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FĂĽr eine gerechtere FlĂĽchtlingspolitik

 Die FlĂĽchtlingsfrage spielt im beginnenden Wahlkampf kaum eine Rolle. Der Herausforderer der Kanzlerin, Martin Schulz, hat sich auf das Thema „soziale Gerechtigkeit“ eingeschossen. Die CDU sucht, gelähmt vom fulminanten Start des neuen Hoffnungsträgers der SPD, noch fĂĽr das passende Konzept fĂĽr  den Wahlkampf. Die GrĂĽnen bangen um die parlamentarische Existenz und ziehen sich auf ihre Kernkompetenz Ă–kologie zurĂĽck. Die AfD hat parallel zum Aufstieg von Schulz bei den Meinungsumfragen stetig verloren und verharrt nun bei einer Zustimmung von  weniger als  10%.  Das Chaos, das Mr. Trump in Washington angerichtet hat, dĂĽrfte auf etliche AfD-Sympathisanten doch  eher abschreckend gewirkt haben. Weiterlesen

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Sozialdarwinismus life

Liest man die Stellungnahme von FlĂĽchtlingsverbänden wie Pro Asyl oder die Verlautbarungen der GrĂĽnen zur gegenwärtigen FlĂĽchtlingskrise, so erfährt man unisono, bei den FlĂĽchtlingen handele es sich um „die Ă„rmsten der Armen“, um Menschen, die „knapp dem Tod entronnen“ seien oder um „völlig hilfsbedĂĽrftige Menschen“. Selbst die Sprache der Bibel – „Erniedrigte und Beleidigte“ – wird bemĂĽht. Kein vernĂĽnftiger Mensch kann bestreiten, dass eine Familie, die vor den Fassbomben des syrischen Präsidenten Assad aus Homs geflohen ist, „dem Tod entronnen“ ist. Und wer als Christ den Folterknechten des Islamischen Staates (IS) aus Mosul entkommen ist, ist vermutlich wirklich „erniedrigt“ worden und „hilfsbedĂĽrftig“ – auch in psychologischer Hinsicht. Doch trifft diese Einschätzung wirklich auf alle FlĂĽchtlinge zu, die in diesem aufregenden Sommer nach Deutschland gekommen sind? Weiterlesen

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Katholiken an die Gebärfront!

Der modisch gewordene Sozialdarwinismus Sarrazin’scher Prägung treibt immer seltsamere Blüten. Vor einiger Zeit hat sich der Regierungschef Sachsen-Anhalts, Wolfgang Böhmer (CDU) mit einem originellen Vorschlag zu Wort gemeldet. „Die Geburtenrate ist so weit gesunken, dass wir ohne Zuzug von außen eine langsam absterbende Bevölkerungsgruppe wären“, sagte Böhmer im Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“ (18./19. September 2010), ohne zu erläutern, wen er mit „wir“ und was er mit „Bevölkerungsgruppe“ meint.

Egal. „Deutschland ist angewiesen auf Zuwanderung aus Gegenden, in denen es zum Selbstverständnis gehört, Kinder zu bekommen.“ Also der Türkei etwa? I wo. „Dabei denke ich an sehr katholische Regionen.“ Weiterlesen

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