
Ich habe als Beobachter an der Berufungsverhandlung zum Angriff eines arabischen Palästinensers auf den jüdischen Studenten Lahav Shapira im Februar 2024 in Berlin teilgenommen. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen, es könnte noch einmal ins Berufung gehen. Daher werde ich nicht viele Details nennen. Aber die zentrale Frage war, ob der junge Mann das Opfer deshalb schwer verprügelt hat, weil er jüdisch oder „bloß“, weil er Israeli ist.
Für das Opfer ist dies ein wichtiger Unterschied, und so hatte er dafür gekämpft, dass das wahre Motiv im ursprünglichen Urteil eindeutig festgestellt wurde. Über das Geschehene gab es keinen Streit – der Angreifer hatte gestanden, Ort, Zeit und das Ausmaß der Verletzungen waren akribisch festgestellt worden. Aber über das Motiv der Tat wurde viel diskutiert. Es stand viel auf dem Spiel.





