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Kritik im Selbstschongang

Der Beitrag meines Freunds und Ex-Genossen Rainer Werner kann nicht unwiderprochen bleiben.

Lieber Rainer,
du wirfst vielen ehemaligen 68ern zu Recht vor, Ihre Jugend zu verklären.
Genau dagegen richtet sich Jaspers Buch. Erstaunlich, dass du das nicht erkennst. Jasper macht klar, dass 68 mitnichten eine frohes antiautorit√§res Fest der Fantasie war, sondern eben schon voller Gewalt steckte; dass Mao lange vor Gr√ľndung der K-Gruppen S√§ulenheiliger des 68er Establishments war.

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Selbstkritik im Schongang

Wie ein f√ľhrender Maoist der 1970er Jahre die 68er-Bewegung erkl√§rt

¬†Es ist menschlich, die Zeit, die man als Jugendlicher und Heranwachsender verbracht hat,¬† in rosiges Licht zu tauchen,¬† Unliebsames und ¬†¬†Peinliches auszublenden. Politische¬† Aktivisten, die einst angetreten waren, Geschichte zu schreiben, sind davor nicht gefeit. Allzu gerne reden sie sich ihr Engagement nach dem Scheitern ihrer Ambitionen sch√∂n. Wie das funktioniert, kann ¬†man an den “Erinnerungen” ehemaliger ¬†“68er”¬† sehen: ¬†¬†Sch√∂nf√§rbereien und¬†¬† Geschichtsklitterungen zuhauf. ¬†Ein extremes Mittel der Realit√§tsverdr√§ngung ist ¬†die F√§lschung. Eine solche Retusche nahm z. B. der Schriftsteller Peter Schneider in seinem Buch ‚ÄěRebellion und Wahn‚Äú (2008) ¬†vor. Bei der Strategiekonferenz des SDS im Jahre 1969 habe er den Gedanken vorgetragen, es komme darauf an, ‚Äěin die Betriebe [zu] gehen und die Arbeiterklasse [zu] mobilisieren.‚Äú Vor allem aber forderte¬† er, wie ¬†Tonbandprotokolle jener Sitzung ¬†belegen, ¬†in¬† einem¬† flammenden¬† Pl√§doyer,¬† ‚Äěeine zentralisierte Organisation nach marxistisch-leninistischem Vorbild‚Äú zu gr√ľnden. Joschka Fischer und J√ľrgen Trittin versuchten, ihr¬† gewaltt√§tiges Auftreten im Frankfurter Stra√üenkampf (Fischer) und an den Z√§unen der Atomanlagen von Brokdorf, Kalkar, Grohnde¬† (Trittin) ¬†kleinzureden, als sie Minister ¬†waren.¬† Weiterlesen

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Schwarz-Blau-Gelb gegen das Gespenst von 68

Es ist schon bemerkenswert, dass 50 Jahre nach 1968 gleich drei f√ľhrende Politiker rechts der Mitte ‚Äď beziehungsweise deren Redenschreiber ‚Äď es f√ľr n√∂tig finden, einen Bruch mit den Ideen von 68 zu fordern. Den Anfang machte J√∂rg Meuthen von der AfD. Ihm folgte Alexander Dobrindt von der CSU. Und schlie√ülich trippelte Marco Buschmann von der FDP hinterher. Wie es scheint, wird die k√ľnftige schwarz-blau-gelbe Koalition auf der Grundlage einer Kritik an 68 ideologisch vorbereitet.

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Schreiben f√ľr die “Springer-Presse”

Axel Springers ber√ľhmt-ber√ľchtigte “Leitlinien”. Woher kommen sie, was sollen sie, wie wirken sie sich in der Praxis aus?

Eine gewisse, na ich will nicht sagen klammheimliche Freude, aber doch etwas Verwandtes, ergriff mich, als ich von den ‚ÄěL√ľgenpresse!‚Äú-Rufen auf den ostdeutschen Pegida-Demonstrationen h√∂rte. Denn f√ľr den gew√∂hnlichen Konsumenten der deutschen Medien, jedenfalls sofern er Wessi ist, gibt es eigentlich nur eine Presse, der gewohnheitsm√§√üig ein gest√∂rtes Verh√§ltnis zur Wahrheit unterstellt wird: Das ist die so genannte Springer-Presse.

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