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Ökokrieger gegen das Automobil

Am vergangenen  Mittwoch hat in Berlin der Diesel-Gipfel stattgefunden, bei dem sich die deutschen Automobilhersteller mit der Bundesregierung und den von der Auto-Produktion betroffenen Landesregierungen über Maßnahmen zur Reduzierung der Stickoxidemissionen  von Diesel-Pkw  um 25 Prozent geeinigt haben. Dies soll durch ein Update der Software bei Fahrzeugen mit der Euronorm 5 und 6   erreicht werden. Inhabern älterer Fahrzeuge (Euronorm 3 und 4) sollen Kaufprämien angeboten werden, damit sie sich moderne Fahrzeuge zulegen.

Die Parteien beurteilen die Ergebnisse des Gipfels naturgemäß unterschiedlich. Die beiden großen Parteien CDU/CSU und SPD, die alle Wählerschichten im Blick haben müssen, loben die Resultate als Ausdruck von Vernunft und Verantwortung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Klientelparteien wie die Grünen und die Linke  lamentieren, die Ergebnisse des Gipfels seien völlig unzureichend. Sie hätten vor den Verwaltungsgerichten, die über die Normen der Schadstoffbelastung deutscher Städte zu wachen haben, ohnehin keinen Bestand. Auch die Hilfstruppen der Grünen, wie die „Deutsche Umwelthilfe“ und die „Verbraucherzentrale Bundesverband“ (ihr Vorsitzender ist Mitglied der Grünen), stimmen in die Kritik ein, indem sie den Gipfel als eine „Fake-Veranstaltung“ denunzieren.

Woher kommt der Hass auf den  Dieselmotor, der doch noch vor kurzer Zeit als das Nonplusultra der Antriebstechnik für PKW und Nutzfahrzeuge galt?

Der Dieselmotor hat gegenüber dem Ottomotor entscheidende Vorteile. Wegen der höheren Verdichtung hat er einen höheren Wirkungsgrad als der Benzinmotor. Der Kraftstoffverbrauch ist deshalb  bis zu einem Drittel niedriger als bei seinem benzinbetriebenen Bruder. Auch der Ausstoß von Kohlenwasserstoffen und Kohlenstoffdioxid (CO2) ist geringer. Einige  konstruktionsbedingte Nachteile konnten in modernen Dieselaggregaten entscheidend minimiert werden. So wurde der Partikelausstoß (Ruß) durch Partikelfilter stark  verringert. Die Emission von Stickstoffoxiden (NO-Verbindungen) kann durch Reduktionsmittel, wie z.B. Harnstofflösungen, reduziert werden. Wenn die dafür nötigen Tanks ausreichend groß sind, was den Konstruktionsaufwand erhöht, ist die Stickoxid-Neutralisierung ähnlich effektiv wie bei einem durch einen Katalysator gereinigten Benzinmotor.

Auffällig ist, dass der entscheidende Vorteil des Dieselmotors, der gegenüber dem Ottomotor  um 20 Prozent  verringerte CO2 – Ausstoß, bei den ökologischen Aktivisten und den Grünen völlig ausgeblendet wird. Noch vor kurzem haben sie die Bürger mit  hysterischen Kampagnen behelligt: Sie sollten in ihrem Alltag immer die Klimaauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen beachten und ihr Kaufverhalten klimafreundlich  verändern. Viele Geschäfte hängten vorsorglich ihre CO2-Fußabdruckbilanz ins Schaufenster, um bei den grünen Klimawächtern zu punkten. Beim Dieselmotor ist dies  plötzlich alles Makulatur. Klimarettung vertagt?  Man hat auch noch keinen Grünen  gehört, der die Dreckschleudern bei den Bussen, die durch die Innenstädte kurven, kritisiert hätte. Der ÖPNV ist anscheinend sakrosankt, weil er  von den Ökos das  moralische Gütesiegel erhalten hat.

Auch der grüne Hype um das Elektroauto ist  reichlich verlogen, weil er die Ökobilanz des Elektro- antriebs hartnäckig ausblendet. Der Professor für das Fachgebiet Verbrennungskraftmaschinen an der Technischen Universität Berlin Roland Baar hat errechnet, dass ein Elektroauto 50.000 km fahren muss, um den  CO2-Verbrauch  auszugleichen, der bei der Herstellung des Motors verausgabt wurde. Die Herstellung von Batterien ist extrem aufwändig, der Kupferverbrauch in den Spulen der Motoren erheblich. Hinzu kommt der Aufwand des Kupfertransports von Chile nach Europa. Die Befürworter des Elektroantriebs fragen auch nie danach, woher der Strom kommt, der die Batterien speist. Stammt er aus Kohlekraftwerken, ist die Öko-Bilanz noch negativer. Dasselbe Phänomen kennen wir  von dem  Auto, das mit Wasserstoff betrieben wird (Brennstoffzelle). Stammt die Energie zur Spaltung von Wasser in H und O aus Kohle- und Erdölkraftwerken, kann man den  ökologischen Effekt nahezu vergessen. Doch wer fragt schon danach, wenn auf dem Etikett des Endprodukts  „sauberer Antrieb“ steht.

Prof. Baar hat neulich in einem TV-Interview betont, dass von den in der Welt pro Jahr entstehenden Treibhausgasemissionen nur 4 Prozent auf die Straßenmobilität entfallen. Die größten Emittenten sind Industrie, Landwirtschaft und  Gebäudeheizung.  Wie verlogen die gegenwärtige Stickoxid-Debatte ist, kann man  daran ablesen, dass in Deutschland  in geschlossenen Räumen 24 mal so viel Stickstoffoxid zulässig ist wie in unseren Straßen (siehe Kennziffern der „Maximalen Arbeitsplatz-Konzentration“ – MAK). Zur Zeit beträgt der zulässige Grenzwert für Feinstaub in der Luft  40 Mikrogramm pro m3.  Wenn man diesen Wert  noch weiter absenkt, kann man jedem Motor den Garaus machen. Ob das im Gesamtkontext der Politik – auch im Hinblick auf die 600 000 Industriearbeitsplätze in der Automobilindustrie – sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.

Ich habe den Verdacht, dass sich die Kritik am Dieselmotor aus einer finsteren Quelle  speist: aus dem Hass auf das Automobil generell. In Berlin wird gerade vorexerziert, wohin die Reise gehen soll: Die Hauptstadt soll in eine Fahrradstadt umgebaut werden. Die Prachtstraße Unter den Linden wird zur Fahrradzone, die Hochbahn-Trassen werden mit Fahrradschnellstraßen kombiniert. Quer durch die Stadt sollen Fahrradschnellwege entstehen. Auf den privaten PKW-Verkehr und auf den gewerblichen Lieferverkehr wird nur wenig  Rücksicht genommen. Die Öko-Krieger fühlen sich im Recht, weil in ihrem Wertesystem der Fahrradfahrer  dem Autofahrer moralisch überlegen ist. Er strampelt mit Muskelkraft, während der Autofahrer mit Hilfe kostbarer fossiler Brennstoffe unterwegs ist. Zudem ist  der Schadstoffausstoß des Radfahrers gleich Null, was ihn als Saubermann schlechthin ausweist. Wie sich das Gefühl moralischer Überlegenheit konkret im Straßenbild auswirkt, kann man  in Berlin täglich  erleben. Man stelle sich nur einmal im Prenzlauer Berg an eine Verkehrsampel. Rot ist für viele Pedaltreter nur ein unverbindliches Angebot. Sie fahren auch gerne auf dem Bürgersteig, in Fußgängerzonen und in Einbahnstraßen in die verkehrte Richtung. Die Berliner Polizei hat eine Statistik veröffentlicht, wonach Fahrradfahrer diejenige Verkehrsgruppe sind, die am häufigsten Unfallflucht begeht: Selbst schuld, blöde Oma, wenn du dich mir in den Weg stellst.

Den Öko-Aktivisten  sollten wir die Entscheidung über die Zukunft des automobilen Straßenverkehrs nicht überlassen.

 

 

 

 

 

58 thoughts on “Ökokrieger gegen das Automobil

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    Ein gutes Stichwort war auch der CO²-Ausstoß des Verkehrs, der ebenfalls vernachlässigbar ist. Um etwas gegen den CO²-Ausstoß zu tun, müßte es vielleicht besser Unnutztieren wie Hunden und Katzen an den Kragen gehen, was eine Studie aus den USA nahelegt: https://patch.com/california/hollywood/fido-fluffy-are-hurting-environment-ucla-study-says

    Wer weiß, vielleicht könnte man die Viecher ja nach China exportieren; die Reinlichkeit der Gehsteige, die Eliminierung der Gefahr, gebissen zu werden und die Abwesenheit dümmlichen Gekläffes einerseits sowie die Erholung der Singvogelpopulationen andererseits wären sehr gute Nebeneffekte.

    Die Chinesen würden sich über eine Bereicherung des Speisezettels durch mehr „Bello und Minka süßsauer“ sicherlich freuen, und für die fernöstliche Pelzindustrie dürfte Entsprechendes gelten.
    Zumal Hunde- und Katzenhalter sowieso meist komische Leute sind, und vor allem: sie sind Minderheiten. Haben Sie aufgepaßt, was ich über Minderheiten gesagt habe? 😆

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      Sie wollen mit Ihrem Stuss provozieren um Aufmerksamkeit zu erhalten. Wahrscheinlich fühlen Sie sich einsam, was Sie jedoch nicht ohne Grund zu sein scheinen. Das wäre durchaus ein lösbares Problem, aber nicht hier.

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      ..Aber dennoch danke für den Hinweis, liefert er doch einen weiteres Beispiel für das, was unsere ‚Wissenschaftler‘ so publizieren.

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      Vor ein paar Wochen erschien eine Studie, welche Maßnahmen in den Industrienationen den größten Einfluß auf CO2-Ersparnis hätten, zu finden unter http://iopscience.iop.org/arti.....326/aa7541. Das Ergebnis wird Ihnen vermutlich nicht schmecken: Verzicht aufs Auto (spart pro Jahr 2,4 Tonnen CO2-Emissionen), Verzicht auf Flugreisen (1,6 t); auf Fleisch zu verzichten, spart 0,8 Tonnen, ein Kind weniger jedoch spart 58,6 Tonnen.

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        Wenn’s lediglich auf die CO2 Ersparnis ankäme, wäre wohl das Verlöschen der Menschheit die sinnvollste Maßnahme. Was das wohl bringen würde? 7,55 Milliarden x 58,6 Tonnen? Zudem keine Autos, keine Flugreisen und keine Viehzucht mehr erforderlich. Nicht mehr zu toppen oder?

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        Au ja! Selbstmord gegen den Klimawandel – das sollte Mode unter Linken und Grünen werden 😆

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        Dazu sei angemerkt, daß dies natürlich satirisch gemeint war, zumal der menschengemachte Klimawandel so eine, hmmm, etwas windige Sache ist…vom
        klimatologischen Standpunkt aus betrachtet 🙂

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    Doch noch ein Nachtrag mit der Hoffnung, daß noch jemand hier dabei ist: Ich höre gerade die Börsenberichte im Radio: Die RWE ‚Öko‘-Tochter Innogy hat im vergangenen Jahr trotz Windflauten einen Gewinn von 2.4 Milliarden € verbucht – vorwiegend Durchleitungsgebühren für das Netz (selbstverständlich auch ‚Atomstrom‘ aus F) . Und genau da läuft der Hase lang, denn RWE hofft auch in den USA auf eine Energiewende und richtet derzeit für die Nach-Trump-Zeit schon mal Innogy-Büros ein. In D hat der (hauptsächliche) Netzbetreiber Innogy bereits erheblich von der sog. Energiewende profitiert und soll jetzt noch das E-Auto-Ladenetz zugeschanzt bekommen. Autokanzler war gestern, nun Stromnetzkanzlerin. Ein neuer Wirtschaftspolitik-Skandal bahnt sich an. Falls ich’s noch nicht erwähnt habe.. WIR zahlen das.

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      Lieber KJN, das ist Umverteilung. Ist doch alles nicht neu!
      Hier werden die Gelder verteilt; dies sollte man zu Thema machen, anstatt über die angebliche Technologiefeindlichkeit von angeblichen „Ökokriegern“ und unseren angeblich aufgeblähten Sozialstaat zu schwadronieren.

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        Lieber Stefan Trute, was die Ihren Einwand betrifft
        „..angebliche Technologiefeindlichkeit..
        ..angebliche Ökokrieger..
        ..angeblich aufgeblähter Sozialstaat..

        so sind diese doch längst instrumentalisierter Bestandteil, bzw. Nutznießer dieses (Um-)Verteilungs- und Selbstbedienungssystems.
        Eine ‚Deutsche Umwelthilfe‘, die vorgeblich unsere Gesundheit schützt, ist ein widerwärtiger Abmahnverein, der kleine Unternehmer, Makler etc. kostenpflichtig einschüchtert und abmahnt, wenn z.B. beim Angebot für irgendeine Immobilie ein sog. ‚Energiepass‘ fehlt,
        ein Umweltbundesamt, das vorgeblich Umwelt und Klima schützt, will Gebühren und Steuererhöhungen durchsetzen (Käufer haben in die Anschaffung eines Diesels investiert, Sozialsysteme, deren Einnahmen zweckentfremdet werden usw. usf.
        Damit die Chance besteht, daß solchen ‚Vereinen‘ das Handwerk zumindest erschwert wird, deswegen war ich für TTIP, was ja jetzt gestorben ist. Unser Staat holt doch nach Merkel-Manier längst alle ‚ins Boot‘, die irgendeine Position oder mediale Macht haben und versorgt sie – alle anderen haben zu zahlen und zu gehorchen: sorry – demokratische Mehrheitsentscheidung zwischen Pest & Cholera Alternativlos.
        Sollten Sie wirklich an meiner Sichtweise auf diese Dinge interessiert sein, stelle ich im folgenden einen längeren Text ins Netz, den ich 2011 mal diversen Verlagen als ‚Roman‘ übersandt habe, wo mir aber nur eine Art Selbstverlag über eine Plattform angeboten wurde.
        Ich nenne es mal besser dystopisches Essay oder so, weil die Entwicklung von – und die Einfühlung in Charaktere sicher eher komplementär zu meinen vorliegenden Begabungen ist. Also bitte sehr, das ‚Ding‘ ist – für mich selbst überraschend – noch erstaunlich aktuell, aber der 2. Teil fehlt halt noch: http://www.radioklaus.bplaced......Willen.pdf

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        Umverteilung ist der falsche Begriff, obwohl vom Ende her betrachtet die ganze Sache sehr danach aussieht. Umverteilung bedeutet aber, daß mit Absicht Geld von A nach B verschoben wird, ohne daß dem eine entsprechende Gegenleistung gegenübersteht, und das ist hier nicht zu erkennen. Der passendere Begriff wäre daher eher der des Mitnahmeeffekts, und den findet man überall, wo sich im Kapitalismus die öffentliche Hand zum Eingreifen genötigt sieht, weil die Wirtschaft kein Interesse daran hat.

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    Wie wäre es damit, einfach einmal innezuhalten und durchzuatmen – und zu schauen, was eigentlich schiefgelaufen ist. Es ist ja nicht das erste Mal, daß die Autobauer in Deutschland Probleme haben.
    Und zum Vergleich werfen wir erst einmal einen Blick auf die andere Seite des Atlantiks und gehen vier Jahre zurück in die Vergangenheit. Ein Großkonzern hat zu lange die Cash-Cows gemolken und dabei die Innovation verpennt: Es handelt sich um Microsoft, Weltmarktführer bei PC-Betriebssystemen und Office-Produkten. Aber bei den dynamischsten Marktsegmenten sieht es mau aus: Bei der Cloud drängt Amazon nach vorn, Apple hat das Smartphone zur Marktreife gebracht, die Bedürfnisse damit erst geweckt und dominiert nun den Markt zusammen mit Samsung, und bei Suchmaschinen kann Microsoft die Rücklichter von Google schon lange nicht mehr sehen. Was tut Microsoft? – Es tauscht den Vorsitzenden aus. Und zwei Dinge passieren nicht: Weder wird die Politik um Hilfe angerufen, noch wird die Schuld bei anderen gesucht (etwa bei denen, die trotz der bekannten Sicherheitsbedenken offen vom Internet der Dinge und von „Bring your own device“ reden). Heute zeigt Microsoft eine bemerkenswerte Innovationsfreude, die sich hinter Apple kaum verstecken muß.
    Zurück nach Deutschland, ein paar Jahre früher. Automobilindustrie. Aufgrund einer weltweiten Spekulationsblase ist im Jahr 2008 (vor dem Kollaps von Lehman) der Ölpreis explodiert, in Mexiko wird das Grundnahrungsmittel Mais knapp, weil die USA alles aufkaufen, um Ersatztreibstoff herzustellen, und in der Bundesrepublik steigt der Spritpreis auf 1,70 Euro pro Liter Superbenzin. Plötzlich setzt in Deutschland ein Run auf Hybridfahrzeuge ein, die nur Toyota wirklich zur Marktreife gebracht hat, obwohl die deutschen Autobauer sie erfunden haben. Allerdings haben VW und andere die Pläne nie über das Stadium eines Prototypen hinaus entwickelt, weil sie sich nicht denken konnten, die Lust an einem neuen Produkt zu wecken. Die einzige öffentlich wahrnehmbare Reaktion der deutschen Autobauer auf die Krise war der Appell an die Politik, die Mineralölsteuer und damit den Spritpreis zu senken. Kurze Zeit später erledigte sich das Thema mit einer weltweiten Finanzkrise von allein, und ein Strategiewechsel der Automobilindustrie konnte wieder auf Eis gelegt werden.
    Soll man da Hoffnung haben, daß sich jetzt etwas zum besseren verändert?

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      Yep, so ist es Opa Krempel. Es wurden viele Projekte angestoßen, vor allem Expansion und Kostenreduzierung, was ja an sich nicht schlecht ist. Nur bei der Innovation war es doch verdächtig still und das in einer Branche (da hat ausgerechnet Trittin mal recht) die in Geld schwimmt. Was Marketing angeht, haben die ja nicht mal Lust auf Diesel gemacht – erinnert sei an den Murx mit dem Lupo. Von der von KJN beschriebenen Technik keine Spur im Marketing.

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        Das ist das Dilemma. Henry Ford wird der Spruch zugeschrieben, die Leute hätten nach schnelleren Pferden verlangt, wenn man sie vor der Massenproduktion des Autos nach ihren Wünschen gefragt hätte. Die deutschen Autobauer haben genau solche Wünsche befriedigt: Die Fahrzeuge schneller, komfortabler oder ein wenig sparsamer, wenn der Komfort nicht zu viel Gewicht verursacht hat (ein Golf von heute bringt anderthalbmal soviel auf die Waage wie ein Golf aus den Achtzigern).
        Aber nicht nur den Automobilbauern ist vorzuhalten, nicht wirklich neu gedacht zu haben; umfassende Verkehrskonzepte, die eigentlich in der Öffentlichkeit diskutiert werden sollten und bei denen man auch durchaus einmal den Versuch hätte wagen können, ob es sinnvoll ist, wurden systematisch schlechtgeredet und daher nicht ernsthaft erprobt. Carsharing beispielsweise ist immer noch hochgradig regional: Ich kann nicht davon ausgehen, als Mitglied eines Frankfurter Carsharingvereins zu gleichen Bedingungen ein Auto in München mieten zu können. – Politische Unterstützung? Fehlanzeige! Druck aus der Politik, daß etwa die regionalen Verkehrsverbände ihre Regeln für den ÖPNV vereinheitlichen und man nicht die Besonderheiten von jeder Region kennen muß? Fehlanzeige – ich treffe mindestens alle zwei Wochen Leute, die an den Fahrkartenautomaten des Rhein-Main-Verkehrsverbunds verzweifeln. Es scheint in der Politik eine Angst vorzuherrschen, einen Versuch zu starten, der sich als Fehlschlag entpuppt; dabei ist solcherlei in der Wirtschaft gang und gäbe. Apple ist über seinem PDA in den roten Zahlen geblieben, Microsofts Versuch eines Tablet-PCs war unausgereift, und von Mark Shuttleworths Traum eines Ubuntu Phone wollen wir gar nicht erst reden. Aber PDA und Microsofts Tablet waren wichtige Impulsgeber für die weitere Entwicklung.

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      Da stimme ich zu, Stevanovic und O. Krempel: Die Autofirmen hätten mehr eigenfinanzierte F+E betreiben müssen, aber das war jahrzehntelang, seit dem Kaputtsanierer und Wirtschaftsspion Lopez nicht so richtig hip. Bestimmt haben die Marketingstrategen die technischem Entwicklungen bis heute mit noch einem und noch einem zusätzlichen Komfortschnickschnack, elektrischen Spiegelverstellungen, Sitzhöhenkonfigurationen und Soundsystemen. BMW fing damit an, ein Mittelklassewagen wiegt heute 1,6 t, der alte 2000tii mit 130 PS aus den 70ern wog noch 750 Kg. Und alle zogen nach, auch und gerade die Fernost-Produzenten wie Hyundai. Die US-VW-Marketingabteilung wollte den ‚Pipitank‘ nicht, weil dann eine Lautsprecherbox hätte weichen müssen (!), wer mir das nicht glaubt, bitte googeln. Und deswegen soll jetzt der Hubkolbenmotor sterben und wir müssen mit Elektroschrott fahren?
      Warum schreibe ich soviel zu dem Thema? Ja, es regt mich schon länger auf, wo z.B. deutsche Forschungpreise, Förderpreise, Fördergelder usw. hingehen: Spezialforschung für Automotive, z.B., Piezotechnik für Einspritzanlagen usw. Das könnten die auch bitte selber bezahlen – der ganze Förder- und Drittmittelunsinn gehört sowieso abgeschafft. So – und jetzt dürfen alle mal raten, wo die Fördermillionen in Zukunft hingehen.
      Jedenfalls werde ich mal ein bepflanztes Terrarium mit einem CO2-Sensor in den Garten stellen und ich verwette ein elektrogetriebenes Bobbycar darauf, daß dieses mehr CO2 enthält, wenn es draußen wärmer ist. Aber Denken in Ursache und Wirkung ist auch nicht mehr so richtig hip, so daß ich davon ausgehe, daß den Gag keiner verstanden hat. Und damit soll es mal gut sein.

      Eins aber noch: Seehofer! Der will jetzt ältere Euro4-Diesel (die sauberer sind) höher besteuern. Wer es nicht weiß: Dieselfahrer zahlen mehr KFZ-Steuer, so daß sich der Diesel zusammen mit den höheren Anschaffungskosten nur für Vielfahrer amortisiert. Ein weiterer Baustein zur Politikverdrossenheit. Aber damit ist man ja jetzt ‚Wutbürger‘. Sagen wir es besser so: Angeekelter Bürger. Und das nicht nur wg. dem ‚Dieselskandal‘, der eher ein Wirtschaftpolitikskandal ist.

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    … deutsche Automobilindustrie? Die gibt ’s doch schon lange nicht mehr … etwa 40-50% für die Familie, 20% für die niedersächsischen SPD-Genossen, 20% für den mohammedanischen Terroristenfinanzierer Qatar, Rest Streubesitz – heißen die Ganoven.

    Übrigens VW fährt unsere Putzfrau. Ich mag globalisierte Italiener. Da steckt ein bisschen Trump mit drinn‘.

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    Oh Mann, klappt ja mit dem Programm echt gut, die Hälfte vom Text fehlt. Natürlich zünden wir keine Synagogen an – wir führen hier aber eine Ablenkungsdebatte und die Grünen sind (diesmal) nur der Sündenbock. Vielleicht versuche ich heute Abend nochmal zu schreiben.

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    Der Diesel ist eine politische Entscheidung, genauso wie der E-Motor. Die Argumente sind austauschbar. Die Förderungen und das Entgegenkommen der Politik sind austauschbar. E-Motoren spielen eine große Rolle bei der Digitalisierung und das autonome Fahren hat viel mit dem iPhone und ähnlichem. Es steht nicht eine Technologie (von der keiner hier wirklich was versteht) gegen eine andere. China, der größte Markt der Welt, pusht den E-Motor, die USA stehen auf autonome iFahren. Leider haben unsere Auto-Oligarchen schon viel Geld in Expansion (Daimler), Größe (VW) und neue rollende Bernsteinzimmer (Maybach, Phaeton) investiert. Als die unternehmerischen Fehler ausgeglichen werden mussten (alles Gut, so funktioniert Markt), hat man betrogen, statt unternehmerisch tätig zu werden. Eigentlich ist die Geschichte nicht so kompliziert. Kompliziert macht es eben nur, dass gegen grün/rot/versifft und ihren Hass schreiben muss und schon ist die Unterhaltung raus aus dem wirtschaftspolitischem und in der Sphäre der Weltanschauungen. Da kennen wir uns ja alle aus.
    Also, klasse, dass es die Grünen gibt, damit können wir Rechtsbruch tolerieren und unternehmerische Fehlentscheidungen zu Standhaftigkeit umdichten. Legal, Illegal, Scheißegal. Gott ist tot, die Grenzen offen und Marktwirtschaft nur ein Wort. Immerhin zünden wir heute Synagoge an.

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    Die deutsche Autoindustrie traut sich nicht, Autos mit Pippi im Tank zu verkaufen, aber über mehrere Kontinente die Käufer zu bescheißen. Warum geht das? Weil Leute wie wir nun über die Grünen sprechen und über 600.000 Arbeitsplätze. Wären unsere Auto-Oligarchen Griechen, was würde hier dann stehen? Der Deutsche macht Dinge an und für sich, Piëch, der alte Perfektionist– ich lach mich krank.

    Was immer geschieht: Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.

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      Herr Piëch scheint wohl doch nicht der geniale Ingenieur zu sein, zu dem man ihn noch bis vor kurzem in unseren Gazetten hochgejubelt hatte. Es war ja kein Geheimnis, dass die Abgaswerte, welche die VW-Diesel auf dem Teststand lieferten nichts mit den Werten im realen Verkehr zu tun hatten. Ein „genialer Ingenieur“ und selbst ein nicht ganz blöder Ingenieur konnte sich schon im Jahr 2007 die Frage stellen, wie diese Werte zustande kamen. Als Aufsichtsratschef und „genialer Ingenieur“ hätte man, wenn man es denn wirklich wissen wollte, doch einfach mal in der zuständigen Abteilung nachfragen können. In der ganzen Branche wusste man doch, dass die Werte irgendwie getrickst waren, aber niemand wollte angesichts des Diesel-Hypes genauer hinsehen. Weder die Politik noch die Manager noch die Journalisten. Am Anfang wird man wohl noch geglaubt haben, dass man nach und nach die Motoren so verbessern könnte, dass sie irgendwann die Normen einhalten, aber weil die Trickserei so gut funktionierte, war der Optimierdruck auch geringer. Da Herr Piëch ja beteuert, dass er von alldem nichts wusste, muss er doch eher ein Simpel sein, als ein „genialer Ingenieur“.

      Eine andere Erklärung wäre, dass Herr Piëch lügt, aber das will ich ihm natürlich nicht unterstellen. Denn vielleicht hatte er ja keinen Schimmer davon, dass man mit Software den Prüfstand beschummeln konnte:

      https://www.welt.de/wirtschaft/article148032066/Die-pure-Verzweiflung-trieb-Volkswagen-an.html

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      Nun, daß der Diesel prinzipbedingt wesentlich mehr Schadstoffe ausstößt (vom Kohlenmonoxid abgesehen) als ein Benziner mit geregeltem Dreiwegekat, ist seit langem jedem, der etwas technischen Sachverstand hat, bekannt. Nur den technischen Laien in der Bundesregierung und in der EU eben nicht.

      Nur deshalb wurde der Diesel steuerbegünstigt, und nur aufgrund des zweiten Sachverhalts haben wir diese lachhaften Downsizing-Motoren. Diese sind zwar auf dem Papier dank standardisierter Verbrauchs-Testfahrten wesentlich günstiger im Verbrauch als die älteren, größeren Motoren, aber im Praxisbetrieb nehmen sie dank Turboaufladung genausoviel Kraftstoff zu sich, wenn nicht mehr.

      Beides passierte nur deshalb, weil auf nationaler wie auf EU-Ebene niemand auch nur die leiseste Ahnung von Thermodynamik oder Maschinenbautechnik haben dürfte. Dort reicht es, wenn man ein „Abi“ von irgend einer Baumschule hat, in der man statt Mathematik, Physik und Chemie nur seinen Namen tanzen mußte oder so. Wenn man nicht ohnehin nur wegen der Frauenquote ins Amt kam, dann ist auch letzteres nicht mehr selbstverständlich.

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    Wenn herauskommt, dass Konzerne ihre Kunden vorsätzlich betrügen und sich untereinander heimlich absprechen, geraten die Apologeten des Individualverkehrs nicht etwa in Erklärungsnot, sondern machen „Ökokrieger“ und deren „Hilfstruppen“ dafür verantwortlich, dass es überhaupt „Kritik am Dieselmotor“ gebe. Als „finstere Quelle“ wird ein „Hass auf das Automobil generell“ vermutet und als Beleg dienen bescheidene Bemühungen, den Straßenverkehr in Berlin durch gezielte Maßnahmen, die das Leben von Fahrradfahrern etwas erleichtern, effektiver zu machen. Anstatt sich nun zu darüber zu freuen, dass sein Leben durch etwas weniger Abgase erträglicher werden könnte, wettert der Kolumnist sinnfrei gegen „moralisch überlegene Saubermänner“ und weigert sich einzusehen, dass das Auto für ein zivilisiertes Leben in der Großstadt das denkbar ungeeignetste Fortbewegungsmittel ist.
    Die Aufregtheit, die aus diesem Text spricht, ist selbstverständlich unbegründet: Noch lange werden die deutsche Autoindustrie und ihre Kunden ihre Subventionen und Privilegien genießen dürfen, noch lange werden Autobahnen für sie gebaut werden, auf denen sie es dann schneller in den nächsten Stau schaffen, noch lange wird der mörderischen Raserei auf diesen Autobahnen keine Zivilisierung durch ein Tempolimit drohen, für all das werden schon die der Autoindustrie innigst verbundenen Politiker sorgen. Dass aber noch die bescheidensten Maßnahmen (so beklagt sich der Kolumnist, dass „die Hochbahn-Trassen (…) mit Fahrradschnellstraßen kombiniert“ würden, als ärgere es ihn, dass er auch dort nicht mit seinem Auto fahren dürfe) als Bedrohung empfunden werden, ist wohl der Ahnung geschuldet, dass es mit der „Freiheit“, welche ihm durch den Individualverkehr versprochen wird, nicht allzu weit her ist.

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      Lächerlich. Wie wenig Geld in den Straßenbau gesteckt wird, fällt nur deshalb nicht auf, weil andere Verkehrsteilnehmer jahrzehntelang noch weniger Förderung erfahren haben. Das Auto bzw. der Lkw erbringen den mit Abstand höchsten Teil der Transportleistungen (im Personentransport 75% im Gütertransport ca. 72%), in der Bundesrepublik wie in den übrigen Industrienationen.

      Dafür hat man jahrzehntelang den angemessenen Ausbau des Straßennetzes verweigert, indem man das Märchen vom „induzierten Verkehr“ mit Hilfr der grünroten Lückenpresse unter die Leute hat bringen lassen! Es ist zum Junge-Hunde-Kriegen!

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        Genau. Und man bräuchte nur den Verkehr zum Fließen zu bringen, schon würde der Schadstoffausstoß des Verkehrs um ca. 30% sinken. Natürlich müßte man dafür aber erst einmal das Straßennetz ausbauen.

        Im übrigen ist der Schadstoffausstoß der Benziner-PKW, im Gegensatz zu Kfz mit Dieselmotoren, vernachlässigbar. Ich habe schon vor Jahrzehnten gemeint, daß der Diesel eines Tages verboten werden sollte – allein wegen des Gestanks.

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    Ein Elektroauto lädt ja meistens und fährt selten, wie soll man da rechtzeitig zur Arbeit kommen? Es gilt mal wieder der Spruch über die grünen Kommunisten, sie kriegen nix geregelt, aber man hat viel zu lachen.

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      Vor allem hinterm Steuer nicht. Man merkt, daß Grünen etliche Gehirnfunktionen abgehen müssen, so grottig, wie sie Auto fahren: ohne jegliches Gefühl für Geschwindigkeit und ohne jegliches räumlich-spatiales Denken (deswegen fahren auch die meisten Frauen so furchtbar).

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        Linkenhasser: „ohne jegliches räumlich-spatiales Denken“

        Das Internet offenbart es wieder und wieder: Durchgängig beherrscht die Rechte die Regeln ihrer Muttersprache nicht. „Ohne jegliches räumlich-spatiale[sic!] Denken“, muss es heißen.
        Große Klappe, nichts dahinter. Und das ist kein Zufall

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        Können Sie denn besser Deutsch. Lümpchen oder wie Sie heißen? Das ist typisch links, sich an solchen Kleinigkeiten aufzuhängen, um vom Thema abzulenken. Sie und Ihresgleichen haben hier die große Fresse, aber nichts an sachlicher Kompetenz dahinter.

        Noch ein Ratschlag: werden Sie Deutschlehrer oder so etwas…oh, wahrscheinlich sind Sie es ja schon 🙂

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      Noch was, Herr L.: unseresgleichen passieren Flüchtigkeitsfehler beim Tippen, Ihresgeichen kommen schon mal so ein paar Millionen Menschen abhanden im Namen des sog. Fortschrittes und angeblich zum Wohle der Menschheit.

      Kleiner Unterschied, nicht wahr? 🙂

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        P. S.: Im übrigen ist Ihnen – wie mir eben auch – ein Tippfehler unterlaufen. Hinter das Wort „Zufall“ hätte ein Punkt gehört (Klugdefäkiermodus aus).

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        Grammatikfehler sind Denkfehler. Sie ahnen das. Immerhin! Wegen eines bloßen Tippfehlers würden Sie nicht drei Kommentare schreiben.

        Die Rechte legitimiert sich aus Abstammung, weil sie sich – minderbegabt und/oder faul – aus kultureller Anstrengung und Leistung nicht legitimieren kann.‘

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        Ein lustiger, aber typisch linker Spruch: einfach, einprägsam und falsch 🙂

        Und woraus legitimiert sich die Linke?
        Aus den Worten und Lehren eines mehr oder weniger spinnerten Philosophen. Mehr nicht.

        Sehr beeindruckend, muß ich schon sagen…

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        Im übrigen sind nicht die Konservativen minderbegabt und faul, sondern die Linken.
        Aber jeder gesunde Mensch weiß: Linke sind geistig und charakterlich minderwertig sowie ethisch-moralisch total verkommen. Sie projizieren lediglich ihre absolute Minderwertigkeit auf den politischen Feind.

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        Ach soooo, Sie sind eine Frau…dann ist ja alles klar. Damit brauchen Sie sich vor mir für nichts mehr zu rechtfertigen 😆

        Dabei bin ich durchaus niemand, der in der Frau nur eine absolut primitive und dabei charakterlich minderwertige Kreatur sieht, deren einziger rechtmäßiger Platz unter den Füßen des Mannes war und ist. 😆

        Meine Frau zum Beispiel ist für so manches gut – sie ist wunderschön, für ihr Alter noch sehr sexy und unter anderem hat sie mir vier prächtige Söhne geschenkt – aber nicht fürs Autofahren. Mann Mann Mann, was die sich am Steuer immer leistet. 🙁

        Gut, daß ich ihr einen sechzehn Jahre alten Astra für die Stadt geschenkt habe, statt ihr eines meiner 400-610 PS starken Geschosse (vom Ferrari 360 Spider über den Jaguar XJR bis zum neuen Lamborghini Huracán) anzuvertrauen.

        Den alten Opel kann sie ruhig verbeulen, was sie auch fleißig tut. Wenn wieder lautes Gejaule mit schleifender Kupplung in unserer Straße zu hören ist, weiß ich, daß sie gerade vom Einkauf nach Hause kommt und einparkt. Wenn es nicht scheppert, stoße ich einen Seufzer der Erleichterung aus.

        Kosten für Schadensreparaturen am Golf etc. gehen natürlich von ihrem (allerdings beträchtlichen) Schuhe- und Kleiderbudget ab. Trotzdem bekommt sie allweihnachtlich von mir einen neuen Pelzmantel, weil sie Pelze so liebt, vor allem Nerz und Lipi 😆

        Mein bester Freund wundert sich über mich und meine Generosität – seine Frau möchte er nicht einmal im Auto dabeihaben. Sie mache in seinen herrlichen Autos trotz mehrfachen Liftings nichts her, meinte er, obwohl sie immerhin ein Drittel eines Mietshauses und einiges an Festgeld am Bein gehabt hatte. 🙂

        Kürzlich hatte sie einen runden Geburtstag, und zur Feier des Tages durfte sie zum ersten Mal mit ihm, und dann gleich in seinem funkelnagelneuen Aston Martin Vanquish-Nobelschlitten, mitfahren – allerdings nur im (zugegebenermaßen vollklimatisierten) Kofferraum 😆

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    Es stimmt alles, was Sie ausführen. Nur den Hass auf das Auto sehe ich nicht als primäres Motiv.
    Ich vermute, dass der Krieg gegen den Dieselmotor dazu dienen soll, dem Elektro-Antrieb zum Durchbruch zu verhelfen. Wie schon so oft arbeiten Politik und Großkonzerne hier zusammen, und bieten dem Volk einen Schaukampf.

    Der Verbrennungsmotor ist technisch ausgereift und großer Fortschritt ist nicht mehr zu erwarten. Heute gibt es schon brauchbare Neuwagen für unter 10 000 Euro (Dacia zum Beispiel) und drei Jahren Garantie. Wer das Auto überwiegend für kürzere Strecken 10 – 20 km zur Arbeit und zum Einkaufen nutzt, wird wenn er rein ökonomisch handelt, kein Jahresgehalt für eine Edel-Karosse aus deutsche Produktion ausgeben.

    Ob die Zukunkt der deutschen Autoindustrie mit dem Elektro-Antrieb zu retten ist, wird davon abhängen, wie der Weltmarkt sich dazu entwickelt. Ich vermute, dass die Schwellenländer die nächsten Jahre erstmal auf saubere Diesel- und Benzinmotoren setzen, um die katastrophale Luftverschmutzung in den Großstädten in den Griff zu kriegen.

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      Ja, Waldgänger, eine Art Zwangskonsum bzw. Binnenkonjunkturprogramm, ähnllch, wie ‚Energiewende‘ oder Gebäudedämmung. Mit Angst&Hysterie lässt sich hierzulande gut ‚durchregieren‘.
      Ich rufe daher auf zu:
      – Boykott von Grünen (Ziel <1%) und sog. 'Umweltverbänden'
      – Boykott des Updates mit einer sehr wahrscheinlich motorgefährdenden Software
      – Boykott jeglicher 'Abwrackprämien'
      – Boykott einer entmündigenden Moderne
      Umwelt- und Ressourcenschutz geht anders und in der Welt machen wir uns gerade lächerlich.

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        ..und natürlich Boykott der Batterieautos: Ich werde mich nicht auf einen Energieträger setzen, der Oxidationsmittel und Reduktionsmittel mit dem Energieinhalt eines Benzintanks auf Nanoebene vermischt vorliegen hat. Normalerweise braucht man für so etwas eine Genehmigung zum Transport von Sprengstoff.

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        Boykott der entmündigenden Moderne? Echt jetzt? Das kann man haben, aber dann muß man damit leben, daß die Autos mindestens dreißig Jahre alt sind und mehr zeit in der Werkstatt verbringen als auf der Straße. Alternativ kann man natürlich auch aufs Fahrrad oder Pferdefuhrwerk umsteigen.

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        Das Software-update hat entweder keine Wirkung oder es hat Nebenwirkungen, wie verminderte Leistung, erhöhten Verbrauch, oder erhöhter Verschleiß.Brächte das update nur weniger Abgase und hat sonst keine Auswirkungen, hätten die Hersteller das update ja bei der Herstellung aufgespielt. Das sagt der gesunde Menschenverstand.

        Ich vermute:
        Das update wird wenig bringen und die Kunden werden unzufrieden sein, weil die Autos weniger Leistung haben. Dann kommt der zweite Schritt:
        Höhere Kfz-Steuern für Diesel und gleichzeitig Abwrackprämien beim Kauf eines Elektroautos, bezahlt vom Steuerzahler.
        Wenn aber der Rest der Welt da nicht mit geht, ist die deutschen Autoindustrie in eine Sackgasse gerannt bzw. wurde in diese geschickt. Muss sie nur von der Binnennachfrage leben, hat sie gewaltige Überkapazitäten.

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        Da muss ich wiedersprechen, lieber KJN. Diesel war nie Vorsprung durch Technik, es war immer Vorsprung durch Steuererleichterung. Auto war noch nie was anderes als Zwangskonsum bzw. Binnenkonjunkturprogramm, vom Autobahnbau bis zur Zapfsäule. Es wird auch nie etwas anderes sein, sollange wir eine gemeinsame Infrastruktur brauchen.

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        Und warum darf ich das nicht selber entscheiden, wann ich mir ein neues Auto kaufe, Opa Krempel? Bin ich zu blöd für (Ihren) Fortschritt?

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        @KJN: Leider sieht es so aus, daß Sie nur entscheiden dürfen, durch wen Sie sich entmündigen lassen: Durch die Behörden, die Vorschriften machen, wieviel wovon die Fahrzeuge in die Umwelt entlassen (und die nur bei Altfahrzeugen den Bestandsschutz berücksichtigen), oder durch die Automobilhersteller, die Ihnen ungefragt Software einspielen, von der Sie weder die Spezifikationen kennen noch die Testergebnisse.

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        Widersprechen Sie, lieber Stevanovic, das ist doch wohl Sinn und Zweck der Übung hier. Aber warum ignorieren auch Sie die Physik, wie so viele? Es geht nicht um „Vorsprung durch Technik“, das ist nur eine billige Marketingphrase zwecks Imagebildung, sondern darum, daß der Kolben im Diesel höher verdichtet und damit über höhere Temperatur eine schnellere und vollständigere Verbrennung erreicht, die zu einem durch andere Maschinen nicht zu erreichenden hohen Wirkungsgrad von ca. 40 % führt. Ob diese Maschinen durch Piechs Leute oder durch John Deere produziert werden, spielt dabei weniger eine Rolle.
        Bauen Sie einen gut optimierten 1000ccm Diesel in einen Joghurtbecher aus Carbonfaser und Sie haben wahrscheinlich ein 1l-Auto. Und dann betreiben Sie das Ding mit Rapsöl, dann ist das auch noch CO2-neutral. Und dann modifizieren Sie das Salatöl und bauen Stickstoff ein, dann kriegen Sie auch NOx möglicherweise auch ohne Pipibecken weg. Und dann.. und dann, so könnte ich weiter machen wie mein Sohn, als er 3 oder 4 war und Geschichten erzählte.
        Und jetzt kriegen wir wegen irgendwelcher spinnerten Ideologie-Idioten, die an Trolle im Wald glauben und einem ziemlich widerwärtigen Umwelt-Abmahn-Schutzgelderpresser eine neue Elektro-Infrastruktur aufgedrückt, die wir natürlich alle bezahlen, neben den ständig zu erneuernden Akkus. Da wird genauso ein Beta-Schrott drunter sein, wie bei den brennenden Samsung-Smartphones. Und das mit Photovoltaik und Windkraft – da sind doch welche total durchgeknallt. Das meine ich mit dem Zwangskonsum, Opa Krempel: Nur weil Autobahnen für notorische Verkehrshektiker als showroom für Audi und Porsche ständig auf Hochgeschwindigkeit saniert werden, rechtfertigt das noch lange keine weitere flächedeckende Enteignung von Besitzern alter Fahrzeuge. Wie war das mit dem Forstbegriff ‚Nachhaltigkeit‘? Und wovon soll denn der kleine KFZ-Schrauber leben, wenn mit dem kaputten teuren Akku vielleicht der ganze Elektrokarren weggeschmissen wird?
        Ich bin auch für neue Technik. Aber never change a running system und lasst uns was entwickeln, um die Asteroiden von unseren Städten fernzuhalten oder unser Leben zu verlängern, aber nicht noch eine neue Kabel-Infrastruktur, sonst demonstriere ich noch gegen Elektrosmog. Da fahre ich dann mit meinem Euro4-Diesel hin. Das wird ein Spaß.

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        @Klaus J. Nick
        Es ist zur Zeit viel in Bewegung hin zu umweltfreundlichen Fahrzeugen. Zum Beispiel hier
        https://utopia.de/klimawandel-co2-filter-climeworks-gewaechshaus-54246/

        Kampf gegen Klimawandel: Unternehmen filtert CO2 aus der Luft – und verkauft es. Flüssiger Treibstoff für Verbrennungsmotoren aus dem Co2 der Luft!

        Daneben gibt es vielversprechende Forschungen zur Brennstoffzelle, Erdgas aus Müll, Benzin aus Stroh.

        Anstatt die Innovation laufen zu lassen, auf das sich die beste Technologie durchsetzt, setzen bei uns Politik und Großindustrie vorzeitig und einseitig auf Elektromobilität. Man mache sich klar, was da volkwirtschaftlichen Vermögen vernichtet würde, wenn bei uns Elektromobilität als singuläre Lösung durch gedrückt wird und der Rest der Welt einen anderen Weg geht. Technisch noch brauchbare Fahrzeuge werden verschrottet. Das Tankstellennetz wird ausgedünnt, usw. Vor allem aber: Das Wissen um die Konstruktion von effizienten Verbrennungsmotoren wandert ab.

        Und wenn sich dann weltwelt eben ein anderen Ansatz durchsetzt steht Deutschland in der Sackgasse.

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        Ehrlich gesagt, lieber Waldgänger, weiß ich nicht ob das Überleben der deutschen Autoindustrie mein Thema sein muss, bzw. ob die wirklich soviel Arbeitsplätze und Folgearbeitsplätze lokal oder national unterhält, wie so oft berechnet oder prognostiziert wird. Allerdings, wie Sie schreiben, wer nicht produziert, verliert know how – aber eben auch wer nicht repariert und wartet. Auch Programmierung von Steuerungen erfordert Physik- und Hardware-Kenntnis – eben nicht nur bei Grafikkarten. Das erscheint mir als wichtigster Punkt, bei dem Thema.
        Beim CO2 halte ich es eher für wahrscheinlich, daß es durch die Flora kompensiert wird. Und daß eine ‚exogene‘ Klimaerwärmung eher für mehr CO2 ‚im Umlauf‘ in der Atmosphäre sorgt, als CO2 ‚endogen‘ für eine Klimaerwärmung. Nichtsdestotrotz mag CO2-Einsparung positive Effekte haben (wenn man die Gesundheit und Leben kostenden Gebäudedämmungen sein lässt), aber eher als Indikator für Entropie, also Aufkommen von in Gewässer und Luft abgeführte Abwärme, Müll usw. die städtische Siedlungsgebiete ja tatsächlich belasten. Und, sicher, CO2 kann vielleicht mit Gewinn zum Produktionsmittel und Wirtschaftsgut verdichtet werden, ob das aber zu einer Reduktion in der Atmosphäre messbar beitragen wird, bezweifle ich. Dennoch – warum nicht?
        Brennstoffzellen können keine für Motoren nutzbaren Ströme liefern und deswegen nur Akkumulatoren laden, die dann die Motoren speisen – das ist Material- und Kostenaufwändig und wird für den Alltag noch lange Zeit zu wartungsintensiv sein. Es ist eher ein Konzept für die Weltraumfahrt. Die Brennstoffzelle könnte aber ein interessantes Konzept für dezentrale rurale Energieversorgung sein, eben weil dort organisches Material (z.b. als Ethanol) als Brennstoff anfällt. Aber auch der Diesel kann da für Öle eingesetzt werden. Es wird Aufgabe der Chemie sein, die natürlich anfallende Biomasse so zu modifizieren, daß sie durch die Maschinen verwertet werden kann. Gentechnik könnte hier auch eine Rolle spielen. Der Hubkolbenmotor läuft auch mit Wasserstoff (Abgas H2O) und könnte photovoltaisch oder per Wind- oder Kernkraft über Elektrolyse erzeugt werden.
        Das Batterieauto ist demgegenüber eine Technologie des 19 Jh. – und dafür eine Infrastruktur zu schaffen und eine bestehende auszudünnen zu wollen, zeigt, wie dumm, ideologisch verblendet, bar jeglicher Grundkenntnisse über unsere technischen Möglichkeiten die derzeitige Diskussion verläuft. Ich nenne das Dekadenz. Überlassen wir diesen Dummköpfen nicht die Entscheidung.

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    Es ist geradezu tragisch, daß die Grünen keine vollständige Ökobilanz – und zwar langfristig berechnet – haben, um Vo- und Nachteile nachvollziehbar darzustellen. Sie reagieren zu kurzatmig und in einem leeren Wahlkampf- Modus. Chance vertan, schade.

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      Ich befürchte, eine solche Berechnung zöge die massiven Vorteile, welche der motorisierte Individualverkehr der Gesellschaft bringt, nicht oder nur unzureichend in Betracht.

      Die Grünen sind mMn rein ideologische Auto- (wie auch Deutschen-) Hasser (ich muß gestehen, daß ich beide Eigenschaften der Angehörigen der Sonnenblumenpartei für fixe Ideen halte).

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    Wenn es zwischen den MAK-Werten und den zulässigen Höchstwerten an einer Straßenkreuzung für Stickoxide eine so große Diskrepanz gibt, läßt das ja nur zwei mögliche Schlüsse zu:
    Entweder ist der eine Wert zu hoch, oder der andere zu niedrig.
    Als gewerblicher Arbeitnehmer hoffe ich natürlich, daß die MAK-Werte so festgelegt sind, daß es am Arbeitsplatz keine Gesundheitsgefährdung gibt.
    Die Autoindustrie leistet sich teure Lobbyisten, teilweise ehemalige Minister. Jedes Jahr fließen Millionen an Parteispenden an die „staatstragenden“ Parteien.
    Trotzdem schaffen sie es nicht, die Politik von vernünftigen Grenzwerten zu überzeugen.

    Statt die Gesetzt in ihrem Sinne zu beeinflussen, werden sie einfach ignoriert.

    Das läßt nur noch einen Schluß zu:
    Das Spitzenpersonal der deutschen Automobilindustrie ist eine Ansammlung von überbezahlten Versagern.

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    Da wurde mal wieder aus ein Elefant aus einer Mücke gemacht…

    Und ja, Herr Werner, Sie haben recht.
    Die Politiker hassen das Automobil, wie man in diesem Drecks-Berlin (sorry) derzeit sieht. Anstatt den Verkehr flüssig zu halten, wird er gehemmt wo es nur geht.
    Dadurch, und vor allem dadurch, steigt der Schadstoffausstoß!

    Und was das Straßennetz angeht: man hätte es schon vor 30 Jahren massiv ausbauen müssen: deutlich mehr Autobahnen, und zwar, wo nötig, auch mit vier bis fünf Spuren pro Richtung à la USA. Wo man keine Autobahnen haben will oder brauchen kann, tun Schnellstraßen auch einen guten Dienst. Der Leberplan der Sechziger war ein guter Ansatz, fiel aber leider u. a. den sozialliberalen Ökospinnereien zu Opfer.

    Ich sage: plättet das Land, wenn es sein muß! Der Ackerlandverlust durch die paar Sträßchen sind irrelevant gegenüber der Flächenversiegelung, die der Zustrom von Abermillionen Fremden in dieses Land auslöste, der sich auch (im Gegensatz zum Neustraßenbau) bis ins Uferlose steigern wird. wird: diese müssen nämlich irgendwo wohnen und arbeiten, dazu haben auch sie Mobilitätsbedürfnisse.

    Aber es ist wohl so, daß Linke – neben ihrem Sozialneid auf Eigner schöner Autos und ihres tiefen Minderwertigkeitskomplexes, der sie ergreift, wenn sie Nichtlinke Auto fahren sehen (alle Linken fahren nämlich grauenhaft Auto) – einfach Deutschland und das Auto hassen.

    Daher müssen beide vernichtet werden – zumindest in deren durchgerauchten Denkapparaten. Cannabis ist wohl doch nicht ganz so toll, wenn man es täglich nutzt. 😆

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      Ich liebe solche Kommentare:
      „man hätte es schon vor 30 Jahren massiv ausbauen müssen: deutlich mehr Autobahnen, und zwar, wo nötig, auch mit vier bis fünf Spuren pro Richtung à la USA (…) es ist wohl so, daß Linke – neben ihrem Sozialneid auf Eigner schöner Autos und ihres tiefen Minderwertigkeitskomplexes, der sie ergreift, wenn sie Nichtlinke Auto fahren sehen (alle Linken fahren nämlich grauenhaft Auto) – einfach Deutschland und das Auto hassen.“
      4 bis 5 Spuren?? 6-8 Spuren pro Richtung sollten es sein, damit die „Eigner schöner Autos“ (oh, wie ich sie beneide in meinem Sozialneid und wie minderwertig ich mich fühle, da ich nicht einmal einen Führerschein besitze!) endlich freie Fahrt haben und endlich dahin gelangen, wo man sie und ihre Zwangsvorstellungen noch ernst nimmt.

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        Hmmm…ich befürchte, eine sachliche Kritik hätte es auch getan.

        Je mehr Verkehrsraum, desto weniger Stau und desto weniger Aggressionen im Verkehr.
        Ferner postulieren die Umweltapostel, daß die Zeit der Verkehrsteilnehmer nichts wert sei. Dank guter Straßenverbindungen ist man nämlich auch kürzer unterwegs und kann die ersparte Zeit für Produktiveres nutzen. Zeit ist Geld, wie jeder Kaufmann weiß.

        Vielleicht ist Ihnen als Nichtautofahrer dieses Tatsache aber einfach nicht klar gewesen…nun, dann wissen Sie es jetzt 🙂

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        Ich glaube immer mehr, dass sicg hinter „Linkenhasser“ ein schlecht programmierter Bot steckt, der unkontrolliert alle erdenkbaren reaktionären Stammtischargumente mit bräunlichem Sediment vermischt. Ich warte schon auf die Zeile: Die Deutschen brauchen mehr Verkehrsraum im Osten!
        =;-(°

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        Sie, 68er, sind eher mit einem Bot zu vergleichen.

        Typisch für Ihre Sippschaft, Sachargumente als „Stammtischgerede“ abzutun.

        Vom Stammtisch kommen viel eher linke Pseudoargumente (oder sollte man besser „Hirnflatulenzen“ sagen, wie sie mit der Realität nichts zu tun haben?).

        Ja, es war ein Fehler, nicht das zu tun, was ich seinerzeit gemacht hätte: die Studentenbewegung ohne viel Federlesens zusammenkartätschen zu lassen – dann hätten wir jetzt kein einziges der Probleme, die derzeit anstehen.

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    Dass die Kritik an den Ergebnissen des Dieselgipfels nur von lamentierenden „Klientelparteien“ und „Ökohysterikern“ kommt, ist wohl so nicht ganz richtig (https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2017/08/dieselgipfel-berlin-mueller-kritik-an-dobrindt.html). Sie beruht darauf, dass lediglich die Software nachgerüstet werden soll. Alles andere (Nachrüstung mit ausreichend großen Harnstofftanks) wäre viel aufwendiger und teurer. Auf die ausreichend großen Harnstofftanks, auf die ja Sie selbst hingewiesen haben, hat die Industrie nach Absprachen verzichtet. Aus Kostengründen. So kam es zur Idee, durch Softwaremanipulationen die Normen trotzdem einzuhalten. Um den Dieselgipfel und das Verhalten der Autoindustrie scharf zu kritisieren, muss man also gar kein Dieselhasser oder Ökohysteriker sein. Man kann dann auch von den großen Parteien erwarten, sich nicht mit solchen halbgaren und unzureichenden Maßnahmen von der Autoindustrie abspeisen zu lassen. Den Schaden der Fahrverbote, die voraussichtlich doch notwenig werden, tragen dann nicht allein die Besitzer von Dieselautos sondern letztlich auch die Autoindustrie selbst.

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    Die deutsche Automobilindustrie hat viele Käufer ihrer Dieselfahrzeuge nachweislich betrogen. Da waren und sind Kriminelle am Werk, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Kartell gebildet haben – zum Zwecke des Betrugs. Es geht um Ertrag, nicht um Arbeitsplätze. Aber klar: Alles Petitessen im Vergleich zu den bis zur Monstrosität aufgeblasenen unpatriotischen Ökokriegern!

    Ist dieses Stück tatsächlich von Herrn Werner? Oder schreibt Herr Matthias Wissmann jetzt unter Pseudonym auf „Starke Meinungen“?

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