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Von der Bescheidenheit eines Christenmenschen

Zu den beständigsten Vorurteilen christlicher Ideologie gehört die Unterstellung, das „Neue Testament“ enthalte eine neue Moral. Das alte – jüdische – Gesetz der Rache sei abgelöst worden durch das neue Gesetz der Vergebung und der Liebe.
Das ist Unsinn.


Der Neue Bund bedeutet lediglich, dass nicht die Juden, sondern die Christen fortan das auserwählte Volk Gottes sind. Das Mosaische Gesetz wird dort (und nur für Nichtjuden) aufgehoben, wo es das Proselytenmachen behindert. Heidnische Männer brauchen sich also nicht zu beschneiden, um dem Volk Gottes beizutreten, Heiden müssen auch nicht koscher essen.
Davon aber, dass Mord, Raub oder Unzucht fortan ungestraft sein sollten, kann keine Rede sein. Moses gab einem Volk – im Grunde einem Staat – Gesetze; die Christen akzeptierten in allen Dingen außer der Religion die staatliche Autorität Roms, die mindestens so grausam, wenn nicht grausamer war als jene der jüdischen Propheten und Könige. Dass Jesus und Paulus keine Anweisungen gaben, wie mit Mördern und Dieben, Kriegsgefangenen und entlaufenen Sklaven umzugehen war, lag daran, dass sie keine Macht hatten. Wie Dieter Nuhr sagt: „Der Islam ist nur dort tolerant, wo er keine Macht hat.“ Das gilt auch für das Christentum. Als das Christentum Staatsreligion wurde, war es mit der Toleranz vorbei.
Ja, sagen die Christen, aber der Unterschied zwischen einem Christen und einem Juden ist, dass der Christ seine Feinde mit schlechtem Gewissen hasst. Der Jude aber hasst aus vollem Herzen und mit gutem Gewissen. Das ist natürlich religiöser Rassismus. Dieser angebliche Wesensunterschied zwischen „altem“ und „neuem“ Bund hat zwei Jahrtausende hindurch Vorurteile gegen die Juden genährt.
Dass es mit der christlichen Nächstenliebe – von der Feindesliebe ganz zu schweigen – in der Praxis allerdings nie zum Besten bestellt war, dafür mag mir William Shakespeare bürgen, den man nicht verdächtigen kann, ein besonderer Judenfreund zu sein. Ausgerechnet dem jüdischen Schurken Shylock legt Shakespeare diese Anklage über den christlichen Kaufmann Antonio in den Mund:
„Er hat mich beschimpft, mir ’ne halbe Million gehindert; meinen Verlust belacht, meinen Gewinn bespottet, mein Volk geschmäht, meinen Handel gekreuzt, meine Freunde verleitet, meine Feinde gehetzt. Und was hat er für Grund! Ich bin ein Jude. Hat nicht ein Jude Augen? Hat nicht ein Jude Hände, Gliedmaßen, Werkzeuge, Sinne, Neigungen, Leidenschaften? Mit derselben Speise genährt, mit denselben Waffen verletzt, denselben Krankheiten unterworfen, mit denselben Mitteln geheilt, gewärmt und gekältet von eben dem Winter und Sommer als ein Christ? Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht? Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht? Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht? Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen? Sind wir euch in allen Dingen ähnlich, so wollen wir’s euch auch darin gleich tun. Wenn ein Jude einen Christen beleidigt, was ist seine Demut? Rache. Wenn ein Christ einen Juden beleidigt, was muss seine Geduld sein nach christlichem Vorbild? Nu, Rache. Die Bosheit, die ihr mich lehrt, die will ich ausüben, und es muss schlimm hergehen, oder ich will es meinen Meistern zuvortun.“
Seit dem 11. September 2001, als fast über Nacht Zehntausende religiös eher Indifferente zu Islam-Experten mutierten, werden die gleichen Argumente gegen den Koran mobilisiert wie gegen die Torah. Die Heilige Schrift des Islam predige den Dschihad gegen die Ungläubigen.
Als Mohammed – unterstellen wir einmal, es handele sich um eine reale geschichtliche Figur – seine Lehre verkündete, die man als Versuch der Synthese von Christen- und Judentum oder als christliche Häresie bezeichnen kann, ging es um die religiöse und politische Einigung der arabischen Stämme, um gegen die Weltherrschaftspläne der christlichen Kaiser und der zoroastrischen persischen Herrscher zu kämpfen. Deshalb enthält der Koran, wie die Torah, Anweisungen zum Umgang mit Feinden, Verrätern und so weiter. Sie sind nicht grausamer als die in Byzanz und Rom geltenden Gesetze.
Dennoch hat Papst Benedikt XVI fast auf den Tag genau fünf Jahre nach den Anschlägen von 9/11 ausgerechnet den Dialog zitiert, „den der gelehrte byzantinische Kaiser Manuel II. Palaeologos wohl 1391 im Winterlager zu Ankara mit einem gebildeten Perser über Christentum und Islam und beider Wahrheit führte“. In der siebenten Gesprächsrunde kommt der Kaiser auf das Thema des Dschihad, des heiligen Krieges, zu sprechen. „Der Kaiser wusste sicher, dass in Sure 2,256 steht: Kein Zwang in Glaubenssachen – es ist wohl eine der frühen Suren aus der Zeit, wie uns ein Teil der Kenner sagt, in der Mohammed selbst noch machtlos und bedroht war“, so der Papst. „Aber der Kaiser kannte natürlich auch die im Koran niedergelegten – später entstandenen – Bestimmungen über den heiligen Krieg. Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von ‚Schriftbesitzern’ und ‚Ungläubigen’ einzulassen, wendet er sich in erstaunlich schroffer, für uns unannehmbar schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner. Er sagt: ‚Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten’.“
Benedikts Regensburger Rede war eine Provokation nach gutem alten 68er Vorbild, bei der die Reaktionen der Gegenseite das Quod erat demonstrandum liefern. Und die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Hassprediger riefen den Pöbel auf die arabische Straße. Islamisch-fundamentalistische Websites drohen mit der „Ausradierung Roms“. Die kurdisch-irakische Extremistengruppe Ansar al-Sunna drohte mit Angriffen einer „islamischen Armee“ auf den Vatikan. In der somalischen Hauptstadt Mogadischu werden eine italienische Nonne und ihr Leibwächter erschossen. Der palästinensische Regierungschef Ismael Hanijeh fordert den Papst auf, seine „Angriffe“ einzustellen. Derweil verübten radikale Palästinenser, die sich „Löwen des Monotheismus“ nennen, einen Sprengstoffanschlag auf eine Katholische Kirche im Westjordanland und, da sie schon dabei waren, auf ein Anglikanisches und ein Griechisch-Orthodoxes Gotteshaus gleich mit. Der Leiter der Moslem-Brüderschaft, Mohamed Mahdi Akef, rief alle moslemischen Staaten dazu auf, mit dem Abbruch ihrer Beziehungen zum Vatikan zu drohen, sollte der Papst seine Äußerungen nicht zurücknehmen. Die Organisation islamischer Staaten OIC warf dem Papst vor, er habe eine Verleumdungskampagne gegen den Islam und den Propheten Mohammed begonnen. Der Chef der türkischen Religionsbehörde, Ali Bardakoglu, sagte, Benedikt habe eine „Kreuzfahrermentalität” und eine „feindselige Haltung” an den Tag gelegt. Der stellvertretende Vorsitzende der türkischen Regierungspartei AKP, Salih Kapusuz, erklärte, der Papst werde wegen seiner Äußerung als negative Figur wie Hitler und Mussolini in die Geschichte eingehen. Der Oberste Führer Irans, Ajatollah Ali Chamenei, nannte die „empörten Reaktionen“ in der muslimischen Welt „verständlich“; die Papst-Rede sei das „letzte Glied eines Komplotts für einen Kreuzzug“ gegen den Islam unter Führung der USA. Und die Terrororganisation Al-Qaida drohte dem Westen wieder einmal mit einem heiligen Krieg, wohl vergessend, dass sie den längst erklärt hat: „Ihr Ungläubigen und Despoten, wir werden unseren Dschihad fortsetzen und niemals aufhören, bis Gott uns hilft, eure Hälse abzuschneiden und das flatternde Banner des Monotheismus weht und Gottes Herrschaft über alle Völker und Nationen errichtet ist“. Nach dem Sieg im Dschihad werde es für die Unterlegenen nur die Möglichkeit geben, zum Islam überzutreten oder „mit dem Schwert getötet zu werden“.
Wie der französische Philosoph André Glucksmann bemerkte, habe Manuel Palaeologos vor mehr als einem halben Jahrtausend seinen Einwand gegen Mohammed „in aller Seelenruhe“ vortragen können, während das Zitieren dieses Einwands heute „zur unerträglichen und todeswürdigen Blasphemie geworden“ sei: „Untrüglicher Beweis für den derzeitigen Niedergang des ‚Dialogs’ zwischen den Religionen: Diejenigen, die gegen das von Benedikt XVI. angeführte Zitat Sturm laufen, bestätigen damit unwissentlich die Vorwürfe Manuels II.“.
Jein. Der politische Islam, zumal in seiner terroristischen Variante, ist eben eine moderne Erscheinung. Zu behaupten, er habe mit dem Islam nichts zu tun, ist so unsinnig wie die Unterstellung, das Christentum habe mit den Kreuzzügen, der Inquisition, dem Kolonialismus oder dem Klerikalfaschismus nichts zu tun, der Stalinismus nichts mit dem Marxismus. Zu behaupten jedoch, der Islam führe zwangsläufig in den Terror, ist so unhistorisch wie die Behauptung, „der Jude“ sei dem „alttestamentarischen Gesetz der Rache“ verpflichtet; heißt, den Terroristen recht geben, die sich als die einzig wahren Muslime ausgeben.
Wer die von Benedikt zitierte Rede des Palaeogolos so historisch-kritisch liest wie Benedikt den Koran, erkennt eine gewisse historische Ironie. Manuel war zum Zeitpunkt des Dialogs noch nicht Kaiser, sondern Kronprinz des zusammengeschrumpften oströmischen Reichs, das damals Vasallenstaat der osmanischen Herrscher war. Als Anführer einer kleinen christlichen Truppe in Diensten des islamischen Sultans führte er Krieg gegen dessen islamische Gegner. Und trotz seiner Kritik an Mohammeds Lehre vom Dschihad war Manuel als Kaiser nach seinem Bruch mit den Osmanen nicht bereit, als Preis für einen erhofften westlichen Hilfs-Kreuzzug gegen die Türken die Wiedervereinigung der Orthodoxen Kirche mit Rom anzubieten: „Lieber den Turban des Sultans als die Tiara des Papstes“ war damals unter den Christen des Ostens ein geflügeltes Wort. Später erneuerte Manuel sogar das Bündnis mit den Osmanen, denen er im Kampf gegen den Mongolenführer Tamerlan zur Hilfe kam. Mit dem Sultan Mehmed I. war der Kaiser persönlich befreundet.
Wenn also die Reaktionen des Jahres 2006 Manuels Kritik am Islam bestätigen, wie Glucksmann schreibt, so dokumentiert der Dialog im Heerlager zu Ankara 1391 durchaus auch das Gegenteil dessen, was Manuel behauptet, nämlich die Toleranz derr muslimischen Herrscher seiner Zeit. Ganz anders wird die Ecclesia triumphans hundert Jahre später nach Abschluss der Reconquista in Spanien gegen Muslime und Juden vorgehen. Zwangsbekehrung oder Ausweisung lautet für Muslime und Juden die Alternative, wobei die zwangsbekehrten muslimischen „Moriscos“ und jüdischen „Conversos“ der ständigen Verfolgung durch die Inquisition ausgesetzt sind. Hunderttausende sephardische Juden werden vor dem eliminatorischen Antisemitismus der Katholiken fliehen und auf Einladung des Sultans Beyazid II im Osmanischen Reich eine Zuflucht finden.
Darauf hätte Benedikt hinweisen können, wenn es ihm nicht nur um eine Provokation, sondern auch um die historischen Fakten gegangen wäre. Freilich um den Preis, seine große Erzählung von der überlegenen Vernunft der Katholischen Kirche in Frage zu stellen.
In seiner Regensburger Rede erklärte Benedikt das Toleranzgebot in der zweiten Sure des Korans mit Mohammeds Machtlosigkeit zur Zeit der Abfassung. Doch auch das von ihm zitierte Plädoyer Manuels für Toleranz wird aus einer Position der Machtlosigkeit vorgetragen. Die Lehre ist auch hier, dass Muslime und Christen gern für Toleranz plädieren, so lange sie machtlos sind. Bekommen sie aber Macht, hat es die Toleranz erheblich schwerer.
Die Identifikation mit der Politik und der Staatsmacht bekommt eben keiner Religion, weder dem Hinduismus in Indien noch dem Buddhismus in Sri Lanka, weder dem Judentum in Israel noch dem Christentum in den Südstaaten der USA. Sie bekam dem Protestantismus nicht, als sich Luther mit den Fürsten gegen die Bauern verbündete, und sie bekam auch dem Atheismus nicht, als er zur Staatsreligion des real existierenden Sozialismus wurde.
Die Tragödie der arabischen Welt ist aber nicht die Stärke des Islam. Ihre Tragödie ist die Schwäche des weltanschaulich neutralen Staats. Diese Schwäche hat viele Gründe: die Clan-Struktur der Gesellschaft; das Übergewicht der feudalen Landbesitzer gegenüber der Mittelschicht; das Erbe des türkischen und europäischen Kolonialismus; die Willkür der Grenzziehung und nation building nach 1918; das Vorbild Atatürks und die Rolle der Armee als Motor der Modernisierung; das Bündnis vieler arabischer Diktatoren mit der Sowjetunion im Kalten Krieg; die Diskreditierung des arabischen Nationalismus in den verlorenen Kriegen gegen Israel 1948, 1956, 1967 und 1973, der Fluch des Öls; die Korruption der Machteliten usw. usf.
Da die Religion nicht das Hauptproblem der Region ist, ist auch die Kritik der Religion, so legitim und notwendig sie ist, auch nicht der Schlüssel zur Lösung dieser Probleme. Schon gar nicht ist es hilfreich, die Überlegenheit der Religion der ehemaligen europäischen Kolonialmächte zu propagieren. Eine Überlegenheit, die ohnehin keinem Juden und keinem Moslem einleuchtet.

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103 Gedanken zu “Von der Bescheidenheit eines Christenmenschen;”

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    Lieber KJN,

    o.t.

    Was die Deutsche Post DHL AG betrifft, da gibt es doch die ganz einfache Möglichkeit bei wiki nachzuschlagen…

    de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Post_AG

    Das Unternehmen befindet sich nicht mehr mehrheitlich in Staatsbesitz, seit die staatseigene KfW Bankengruppe am 14. Juni 2005 Postaktien im Wert von 2 Milliarden Euro verkaufte. Bis 2012 hielt die KfW Bankengruppe im Auftrag des Bundes noch 30,5 % der Aktien, die restlichen 69,5 % befanden sich in Streubesitz, wovon 14,5 % in den Vereinigten Staaten, 12,1 % in Deutschland und 26,5% in Großbritannien gehalten wurden. Die Anzahl der von Privataktionären gehaltenen Aktien betrug 7,5 % des Streubesitzes.[7] Im September 2012 verkaufte die KfW rund 5,0 % an institutionelle Anleger. Mit rund 25,5 % hatte sie nach wie vor eine Sperrminorität und war weiterhin die größte Einzelaktionärin. Der Streubesitz lag danach bei rund 74,5 %.[8] 2013 reduzierte sich durch den Umtausch einer Anleihe aus dem Jahr 2009 der Anteil der KfW am Unternehmen auf 21,0 %. Im Juli 2009 hatte die KfW eine Wandelanleihe auf Aktien der Deutschen Post AG über 750 Mio. € mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einem Volumen von 4,5 % begeben.[9]

    Und was stellen Sie wohl fest wenn Sie sich die Aktionärsstruktur der DTAG anschauen:

    de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Telekom

    Soviel zu Ihren Aussagen

    Dass die Deutsche Bahn AG noch nicht privatisiert ist:

    Gott sei Dank!!

    Thatcher und deren Nachfolger haben mit ihrer Privatisierung in UK ein Meisterstück hingelegt!!

    de.wikipedia.org/wiki/British_Rail

    Und was ihre kontniuierliche Vorurteile gegenüber Staatsunternehmen betrifft:

    Privat gut

    Staat schlecht

    Vielleicht lesen Sie einmal die Veröffentlichung von

    Mariana Mazzucato ….fordert mehr Staat für mehr Innovation …

    http://www.marianamazzucato.com/

    http://www.theguardian.com/pro.....to-mariana

    Soviel zu dem oftmals fehlenden Blick über den Tellerrand

  2. avatar

    Lieber Alan Posener,
    http://www.welt.de/debatte/kom.....assen.html

    „Und neben reichen Russen, Arabern und Chinesen ein paar arme Bulgaren und Rumänen aushalten.“

    Wann waren Sie denn zum letzten Mal im United Kingdom außerhalb der City of London? Haben Sie das richtige Bild von der verarmten frustrierten britischen Unterschicht, die inzwischen nur eins noch kann: Saufen, weil man ihr seit Thatcher alles weggenommen hat? (Read Theodore Dalrymple)
    Und haben Sie das richtige Bild vom Herzen von London, wo kaum noch Briten leben, sondern die von Ihnen erstgenannte Gruppe die Preise auf schlappe 1 Mio Pfund mindestens für ein one bedroom-apartment hochgetrieben hat?

    Ich bitte Sie, die Wirtschaft mag was von Europa haben, die britische Bevölkerung nicht die Bohne. Wenn Cameron einknickt, wird später Frau Merkel als indirekt dafür verantwortlich gemacht werden, wenn es in GB einen drastischen Rechtsruck gibt. Insofern darf Cameron nicht einknicken. Die Briten haben, im Gegensatz zu Deutschland, noch genügend eigene kleine und mittlere Betriebe, um sich von der Last der EU zu erholen. Die Schattenseiten des freien Personenverkehrs arbeiten sie gerade auf, die Berichte von Prostitutions- und Pädophilenskandalen häufen sich.

    Abgesehen davon, schadet die einwandernde Rumänenmasse nicht nur autochthonen Briten, sondern auch integrierten Indern, Pakistani und Sikh, wovon sie in der Stadt Sheffield ein Lied singen können.

    Sie wohnen mit Ihrem proeuropäischen Dogmatismus auf dem Mond. In Deutschland wird der Unmut genauso wachsen, wenn die Wirtschaftskraft sinkt, und das scheint sich abzuzeichnen. Dass Sie freien Grenzverkehr mit der Folge der entsprechenden Schattenwirtschaft propagieren, wundert mich, gelinde gesagt. Wahrscheinlich haben Sie tatsächlich von diesen Dingen wenig Ahnung und wissen extrem wenig vom Land Ihrer Frau Mutter, weniger als ich, aber ich laufe auch ‚rum und wohne nicht in Elfenbeintürmen.

    Außerdem – obwohl Sie viele gute Seiten haben, z.B. Interesse für Ihre Kommentatoren – sind Sie dem common sense eines Henryk Broder einfach nicht gewachsen.

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    @lucas
    „Warum wird eigentlich so gegen Weselsky gehetzt..
    Sehe ich auch so. Die hetzterische Gleichschaltung der Meinungen ist tatsächlich unerträglich (was hat Weselskys Persönlichkeit damit zu tun..) Der Arbeitgeber hier ist übrigens der Staat: Unsere Bahn /unsere Post /unsere DHL /unsere Telekom.. komisch, ich dachte das wäre alles privatisiert.. – was denn nun? Ich vermute: Immer gerade, wie’s dieser Interessengruppe (Staatskonzerne) gerade passt. Siehe auch Arbeitsbedingungen dort. Ich habe auch in den letzten Wochen einige Male wg. der Streiks festgesessen. Gut daß es mittlerweile Fernbusse gibt. Sorry für’s o.t.

    Zum Thema: Kürzlich sagte mir eine iranische Muslimin, studierte Ingenieurin: „An die Evolutionstheorie darf ich natürlich nicht glauben.“ Nochmal: Etwas ist beobachtbar, gegenwärtig und plausibel (es gab dazu Zustimmung von der durchaus selbstbewussten, klugen und sympathischen Frau, die sich traditionell kleidet und ihr Haare verbirgt) aber sie darf das nicht denken.
    Nun wird, wer das Denken der Aufklärung für seinen Beruf und das Zurechtkommen in der Welt nutzt und dabei in Konflikt mit religiösen Lehren gerät, damit ggf. selber zurechtkommen (müssen). Mir war in dem Gespräch aber folgendes wichtig anzumerken: Jeder hat so seine Prioritäten: Der eine legt mehr Wert auf Gemeinschaft, Werte, Rituale – der andere mehr auf Individualität, Freiheit.. Man muss das aber selber wollen und selber wollen dürfen und konsequent (s.a. Marshmallow-Test) durchziehen dürfen. Für sich. Ich stellte fest, es gab da keinerlei Widerspruch, nein – durchaus Zustimmung.

    Ist es so unwahrscheinlich, daß die Mehrheit der Muslime (ich meine jetzt die strenggläubigen) auch zu dieser Toleranz findet?

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    Dann sollten die Juden mal ihre Religion von ihrer Herkunft trennen… Dann sind wir in der Völkervertändigung einen ganzen Schritt weiter…

    und ich sage auch Ihnen Herr Posener, dann würden Sie über das Thema Religionen anderes denken… und wenn Israel sich nicht als jüdischer Staat begreifen würde… dann wären wir auch schon einen Schritt weiter… in der ewigen Ideologie um Herkunft (Stammesdenken) und Religion… Fassen Sie sich mal an Ihre eigene Nase….

    Shalom…

    S.H-B.

    1. avatar

      „Dann sollten die Juden mal ihre Religion von ihrer Herkunft trennen… Dann sind wir in der Völkervertändigung einen ganzen Schritt weiter… und ich sage auch Ihnen Herr Posener, dann würden Sie über das Thema Religionen anderes denken… und wenn Israel sich nicht als jüdischer Staat begreifen würde… dann wären wir auch schon einen Schritt weiter… in der ewigen Ideologie um Herkunft (Stammesdenken) und Religion… Fassen Sie sich mal an Ihre eigene Nase….“
      Es sind solche Kommentare, Herr Stephan Happ-Bettmann, die einen ratlos zurücklassen, weil man sich fragt: Wie kommt ein Deutscher im 21. Jahrhundert dazu, seine himmelschreiende Unwissenheit derart öffentlich kundzutun, auch noch im Brustton des guten Gewissens?
      Was „die Juden“ sollten oder nicht sollten, das lassen Sie mal Sache der Juden sein. Freilich war es der in Deutschland erfundene Rassenantisemitismus, der die Unmöglichkeit jener von Ihnen geforderten Trennung von Religion und Herkunft propagierte. Der Jude blieb dieser Auffassung zufolge auch dann Jude, wenn er Christ oder Atheist wurde. Und es blieb nicht bei der Theorie. Eine Abstammung wie die meine – „Halbjude“ – hätte im Dritten Reich genügt, mir eine Einwegfahrkarte nach Auschwitz zu verschaffen. So viel also zur „Völkerverständigung“ und zur Unverschämtheit mancher heutigen Voll-Arier.
      Was nun Israel angeht: Ich denke, Deutschland begreift sich als deutschen Staat. Ich will nicht auf Begriffe wie „Leitkultur“ rekurieren, aber man verlangt hier Integration in die deutsche Gesellschaft, Tradition und Kultur, und das – nicht Assimilation – ist auch richtig so. Die Amtssprache ist Deutsch, die Schulsprache ist Deutsch. Frankreich ist ein französischer Staat, England ein englischer. Weshalb also ausgerechnet Israel sich nicht als jüdischen Staat begreifen sollte, verstehe ich nicht. Er wurde ausdrücklich als solcher gegründet.
      Das heißt nicht, dass Araber dort keine Rechte hätten. Sie sind erstens Staatsbürger mit allen Rechten, die auch Juden haben, einschließlich des Wahlrechts. Nur die Wehrpflicht müssen sie nicht absolvieren. Dürfen sie aber. Alle größeren Straßenschilder sind auf Hebräisch, Arabisch und Englisch. Und wie Sie sicherlich wissen, gilt in Israel für jene, die sie lieber als das Zivilrecht anwenden wollen, die Scharia. Gäbe Israel aber den Anspruch auf, gemäß ihrer Gründungsakte – der Balfour-Deklaration – die jüdische Heimstatt zu sein, so wäre es bald ein arabischer Staat. Gewiss „wären wir da weiter“. Bloß in welche Richtung? Fragen Sie mal die Kopten in Ägypten, die Jesiden und Christen im Irak, die Christen, Alewiten und Alawiten in Syrien … Fragen Sie mal, was aus den jüdischen Gemeinden in den arabischen Ländern geworden ist.
      Mit „Shalom“, Frieden, fürchte ich, hätte das Ergebnis wenig zu tun. Aber Judenhassern wie Ihnen wäre das egal. Sollen doch die Araber beenden, was die Großväter begonnen haben, nicht wahr?

  5. avatar

    Emanuel
    Alles voll Zwietracht. „Gott mit uns“

    Warum wird eigentlich so gegen Weselsky gehetzt und irgendwas von „die Bahn gehört uns allen. Streik ist doof“ gefaselt? Meinetwegen kann das noch weiter gehen, was die Bahn verliert, gewinnen Sixt, ADAC/Post und Lufthansa. Die paar entstehenden Reibungsverluste sind halt die Kosten einer offenen Gesellschaft oder sollen die paar Bahnarbeiter zur Arbeit gezwungen werden? Ihr Stalinisten!

    „The abolition of religion as the illusory happiness of man is a requisite for their real happiness.“
    Und er hat recht. Atheisatanisten-Ossis bringens schließlich zu was: http://welt.de/wirtschaft/arti.....-Geld.html

    die Sache mit dem Opium:
    „The abolition of religion as the illusory happiness of man is a requisite for their real happiness. The call to abandon their illusions about their conditions is a call to abandon a condition which requires illusion“
    Wer ist hier der Morgenstern?

    Wer ist Jesus und wer Christus?

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    Nebenbei: Der Interviewer aus dem vorigen link ist derEnkel von Wladyslaw Szpilman:
    «Musik hält den Willen zum Überleben wach, es kann aber auch ein anderer Fixpunkt wie Philosophie oder Religion sein», so Szpilman, der nun eindringlich zu erzählen beginnt: «Stellen Sie sich vor: Mein Grossvater hat alles verloren – seine Familie, seinen Besitz, seinen Beruf. Und trotzdem blieb sein Willen zu überleben intakt.»
    http://www.reformiert.info/artikel_10824.html

  7. avatar

    Lieber Alan Posener,
    um ihnen einen Gefallen zu tun, habe ich die heiklen Worte auf hebräische Art von andersrum geschrieben. Ich hoffe, das gefällt Ihnen. Der von Natur aus Subversive wird mir die List hoffentlich verzeihen:
    „Gibt es Parallelen?

    Es sind dieselben historischen Tendenzen. Der Antisemitismus ist älter als Reltih Floda und er lebt auch nach Reltih Floda. Der Antisemitismus braucht keine Gründe und keine Argumente. Die verlogene Pose der Toleranz gegenüber Antisemiten ist überall auf der Welt zu finden. «Man muss für alles Verständnis haben», sagen die Leute, die gar nichts verstehen. Es gibt Dinge, die man verstehen kann, aber für die man kein Verständnis haben darf.

    Was wäre so eine Sache?

    Für die Terrororganisation Hamas zum Beispiel, die ihr eigenes Volk abschlachtet.
    http://www.achgut.com/dadgdx/i.....menschlich

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    Gibt’s dann bald den Westen-Putin- (der Westen ist ja für den Putin Hitler), den Islamisten-Putin-, den Putin-Westen- (der Putin ist ja für den Westen Hitler) oder den Putin-Schokoindustriellen-/Schokoindustriellen-Putin-Pakt (die finden sich ja beide Hitler) oder gar keinen Pakt, weil dann Krieg vielleicht unvermeidbar wäre (Krieg ist Frieden)?
    http://www.spiegel.de/politik/.....01613.html

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    Marx der Feind Gottes?
    http://www.garynorth.com/freeb.....2a_47e.htm
    … und Freund der kreativen Zerstörung.
    Schumpeter ein Freund Gottes?

    Aber gibt es nicht eine Ordnung im Chaos oder doch nicht?

    Vielleicht glauben die Islamisten ja auch, sie müssten nur feste genug auf die Pauke hauen um die Welt aus den Angeln zu heben:
    „Indeed, since the immediatist postmils refused to wait for gradual goodness and sainthood to permeate among men, they joined the premils in believing that only a violent apocalyptic final struggle between good and evil, between saints and sinners, could establish the millennium.“ http://mises.org/daily/6046/Millennial-Communism

    Und das bringt wohl den Antikapitalismus auf den Punkt:
    „struggle against the endless spontaneity of nature“
    Bin ich nicht schon (auch) Natur? Bin (oder kann) ich nicht (auch) spontan (sein)?

    „There is also more than a hint, in Bloch, that disease, nay even death itself, will be abolished upon the advent of communism.“
    „On the one hand, Marx assumed and asserted that goods in the future communist society would be superabundant.“
    Sind Transhumanisten und Singularifarier Kommunisten?

    Waren sie, Alan Posener, eigentlich auch bei Alcor?

    Zum Glück ist Freitag 😉

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    Ich habe stramme Kommunisten erlebt, die absolute Egoisten ohne Sinn für das Gemeinwohl waren. Ich habe auch Demokraten erlebt, die Pickel bekommen, wenn jemand nicht ist wie sie. So kenne ich Muslime, die auf die einfach Menschenfreunde sind als auch Christen, die absolute Menschenfeinde sind (natürlich auch umgekehrt). Jeder zieht aus einer Idee das, was zu ihm passt. Ich glaube nicht, dass ein Misanthrop deswegen besser ist, weil er ein muslimischer, christlicher oder liberaler Misanthrop ist. Weltanschauungen und ihre Wirkung auf Menschen werden überschätzt. Frau Käßmann und Martin Luther im selben Verein…Franz von Assisi in derselben Kirche wie die Kaiser und Fürsten…Katholiken, die Juden umbrachten und Katholiken, die Juden retteten…die Frage ist doch nicht, welches System besser ist – die Frage ist doch, was die Menschen aus sich machen. Die Herzlosigkeit muslimischer Scharia-Gerichte in Pakistan kann durchaus mit den Zuständen in Irisch/katholischen Waisenhäusern (gar nicht lange her) mithalten. Gibt es eine Überlegenheit qua Glaubenssystem? Das ist nicht belegbar. Der Terror des IS kann mit dem Terror der Truppe, die „Gott mit uns“ auf der Schnalle hatte, durchaus mithalten. Was macht Menschen besser oder schlechter? Ihr Glaube ist es auf keinen Fall, auch wenn es gerade da um Moral geht. Wer in seinem Herzen keinen Drang verspürt, Liebe und Mitleid gegenüber seinem Nächsten zu empfinden, der wird es auch nicht. Das klingt jetzt alles banal und ist es auch. Ich weiß nicht, welche Kräfte da walten, aber die Kraft einer Idee, die ist es nicht. Einen besseren Eindruck bekommt man, wenn man nicht Religionen miteinander vergleicht, sondern die Religionsanhänger untereinander. Christenheit führt zu ganz verschiedenen Ergebnissen – womit der ausschlaggebende Punkt nicht in der Religion liegen kann, sonst würden sich die Ergebnisse ja wiederholen lassen. Ideen werden im Alltag maßlos überschätzt.

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    @ Alan Posener
    Da haben Sie sehr recht:
    „Und drittens würde ich meinen, dass die Behandlung der Juden durch die Christen in erster Linie die Christen selbst zornig machen müsste. sonst wären sie keine Christen. Denn: “Was ihr dem Geringsten eurer Brüder angetsanhabt, das habt ihr mir angetan.” (Jesus von Nazareth)“

    Na gut, aber Sie haben auf jeden Fall eine gut dokumentierte wesentliche Beziehung zu J.P., über den Sie ein Buch herausgegeben haben mit seinen Aufzeichnungen, und zu Ihrem Onkel Karl, den Sie gelegentlich erwähnen. Ich jedenfalls fände es durchaus nachvollziehbar, wenn Juden und ihnen Nahestehende bei allem guten Willen zum Verzeihen doch etwas skeptisch mit den Kirchen wären. Wenn sie’s denn nicht sind, umso schöner. Jedenfalls ist in beiden Religionen eingebaut ein hohes Maß an Verzeihlichkeit, was die dritte, über die heute am häufigsten gesprochen wird, vermissen lässt. So mutet eine Steinigung, auch Tötung anderer Art, 2000 Jahre alt an. Damals kam ja bekanntlich ein Jesus und sagte: „Wer unter Euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.“

    @ Bernd K.
    Sie sagten „Sie behindern eine positive Entwicklung der Menschheit, verpulvern Geld, was dringend woanders (z.B. Bildung) gebraucht wird und sind für viele Menschen ein enormes Risiko, eines unnatürlichen Todes zu sterben.“
    Das ist ja nun Unsinn, eine dürftige Pauschalisierung, für die mir meine Zeit zu schade ist.

    Sie wären Jesus nicht gern begegnet? Nun ja, er war ein exzellenter Psychoanalytiker. Freud hat nur das Unterfutter darunter genäht. Ob es das Gleichnis von der Samariterin am Brunnen ist oder das vom besessenen Gerasener, es sind oft psychologische Studien höchster Qualität. Wenn man ihm nicht gern begegnen würde, tja, dann hat man ihn nicht, denn wenn man ihn hat, braucht man nur innezuhalten und sich zu besinnen, dann sitzt er mit am Tisch. Meine Großmutter ist mit ihm verstorben, und das war bedeutend leichter für sie als das Sterben meiner Mutter, für die er ein Fremder wurde, weil sie ihn nicht von der Kirche trennen konnte, die sie mal gekränkt hatte.
    Sie müssen ihm ja nicht begegnen, das ist das schöne daran: Völlig freiwillig. Kein Priester, der Sie zwingt, sich mit ihm zu beschäftigen.

    @ Alan Posener
    Wenn Ihr Blog das mal erfordert, dass ich mich mal mit ihm beschäftige, sehe ich ihn mit dem Hund auf einer grünen Aue spazieren gehen. Weil ich das so sehen will, natürlich. Moses kriegt man nicht in solche Bilder, aber natürlich jederzeit Jakob, David oder Salomon.

  12. avatar

    @Marseillais
    http://necrometrics.com/pre1700a.htm#SpanInq
    Von 1478 bis 1496 8800 Tote. Bei heutiger Weltbevölkerung wären das 16,47*8800Tote=144396Tote, also 8052 Tote pro Jahr.
    Von 12.2011 bis 06.2014 sollen es 23Tausend Tote sein, also 9256 Tote/Jahr. https://www.iraqbodycount.org/database/

    Todeszahlen Christentum:
    http://necrometrics.com/gunsorxp.htm#XP

    „Dauererpressung (Öl und alle anderen wirtschaftlichen Verbindungen)“
    Weshalb schlaue Leute Fracking, Solarenergie und ähh Asteroidenabbau ausbauen wollen.
    Welche jungen Männer in der Türkei meinen sie, die Islamisten oder die Bürger, Sozialisten und Liberalen (darunter viele Frauen), die Erdogan mit Protest geärgert haben?

    @Bernd Kammermeier
    „Nur so konnten die christlichen Gemeinden wachsen.“ Waren Frühchristen unfruchtbar?

  13. avatar

    APo: ‚Was übrigens Pius XII … Dass er die Judenverfolgung der Nazis ablehnte, auch; und auch, dass er half, Juden zu retten. Dass er zu wenig tat und zu spät handelte; das ist es, was man ihm vorwerfen muss. Er war halt ein schwacher Mensch. Und taugt deshalb nicht als Heiliger.‘

    … werter APo, es steht mir nicht zu darüber zu urteilen, ob Pius XII heiliggesprochen werden sollte.

    Meine Frage an Sie: … wie viel Menschenleben haben Sie gerettet?

  14. avatar

    Lieber Alan Posener,

    auf diese Satz von Ihnen:

    „Wer sich teure Tröstungen nicht leisten kann, wendet sich billigen zu.“

    kann ich nur mit Friedman antworten:

    There ain’t no such thing as a free lunch

    Oder anders:

    Seit wann sind Opiate billig?? In Berlin am Zoo 🙂

  15. avatar

    @lucas: Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen morden und töten. (Eine Unterscheidungsmöglichkeit steht z.B. in unserem Strafgesetzbuch.) Ich kann nicht beurteilen, was die Religion mit ihrem Gesetz meint: töten oder morden. Es ist mir inzwischen auch egal. Ich persönlich habe nichts gegen den finalen Rettungsschuss und Notwehr (wobei ich, sollte ich, was hoffentlich nie geschehen wird, in eine solche Situation geraten, schon arge Probleme bekommen würde, einem anderen einfach das Licht auszuknipsen, und diese Probleme möchte ich ernstnehmen; sie dienen mir als Wegweiser: so etwas darf man eigentlich nicht tun, das halte ich für einen objektiven moralischen Sachverhalt). Übrigens besteht auch die Möglichkeit zu sagen: Das Gesetz lautet zwar so-und-so, aber in dieser Ausnahmesituation handele ich eben anders als es das Gesetz, das sich ja grundsätzlich auf den Regelfall bezieht, verlangt.

    Aber eigentlich will ich nicht über meine Moral reden. Mir ging es um formal allereinfachste Regeln – extra einfach formulierte Regeln, wohlgemerkt, deren Formulierung bewusst so gewählt wurde, wie sie ist – , bei denen trotzdem Spielraum besteht, was von theologisch inspirierten Leuten bis zum Gehtnichtmehr ausgereizt wird. Ich glaube nämlich schon, dass Inquisitoren, Kreuzritter, christliche Soldaten und fundamentalistische Todesstrafenanhänger mit der Differenz zwischen ihrem Töten und Gesetz überhaupt kein Problem haben. Sie biegen sich die Sachen zurecht, so dass es zu ihrem Christsein passt (Christsein ist hier austauschbar mit jeder anderen Religionszugehörigkeit). Das Knirschen im Gebälk der Begriffe überhören sie. Soll ich mich jetzt über dieses Biegen mit ihnen streiten? Dass sie dazu in der Lage sind, finde ich einfach verblüffend. Ich denke, dass das auch z.B. für die IS-Leute und die Islamdebatten gilt.

  16. avatar

    @ Alan Posener
    „Die Tragödie der arabischen Welt ist aber nicht die Stärke des Islam. Ihre Tragödie ist die Schwäche des weltanschaulich neutralen Staats.“

    Die Tragödie der arabischen Welt ist ihr ausufernder Antisemitismus, gegen den manch früherer eine Karikatur ist (nur dass sie an diese Menschen nicht drankommen, nachdem diese Lehren aus ihrer einstmaligen deutschen Gutgläubigkeit gezogen haben), und ihre Frauenverbrauchsideologie, mit der sie das halbe Gehirn, das weibliche, aus ihrem Leben ausschließen. So kein Weiterkommen. Wenn man Frauen wie Kleidungsstücke behandelt und Juden wie Feinde, muss man steckenbleiben. Das ist die Haupttragödie. Schwacher Staat? Nun ja. USA? Obama? Siehe Senats- und Kongresswahlen. Schwacher Staat allüberall.

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    So,so,so: http://www.theologe.de ist diesmal Zeuge der Anklage? Sie scheuen aber wirklich vor gar nichts zurück, Herr Posener.Diese billige Polemik hätten Sie besser nicht bemüht.So treten Sie Ihren Artikel höchstselbst in die Tonne,einschließlich der Teile, die man, etwas Wohlwollen vorausgesetzt,als halbwegs objektiv betrachten könnte.

  18. avatar

    Ich dachte die Staatsreligion der Sowjetunion sei nicht Atheismus sondern Paganismus gewesen.

    „Ihre Tragödie ist die Schwäche des weltanschaulich neutralen Staats.“
    Marx: „If you supplant the Koran by a code civil, you must occidentalize the entire structure of Byzantine society.“ http://ziontruth.blogspot.de/2.....uslim.html
    Warum? Bitte den ganzen Text lesen, ich jedenfalls habe es sonst nicht verstanden.

    @Roland Ziegler
    „Und wenn die dann sagt: “Du sollst nicht töten”, dann heißt das eben erstmal […], dass der finale Rettungsschuss nicht drin ist.“ Ich sehe das genauso, weshalb ich mit der Übersetzung „Du sollst nicht morden“ mehr anfangen kann.
    „es müsse eigentlich nicht “töten”, sondern “morden” heißen. So dass man also manchmal schon töten dürfe, ja müsse.“
    Morden und töten ist ein Unterschied.
    „außerdem dass man insgesamt schon gerne manchmal töten möchte“
    Es geht, dabei nicht darum, dass man auch mal töten möchte, sondern es kein Mord ist, jemanden unter mildernden Umständen zu töten. Ich bin kein Jurist, aber ich könnte mir vorstellen, dass ein Richter bezweifeln würde, dass es Notwehr war, wenn ihm jemand erzählte, dass er es eigentlich ganz toll fand dem XYZ so richtig und endlich mal den Hals umzudrehen.

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    Das Judentum entstand in einer Zeit höchster Bedrängnis, als die kanaanitischen Stämme unterzugehen drohten, kulturell aufgefressen durch die umliegenden Großreiche. Die Idee dabei war, sich zu einem Volk zusammenzuschließen, dass sich unter einem der vielen Götterkulte Kanaans vereint, dem Jerusalemer JHWH-Kult. Zum Zeichen der Volkszugehörigkeit, quasi als eine Art Personalausweis, wurden die Säuglinge seit dieser Zeit beschnitten, die Begründungen für all dies wurden als ätiologische Sagen in die neu geschaffenen „Heiligen“ Bücher aufgenommen.

    Daher missionieren Juden nicht, weil dies geradezu im Widerspruch zum Grund für die Gründung ihrer Religion stehen würde.

    Anders mit dem häretischen Christentum. Als dieses sich ausreichend weit von der Theologie der Juden entfernt hatte (was auch den wechselseitigen Hass erklärt), konnte es nicht darum gehen, das „Volk Christi“ zu gründen, da es das noch gar nicht im Form halbnomadischer Stämme gab. Daher hat man sich des Kunstgriffes bedient und zur Missionierung von zu Heiden erklärten Mitmenschen aufgerufen. Nur so konnten die christlichen Gemeinden wachsen.

    Als sich später der Islam vom Christentum abgespalten hatte (und wieder etwas jüdischer wurde [Gott hat keinen Sohn]) trafen dessen Anhänger (die natürlich auch durch Missionierung gewonnen werden mussten) auf viele christianisierte „Gegner“. Das erklärt die Kopfsteuer des Islam und die „Wahl“, vor die Christen und Juden gestellt wurden: Konvertiere oder stirb!

    Vor diesem Hintergrund scheinen mir die diversen Vorgehensweisen in Puncto Mission verständlich. Das Christentum konnte quasi etwas „friedlicher“ missionieren – was Herrscher später nicht von der zweckdienlichen Zwangsmissionierung Abstand nehmen ließ -, weil sie auf kaum – praktisch keinen – monotheistischen Widerstand stießen. Der Islam musste sich schon eher mit dem Schwert durchsetzen, wenn er erfolgreich bei der Errichtung großer Kalifate (Traum: Weltkalifat) sein wollte.

    Natürlich wäre die Beseitigung alle Monotheismen nicht gleichzusetzen mit der Beseitigung aller Probleme. Doch wäre ein schöner Anfang, wenn sich die moderaten Kräfte innerhalb der Religionen ihrer großen Verantwortung bewusst würden, die ihr Geisterglauben für den Niedergang bestimmter Kulturen hat. Allein der systemische Zwang zum Ausgrenzen Andersdenkender und die Unfähigkeit, gemeinsame Positionen zu theologischen Themen, wie Gott, Jenseits, Seele, Jesus, Hölle etc. zu finden, verhindern eine positive Entfaltung religiösen Lebens, selbst wenn diese in die Religionen implementiert sein sollten.

    Faktisch nehmen oder geben sich hier die Monotheismen nichts. Sie behindern eine positive Entwicklung der Menschheit, verpulvern Geld, was dringend woanders (z.B. Bildung) gebraucht wird und sind für viele Menschen ein enormes Risiko, eines unnatürlichen Todes zu sterben.

    Und ein Letztes: Jesus, den ich für eine Kunstfigur halte, an der bis in das 4. Jh. gefeilt wurde, wäre kein Mensch gewesen, dem ich gerne begegnet wäre.

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    Lieber Alan Posener,

    vielen Dank für den Hinweis:

    Lieber Moritz Berger, Marx sagte, die Religion sei “das Opium des Volkes”. Nicht Opium für das Volk. Das ist ein Unterschied.

    Ich hatte die Toten Hosen im Kopf 🙂

    de.wikipedia.org/wiki/Opium_fürs_Volk

    Und :

    Opium für das Volk ist laut Wiki die lenistische Version des Zitates von Karl M.

    Und : Weihrauch hat schon immer eine “ drogenähnliche Wirkung “ gehabt.

    Letztlich ist das Zitat von Karl M. oder Wladimir L. doch immer auf die Wirkung der “ Droge “ Opium zu beziehen.

    Ob nun Opium für das Volk oder Opium des Volkes.

    Oder liege ich da falsch?

    1. avatar

      Nun ja, lieber Moritz Berger, der Unterschied zwischen „Opium für das Volk“ (Lenin) und „Opium des Volks“ (Marx) liegt darin, dass Lenin eine Art Verschwörung voraussetzt – die herrschenden verabreichen dem Volk ein Rauschgift. Marx weiß es besser. Wer sich teure Tröstungen nicht leisten kann, wendet sich billigen zu.

  21. avatar

    Ich vergaß: Gerne würde ich Ihnen die entsprechende Literatur empfehlen. An Ihrer Stelle würde ich anfangen mit einem neueren Titel: Dahlheim, Die Welt zur Zeit Jesu. Sehr bodenständig, lehrt auch die Grundlagen noch mal.

  22. avatar

    Warte, warte noch ein Weilchen, dann komm ich vielleicht auch dazu, was zu Ihrem geistigen Erguss zur Religionsgeschichte beizutragen….. fängt ja schon damit an, dass nach Ihrer Darstellung des „Proselythenmachens“ der Frühchristen (!) im nächsten Schritt Shakespeare’s (!) Shylock angeführt wird. Tolle historische Beweisführung.

    Mehr muss man eigentlich nicht wissen, um zu wissen, dass Sie nicht viel von der Geschichte des Christentums wissen.

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      Lieber Herr Finnsburg („Graf Orto“): „Mehr muss man eigentlich nicht wissen, um zu wissen, dass Sie nicht viel von der Geschichte des Christentums wissen.“ Ja, so einer sind Sie. Sie brüsten sich mit Ihrem Nichtwissen. Lesen Sie mein Buch über die Jungfrau Maria, dann wissen Sie etwas mehr. Über das Christentum und über mich.

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    @ Alan Posener
    „Ja, Don Geraldo, ich kritisiere das Christentum häufiger und heftiger als andere Religionen, weil ich mehr davon verstehe.“

    Ich weiß ja nicht, ob das so stimmt, so einfach. Es wäre Ihnen nicht zu verdenken, wenn Sie das Christentum mehr als vielleicht nötig kritisieren, weil Sie auch jüdisch sind. Das Christentum hat den Juden viel angetan. Ob man das so leicht abstrahieren kann, vor allem, wenn, wie Sie hier andeuteten, der Vater die stärkere Figur war, muss bezweifelt werden. Haben Sie da nicht zwei Perspektiven in sich, die meistens ein absoluter Vorteil sind, weil Sie die Wurzel auch verstehen, die Sie aber gelegentlich doch etwas schärfer machen? Sagen wir, das Einzige, was passiert wäre, wäre die Vertreibung 1491 gewesen, würden Sie doch heute sagen: „Geschenkt“. Aber die ewige Wiederholung, das sog. blood libel, Worms davor und die starke Kooperation Verschiedener ’33-’45 wie auch der antiisraelische Antsemitismus Einzelner, meist Evangelen, heute, müssen einen prägen mit jüdischer Familie, egal ob Vater oder Mutter. Luther habe ich ganz vergessen.
    Der Papst(Benedetto) hat damals in Regensburg nur etwas ganz Offensichtliches aufgegriffen: Das Verhältnis zur Gewalt mit einem historischen Beispiel. Ich glaube kaum, dass er den Aufstand vorhergesehen hatte, war er doch zu jener Zeit noch halbwegs Gelehrter. Möglicherweise wollte er zu erkennen geben, dass er zu einem solchen Dialog Lust hätte. Vermutlich gab es Boykott-Drohungen, ich erinnere mich nicht. Aber ganz genau weiß ich noch, dass Arla-Produkte als Reaktion auf die Karikaturen in großem Umfang boykottiert wurden. So kommt man doch nicht weiter. Wenn man die Leute sich nicht austoben lässt, um dann mit den Aufgeschlosseneren unter ihnen zu diskutieren und statt dessen von Industrieinteressen unter Druck gesetzt wird, dreht man sich doch im Kreise. Und im Kreise dreht sich das ganze Problem jetzt spätestens seit nineleven, aber vermutlich auch schon vorher. Ich bin selbst mal kurz erpresst worden, üblicher Kram. Man packt zu Hause aus, nimmt das Unwetter in Kauf, und das war’s bei vernünftigen Leuten. Wir stehen hier seit Jahren unter Dauererpressung (Öl und alle anderen wirtschaftlichen Verbindungen). Blackmail taugt einfach nur zum Steckenbleiben. Aber es ist nicht so, dass der Blackmailer allein der Erpresser ist, denn er wird gleichzeitig von seinen Massen junger Männer erpresst. Erdogans Politik zeigt diese ganze Angst vor dem Aufstand. So kommt die Erpressung letzten Endes von unten, von den Massen, vom Mob, ja. Und deswegen wird es weiter Kriege in der Region geben. Alles déjà vu.

    1. avatar

      Lieber Marseillais, die Unterstellung, ich würde das Christentum deshalb stärker als – etwa – den Hinduismus kritisieren, „weil ich jüdisch bin“, ist in mehrfacher Hinsicht falsch. Erstens bin ich nicht jüdisch. Zweitens gibt es keinen Grund, weshalb Juden heute das Christentum stärker kritisieren sollten als den Islam. Und drittens würde ich meinen, dass die Behandlung der Juden durch die Christen in erster Linie die Christen selbst zornig machen müsste. sonst wären sie keine Christen. Denn: „Was ihr dem Geringsten eurer Brüder angetsanhabt, das habt ihr mir angetan.“ (Jesus von Nazareth)

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      Nun ja, Hans Faust, ob Shakespeare wirklich Katholik war, darf bezweifelt werden. Nicht hingegen, dass die katholischen Einflüsse in seiner Familie stark waren.

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    @ Alan Posener
    „So weit ich weiß, habe ich nie den Hinduismus kritisiert. Nicht, weil ich ihn toll finde, sondern weil ich das vermessen fände angesichts meines Unwissens.“
    Wollen Sie damit auch sagen, dass Sie den Islam zu wenig kritisieren, weil Sie zu wenig von ihm verstehen? Dann wäre ich auf Ihrer Linie. Ich kritisiere den wenig, weil ich nicht den geringsten Bock habe, den Koran zu lesen, vor allem nicht, vorher Arabisch dafür zu lernen. Ich kritisiere nur Gewalt, Unterdrückung, Frauenverachtung, Antisemitismus etc. Stellen Sie sich vor – undenkbar! – der Islam würde von Teheran oder Riad verboten. Ich glaube, dass dann die Leute in Nahost immer noch so wären. Vermutlich wurde diese Religion ihnen auf den Leib geschneidert wie ein Maßanzug, während die Religion des Jesus von Nazareth wohl eine Synthese war aus dem alten Judentum und seinen Propheten, den Debatten mit Schriftgelehrten ab 12 Jahre und seinem Eigenen inclusive seiner Träume im Morgengrauen (See Genezareth).
    So gesehen, haben Muslime, die behaupten, ihre Religion würde missbraucht, nicht unrecht, aber auch nicht recht, da ihr Religionsgründer möglicherweise (soll ja nichts geschrieben haben, wie auch Jesus) den Stoff dafür hergibt. Bedenklich ist vor allem, was auf den Religionsgründer folgte: Der Salaf. Die Kreuzzüge waren eine Antwort auf den Salaf, eine Reconquista. Christenkritiker vergessen das regelmäßig.

    @ Dieter Wal
    Ich finde, dass Ihr kleiner und der große Absatz, das Zitat, sich widersprechen, denn Paulus, wie man hier sieht, wurde demütig. Nichts seien wir, so Paulus, als zerbrechliche Gefäße. Auf die Substanz kam es ihm an, das Innere. Wenn Sie Korinther 1,13 lesen, wissen Sie genau, dass Paulus über alles Trachten und Reden, das er dort brillant als vergänglich beschrieb – klingende Schelle – den Glauben, die Hoffnung und als Höchstes die Liebe stellte. Das ist doch wohl das Gegenteil von Fanatismus, und viele der ganz bedeutenden Gläubigen und Denker waren Pauliner. Ich bin das klein und dämlich zuweilen, soweit ich das begreife, ansonsten trinke ich lieber Paulaner:
    Ihre Aussage:
    „Sein Fanatismus verlagerte sich. Eine Persönlicheitsveränderung scheint nicht wirklich stattgefunden zu haben.

    Im dem obigen Zitat Folgenden warnt er die Gemeinde vor christlicher Überheblichkeit: “Wenn aber einige Zweige herausgebrochen wurden und wenn du als Zweig vom wilden Ölbaum in den edlen Ölbaum eingepfropft wurdest und damit Anteil erhieltest an der Kraft seiner Wurzel, 18 so erhebe dich nicht über die anderen Zweige. Wenn du es aber tust, sollst du wissen: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.“ “

    Die Wurzel:
    „Es ist ein Ros‘ entsprungen aus einer Wurzel zart
    Davon die Alten sungen, von Jesse kam die Art…“

    @ Lucas
    „Schätzungen der Todesopfer der Spanischen Inquisition allein für den Zeitraum 1481–1530 schwanken deshalb zwischen 1.500 und 12.000.”
    Das wären zwischen 30 und 240 pro Jahr. Echt eindrucksvoll. IS schafft die schon mal in ein paar Stunden, die Pest in ein paar Tagen.

    1. avatar

      Dort, übrigens, wo ich den Islam gut genug kenne, kritisere ich ihn natürlich. Den Koran habe ich gelesen und kann das begeisterte Urteil der Muslime darüber nicht teilen. Nimmt man die Sure „Meryem“, in der die Geschichte der Geburt Jesu geschildert wird, so kann es für mich keinen Zweifel daran geben, dass sie im Koran kolportiert, kommentiert und vergröbert wird im Vergleich zu den kanonischen Evangelien. Allerdings basiert diese Sure wohl hauptsächlich auf dem auch im Christentum noch im Mittelalter rezipierten „Protoevangelium des Jakobus“, das die Quelle vieler Mythen (und des Dogmas der Unbeflecken Empfängnis) ist, uns Heutigen aber auch merkwürdig vorkommt. Das hat womöglich mehr mit Gewöhnung als mit Qualität zu tun.

  25. avatar

    @lucas: Die Religion fragt nicht, wie man das entscheiden würde. Sondern die Religion entscheidet das für einen. Und wenn die dann sagt: „Du sollst nicht töten“, dann heißt das eben erstmal – so schien es mir – , dass der finale Rettungsschuss nicht drin ist. Es sei denn, dieser Schuss wäre kein Töten, was man aber wohl schlecht behaupten kann. Es heißt eben nicht: „Du sollst nicht töten, außer beim finalen Rettungsschuss oder in Notwehr.“ Wäre das gemeint, hätte man es doch auch so sagen können, finde ich. Dann hätte auch ich es verstehen können.

  26. avatar

    … werter Alan Posener, Sie agitieren, aufregen, aufwiegeln, für was? gegen was? … ich beteilige mich an Diskussionen. Sachlich. Mit ‚Starker Meinung‘ wie vom Blog gefordert. Das mag manchmal Ihnen zu stark sein. Daher auch – nicht immer – Ihre Zensur.

    Die von Ihnen verlinkte Seite beginnt mit Verleumdungen zu Pius XII.

    Aber !!!… Funde im vatikanischen Geheimarchiv bestätigen, dass der spätere Papst Pius XII. den Zionismus unterstützte – und zugunsten jüdischer Siedler in Palästina intervenierte.

    Gern noch mehr, wenn Sie mögen.

    1. avatar

      Was übrigens Pius XII und die Zionisten angeht, lieber blonder Hans, so habe ich den Artikel von Hegemann aus „kath.net“ gelesen. Zweifellos wäre es falsch, Pacelli als Judenhasser hinzustellen, obwohl es eindeutige antisemitische Äußerungen von ihm gibt, etwa aus der Zeit der Münchener Räterepublik. Man kann ja durchaus Verständnis für den Antisemitismus haben und Verständnis für den Zionismus. Außerdem muss nicht jeder Antisemit den Juden gleich den Tod an den Hals wünschen. Dass Pius Verständnis für den Faschismus hatte und ihn der Demokratie vorzog, ist belegt. Dass er die Judenverfolgung der Nazis ablehnte, auch; und auch, dass er half, Juden zu retten. Dass er zu wenig tat und zu spät handelte; das ist es, was man ihm vorwerfen muss. Er war halt ein schwacher Mensch. Und taugt deshalb nicht als Heiliger.

  27. avatar

    Lieber Alan Posener,

    Ihr Satz „Als das Christentum Staatsreligion wurde, war es mit der Toleranz vorbei.“ unterscheidet sich sich nicht wirklich diametral von meinem Satz „Im Prinzip war das Christentum erledigt in dem Moment als es Staatsreligion wurde im Römischen Reich.”

    Grundsätzlich fällt aber auf, daß sie sich am Christentum speziell in der katholischen Ausprägung deutlich häufiger und heftiger abarbeiten als an irgendeiner anderen Religion.

    1. avatar

      Ja, Don Geraldo, ich kritisiere das Christentum häufiger und heftiger als andere Religionen, weil ich mehr davon verstehe. So weit ich weiß, habe ich nie den Hinduismus kritisiert. Nicht, weil ich ihn toll finde, sondern weil ich das vermessen fände angesichts meines Unwissens. Sie können von einer Anstalt öffentlichen Rechts Ausgewogenheit fordern, aber nicht von einem Autor.

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    „Da die Religion nicht das Hauptproblem der Region ist, ist auch die Kritik der Religion, so legitim und notwendig sie ist, auch nicht der Schlüssel zur Lösung dieser Probleme.“

    Den Satz verstehe ich nicht.
    Was ist das Hauptproblem?
    Was ist der Schlüssel zur Lösung der Probleme?
    Was sind die Probleme?

    Ich bin der Meinung, dass der irrationale Glaube an Irgendetwas der Grund ist für irrationales Denken und unvernünftige Folgerungen.
    Wenn man an einen Gott glaubt (ohne vernünftige Gründe für die Annahme der Existenz eines Gottes zu haben), der einerseits Moral und Regeln bestimmt und andererseits nicht dazu fähig ist diese Regeln klar und unmissverständlich zu formulieren, kann man zu dem Ergebnis kommen, Gott würde es gefallen wenn man Gutes tut. Aber bei der Frage nach dem was Gut und was Schlecht ist, wird es knifflig. Die Einen meinen man solle an die Armen spenden, die Anderen meinen man solle Köpfe abschneiden. In jedem Fall sind sie alle der Überzeugung damit Gott zu gefallen.

    Das ist meine Kritik an den Religionen. Aufklärung (rationales Denken und Vernunft) ist der Schlüssel.

    1. avatar

      Lieber Thomas Reutner, einige der Probleme der Region habe ich benannt. „Aufklärung ist der Schlüssel“ hilft gegen diese Probleme gar nicht.

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    @ Alan Posener: Als Auszug liest es sich fast so übel wie vom später antisemitischen Martin Luther. Im Zusammenhang wird deutlich, dass Paulus eine sehr hohe Meinung des Judentums hat („Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist es auch der ganze Teig; ist die Wurzel heilig, so sind es auch die Zweige.“ Römer 11,16), nur scheint es mit kritischer Hinterfragung seiner Tätigkeiten vor seiner Berufung nicht weit her zu sein. Sicher „beichtet“ er, bekennt sich seiner Sünden, aber hat er wirklich verstanden, was er vorher getan hat? Sein Fanatismus verlagerte sich. Eine Persönlicheitsveränderung scheint nicht wirklich stattgefunden zu haben.

    Im dem obigen Zitat Folgenden warnt er die Gemeinde vor christlicher Überheblichkeit: „Wenn aber einige Zweige herausgebrochen wurden und wenn du als Zweig vom wilden Ölbaum in den edlen Ölbaum eingepfropft wurdest und damit Anteil erhieltest an der Kraft seiner Wurzel, 18 so erhebe dich nicht über die anderen Zweige. Wenn du es aber tust, sollst du wissen: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.“

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    … werter Alan Posener, dass die Zwangsmission ein Machtmittel weltlicher Herrscher war und ist, hat Ihnen, u.a., EJ in ‚Ihrem‘ Marshmallow-Test nachgewiesen.

    Zwangsmissionierung, zum Beispiel die Zwangstaufen von Karl den ‚Großen‘ unter den Sachsen im 9.Jahrhundert und die Gewaltmissionen in Latein-Amerika gehören dazu.

    Theologisch, biblisch, neutestamentarisch, [sic!], gab und gibt es für eine Zwangsmission keine (rechtlichen) Argumente, sie ist ohne Wert … wie jede andere Zwangsmissionierung auch.

    Daher!

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    „Klar doch, Herr Faust, die Sachsen und Slawen, Juden und Muslime, Katharer und anderen Häretiker, Schwarzen, Azteken, Inkas, Aborigines usw. usf. haben sich das bloß eingebildet.“

    😀

    „Schon gar nicht ist es hilfreich, die Überlegenheit der Religion der ehemaligen europäischen Kolonialmächte zu propagieren. Eine Überlegenheit, die ohnehin keinem Juden und keinem Moslem einleuchtet.“

    Selbst Christen kommen solche Reden meist nur wie rhetorische Luftblasen vor von Leuten, die Nathan den Weisen nie gesehen oder verstanden haben.

    „Die Identifikation mit der Politik und der Staatsmacht bekommt eben keiner Religion, weder dem Hinduismus in Indien noch dem Buddhismus in Sri Lanka, weder dem Judentum in Israel noch dem Christentum in den Südstaaten der USA. Sie bekam dem Protestantismus nicht, als sich Luther mit den Fürsten gegen die Bauern verbündete, und sie bekam auch dem Atheismus nicht, als er zur Staatsreligion des real existierenden Sozialismus wurde.
    Die Tragödie der arabischen Welt ist aber nicht die Stärke des Islam. Ihre Tragödie ist die Schwäche des weltanschaulich neutralen Staats. Diese Schwäche hat viele Gründe: die Clan-Struktur der Gesellschaft; das Übergewicht der feudalen Landbesitzer gegenüber der Mittelschicht; das Erbe des türkischen und europäischen Kolonialismus; die Willkür der Grenzziehung und nation building nach 1918; das Vorbild Atatürks und die Rolle der Armee als Motor der Modernisierung; das Bündnis vieler arabischer Diktatoren mit der Sowjetunion im Kalten Krieg; die Diskreditierung des arabischen Nationalismus in den verlorenen Kriegen gegen Israel 1948, 1956, 1967 und 1973, der Fluch des Öls; die Korruption der Machteliten usw. usf.“

    Ab in ein Buch!

    „Der Neue Bund bedeutet lediglich, dass nicht die Juden, sondern die Christen fortan das auserwählte Volk Gottes sind.“

    No, Sir! Alt und neu könnte veranlassen zu meinen, das Alte sei veraltet und nur das Neue gültig. In der Kirchengeschichte hat sich aber gerade herauskristallisiert, dass eine Bibel ohne „Altes Testament“ undenkbar ist. Jesus ohne Tora verstehen zu wollen wäre, als würde man einen Delfin ohne Flossen untersuchen. Sicher wäre er noch als Delfin erkennbar. Nur als leider nicht lebensfähiger. Der historische Jesus predigte fast ausschließlich als Jude zu jüdischen Schwestern und Brüdern. Mit Paulus entstand das synkretistische Gemisch einer volkstümlich gestalteten Mysterienreligion mit Tora-Elementen, das sich der Zielgruppe Gojim zuwendete. Die dualistische Ausschließlichkeit Ihrer Formulierung findet sich nicht einmal bei Paulus. Im Gegenteil: Er betont die ungebrochene Gültigkeit des Bundes zum Volk Israel. Christen sind nach Paulus dem Ölbaum des Volkes Israel eingepfropft. (Römer 9-11) Mormonen halten sich meines Wissens tatsächlich für das wahre Volk Israels. Ob das so pauschal formuliert richtig ist, bezweifle ich.

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      Schon richtig, was Sie über Paulus sagen, Dieter Wal, aber lesen Sie einmal, was er über jene Juden schrieb, die Jesus nicht als Sohn Gottes annahmen (also über 99 prozent der Juden damals und heute): „Denn, Brüder, ihr seid Nachahmer der Gemeinden Gottes geworden, die in Judäa sind in Christus Jesus, weil auch ihr dasselbe von den eigenen Landsleuten erlitten habt, wie auch sie von den Juden, die sowohl den Herrn Jesus als auch die Propheten getötet und uns verfolgt haben und Gott nicht gefallen und allen Menschen feindlich sind, indem sie – um ihr Sündenmaß stets voll zu machen – uns wehren, zu den Nationen zu reden, damit die errettet werden; aber der Zorn ist endgültig über sie gekommen.“

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    Eine kurze Anmerkung nur zu einem Detail, die ich schon mal angebracht hatte (ich kann eigentlich allem zustimmen): Ich habe irgendwann mal überrascht zur Kenntnis nehmen müssen, dass es keine Eindeutigkeiten gibt auf Erden, jedenfalls nicht in öffentlichen Belangen. Nicht mal bei den simpelsten Sätzen, die offenbar vorsätzlich so formuliert worden sind, dass selbst das komplizierteste Gemüt (vom schlichten nicht zu reden) keinerlei Verständnisproblem haben kann, wie man auf den ersten Blick meinen sollte. Der Satz, dessen unerwarteter Interpretationsspielraum mich so beeindruckt hat, lautet: „Du sollst nicht töten“. Ich dachte, er würde bedeuten, dass man nicht töten solle. Da keine weitere Einschränkung gegeben ist, dachte ich ergänzend, man solle eben schlechthin nicht töten. Gar nicht. Da dieser Satz in der dazugehörigen Geschichte direkt von Gott stammt, müsste er fundamentalen Charakter für diese Geschichte haben, dachte ich.

    Aber dann musste ich erfahren, dass das falsch ist und man stattdessen vielfältig unterscheiden müsse: Wer getötet, also gegen diesen Satz verstoßen habe, der dürfe durchaus, ja müsse sogar zur Strafe und Abschrekcung und also geradezu im Auftrag dieses Satzes getötet werden. Außerdem sei der Satz einzugrenzen auf das auserwählte Volk, dem er als Gesetz überreicht wurde, und bezöge sich also nur auf die interne Verwendung. Außerhalb dieses Volkes dürfe, ja müsse durchaus getötet werden. Weiterhin wurde ich übe reinen Übersetzungsfehler informiert: es müsse eigentlich nicht „töten“, sondern „morden“ heißen. So dass man also manchmal schon töten dürfe, ja müsse. Und schließlich wurde ich noch darauf hingewiesen, dass es zwar an dieser Anfangsstelle so einen Satz gäbe, an anderen Stellen aber andere und anderslautende, so dass zusammengenommen eine Mehrdeutigkeit vorläge und man also von Fall zu Fall entscheiden müsse, welcher Satz und welches Gesetz zur Anwendung kommen soll – dazu habe man ja schließlihch seinen Verstand geschenkt bekommen. So dass man also manchmal durchaus töten könne, ja müsse.

    Insgesamt hat sich bei mir der Eindruck verfestigt, dass Theologie sehr kompliziert ist, für mich zu kompliziert; außerdem dass man insgesamt schon gerne manchmal töten möchte und sich dieses Recht im Zweifelsfall dann auch herausgenommen hat und herausnimmt.

  33. avatar

    Lieber Herr Posener,

    ihre Ablehnung, um nicht das zu starke Wort Haß zu benutzen, des Christentums verstellt ihnen den Blick auf den Islam.

    Das Christentum hat natürlich seine Fehler, und dort wo Christen Macht haben und ausüben wird das überdeutlich. Im Prinzip war das Christentum erledigt in dem Moment als es Staatsreligion wurde im Römischen Reich.
    Wenn man das Christentum jedoch zurückführt auf Jesus findet man nichts von alledem das zweitausend Jahre lang im namen Jesus gemacht wurde.

    Beim Islam sieht das anders aus. All das was wir heute am Islam als gefährlich und ablehnenswert betrachten, die Gewalt gegen Andersgläubige, der Antisemitismus, die Frauenverachtung, die sexuelle Ausbeutung von Kindern etc., all das finden wir schon bei Mohammed.

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      Lieber Don Geraldo, Sie irren. ich hasse das christentum nicht. Es ist der Glaube, in dem ich erzogen wurde, und ich bin nie aus der Anglikanischen Kirche ausgetreten. Nie würde ich einen Satz schreiben wie Sie: „Im Prinzip war das Christentum erledigt in dem Moment als es Staatsreligion wurde im Römischen Reich.“ Ihr irrtum beruht wie viele Irrtümer auf einer gewissen Faulheit, wenn es um die Recherche geht. Sonst würden Sie mein Buch über die Jungfrau Maria aus dem Jahr 2000 kennen. Niemand, der sich ernsthaft mit meinen Veröffentlichungen auseinandergesetzt hat, kann mir einen Hass auf das Christentum vorwerfen.

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    Als Gast auf einer Eigentümerversammlung hatte ich mal den Gedanken, dass Zwangschristianisierung von Heiden vielleicht doch eine gute Sache sein könnte im Sinne des Gemeinwohls.

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    … wie schon im vorhergehenden thread mit Augustinus geschrieben und Chefe selber in Mt 10, 5-15 lehrt, die Kirche Christi kennt keine Zwangsmissionierung.

    1. avatar

      Klar doch, Herr Faust, die Sachsen und Slawen, Juden und Muslime, Katharer und anderen Häretiker, Schwarzen, Azteken, Inkas, Aborigines usw. usf. haben sich das bloß eingebildet.

  36. avatar

    Wenn die Religion nicht das Hauptproblem der Region ist, was ist es dann ?

    Und eine kleine Frage zur Reconquista.
    Was ist schlimmer:
    Zwangsbekehrung oder Ausweisung oder die islamische Variante nach der Eroberung Konstantinopels, Zwangsbekehrung oder Versklavung (Frauen und Kinder) bzw. Ermordung ?

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      Lieber Moritz Berger, Marx sagte, die Religion sei „das Opium des Volkes“. Nicht Opium für das Volk. Das ist ein Unterschied.

  37. avatar

    @ Alan Posener
    Damit kann man nicht einverstanden sein. Sie schreiben hier die ganze Zeit von gelebtem Juden- und Christentum sowie Islam. Gelebte Religion wie auch Ideologie ist immer verfälscht, muss es sein, weil zu viele schwarze Schafe daran beteiligt sind, zu viel Machtausübung damit verbunden ist.
    Selbstverständlich ist Jesus von Nazareth, der die jüdische Religion lediglich reformieren wollte, in seiner ganzen Art allen anderen Religionen überlegen, nur wurde er selten gelebt. Wenn er denn gelebt wurde, wurde die jeweilige Persönlichkeit später heilig gesprochen. An Personen, die Jesus in Reinformat lebten, ist in der Regel kein Fehl und Tadel zu finden. Paulus, der wirkliche Begründer des Christentums, ist so diskutabel wie alle anderen Begründer. Eins aber zeichnet ihn aus: Wenn er bewundert, angebetet wurde, verwies er auf Jesus. Und Jesus ist eindeutig gewaltlos. Das kann man den späteren Christen tatsächlich nicht immer zuschreiben. Aber wenn man vergleichen will, tut man sich natürlich leicht, wenn man Menschen mit Menschen, Systeme mit Systemen in jeweils ihrer Zeit vergleicht. Vergleicht man aber Jesus mit anderen Gestalten, kommt vielleicht noch Buddha mit. Moses lebte in einer vollkommen anderen Zeit und machte Gesetze in der Wüste. Moses lässt sich nicht vergleichen.
    Sie sollten Jesus von Nazareth nicht relativieren. Er war in seiner Reinheit jenem später, der auch Erlaubnis zum Töten erteilte, haushoch überlegen. Wenn Sie des Nachts einen von den beiden als Geist auf der Straße treffen würden, wen würden Sie sich wohl wünschen?
    Wenn sich mehr unter uns auf ihn besinnen würden, wären wir überzeugender und stärker.
    Übrigens bin ich der Ansicht, dass beiden Religionen das Missionieren verboten werden sollte. Das Missionieren zieht regelmäßig Versager an, die dann im Endeffekt den Wert von Religion nicht begreifen, wie man da unten in der Levante schön sieht.

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