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Der Weltengestalter

Als Machtmensch hat es Recep Tayyip Erdogan faustdick hinter den Ohren. Innenpolitisch, so scheint es, braucht der popul√§re t√ľrkische Premier mittlerweile keinen Gegner mehr zu f√ľrchten. Selbst das Milit√§r l√§sst ihn beim Umbau vom laizistischen zu einem islamischen Staat bislang gew√§hren.

Auch außenpolitisch kann der 57-Jährige offenkundig vor Kraft kaum laufen. Seit einiger Zeit lässt der starke Mann vom Bosporus nichts unversucht, um aller Welt seine Entschlossenheit zu demonstrieren: Seht her, den Erdogan in seinem Lauf hält keiner auf. Und jetzt will er, der Berufene, sogar an einem ganz großen Rad drehen. Weiterlesen

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Feinde der Freiheit

Es gibt S√§tze, die sind so grunds√§tzlich, dass ihr Inhalt die Zeiten √ľberdauert. Einen hat Thomas Jefferson vor 200 Jahren formuliert: ¬ĽWo Pressefreiheit herrscht und jedermann lesen kann, da ist Sicherheit.¬ę Weise, weil wahre Worte. Der dritte US-Pr√§sident und Mitverfasser der amerikanischen Unabh√§ngigkeitserkl√§rung wusste eben, was einen freiheitlichen Staat ausmacht. Nur schade, dass Irans Machthaber nichts f√ľr Jefferson √ľbrighaben (Repr√§sentant des gro√üen Satans, pfui Teufel!), geschweige denn f√ľr Pressefreiheit.

Seit drei Monaten halten sie zwei deutsche Journalisten fest. Weiterlesen

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Sanktionen ohne Strahlkraft

Endlich! Der Weltsicherheitsrat hat sich offenbar auf neue Sanktionen gegen den Iran verst√§ndigt. Endlich ziehen auch Russland und China an einem Strang mit den USA, Gro√übritannien und Frankreich, wenn es gilt, Teheran auf Kooperationskurs in Sachen Atomprogramm zu bringen. Endlich gibt es statt hehrer Worte Taten. Endlich zeigt die Weltgemeinschaft zumindest ein wenig Willen und Verantwortungsbewusstsein. Endlich bekommt Israel ein Signal der Hoffnung, dass der Westen nicht einfach nur zuschaut, wenn ein UN-Mitglied einem anderen mit Ausl√∂schung droht. Endlich kann die gr√ľne Opposition im Iran darauf verweisen, dass das Mullahregime nicht immer ungeschoren davonkommt.

Schade nur, dass diese vierte Sanktionsrunde seit 2006 viel zu spät kommt und längst nicht scharf genug ist. Weiterlesen

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Neues vom Trickser

Na, wer sagt’s denn. Er bewegt sich. So scheint es zumindest. Irans Pr√§sident Ahmadinedschad hat sich bereit erkl√§rt, Uran in der T√ľrkei anreichern zu lassen. Ein gro√üer diplomatischer Erfolg, sollte man meinen. Zeigt Teheran mit diesem gro√üz√ľgigen Schritt nicht aller Welt, dass es mit seinem Atomprogramm allein friedliche Zwecke verfolgt?

Nuklearwaffen bauen, um damit beispielsweise Israel zu bedrohen, am liebsten gar zu vernichten? Wir doch nicht, i wo! Und deshalb w√§ren versch√§rfte UN-Sanktionen gleicherma√üen √ľbertrieben wie ungerecht. Daf√ľr g√§be es nun keine Basis mehr, verk√ľndete prompt der t√ľrkische Au√üenminister Davutoglu arg blau√§ugig. Weiterlesen

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Ahmadinedschad muss vor der UNO isoliert werden

Schande! Der größte Antisemit, Judenhasser und Antizionist nach Hitler spricht heute wieder einmal vor der UNO.

Ausgerechnet an diesem Ort, der den weltweiten Menschenrechten, dem Frieden und der V√∂lkerverst√§ndigung gewidmet ist. Ausgerechnet an dem Ort an dem Br√ľcken zwischen den Staaten und Religionen gebaut werden und Konflikte deeskaliert werden sollen. Weiterlesen

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