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Was hat ein Apfelstrudel mit Israel zu tun? Eine Rezension

"Meinen Apfelstrudel sollten Sie sich nicht entgehen lassen – Schalom. Begegnungen in Israel" von Michael G. Fritz

Der Dresdner Autor Michael G. Fritz schildert in seinem Buch persönliche Geschichten von Menschen, die ihm in Israel begegnet sind und die sich selbst wohl als eher gewöhnlich oder unwichtig ansehen, durch ihre Erzählungen aber genau das Gegenteil darstellen. Höchst lesenswert.

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1984 – Als ich unter die Bibelforscher ging …

Eine Bibel!

Die ist mir sogar bewilligt worden in der Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit 1984. Täglich für eine Stunde. Mal früh, mal mittags, mal abends. „Wir haben nicht so viele Bibeln, nicht für jeden Untersuchungsgefangenen eine.“ Sagt der Leiter des Verwahrhauses, bei dem ich mich beschwert hatte. Weiterlesen

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It’s the economy, stupid. Version Musk

Nach einem politischen Plan oder einer Strategie hinter Trumps Vorgehen zu suchen, von seinem Zollkrieg gegen Europa und den Rest der Welt, der Unterstützung Putins bis zum Griff nach Grönland, ist vergebens. Er handelt wie ein Kaufmann auf dem Basar, im Auftrag der Tech-Oligarchen hinter ihm. Mit zweifelhaftem Erfolg. Weiterlesen

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Frühling im Irrenhaus

Obwohl seit heute angeblich sogar Sommerzeit herrscht, fühlt es sich wetter- wie trump-mäßig recht winterlich an. Nicht nur gegen diesen Blues hilft Jazz & Fusion des Altmeisters Herbie Mann, empfiehlt Musikus Ulf Kubanke. Weiterlesen

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Songs von Leonard Cohen (2): You Want It Darker

Dass ich ein anderer sei, das wissen wir; aber wer ist Du? Wer will es dunkler? „You Want It Darker“, so heißt das letzte zu Lebzeiten Leonard Cohens veröffentlichte Album. Als ich den Titel las, dachte ich, der Mann gestatte sich einen letzten Scherz mit seinen Fans: Ihr wollt es noch dunkler. Die Stimme tiefer, die Stimmung düsterer. Bitte sehr.

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Der Gott des Todes trägt Birkenstock. 20 Jahre in einer Newcomer-Wettbewerbs-Jury.

Mit 50 habe ich beschlossen, kein Jugendlicher mehr zu sein. Das merkte ich unter anderem daran, das ich nicht mehr willens war, mich in Jurys für sogenannten „Nachwuchswettbewerbe“ berufen zu lassen. Es ist ja auch nicht ganz leicht, sich den Anforderungen einer solchen Jury zu unterwerfen, wenn man selbst Musik irgendwie unsortiert empfindet. Denn wie soll ich mich in einem solchen Gremium allgemein verständlich machen, wenn ich beim sogenannten analytischen Hören von Musik gelegentlich ausrufen möchte: „Die Gitarre klingt wie ein belegtes Schwartenmagen-Brötchen, aber mit viel Senf, davon füge man bitte mehr hinzu.“ Oder auch: „Ich hätte da an dieser Stelle, gleich hinter dem zweiten Refrain, gerne einen grünlichen Keyboardsound etwas angemessener empfunden. Vielleicht sollten Sie auch etwas mehr vom Geräusch ertrinkender Jungfrauen Ihrem Klanggebilde beimischen, werter Herr!“. So rauschte es mir doch gelegentlich durch den Kopf, und das machte die Arbeit als Juror nicht eben leichter.

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Nichts darf man mehr: Jetzt soll auch das Lügen verboten werden

Der BILD entnehme ich, dass die Rot-Schwarze Koalition „das Lügen verbieten“ wolle. Viel Glück damit, möchte man den Koalitionären zurufen. Verwunderlich ist allerdings die Empörung in manchen Kreisen. Mir war nicht klar, wie heilig manchen Leuten das Lügen ist. Dabei sind es oft dieselben Leute, die meinen, Deutschland müsse ein christliches Land bleiben; was ja hieße, dass hier auch das Achte Gebot gilt, Meinungsfreiheit hin oder her.

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Verkehrsplanungen: Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Niemand mag Schilderwälder! Grafik: Frank Vollmer

Eine gerade Linie verbindet zwei Punkte, und je weniger Kurven, desto schneller und einfacher kommt man ans Ziel. Doch in der Praxis wird das zunehmend schwieriger. Der Grund dafür ist die Verkehrslenkung, bei der jede Kommune mitreden will. Wer einen Vergleich zwischen zwei Karten desselben Ortes – eine aus 1975 und eine aus 2025 – zieht, sieht sofort: Die Straßenführung ist komplizierter geworden. Das gilt für fast jeden Ort.

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In der Thüringer Kleinstaaterei (9) – Schmalkalden, preußisch Hessen

Nirgendwo in Deutschland währte die Kleinstaaterei so lange wie in Thüringen. Die Grafik unten (aus Wikipedia) zeigt die politischen Grenzen von 1910 auf. Erst mit dem (Reichs-)Gesetz vom 30. April 1920 wurde zum Folgetag das Land Thüringen aus 7 Einzelstaaten gebildet. Als „kleinthüringer Lösung“. Preußen war nicht bereit gewesen, auch nur einen Quadratzentimenter beizusteuern. Das geschah erst nach 1945. 7 plus 1 Sterne zieren deshalb heute das Thüringer Landeswappen. Thüringen – das Land mit den vielen Residenzen.

Schmalkalden

Im Deutschen Krieg, also dem Aufbegehren des Norddeutschen Bundes unter Preußens Führung gegen den Wiener Kaiser, fand Kurhessen 1866 sein jähes Ende.

Der Kurfürst hatte auf des Kaisers Seite für den Deutschen Bund und gegen Preußen gekämpft und alles verloren.

Seitdem gab es die preußische Provinz Hessen-Nassau mit dem damals in Preußen üblichen Provinzial-Landtag und den beiden Regierungsbezirken Wiesbaden und Kassel. Weiterlesen

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Irrsinn regiert (2)

Trumps Stümperregierung chattet ihre Krieg&Friedenpläne mit Journalisten. Den Bundestag präsidiert nun eine Ex-Weinkönigin. Und in Celle steht eine RAF-Rentnerin als Bonnie-and-Clyde-Verschnitt vor dem Kadi. Kannste Dir alles nicht ausdenken.

Kabarettisten, Satiriker, selbst Zyniker und Verschwörungsheinis können einem echt leid tun. Was die Chaos-Truppe des Möchte-gern-Diktatorchen in Washington aufführt, aber auch das Führungspersonal der noch gar nicht amtierenden neuen Regierung in Berlin, spottet jedem Spott. Dahinter einen finsteren großen Plan zu vermuten, wäre viel zu hoch gegriffen. Sie machen es einfach, weil sie es nicht können. Weiterlesen

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