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Die Zivilgesellschaft braucht das „offene Visier“

Vor kurzem besuchte ich anl√§sslich eines Aufenthalts in Frankfurt/M. ¬†den Zoologischen Garten. Im ber√ľhmten Affenhaus von Bernhard Grzimek kamen mir drei Frauen mit Burka entgegen. Sie f√ľhrten ihre Kinder an der Hand und unterhielten sich angeregt miteinander. Mir kam in den Sinn, wie die Kinder die Gesichtsverh√ľllung ihrer M√ľtter wohl erlebten. Ihnen bleibt verwehrt, im Gesicht der Erwachsenen zu lesen, aus der Mimik ihre Empfindungen abzulesen und zu deuten. Sie sind auf die Interpretation der Stimme ihrer Mutter angewiesen. F√ľr mich war das eine deprimierende Einschr√§nkung kindlicher Entwicklungsm√∂glichkeiten. Weiterlesen

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Burka-Verbot: French Angst

Jede Nation hat, so scheint es, ihre eigenen √Ąngste. Gegen die Atomkraft geht kein Franzose auf die Stra√üe. Aber wegen des ‚Äěfranz√∂sischen Klempners‚Äú lie√üen unsere Nachbarn die EU-Verfassung beim Referendum durchfallen; wegen des Versprechens ‚Äěmit dem K√§rcher‚Äú gegen die randalierende arabische Vorstadtjugend vorzugehen, gewann Nicolas Sarkozy die Pr√§sidentschaft; und nun wird, in einem dritten Akt franz√∂sischer Symbolpolitik, Frauen das Tragen einer Gesichtsverh√ľllung verboten. Weiterlesen

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Was Minirock und Burka gemeinsam haben

Was ist es nur mit Frauen und Textilien, die alle Leute so aufregt? Vor einigen Tagen hat an dieser Stelle mein Freund und regelm√§√üiger Gespr√§chspartner auf ‚ÄěThe European‚Äú Alexander G√∂rlach die gesellschaftliche √Ąchtung der Burka gefordert. Als ob unser wichtigstes Integrations-Problem darin best√ľnde, dass alle Deutschen zu freundlich w√§ren zu den zigtausend Burka-Tr√§gerinnen, die unsere Stra√üen √ľberfluten.

Aber langsam. Noch vor einigen Jahren galt es unter Feministinnen beiderlei Geschlechts als ausgemacht, dass die W√ľrde der Frau von einem ganz anderen Textilst√ľck gef√§hrdet sei. Dem Minirock n√§mlich. Weiterlesen

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Warum die Burka verboten gehört

Von Alexander G√∂rlach, Herausgeber und Chefredakteur „The European“:

Wir verbieten die Burka. Erst in Frankreich, dann in Belgien. Sicher folgen Ungarn, √Ėsterreich und die Schweiz. Und was machen wir in Deutschland? Wir werden den islamischen Ganzk√∂rpervorhang, die Wegschlie√üvorrichtung f√ľr die spazieren gehende Muslima, nicht verbieten.Warum? Weil die Hysterie darum unangebracht ist, weil sie sich eine kleine Minderheit von muslimischen M√§nnern f√ľr ihre Frauen ausgedacht hat, weil sie eine noch kleinere Minderheit von Musliminnen freiwillig als Erf√ľllung eines religi√∂sen Gel√ľbdes tr√§gt.

Damit ist aber noch l√§ngst nicht alles zur Burka gesagt oder zum davon verschiedenen traditionellen islamischen Gewand, das von einer Frau nur die Sehschlitze √ľbrig l√§sst. Weiterlesen

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