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Absturz der Grünen

Über die Grünen gibt es das Bonmot, sie gewännen stets die Meinungsumfragen, nicht aber die Wahlen. So war es auch bei der Bundestagswahl 2013. In Umfragen wurden sie damals mit bis zu 15% gehandelt. Das reale Ergebnis betrug dann ernüchternde  8,4%. Gegenwärtig erleben die Grünen  einen starken  Rückgang in der Zustimmung bei der Wählerbefragung – ein beängstigendes Zeichen. Bei der Sonntagsfrage schwanken die Werte der Grünen gegenwärtig zwischen 6,5% und 9%. Es kann also durchaus sein, dass die Grünen am 24. September um den Einzug ins Parlament bangen müssen.

Was sind die Gründe für diesen Absturz in der Wählergunst? Sie haben etwas mit der rauen Großwetterlage zu tun, mit Trump, Brexit, Kriegsszenarien rund um Europa, Flüchtlingskrise, fragilem europäischem Haus. Jetzt zeigt sich, dass die Grünen in erster Linie doch  eine Lifestyle-Partei sind, die in Schönwetterphasen Wähler anzieht, weil sie sich durch den grünen Zeitgeist  einen Distinktionsgewinn gegenüber dem Mainstream erhoffen: einen  moralischen Überschuss, den grüne Politik stets gewährt,  die Verheißung eines gesunden  Lebens und obendrein noch der  Errettung der Welt. All diese schönen Utopien lässt man fahren, wenn es darum geht, das Staatswesen, unsere Demokratie, vor grundlegenden Erschütterungen zu bewahren. Und diese könnten uns durchaus drohen.

Die ersten Wochen der Trump-Administration verliefen so chaotisch, dass es nicht unmöglich scheint, dass Trump Dinge tut, die auch für Europa schwerwiegende Folgen haben könnten. Wenn er seine Ankündigung wahr macht, Einfuhren aus Europa mit  einem Einfuhrzoll in Höhe von 35% zu belegen, wäre dies der Startschuss für einen Wirtschaftskrieg, bei dem beide Partner verlieren würden. Protektionismus führt, das lehrt die Erfahrung, zu einer Wohlstandsminderung, langfristig zu Einbußen bei der Wettbewerbsfähigkeit eines Landes, weil die ausländische Konkurrenz als Stimulator wegfällt. An der Wirtschaft Russlands kann man diesen Effekt  gut studieren. Die Sanktionen aus dem Jahr 2014 und die Gegensanktionen Russlands gegen die EU und die USA haben dazu geführt, dass die eigene Wirtschaft auf sich selbst zurückgeworfen wird und in wichtigen Branchen zurückfällt, weil der Anschluss  an westliche Technologie unterbrochen ist. Dieses Schicksal  würde auch Europa drohen.

Die  EU ist auch von innen her bedroht. Der Brexit und die Wahl Trumps hat den Rechtspopulisten Auftrieb gegeben. Wenn in Frankreich Marine Le Pen die Wahl zur Präsidentschaft gewönne, hätte dies schwerwiegende Folgen für den inneren Zusammenhalt der EU: Austritt aus der Eurozone und der EU per Volksabstimmung, Wiederaufleben der Konfrontation Frankreichs mit dem Erbfeind Deutschland, das  durch die Selbstschwächung Frankreichs dann wirtschaftlich uneinholbar wäre. Man mag sich gar nicht ausmalen, welches Gespenst der Vergangenheit dann am Horizont erschiene.

Trumps Außen- und Militärpolitik ist auch alles andere als verlässlich und berechenbar. Niemand kann vorhersehen, wie weit er  die (militärische) Konfrontation mit China und dem Iran treibt, die er schon  im Wahlkampf als Hauptfeinde Amerikas ausgemacht hat. Ein glaubhaftes Treuebekenntnis zur NATO haben bislang nur der Außen- und der Verteidigungsminister abgegeben. Von Trump selbst hat man nur Lästerliches gehört.

Von Boris Jelzin, der wegen seiner Alkoholexzesse als ähnlich unberechenbar galt, ist der Cartoon überliefert, der ihn in einem Krankenhausbett zeigt. Auf dem Nachttisch sind zwei rote Knöpfe angebracht: Notruf  und  Atomkrieg. Jelzin fingert mit vom  Delirium  zitternder Hand auf dem Nachttisch herum. Beängstigend! Jüngst haben  30  amerikanische Psychiater ein gemeinsames  Statement abgeben, in dem sie die Diagnose aufstellen, bei Trump handele es sich um einen  Menschen mit einer schweren narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Er verkenne in einer Mischung aus Größenwahn und Mangel an Empathie die Realität und sei deshalb in der hohen Position eines Präsidenten eine Gefahr – für die USA und die Welt.

Den Wählern in Deutschland ist es  nicht zu verdenken, wenn  sie angesichts solcher Bedrohungen  bei der nächsten Bundestagswahl Parteien wählen, denen sie am ehesten zutrauen, dass sie den Ernst der Lage begriffen haben und dass sie gewillt sind, unser Land sicher durch  die Fährnisse, die uns drohen könnten, zu steuern. Die Grünen werden mit einem solchen vertrauenswürdigen Lotsen am wenigsten in Verbindung gebracht. Zu sehr haben sie sich in ihren Life-Style-Kokon eingesponnen und arbeiten am Projekt „Besser leben“ mit  veganem Essen und Vorfahrt für Radfahrer.

Bei den großen Parteien CDU und SPD spielt derzeit  neben der Inneren Sicherheit vor allem die Frage eine Rolle, wie sich die Bundeswehr im europäischen Rahmen aufstellen muss, um bei einem nachlassenden Engagement der USA in Europa die Sicherheit des Kontinents gewährleisten zu können. Diskutiert werden Schritte zu einer rascheren Reaktionsfähigkeit der NATO bei Sicherheitskrisen, eine bessere Reaktion in Fällen hybrider Kriegsführung und eine wirksamere Verteidigung bei Angriffen im Cyberraum oder beim Nachrichtenkrieg durch Fake news. Die Weltfremdheit der Grünen kann man daran ablesen, dass sie sich unverdrossen  mit ihren Steckenpferden beschäftigen: Verbot der Massentierhaltung, Verbot der Plastiktüte, Gender-Toiletten in  allen öffentlichen Gebäuden. Auch angesichts  drohender Gefahren für den freien Handel  halten sie  an ihrer Ablehnung von CETA und TTIP fest. Sie merken gar nicht, dass sie dadurch das Geschäft von Trump betreiben. Die Abwendung von den Grünen erklärt sich wohl auch damit, dass es ihren Anhängern  peinlich ist, sich beim Kampf gegen die Freihandelsabkommen plötzlich an der Seite Trumps wiederzufinden. Auch auf dem Felde der Militärpolitik schlagen die Grünen die Schlachten von gestern. Eine  Erhöhung des Verteidigungsetats auf die von den USA geforderten  2% des BIP wird mit den Grünen nicht zu machen sein. Waffenexporte wollen sie ganz verbieten, so dass auch NATO-Staaten oder befreundete Staaten wie Israel davon betroffen wären.

Der Protest gegen das pauschale Einreiseverbot, das Trump in seinem (schlampig verfassten)  Dekret gegen Muslime aus sieben Staaten  verhängt hat, ist berechtigt. In den  USA hat sich zum Kampf gegen das Dekret eine bunte Koalition gebildet: Initiativen der Zivilgesellschaft,   Bürgerrechtsorganisationen, die Demokratische Partei,  Muslimverbände usw. Der deutsche Protest gegen das Einreiseverbot wäre allerdings glaubwürdiger, wenn seine (überwiegend linken) Vertreter gleichzeitig gegen das pauschale Einreiseverbot gegen Bürger des Staates Israel eintreten würden, das von der arabischen Welt seit Jahren (!) praktiziert wird. Darüber hat sich bislang kaum jemand aufgeregt.

Die Grünen haben noch genügend Zeit, ihre Politik und ihr Wahlprogramm an der neuen Wirklichkeit in der Welt auszurichten. Allzu lange sollten sie damit nicht warten. Ein bitteres Erlebnis aus der Vergangenheit der eigenen  Parteigeschichte sollte ihnen eine Lehre sein: Bei den ersten Bundestagswahlen nach der Wiedervereinigung 1990 gaben die Grünen den Slogan aus:  „Alle reden von Deutschland, wir reden vom Wetter“. In krasser Verkennung der Stimmung im Wahlvolk – es herrschte Jubel über das Geschenk der Wiedervereinigung –  manövrierten  sich die Grünen  mit diesem Spruch   ins Abseits.  Prompt  scheiterten sie  an der 5%-Hürde.  Doch welche grüne Führungsfigur könnte sich  derzeit  dazu aufschwingen, die Wirklichkeit in den Blick zu nehmen?

 

74 thoughts on “Absturz der Grünen

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    Stevanovic, nein. Ich würde das nicht überleben und deswegen das Land verlassen. Ich brauche keine Missgünstigen, Wortverdreher und Verbotsaffine, die mich regieren. Wer die braucht, muss seine Psyche hinterfragen. Die sind zwischen Orwell und Nanny-State angesiedelt, außerdem in Teilen antisemitisch (die ganz Roten). Außerdem hat Ziegler nicht Recht, wenn er meint, es interessierte jemanden, ob eine kleine Partei gerade im Bundestag ist oder nicht. Man kann auch aus folgendem Motiv die FDP wählen: Wenn Frau Merkel sie nicht will.

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    Der Absturz der Grünen hat sicher viele Gründe. Ich z.B. habe für die Grünen seit ich wählen darf gestimmt (das sind über 30 Jahre). Mittlerweise frage ich mich für was. Früher haben sich die Grünen für Umwelt und Volk eingesetzt, gegen den Interessen von Geld und Konzerne, das ist schon lange vorbei. Heute ist ihre größte Heldentat Kindern und Jugendlichen das Fahrradfahren in der Natur zu verbieten, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

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      Ich bitte um Verzeihung, aber wo und wann ist dies mit dem Radelverbot für Kinder und Jugendliche in der Natur geschehen? :-0

      Für mich klingt das wirklich geradezu grotesk – das soll jetzt keinesfalls gegen Sie gerichtet sein 🙂 – aber früher waren die Grünen doch generell für und nicht gegen das Radfahren…

      Andererseits gibt es in dieser Welt doch immer wieder die grotesksten Situationen…

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        @Herr Nick:
        Können Sie auch noch etwas anderes als haltlos herumzupöbeln? Ich hatte Herrn „Wernerle“ etwas gefragt, nicht Sie.

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    Tja- strategisch kann man Nur schwarz oder rot oder rot wählen und hoffen, daß es neben GroKo eine Alternative geben wird. Die AfD zerfleischt sich vermutlich. Aber Seehofer hat aus Angst die CDU geschwächt und AFD-Parolrn nachgeplappert. Das sehe ich als Alterserscheinung. Er ist fad und starrsinnig geworden.

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    ‚Der Fremde, der in deiner Mitte wohnt, steigt immer höher nach oben, hoch über dich hinaus, und du steigst immer tiefer hinab. Er leiht dir aus und du kannst ihm nichts ausleihen. Er wird zum Kopf und du wirst zum Schwanz.‘ (Deuteronomium 28:43-44).

    … Cavusoglu in Ankara. Wenn Deutschland die Beziehungen zur Türkei aufrechterhalten wolle, müsse es ‚lernen, sich zu benehmen‘.

    Im Rathaus von Gaggenau in Baden-Württemberg ist am Freitagmorgen eine Bombendrohung eingegangen. Der Anrufer begründete die Drohung mit der Absage eines Auftritts des türkischen Justizministers Bekir Bozdag in der Stadt …

    … tja, Freunde, wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten. Oder!

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      Natürlich. Der Staat verteidigt die Deutschen nicht gegen diese absolut kultur- und rassefremden Invasoren und Blutaussauger.
      Aber wissen Sie: dieser von den sog. Alliierten eingesetzte antideutsche Parastaat hat keine Fehler. Er ist der Fehler.

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    Strategische Wähler –
    Ich glaube nicht, dass diejenigen, welche ‚die Große Koalition ablösen wollen, aber nicht sehr unzufrieden sind, entweder Grüne oder FDP wählen‘.
    Sie lassen sich entweder von Schulz einlullen oder aber sie geben Merkel eine zweite Chance;
    denn sowohl die FDP als auch die GRÜNEN stehen ja – je nach Ausgang der Wahl – ohnehin bereit. Es hängt also daran, wie bedeutsam man die ungleiche Verteilung von Vermögen und Einkommen beurteilt, dann tendiert man zu Schulz, oder aber man geht davon aus, dass eine Verteilungspolitik unsere Probleme nicht lösen wird und setzt auf Merkel, falls man ihr zutraut, mit ihrem Stil noch internationale Verhandlungen beeinflussen zu können.

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      Bereitstehen genügt aber nicht, man muss auch eine Mehrheit bilden können. Die Große Koalition ist bei weitem das wahrscheinlichste Ergebnis. Die „GroKo“ führt z.B. dazu, dass die AfD stärker wird. Das zu verhindern ist für viele ein strategisches Ziel. Solche Wähler werden versuchen, eine weitere Große Koalition zu verhindern, indem sie FDP oder Grüne wählen. Die meisten davon werden Grüne wählen, weil die FDP weniger Machtoptionen hat und noch gar nicht im Bundestag vertreten ist. Nur strategische Wähler, denen die Option Rotrotgrün ein Graus ist (wie Herrn Stevanovic), d.h. die als weiteres strategisches Ziel haben, RRG zu verhindern, wählen die FDP. Die anderen wählen die Grünen.

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        …es geht dabei zunächst um Leute, die eher nicht zur Wahl gehen und nun motiviert sein werden zu wählen. Und um Leute, die wie Herr Werner glauben, dass die potentiellen Koalitionspartner Grüne bzw. die FDP Probleme haben werden, über die 5%-Hürde zu klettern, und dies im Gegensatz zu Herrn Werner für keine gute Sache halten. Aber auch viele SPD- und CDU-Wähler werden durch die Wahl eines potentiellen kleinen Koalitionspartners ihren Wunsch ausdrücken, einen Regierungswechsel hebreizuführen.

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        RRG: Es ist die schlechteste aller Kombinationen, ein politisches Desaster, aber sowohl ich, als auch das Land, würden es überleben. Ganz bestimmt.

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      Letztlich geht es, bewegt man sich im Mainstream und hat keine große Begeisterung für etwas ganz neues, um Akzente. Ampel unter Schulz wäre bei weitem nicht das gleiche, wie rotrotgrün unter Schulz. Sollte ich die Wahl zwischen schwarz/gelb unter Merkel oder RRG unter Schulz haben, halte ich RRG für die schlechtere Wahl. Solange die FDP stark genug ist, fallen die Ränder auf jeden Fall aus. Nochmal Merkel ist mir lieber, als RRG, aber mir ist Merkel (in welcher Kombination auch immer)oder Schulz (Groß oder Ampel) eigentlich egal, solange die Linkspartei nicht dabei ist. Also FDP.

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    Man sollte sich auch mal die strategischen Wähler ansehen. Wer die Große Koalition fortsetzen will, klar: der wählt SPD oder CDU. Wer die derzeitige Politik komplett ablehnt, wählt AfD oder die Linke. Wer die Große Koalition ablösen will, aber nicht sehr unzufrieden ist, wählt entweder Grüne oder FDP. Die FDP hat nur eine Machtoption: Ampel. Bei den Grümnen gibt es zwei Machtoptionen: Ampel oder Rotrotgrün. Das spricht für strategische Wähler für die Grünen. Derzeit sind sowohl Ampel als auch Rotrotgrün nicht sehr wahrscheinlich. Aber eben deshalb werden viele Leute, die sich die Beendigung der Großen Koalition wünschen, die Grünen wählen.

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      Die so. Jamaicakoalition hab ich vergessen, die ginge auch. Dann gäbe es also 2 Optionen für FDP und drei für Grüne. Alles andere ist zu unrealistisch.

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      Ich bin auch strategischer Wähler, und ich wähle ganz sicher die CDU/CSU und gebe ihr damit eine zweite Chance. Man sollte die CDU/CSU wählen, um ihr zu einer absoluten Mehrheit zu verhelfen. Das ist eine sehr ungewöhnliche Ansicht, nicht wahr. Wenn’s eng wird, packe ich die FDP dazu. Oder AfD, eine Stimme.

      Den Mist über die FDJ-Sekretärin fresse ich nicht. Sie war Studentin und musste Kompromisse machen, sonst beendeten die dort das Studium. Zu Havemanns Haus kann sie jemand mitgenommen haben, der ihr das mal zeigte. Wir wissen es nicht genau. Im Zweifel für den Beschuldigten, erstmal. Jedenfalls wollte Biermann sie 2013 wählen, und Biermann war zwischenzeitlich der Schwiegersohn von Havemann und hat mit Havemanns Tochter zwei Kinder.

      Sie ist nicht mein Traum, die Äußerungen dünn und unverbindlich und in letzter Zeit undiplomatisch gegenüber der eigenen Bevölkerung. Andererseits muss man sagen, dass die Zwangsehe mit Maas oder Schwesig und Konsorten ihr nicht gut tut, und manche Sachen ihr das Leben unnötig schwermachen, zum Beispiel dieser von den USA gewollte Dieselskandal und diese unerklärliche Macht von Tesla oder GooglebrauchtkeinenFahrer. Und Erdogan natürlich. Und die Griechen haben vor Jahren gesagt, wenn sie nicht spurt, schieben sie Leute hoch, Erpressung. Schimpft ruhig auf mich.

      P:S: Ganz schwer drüben hatten es mit prestigeträchtigen Studienplätzen Pastoren- und Arztkinder, egal wie begabt.

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        Das hört sich aber nicht sehr strategisch an: die herrschende Politik massiv kritisieren und die CDU, die seit ungefähr hundert Jahren regiert, wählen.

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        Nein, das ist ja nicht wahr, dass die CDU regiert, weil Merkel sich von der SPD und sogar Wünschen aus dem Grünenlager treiben lässt, weil sie sich außerdem einreden lässt, dass mit der AfD gleich das KZ wiederkäme. Das Problem ist weniger die CDU/CSU, die viele gute Leute hat, denn Merkel und ihr unmittelbares Umfeld, alles Ja-Sager, zwei mit au wie aua.
        Das Strategische daran ist, die Möglichkeit einer absoluten Mehrheit ins Gespräch zu bringen und damit Seifenblasen von RRG zum Platzen zu bringen. Einer unserer Vernünftigsten hier, Stevanovic, hat sich da auch ganz klar ausgedrückt, er wird FDP wählen. Es fehlt eine rhetorische Wendung von Merkel, die Einsicht, dass ihre Wankelmütigkeit dem Land schadet, außerdem die Einsicht, dass sie Fehler machen darf und besser rüberkäme, wenn sie einige zugeben würde. Dies ist kein Land, in dem man nicht einen Fehler machen darf. Gucken Sie mal dieses neuerliche Erpressungsmaterial von Erdogan, Deniz Yücel. Es ist wirklich schwierig, vielleicht wollte es deswegen niemand machen. Der arme Deniz.

        Aber viele Direktmandate aus Bayern und auch für einzelne CDU-Leute und vielleicht ein fehlendes für sie selbst wären ein Signal. Man muss der CDU/CSU meiner Ansicht nach eine Chance geben. Ich will weder Maas widersehen noch Küstenbarbie und die mit der Kastenfrisur, die im Ausland für einen Mann gehalten wurde, auch nicht.
        Und KGE als Außenministerin ist eine Horrorvorstellung. Frau Wagenknecht im Film in der Rolle von Anna Karenina? Wunderbar. Aber ihre Politik? Ich wollte sie jetzt nicht auf den Laufsteg schicken, aber es ist klar, dass sie Charisma hat. Unglaubliche Schönheit und Intelligenz.
        Ach, übrigens finde ich Andrea Nahles nicht schlecht, aber nur Andrea Nahles. Ganz schlimm: Oppermann, Stegner, Jäger. Zu schade, dass die Leute nicht einzeln antreten. In Amerika finde ich gut, dass sie den Präsidenten wählen, und der sucht dann Leute zusammen aus ganz verschiedenen Ecken, die vom Senat bestätigt werden müssen, alle Individuen, auch Geschäftsleute, Juristen. Ich glaube, dass Mattis z.B. eine sehr gelungene Wahl ist.
        Es erinnert etwas an den Film „Der Clou“, wo die Leute alles stehen und liegen lassen für einen Spezialauftrag.
        Hier diese Liste hintendran ist zum Weinen, ähnlich überflüssig wie Fernsehgebüren für Leute, die nicht fernsehen. Man versorgt sich.

        Also gut, sie ist Kandidatin. Und wenn sie das schon ist, wäre es besser, die CDU und die CSU treiben sie, vielleicht noch die FDP, damit die CDU wieder auf die Reihe kommt. Vielleicht bin ich auch zu gütig und nicht bereit, beweislos Negatives über sie zu sagen. Schulz kann bestimmt gut Opposition.

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        Wenn die CDU eine absolute Mehrheit einfahren würde – ein Gedankenspiel, das vollkommen utopisch ist und schon deshalb nicht strategisch sein kann – dann würde zumindest derblondehans hier ziemlich bitter werden, denn eine solche Mehrheit würde Frau Merkel als überdeutliche Bestätigung für sich und ihre Politik verbuchen.
        Mit Deniz Yücel haben Sie jedenfalls recht, das ist übelst, eine regelrechte Geiselnahme. Erschreckend, wie schnell rechtsstaatliche Maßstäbe erodieren können, wenn die Falschen an die Macht kommen. Die Protestwähler sollten sich das genau ansehen.

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        R.Z.: ‚Wenn die CDU eine absolute Mehrheit einfahren würde – ein Gedankenspiel, das vollkommen utopisch ist und schon deshalb nicht strategisch sein kann – dann würde zumindest derblondehans hier ziemlich bitter werden, denn eine solche Mehrheit würde Frau Merkel als überdeutliche Bestätigung für sich und ihre Politik verbuchen.‘

        … die Ex wegen diverser Rechtsbrüche – SOFORT – in U-Haft, die CDU/CSU auf deutsch-europäisch-amerikanischen und rechtsstaatlichem Kurs, (nach Grundgesetz, falls sich hier jemand erinnert was das ist) mit Söder, z.B., als KK, würde nicht nur die AfD ‚einbinden‘, sondern hätte größte Chancen auf einen Mehrheit in Deutschland ohne rot-rot-grün. Im Übrigen war ich vor Merkel CDU-Wähler.

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        Überlegung zu Yücel: Einer der Gründe, warum ich meine serbische Staatbürgerschaft abgegeben hatte, war der Wunsch, in Serbien nicht mehr dazu zu gehören. Denn mit der Staatsbürgerschaft wäre ich in Serbien eine innere Angelegenheit und das wollte ich nicht. Heute bin ich dort Ausländer und das ist gut so. Nun ist es in den meisten Fällen keine eigenständige Wahl, ob man eine Staatsbürgerschaft abgeben kann oder nicht. Ich hatte einige Bekannte, deren Ersuchen auf Entlassung schlicht abgelehnt wurden, ich hatte Glück. Die Doppel-Staatsbürgerschaft ist in den meisten Fällen kein Privileg, sondern eine Notwendigkeit, um nicht von der Familie getrennt zu werden. Ich habe es damals riskiert und hatte Glück. Ich kann als Deutscher nach Serbien. Sollte sich die Situation in der Türkei verschlimmern, gar Visa für Europäer eingeführt werden, könnte es Familien zerreißen. Der deutsche Begriff „Loyalitätsprobleme“ geht an der Wirklichkeit vollkommen vorbei. Deswegen hat mich diese FAZ Geschichte etwas berührt. Natürlich ist Yücel Deutsch-Türke, weil er zwei Pässe hat, ist nun mal so. Und natürlich ist es ein Unterschied, ob ein Staatsbürger oder ein Ausländer verhaftet wird. Deswegen habe ich die Doppelte für mich und meine Familie abgelehnt. Das hat jetzt alles mit Yücel nichts zu tun, aber der Fall könnte helfen, die Debatte hier in Deutschland auf eine reale Grundlage zu stellen, bei allen Beteiligten.

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        @Stevanovic: Mit den vermeintlichen „Loyalitätsproblemen“ ist das so eine Sache. Sie wird, wie es scheint, nur hervorgeholt, um politischen Gegnern zu schaden, dient aber nicht der Wahrheitsfindung. Dem (ausschließlich) deutschen Staatsbürger Cem Özdemir wurden seitens diverser Unionspolitiker ebensolche „Loyalitätsprobleme“ vorgeworfen. Die Vorwürfe ergingen seltsamerweise nicht in Richtung des CDU-Mitglieds David McAllister, der nicht nur deutscher Staatsbürger ist, sondern gleichzeitig auch Untertan ihrer Majestät Elisabeth II. Und ein Grünen-Politiker wurde seinerzeit öffentlich angefeindet, als er fragte, ob Joseph Ratzingers doppelte Staatbürgerschaft (als deutscher Staatsbürger gleichzeitig Staatsoberhaupt eines anderen Staates) in Ordnung gehe, so daß bei der Handvoll Kurienkardinäle auch nicht weiter nachgefragt wird. So viel zum Messen mit zweierlei Maß.

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      @RZ: Sie haben Jamaica vergessen. Und da fängt es für die taktischen Wähler an, sehr schwierig zu werden. Gerade in meiner Wahlheimat Hessen haben die Wähler nach der Landtagswahl erlebt, wie sehr sich die grüne Parteiführung der CDU angebiedert hat. Wer im Vertrauen auf (rot-)grüne Politik sein Kreuz bei den Grünen gemacht hat, wurde mit einem CDU-Ministerpräsidenten und dem dritten Terminal des Flughafens Frankfurt beglückt, also dem genauen Gegenteil dessen, wofür das grüne Herz eigentlich schlägt. Und die neuen Spitzenkandidaten der Bundespartei, Özdemir und Göring-Eckardt, stehen Jamaica oder Schwarz-Grün deutlich offener gegenüber als Joschka Fischer oder Jürgen Trittin. Diejenigen, die taktisch Grüne gewählt haben, um Rot-Grün sicherzustellen, dürften jetzt etwas vorsichtiger sein.

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        Ja, s.o. Aber Leute, die Rot-Grün sicherstellen wollen oder ein grünes Herz haben, würde ich nicht zu den strategischen Wählern zählen. Einem strategischen Wähler ist es ziemlich egal, welche Partei er wählt, solange ein bestimmtes strategisches Ziel (z.B. Ablösung der Großen Koalition, Abwahl von Frau Merkel, Verhinderung der Linken/Grünen/AfD u.ä.) erreicht wird.

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        @RZ: Ich schrieb auch nicht von strategischen, sondern taktischen Wählern. Strategische Wähler wählen nach einem Ziel, d’accord. Wenn das Ziel ist „X muß weg!“ wird so gewählt, daß mit der größten Wahrscheinlichkeit X nicht mehr im Kanzleramt residiert. Wer als strategischer Wähler die CDU oder die SPD im Kanzleramt sehen will, wählt genau diese Parteien, um sie möglichst stark zu machen.
        Taktische Wähler ticken anders. Wer zu den Zeiten der festen Lager (Rot-Grün vs. Schwarz-Gelb) eine der großen Parteien im Kanzleramt haben wollte, hat alt Taktiker dem designierten kleineren Koalitionspartner die Stimme gegeben, um ihn über die Fünfprozenthürde zu hieven. – Und hat gehofft, daß später klar ist, wer Koch und wer Kellner ist. Wer etwa 1994 Kohl im Kanzleramt haben wollte (ob aus Überzeugung oder, um „Rotkohl“ Scharping draußen zu halten), hat mitunter auch die FDP gewählt, die sich von vornherein auf eine Koalition mit der CDU festgelegt hatte. Solche Leihstimmen haben diese Partei lange Jahre über Wasser gehalten; gleiches gilt für die Grünen, die bis zur vorletzten Bundestagswahl nur mit der SPD koalitionsfähig waren.

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        @Opa Krempel: Ja, das stimmt, da gab es ja sogar eine regelrechte Leihstimmenkampage seitens der CDU, wnen ich mich recht erinnere. Solche taktischen Wähler gibt es auch. Es ist auch richtig, dass etliche Stammgrüne auf die Grünen sauer sind, aus genau entgegengesetzten Gründen wie Herr Werner oder KJN – weil die ihnen nicht mehr rotgrün genug sind. Solche Leute wählen entweder gar nicht oder taktisch Die Linke, um Rotrotgrün zu bekommen.

        Was dann unterm Strich für die Grünen herauskommt – ob Zuwachs durch strategische Wähler oder Schrumpfung wegen taktischer Wähler, wird man sehen.

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      Weil ich rotrotgrün auf keinen Fall will, werde ich zum ersten Mal FDP wählen, aus genau den von Ihnen beschriebenen Gründen. Ich verstehe auch überhaupt nicht, warum die Grünen zu so einem Thema geworden sind. Mich bewegt Umweltschutz nicht besonders, aber, für wen es wichtig ist, sollte sie wählen können. Warum sollten die Grünen Wähler wie mich ansprechen? Und wenn sie es tun sollten, kommt das geheule, die Parteien seien nicht unterscheidbar.

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        Genau so wie Sie wählt ein strategischer Wähler. Und ich finde Sie haben in puncto Umweltschutz völlig recht: Wir sollten froh sien, wenn die Parteien bestimmte Ideen vertreten, an denen wir uns orientieren können. Wir müssen diese Ideen bzw. Parteienn ja nicht wählen. Aber Ununterscheidbarkeit ist so ziemlich das Letzte, was wir uns wünschen sollten, selbst wenn alle genau das wollen, was wir selber für richtig halten. Und die Grünen haben schon noch ein ideelles Profil. Man muss es ja nicht mögen.

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    Ich glaube, die Grünen sind auf der Rutsche wegen der Auswirkungen durch die, die noch gar nicht lange hier sind, aber von den Grünen sehr erwünscht und selbst bei Tätlichkeiten von den Grünen so sehr verteidigt, dass die Wähler das inzwischen als Klatsche empfinden. Boris Palmer, sachliche Stimme der Vernunft, statt KGE an der Spitze hätte geholfen, doch grün ist nur mit xx-Quote zu haben.
    Und nächstes Mal statt Dosenpfand Auskratzen der Nespressokapsel bitteschön, Kaffee der „Besserverdiener“ wohlgemerkt. Irgendwie irre auch, die eigenen Wähler Besserverdiener zu schimpfen.

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      Als „Partei der Besserverdienenden“ hat sich seinerzeit die FDP bezeichnet. Nicht die Grünen. Bringen Sie da nicht was durcheinander?

      Ich glaube, dass die, die gegen die, „die noch gar nicht lange hier sind“, wählen wollen, entweder AfD wählen oder gar nicht zur Wahl gehen. Ich wüsste auch nicht, wieso man mit dieser Einstellung z.B. statt Grüne CDU wählen sollte. Diese Einstellung kann auf klassische Grünenwähler keine spürbaren Auswirkungen haben.

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    Stevanovi,
    die Amerikaner fühlen sich nicht durch Umweltauflagen bedroht, da sie Benziner fahren, die viel Sprit verbrauchen, aber den US-Bestimmungen entsprechen.
    Bedroht ist eine sinnvolle Fortentwicklung des Dieselmotors, also ein typisch deutsches Produkt. Sehr ärgerlich, dass nicht verhandelt, sondern getrickst wurde.

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      Der Dieselanteil in Deutschland ist ein Drittel und damit weit entfernt davon, typisch deutsch zu sein. Die Vorgaben der US-Regierung hätten erfüllt werden können, wurden es aber nicht, weil das VW-Marketing zickte. Dass die Konkurrenz sich freut, ist ja nicht verwunderlich. Die Kooperation von besorgten europäischen Gen-Schützern und der europäischen Lebensmittelindustrie ist bestimmt nicht im Hinterzimmer ausgeklüngelt, erscheint aber mindestens genauso seltsam.
      Was bleibt, ist ein Konzern, der alle Mittel hat, eine Technologie weiterzuentwickeln, wenn er denn glaubt, dies sei die Zukunft. Der deutsche Staat hat die Technik über die Steuer gefördert, es gibt einen stabilen Markt in Europa – niemand hält VW fest, niemand hat VW festgehalten.
      Das ist zumindest mein Stand der Dinge.

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    Der Wunsch nach einem Absturz der Grünen ist zwar hoch, aber das macht es nicht wahrscheinlicher. Es zeigt nur, wie polarisiert und irrational die politische Debatte inzwischen geworden ist. Das vermeintliche Argument, die Umfragen wären in der Vergangenheit immer bedeutend höher ausgefallen, also wären sie jetzt bestimmt auch bedeutend höher, woraus dann folgt, dass die Grünen rausfliegen werden, ist offensichtlich falsch (weil die Umfragen in der Vergangenheit außergewöhnlich hoch waren).

    Aber man kann sich überlegen, was die Wähler der Grünen dazu bewegen könnte, grün zu wählen. Was macht denn das „Wesen“ der Grünen aus? M.E. besteht es aus drei Ideen: Umweltschutz – klar, aus diesem Gedanken resultiert bereits der Parteiname. Mag sein, dass die Mehrheit glaubt, auf ein solches Luxusgut verzichten zu können, aber es gibt eine beträchtliche Minderheit, für die Umweltschutz ein Grundanliegen ist. Das können viele überhaupt nicht verstehen, aber es ist trotzdem so. Dann Heterogenität (Multikulturalismus) – gerade in Zeiten von Trump, Erdogan, Putin usw. usf., wo überall völkische Homogenität sprießt, gewinnt diese Idee für viele an Bedeutung. „Jeder soll nach seiner Facon selig werden“ – der Grundsatz für ein heterogenes „grünes“ Programm. Und drittens: Kooperation statt Konfrontation. Seit Trump längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Hieraus entstand auch die Friedensbewegung, die auch nur scheinbar weg ist.

    Als die FDP abgstürzte, hatte sie bei weitem keine vergleichbaren geistigen Eckpfeiler. Das einzige, was da war – Wirtschaftsfreundlichkeit – zog nicht. Ein Punkt reicht sowieso nicht.

    Apropos: Man muss sich schon entscheiden: Macht die Regierung „grüne“ Politik? Dann ist sie recht erfolgreich damit (Exportüberschuss, Steueraufkommen, Beschäftigung). Dann können die Grünen wohl kaum „den erarbeiteten Wohlstand riskieren“. Oder sie macht keine grüne Politik. Dann kann man die Grünen auch nicht in Haftung nehmen für alles, was schiefläuft (Bürokratie, Gesetze usw.). Die Grünen sind keine Regierungspartei, aber aufgrund ihrer grundsätlzichen Heterogenität und Kooperation gut fürs Koalieren geeignet. Im Gegensatz zur AfD und auch zur Linke.

    Und zu guter Letzt: Wer soll denn die Große Dauerkoalition ablösen? In der heutigen Realität, nicht vor 30 Jahren?

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      Oh nein, lieber Roland Ziegler, saubere Luft, Wasser und Böden sind kein Luxus, sondern ein Menschenrecht. Im Gegensatz zum m.E. eher erratischen Versuch, Tsunamis in Deutschland durch Abschalten von Kernkraftwerken zu verhindern. Interessant Ihre Verteidigung ‚grüner‘ Politik (um die geht es letztlich) mit den gleichen Argumenten, mit denen üblicherweise die Agenda 2010 verteidigt wird: Exportstärke. Die im europäischen Vergleich geringe Binnennachfrage in D wird nicht nur von der EU kritisiert, sondern auch mittlerweile von einigen Ökonomen. Piketty weist auf die Gefahren der sozialen Verwerfungen für die Demokratie hin. Exportwirtschaft ist weltweit hoch vernetzt (auch der berühmte ‚Mittelstand‘) und bringt überhaupt nicht automatisch Arbeitsplätze. Die Zeiten sind schon länger vorbei. ‚Umweltschutz‘ ist eine Großindustrie, die keineswegs breiten Wohlstand ermöglicht, in Einzelfällen profitieren Gemeinden in strukturschwachen Gegenden durch Windräder, aber das war’s auch. Will man flächendeckend wieder produzierendes Gewerbe, muss man Auflagen lockern (oder vereinfachen!). Dagegen spricht ‚grüne‘ Politik. ‚Grün‘ heißt ‚weiter so‘. Grün ist der deutsche Konservativismus der ‚grünen‘ Nomenklatura und Belehrenwollen der Restwelt. So.

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        Lieber KJN, das ist eine Gegenrede, die sei Ihnen unbenommen. Sie werden die Grünen bestimmt nicht wählen. Es geht aber darum, ob genügend Leute zusammenkommen, die sie wählen werden. Und dann muss man sich shcon die Mühe machen zu überlegen, warum denn Leute die Grümnen wählen. Und nicht nur wie ein Kind darauf beharren, dass man selber die Grünen blöd findet und neimals wählen würde. ‚Und bei solchem Nachdenken wird man erkennen, dass etliche Leute die Grünen wählen, um den Umweltschutz zu stärken.

        Vielleicht ist das falsch von den Leuten. Welche Partei sollte man denn Ihres Erachtens wählen, wenn man den Umweltschutz stärken will?

        Und nebenbei: Binnenachfrage hin oder her, Sie werden doch nicht sagen wollen, dass es „der Wirtschaft“ in Deutschland schlecht geht? Vor dem Hintergrund der Konjunkturdaten anderer Länder? Da kann man sich z.B. als Spanier oder Italiener schon fragen: Wie gut muss es denn laufen, bis ein Deutscher zufrieden ist?

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        ..hab nochmal nachgesehen, Sie selber schreiben ja: „Viele Probleme sind aber nun gelöst, die Flüsse sind sauber, in den Seen kann gebadet werden und Schlote haben Filter.“

        Demnach hat sich der Umweltschutz für Sie also erledigt. Solange man im See baden kann und kein Tsunami zu befürchten hat, ist alles OK, also lasst uns wieder Atomkraftwerke aufstellen – is billich. Ich will das hier gar nicht kritisieren. Viele denken so wie Sie, aber eben nicht alle, und die, die glauben, es gäbe beim Umweltschutz noch vieles zu tun, die wählen eben oft die Grünen. Und das sind nicht wenige. Das wollte ich zum Ausdruck bringen.

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        Der Umweltschutz wird durch die Grünen zum Büttel linker Politik (Deutschenfeindlichkeit, Egalitarismus, hemmungslosem Individualismus auf Kosten der Gesellschaft, Rechtsbeugung ggü. Schwerkriminellen, Schikane der Kraftfahrer, Internationalismus, Klientelpolitik für Gesellschaftsschichten, die unter die Knute gehören usw.) gemacht. Sie sind die Verkörperung des Begriffes der „Anarcho-tyranny“ nach Samuel Francis.

        Deswegen sage ich: alles, nur nicht die Grünen 🙂

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        Nochmal, lieber ‚Linkenhasser‘ – es ist Ihre Hierarchie der Wertigkeiten. Wollen Sie diese wirklich anderen überstülpen, aufoktroieren, oder wie man da sagt? Sollten wir nicht lieber liberal sein – und da kann einem durchaus eine Diktatur der Mehrheit (mindestens) auf die Nerven gehen. Wir sollten prüfen, inwieweit es eine solche Diktatur ist.

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        Diktatur der Mehrheit? Doch wo gibt oder gab es diese? 🙂

        Für mich ist es geradezu das Charakteristikum einer Diktatur, daß Minderheiten der Mehrheit ihren Willen aufoktroyieren – und jawohl, auch die Hitlerei war keine Ausnahme, egal, was (mehr oder weniger selbsternannte) Experten darüber schreiben.

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      Lieber Roland Ziegler, ich finde das ein wenig daneben: „Da kann man sich z.B. als Spanier oder Italiener schon fragen: Wie gut muss es denn laufen, bis ein Deutscher zufrieden ist?“
      Weil das individuelle Wohlbefinden nun mal nicht von Statistik (Mittelwert, Median usw.) und vom Bruttosoziolaprodukt abhängt. Letztlich auch ein wenig arrogant. Das ist wohl schon richtig, daß ’noch nie so viele Menschen in Arbeit‘ sind, wie jetzt, aber was bedeutet das – nicht nur im Einzelnen, sondern, bei vielen, ggf. sogar der Mehrheit, auch das kann eine Statistik verschleiern bzw. nicht immer abbilden. Jedenfalls war es in den 70ern noch verbreitet bzw. normal, daß ein Verdiener eine Familie mit 3 oder 4 Kindern ernähren konnte, z.B. als Werkzeugmacher. Und das in Köln. Daß nun ’so viele Menschen in Arbeit sind, wie nie‘ kann man auch als Disziplinierungsquote auffassen, die auch ein NS-Staat auf seiner Erfolgsliste verbuchen würde. Und zum Bruttosozialprodukt trage ich auch bei, wenn ich eine Lungenentzündung bekomme und ins Krankenhaus muss. Was ‚den Spanier‘ und ‚den Italiener‘ betrifft, da leiden vor allem jüngere Leute unter einer Deindustrialisierung, die zwar nichts mit den ‚Grünen‘, aber doch mit (von wem wohl dominierten und initiierten?) EU-Standards haben. (Daß diese Regulierungs-Kaste ihr letztlich mieses Geschäft in Bangladesh und ‚Afrika‘ weiterführen würde, ist mir schon länger klar.) Allerdings wohnt ‚man‘ in Spanien und Italien in Wohneigentum, so daß man die Kinder mit 40 derzeit mit der Rente auch noch durchschleppen kann. Das heißt also, wer zu kämpfen hat, wird mit Sicherheit keine Partei wählen, die ihn noch vorne und hinten im Alltag regulieren wird. Und es ist ja schon länger eine – wie ich finde, zweifelhafte – Mode, Dinge oder verhalten als ‚typisch deutsch‘ zu bezeichnen, wenn man sie nicht mag, aber wenn etwas ‚typisch deutsch‘ ist, dann wohl die ‚Grünen‘ und das hat wohl mit Immanuel Kant zu tun (o.k., anderes Thema). Meine Prognose: ‚Grünen‘ 6%. (Mein Wunsch: Tierschutzpartei 6%, ‚Grünen‘ <1 %).

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        Arroganz ist relativ, aber es ist doch jedenfalls ein Klagen auf hohem Niveau, selbst wenn man den Immobilienbesitz in den südeuropäischen Ländern mit einrechnet. Und auf alle Fälle sollte man eine Prognose immer unabhäng von einem Wunsch erstellen, es sei denn, man möchte „self fulfilling prophecies“ einrichten. Aber da würden wir uns hier auf diesem Blog überschätzen.

        „daß ein Verdiener eine Familie mit 3 oder 4 Kindern ernähren konnte“, jetzt aber nicht mehr kann, das finde ich auch sehr schade. Aber das liegt nicht an den Grünen, die hier als Sündenböcke herhalten müssen. Hier sollte man genauere Ursachenforschung betreiben, und wird dann eher zum Neoliberalismus als zu den Grünen gelangen. Auch sollte man dann sich überlegen, mit welcher Partei sich das in Zukunft wohl am ehesten ändern könnte. Würde das mit der AfD anders und besser werden? Wie käme da wohl das nötige Geldzustande? Die Linke werden Sie sicher nicht für geeignet halten, daran etwas zu ändern. Die CDU und die SPD versuchen es ja schon seit Jahrzehnten. Und sonst gibts nix.

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        Sie haben natürlich recht – daß heute ein Alleinverdiener keine Familie mehr unterhalten kann, ist nicht Schuld der ‚Grünen‘, sondern unsere gesättigten Binnenmärkte, das weltweite Agieren und Produzieren von Unternehmen und – ja auch sicher das – die gestiegenen Ansprüche unserer ‚Kleinen‘. Letztlich irgendwie: Die Moderne. Nur daß ich eben meine, daß man in dieser immer schwieriger werdenden Lage nicht noch aus irgendwelchen weltanschaulichen (oder esoterischen) Gründen den Leuten nicht noch die Energiekosten hochschrauben sollte und sie mit noch mehr Bürokratie in die Handlungsunfähigkeit und damit Depression treibt. Wir sind nun mal sehr gehorsam und verbrennen keine Abfälle mehr im Garten oder schütten Bauschutt in die Gegend. (Wären wir nicht so gehorsam, wäre das eine oder andere – bei dem Thema zumindest – auch entspannter. Sicher ein guter Plan, auch nicht jeden Mist zu glauben.)
        Mir ist es letztlich egal, ob Merkel alleine, Schulz oder irgendeine Koalition regiert. Ich wünsche mir nur, daß ‚grüne‘ Politik die Rolle bekommt, die noch benötigt wird und das ist im Moment keine. Zu Ihrer Frage: Sollte sich die ‚Linke‘ mal mit relevanten Fragen beschäftigen – z.B. den Arbeitsbedingungen von DHL-Paketzustellern – hätte sie zumindest meine Sympathie und ich würde vielleicht die Umnachtung, sie zu wählen, für einen Moment zulassen (Echt.. habe ich das jetzt geschrieben?)

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    Ich wäre etwas vorsichtiger mit Prognosen über das Ableben der Grünen; da dürfte in den meisten Fällen der Wunsch der Vater des Gedanken sein. Die Grünen sind bei der Wahl 2013 vor allem deshalb abgewatscht worden, weil sie auf ihre Stammwähler zurückgeworfen wurden; wer von der Stange ging, waren die taktischen Wähler, nachdem die Führung der Grünen laut über Koalitionen mit der Union nachgedacht hatte. Wir erinnern uns an die Streitpunkte der Vergangenheit… NATO-Mitgliedschaft (kein Streitthema mehr) Wehrpflicht (zu den Akten gelegt), Kernenergie (Ausstieg bekräftigt), Umweltschutz (als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen – mit den Stimmen der Union). Alles Streitpunkte, weshalb eine CDU unter Kohl lieber in die Opposition gegangen wäre, als mit den Grünen zu koalieren – und umgekehrt.

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    Lieber Nick, das ist ein wichtiger Hinweis:
    „Da hat sich eine Bürokratie und Überwachungsindustrie komplett als ‚Staat im Staat‘ verselbständigt in einem Land, wo ‚Sicherheit immer vor geht‘.“
    Und dann kommen noch Bürokratien aus den USA hinzu (Abgas-Werte), weche die Vor-und Nachteile von Dieselmotoren (sehr geringer Verbrauch) nicht abwägen, weil sie der Sache nach den Konkurrenten treffen wollen. Kein Wunder, dass Bürger keine Lust auf diese Art der Umweltpolitik über solche Verbote haben

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      Naja, die Amerikaner, die sich von Umweltauflagen bedroht fühlen, haben Trump gewählt. Wobei ich zugeben muss, dass ich mich auf die Zulassungen verlasse, d.h. ich kümmere mich nicht persönlich um Umweltauflagen. Eigentlich kenne ich kaum welche. Wenn ich ein Auto kaufe, dann wird das wohl in Ordnung sein. Tja, außer ich kaufe einen VW Diesel. Dann muss ich aus patriotischen Gründen in Kauf nehmen, dass ich über wichtige Merkmale professionell betrogen werde? Das funktioniert so nicht. Es gab Regeln, ob für mich sinnvoll sind oder nicht, aber es sind Regeln. In Deutschland, wenn mich das Dosenpfand wieder Nachts seelisch peinigt, werde ich nicht die Grünen wählen. Aber wir können doch nicht anfangen, Betrug und Beschiss als Patriotismus auszulegen.

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        Stevanovic: ‚Aber wir können doch nicht anfangen, Betrug und Beschiss als Patriotismus auszulegen.‘

        … genau, Stevanovic, das ich das noch erleben darf, Betrug ist sozialistisch, immer, und VW und Genossen sind exemplarisch.

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        @dbh: „Betrug ist sozialistisch, immer„. – Mit Blick auf den LIBOR-Betrug durch die Deutsche Bank, die RBS, die HSBC, die Bank of America, JP Morgan und andere, mit Blick auf den organisierten Wettbetrug durch manipulierte Fußballspiele, mit Blick auf Enron, FlowTex und Jürgen Schneider frage ich mich, ob wir da nicht ein bißchen viele Sozialisten haben.

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        @dbh: Wenn Sie sich die Beispiele einmal vor Augen führen, werden Sie eines feststellen: Was anderen gehörte, wurde von den „Sozialisten“ in den Handelsräumen der Banken, im Vorstand von Enron, Jürgen Schneider oder der Führung von FlowTex nicht verteilt, sondern in die eigenen Taschen gesteckt. Das hat nichts mit Sozialismus zu tun, sondern ist als Diebstahl systemunabhängig.
        Natürlich wurde das Geld zum Teil wieder unter die Leute gebracht, denn es haben andere daran partizipiert, etwa die Aktionäre der HSBC, der Deutschen Bank oder der RBOS, der Autohändler von Jürgen Schneider oder der Innenarchitekt eines Enron-Vorstands. Aber das ist Kapitalismus in Reinform. Wenn Sie das unter Sozialismus verstehen, wären Sie qualifiziert gewesen, Bindesinnenminister unter Helmut Kohl zu sein.

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        … meno, Opa, hab‘ ich wiederholt geschrieben, auch im angeführten Link zu erkennen … sozialistische Ideologie; verteilen was anderen gehört, wobei den Gleicheren unter den gleichen, das Meiste gehört. (frei nach Orwell) Dann passt ’s mit Schneider, Sozialisierung der Verluste bei den Banken, u.a., wie zu Schwatzwutz Martin Schulz.

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        @dbh: Da war Orwell (oder war das Disney?) aber reichlich unscharf. Die Charakterisierung „verteilen was anderen gehört, wobei den Gleicheren unter den Gleichen das Meiste gehört“ kann problemlos auch für diverse Religionsgemeinschaften, Feudalgesellschaften oder Räuberbanden gelten. – Und sogar im Kapitalismus der reinen Art, wenn ein Unternehmen für seine Produkte einen überteuerten Preis verlangt.

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      Wobei man aber sagen muss, daß der hiesige Autofahrer nicht unter der strengen US-amerikanischen Umweltgesetzgebung leidet. Die Prioritätensetzung der US-Umweltbehörde EPA ist per se und schon lange eine andere. Stickoxide aus dem Diesel werden toxikologisch als kritischer erachtet, als unverbrannte Kohlenwasserstoffe aus dem Benziner. VW ist bezüglich der Anpassung ihrer Dieselmotoren an die US-Gesetzgebung übrigens mehrfach deutlich von der EPA angemahnt worden. Diese VW-Diesel ‚ziehen‘ aber nun wie Gift und diese Leistungsfähigkeit geht mit der hohen Verbraennungstemperatur einher, die aber eben für die Stickoxide verantwortlich ist. Das VW-Management, hat sich nun – wir wir mittlerweile wissen – mit Weisung von ‚ganz oben‘ – für die Erhaltung dieses Alleinstellungsmerkmals entschieden, das Risiko der Strafzahlungen und Prozesse voll bewusst eingehend. Wie nennt man eigentlich juristisch das Agieren solcher Hasardeure? Versuch eines betrügerischen Bankrotts? (Diese dubiose ‚Deutsche Umwelthilfe‘ hat übrigens mit irgendeiner ‚Aufklärung‘ der Sache gar nichts zu tun.)
      Daß jetzt US-Amerikanische Autofirmen die Engel spielen.. Wer kann ihnen das verdenken. Man stelle sich das bitte umgekehrt vor, wenn in D ‚ausländische‘ Produkte nicht unseren Richtlinien entsprechen. Ich warte nur noch darauf, daß auch noch Donald Trump (der böse Mann) in dieses Geflecht deutscher Selbstgefälligkeit und deutschen Selbstbetruges eingewebt wird. Apropos (nicht ganz O.T.): Protektionismus à l’Allemagne verte:

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article126744927/Wie-ein-Textilsiegel-Dumping-Klamotten-bremsen-soll.html

      Naja – und hate speech..

      http://www.deutschlandfunk.de/.....4c95a2.jpg

      Puh – so langsam verliere ich das Vertrauen darin, daß da mal irgendwas gelernt worden ist: Nach wie vor soll wohl am Deutschen Wesen(!) genesen werden.

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      Ach so, ich habe das ganze VW-Elend nicht komplett beschrieben (sorry, O.T.): Das die Abgasvorgaben der EPA mit den VW-Dieselmotoren nicht erreicht werden konnten, kam diese Software zum Einsatz, die erkennt, daß sich das Auto auf dem Prüfstand befindet und die Kraftstoffeinspritzung entsprechend verändert. Auch das hat die EPA bemerkt und Unterlassung eingefordert. Um die Leistungsfähigkeit des sehr gut ausentwickelten VW-Diesels zu erhalten, hätte eine zusätzliche Einspritzung von Harnstofflösung ausgereicht, was aber vom VW-Management offensichtlich als Wettbewerbsnachteil eingestuft worden ist. Daß nun das VW-Management mit der Entwicklung dieser Software nichts zu tun haben wollte, zeigt nun die ‚Unternehmenskultur‘ solcher Firmen – trotz mit Millionen abgefundener Beraterinnen. Mir tun einfach nur die Ingenieure leid, die in einem solchen Sumpf arbeiten. Und das meine ich, ist schon ’systemisch‘. (Nicht das, was PEGIDA, Compact & Co. daraus machen).

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        Danke Ihnen nochmals, Herr Nick.

        Ich gebe zu, daß ich keine Ahnung hatte, was nun genau der technische Grund für das schlechte Abschneiden der VW-Dieselmodelle bei den Abgasmessungen in den USA war. Nun haben Sie es gut erklärt 🙂

        Ein Amerikaner, der meine politische Meinung im wesentlichen teilt, meinte, das Problem sei nur die Tatsache gewesen, daß der VW-Konzern der Obama-Regierung nicht genügend Schmiergeld gezahlt hätte…;-)

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    Sie machen mir Hoffnung.

    Die Grünen an der 5%-Hürde gescheitert wären das beste, das politisch in Deutschland seit langem passiert ist.

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        Opa: ‚Aber eine Frage hätte ich da noch: Wer ist unser kranker Nachbar?‘

        … ein Hinweis auf die Nächstenliebe. Guckst du ins AT, in die Tora, L19,18.

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        … das Abendlied, von M.C., hat ‚was von der Offenbarung des Johannes, die Apokalypse. Die Nächstenliebe gilt der Gemeinschaft der Gläubigen.

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    Lieber Rainer Werner, ich fürchte, wir haben eine Welle eher konservativer oder sogar rechter Gefühle, welche schlecht sind für die GRÜNEN; denn nur diejenigen, die sich sicher fühlen,und das ist zurzeit nicht die Mehrheit, honorieren es, wenn ökologische Themen betont werden. Özdemir hat sich gut geschlagen gegenüber dem neuen türkischen Nationalismsu, aber leider wählen ihn die Menschen nicht gezielt, um eine Stimme der Vernunft zu stärken.

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    Ach, Herr Werner, über die „Stimmung im Wahlvolk“ kümmern sich doch schon die anderen zur Genüge.
    Es ist doch immer wieder amüsant, wenn sich Leute Sorgen um den politischen Gegner machen, insbesondere, wenn sie ihn mahnen, doch endlich „die Realitäten“ (Wer, bitte schön, entscheidet, was „die Realitäten“ sind? Sie?) zur Kenntnis zu nehmen.

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      Die irreale Angstpropaganda der Grünen, mit welcher sie jeden Wahlkampf bestreiten, läuft bei akuten, realen Problemen der Restdeutschen natürlich ins Leere. Nur Passdeutsche, die die Verräterpartei benutzen wollen, um die Islamisierung voranzutreiben, wählen die grüne Moschee. Aber auch die rote und schwarze Moschee, da gibt es eine große Auswahl für Umvolker.

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        Fürchten Sie sich nicht. Der große Krach wird kommen, und damit wird diese links-postmodernistische Gesellschaft im Orkus der Geschichte verschwinden.

        Eine neue Welt wird erscheinen, in der das Richtige endgültig allein herrschen und das Falsche endgültig verworfen sein wird: die drei zerstörenden Prinzipien Frau, Ausländer und Linker werden endgültig auf den Status reduziert werden, den sie seit Anfang der Zeit innehatten und über den sie nie hätten aufsteigen sollen. Die Kosmische Gerechtigkeit wird wieder walten. Amen.

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      Ich teile Rainer Werners Prognose für die ‚Grünen‘, allerdings glaube ich nicht, daß das irgendwas mit Außenpolitik zu tun hat. Es gab ja nun Gründe für die Popularität der ‚grünen‘ Kernthemen, saubere Luft, sauberes Wasser, giftfreie Böden, Verkehrsinfarkt (und Atomkriegsgefahr). Viele Probleme sind aber nun gelöst, die Flüsse sind sauber, in den Seen kann gebadet werden und Schlote haben Filter. Gut so, andere beneiden uns darum. Aber allzuoft wird mit deutscher Gründlichkeit bei Überwachung und Sanierung übertrieben. Und eben mit der Gesetzgebung. Da hat sich eine Bürokratie und Überwachungsindustrie komplett als ‚Staat im Staat‘ verselbständigt in einem Land, wo ‚Sicherheit immer vor geht‘. Die ‚Grünen‘ haben mit ihrer Panikverbreitung (Kernkraftwerke, ‚Gifte‘, ‚Klima‘), assistiert durch sog. ‚Ratgebersendungen‘ (‚Umwelt und Verbraucher‘ u.Ä.) auch den anderen Parteien ein populäres Thema verschafft, um sich mit immer neuen Gesetzen beim ständig verunsicherten Wähler zu profilieren. Langsam wächst aber die Erkenntnis, daß das vor allem Geld kostet und einhergeht mit einer weitgehenden Entindustrialisierung im Bereich der kleinen Produktionsbetriebe, die sich die (‚Umwelt‘-)Auflagen nicht leisten können, sowie einem Sterben der kleinen landwirtschfatlichen Betriebe – aus gleichem Grund. Nützlich ist das nur für die stets wachsende Überwachungsbürokratie und Überwachungseinrichtungen (TÜV, Umweltämter, insbes. Umweltbundesamt, aber auch viele überflüssige NGOs). Das kostet vor allem Geld und in einer Zeit nicht mehr zu erwartenden Wachstums und real sinkenden Löhnen (-> Wohnnebenkosten, Energie) ist es nicht mehr als rational, die ‚Grünen‘ qua Stimmabgabe aus allen Parlamenten zu entfernen, auch als Signal an die anderen Parteien, die Bürokratie zu beschränken. Tatsächlich sehe ich das als die vordringliche Aufgabe für uns Wähler, weswegen ich auch zu dem Schluss komme, daß es günstig währe, SPD oder(!) CDU wieder den Koalitionspartner FDP zu ermöglichen.
      Ich sehe die ‚Grünen‘ als größte Gefahr für den erarbeiteten Wohlstand und beziehe mich mit dieser Aussage noch mal auf die Diskussion über Marx und die Werttheorie: Während die Schumpeter’sche Zerstörung und erneutes Wachstum in der Vergangenheit aus individuellen (intrinsischen) Gründen erfolgte (-> Kaufen im Supermarkt statt im Tante-Emma-Laden, Bestellen bei Amazon, alle 5 Jahre neue Einbauküche usw.), sorgt (‚grüne‘) Politik derweil für von außen aufgezwungenen (extrinsisch motivierten) Konsum(zwang), siehe Diesel-PKW, Abwrackprämie, Energiepass, Dämm-Wahnsinn. Das ist Enteignung. Ich prognostiziere: In 15 Jahren werden Förderprogramme aufgelegt, um aus Gründen der ‚Volksgesundheit‘ (man nennt das dann anders) Häuser zu ‚entdämmen‘. Die Grünen sind mittlerweile weder ‚Umweltschutzpartei‘ noch ‚Tierschutzpartei‘. Sie haben sich mit sog. ‚Naturschützern‘ vor allem dafür zusammengetan, um Naturschutzgebiete auszuweisen, in denen man dieses, jenes und welches nicht darf, sowie Leinenpflicht für Hunde einzuführen (Bärbel Höhn, NRW), um damit die ‚Natur‘ als sakrosankt und damit als kapitalisierbar zu erklären. Die ‚Grünen‘ sind vor allem die Partei bestimmter Industrie-Lobbyisten, die Kapital aus moralischer Einschücherung (Veggie-Kampagnen, ‚Naturschutz‘, CO2/’Klima‘-Abgabe) schlagen wollen. Nein, ich bin nicht gegen Windräder, aber deren Errichtung hat ökonomische Gründe, keine ökologischen und schon gar keine des Naturschutzes. Ich finde, wer die Leute so hinters Licht führt, hat die Abwahl mehr als verdient. Und über die anderen Themen, wo ‚Grüne‘ versagen (Schulpolitik, Kulturpolitik) habe ich noch gar nicht geredet.

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        Sehr gute Worte. Mir selbst ist aber noch etwas aufgefallen: warum setzten sich die Grünen so gegen den Nichtraucherschutz ein? Viele von ihnen rauchen selbst. Wer das Rauchen einstellt, kann die Belastung seines Körpers mit Luftschadstoffen stärker reduzieren, als es jede Art von Luftreinigungstechnologie könnte.

        Weiterhin sind die Grünen gegen Autos und Straßenbau – als ob es möglich wäre, auf dem flachen Land einen ÖPNV zu installieren, der allen Anforderungen gerecht wird.
        Sind Autos nicht außerdem in manchen Situationen umweltfreundlicher als der ÖPNV? Stichwort „fast leere Züge oder Busse“? Weiterhin ist ein fließender Kraftverkehr weniger schadstoffintensiv als ein im Stau stehender, und gut ausgebaute Straßen führen zu mehr Sicherheit. Und die These vom induzierten Verkehr, welche die Grünen erfunden und propagiert haben, ist eben dies: eine These. Diese mag in Einzelfällen stimmen, generell aber nicht.

        Ein weiteres ist der Deutschenhass der Grünen und ihre Förderung des massiven Menschenzustroms in dieses längst schwer übervölkerte Land. Die ist vom ökologischen Standpunkt her schierer Wahnsinn – von der immanenten Zivilisationsunfähigkeit der meisten Zuwanderer abgesehen, welche diese zu lebenslangen Unterstützungsfällen macht.

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        Lieber ‚Linkenhasser‘ (was für ein Programm!): Das, was Sie da schreiben, hat mit meiner Kritik an den ‚Grünen‘ überhaupt nichts zu tun. Und ‚Zuwanderung‘ nichts mit ‚Ökologie‘. Was für ein Quatsch. Und daß fließender Verkehr besser ist, als Staus, wer wollte das bestreiten – ersterer ließe sich aber effektiver durch ein generelles Tempolimit von 100 Km/h erreichen, als durch noch breitere Autobahnen. ich bin mir aber nicht sicher, ob Sie an Sachargumentation interessiert sind, denn das hier..

        „Eine neue Welt wird erscheinen, in der das Richtige endgültig allein herrschen und das Falsche endgültig verworfen sein wird: die drei zerstörenden Prinzipien Frau, Ausländer und Linker werden endgültig auf den Status reduziert werden, den sie seit Anfang der Zeit innehatten und über den sie nie hätten aufsteigen sollen. Die Kosmische Gerechtigkeit wird wieder walten. Amen.“

        ..ist eher ein gar nicht mal unlustige Satire eines agent provocateur. (Das merke sogar ich.)

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        Danke für Ihre Worte, Herr Nick – aber was Sie von mir zitiert haben, ist mein voller Ernst; diese Worte würde ich auch gegebenenfalls jedem Menschen freundlich, aber bestimmt ins Gesicht sagen.

        Fließender Verkehr in Städten ließe sich nicht durch Tempo 100 erreichen, sondern durch bessere Straßen und Ampelschaltungen sowie Tempolimits, die nach dem 85er-Perzentil gesetzt werden. Außerorts gilt Ähnliches: Verbesserung des Straßenausbaus durch Ortsumgehungen und Kreuzungsfreiheit sowie Überholspure und, Verzicht auf schikanöse Limitierungen – also die meisten.

        Lärmschutz? Warum ziehen die betroffenen Leute nicht einfach weg, wenn es zu laut ist? Ich sehe keinen Grund, den Gesetzen der Wirtschaft ins Handwerk zu pfuschen…

        Und ja, unsere Autobahnen sind unterdimensioniert. Daher brauchen wir „noch breitere“ – jawohl.

        Und KraftfahrerInnen und -außen, die nicht schneller als 100 km/h fahren können oder wollen, können dies auch schon heute (diese haben, wie die meisten Linken, oft eher weiblich strukturierte Gehirne, die wenig räumliche Wahrnehmung ermöglichen. Daher sind diese für die schnelle Fortbewegung ungeeignet).

        Auf gut deutsch: der Kraftverkehr ist die Kuh, die schlecht gefüttert, aber immer gemolken wird.

        Und Zuwanderung, vor allem diejenige von Leuten, die uns nichts nützen, hat sehr viel mit Ökologie zu tun, tut mir leid. Ein Land kann nur einen begrenzten Menschenbestand verkraften. Da wäre es m. E. besser, mehr Straßen statt mehr Migranten zu haben.

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        „Und ja, unsere Autobahnen sind unterdimensioniert. Daher brauchen wir „noch breitere“ – jawohl.“

        So ist es, drei enge Spuren sind ein Witz. Mindestens 4 Spuren und der Stau hat sich erledigt. Allerdings bin ich für ein Tempolimit 130, diese Screwdriver mit den schwarzen BMWs betreiben Terrorismus .

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        Ok – ernsthaft – obwohl, Sie sind schon lustig, und das wollen Sie auch sein:
        „Fließender Verkehr in Städten ließe sich nicht durch Tempo 100 erreichen..“
        ..wobei ich, meine physikalische Intuition und meine Menschenkenntnis hinzuziehend, Ihnen durchaus unterstelle, daß Ihnen die Zusammenhänge geläufig sind..
        „..sondern durch bessere Straßen und Ampelschaltungen sowie Tempolimits, die nach dem 85er-Perzentil gesetzt werden.“
        ..also eine Lösung für ein optimales Tempolimit für jede Straße zu finden ist, wenn man sie mathematisch als Fließsystem formuliert und die Verteilung der tatsächlich auf dieser Straße gefahrenen Geschwindigkeiten als Kenndaten berücksichtigt. Sollte es darüber mathematische Ansätze geben, die zu dem 85er-Percentil führen, wäre ich für eine Quellenangabe für diese Gleichung tatsächlich sehr (’nachhaltig‘ sozusagen) dankbar.
        Allerdings finde ich, es ist eine Frage der (politischen) Prioritätensetzung und Abwägung, ob es sinnvoll ist, diesen Aufwand zu treiben. Ganz ähnlich übrigens der Frage, ob und wieviel wir ‚grüne‘ Prioritäten und Politik brauchen.
        „Außerorts gilt Ähnliches: Verbesserung des Straßenausbaus durch Ortsumgehungen und Kreuzungsfreiheit sowie Überholspure und, Verzicht auf schikanöse Limitierungen – also die meisten.“
        Natürlich kann die Geschwindigkeit der laminaren Strömung erhöhen/optimieren. Ich frage nur warum? Wegen des Hobbys weniger oder um es mit Claire Waldorf zu sagen: „Wejen deiner unanständijen Lust?“
        „Lärmschutz? Warum ziehen die betroffenen Leute nicht einfach weg, wenn es zu laut ist? Ich sehe keinen Grund, den Gesetzen der Wirtschaft ins Handwerk zu pfuschen…“
        Bestandsschutz? Würden Sie sofort wegziehen wollen, wenn Ihre Gemeinderat sich gegen Ihre Stimme für eine Umgehungsstraße entscheidet, die direkt an Ihrem neu gebauten Haus vorbeigeht? Ich denke, sie würden sich wehren und das ggf. mit den ‚Grünen‘ Fraktion zusammen, auch wenn Ihnen die Linie derer nicht passt. Ähnliches gilt für Ihre anderen Argumente pro Straßenausbau: Es ist öffentlicher Raum in dem eine Minderheit schnell fährt oder schnell fahren kann (ich gehöre übrigens dazu) und es gibt überhaupt keinen Grund dafür, diese Minderheit überproportional zu subventionieren, es sei denn, die Meinung setzt sich durch, daß wir alle für den Showroom der dt. Autoindustrie – unserer ach so wichtigen Exportindustrie – zahlen sollen.
        „Auf gut deutsch: der Kraftverkehr ist die Kuh, die schlecht gefüttert, aber immer gemolken wird.“
        Richtig! Deswegen könnte man z.B. Steuern und Abgaben senken, statt der 7. Spur um den Kölner Ring (s.o.).
        Was das ‚weibliche Prinzip‘ betrifft glaube ich, daß Sie (Ihre Argumentationweise kommt mir übrigens sehr bekannt vor.. btw) trotz profunder Kenntnisse in mathematischer Statistik an dieser Stelle merkwürdigerweise strikt kategorisieren und die Normalverteilung, die auch für geschlechtsspezifische Eigenschaften plausibel scheint (es gibt auch Frauen die gut einparken können und Männer, die erkennen, daß ‚apricot‘ nicht nur eine Frucht ist) missachten. (OT: Philosophische Frage für Roland Ziegler: Ist die unterschiedliche Verteilungskurve für männliche und weibliche Eigenschaften bei männlicher und weiblicher Population ein Wesensunterschied?)
        Naja und ‚rechts‘ an Ihnen, lieber ‚Linkenhasser‘ ist tatsächlich ein gewisser Hang zur Hierarchisierung (nochmal Zitat): „die drei zerstörenden Prinzipien Frau, Ausländer und Linker“
        Anders: Es sind Ihre Werte, die Sie möglicherweise bedroht sind, andere haben andere.

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        Danke für Ihre Worte.

        Und ja, ich bin dafür, die Autobahnen weiter auszubauen. Diese Straße hat im Ausland einen geradezu mythischen Nimbus und ist eine gute Werbung für deutsche Autos.
        Irgend ein Alt 68er-Zausel hat auf seinem Blog geschrieben, das Beste an .de sei die Autobahn. 😆
        Das mag für ihn stimmen, aber es entspricht dem Null-Horizont dieser Menschenmüllgeneration, daß sie nichts von deutscher Kultur versteht und deren Segnungen nicht kennt.
        Sie hat natürlich auch schwache Seiten: Ihre schwächste Seite ist, den Menschen an sich wertzuschätzen, für mich ist der Mensch an sich ein Stück Fleisch, eine auf Kohlenstoff basierende Einheit. Punkt.
        Jemand wie dieser Blogger oder der undankbare antideutsche Türkenhetzer Peniz Yücel hätten bei mir keine lange Halbwertszeit und wären schnell Kandidaten für die Hochzeit mit des Seilers Töchterchen. 😆 Im Interesse der Mehrheit. Aber ich schweife ab…

        Was den Straßenverkehr angeht: ja, im Straßenverkehr hätte die Elite, die guten, schnellen Kraftfahrer, mehr Rechte als andere. Warum nicht? Schnelle Fahrt ist nicht immer gut, aber zu langsame Fahrt ist immer schlecht.

        Und was alle anderen Egalitarismen angeht: die Misere unsere Welt ist ja der linke Köhlerglaube, daß alle Menschen gleichwertig seien.
        Dabei glauben Linke selbst nicht daran: wenn man sie als Journalisten in der Lügenpresse hetzen hört, ist es schwerlich anzunehmen, daß sie ihre Gegner als gleichwertig anerkennen…Letzteres tue ich auch nicht – für mich sind Linke eine Lebensform, die ethisch-moralisch und geistig unter der Stufe derjenigen Tiere steht, die auf allen vieren gehen – aber ich stehe zu dieser Meinung. Wir Konservativen sind ehrlich, Linke sind es nie; können es auch nicht sein. Man nennt ihren Schöpfer nicht umsonst den „Vater der Lüge“. 😆

        P. S.: ich freue mich schon auf den Zukunftsstaat: ein Großdeutsches Reich ohne Linke und Migranten, mit Autobahnen mit sechs, acht und zehn Spuren genug und übergenug, auf deren „Geschoßspuren“ (den jeweils ganz linken) nur ein Tempolimit gilt: das Fahren unter 200 km/h ist verboten. 😆 😆 😉

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        Lieber ‚Linkenhasser‘, ich danke Ihnen auch für Ihre Worte – vor allem für Ihre Deutlichkeit: „Menschenmüllgeneration“
        In dem Fall daß Sie kein agent provocateur sind, fände ich es fair, daß Sie auch unter unter Klarnamen vertreten, was Sie schreiben (und im übrigen sehr schlecht oder gar nicht begründen). Ich für meinen Teil will jedenfalls nicht, daß nochmal irgendwer als „Menschenmüll“ einsortiert wird. Ich will auch nicht, daß irgendwer überhaupt über andere pauschal urteilt, wie auch immer. Und da ich mich persönlich dagegen verwahren würde, von anderen oder Ihnen so einsortiert zu werden, werde ich auch dafür einstehen, daß niemand Macht bekommt, der so auf andere gegen ihren Willen zugreift. Sozusagen aus Eigeninteresse. Wer so redet, wie Sie, ist nämlich jemand, der auf andere zugreifen will, auf ihre Integrität, auf ihre Gesundheit und auf ihr Leben. Sie haben mit dieser Ausdrucksweise nicht nur die Grenzen der Demokratie, sondern auch die der Zivilisation verlassen. Mag sein, daß die ‚Gleichheit der Menschen‘ bzw. die ‚Menschenwürde‘ ein Konstrukt ist, zumindest dann, wenn man den Thesen z.B. eines Peter Singer folgt. Aber auch letzterer, der aber in der Praxis eher für Tierrechte eintritt, als die von Menschen einzuschränken, akzeptiert diese Konstrukte. Man braucht nicht viel Grips und schon gar keine ‚Empathie‘ um mit sehr wenig Nachdenken darauf zu kommen, daß es ohne das Konstrukt der Menschenrechte oder des Dekalogs nicht geht, aus welchen chemischen Elementen wir auch immer bestehen. Auch diese Worte habe ich Ihnen gerne übermittelt.

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