Foto: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5c/Frank_Schirrmacher.jpg?20170804181941, File Upload Bot (Magnus Manske) (talk | contribs) (weitere Infos am Ende des Textes*)
Gute Feuilletons gibt es in Deutschland noch immer. Auch ohne Frank Schirrmacher. Warum eine solche zwischenmenschlich nicht einfache Persönlichkeit heute dennoch gebraucht wird, zeigt die Entwicklung des Kulturjournalismus seit seinem Tod.
Am Ende hat er dann doch versagt. Es gab keine Nachfolger, denen seine übergroßen Schuhe gepasst hätten. Vermutlich hatte er nicht mit einem derart frühen Ableben gerechnet. Vielleicht aber lag es auch daran, dass er keine Götter neben sich duldete. Schon gar nicht junge und aufstrebende, die sich ihren Weg genauso entschlossen und gerissen nach oben bahnen wollten wie einst er.
Seit Frank Schirrmacher 2014 im Alter von 54 Jahren starb, ist das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zum bloßen Kulturteil verkommen. Natürlich werden dort auch weiterhin neue Bücher, Filme, Platten, Ausstellungen und Theaterstücke besprochen (man hat ja schließlich eine Servicepflicht gegenüber den Lesern), aber öffentliche Debatten werden keine mehr angestoßen. Weiterlesen

