinter dem Ofen hervorholen“.

Meine Antwort war einfach: das, was ich tue, ist für MICH der größte Hebel, mit dem ich meinen (kleinen) Einfluss auf die Welt ausüben könnte. Jede Leserin und jeder Leser meiner Bücher und meiner Essays und jede Zuhörerin und jeder Zuhörer meine Vorträge hat potenziell eine multiplikative Wirkung bei der Verbreitung meiner Themen.

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Iran-Deal: Ein Desaster auch für Europa

Vor dem Iran kapituliert: US-Präsident Donald Trump

Für Häme und Schadenfreude über den Ausgang des Kriegs gibt es keinen Grund. Der Fehler von Trump war nicht, dass er ihn mit Israel geführt, sondern dass er ihn nicht erfolgreich zu Ende gebracht hat. Nun bedroht das iranische Regime weiter die Welt und mauert, bevor die Verhandlungen über sein Atomwaffenprogramm überhaupt beginnen.

Man stelle sich vor, die Nazis hätten tatsächlich Atombomben entwickelt, an denen sie arbeiteten, und die USA als schon damals stärkste Militärmacht der Welt hätten nicht eingegriffen. Fast ganz Europa wäre wahrscheinlich bis heute von der Wehrmacht besetzt. Niemand wäre aber damals nach den schrecklichen Erfahrungen mit dem Münchner Abkommen auf die Idee gekommen, mit dem Hitler-Regime zu verhandeln. Es gab nur einen Weg, die globale Bedrohung zu beseitigen: die völlige militärische Niederlage Nazi-Deutschland. Nicht anders ist es beim Iran. Weiterlesen

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„The Spies Among Us“ – ein großartiger US-amerikanischer Stasi-Film

Bild: Bodo Walther

Ein beeindruckender Film. Gemacht von Jamie Coughlin Silverman und Gabriel Silverman.

„Zum ersten Mal stehen ein Stasi-Opfer und ein Stasi-Täter gemeinsam vor der Kamera!“ So preist die unvermeidliche sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (im Bild oben) das 94 Minuten lange Werk an.

Richtig daran ist: Den vormaligen Generalmajor des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, den Heinz Engelhardt so vor die Kamera zu bringen, das könnte kein deutscher Aufarbeiter. Schon auf das Narrativ vom „Stasi-Opfer und Stasi-Täter“ würde sich ein vormaliger Stasi-General nicht einlassen.

Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR, sollte man wissen, hat außerhalb Deutschlands keineswegs nur den Ruf des verruchten, weil perfekten Unterdrückungsapparates. Es hat auch den Ruf, perfekt gewesen zu sein. Und perfekte Geheimdienste haben durchaus ihre Fans. In den USA, in Großbritannien und in Israel. Das wissen schließlich auch MfS-ler. Weiterlesen

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Kopf ab nach dem Gebet

Es gab nur einen Fußballgott: Maradona. Bild: Pixabay

Die deutschen Fußballnationalspieler Felix Nmecha und Jonathan Tah haben etwas Ungeuerliches getan, jedenfalls nach Ansicht der Unglaubenswächter der taz und ähnlich Gesinnter. Und sie wollen es wieder tun: Nach dem Spiel mit Gegnern beten. Zum Herrgott, nicht zu Allah. Dafür kann es nur die Höchststrafe geben.

Ein Kreis, das wissen wir schon lange, ist nur gut, wenn es ein Stuhlkreis ist, sich alle an den Händen fassen und ganz doll liebhaben. Wenn sich allerdings Kicker nach einem Fußballmatch Team, ja Völker verbindend gemeinsam umarmen und leise ein Gebet sprechen, dann ist aus Sicht der ansonsten Multikult-Fans klar, was folgen muss: „Platzverweis für Jesus„. Weiterlesen

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