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Was will Berlin architektonisch?

„Ich denke mir in der Gegend zwischen Potsdamer Platz und Alexanderplatz jede Baubeschränkung aufgehoben. Hier entstehen mächtige Bautenreihen aus Glas, Stein und Eisen, so hoch, wie das Bedürfnis es verlangt und der Baugrund es zulässt…“ So träumte sich Walter Rathenau 1902 ein Geschäftszentrum Berlins herbei, das er schon damals mit dem englischen Wort City bezeichnete.

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Menschlichkeit oder Verteidigung einer Steppe

 Berlin ist immer wieder fĂĽr eine Skurrilität gut. Einige davon schaffen es auch in die ĂĽberregionalen Medien. So das Trauerspiel um den Görlitzer Park in Kreuzberg (Berlinisch: “Görli”), wo sich Drogendealer weitgehend unbehelligt von der Staatsmacht das Verkaufsareal friedlich teilen. Oder die Gerhart-Hauptmann-Schule, wo 18 FlĂĽchtlinge das ganze Gebäude blockieren, weil sie vom grĂĽnen Bezirksamt Hausausweise bekommen haben, die ein Gericht als Garantie fĂĽr ein Dauerwohnrecht eingestuft hat. Eine selten dumme und teure Fehlleistung einer Behörde. Unterhaltskosten pro Monat: 100.000,- Euro.

Der größte SchildbĂĽrgerstreich spielt sich in bester städtischer Lage ab: am Tempelhofer Feld. Seine Fläche ist so groĂź wie der Kleinstaat Andorra. Im Juni 2014 entschieden die Berliner in einem Volksentscheid mit ĂĽber 60 % Zustimmung, dass das Feld nicht bebaut werden darf. Das Gesetz, das das Parlament danach verabschiedete, “gehorchte” dem Volkswillen aufs Wort. Weiterlesen

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