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Die Philosophie der Songs von Bob Dylan (3): It Ain’t Me, Babe

Das hier ist zunächst eines dieser frauenfeindlichen Lieder, die Anfang bis Mitte der 1960er Jahre Mode waren: „Girl“ von den Beatles, „Stupid Girl“ von den Stones, „Semi-Detached Suburban Mr James“ von Manfred Mann, und natürlich „Don’t Think Twice, It’s Alright“ vom Meister selbst. In allen diesen Songs wird mehr oder weniger deutlich eine männliche Aggressivität gegen das angebliche Ansinnen der Frau sichtbar, den Mann festzuhalten, zu zähmen, ja auszubeuten:

„Did she understand it when they said / That a man must break his back to earn his day of leisure / Will she still believe it when he’s dead?“ („Girl“); „I’m not talking about the way she digs for gold / Look at that stupid girl / Well, I’m talking about the way she grabs and holds / Look at that stupid girl“ („Stupid Girl“); „I can see you in the morning time / Washing day, the weather’s fine / Hanging things upon the line / As your life slips away …“ („Mr James“); und natürlich, ganz übel: „I gave her my heart, but she wanted my soul“ (Don’t Think Twice“).

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Die Philosophie der Songs von Bob Dylan (1): A Simple Twist Of Fate

Bei diesem Song werden die Zuhörenden meistens sehr ruhig. Jede denkt für sich an eine Begegnung, eine Affäre, eine Was-wäre-wenn-Geschichte.

They sat together in the park
As the evening sky grew dark
She looked at him and he felt a spark
Tingle to his bones
‚Twas then he felt alone
And wished that he’d gone straight
And watched out for a simple twist of fate

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Götz Kubitschek und die Juden

In einem Gespräch mit dem AfD-Hausphilosophen Marc Jongen über den Fall Wolfgang Gedeon hat Götz Kubitschek, Chefideologe der Neuen Rechten in Deutschland, den Antisemitismus rehabilitiert.   Weiterlesen

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Schirrmacher und Sloterdijk

Die heftige Diskussion um meinen Nicht-Nachruf auf Frank Schirrmacher –

https://starke-meinungen.de/blog/2014/06/17/das-ende-von-etwas/

– zeigt mir, dass es falsch wäre, es bei diesem einen Text zu belassen.

Versuchen wir also, über die Charakterisierung von Schirrmacher als Exponent einer „spielerischen Rechten“ hinaus zu kommen. Lassen wir überhaupt die Frage der Einordnung auf einer ohnehin recht willkürlichen Rechts-Links-Skala beiseite. Zielen wir auf das, was den Publizisten in den letzten fünfzehn Jahren vor allem bewegt hat hat: die Frage des Verhältnisses von Mensch und Technik, von Dr. Frankenstein und seinem Monster. Weiterlesen

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