
Das Treffen in Ankara könnte als jener Moment in die Geschichte eingehen, in dem sich das westliche Verteidigungsbündnis endgültig mit Erdoğans autoritärem nationalislamistischen System arrangiert hat. Genau das darf nicht geschehen.
Seit Jahren wird argumentiert, der türkische Präsident müsse eingebunden werden. Sein Land sei zu wichtig, um ihn zu verprellen. Wer widerspreche, gefährde den Zusammenhalt der NATO. Diese Argumentation ist nicht neu. Mit ihr wurde bereits in den vergangenen zwei Jahrzehnten Erdoğans Politik verharmlost.
Dabei hat Erdoğan nie einen Hehl daraus gemacht, dass er die freiheitlichen Werte des Westens ablehnt. Seine Aussage, Demokratie sei wie ein Zug, auf den man aufspringe, bis man sein Ziel erreicht habe, war Ausdruck seines politischen Verständnisses. Weiterlesen







