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Matthias Matussek, Benedikt XVI und der Islam

In der „Jungen Freiheit“ gratuliert Matthias Matussek dem früheren Papst Benedikt XVI zum 90. Geburtstag. Das ist ein schöner Zug. Der Opportunismus der Amtskirche, die Joseph Ratzinger, so lange er auf dem Stuhl Petri saß, Hosianna zurief, um ihn und seine Theologie dann möglichst schnell zu vergessen und einem Papst zuzujubeln, der in Vielem das Gegenteil predigt, ist zutiefst unangenehm. Leider gründet Matusseks Lob auf Unkenntnis.

Ich sehe darüber hinweg, dass Matussek als lobende Stimme aus dem Judentum ausgerechnet Jona Metzger zitiert, den er als „Oberrabbiner“ bezeichnet, obwohl Metzger sich nach seiner Inhaftierung wegen Geldwäscherei, Bestechung und anderen Vergehen selbst diesen Titel abgesprochen hat. Und ich sage nicht: „An ihren Freunden sollt ihr sie erkennen.“ Diesen Freund, der sich überdies für die Vertreibung aller Araber aus der Westbank nach Gaza und auf die Sinai-Halbinsel ausgesprochen hat, verdiente Benedikt nicht; aber es ist vielleicht bezeichnend, dass ihn Matussek zitiert, ohne dass die „Junge Freiheit“ dagegen Einspruch erhebt. Jude ist Jude, wird man sich in der Redaktion sagen, Rabbiner ist Rabbiner, kommt immer gut, um den jüdischen Kritikern Ratzingers das Maul zu stopfen.

Der Mythos der Regensburger Rede

Darum geht es mir aber nicht.  Es geht mir um folgenden Passus: „Nach seiner Regensburger Rede im September 2006, in der er die Intoleranz des Islam kritisierte, brannte die Westbank, zwei Nonnen wurden ermordet, die islamische Welt nahm wieder einmal übel. Allerdings auch das: es fanden sich 143 islamische Schriftgelehrte zusammen, die ihm für seine Initiative dankten. Mittlerweile verstecken unsere kirchlichen Würdenträger lieber ihr Kreuz, um den Islam nicht zu kränken. Dieser Papst war von Beginn des Pontifikats (…) von einer eigenen Theologie der gläubigen Unerschrockenheit beseelt.“

Es gehört zum Mythos der Ratzinger-Gegner der Linken und der Ratzinger-Fans auf der Rechten, dass er ein Kritiker des Islam gewesen sei, und dass die berüchtigte Regensburger Rede „die Intoleranz des Islam kritisiert“ habe. Im Gegenteil. Ratzinger kritisierte die Intoleranz des Westens gegenüber der Religion einschließlich des Islam. „In der westlichen Welt herrscht weithin die Meinung, allein die positivistische Vernunft und die ihr zugehörigen Formen der Philosophie seien universal“, sagte er in Regensburg. „Aber von den tief religiösen Kulturen der Welt“ – und damit meinte er gerade den Islam – „wird gerade dieser Ausschluss des Göttlichen aus der Universalität der Vernunft als Verstoß gegen ihre innersten Überzeugungen angesehen.“ Dafür dankten ihm die „143 islamischen Schriftgelehrten“, die Matussek zitiert.

Und sie hatten allen Grund dafür. Zwei Tage zuvor hatte er bei einer großen Freiluftmesse in München den „Zynismus“ des Westens gegeißelt, „der die Verspottung des Heiligen als Freiheitsrecht ansieht“. Eine Auffassung von Freiheit, die Benedikt nicht teilt. Im Gegenteil. Nachdem der von „Schriftgelehrten“ aufgehetzte islamische Mob gegen die – zutiefst harmlosen – Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Zeitung tobte und Blut forderte, kritisierte Benedikt nicht etwa deren „Intoleranz“ (Matussek). Im Gegenteil. Gemeinsam verurteilten der Vatikan und die oberste Autorität des sunnitischen Islam, die Al-Azhar-Universität, den Abdruck der Mohammed-Karikaturen in westlichen Zeitungen. Bei einem zweitägigen Treffen in Kairo beklagten Vertreter des Päpstlichen Rats für den interreligiösen Dialog und der islamischen Universität eine „wachsende Zahl von Angriffen auf den Islam und seinen Propheten sowie andere Attacken gegen Religionen“ und forderten mehr Respekt vor religiösen Symbolen. Der Präsident des Päpstlichen Rats, Kardinal Jean-Louis Tauran, bezog sich dabei ausdrücklich auf den Papst: „Unser Abschlussdokument zitiert die Worte Benedikts XVI. an den Botschafter Marokkos: Verspottung von Religion oder religiösen Symbolen ist unter keinen Umständen zu rechtfertigen.“

Muslime und Katholiken gemeinsam gegen die Moderne 

In diesem Kontext forderte der Benedikt-Freund Walter Mixa, damals noch Bischof in Augsburg, die deutschen Muslime auf, mit den Katholiken „gemeinsam einen Kontrapunkt gegen die verbreitete Gottvergessenheit und den aggressiven Atheismus in vielen westlichen Gesellschaften zu setzen, der jede Art von Religion aus dem öffentlichen Leben verbannen“ wolle. Übrigens halte ich diese Haltung – die mit der Haltung Ratzingers identisch ist – für konsequent und ehrenwert, wenn ich sie auch bekämpft habe und bekämpfe. Was ich weder für konsequent noch für ehrenwert halte, ist die Haltung, Ratzinger nachträglich zu einem Kämpfer wider die Intoleranz des Islam zu stilisieren, was er nie war und auch nicht sein konnte.

Schon 1979 Schon 1979, als die Welt mit Schrecken zusah, wie im Iran die demokratische Revolution zum Sturz des verhassten Schah-Regimes von einer theokratischen Clique um den Ayatollah Khomeini gekapert und der Gottesstaat anschließend zu einer Terrorzentrale ausgebaut wurde, deutete der Erzbischof von München und Freising Joseph Ratzinger die Vorgänge in Teheran nicht als Krise des Islam, sondern als „Krise des Fortschritts“. Diese Krise sei entstanden aus dem „Aufeinanderprallen einer entwurzelten Wissenschaftsgläubigkeit und einer noch mittelalterlich ruhenden Religion“, so Ratzinger in seiner Silvesteransprache. Persien sei „überstürzt europäisiert“ worden. Es zeige sich aber, dass die „Entleerung der Seelen für die Menschen schwerer wiegt als die Füllung der Taschen, die man für reinen Fortschritt hielt“. Der Terrorismus sei „Protest einer ortlos und unvernünftig gewordenen religiösen Romantik gegen die gnadenlose Macht einer wissenschaftlich verplanten Welt, in der das Herz keinen Raum mehr finde, weil man es in Zahlen nicht ausdrücken könne. Erst wenn der Hochmut einer alles zählen wollenden Fortschrittlichkeit abgelegt und der Glaube seinen ihm zukommenden Raum erhalte, werde das religiöse Potenzial des Menschen aus zerstörerischem Fanatismus wieder zur rettenden Kraft werden“. Es lohnt sich, Ratzingers Beschreibung der westlichen Welt – „entwurzelt“, „verplant“, „herzlos“, „hochmütig“ und „gnadenlos“ – auf der Zunge zergehen zu lassen. Denn besser könnten es die Dschihadisten, die tatsächlich hochmütig, herzlos und gnadenlos sind, nicht sagen.

Benedikt und die Mullahs

Nun hat nicht nur ein Joseph Ratzinger 1979 die Vorgänge im Iran falsch eingeschätzt. Viele europäische Intellektuelle bejubelten aus „antiimperialistischer“ – sprich antiwestlicher – Gesinnung heraus die Machtergreifung der Mullahs, so etwa Bahman Nirumand, der seine anfängliche Begeisterung fast mit dem Tod bezahlt hätte. 40 Jahre später war bei allen vernünftigen Menschen die Begeisterung einer Ernüchterung, die Ernüchterung dem Entsetzen gewichen. Nicht bei Ratzinger. So kam es am 1. Mai 2008 zu einer gemeinsamen Erklärung des Vatikans mit „führenden iranischen Gelehrten“ zum Thema „Glaube und Vernunft“. In Rom wurde die Erklärung als „religionspolitisch sensationell“ und „theologisch revolutionär“ gewertet.

In Punkt 5 stellten der Vatikan und die iranischen Geistlichen fest: „5. Christen und Muslime sollten über Toleranz hinausgehen, in der Anerkennung der Unterschiede, doch im Bewusstsein der Gemeinsamkeiten, und Gott dafür dankbar sein. Sie sind berufen zu gegenseitigem Respekt und verurteilen deshalb die Verspottung des religiösen Glaubens.“ Richtig revolutionär ist das nicht, wie wir gesehen haben. Dann eher Punkt 2: „Glaube und Vernunft widersprechen einander nicht, aber Glaube kann in einigen Fällen über der Vernunft sein …“ Wie kann der Glaube „über der“ Vernunft sein, wenn er ihr nicht widerspricht? Er kann es nicht. Aber im Interesse der Einheit mit dem schiitischen Islam war Benedikt bereit, auch offenkundigen Unsinn zu verzapfen.

Leiter der iranischen Delegation war kein „Gelehrter“, kein Imam oder Ayatollah, sondern Mahdi Mostafavi, Leiter der „Islamic culture and Relations Organization“ (ICRO) in Teheran. Laut Selbstdarstellung „handelt die ICRO gemäß den Weisungen des Führers der islamischen Revolution und den außenpolitischen Richtlinien der Islamischen Republik“. Jedenfalls konnte von einem „interreligiösen Dialog“ hier wohl keine Rede sein. Offenkundig handelte Mahdi Mostafavi einzig im Interesse und Auftrag der iranischen Außenpolitik. Das wiederum ist auch kein Wunder, denn Mostafavi war zum Zeitpunkt seiner Unterhaltungen im Vatikan über Vernunft und Glaube erstens enger Berater des Holocaust-Leugners und Präsidenten der Islamischen Republik Mahmoud Ahmadenidschad und zweitens – und deshalb – stellvertretender Außenminister.

Mostafavi gehörte also zum inneren Kreis eines Regimes, das nach Atomwaffen strebt und Israel „aus dem Buch der Geschichte tilgen will“. Ganz davon abgesehen, wie es sein eigenes Volk kujoniert. Dass dieser Dunkelmann die Chuzpe besitzt, eine Erklärung zu unterzeichnen, in der von der Friedlichkeit und Vernunft des Glaubens schwadroniert wird, überrascht nicht. Dass der Vatikan aber die Chuzpe besitzt, der Weltöffentlichkeit diese Heuchelei als „theologisch revolutionär“ zu verkaufen, wo sie bloß moralisch verlogen ist, sollte vielleicht nicht überraschen, enttäuscht und erbittert aber doch. Dieses Dokument der Übereinstimmung mit einem Regime, das vermeintliche Ehebrecherinnen steinigt, Schwule an Baukränen erhängt, den Massenselbstmord als politische Waffe erfunden hat, hinter Tausenden von Terrorakten weltweit steckt, mit rücksichtsloser Grausamkeit gegen die Anhänger der Bahai-Religion vorgeht und mit der Fatwa gegen Salman Rushdie klar gemacht hat, dass es die Religionsfreiheit auch im Westen nicht duldet – dieses Dokument ist theologisch allenfalls banal, politisch aber keinen Deut besser als das Konkordat mit Adolf Hitler.

Dennoch hat sich in der gesamten katholischen Öffentlichkeit keine einzige Stimme erhoben, um gegen diese Schande zu protestieren. Schon gar nicht die meines Freundes Matthias Matussek, der nun ausgerechnet Benedikt feiert, weil er, „von einer eigenen Theologie der gläubigen Unerschrockenheit beseelt“, dem Islam, anders als die heutigen Kirchenfürsten,  gezeigt habe, wo der christliche Hammer hängt.

Es wäre zum Lachen, wäre diese intellektuelle Selbstaufgabe eines großen Journalisten nicht so maßlos traurig.

53 thoughts on “Matthias Matussek, Benedikt XVI und der Islam

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    Ich habe mich immer gefragt, warum die kath. Kirche alle anderen Völker und Religionen missioniert, aber NICHT den Islam. Nun könnte es vernünftig sein, den Islam nicht zu missionieren, wenn einem das eigene Leben lieb und teuer ist (aber katholische Märtyrer werden in der Kirche ja auch hoch geschätzt) — ich befürchte aber, Herr Posener hat mit seiner These Recht.
    Wenn es ein Parlament der Religionen gäbe, dann wäre Katholizismus und Islam eine Art „große Koalition“

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    Inzwischen habe ich Matusseks Glückwunsch endlich gelesen. Was für ein brillantes Stück zu einem 90. Geburtstag. „Die Welt“ hat einen Fehler gemacht, ihn zu entlassen. Sie hat uns damit eine Stimme, in der Vertrautes aufklingt genommen und die Vielfalt der Charaktere und Meinungen, unter denen Ihre beiden diametral verschieden sind, verschmälert.

    Und was den Papst betrifft, wird er dessen Größe natürlich gerecht.

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    Oh je, ich habe auch den Artikel von Fleischhauer im Spiegel gelesen.Wir wurden Papst 2005 (Bild, einfach klasse) und es tobte der Partyotismus mit dem Höhepunkt WM 2008. Benedikt hätte es damals (in Deutschland) nur verbaseln können, wenn er Fußball zur Totsünde erklärt hätte. Hatte er nicht und so kam 2007 die Krise. Da hatten wir schon Agenda 2010 und die wirtschaftspolitische Apokalypse nach Hans Werner Unsinn in den Nullern schon durchlebt und dann blieb auch noch alles stehen.. Ich war in einigen Unternehmen, die nacheinander das Licht ausgemacht hatten: Angst den Boden unter den Füßen zu verlieren, sicher ist nichts mehr und nichts bleibt, wie es ist. Und dann sprach ER. Von der Diktatur des Relativismus, von einer Tiefe hinter dem Banalen, von Ewigen, dass kein Controller und KVP jemals anrühren dürfen. Und es hörte sich phantastisch an und alle (im meinem Umfeld und ja, auch ich) nickten anerkennend, dass seine Worte eine berührende Tiefe haben. Wie Fleischhauer im Spiegel schrieb, 2000 Jahre bürgen für Qualität, besonders dann, wenn man nicht weiß, wie das nächste aussieht. Wir, das Publikum, waren schlicht weich in der Birne. Ist allen etwas peinlich, besonders denen, die damals glaubten, sich eine Identität aus einer Konfession basteln zu können. Deswegen die Umdeutung zum Islamkritiker, was nie sein Thema war. Er meinte uns, das Abendland wie es ist und die meisten haben Zeit gebraucht um es zu verstehen, aber wie beendet man Albernheiten, wenn man nicht zugeben will, einen Moment es einfach gebraucht zu haben. Und das ist das ganze Geheimnis der philosophischen Tiefe und Wirkung von Benedikt, dem Logosflüsterer.

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      Tja, die Moderne nervt und stresst und darüber wird man immer schneller alt und dann wird es auf einmal so wichtig, das Wahre, Gute und Schöne, worüber man früher, als Junger, in abstrakter Intelligenz erhaben war. Wer die Begeisterung für Benedikt verstehen will und warum Trump, LePen und Wilders gewählt werden, muss sich mit der Demographie beschäftigen. Und dann wird es auf einmal klar: Wer Wagenknecht kauft, kauft auch AfD.
      Das Wahre, Gute und Schöne: Das Wesen der Dinge, der Demokratie, des Landes, des Volkes. Nachzulesen bei Charles Maurras: pays réel, das reale Land. Abstraktes wird real, Hypothesen wieder Wahrheit (!). Sagten schon die Weisen des Zion..
      Wenn die Moderne zuviel nervt.

      Ich lese und kommentiere nun schon fast seit 9 Jahren hier mit, bei Benedikt fing ich an und ich merke, mir fällt nichts neues mehr ein. Danke an Alan Posener, die anderen Autoren und genauso die Mitstreiter für den Raum hier, nachzudenken und zu disputieren – die Anregungen, darüber hinaus dies und jenes zu lesen, was ich vielleicht sonst nie getan hätte.

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    APo ./. Opa 18. April 2017 at 17:46, der Übersicht wegen hier oben. 😉

    … Opa, Wiki habe ich trotz der Falschbehauptung, ‚die Kirche habe die gewählte Obrigkeit anzuerkennen‘, was Alan Posener sofort verwendet, zitiert. Zitiere ich katholische Seiten ist das auch nicht recht. Wie denn nun?

    Übrigens liest sich ihr Hinweis auf den Bruderkampf der Genossen um ’33, als ob Sie es bedauern, dass Katholiken von den Sozialisten nicht sofort eingekerkert wurden … mhmm?

    Was die Rolle der SPD, abgesehen von der widerlichen Kriegsbewilligung anno ’14, angeht, würde ich DAHER! auch für ’33 ein wenig Differenzierung empfehlen.

    … die Soziaaaaldemokraten können, für Macht und Machterhalt, alles und mit jeden. Nicht erst seit Chulz.

    ‚Wie von der Mutter Deutschland ans Herz gedrückt‘
    Wilhelm Hoegner über den SPD-Umfall vom 17. Mai ’33 [sic!]

    Zur Rede Hitlers am 17. Mai 1933 schrieb Hoegner in seinem Buch ‘Flucht vor Hitler’:

    ‘Eine sanftere Friedensrede hätte auch Stresemann nicht halten können …
    Da brach ein Beifallssturm der anderen Abgeordneten los. Selbst unser unversöhnlichster Gegner, Adolf Hitler, schien einen Augenblick bewegt. Der Reichstagspräsident Göring aber stand auf und sprach großartig die Worte:

    ‘Das deutsche Volk ist immer einig, wenn es sein Schicksal gilt.’ Er befahl mit lauter Stimme, die Tatsache der einstimmigen Annahme der Erklärung des deutschen Reichstags in die Niederschrift der Sitzung aufzunehmen.
    Dann fingen die deutschnationalen Abgeordneten das Deutschlandlied zu singen an. Die meisten in unseren Reihen sangen mit. Manchen liefen die Tränen über die Wangen. Es war, als hätte uns Sozialdemokraten, die man immer als die verlorenen Söhne des Vaterlandes beschimpfte, einen unsterblichen Augenblick lang die gemeinsame Mutter Deutschland ans Herz gedrückt.

    Als wir dann ins Freie kamen, strahlte der Himmel heller, die Bäume im Tiergarten schimmerten grüner, und das Herz ging uns auf …’

    … wirklich Freunde, hat sich da bis in die Gegenwart was geändert?

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      @dbh: Wenn Sie einmal lesen, was Hitlers Friedensrede beinhaltete und berücksichtigen, daß allenfalls ein Teil seines Kabinetts gewußt hat, was er kurz nach seiner Ernennung der Reichswehr vorgetragen hat, werden Sie erkennen, daß die sozialdemokratischen Abgeordneten nicht die einzigen waren, die verwundert waren. Die „Times“ verkündete am nächsten Tag: „Gestern hat die Welt zum ersten Mal den Staatsmann Hitler gesehen. Das meiste, was er gesagt hat, hätten auch seine Vorgänger sagen können.“ Hitler kündigte unter anderem an, daß sein Ziel darin bestehe, die Macht seiner Regierung nach innen zu festigen und die paramilitärischen Verbände der SA bis Jahresende abzurüsten; er sei sogar bereit, noch weiter abzurüsten, wenn die Nachbarländer es auch täten.
      Die sozialdemokratischen Abgeordneten haben mit dem Regime in diesem Punkt übereingestimmt und das auch zum Ausdruck gebracht. Aber so weit wie beim Zentrum, das um Aufnahme in die NSDAP-Fraktion gebeten hat, sind sie nicht gegangen.
      Aber vermutlich wäre es für einen Schwarz-Weiß-Denker schöner gewesen, die Abgeordneten hätten sich verhalten, wie Heinz Rudolf Kunze in einem Text aus den frühen 1980ern schrieb: Ich bin gegen den Frieden. […] Für den Frieden sind ja alle, oder zumindest so viele, daß einige darunter sind, mit denen ich ums Verrecken nicht einer Meinung sein kann.

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        … tja, Opa, soweit waren wir hier schon einmal, die ‚Sieger‘ (Versailles) kamen ihren Verpflichtungen aus dem Vertrag, sie wären nun ihrerseits zur Abrüstung verpflichtet, nicht nach. Sie, Opa, entwickeln sich zum Revisionisten, würde EJ schreiben. Was?

        Что делать?

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        @dbh: Das Deutsche Reich war mit der Abrüstung in Vorleistung getreten – wie man es auch insgesamt erwarten konnte, hatte es sich gegenüber den souveränen Staaten Belgien und Luxembourg doch eindeutig als Aggressor verhalten. Die anderen Mächte konnten sich mit der Abrüstung aber durchaus Zeit lassen – auch aus deutscher Sicht. Denn in der Zwischenzeit waren die Verträge von Locarno in Kraft getreten, die eine Unverletzlichkeit der deutschen (West-)Grenze garantierten.
        Aber wenn man selbst gewaltsam die Verträge brechen möchte, ist es natürlich passend, wenn man der Gegenseite vorwerfen kann, sich nicht an alte Abmachungen zu halten.

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        … Opa, frei nach Franz Müntefering, SPD, was/wer sonst? Wir werden an dem gemessen, was in Verträgen geschrieben steht. Das ist unfair. … mhmm?

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    Bin sehr glücklich mit meinem „Privatleben“ seit 2015 – deshalb ist mir Ihre bigotte Kritik und Dreckschleuderei ziemlich egal, aber es muss selbst von bigotten Heuchlern der Wahrheit die Ehre gegeben werden. Heuchelei ist immerhin Verbeugung vor der Tugend 🙂

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    So wird es nicht besser. Ich lebe erst seit dem Ausscheiden aus dem Pfarramt Ende 2015 mit einer Frau zusammen. Ich hatte wie viele Pfarrer zeitweise eine (aus Polen stammende) Haushälterin, das war aber kein Verhältnis, wie es Ihre Phantasie gerne sieht. Anständige Menschen wissen, was von Ihnen zu halten ist, und haben es auf meiner Facebookseite oder in persönlichen Informationen mitgeteilt. Ihre Aburteilung meines privaten Lebens ist extrem bigott. Machen Sie das mit Freunden und Bekannten auch so?

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      Von einem Verhältnis mit Ihrer Haushälterin habe ich nie fantasiert, Herr Hartmann. Überhaupt belaste ich meine Fantasie möglichst selten mit Gedanken über Ihr verkorkstes Privatleben.

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    Leserbrief zu: „Benedikt, ein Papst in deutschem Namen. Wie so mancher Angehöriger seiner Generation hat auch Joseph Ratzinger, Jahrgang 1927, beim Blick auf die Gräuel des Nationalsozialismus ein selektives Gedächtnis“; in: CICERO – Magazin für politische Kultur 2/2010.

    Als gebildeter und kundiger Leser schüttelte ich den Kopf, als ich diese Diatribe aus der Feder von Alan Posener las: „Ratzinger aber hat nicht nur in La Cambe davon gesprochen, dass die dort begrabenen Soldaten „ganz einfach ihre Pflicht zu tun versucht“ hätten; tags zuvor hatte er beim offiziellen Gedenkgottesdienst in der Kathedrale von Caen behauptet, „auch die von einem Verbrecher geleitete Regierung“ Nazideutschlands habe nach kirchlicher Lehre „den Rechtsgehorsam des Bürgers und die Achtung vor der Autorität des Staates einfordern“ dürfen. Dass diese nachträgliche Legitimierung des millionenfachen Mitmachens ausgerechnet in einem Gottesdienst zu Ehren der Männer vorgetragen wurde, die ihr Leben gaben, um Europa von der deutschen Tyrannei zu befreien, verschlägt einem schier den Atem.“

    Ja, es verschlug mir in der Tat den Atem über diese publizistische Niedertracht. Aufklärung tut Not! Für die mündigen Leser von CICERO möchte ich die besagte Passage anführen, wie sie Joseph Kardinal Ratzinger am 5. Juni 2004 in der Kathedrale Saint Etienne in Caen kundtat: „Denn die von einem Verbrecher geleitete Regierung nahm doch auch die Recht schaffenden Funktionen des Staates und seiner Ordnungen wahr. Sie konnte so in einer Hinsicht den Rechtsgehorsam des Bürgers und die Achtung vor der Autorität des Staates einfordern (Röm 13, 1ff.), aber zugleich benützte sie die Instrumente der Rechtswahrnehmung auch als Werkzeuge für ihre verbrecherischen Ziele. Die Rechtsordnung selbst, die zum Teil im Alltagsleben in den gewohnten Formen weiter funktionierte, war gleichzeitig zur Macht der Rechtszerstörung geworden: Die Perversionen der Ordnungen, die der Gerechtigkeit dienen sollten und zugleich die Herrschaft des Unrechts festigten und undurchdringlich machten, bedeutete zutiefst eine Herrschaft der Lüge, die die Gewissen verdunkelte.“ Kardinal Ratzinger kam zu dem Schluss: „So musste in der Tat die ganze Welt eingreifen, um den Ring des Verbrechens aufzusprengen, um Freiheit und Recht wieder herzustellen.“

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      Ja, Herr Knab, auch in der ausführlichen Version, die Sie aber auch nicht vollständig zitieren, wird das nicht besser. Nein, die Nazis konnten NICHT den Gehorsam der Bürger „einfordern“, und das ist vom Gesetzgeber und Gerichten hierzulande wiederholt festgestellt worden, seit das Landgericht in Braunschweig das zuerst 1952 feststellte:
      „Die Strafkammer ist der Auffassung, dass der nationalsozialistische Staat kein Rechtsstaat, sondern ein Unrechtsstaat war, der nicht dem Wohle des deutschen Volkes diente. Dabei braucht hier auf die Frage der Verfassungsmäßigkeit des NS-Staates nicht näher eingegangen zu werden. All das, was das deutsche Volk, angefangen vom Reichstagsbrand über den 30. Juli 1934 und den 9. November 1938 hat über sich ergehen lassen müssen, war schreiendes Unrecht, dessen Beseitigung geboten war. Es ist schwer, bitter und hart für ein deutsches Gericht, so etwas aussprechen zu müssen.“
      Urteil des Braunschweiger Landgerichts im März 1952

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        Was ein Landgericht 1952 festgestellt hat ist doch in diesem Zusammenhang vollkommen irrelevant. Zumal es 1952 wenige Richter gab, die nicht auch schon 1933-45 das zu der Zeit geltende Recht umgesetzt haben.
        Tatsache ist, daß eine Verbrecherbande sich eines Staates bemächtigt hatte und alle Machtmittel des Staates für die eigenen Zwecke einsetzten konnte.
        Widerstand dagegen war nur noch mit illegalen Mitteln möglich, und aus verschiedenen Selbstzeugnissen von Widerstandskämpfern wissen wir daß gerade diese hochanständigen Menschen Probleme hatten mit illegalen Mitteln, wozu auch Bombenattentat und Staatsstreich gehörten.
        Aus der Beschreibung dieses Umstandes durch Ratzinger irgendeine Sympathie für das Regime abzuleiten ist schon perfide.

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        Von Sympathie habe ich nicht gesprochen, Don Geraldo, und DAS zu unterstellen ist – Ihre Wortwahl – perfide. Von Rechtfertigung habe ich gesprochen. Und es ist eben nicht „Tatsache, dass sich eine Verbrecherbande des Staats bemächtigt“ habe, auch wenn Ratzinger und Sie das 1000 Mal wiederholen. Sondern es ist so, dass Hitler auf legalem Weg – mit den Stimmen des Zentrums, also des politischen Katholizismus – zum Diktator wurde und dieses Ergebnis des Ermächtigungsgesetzes durch ein Referendum bestätigen ließ, dem fast 90 Prozent der Wahlberechtigten zustimmten. DA muss von Sympathie gesprochen werden, und in dieser Sympathie lag das Problem; was freilich Ratzinger, gedanklich befangen in der Vorstellungswelt der frühen 1960er Jahre, nie – nie! – begriffen hat, aus welchem Bedürfnis auch immer heraus.

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        APo: ‚… dass Hitler auf legalem Weg – mit den Stimmen des Zentrums, also des politischen Katholizismus – zum Diktator wurde und dieses Ergebnis des Ermächtigungsgesetzes durch ein Referendum bestätigen ließ, dem fast 90 Prozent der Wahlberechtigten zustimmten.

        … selbst Wiki schreibt anders:

        Während der NS-Diktatur wurden zahllose Zentrumspolitiker diskriminiert, inhaftiert und in Konzentrationslagern umgebracht. Die Verfolgung von Zentrumspolitikern erstreckte sich von hohen Funktionären bis zu einfachen Mitgliedern der Zentrumspartei. Mit der Machtergreifung galt aber der christliche Grundsatz, dass die Kirche die gewählte Obrigkeit anzuerkennen habe.

        Schon 1933 wurde das Konzentrationslager Osthofen mit Häftlingen aus den Reihen der Zentrumsmitglieder gefüllt. Die NS-Diktatur sah in der katholischen Kirche und ihrer politischen Repräsentanz eine Gefahr, denn vor der Machtergreifung waren Mitglieder der NSDAP durch die katholischen Bischöfe von den Sakramenten ausgeschlossen worden. Die katholische Kirche hatte den Katholiken ausdrücklich verboten, die NSDAP zu unterstützen oder zu wählen.

        Da sich in der Folge des Jahres 1935 in der katholischen Kirche die Einsicht durchsetzte, dass der mit dem Konkordat unternommene Versuch, die katholische Kirche und die deutschen Katholiken zu schützen, gescheitert war, wurden in der Folge immer mehr Katholiken zu Aktivisten, die sich dem nationalsozialistischen System widersetzten, darunter viele Gläubige, die zuvor Mitglieder des Zentrums gewesen waren. Zahlreiche Zentrumspolitiker organisierten sich in der Folge im Untergrund, um Widerstand gegen die NS-Diktatur zu leisten.

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        Das, lieber blonderhans, widerspricht nicht meiner Feststellung. Sie zitieren überdies: „Mit der Machtergreifung galt aber der christliche Grundsatz, dass die Kirche die gewählte Obrigkeit anzuerkennen habe“. Genau das hat Kardinal Ratzinger wiederholt, obwohl diese Ansicht schon damals von einigen Katholiken als unhaltbar erkannt wurde. In Pollacks Antiquariat in Tel Aviv las ich vor einigen Wochen die Predigten Kardinal Faulhabers über Christentum und Judentum und Christentum und Germanentum, die an der Haltung eines echten Katholiken zu den ideologischen Grundlagen des Regimes keinen Zweifel lassen konnten, und die von ganz anderem Geist geprägt sind als das Herumgeeiere Kardinal Ratzingers in Caen.

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        @dbh: Wenn Sie schon auf der Wikipedia nachsehen: Das Abstimmungsergebnis ist dokumentiert.
        Verhaftet waren zum Zeitpunkt der Abstimmung nur Abgeordnete der KPD und der SPD, die, nachdem der Reichstag aufgelöst war, keine Immunität mehr genossen. Von den gewählten 93 Zentrumsabgeordneten waren 92 anwesend (einer war krank) und stimmten – nach Versprechen und Drohungen seitens der neuen Machthaber – für das Ermächtigungsgesetz. Von den 120 gewählten Abgeordneten der SPD waren 26 auf der Flucht oder in Haft. Die verbleibenden 94 stimmten sämtlich gegen das Gesetz – Versprechen oder Drohungen seitens der Machhaber waren irrelevant; die Abgeordneten wußten, was sie erwarten würde.

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        @APo

        … wir hatten das hier alles schon mal ähnlich diskutiert. Ich stimme Ihnen zu, dass noch viel aus ’33 – ’45 in Deutschland aufzuarbeiten ist. Auch für mich sind da viele Fragen nicht beantwortet.

        Ich unterstelle aber selbst denen, die A.H. gewählt haben, nicht Ausschwitz gewählt zu haben und zitiere dazu Rafael Seligmann, geb. in Tel Aviv, deutscher Schriftsteller, Publizist, Politologe und Zeithistoriker zur deutschen Mehrheit anno dunnemals … u.a.: ‚Die Diskriminierung der Juden wurde toleriert. Doch die Gewalttaten des November 1938 erregten allenthalben in Deutschland Abscheu. Die Deutschen waren eben keine ‚eliminatorischen Antisemiten‘. [sic!] Schon daher relativiert sich Ihr Vorhalt, so wie er in Wiki geschrieben steht – ‚Mit der Machtergreifung galt aber der christliche Grundsatz, dass die Kirche die gewählte Obrigkeit anzuerkennen habe.‘.

        Es gibt diesen ‚christlichen Vorsatz‘, dass die Kirche Christi die gewählte Obrigkeit anzuerkennen habe, auch gar nicht. Jedenfalls nicht in den Evangelien.

        Im Übrigen gehört dazu, wer und/oder was Hitler und seine NSDAP 1928 von 1,8%[sic!] Stimmen zur Reichstagswahl, auf 43,9% für 1933, die schon keine demokratische Wahl mehr war, gebracht hat. Ich gebe schon mal ein Tipp und zitiere Nietzsche: ‚Geld ist das Brecheisen der Macht‘

        Was Sie in Pollacks Antiquariat in Tel Aviv gelesen haben, würde mich auch interessieren. Machen Sie das doch hier zum Thema.

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        Lieber blonderhans, natürlich haben die Deutschen anno 33 und 34 „nicht Auschwitz gewählt“. Sie wählten „nur“ den Ausschluss der Juden aus der deutschen „Volksgemeinschaft“. Das reicht mir. 1945 schrieb mein Onkel aus Palästina an meinen Vater in Deutschland, die Nachrichten über den Holocaust müssten ihm endlich seine Deutschenfreundschaft ausgetrieben haben. Mein Vater schrieb zurück, dazu reichte schon, was 1933 passierte. Auschwitz wird nicht nur als „Moralkeule“ benutzt, sondern auch als Entschuldigung. Als ob wer nicht „Auschwitz gewählt“ hätte, kein Antisemit – oder kein „eliminatorischer“ AS – wäre. Als ob alles unterhalb des Völkermords halb so schlimm wäre.

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        Die letzte freie Wahl zum Reichstag war im November 1932, und da erhielt die NSDAP gerade mal 33,1 Prozent.
        Die Wahlen im März 1933 waren schon nicht mehr frei, dennoch erhielt die NSDAP nur 43,9 Prozent, war also von einer absoluten Mehrheit weit entfernt.
        Alle weiteren Wahlen und Abstimmungen waren so frei wie heute in Nordkorea, demnach waren 90 Prozent Zustimmung für das Regime fast schon eine Schlappe.

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        Das ist nicht wahr, Don Geraldo. Alle seriösen Beobachter gehen davon aus, dass die Referenden von 1933 (Austritt aus dem Völkerbund) und 1934 (Übertragung aller Macht an den „Führer“) durchaus die Stimmung in der Bevölkerung wiedergaben. Eine Diktatur wie in Nordkoreas bestand unter Adolf Hitler nie, nicht einmal im letzten Kriegsjahr. Aber es ist klar, dass diese Legende eine ungemein entlastende Funktion hat.

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      So dialektisch können und konnten nur sehr wenige sich äußern. Vielen Dank, dass Sie die Passage vervollständigt haben.

      Ich begegnete ihm einst in der Nähe vom Bayerischen Hof. Er hatte eine Aura größter Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit, und dabei versammelten seine konzentrierten Augen sein hohes geistiges Potential. Er war eindrucksvoll und grüßte natürlich höflich zurück. Unter den Päpsten wird er in der Zukunft im Rückblick als einer der besten gelten. Für Deutschland ist er der lebendige Beweis, dass man in diesem Land von einem einfachen Landkind aufsteigen kann, wenn man das Potential dazu hat und studiert, was zu einem passt, was nicht die Regel ist. Ich prognostiziere, dass er in der Zukunft hoch gehandelt werden wird. Und er hat diesen Kronzeugen für seine innere Stärke, seine 1a-Persönlichkeit und für seine Fähigkeiten, diesen unbezahlbaren Kronzeugen:
      Johannes Paul II
      , der es sicherlich nicht nötig hatte, sich mit fragwürdigen Deutschen abzugeben und auf dessen Urteilsvermögen man sich in Bezug auf Benedikt XVI verlassen sollte.

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        Wenn Ratzinger so sympathisch und seine Urteilskraft so verlässlich ist, Oleander, dann wäre es an der Zeit, dass Sie Ihr Urteil über den Islam revidieren. Aber weder Sie noch Stefan Hartmann noch Jakob Knab äußern sich zum Thema. Weil es Ihnen nicht passt. ich bin diesem Papst gerechter als Sie alle miteinander, weil ich ihm nichts unterstelle, was er nicht gesagt hat und ihn nicht, wie Matthias Matussek, zum Islamfresser stilisiere. Darum geht es.

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        Ich habe ein durchaus positives Urteil über den Sufismus und einzelne Dichter, Hafiz zum Beispiel. Auch zu einzelnen Muslimen.

        Wegen diplomatischem Getue, das letztlich ein unter Erpressung arbeitendes Lügengebäude darstellt, muss ich keinesfalls meine Meinung über eine Politideologie ändern, die zu Auswüchsen führt wie dem Ja zu einem ein-Mann-System eines, der die Todesstrafe will und massenhaft Kollegen von Ihnen eingelocht hat. Ich muss wirklich nicht dieses Retro lieben, niemand muss das. Dennoch kann man Päpste in ihrer Geistlichkeit schätzen.

        Ich muss auch nicht einen Papst, der letztlich ein staatliches Gebilde und Wirtschaftsunternehmen vertritt, was er gar nicht wollte, als einfältiges Gebäude betrachten. Ich sprach über seine Persönlichkeit und seine Geistlichkeit, seine Ausstrahlung, seinen erstaunlichen Aufstieg und seine Bildung, nicht aber über die Diplomatie des Vatikan.

        Im Endeffekt wollte ich nur sagen, dass ich ihm ein gutes Herz unterstelle, und JP II wird das gesehen haben.
        Und wir sind typische Deutsche, wenn wir es nicht schaffen, auf so einen stolz zu sein.
        Ja, man kann ihn kritisieren, sicherlich, aber doch nicht an seinem 90. am Ostersonntag.

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    Vielen Dank an Oleander. Ich weiß jetzt, was ein Schweinejournalist ist. Auf wikipedia steht, dass ich eine Tochter habe, geboren 1989, aber nicht, dass ich mit der Mutter „jahrelang zusammenlebte“. Die Frau, wegen der ich dann 2015 suspendiert wurde, ist eine andere Person, was aus dem wikipedia-Artikel ersichtlich ist. Dass jemand zu seinem 90.Geburtstag am Ostersonntag derart angepinkelt wird, ist ein zweiter Beweis, dass hier ein Schweinejournalist tätig ist. Derselbe Schreiberling ist mich bereits im Oktober 2011 aus dem off mit seinem Benedikt-Hass angegangen. Ich fragemich, was er an einem unbedeutenden Theologen wie mir gefressen hat, um derartige Tiefschläge zu verteilen.

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      O, es tut mir Leid, lieber Oleander und Dr. Hartmann: Der Herr Pfarrer zeugt ein Kind mit einer Frau, lebt aber jahrelang mit einer anderen zusammen. Das ist natürlich etwas ganz Anderes als das Zusammenleben mit der Kindsmutter und die Übernahme einer Vaterrolle, und diesen Unterschied übersehen zu haben, macht einen „Schweinejournalisten“ aus. Mea maxima culpa.

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      Der alte Papst soll an seinem 90. mit dem MP seines Heimatbundeslandes (in dem insgesamt mehr Anständigkeit und Rücksichtnahme gelebt wird) und seinem Sekretär Gänswein bayerisches Bier getrunken haben. Er wird einen schönen Tag gehabt haben, sieht zehn Jahre jünger aus als zu seiner aktiven Zeit, und Gänswein wird ihm solche Tritte unter die Gürtellinie – denn in der Tat ist die Datumswahl einer – wohl nicht vorlegen.

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    Schon die Sprache ist extrem anti-modern:“positivistische Vernunft“ und dann soll der Glaube auch noch „universalistisch“ sein.

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    … ich stimme Alan Posener zu, wenn er das Geschwurbel der rkK mit den Mohammedanern kritisiert. Neben den 10 Geboten kann es mit anderen keinen (religiösen) Dialog geben. Mit wem auch immer.

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    Abgesehen davon finde ich den Einwurf insofern berechtigt, als man dem alten Papst, der heute 90 Jehre wurde, am ehesten vorwerfen kann, inkonsequent zu sein. Und bei näherem Nachforschen für diese Inkonsequenz fände man vielleicht die üblichen Dinge: Pfründegefährdung und Gefahren für die öffentliche Sicherheit. Dass Sie das als ehemaliger Kommunist und somit damaliger Kapitalismuskritiker nicht näher beleuchten, finde ich schade. Auch die Dänen backten schnell kleine Brötchen, als Arla boykottiert wurde.

    Der Neue fährt trotzdem nach Ägypten, trotz der Drohgebärden, die vielleicht auch ihm gelten. Möglich, dass er konsequenter ist.
    Aber diese nervende Diskussion um Zölibat und so weiter ist doch, wenn man konsequenter Verteidiger westlicher Werte sein will, müßig, denn man kann austreten. Es gibt eine lange Reihe christlicher Glaubensgemeinschaften als Alternative, wohingegen man aus dem Verein, den Sie habituell verteidigen, nicht gefahrlos austreten kann, und das ist das Kernproblem, denn könnte man es, müsste er sich reformieren. Oder mit weniger Gläubigen klarkommen, so wie die RKK. Die Evangelen verlieren auch ordentlich, hier aber eher wegen Beliebigkeit und Politisierung. Das heißt nicht, dass die Leute areligiös sind, denn Gott ist eine andere Sache als deren Politik. Er ist im Grunde 1:1 die Sache dessen, der heute auferstanden ist, und der sagte oft genug: Geht mich nichts an und hätte sich für private Befindlichkeiten am ehesten dann interessiert, wenn er gefragt wurde, von Zöllnern, blutenden Frauen oder Frauen in Lebenskrisen an Brunnen oder gar von einem so großherzigen Mann wie Nikodemus, der ihn vom Kreuz genommen haben soll, Pharisäer und vielleicht Rabbiner. Der Großherzigste im Neuen Testament, falls das stimmen sollte. Und ich glaube kaum, dass er Jesus gefragt hat, ob er was mit Maria Magdalena hatte, oder?

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      Lieber Oleander, ich verteidige den Islam nicht, und schon gar nicht die Unmöglichkeit des Austritts. Sie verwechseln mich mit dem Vatikan, der diesen Skandal in seinem „Dialog“ mit dem Islam nicht einmal zur Sprache brachte. Sie werden nicht klüger, wenn sie immer nur Ihrem Vorurteil folgen.

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        Sicher. Der Vatikan thematisiert wesentliche Dinge nicht. Hierzu gehört auch das Schicksal der Kopten, nicht einmal nur das aktuelle Schicksal, sondern der Verlauf, den man als schleichenden Genozid bezeichnen könnte, wenn man wollte.

        Leider messen wir heute fast jeden Genozid an dem industriellen, organisierten und dadurch sehr schnellen und effizienten Genozid in Deutschland. Es gibt aber andere Formen davon, und ich finde das Wegschauen in Bezug auf die Kopten bedenklich für Christen, zumal die Kopten und Jesus durchaus gemeinsame Vorfahren haben könnten.

        Die KIrchen, hier vor allem die evangelische, tun sich durch Schweigen hervor, und ich verstehe das nicht. Manchmal keimt in mir der Verdacht, dass sie den Islam als mögliches Vehikel für eine Abwendung vom Säkularen betrachten und somit Machtgewinn wittern. Interessant mag für sie auch die Einstellung zur Frau sein; manchem in der Kirche würde eine neuerliche Unterdrückung sicherlich zu Pass kommen. Abgesehen davon gibt es heute noch Stätten, an denen frau aufgefordert wird, sich zu bedecken, gesehen in Kloster Sénanque und in Compostela. Idem die Einstellung zu Juden.

        Was das Klügerwerden betirfft – ich habe aufgegeben 😉
        Lesen mit Lesebrille ist nicht dasselbe, und klüger machen fraglos Bücher, da man nicht immer nur Fragmente liest.
        Meine Vorteile liegen aber eh nicht so sehr im Klugsein, sondern in der Direktheit und Einfachheit bei relativ hoher Disziplin vulgo Selbstmoderation und Aufmerksamkeit.

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    Sehr geehrter Herr Posener, wenn Sie als Journalist wenigstens recherchiert hätten! Nie habe ich, schon gar nicht jahrelang, mit der (2009 verstorbenen) Mutter meiner Tochter zusammengelebt in einem Pfarrhaus. Sie selbst und die Kirche wollten die Distanz. Haben Sie etwas gegen nichteheliche Kinder? Öffentlich habe ich mich schließlich, wenn auch spät, zu meiner Vaterschaft bekannt. Tun das alle Väter nichtehelicher Kinder, ob Kleriker oder Laie? Anständige Journalisten, zu denen kann ich Sie nun nicht mehr zählen, respektieren das Privatleben und verurteilen niemand deswegen in derÖffentlichkeit. Nie habe ich als Pfarrer einem wiederverheiratet geschiedenen Katholiken die hl.Kommunion verweigert. Gott ist gnädger als ein fürchterlicher, Menschen und Freunde verachtender Journalist wie Sie! Was haben Sie nur an mir gefressen, seit Sie mich im Oktober 2011 erstmals mit Ihrem HASS bedacht haben?

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      Lieber Herr Hartmann, natürlich ist Gott gnädiger als ich. C’est son métier. Ich habe nichts geschrieben, was nicht längst auf Wikipedia zu finden ist. Weder hasse noch verachte ich Sie. solche starken Gefühle reserviere ich für jene, die ihrer würdig sind.

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    Sehr schön, Herr Posener. „Der Glaube widerspricht nicht der Vernunft, steht aber manchmal über ihr“ – das ist so ein Satz, wie er typisch ist. Fällt dazu jemanden etwas Vernünftiges ein? Oder wenigstens etwas Übervernünftiges? – Mir nicht. Ich wünsche Ihnen und auch allen Blogteilnehmern ein frohes Ostern. Diesem obszön-tötungslüsternen Herrn Erdogan und seinem verängstigten Wahlvolk zum Trotz.

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      Ach, Roland Ziegler, wären sie bloß verängstigt. Zwei Drittel „Evet!“ bei den Türken in Deutschland, wo man nichts und niemanden fürchten muss: deprimierend. Alles in allem haben freilich die Türken dem neuen Sultan mehr Widerstand entgegengesetzt als die Deutschen ihrem Führer, dem in einer Volksabstimmung 1934 mit 89% aller Stimmen die Staatsgewalt in die Hände legten.

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        Deprimierend, ja. Die türkischen Wähler waren wahrscheinlich sogar mehrheitlich dagegen, wenn man unterstellt, dass einige Leute – egal ob berechtigt oder unberechtigt – angesichts der Inhaftierten Bedenken gehabt haben, heimlich bzw. unheimlich in einer wenig vertrauenerweckenden Wahlkabine Nein zu sagen. Trotzdem hatte ich gedacht, bei den absurden Faxen, die da im Vorfeld seitens der Regierung aufgeführt wurden, wird es eine stabile Mehrheit dagegen geben.

        Beim Durchlesen des Originaltextes ist mir aufgefallen, dass Herr Mattussek ein guter, sprachlich sehr talentierter Autor ist, aber frappierend eitel. Die Eitelkeit ist derart deutlich, dass er sich ihrer bewusst sein muss. Vielleicht ist diese Eitelkeit der Grund, warum er für diese Blätter schreibt. Mattussek kann dort am hellsten glänzen. Und die Religiösität ist etwas Weiches, in das man sich gut fallenlassen kann, bei der man sich und seine Eitelkeit dann nicht mehr so kontrollieren muss. Sehr angenehm sicherlich.

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        Von außen wenig machbar:
        Erdogan will be no ordinary dictator. He is, first and foremost, an Islamist in the heart of democratic Europe. He will control a large, well-trained army equipped with the latest NATO weapons in one of the most strategically located countries in the world. It will be very difficult to fight ISIS and blunt Iran’s ambitions without Erdogan’s cooperation.

        That’s why criticism from NATO and the U.S. for this power grab will be muted. As noted above, Turkey is also a key player in the refugee crisis. Erdogan could make the lives of EU leaders miserable if he opens the floodgates of migrants and allows passage through Turkey into the west.

        In other words, Erdogan enjoys a considerable amount of leverage. How he uses it will impact the security of NATO and the U.S.
        https://pjmedia.com/trending/2017/04/16/erdogan-claims-victory-in-referendum-making-him-dictator/

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    Ausgerechnet der, der Benedikt XVI. als Antisemiten kritisierte,macht ihn hier zum Islam-Appeaser. Der zentrale Satz, das Kaiser-Zitat, der Regensburger Rede vom 12.September 2006, wird nicht aufgegriffen, dafür Sätze aus einem kaum bekannten Iran-Papier. Auch die Schande der Kreuzverbergung auf dem Jerusalmer Tempelberg ist Posener keine Erwähnung wert. Kleinlich und traurig ist nicht Matusseks Benedikt-Lob, sondern dieser Giftpfeil am 90. Geburtstag des bayerischen Theologenpapstes.

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      Was heißt „ausgerechnet“? Benedikts problematisches Verhältnis zu den Juden hängt mit seinem problematischen Verhältnis zum Islam, zumal zum iranischen Regime, doch unmittelbar zusammen. Dass die von mir zitierten Quellen „kaum bekannt“ sind, hingegen das Zitat des Kaisers (von dem sich Benedikt ausdrücklich in seiner Rede distanziert!), ist nicht meine Schuld, sondern Schuld der oberflächlichen Medien, die nachplappern statt zu recherchieren.
      Sie, Dr. Hartmann, haben jahrelang mit einer Frau zusammen gelebt und mit ihr ein Kind gezeugt, obwohl Sie die Keuschheit gelobt haben, sich als theologisch harten Hund profiliert und als Priester Wiederverheirateten die Gnade der Kommunion verweigert haben. Als der neue Papst kam, schmierten Sie ihm Honig um den Bart und kritisierten den Vorgänger, den Sie bis dahin gegen meine Kritik öffentlich verteidigt haben, um einen Dispens vom Zölibat zu bekommen. Jetzt, wo Sie den nicht bekommen haben, spucken Sie wieder Gift und Galle. Wer nimmt Sie noch ernst?
      Es sind Heuchler wie Sie und Menschen, die nicht genau hinschauen, wie Matthias, die dem Katholizismus schädigen. Nicht diejenigen, die auf Heuchelei und gewollte Blindheit allergisch reagieren und sie anprangern.
      Notabene: von mir aus können Sie schlafen, mit wem Sie wollen. Nur nicht gleichzeitig die Pfründe eines katholischen Pfarrers einsacken. Dass Sie von der „Schande der Kreuzverbergung“ reden, Sie, der Sie sich weigerten, das Ihnen auferlegte Kreuz aufzunehmen und sich zur Frau zu bekennen, die für Sie die Schande eines Kindes ohne Vater trug, das ist leider typisch für ein bestimmtes Milieu in der Katholischen Kirche.

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        Nehmen Sie mir’s nicht übel, Herr Posener, aber gerade am Ostersonntag in einer Antwort auf einen Kommentar so viel freizulegen, was zum Beispiel Leute wie ich gar nicht wissen, finde ich jetzt nicht so anständig. Abgesehen von Ostern frage ich mich auch, ob ich das wissen muss (eher nicht). Eine sachliche Auseinandersetzung über den Vorwurf wäre interessanter. Das Privatleben von Dr. Hartmann geht mich zumindest nichts an, und bitte, es gibt viele Arten von Beziehungen, offene und heimliche, und viele Gründe für heimliche Beziehungen, fragen Sie mal unter Politikern und Prominenten.

        Ihr hier zu Tage tretender Hauptvorwurf jedoch hat weder etwas mit Benedikt XVI zu tun noch mit Matussek, finde ich. Wünsche Frohe Ostern gehabt zu haben. Auf nationalreview ein interessantes Stück von einer Autorin namens Lu (Nachname) zu Quietismus. Dazu neige ich auch zunehmend: Quietismus.

        Entschuldigen Sie bitte, dass ich mich einmische, aber unsere Feiertage lassen mich nicht unberührt.

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        Quietismus, lieber Oleander, ist genau das, was Jesus gepredigt haben soll und was die Juden seit jeher praktizieren. Gut, es hat weder Jesus noch den Juden viel genutzt, kann man einwenden, aber doch ist es eine ehrbare Haltung. Zum Renegaten Hartmann habe ich nichts geschrieben, was sie nicht auch auf Wikipedia finden, sogar weniger als dort steht, weil ich von österlicher Milde erfüllt war, und weil mich der Kerl langweilt. Es geht mir um die falsche Vereinnahmung Benedikts als Moslemfresser, aber dazu leider, scheint niemand etwas schreiben zu wollen.

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        Ich habe mir mal die Mühe gemacht, bei Wikipedia nachzuschauen.
        Dort steht zwar, wann Herr Hartmann sich öffentlich zu seiner Tochter bekannt hat, zum Zusammenleben mit der Mutter des Kindes oder dem Verhalten bei der Kommunion von Geschiedenen steht da aber nichts.
        Wenn Sie schon Quellen angeben sollten diese auch mit ihren Äußerungen zusammen passen, ansonsten setzen Sie sich dem Vorwurf aus, Dinge zu erfinden.

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