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„Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat“ (Friedrich Nietzsche)

Von der ¬†Dichterin Bettina von Arnim gibt es ein Gedicht, das eindringlich¬† beschreibt, was f√ľr den Menschen Heimat bedeutet:

Auf diesem H√ľgel √ľberseh ich meine Welt!
Und k√∂nnt ich Paradiese √ľberschauen,
Ich sehnte mich zur√ľck nach jenen Auen,
Wo Deines Daches Zinne meinem Blick sich stellt,
Denn der allein umgrenzet meine Welt.

Der Mensch braucht anscheinend eine eng umgrenzte Welt, in der er sich heimisch und aufgehoben f√ľhlen kann. Dazu geh√∂rt vor allem die Sprache der Region, aber auch die ¬†Landschaft, in der man sich von Kindesbeinen an bewegt hat. Auch der Duft der B√§ume und Wiesen, das Ger√§usch eines Flusses pr√§gen sich als Heimatgef√ľhl ein. Heimat¬† ist auch der Ort, an dem ¬†die ersten menschlichen Beziehungen gewachsen sind, vielleicht die erste Liebe gefunden wurde. Weiterlesen

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Schickt die jungen afghanischen Männer nach Hause!

Nach einem turbulenten Sommer und Herbst sind sich die Deutschen immer noch mehrheitlich einig, dass wir den aus Syrien geflohenen Menschen in Deutschland Schutz gew√§hren sollten. Nur die hartherzigen Anh√§nger von Pegida und der AfD – vielleicht auch Teile der CSU – m√∂chten selbst diesen schutzbed√ľrftigen vor dem Krieg geflohenen Menschen die Aufnahme in unserem Land verweigern. Der Status, den die Syrier in unserem Land genie√üen sollten – prim√§rer oder subsidi√§rer Schutz – ist unerheblich, ein Streit unter Experten. F√ľrs erste geht es darum, dass sie ein Dach √ľber dem Kopf, Nahrung und Kleidung bekommen und ihre Kinder in eine „Willkommensklasse“ aufgenommen werden, wie die Schulklassen f√ľr Fl√ľchtlinge in Berlin euphemistisch genannt werden.

Die Mehrzahl der Deutschen ist sich auch darin einig, dass die Staaten des westlichen Balkans – allesamt EU-Beitrittsaspiranten – als so sicher gelten k√∂nnen, dass man den aus diesen L√§ndern nach Deutschland gereisten Menschen weder Asyl noch sonst irgendeinen Schutzstatus gew√§hren kann. Dieser Regelung haben selbst die Gr√ľnen zugestimmt, die vor dem gro√üen Fl√ľchtlingsansturm in diesem Sommer ja immer die Losung ausgegeben haben: „Alle sind willkommen!“ – So zerbr√∂seln vor der Macht des Faktischen ideologische Gewissheiten. Weiterlesen

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Sozialdarwinismus life

Liest man die Stellungnahme von Fl√ľchtlingsverb√§nden wie Pro Asyl oder die Verlautbarungen der Gr√ľnen zur gegenw√§rtigen Fl√ľchtlingskrise, so erf√§hrt man unisono, bei den Fl√ľchtlingen handele es sich um „die √Ąrmsten der Armen“, um Menschen, die „knapp dem Tod entronnen“ seien oder um „v√∂llig hilfsbed√ľrftige Menschen“. Selbst die Sprache der Bibel – „Erniedrigte und Beleidigte“ – wird bem√ľht. Kein vern√ľnftiger Mensch kann bestreiten, dass eine Familie, die vor den Fassbomben des syrischen Pr√§sidenten Assad aus Homs geflohen ist, „dem Tod entronnen“ ist. Und wer als Christ den Folterknechten des Islamischen Staates (IS) aus Mosul entkommen ist, ist vermutlich wirklich „erniedrigt“ worden und „hilfsbed√ľrftig“ – auch in psychologischer Hinsicht. Doch trifft diese Einsch√§tzung wirklich auf alle Fl√ľchtlinge zu, die in diesem aufregenden Sommer nach Deutschland gekommen sind? Weiterlesen

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