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10.000 km ostwärts – eine Reise durch das beginnende 1989 (17), auf der Rückreise

CHABAROWSK – MOSKAU, 5. – 10. März 1989 – Zweiter Teil: Von Birobidshan zum Baikal

(Hier der Link zu allen Tagesberichten.)

Die Schaffnerin hat mir eine Tabelle gegeben, auf der ich ersehen kann, wann der Zug wo ist. Hier, in der übernächsten Station kann ich in das achte Abteil. Moment mal, werden wir wirklich schon am 10. März in Moskau sein ? Die Schaffnerin nickt.

Ich mache mich auf den Weg durch die Waggons. Finde ich jemanden, der in Birobidshan aussteigt ? Weiterlesen

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10.000 km ostwärts – eine Reise durch das beginnende 1989 (16), auf der Rückreise

CHABAROWSK – MOSKAU, 5. – 10. März 1989 – Erster Teil: Chabarowsk – Birobidshan

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Der Schaffner ist ein Schlitzohr, das mich schon beim Einsteigen fragt, ob ich ein Geschenk für ihn habe. Aber ich kann auf einmal ganz schlecht russisch und ihn überhaupt nicht verstehen. Weiterlesen

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Randy Newmans Lieder (1): Short People

Zu sagen, Juden hätten den Rock’n’Roll erfunden, wäre vielleicht etwas übertrieben. Aber ohne den jüdischen Beitrag wäre die populäre Musik erheblich ärmer. Die Welt ohne Beatles, die der Film „Yesterday“ schildert, wäre ohne Brian Epstein Wirklichkeit. Und das ist nur der Anfang.

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10.000 km ostwärts – eine Reise durch das beginnende 1989 (15), auf der Rückreise

CHABAROWSK, 5. März 1989

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„Können wir in die Stadt fahren ?“ frage ich einen Taxifahrer.
„Können wir,“ sagt er, „wohin ?“ – „Dorthin, wo man etwas sehen kann.“ Abgemacht. Im Taxi plaudern wir und er ist auch erfreut über „die Fuhre“ die er jetzt macht.

Chabarowsk ist, wie schon einmal gesagt, eine junge Stadt. Weiterlesen

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Vom Sinn des Soldatseins – Erinnerungen an den Wehrdienst in der DDR (Teil 4/9)

Kapitel 4

Alle vier Wochen fand an zwei aufeinander folgenden Tagen Politunterricht statt – ver­ächtlich »Märchenstunde« genannt. Die gesamte Mannschaft saß im Schu­lungsraum und erhielt »Rotlichtbestrahlung«. So angenehm es einerseits war, an diesen Tagen mal nicht die übliche Ein­satzausbildung zu haben, so unendlich dröge zog sich andererseits die ideologische Beriese­lung hin. Offiziere leierten irgendwelche Phrasen her­unter, die nicht einmal sie selbst für voll nahmen, und versuchten vergeblich, die ganz trägen, wider­­willigen Soldaten in Diskussionen zu ver­wickeln. Weiterlesen

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10.000 km ostwärts – eine Reise durch das beginnende 1989 (14), auf der Rückreise

CHABAROWSK, 5. März 1989

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In Chabarowsk komme ich in meinem Zug aus dem Süden am nächsten Morgen an. Erst wird gefrühstückt, dann macht auch das Intourlst-Büro auf. Fahrkarte für den heutigen Zug nach Moskau ? Kein Problem. Nach einer halben Stunde habe ich sie in der Hand.

Auf der Post gebe ich die Michel – Jackson – Platte an Aschot nach Wladiwostok auf.

Einkaufen. Bis Moskau wird es wieder eine lange Reise werden und in der sowjetischen Eisenbahn ist es einfach üblich, eine Tasche mit Essen dabei zu haben.

WORAN ZERBRACH DAS SOWJETIMPERIUM ?

Im Lebensmittelgeschäft gibt es Brot, Zwiebeln, eingemachte Tomaten und Paprika, aber Fleisch ? Weiterlesen

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Kherson – an der Front. Und irgendwie egal

Beim Einchecken im Hotel wird man direkt darauf hingewiesen: Rauchen ist auf den Zimmern nicht erlaubt. „Auch wenn Sie einen Balkon haben – es darf nirgends geraucht werden, nicht mal auf dem Balkon.“ Dann kommt: „Bei Luftalarm versuchen Sie gar nicht erst, bis zum Bunker zu kommen. Das schaffen Sie sowieso nicht. Gehen Sie einfach auf den Korridor.“

Kherson: Erst war die Stadt russisch besetzt, dann wurde sie von der ukrainischen Armee befreit. Danach haben die Russen den Damm des Flusses, an dem die Stadt liegt, zerstört, und es kam zu einer Flutkatastrophe. Menschen, die sich auf die Dächer ihrer Häuser geflüchtet hatten, haben die Russen beschossen. Auch die Flutkatastrophe hat die Stadt und die umliegende Region ansatzweise bewältigt. Geblieben ist: die russische Armee auf der anderen Flussseite. Die Stadt liegt also quasi an der Front. Auf den Uferstraßen ist die schusssichere Weste unabdingbar. Es gibt keine Straße, in der nicht ein Gebäude von Raketen oder Drohnen getroffen wurde.

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Wie lenken wir die Diskussionen um die Asylpolitik in eine konstruktive Richtung?

Eine der vielen Vorteile unseres demokratischen Landes ist die vollständige Transparenz, wenn man sie denn sucht. Die Quelle dazu ist das statistische Bundesamt. Dort erscheinen in regelmäßigen Abständen die Zahlen des Ausländer-Zentralregisters (AZR). Dies beinhaltet auch die genauen Bevölkerungszahlen unseres Landes zum jeweiligen Stichtag, in meinem Beitrag der 31.12.2023.

25 Prozent der Deutschen haben eine Einwanderungsgeschichte

Die Einwohnerzahl Deutschlands lag am 31.12.23 bei 83,875 Millionen Menschen. Davon hatten 21,176 Mio. eine Einwanderungsgeschichte. Von diesen waren 16,173 Millionen direkt eingewandert. 5 Mio. waren deren Nachkommen. Weitere 4 Mio. Menschen hatten eine einseitige Einwanderungsgeschichte. In unserem Land leben foglich 58,686 Millionen Menschen ohne Einwanderungsgeschichte. Weiterlesen

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10.000 km ostwärts – eine Reise durch das beginnende 1989 (13), auf der Rückreise

CHABAROWSK – SPASSK DALNI – CHABAROWSK. 4. März 1989

„Guten Morgen.“ Der Schaffner hat mir einen Platz bei einem jungen Ehepaar im Abteil zugewiesen. Sie reisen bis kurz vor Wladiwostok. Die Stadt soll auch im Winter eisfrei sein. Vorerst jedoch fahren wir noch durch Schnee und kalte Winterlandschaft.

Es wird Mittag. Ein Mann mittleren Alters und in Zivil betritt das Abteil. „Guten Tag !“ sagt er und: „Darf ich mich ein wenig zu Ihnen setzen ?“ Dann sitzt er auch schon. Der Tonfall, mit dem meine Mitreisende ihr: „Natürlich, setzen Sie sich doch !“ sagen, spricht Bände. Sie haben längst begriffen, Weiterlesen

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Deutschland und die drei Reiter der Apokalypse

Donald Trump, Elon Musk und Javier Milei machen auf schmerzhafte Art und Weise deutlich, was in unserem Land fehlt: Klugheit, Originalität und Mut zur Erneuerung

Wenn Trump ins Spiel kommt, darf jeder mal so richtig ungehemmt aus der Hüfte schießen. „Nun kennen wir den Mann schon länger und wissen, dass er seine Einfälle gerne rausposaunt, bevor die anderen Hirnareale sich zuschalten können“, diagnostiziert Florian Harms, Chefredakteur der Plattform T-Online. Ein „Wichtigheimer“ sei der designierte Präsident der Vereinigten Staaten, heißt es weiter in seinem Morgen-Newsletter.

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