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Das Schwein des Anstoßes. Über die Kulturalisierung von Ressentiments und Hass

Man k√∂nnte es kurz machen und fragen, wie armselig es um eine Kultur bestellt sein muss, wenn der Verzehr von Schweinefleisch zu einem ihrer identit√§tsbildenden Kerne erkl√§rt wird. Doch kennen alle Kulturen Speisetabus und alle Religionen Speisegesetze, die mehr oder minder strikt eingehalten werden. Also m√∂chte ich versuchen, die aktuelle Diskussion um Schweinefleischgebote und -verbote ernst zu nehmen. Aus hygienisch-gesundheitlichen, sozio-√∂konomischen oder anderen zutiefst profanen Gr√ľnden einmal erlassen, wurden Speisegesetze kulturell bzw. theologisch veredelt und schlie√ülich zu einem verbindlichen Teil der kulturellen Eigenart bzw. des religi√∂sen Bekenntnisses erhoben. Hier reden wir nicht √ľber das Fleisch von Babyrobben oder Pferden, von Hunden oder Katzen. Wir reden √ľber das Fleisch von Schweinen, dessen Verzehrverbot der Islam vom Judentum √ľbernommen hat, so wie umgekehrt der Hellenismus die Verachtung und Verh√∂hnung schweinefleischfreier Ern√§hrungsweisen dem Christentum vererbte, das es wiederum an den radikalen S√§kularismus unserer Tage weiterreichte. Weiterlesen

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Christen mit Kälte im Herzen

¬†Von Karl Marx kennen wir das gefl√ľgelte Wort, Religion sei Opium des Volkes. Zur Zeit hat es den Anschein, als habe dieses spezielle Opiat die Gedanken vor allem der Christen in Europa vernebelt. Polen, das erzkatholische Land, weigert sich strikt, Fl√ľchtlinge aus Syrien und dem Irak aufzunehmen. Der polnische Europa-Abgeordnete Janusz Korwin-Mikke bezeichnete die Fl√ľchtlinge als “menschlichen M√ľll”. Ungarn, das sich als Speerspitze des Christentums in Europa sieht, behandelt Fl√ľchtlinge wie Kriminelle, l√§sst sie ohne Nahrung im Freien kampieren oder sperrt sie in Lager. Der ungarische Bischof L√°szl√≥ Kiss-Rig√≥ warnte vor einer islamischen Invasion: ‚ÄěSie kommen her und rufen ‚ÄėAllah ist gro√ü‚Äô. Sie wollen die Kontrolle √ľbernehmen‚Äú. Der Satz k√∂nnte so auch vom “Front National” oder von “Jobbik” stammen. Eine Kamerafrau eines rechtslastigen ungarischen (privaten) Fernsehsenders stellte einem rennenden Vater, der ein kleines Kind auf dem Arm trug, ein Bein, so dass beide st√ľrzten. Auf anderen Bildern ist zu sehen, wie sie ein Fl√ľchtlingskind mit Fu√ütritten traktiert. Pressearbeit auf Ungarisch. Weiterlesen

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Was Christen und Atheisten voneinander lernen können

Nicht nur meine atheistischen Freunde waren verst√∂rt, als ich vor vierzehn Jahren ein Buch √ľber Maria ver√∂ffentlichte, die Mutter des Jesus aus Nazareth. Noch verst√∂rter waren die wenigen unter ihnen, die das Buch auch lasen. Hatten sie von mir, einem zuweilen lautstarken Kritiker der Religion, eine Destruktion oder Dekonstruktion der Mariendogmen der Katholischen Kirche ‚Äď unbefleckte Empf√§ngnis, immerw√§hrende Jungfr√§ulichkeit und leibliche Aufnahme in den Himmel ‚Äď erwartet, verbunden vielleicht mit einem Angriff auf die unseligen Auswirkungen des Marienkults f√ľr das Bild der Frau in katholisch gepr√§gten L√§ndern, so wurden sie entt√§uscht. Weiterlesen

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