avatar

Was tun gegen den Islamischen Staat?

 

Wer ist schuld am Aufstieg des ‚ÄěIslamischen Staats‚Äú? George W. Bush, sagen die einen. Er hat durch den Sturz Saddam Husseins und die Aufl√∂sung der Baath-Partei und der irakischen Armee den Irak nachhaltig destabilisiert. Barack Obama, sagen die anderen. Er hat zu lange gez√∂gert, die gem√§√üigte Opposition gegen Baschar al-Assad in Syrien wirksam, auch durch milit√§rische Aktionen gegen Assad, zu unterst√ľtzen. Dadurch wurden die radikalen Kr√§fte in Syrien gest√§rkt.

Anders ausgedr√ľckt: Bush ist schuld, weil er regime change im Irak, Obama, weil er in Syrien kein regime change betrieben hat.

Weiterlesen

avatar

Wenn das der F√ľhrer w√ľsste!

Ein Whistleblower hat es herausgefunden: Der amerikanische Geheimdienst hat europ√§ische Diplomaten ausspioniert. Obwohl wir doch die treuesten Verb√ľndeten sind. Na ja, so ganz alt ist diese transatlantische Allianz mit uns Deutschen und den Italienern noch nicht. Es k√∂nnte sein, dass wir im letzten Weltkrieg auf der anderen Seite waren.

Aber seit dem Tag, an dem John F. Kennedy bekannt hat, er sei ein Schöneberger, ist das ja vergeben und vergessen. Und wir haben dieser Kontraktion aus Martin Luther King und Michael Jackson namens Barack Hussein Obama doch an der Siegessäule zugejubelt. Und neulich ein Essen von Sternekoch Tim Raue spendiert, als er mit seiner Familie in Tegel zwischengelandet ist. Und jetzt lässt ihn sein Geheimdienst alt aussehen. Politik kann so gemein sein.

Vom Russen hätten wir das erwartet. Immer. Weiterlesen

avatar

Obamas Sexismus

Ja, es gibt wichtigere Dinge: Nordkorea, der Iran, die Desintegration Europas, der islamische Radikalismus und meinetwegen die Frage, ob ausgerechnet Journalisten aus einem Land, in dem die Pressefreiheit nur dem Namen nach existiert, so einen Tanz auff√ľhren sollten, weil sie nicht einer vermutlich auf weite Strecken langweiligen Gerichtsverhandlung beiwohnen d√ľrfen.

Trotzdem.

US-Pr√§sident Barack Obama hat in Amerika einen Mini-Shitstorm geerntet, weil er √ľber die Justizministerin von Kalifornien gesagt hat, sie sei ‚Äěthe best-looking attorney general in the country‚Äú. (Man kann das schwer √ľbersetzen, weil die Amtsbezeichnung ‚Äěattorney general‚Äú im Englischen geschlechtsneutral ist. Auf Deutsch klingt das noch sexistischer als im Original.) Weiterlesen

avatar

Wie Europa Obama in den R√ľcken fiel

W√§re es nach den Deutschen gegangen, h√§tte Barack Obama mit √ľber 90 Prozent der Stimmen gewonnen, nicht mit knapp der H√§lfte, wie in Amerika. Um diesen Sachverhalt zu erkl√§ren, fehlte es hierzulande nicht an Erkl√§rungen, die gr√∂√ütenteils ‚Äďwie bei Kommentatoren √ľblich ‚Äď mit der Repetiertaste geschrieben wurden.

Konservative Kommentatoren nutzten die Gelegenheit zum Deutschen-Bashing, was ‚Äď im Wechsel mit Forderungen nach mehr Patriotismus ‚Äď zu ihren Lieblingsbesch√§ftigungen geh√∂rt. Weiterlesen

avatar

It’s the demographics, stupid

Barack Obama hat also √ľberraschend deutlich gewonnen. Und mit ihm die ‚ÄěRegenbogenkoalition‚Äú, die zuerst vor einem halben Jahrhundert f√ľr John F. Kennedy gestimmt hat. Obama war der Kandidat aller Minderheiten. Mitt Romney, der mindestens die H√§lfte der abgegebenen Stimmen erhalten hat, war der Kandidat der wei√üen M√§nner und ‚Äď nicht ganz so deutlich ‚Äď der wei√üen Frauen. Man kann auch sagen: Obama war der Kandidat der Zukunft der Vereinigten Staaten, die bunter, weiblicher und j√ľnger wird; Romney war der Kandidat der Vergangenheit. Weiterlesen

avatar

Wir wollen Obama

Hoffentlich vermasseln die Amis das nicht auch noch. Irritiert nimmt der Deutsche zur Kenntnis, dass er kein Wahlrecht in den Vereinigten Staaten von Amerika hat. Deshalb besteht die Gefahr, dass diese Burger Kings aus der amerikanischen Provinz einen ekligen Mormonen und Unternehmer-Hai ins Weiße Haus wählen könnten. Undenkbar. Wir wollen Obama.

W√ľrde der deutsche W√§hler entscheiden, h√§tte der schwarze Sonnyboy Barack O. schon 70 Prozent der Stimmen. Das ist nicht neu. Der Prototyp des modernen Charismatikers war John F. Kennedy. Den haben wir zwar auch nicht w√§hlen d√ľrfen, aber geliebt haben wir ihn. Man sah nach seiner Ermordung auch in deutschen Landen Tr√§nen. Weiterlesen

avatar

Friedensnobelpreis f√ľr Jens Stoltenberg

Nicht Barack Obama sollte den Friedensnobelpreis erhalten, sondern Jens Stoltenberg. Mein amerikanischer Freund sieht das anders. Er findet die Ermordung des Terroristen Osama bin Laden, des Verantwortlichen f√ľr¬† 9/11, im Mai letzten Jahres durch ein amerikanisches Killerkommando so gro√üartig, dass er Obama noch mal zum Pr√§sidenten w√§hlen will. Das habe den Weltfrieden gesichert. Man sollte ihn in Oslo ehren.

Unstrittig, dass Al Qaida eine Terrororganisation ist, zweifelsfrei, dass dieser Mann ein Massenmörder war. Die Weltmacht USA hat sich unter Obamas Vorgänger das Recht genommen, diese Feinde zu liquidieren, ungeachtet des Aufenthaltsortes, ungeachtet des Kriegsrechtes, ungeachtet der Rechtssysteme. Dead or life, shoot first, argue later. Das Foto von Obama und seinem Stab aus dem War Room der US-Regierung, ein Meisterwerk der Propaganda, bleibt in Erinnerung.

Ich erzähle meinem amerikanischen Freund Doug, einem Meinungsforscher der eigentlich nachdenklichen Sorte, von Jens Stoltenberg, von einem europäischen Mann meiner Generation und meiner Weltsicht. Weiterlesen

avatar

Schlag den Obama

Es klingt zynisch, Mit 30 Tagen Krieg und 500 toten Landsleuten rechnet Israels scheidender Zivilschutzminister Matan Vilnai, sollte es zu einem gewaltsamen Konflikt mit dem Erzfeind Iran kommen. F√ľr Vilnai ein kalkulierbares Risiko. Zumal der Gegner √ľber gro√üe milit√§rische Schlagkraft verf√ľgt. Folglich gebe es keinen Anlass zur Hysterie, wenn Teheran nach einen israelischen Angriff auf vermutete Atomanlagen Vergeltung √ľben w√ľrde. Also alles gut vorbereiten, etwa ein Raketenwarnsystem per SMS installieren ‚Äď und schon wird die Sache mit dem Krieg f√ľr den j√ľdischen Staat recht √ľberschaubar. Weiterlesen

avatar

Der Club der Guten. Oder: Die Neuerfindung der Vereinten Nationen

In den regnerischen Morgenstunden  des  24. Mai 2014,  im zweiten  Jahr nach seiner Wiederwahl,  hat  Präsident Barack Obama    beim Joggen im Park des Weißen Hauses  ein Erweckungserlebnis. Es ist  keine christliche Wiedergeburt in der Art seines  Vorgängers Georg W. Bush.

Nein, Obama hat eine Vision, die die Welt, wie wir sie bisher  kannten, von Grund auf  verändern sollte. Nach dem Duschen  ruft er sofort seinen engsten Mitarbeiterstab zusammen, um den Vertrauten der Macht  seine grandiose Idee zu unterbreiten. Noch am selben Tag werden wichtige  Schritte in die Wege geleitet. Eine hektische Geheimdiplomatie mit  Vertretern der befreundeten Staaten beginnt. Weiterlesen

avatar

Obama will das Atom. Yes, he can.

Hundert Reaktoren haben die USA am Netz in sechzig Kernkraftwerken. Jetzt planen sie weitere zwanzig. Das erste neue ist gerade genehmigt. Der Bau läuft schon. Renaissance der Nukleartechnik. Yes, we can.

Wie begr√ľndet der amerikanische Hoffnungstr√§ger das? Er will seine Menschen in Lohn und Brot, das geht nicht mit √ľberteuerten Energiekosten. Vom Weltmarkt kaufen die Leute, was sich rechnet, zur Not aus Asien. Wer den Strom zuhause verteuert, exportiert Arbeitspl√§tze. Da bei√üt kein Jobcenter den Faden ab. Weiterlesen

Scroll To Top