avatar

Das Griechische Schicksal: Staatenlos

Griechenland ist eine edle Nation, beheimatet ein sympathisches Volk und hat keinen Staat. Daran gehen jetzt Nation und Volk zugrunde. Und Europa wird das Problem durch Amputation zu lösen suchen.

Kann das denn sein? Wo doch das Heil f√ľr die einen, die Linken, aus der Gesellschaft kommt, f√ľr die anderen, die Liberalen, aus dem Markt. Da soll es an so etwas H√§sslichem fehlen wie dem Staat? Und das gef√§hrdet die anderen L√§nder in Europa mit schwachen Staaten? Darf man da von fatalem Krebs reden? Ja, man muss. Darf ich erz√§hlen? Weiterlesen

avatar

Allons enfants: Europa in der Krise

Die Wahl von Francois Hollande bedeutet einen Wendepunkt in der europäischen Politik. Flankiert wird er von der Wahl in Griechenland, die anti-europäischen Populisten von links und rechts eine Mehrheit im Parlament gab, dem Sturz der Regierung in den Niederlanden durch den antieuropäischen Rechtspopulisten Geert Wilders, von zornigen Demonstrationen in Spanien, wo die Jugendarbeitslosigkeit 40 Prozent beträgt, von einem neuen Buch Thilo Sarrazins in Deutschland, der die Abschaffung des Euro fordert, und anderen Anzeichen einer ernsthaften Krise der Europäischen Union.

In Deutschland sind Politik und Medien noch in einer Phase der Realitätsverweigerung, die sie ihrerseits den anderen Europäern vorwerfen. Aber die Krise ist da, und sie geht nicht weg. Und Krise bedeutet: Entscheidung. Weiterlesen

avatar

Quo vadis, Europa?

Es sind nun fast vier Monate vergangen seit jenem denkw√ľrdigen Europa-Gipfel, bei dem Angela Merkel ihren “Fiskalpakt” gegen den Widerstand Gro√übritanniens durchsetzte. Zeit, sich noch einmal in Erinnerung zu rufen, mit welchem politischen und publizistischen Get√∂se die Gipfelergebnisse damals begr√ľ√üt wurden, und sich zu fragen, was daraus geworden ist. Weiterlesen

avatar

Was Angela Merkel so erfolgreich macht

Welch eine Woche: Die Sozialdemokraten gestehen sich ein, dass sie Angela Merkel kaum schlagen können. 20 Monate vor der Bundestagswahl! Also eine echte Ewigkeit in der Politik, in der so viel noch passieren kann!

Und dann die aktuellen Umfragewerte des ARD-Deutschlandtrends: 64 Prozent der Deutschen sind mit der Bundeskanzlerin zufrieden, der beste Wert seit Dezember 2009, unmittelbar nach der vorherigen Wahl und dem Abschluss des Koalitionsvertrages. Weiterlesen

avatar

Negatives Erwartungsmanagement – und was die Rente mit 67damit zu tun hat

Man nennt es negatives Erwartungs-Management – und genau darin √ľben sich derzeit Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Sch√§uble. Beide haben die B√ľrger und B√ľrgerinnen dieses Landes √ľber den Jahreswechsel auf “schwere” Zeiten eingeschworen. 2012 werde noch schwieriger als das ohnehin schon au√üergew√∂hnlich schwierige 2011.

Psychologisch ist das sinnvoll – und politisch ist es klug. Weiterlesen

avatar

Warum Angela Merkel Großbritannien braucht

Wer die Ursachen und Wirkungen der gegenw√§rtigen Krise Europas richtig einsch√§tzen will, muss nur die Ohren und Augen offenhalten. Im Aufmacherleitartikel der ‚ÄěZeit‚Äú etwa feierte am 15. Dezember Bernd Ulrich die Beschl√ľsse von Br√ľssel mit folgenden Worten: ‚ÄěDas ist nicht weniger als eine Spaltung, freundlicher: eine Diversifizierung des Westens.Die USA haben den gegenteiligen Weg eingeschlagen, sie wollen weiter in die Schulden gehen. Wenn die Europ√§er das Versprechen halten, das sie sich gegeben haben, dann sind sie eine Systemalternative.‚Äú

Da Ulrichs zugleich f√ľr das Jahr 2050 einen ‚Äěeurop√§ischen Machtraum entstehen‚Äú sieht, ‚Äěvon Skandinavien bis nach Nordafrika, von Portugal bis Wei√ürussland, von Frankreich bis zur T√ľrkei‚Äú (hat er sich vielleicht von meinem Buch ‚ÄěImperium der Zukunft‚Äú inspirieren lassen?), ist es nicht unerheblich zu wissen, worin diese ‚ÄěSystemalternative‚Äú besteht. Weiterlesen

avatar

Wie es zur Eurokrise kam ‚Äď und wie es weitergeht

Mit kaum verhohlener Schadenfreude registriert die deutsche √Ėffentlichkeit die Isolierung Gro√übritanniens beim EU-Gipfel und bejubelt den Sieg der ‚ÄěSupranationalit√§t‚Äú, will sagen die √úbertragung entscheidender Hoheitsrechte von gew√§hlten Parlamenten auf das nicht gew√§hlte imperiale Zentrum. Man f√ľhlt sich ein wenig an den Spiegelsaal von Versailles am 18. Januar 1871 erinnert.

‚ÄěEuropa spricht Deutsch‚Äú kr√§hte Volker Kauder angesichts der Tatsache, dass in Griechenland und Italien nicht gew√§hlte ‚ÄěTechnokraten‚Äú das von Angela Merkel und dem deutschen Leitmedium geforderte Austerit√§tsprogramm durchsetzen. Mag sein, auch wenn ich mich frage, wie lange noch. Aber die Finanzm√§rkte sprechen nach wie vor Englisch. Weiterlesen

avatar

Europa ist wichtiger als der Euro

Ein Gespenst geht um in Europa: Das Gespenst Helmut Kohls. Sein wichtigstes Werk ist nicht die deutsche Einheit, sondern die europäische Gemeinschaftswährung. Kohl meinte erstens, der Euro sei eine Frage von Krieg und Frieden, und zweitens, der Euro werde die Einigung Europas unumkehrbar machen. Diese beiden Argumente sind bis heute die Hauptargumente der Euro-Verteidiger. Meines Erachtens sind sie falsch. Weiterlesen

avatar

Es lebe Italien!

Von Alexander G√∂rlach, Herausgeber und Chefredakteur “The European”:

Als ich 1994 das erste Mal in Rom war, fuhren die orangefarbenen Stadtbusse noch mit offenen T√ľren und die Fahrer legten sich in die Kurven, was das Zeug hielt. Die Ewige Stadt hielt noch das, was ihr Ruf versprach: chaotische Zust√§nde. S√ľdlich von Florenz beginnt Afrika war dazu n√∂rdlich von Florenz zu h√∂ren.

Auch w√§hrend meiner Studienzeit an der P√§pstlichen Universit√§t Gregoriana 1998 und 1999 hatte sich daran noch nicht viel ge√§ndert. Es gab ungef√§hr gef√ľhlte 100 Gewerkschaften f√ľr Bus- und U-Bahn-Fahrer. Mal streikten die der Linie A und die der Linie B. So einfach war die Welt in der Metropole am Tiber. Weiterlesen

avatar

Griechen raus? Griechen rein!

Beim Zeus, die spinnen, die Griechen. Erst tricksen sie, dass sich die S√§ulen der Akropolis biegen, um in den erlauchten Kreis der Euromitglieder aufgenommen zu werden. Hellas lebte fortan in Saus und Braus, aber m√§chtig √ľber seine finanziellen Verh√§ltnisse.

Folglich musste Resteuropa nach ein paar Jahren richtig ran. Hier eine Milliarde, da eine Milliarde. Hauptsache, den Griechen wieder auf die Haushaltsbeine helfen. Schließlich stand die europäische Währung samt europäischer Idee auf dem Spiel, hieß es unheilschwanger. Achtung, akute Ansteckungsgefahr!

Doch so groß der Rettungsschirm auch wurde, er blieb zu klein.
Griechenland: Geplante Volksabstimmung √ľber Sparpaket

Weiterlesen

Scroll To Top