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Krise als Chance

“Wo aber Gefahr ist, w√§chst das Rettende auch” (Friedrich H√∂lderlin)

Das Wort Krise bedeutet¬†¬† im urspr√ľnglichen griechischen Wortsinn ¬†neben der heute gebr√§uchlichen √úbersetzung¬† “krisenhafte Zuspitzung”¬†¬† auch “Wendepunkt” und “Entscheidung”. Das sollte man im Auge behalten, wenn man √ľber die gegenw√§rtige Krise in der Weltpolitik diskutiert. Weiterlesen

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Nicht Fakten, sondern ‚ÄěFrames‚Äú gewinnen Wahlen

Warum Trump gegen fast alle Voraussagen Pr√§sident wurde ‚Äď und was wir tun m√ľssen, um den Siegeszug der Demagogen zu stoppen

Nicht Fakten, sondern Denkraster (‚ÄěFrames‚Äú) gewinnen Wahlen, postuliert die Linguistin Elisabeth Wehling. Die im amerikanischen Berkeley lehrende Linguistin Wissenschaftlerin Elisabeth Wehling stellte ihre Thesen am vergangenen Freitag auf der von Deutschlandfunk und der Bundeszentrale f√ľr politische Bildung veranstalteten Konferenz ‚ÄěFormate des Politischen‚Äú in Berlin vor. Anders als progressive h√§tten konservative Menschen eine gr√∂√üeres Ekel- und Angstempfinden, so Wehling. Das lasse sich bei Messungen mit dem Neuroscanner feststellen. Diese √Ąngste lie√üen sich durch entsprechende Signale verst√§rken. Abwehrmechanismen gebe es kaum, wenn die Botschaften direkt aufs Hirn zielen. Donald Trump, stellte Wehling fest, fahre eine klassische Framing-Strategie, w√§hrend Hillary Clinton den Fehler mache, auf politische Aufkl√§rung zu setzen. Prophetische Worte. Weiterlesen

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TTIP: die letzte Schlacht der Achtundsechziger

Im Oktober 2015 fand in Berlin eine der gr√∂√üten Demonstrationen der letzten Jahrzehnte statt. ¬†200.000 Menschen demonstrierten unter dem Motto “F√ľr einen gerechten Welthandel” gegen das Freihandelsabkommen der EU mit den USA, TTIP. Die Demonstranten waren dem Aufruf eines B√ľndnisses aus √ľber 60 Organisationen gefolgt, deren wichtigste Greenpeace, Foodwatch, Compact, Oxfam und¬† Attac sind. Auch die Gewerkschaft der Polizei (sic) und Brot f√ľr die Welt waren ¬†mit von der Partie.¬† Schaute man sich die Berliner Demonstranten genauer an, fiel auf, dass neben vielen jungen Teilnehmern – vermutlich aus dem studentischen¬† Milieu – viele Silberk√∂pfe unterwegs waren, Menschen zwischen 60 und 75, die auch schon anderenorts ¬†durch Militanz und Renitenz aufgefallen waren (Beispiel: Stuttgart 21). H√§tte man sie nach ihrer Protestbiografie gefragt, h√§tten sie sicher viel erz√§hlen k√∂nnen: von den Schlachten um Brokdorf, Wackersdorf und Wyhl; von der Freien Republik Wendland,¬† von der Rathausbesetzung in Bonn;¬† von der¬† Demo im Bonner Hofgarten gegen die NATO-Nachr√ľstung und vieles mehr. Vermutlich hat sie der antiamerikanische Unterton, der alle Proteste gegen TTIP begleitet, angezogen. Warum sollte man nicht noch im fortgeschrittenen Alter gegen den Staat ¬†auf die Stra√üe gehen, den man schon¬† als jugendlicher Rebell¬† ¬†als “Feind der Menschheit” bek√§mpft hat (“Nieder mit dem US-Imperialismus!”; “USA: SA – SS”). In der Werbeindustrie gilt die Devise: “Sex sells”. In der deutschen Protestkultur gilt: “Gegen die USA geht immer.” Weiterlesen

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Wer stehen bleibt, f√§llt zur√ľck

√úber einige Irrt√ľmer der Globalisierungskritiker

¬†Als die Griechenlandkrise in ihr finales Stadium trat und sich die Politiker der Euro-Zone auf den Konferenzen in Br√ľssel die K√∂pfe hei√ü redeten, fiel auf, dass Griechenland vor allem drei F√ľrsprecher hatte: Frankreich, Italien und √Ėsterreich. Mit der typischen Mentalit√§t der “S√ľdl√§nder”, die mit Schuldens√ľndern immer nachsichtig seien, hat diese Frontbildung offensichtlich nichts zu tun, fehlten doch Spanien und Portugal. Diese beiden L√§nder unterst√ľtzten in der Diskussion √ľber das 3. Rettungspaket eher die Nordl√§nder und Deutschland, weil sie die Rosskur, √ľber die die Griechen jammern, schon – weitgehend erfolgreich – hinter sich gebracht haben. Was haben die drei L√§nder gemeinsam, die Griechenland teilweise auch mit r√ľden verbalen Ausf√§llen (Matteo Renzi an die Adresse von Wolfang Sch√§uble: “Genug ist genug!”) unterst√ľtzten? Weiterlesen

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