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Rinker und lechter Terror

Zu Weihnachten 1987 wurde der Mitarbeiter der Grünen im Europaparlament Gerd Albartus nach Damaskus gelockt, dort vor ein Femegericht gestellt und erschossen. Richter und Henker waren vermutlich der venezolanische Terrorist Ilich Ramirez Sanchez, genannt Carlos, und der deutsche Terrorist Johannes Weinrich.

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Die Unmöglichkeit, objektiv über Stimmen zu urteilen

The Beatles im Cavern Club, 1962. Public Domain

Etwas verstört war ich, als ein befreundeter Musikkritiker mir neulich gestand, er begreife zwar, dass die Songs der Beatles etwas Besonderes seien, möge aber nun einmal ihre Stimmen nicht. Wie? Paul nicht mögen, ob engelsgleich einschmeichelnd wie bei „I Will“ oder rockig-ausrastend bei „Helter Skelter“? John nicht mögen, ob schneidend scharf wie bei „Happiness Is a Warm Gun“ oder romantisch-träumerisch wie bei „Julia“? George nicht mögen, warm und melodisch bei „While My Guitar Gently Weeps“, oder ironisch-nordenglisch wie bei „Piggies“? Ringo, der „Good Night“ vorm Kitsch rettet, indem er den Song leicht neben der Tonart singt? Und das sind nur ein paar Songs vom „Weißen Album“, verdammt noch mal …

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Wozu Lyrik gut sein kann: Axel Reitels Gedichte

Wozu Lyrik? Es gibt zum Glück darauf viele Antworten. Zum Beispiel Eingängigkeit:

Kuno sprach zu Kunigunde: Paech-Brot ist in aller Munde / Doch ist’s nicht fein, das gilt für jeden, mit Brot von Paech im Mund zu reden.

Die Werbegedichte für Paech-Brot hingen früher in der Berliner U-Bahn, und da ich auf der Fahrt von Zoo bis Tegel – Leopoldplatz umsteigen – sonst nichts zu tun hatte in jener Zeit, als es keine Smartphones gab, habe ich sie memorisiert. (Unser Deutschlehrer hingegen meinte, zwischen Zoo und Hansaplatz würde er unsere Arbeiten korrigieren. Mehr Zeit auf unsere Ergüsse zu verwenden, wäre Verschwendung.)

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Die Brian-Jones-Legende

Die Rolling Stones 1963. Foto: Public Domain via Wikimedia Commons

Weil ein Freund und Bandkollege den Film lobte, schaute ich mir auf arte „Brian Jones und die Rolling Stones“ an. Na ja.

Nun muss man vorwegsagen, dass vieles, was mir am Film von Nick Broomfield nicht gefällt, auf 99 Prozent aller so genannten Dokumentarfilme zu Popstars zutrifft. Sie werden zusammengestoppelt aus Interviews mit mehr oder weniger bedeutenden Zeitgenossen, die sich meistens für erheblich bedeutender halten, als sie es sind oder waren, und dazwischen gibt es Konzertmitschnitte, die meistens aus Copyrightgründen frustrierend kurz sind oder – wie in diesem Film – zuweilen mit anderer Musik unterlegt sind; oder andere zeitgenössische Aufnahmen, die so manipuliert werden, dass sie scheinbar zur Aussage des Films passen.

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Wir sind Timmy. Und das ist gut so.

Pierre-Narcisse Têtu (1836-1878): Ein toter Wal wird von Wölfen gefressen. Bild: Public Domain

Zugegeben, ich komme aus einem Land, das für seine überbordende Tierliebe oft verspottet wird. Als erstes Land der Welt hatten wir eine Gesellschaft zum Schutz der Tiere vor Grausamkeit, sogar mit königlichem Patent. Übrigens noch vor der entsprechenden Gesellschaft zum Schutz der Kinder vor Grausamkeit.

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Das Jagger-Richards-Songbuch (21): Dear Doctor

Bild von Perplexity nach Angaben von A.P. generiert.

Herbst 1968. Während die Beatles am „Weißen Album“ arbeiteten, arbeiteten die Rolling Stones an „Beggars Banquet“. Das Doppelalbum der Beatles erschien im November, das Album der Stones – verspätet wegen Auseinandersetzungen über das Cover – im Dezember. Das Weiße Album dokumentierte das musikalische und, wenn man so will, künstlerisch-weltanschauliche Auseinanderdriften der Fab Four. „Beggars Banquet“ dokumentierte die Entschlossenheit von Mick Jagger und Keith Richards, nach dem missglückten Versuch, den Beatles in psychedelische Pop-Gefilde zu folgen, zu ihren R&B-Wurzeln zurückzukehren.

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Die Doppelmoral ist der Tribut, den der Antizionismus dem Zionismus zollt

Bild: Polizeistation in Bet Shemesh, Israel. Foto: Alan Posener

In ihren Beiträgen zur Einführung der Todesstrafe für Terrorismus gegen Israelis haben sowohl
Rabbi Dr. Walter Rothschild als auch Rabbi Dr. Moshe Navon (in einem Kommentar zu Rabbi Rothschilds Beitrag) auf die Heuchelei vieler Kritiker des jüdischen Staates hingewiesen.

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„Ein Jude tut so etwas nicht!“

Auf der Demo in Tel-Aviv, 25. März 2025. Foto: Alan Posener

Als ich sah, wie der Rassist und Terrorbefürworter Itamar Ben-Gvir mit Champagner auf die Verabschiedung eines Gesetzes in der Knesset anstieß, das die Todesstrafe für arabische Terroristen vorsieht, wurde mr übel. Ich musste an ein Gespräch denken, das ich vor Jahren mit meinem israelischen Cousin Yohanan und seiner Frau Hanna führte.

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Habermas oder Ratzinger? Eine Erinnerung aus aktuellem Anlass

Bild (c) Herder Verlag

Jürgen Habermas lebte lange genug, um eine Welt zu erleben, die sein Ideal eines vernunftgeleiteten, herrschaftsfreien Diskurses wie eine Diva ein altmodisches Kleid abgelegt hatte. Mehr als zwanzig Jahre zuvor allerdings hatte er im Dialog mit dem späteren Papst Joseph Ratzinger erlebt, vielleicht sogarzeigen wollen, dass die Vernunft gegen Dogmatiker machtlos ist.

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Meron Mendel schenkt den Deutschen eine neue Erinnerungskultur

Tor zum KZ Buchenwald. Foto Andreas Trepte. Creative Commons Lizenz: Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 generisch

Meron Mendel ist der Roberto Blanco der Erinnerungskultur. Man spürt, dass er auch anders könnte, dass er aber niemandem wehtun will. Mendel ist in Israel geboren, aber israelkritisch. Jude, aber mit einer Muslima verheiratet. Leiter einer nach Anne Frank benannten Bildungsstätte, aber nicht volkspädagogisch unterwegs. Man kann sich auf ihn verlassen: Wenn er in eine Talkshow kommt, wird niemand beleidigt herausrennen. Wenn Blanco ein „wunderbarer Neger“ ist, so ist Mendel ein ganz famoser Jude.

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Lola versus Viktor von Schmuddelwitz

Bild von Chat-GTP KI- generiert nach Anweisungen von A.P. und Perplexity

Eine einfache Geschichte. Ein junger Mann, sexuell unerfahren, will endlich seine Unschuld verlieren („Unschuld“ ist ein relativer Begriff, schon klar) und gerät in eine schäbige Bar, wo man zu exorbitanten Preisen warmen Sekt verkauft und die Mädchen darauf warten, abgeschleppt zu werden. Und er wird abgeschleppt. Von Lola. Doch wie es sich herausstellt, ist Lola ein Mann.

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