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Vorsicht Werbung – oder: Interessenkonflikt im Blätterwald

Was würden Sie sagen, wenn ein Buchautor Sie an dieser Stelle darüber informierte, dass Sie demnächst live im Internet ein Gespräch mit ihm und einer bekannten Moderatorin zu seinem neuesten Buch verfolgen könnten? Und wenn er Sie dann auch noch aufforderte, sich schon heute Fragen an ihn auszudenken und in eine dafür vorgesehene Maske einzutragen, damit er sie im Laufe des Gesprächs beantworten kann? Sie würden vermutlich „Bääh“ rufen. Sie würden die Nase rümpfen. „Glasklar Werbung. Unverschämtheit!“

Doch ist diese Einstellung wirklich fair? Read more

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Medienschelte: Wie die Presse unerträglich verludert

Die Jungfrau geht auf den Strich. Wer in diesen Tage eine Zeitung ansieht, hält ein Souvenir, ein Erinnerungsstück in Händen; eine blasse Erinnerung an etwas, das einmal wichtig und erhaben sein sollte. Begründet wurde die Vierte Gewalt im Staate durch eine Reihe strikter Trennungen. So wichtig diese Scheidungen den Gründungsvätern schienen, so durchgängig sind sie heute aufgehoben.

Deklinieren wir das: Eine Zeitung gehört einem Verleger, der mit ihr Geld verdienen will. Deshalb bestand eine Redaktion früher darauf, von der Verlagsseite unterschieden zu sein. Zwischenzeitlich gab es gar Redaktionsstatuten, in denen diese Unabhängigkeit festgeschrieben wurde. Schnee von gestern. Gerade wurde ein Chefredakteur geschasst, weil sein greiser Verleger nicht mochte, wem er ein Interview gegeben hatte, weil dessen Haus ein Buch eben des Verlegers nicht gelobt hatte. Read more

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