avatar

Was ist mit diesem ominösen Soros-Plan?

 

Viktor Orban redet ständig von einem ominösen „Soros-Plan“, mit dem das christliche Europa zerstört werden soll. Der Soros-Plan existiert tatsächlich. Er ist harmlos.

„Er ist ein schwerer Psychopath mit Weltherrschaftsambitionen“. Wer ist gemeint? Adolf Hitler? Nein, der jüdische Milliardär, Philanthrop und Amateurpolitiker George Soros. So jedenfalls sieht es Mate Kocsis. Er ist Fraktionschef der Fidesz-Partei im ungarischen Parlament – der Partei von Ministerpräsident Viktor Orban.

Der Nährboden: Ungarischer Antisemitismus

44 Prozent der Ungarn glauben, dass “die Juden über die Welt herrschen wollen” Nur 24 Prozent widersprechen. Ausdruck solcher Fantasien ist etwa, dass 33 Prozent der Ungarn glauben, die ukrainische Maidan-Revolution von 2014 hätten die CIA und Soros angezettelt, um dort eigene Leute zu installieren.

Viktor Orban hat den ungarischen Antisemitismus nicht erfunden. Aber er hat – beraten von den amerikanischen PR-Experten George Eli Birnbaum und Arthur Finkelstein, ironischerweise beides Juden, die dem amerikanischen Establishment nahestehen – die Kampagne losgetreten, die den jüdischen Investor und Holocaust-Überlebenden Soros zum größten Feindbild Ungarns hochstilisiert hat.

Wer sich für die persönlichen Hintergründe interessiert: Eine Geschichte der langjährigen Hass-Liebe zwischen Orban und Soros findet sich hier.

Hat George Soros EU-Parlament und Kommission „auf der Gehaltsliste“?

Orban unterstellt, dass Soros das Europäische Parlament und die europäische Kommission mit „seinen Leuten“ kontrolliert:

„Schauen Sie, George Soros verfügt über eine sehr starke Vertretung im Europäischen Parlament. Am meisten spricht jene Tatsache für sich selbst, dass die Linke, die die Hauptkraft der Anhänger im Europäischen Parlament und auch in der Kommission darstellt, also diese Linke hat als Spitzenkandidaten für die europäischen Wahlen einen Holländer namens Timmermans, der ein Mann von George Soros ist – hierbei lohnt es sich nicht, dies in Abrede zu stellen. Die Linke hat also beschlossen, an die Spitze der Europäischen Kommission, die vielleicht das wichtigste Organ der Europäischen Union ist, diesen Menschen setzen zu wollen. Es ist offensichtlich, dass George Soros – jetzt bereits offen – die europäischen Institutionen besetzen möchte. Auch bisher hat er schon einen riesigen Einfluss gehabt, mehrere hundert Abgeordnete unter den europäischen Abgeordneten stehen auf seiner Liste, auch mehrere Kommissare, die in der Europäischen Kommission sitzen, sind eindeutig seine Leute. Doch indem Herr Timmermans der Spitzenkandidat der Linken, der Präsidentschaftskandidat für die Kommission geworden ist, der eindeutig ein Mann von George Soros ist, was – wie soll ich es ausdrücken? – eine derart allgemein bekannte Tatsache darstellt, die keiner Beweisführung bedarf, höchstens wieder und immer wieder in Erinnerung gerufen werden sollte, bedeutet dies, dass George Soros seinen Anspruch auf die offene Besetzung und Beherrschung der europäischen Institutionen angemeldet hat.“

Dass Frans Timmermans in irgendeiner Weise von Soros abhängig wäre, ist natürlich so „allgemein bekannt“ wie die Tatsache, dass die Amerikaner die Mondlandung gefälscht haben. Und dass „mehrere hundert“ der 751 Abgeordneten und „mehrere“ Kommissarte auf der Gehaltsliste stehen, ist schlicht und einfach eine Verleumdung, für die selbstverständlich Orban keine Beweise beibringen kann, weshalb er betont, dass sie „keiner Beweisführung bedarf“.  Das Gegenteil ist natürlich der Fall: Wenn ich Parlamentariern Korruption vorwerfe, muss ich das beweisen.

Aber das nur nebenbei.

Der ominöse Soros-Plan

Orban weiter: „Vielleicht erinnern Sie sich noch, als vor vier Jahren, als vor drei Jahren George Soros den Soros-Plan veröffentlichte, den er selbst publizierte, dann war dies ein aus sechs Punkten bestehender Aktionsplan, dessen deklariertes Ziel es war, so viele Migranten wie möglich nach Europa hereinzubringen, dies war also ein Programm mit dem Titel ‚Wie formen wir Europa mit Hilfe der Einwanderung um‘, es bestand aus sechs Punkten, George Soros hat es selbst geschrieben.“

Der Titel des Soros-Beitrags, den ich unten im Einzelnen analysiere, hieß tatsächlich „Rebuilding the asylum System“ auf Deutsch „Der Umbau des Asylsystems“, und keineswegs „Wie formen wir Europa um?“. Aber auch das nur nebenbei. In ganz Europa haben rechte und rechtsextreme Parteien Orbans Stichworte aufgegriffen und die Kampagne gegen Soros aufgegriffen. Die deutsche Querfront-Zeitschrift „Compact“ etwa bringt die Verschwörungstheorie auf den Begriff und zitiert den ungarischen Ministerpräsidenten wie folgt:

„Orban wirft dem berüchtigten Finanzhai vor, Europa mit Migranten «überschwemmen» und seiner «christlichen und nationalen Identität» berauben zu wollen. Um die ethnokulturelle Identität der europäischen Völker zu zerstören, fördere Soros eine «Invasion» aus der muslimischen Welt, so der Premier in gewohnt deutlicher Wortwahl.“

Man kann als „besorgter Bürger“ der Meinung sein, dass zu viel Einwanderung die „ethnokulturelle Identität“ Europas gefährde, wobei immer die Frage ist, wieviel „zu viel“ ist, und worin genau jene Identität bestehe. Man kann durchaus Vorbehalte gegen den Islam oder Spielarten des Islam haben, wobei immer die Frage ist, wogegen genau, erstens, und zweitens, ob damit jeder Moslem unter Generalverdacht gestellt werden soll. Solche Ansichten und Fragen sind selbstverständlich Teil des legitimen politischen Spektrums und Diskurses in einer Demokratie. Niemand will unbegrenzte Zuwanderung und eine muslimische Invasion.

Doch halt: Genau das behauptet Orban. Noch einmal. Soros wird nicht vorgeworfen, aus übertriebener, blauäugiger Philanthropie Europas Identität zu gefährden. Ihm wird vorgeworfen, Europas Identität durch die „Überschwemmung“ mit Migranten und die „Förderung einer muslimischen „Invasion“ zerstören zu wollen. Ihm wird eine Absicht unterstellt, so wie ihm vorgeworfen wird, zur Verwirklichung dieser Absicht Mitglieder des Europäischen Parlaments und der Kommission gekauft zu haben. Warum Soros das tun will, wird freilich nicht gesagt.

Von „Mein Kampf“ zum Kampf gegen Soros

Jeder kann aber in seine Suchmaschine die Begriffe „Rassenvermischung“ und „Beherrschung“ eingeben, und wird sofort Hunderte von Artikeln finden, in denen behauptet wird, die Zerstörung der Identität der Völker sei das wichtigste Mittel, um sie zu beherrschen. Wer sie beherrschen will, wird mal deutlicher, mal weniger deutlich gesagt, aber alle diese Theorien sind Variationen des Liedes, das Hitler in „Mein Kampf“ singt:

„Mit allen Mitteln versucht (der Jude) die rassischen Grundlagen des zu unterjochenden Volkes zu verderben. So wie er selber planmäßig Frauen und Mädchen verdirbt, so schreckt er aber auch nicht davor zurück, selbst im größten Umfange die Blutschranken für andere einzureißen. Juden waren es und sind es, die den Neger an den Rhein bringen, immer mit dem gleichen Hintergedanken und klaren Ziele, durch die dadurch zwangsläufig eintretende Bastardisierung die ihnen verhasste weiße Rasse zu zerstören, von ihrer kulturellen und politischen Höhe herunterzuschmettern und selber zu ihren Herren aufzusteigen. Denn ein rassereines Volk, das sich seines Blutes bewusst ist, wird vom Juden niemals unterjocht werden können. Er wird auf dieser Welt ewig nur der Herr von Bastarden sein.“ (11. Kapitel: Volk und Rasse)

In seiner „State of the Nation Adress“ vor einem Jahr sagte Orban:

“It is now irrelevant whether this is the consequence of the weakness of liberal democracies, the repercussions of an earlier colonial and slave-trading past, or the greedy, subversive actions of a George Soros-style empire; the facts remain. Whatever the reason, Western Europe has become an immigrant zone and a world of mixed populations; and, unlike central Europe, it is heading in the direction of a completely new development future. This is bad news for us. This means that Islamic civilisation – which has always seen its mission as the conversion of Europe to what it calls the true faith – will knock on Central Europe’s door not only from the South, but also from the West.”

Hier ist Soros bereits zum Herrscher über einem „Imperium“ geworden, das aus Gier „Subversion“ betreibt. Dieses Jahr sagte Orban an gleicher Stelle:

„In dieser Woche feierten die Bundeskanzlerin der Deutschen und die vier mitteleuropäischen Ministerpräsidenten gemeinsam den Jahrestag der letzten Stunde des Kommunismus und der Sowjetunion. Wenn ich mich jetzt umsehe, dann erkenne ich, es gibt hier viele, die die ‚Internationale‘, die man damals am Ende einer jeden Feier singen ließ, höchstens vom Titel her kennen. Für sie zitiere ich aus der ungarischen Übersetzung: ‚Und morgen wird die Welt international!‘“

Das ist natürlich Unsinn. Jeder kann den Text der „Internationalen“ nachlesen. Die letzte Strophe lautet: „Die Internationale erkämpft das Menschenrecht!“ Gemeint ist, dass nur die gemeinsame Aktion der „Proletarier aller Länder“ das international agierende Kapital zerschlagen könne. (In der Analyse waren sich damals und sich heute Rechte wie Linke erstaunlich ähnlich.) Aber egal.

Brüssel als Reinkarnation Moskaus

„Vor dreißig Jahren” so Orban weiter, “hatten wir gedacht, wir hätten die das Ende der Nationen und die Übernationalität verkündende kommunistische Denkweise auf den Misthaufen der Geschichte hinausgeworfen. Anscheinend haben wir uns geirrt. Die Parole ist heute die gleiche: Morgen wird die Welt international! Erneut wird eine Welt ohne Nationen verkündet, man will offene Gesellschaften, und man werkelt an einer über den Nationen stehenden Weltregierung herum. Und erneut sind jene hier, die unsere Traditionen auslöschen, und unsere Länder mit einer fremden Kultur überfluten würden. Dreißig Jahre nach dem Systemwechsel, am Vorabend einer gesamteuropäischen Parlamentswahl ist Europa an den Punkt angekommen, dass wir uns erneut für unser Ungarntum, unsere christliche Beschaffenheit einsetzen, unsere Familien, unsere Gemeinschaften schützen und auch unsere Freiheit verteidigen müssen. Ein bisschen Friede würde gut tun und wir bräuchten ihn auch, doch wissen wir aus der ‚Internationale‘ auch, dass sie nie nachgeben können werden, denn – ich zitiere sie – ‚dieser Kampf wird der letzte sein“. Auch heute werden sie aus dem Ausland gesteuert. Die Hochburg des neuen Internationalismus ist Brüssel, und ihr Instrument ist die Einwanderung.“

Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen. Brüssel wird als eine Wiederinkarnation jener Internationalisten bezeichnet, die einst in Moskau herrschten und nun zum „letzten Gefecht“ rüsten. Die Vorstellung ist so absurd, dass es schwer fällt, überhaupt dagegen zu argumentieren. Wem diese Deutung der Geschichte einleuchtend erscheint, dürfte kaum von Argumenten erreicht werden können. Noch einmal: Es geht nicht darum, dass die EU ein supranationales Gebilde ist und dass in Brüssel die Funktionäre jenes Gebildes sitzen, die zuweilen in ihrem Wunsch nach „immer engerer Union“ zu weit gehen. Das kann man als bekannt unterstellen. Es geht um die Behauptung, dass eine Gruppe von Internationalisten existiert, finanziert vom „gierigen, subversiven Reich“ des Georg Soros, die planmäßig daran gehen, „unsere Traditionen auszulöschen“. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Europaskeptisch kann man sein, ja muss man sein, wie man gegenüber jeder Regierung kritisch sein sollte. Aber der Europäischen Union unterstellen, sie wolle das Werk von Marx, Engels, Lenins und Stalins fortsetzen – das ist absurd. Das genau tut aber Orban:

„Die Brüsseler Schubladen sind voll von Plänen, und wenn sie die Möglichkeit bekommen, nehmen sie sie auch hervor. In Brüssel ist jener aus sieben Punkten bestehende Arbeitsplan bereits angefertigt worden und steht zum Einsatz bereit, mit dessen Hilfe sie nach den europäischen Wahlen ganz Europa zu einem Einwanderungskontinent umformen wollen. (…) Der Vorschlag zur Schaffung des EU-Umsiedlungsrahmens ist schon fertig. Sie wollen die Rechte der Mitgliedstaaten zur Verteidigung ihrer Grenzen schwächen. Brüssel nimmt uns in der Regel die Zuständigkeiten weg, und kann danach mit ihnen nichts anfangen. George Soros hat es offen verkündet: Sein Ziel ist der Schutz der Migranten, und das Hindernis bedeuten die nationalen Grenzen.“

Der wirkliche Soros-Plan

Als ich nun den ungarischen Botschafter in Berlin fragte, wo dieser ominöse Plan zur Flutung Europas mit Migranten und zur Auflösung der nationalen Grenzen, zur Islamisierung des Kontinents und zur Etablierung einer Weltregierung zu finden sei, schaute er mich an, als wäre ich ein wenig doof und nannte mir die Quelle. Hier ist also der Soros-Plan im englischen Original und in deutscher Übersetzung: Jeder kann sich überzeugen, dass von alldem, was Orban behauptet, in diesem Artikel nichts zu finden ist. Schauen wir ihn dennoch im Einzelnen an.

Beginnen wir mit der Hauptthese des Papiers, das auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im September 2015 veröffentlicht wurde:

„Um auf die Krise reagieren zu können, braucht die EU einen gemeinsamen Plan. Dieser muss eine effektive Methode zur Handhabung der Asylantenströme beinhalten, damit diese auf sichere, geordnete Weise stattfinden können – und in einer Geschwindigkeit, die Europas Aufnahmefähigkeit entspricht. Dieser Plan muss so umfassend sein, dass er auch über die Grenzen Europas hinaus reicht. Es ist weniger zerstörerisch und viel weniger kostenaufwendig, wenn die potenziellen Asylanten in oder in der Nähe ihrer jeweiligen Umgebung bleiben.“

Halten wir fest, dass Soros – weit davon entfernt, einer „Überflutung“ des Kontinents das Wort zu reden, davon spricht, dass die Aufnahme so erfolgen soll, dass sie „Europas Aufnahmefähigkeit entspricht“. Halten wir zweitens fest, dass Soros der Ansicht ist, „potenziellen Asylanten“ sollten „in oder in der Nähe ihrer jeweiligen Umgebung bleiben“ – also eben nicht nach Europa kommen sollten!

Der Zweck des Plans ist also das Gegenteil von dem, was ihm von Orban unterstellt wird.

Halten wir weiter fest, dass Soros nur deshalb für die Einbeziehung der „Internationalen“, also der Vereinten Nationen ist, weil dadurch „die Lasten der syrischen Krise auf eine größere Anzahl von Staaten verteilt und gleichzeitig weltweite Standards für den Umgang mit dem Problem der erzwungenen Migration eingeführt“ werden.

Der Zweck des Plans ist genau das Gegenteil von dem, was ihm von Orban unterstellt wird.

Halten wir drittens fest, dass Soros ausdrücklich festhält:

„Ebenso wichtig ist es, die Vorlieben sowohl der Staaten als auch der Asylbewerber zu berücksichtigen, und dabei so wenig Zwang wie möglich auszuüben. Die Flüchtlinge dort anzusiedeln, wo sie sein möchten und wo sie erwünscht sind, ist eine unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg.“

Der Zweck des Plans ist genau das Gegenteil von dem, was ihm von Orban unterstellt wird.

Ein nicht unwesentlicher Teil des Artikel befasst sich mit Möglichkeiten der Finanzierung einer europäischen und internationalen Flüchtlingsordnung unter Einbeziehung der „Frontstaaten“, wobei es auch hier darum geht, dass die Lasten nicht allein auf Europa liegen: „der Rest sollte von den Vereinigten Staaten und dem Rest der Welt aufgebracht werden.“

Und nicht nur das. Soros meint: „Und um schließlich über eine Million Asylsuchende und Migranten jährlich aufnehmen zu können, muss die EU den privaten Sektor – NROs, Kirchengruppen und Unternehmen – dazu mobilisieren, als Sponsoren aufzutreten.“ Das ist das Modell, das in den USA angewendet und das von vielen Parteien rechts der Mitte seit langem gefordert wird: sollen doch diejenigen Gruppen, die am heftigsten für die Rechte der Asylsuchenden eintreten, sich auch an den Kosten ihrer Aufnahme und Integration beteiligen.

Der Zweck des Plans ist genau das Gegenteil von dem, was ihm von Orban unterstellt wird.

Nun zu den Punkten, die – wenn auch in entstellter Form – tatsächlich bei Orban wiederzufinden sind.

„Die EU sollte sofort damit beginnen, ein einheitliches Büro für Asyl und Migration zu gründen, und später auch eine einheitliche EU-weite Grenzsicherung. Das momentane Flickwerk von 28 unterschiedlichen Asylsystemen funktioniert nicht.  Es ist teuer und ineffizient, und bei der Bestimmung, wer asylberechtigt ist, führt es zu völlig uneinheitlichen Ergebnissen. Das neue Büro könnte die einzelnen Verfahren schrittweise aneinander angleichen, gemeinsame Regeln für Beschäftigung, Unternehmensgründung und Hilfszahlungen aufstellen und eine effektive und rechtlich einwandfreie Rückkehrpolitik für Migranten einführen, deren Asylanträge abgelehnt wurden.“

Hier ist also der „Internationalismus“ am Werk. Dabei ist die Diagnose völlig richtig und wird Tag für Tag durch Schreckensmeldungen bestätigt. Die europäischen Asyl-Regelungen, zusammengefasst in den Dublin-Abkommen, erwiesen sich in der Krise als unwirksam, die nationalen Behörden wurden von Schleppern und Schmugglern, Terroristen und Kriminellen sowie findigen und ansonsten völlig schuldlosen Flüchtlingen gegeneinander ausgespielt und übertölpelt. Die gemeinsame Grenzagentur Frontex ist überfordert und unterfinanziert.

Halten wir weiter fest, dass Soros zu den Aufgaben einer gemeinsamen europäischen Asylagentur „eine effektive und rechtlich einwandfreie Rückkehrpolitik für Migranten, deren Asylanträge abgelehnt wurden“ zählt.

Der Zweck des Plans ist genau das Gegenteil von dem, was ihm von Orban unterstellt wird.

Und nun schließlich zum Elefanten im Raum: „Die EU (muss) in absehbarer Zukunft mindestens eine Million Asylsuchende jährlich aufnehmen. Und um dies tun zu können, muss die Last fair verteilt werden ein Prinzip, das (auf der Sitzung des EU-Rats) durch eine qualifizierte Mehrheit bestätigt wurde.“

Eine Million jährlich, das klingt viel, obwohl das in 20 Jahren immer noch nur 20 Millionen (minus Rückführungen) bei einer Population von 507 Millionen wären. Kaum eine „Überflutung“, schon gar nicht eine muslimische „Invasion“, zumal nicht alle Flüchtlinge Muslime sind. Und man muss sich vor Augen führen, dass Soros das 2015 sagte, als 1.3 Millionen Asylsuchende (nicht Asylberechtigte) nach Europa kamen. Im Jahr darauf betrug die Zahl 1,26 Millionen.

Gemessen an den damaligen Zahlen schlug Soros also eine Reduzierung vor.

Man muss sich auch vor Augen führen, dass die heftig umkämpfte „Obergrenze“ Horst Seehofers von 200.000 jährlich in etwa dem entsprechen, was bei einer fairen Verteilung von einer Million nach Bevölkerung und wirtschaftlicher Leistungskraft auf Deutschland entfallen wäre.

Nun, es kam anders. Mittlerweile kommen etwa eine halbe Million jährlich nach Europa, dank des Türkei-Deals, aber auch dank der Schließung der Balkanroute, vor allem durch Ungarn; und zweitens wurde der Ratsbeschluss, auf den Soros anspielt, nicht umgesetzt.

Der unselige Quotenbeschluss des EU-Rats

Ich hielt und halte diesen Beschluss – das erste Mal, das die qualifizierte Mehrheit angewandt wurde, gegen die Polen zu Recht opponierte – für einen Fehler. Bei einer so empfindlichen Frage wie Asyl und Zuwanderung ist Zwang – wie Soros ja schreibt – das falsche Mittel. Mir ist die Haltung der Visegrad-Staaten gegenüber der Asyl-Krise – im Kern: mir gebbe nix – für unchristlich und uneuropäisch. Dennoch spielte der Versuch, die Ungarn, Polen usw. per Mehrheitsbeschluss zur Aufnahme von Flüchtlingskontingenten zu zwingen, Antieuropäern und Demagogen wie Orban in die Hände. Angela Merkel hat hier – vermutlich unter Panik – ungeschickt, unempathisch und letztlich auch noch erfolglos agiert.

Der Orban-Plan von 2015

Ein letztes in diesem Zusammenhang. In der deutschen Übersetzung des Soros-Vorschlags fehlt der Schluss. Im original lautet er: “Hungarian Prime Minister Viktor Orbán has now also produced a six-point plan to address the crisis. But his plan, which subordinates the human rights of asylum-seekers and migrants to the security of borders, threatens to divide and destroy the EU by renouncing the values on which it was built and violating the laws that are supposed to govern it. The EU must respond with a genuinely European asylum policy that will put an end to the panic and the unnecessary human suffering.”

Das heißt, Soros verband seinen Plan mit einem Angriff auf einen Plan seines ehemaligen Zöglings Orban. Worin bestand Orbans Plan? Es ist nicht ganz leicht, ihn zu finden, aber laut „Independent“ umfasste er neben der – von Ungarn und Bulgarien dann durchgeführten – Schließung der EU-Land-Außengrenze folgende Maßnahmen: die Übergabe des Schutzes der griechischen Außengrenze an Sicherheitskräfte der EU; Aufnahmezentren außerhalb der EU (vielleicht in Niger oder Tschad), in denen über Asylanträge entschieden wird und Wirtschaftsmigranten zurückgeschickt werden; eine gemeinsame Entscheidung aller EU-Staaten über sichere Herkunftsstaaten und die Rückführung von Migranten in diese Staaten; ein globales – nicht bloß europäisches – Quotensystem für die Verteilung von Flüchtlingen.

Im Rückblick wirken diese Vorschläge durchaus gemäßigt. Bei allem Ärger über den ungarischen Grenzzaun und die teilweise brutale Behandlung von Flüchtlingen, die ihn zu überwinden versuchten (Bilder, die Merkel an der deutschen Grenze unbedingt vermeiden wollte), ist man in Berlin, Wien (sowieso) und Brüssel ganz froh, dass der Zustrom über die Balkanroute gestoppt wurde.

Aufnahmezentren in Afrika wurden schon 2004 von Otto Schily vorgeschlagen, und ich habe sie damals gutgeheißen.

Über die Definition sicherer Herkunftsstaaten wird gerade in Deutschland diskutiert; selbst die Grünen neigen zu einer durchaus weiten Auslegung des Begriffs; weitgehende Einigkeit besteht darin, dass es mehr und schnellere Rückführungen abgelehnter oder chancenloser Asylbewerber geben muss, und die griechische Frage hat sich weitgehend durch den Türkei-Deal erledigt.

Ja, man kann sagen, dass sich die EU in den vergangenen drei Jahren – tastend, widersprüchlich, unter gegenseitigem Streit und gegenseitigen Unterstellungen, unter dem Druck einerseits von Populisten, andererseits von humanitären Organisationen – in Richtung einer Politik bewegt hat, die wie eine Verbindung von Soros- und Orban-Plan aussieht.

Es fällt auf, dass entscheidende Teile der Pläne Orbans – Aufnahmezentren in Afrika, globale Quoten, Übernahme der griechischen Grenzsicherung durch die EU, gemeinsame Einigung auf sichere Herkunftsländer – ohne die jetzt von ihm kritisierten supranationalen Organisationen, ja ohne eine Art „Weltregierung“, nicht zu bewältigen sind, und dass der heutige Verfechter bedingungsloser nationaler Souveränität, besonders über das Grenzregime, dem Frontstaat Griechenland genau diese Souveränität entziehen wollte.

Orban wirft Soros eine Verschwörung gegen Europa vor, während er selbst zum „Endkampf“ gegen den westlichen Liberalismus aufruft.

Mit einem Wort: zwischen den liberalen Vorstellungen von George Soros und den eher restriktiv-konservativen Vorstellungen von Viktor Orban bestehen keineswegs Abgründe. Sie ergänzen sich eher, als dass sie sich widersprächen. Soros hat gewiss maßlos übertrieben, als er sagte, die Pläne Orbans „drohen, die EU zu teilen und zu zerstören, indem sie die Werte zurückweisen, auf denen sie gegründet ist und die Gesetze verlässt, die sie angeblich regieren.“

Aber Soros hat Orban nicht vorgeworfen, eine Verschwörung anzuzetteln, um Europas Werte zu zerstören und den Kontinent im Auftrag eines „gierigen und subversiven Imperiums“ zu beherrschen. Freilich wäre, nachdem sich die radikale europäische Rechte hinter dem ungarischen Premier versammelt hat, der seinerseits die Nähe zu Wladimir Putin und Xi Jin-Ping – ausgerechnet! – sucht und die Wahlen zum EU-Parlament als „Endkampf“ gegen den westlichen Liberalismus ausgerufen hat, ein solcher Vorwurf heute leider angebracht.

Please follow and like us:
error0

130 thoughts on “Was ist mit diesem ominösen Soros-Plan?

  1. avatar

    Salzburger Nachrichten: EU-Kommissar: EU braucht 70 MIO Afrikaner in den nächsten 20 Jahren.

    Bitte googeln und Stellung nehmen.

  2. avatar

    @APo: ‘Tja, blonderhans, eine intellektuelle Querfront zwischen Ihnen und 68er. Nicht, dass mich das wundert. Aber einem von Ihnen beiden sollte das peinliche sein.’

    … mir ist nix peinlich … im Gegenteil. Das Völkerrecht gilt für alle. Selbst das Bundesverwaltungsgericht der ‘BRD’ stellt im Urteil vom 21.06.2005 – BVerwG 2 WD 12.04 fest:
    Der Irakkrieg war völkerrechtswidrig … und es wurde, u.a., nachgewiesen, dass die Bundesregierung – damals die SPD-Genossen und die grünen Ökofaschisten – im Gegensatz zu ihren öffentlichen Beteuerungen dabei Beihilfe geleistet hat, ohne dazu in irgendeiner Weise rechtlich verpflichtet gewesen zu sein. Ich verlinke nicht, was Allgemeinwissen ist.

    Und was Sie, werter APo, vermeintlich hier ‘lechts oder rinks’ verorten – ist in Wahrheit Richtung NORDEN und immer geradeaus.

    1. avatar

      Sie verlinken das Urteil des BVerwG zur Gehorsamsverweigerung mit gutem Grund nicht, weil jeder, der sich die Mühe macht, es durchzulesen, feststellen kann, dass es eben NICHT feststellt, dass der Irakkrieg völkerrechtswidrig gewesen sei.
      https://www.bverwg.de/210605U2WD12.04.0
      Es wäre auch gar nicht Aufgabe eines Verwaltungsgerichts, die Völkerrechtswidrigkeit der Aktionen eines anderen Staates zu beurteilen und davon abgeleitet die evtl. Verfassungswidrigkeit der Politik der Bundesregierung. Das Gericht stellt ausdrücklich fest, dass es dazu nicht befugt ist.
      Ich schlage also vor, dass Sie sich etwas mehr Mühe bei der Überprüfung von Gerüchten geben, die Ihnen von interessierter Seite zugesteckt und als “Allgemeinwissen” deklariert werden.

      1. avatar

        … nun das sollte keine Dissertationsschrift von mir sein. Dass das Verwaltungsgericht nicht eine direkte Völkerrechtswidrigkeit zum Irakkrieg oder Dritte Golfkrieg festgestellt hat, dazu ist es wohl, wie Sie es schreiben, auch nicht befugt, hat was mit verlinken oder nicht verlinken zu tun?

        … und wenn Sie den Eintrag in Wikipedia anzweifeln, fragen Sie mich: Ich stelle fest; der Irakkrieg oder Dritte Golfkrieg – war Völkerrechtswidrig. Und nun?

      2. avatar

        Ach, Herr Faust, lesen Sie, was Sie geschrieben haben: “Das Völkerrecht gilt für alle. Selbst das Bundesverwaltungsgericht der ‘BRD’ stellt im Urteil vom 21.06.2005 – BVerwG 2 WD 12.04 fest:
        Der Irakkrieg war völkerrechtswidrig … und es wurde, u.a., nachgewiesen, dass die Bundesregierung – damals die SPD-Genossen und die grünen Ökofaschisten – im Gegensatz zu ihren öffentlichen Beteuerungen dabei Beihilfe geleistet hat, ohne dazu in irgendeiner Weise rechtlich verpflichtet gewesen zu sein.”
        Nein, das BVerwG hat das NICHT festgestellt. Ich korrigiere – mit Quellenangabe – eine Falschaussage von Ihnen, und Sie lenken ab.

        Sie dürfen allerdings gern “feststellen” (= meinen), dass der Irakkrieg völkerrechtswidrig war. Dafür gibt es gute Gründe. Das sagt aber gar nichts darüber aus, zu welchem Zweck (mit welcher Absicht) er geführt wurde, und darum ging es.

      3. avatar

        @APo

        … Sie argumentieren wie die USA und Großbritannien; ‘Die USA und Großbritannien legten die UN-Resolution 1441 gegen die übrigen Sicherheitsratsmitglieder als Angriffsmandat aus und verhinderten mit ihrer UN-Vetomacht, dass der UN-Sicherheitsrat den Irakkrieg verurteilte.’ Das hat nix mit Völkerrecht, aber viel mit Macht zu tun.

        Aus zuvor benannten Urteil des BVerwG, immerhin 130 Seiten; 4.1.4.1.1 Gegen die von den Regierungen der USA und des UK am 20. März 2003 eingeleiteten offensiven militärischen Kampfhandlungen gegen den Irak bestanden bereits damals gravierende rechtliche Bedenken im Hinblick auf das Gewaltverbot der UN-Charta und das sonstige geltende Völkerrecht.

        Grundsätzlich ist nach Art. 2 Ziff. 4 UN-Charta „jede“ Androhung und Anwendung militärischer Gewalt gegen einen anderen Staat völkerrechtswidrig.

        Ein Staat, der sich – aus welchen Gründen auch immer – ohne einen solchen Rechtfertigungsgrund über das völkerrechtliche Gewaltverbot der UN-Charta hinwegsetzt und zur militärischen Gewalt greift, handelt völkerrechtswidrig. Er begeht eine militärische Aggression.’

        … und viele Grüße von Hrn. Faust.

      4. avatar

        Ja, lieber Herr Faust, Sie argumentieren, und das ist schon ein Fortschritt. Hätten Sie genau gelesen, hätten Sie auch bemerkt, dass ich die Möglichkeit einräume, dass der Krieg völkerrechtswidrig war. Ich habe nicht die Zeit gefunden, das für mich selbst abschließend zu klären. Nur ist das etwas anderes als zu behaupten, das sei sozusagen deutsche Rechtslage und diese Behauptung mit dem Urteil eines nicht zuständigen Gerichts zu begründen, das im übrigen lediglich die Möglichkeit anerkannte, der Krieg könnte rechtswidrig sein. Das Gericht räumte mit dieser Feststellung einem Soldaten, der wg. Befehlsverweigerung angeklagt war, das Recht auf eine – im übrigen nicht bedeutende – Befehlsverweigerung ein, weil die Bundeswehr dem Gewissen des einzelnen Soldaten einen hohen Stellenwert einräumt. Ich bin völlig damit einverstanden.
        Es bleibt aber dabei, ob es Ihnen oder mir passt oder nicht, dass die Frage der Völkerrechtswidrigkeit bestimmter Handlungen wie etwa der Annexion der Krim oder des Kriegs der Nato gegen Serbien zum Schutz der Kosovo-Albaner wegen der Struktur der UN (die ihre Gründe hat) oft nicht abschließend geklärt werden kann (denken Sie auch rückblickend an den Krieg in Vietnam, der meine Generation politisiert hat). Deshalb bleibt die Frage der Völkerrechtswidrigkeit in solchen Fällen eine Meinung (auch eine Meinung von Rechtsgelehrten), und ist eben kein juristisches Faktum, wie es das Urteil eines zuständigen Gremiums wäre.
        Vielleicht können wir es dabei bewenden lassen, weil (ich wiederhole es) die Frage nicht war, ob der Irak-Krieg völkerrechtswidrig war (s.o.), sondern ob er allein oder hauptsächlich aus materiellen Gründen (also wegen des “Profits der Kapitalisten”) geführt wurde. Dafür ist die Frage seiner Völkerrechtswidrigkeit völlig nebensächlich. Auch ein aus politischen Gründen – etwa: “Demokratisierung der arabischen Welt, um die Gründe für den Terror zu beseitigen” oder “Heimholung der Krim ins russische Mutterland, zu dem sie immer schon gehörte” – geführter Krieg könnte völkerrechtswidrig sein.

  3. avatar

    ..vielleicht kann man das mit Mr. Soros auch so zusammenfassen: Er ist wohl ein Hyperkapitalist und Kapitalisten (und Unternehmer) leben immer davon, Widerstände, seien es kulturelle oder nationale zu unterlaufen, also hier liegt ihr Geschäftsrisiko. Sie bringen irgendwas irgendwohin – gegen die genannten Widerstände, das ist ihr Alleinstellungsmerkmal – und verdienen damit Geld. Das ist die Triebfeder. Nur Nichtkapitalisten vermuten dahinter irgendeine andere Agenda, als Geld. Soros gründet Unis, die dieses Überwinden der kulturellen Grenzen Widerstände auf der Agenda haben.. eigentlich gefährdet er damit seine eigene Geschäftsgrundlage. Vielleicht sollte ihm das mal jemand stecken.

    1. avatar

      Nun ja, Soros ist fraglos ein Kapitalist dieser Sorte. Aber man kann natürlich als Kapitalist Geld mit der Abschottung machen, wie jene Firmen zeigen, die von der Politik Trumps profitieren, oder chinesische Firmen wie Alibaba. Die Mär, dass “die Kapitalisten” am Ende “die Politik” bestimmen, unterschlägt die sehr unterschiedlichen Interessen verschiedener Kapitalisten. Selten ist es so, wie in Deutschland, dass ein Industriezweig (die Exportindustrie) fast ausschließlich die Politik bestimmt.

      1. avatar

        APo: ‘Die Mär, dass “die Kapitalisten” am Ende “die Politik” bestimmen, unterschlägt die sehr unterschiedlichen Interessen verschiedener Kapitalisten.’

        … mmmh, ist das ein ‘Freudscher Versprecher’? … tatsächlich aber bemühen Sie den (womöglich) einzigen Grund warum es überhaupt Kriege gibt, nämlich; die ‘sehr unterschiedlichen Interessen verschiedener Kapitalisten’ Warum? Weil Profit, eben wegen der unterschiedlichen Interessen, sehr wohl Einfluss auf die Politik haben will und auch hat. Wer will das bestreiten? Das ist übrigens auch die Krücke der Sozialisten. Sonst gäbe es die nicht.

        Einzig die Demokratie und die ‘freie Marktwirtschaft’ können dafür sorgen, dass Profit ein ‘Gewinn’ – geistig und materiell – für Kapitalisten, als auch für die Allgemeinheit, möglich ist. Meine ich.

        Die EU und die ‘BRD’ sind keine Demokratie … q.e.d..

      2. avatar

        Lieber blonderhans, Kapitalisten sind, entgegen der Propaganda von Links- und Rechtspopulisten, selten an Kriegen schuld. Die Kapitalisten wollten weder den Ersten noch den Zweiten Weltkrieg. Hinter dem islamischen Extremismus stecken keine Kapitalisten, ebenso wenig wie sie hinter dem Kommunismus steckten. Ihre These ist absurd. Natürlich verdienen manche Kapitalisten (z.B. Rüstungshersteller) an Kriegen, aber die Idee, dass sie sie auslösen würden, um daran zu verdienen, ist Unsinn, weil die meisten Kapitalisten vor allem Stabilität wollen. Politik und Gesellschaft, Ideologen und Idioten gehen voran. Die Kapitalisten folgen. Sie sind, wie J.M. Keynes gegenüber F.D. Roosevelt bemerkte, “leicht zu führende Schafe”.

      3. avatar

        Ja klar, die deutsche Exportwirtschaft bestimmt weitgehend die deutsche Politik – einerseits, andererseits ist der deutsche Ingenieur typischerweise hervorragend darin, Dinge fortzuschreiben und zu optimieren, weswegen wir die besten Dieselmotoren und Kernkraftwerke haben / hatten. Er ist nicht so gut darin, zu improvisieren und alternativ (‘disruptiv’.. alternativ gilt schon als ‘disruptiv’..) zu denken, zumindest nicht in der Großindustrie, eben jener, die die Politik bestimmt. Aber das ist das deutsche Dilemma, in dem Batterieautos, eine Technologie aus dem 19 Jh., derzeit als fortschrittlich durchgehen. In einem Land der Tüftler. Unpolitische Tüftler (oder Kenner der Situation, wie der Lungenarzt, also der pensionierte jetzt), die leider (fast) nie was sagen.

        Kapitalismus: Geld wird doch da verdient, wo ein Hindernis von Mutigen oder exzellenten Kennern der Lage (oder beides) überwunden oder unterlaufen wird. (Oder Psychopathen mit Glück, wie Al Capone in der Prohibition.) Wenn’s keine Hindernisse gäbe, käme jede/r an die Waren, die er will und man lebte wie auf Paul Gauguins Pazifikinseln. Kapitalismus überflüssig. Ich glaube, dem Kapitalismus (dem gesellschaftlich manifestierten menschlichen Streben nach Vorratshaltung) ist es schlichtweg egal, welchen Ursprung die Beschränkungen haben – ob es natürlich bedingter Mangel (Gemüse auf Grönland) oder gesellschaftlich generierte Bedürfnisse (Tulpenzwiebeln, Seltene Erden, CO2-Zertifikate) sind.

        Soros: Bewegt sich auf der Kapitalismus-Hindernis-erzeugt-Profit-Skala auf der Ebene der kulturelle-Hindernisse-Überwinder. ‘Open Borders’ als Chance für jeden, der die Soros’ Uni besucht hat. Etwa auf der intellektuellen Ebene eines Artikel im FOCUS oder der WELT: ‘So bewerbe ich mich richtig’. Der Mann bleibt sich einfach treu. Im Gegensatz zu dem Chef des Verbandes der deutschen Autoindustrie, der sich in Talkshows (‘Hart aber Fair’ oder so) den mit Managergehältern bezahlten AktvistInnen der ‘Deutschen Umwelthilfe’ anbiedert. Diese Leute (dieser Verbandsfunktionär) stehen für gar nichts. Die Beschäftigten in seiner Branche sind ihm schlichtweg egal. Soros glaubt wohl an das, was er da verzapft (ich halte das für das EU-Projekt gefährdenden toxischen Unsinn, ähnlich, wie Merkels humanitären Amoklauf), aber er erscheint mir als in seinem humanistischen (oder pseudohumanistischen) Impetus zumindest in sich schlüssig. In-sich-schlüssig heißt aber nicht unbedingt ‘richtig’ (besser: plausibel), was ich bereits der Scholastik und dem Feminismus vorwarf. Das betrifft die Moderne allgemein und eben nicht Soros-speziell.

      4. avatar

        Wobei Soros’ Stiftung nicht “Open Borders” heißt, sondern “Open Society”, in Anlehnung an Karl Popper.

        https://www.opensocietyfoundations.org/

        Ich finde es sehr bezeichnend, dass selbst ein so überlegter Mensch wie Sie auf das “Framing” der Rechtspopulisten hereinfällt.

      5. avatar

        @APo

        … meine ‘These’ ist nicht absurd. ‘Wir’ müssen gar nicht weit in die Historie zurück. Ich denke an den Irak. (Oder auch Frankreichs Neokolonialismus in Afrika.)

        Ein Dokumentarfilm “Iraq for Sale” zeigt Machenschaften und Geschäfte einzelner Konzerne mit der US-Armee im Irak: Eine Aneinanderreihung von systematischer Misswirtschaft, Selbstbereicherung und Verschwendung von Steuergeldern. Im Zentrum dieser Skandale findet sich immer wieder ein Konzern: Halliburton.

        … ein Vergleich mit den Mohammedanismus, eine Fortschritts- und menschenfeindliche Ideologie, ist absurd. Einzig dortige natürliche Ressourcen, Erdöl Uran, Gold, etc, sind für ‘Kapitalisten’ begehrenswert. Es gibt, wo Mohammedanismus ‘staatstragend’ herrscht, keine freie Marktwirtschaft. Wer will dort hin?

      6. avatar

        Tja, blonderhans, eine intellektuelle Querfront zwischen Ihnen und 68er. Nicht, dass mich das wundert. Aber einem von Ihnen beiden sollte das peinliche sein.

      7. avatar

        Hallo Herr Posener,

        da muss ich Ihnen ausnahmsweise einmal von vollem Herzen Recht geben, wenn Sie sagen:

        “Natürlich verdienen manche Kapitalisten (z.B. Rüstungshersteller) an Kriegen, aber die Idee, dass sie sie auslösen würden, um daran zu verdienen, ist Unsinn, weil die meisten Kapitalisten vor allem Stabilität wollen. ”

        Das beste Beispiel ist dafür der ehemalige Halliburton CEO und Master of Disaster Dick Cheney.

        Ich melde mich im nächsten Monat wieder, wenn ich es geschafft habe mit dem Schenkelklopfen und herzhaften Lachen aufzuhören.

        Ihnen allen ein geruhsames Wochenende!

        Ho, ho, ho, ho, ho….

        Ihr 68er

        Ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha…..

        Hö, hö, hö…

        Hi, hi, hi, hi, hi…

        Giggel…

        Prusst!….

      8. avatar

        Hm, das ist etwa der Stil, den ich ansonsten von AfD-Sympathisanten gewohnt bin, wenn sie kommentieren. Unter Ihrer Würde, liebe 68er. Jedenfalls unter Ihrem Niveau. Tatsächlich bestand das Ziel des Irak-Kriegs eben nicht nur darin, Haliburton ein paar Geschäfte zuzuschanzen. Es ging um die Demokratisierung des Mittleren Ostens. Und dieses ziel kann (oder soll?) man kritisieren. Aber wenn man die Sache trivialisiert, wie Sie das tun, dann ist der Erkenntnisgewinn gering.

      9. avatar

        “Ich finde es sehr bezeichnend, dass selbst ein so überlegter Mensch wie Sie auf das “Framing” der Rechtspopulisten hereinfällt.”
        Weil ich statt ‘open society’ von ‘open borders’ sprach? Vielleicht, aber vielleicht auch nicht, denn ich könnte ja grundsätzlich auch für ‘open borders’ sein, nur eben (und das bestimmt) nicht zu diesem Zeitpunkt. Allerdings finde ich Ihre sehr schnelle Schlussfolgerung schon etwas beklemmend.

      10. avatar

        Oh, das ist nicht gemeint. Ich meine nur: Die Soros-Stiftung heißt nun einmal nicht “Open Borders”, egal wie Sie oder ich zu offenen Grenzen stehen, und sie befürwortet sie auch nicht.

      11. avatar

        @APO Es ging um die Demokratisierung des Mittleren Ostens.

        Der demokratische Idealismus der USA (und ihrer Verbündeten) hat den kleinen Schönheitsfehler, dass er ein nachschobener war – vgl. second inauguration of George W. Bush, 2005. Er wurde erst hervorgekramt, als sich der amerikanische Realismus als krasse Lüge erwiesen hatte. Und das macht ihn nicht gerade glaubwürdig.

      12. avatar

        Wie immer (oder fast immer) bei politischen Entscheidungen gab es in den Entscheidungsgremien der USA verschiedene Fraktionen mit verschiedenen Interessen; und es gab überdies auch im Geheimdienst und in den Geheimdiensten befreundeter Mächte (insbesondere beim BND und beim Mossad) divergierende Interessen. Die Strategie gegenüber Saddam – ursprünglich Teil einer Strategie, die Nordkorea, den Iran und den Irak davon abhalten sollte, Terroristen Massenvernichtungswaffen zukommen zu lassen – entwickelte sich und weitete sich aus. (Und hatte seine größte Wirkung dort, wo niemand damit gerechnet hatte, nämlich in Libyen.) Da ich zu der Zeit sehr aktiv auf dem Gebiet journalistisch tätig war und mit vielen Leuten sprach, die mit der Entwicklung der Strategie befasst waren, nicht nur den Neocons, würde ich eine Trivialisierung dahingehend, es sei nur ums Öl oder um Geschäfte gegangen, entschieden zurückweisen. Darum (ich wiederhole mich) geht es bei Kriegen fast nie, und nie allein.

      13. avatar

        Sicher, Soros Stiftung ist ‘Open Society’ und nicht ‘open borders’ und meine Assotiation falsch – im Moment vielleicht bedeutungslos, aber später vielleicht maßgeblicher Auslöser für eine (Wahl-) entscheidung in einer Situation, wo nach einem Schuldigen für ein Disaster gesucht wird – war da nicht Soros und das internationale Finanz…. einer der Urheber? Das mit dem ‘beklemmend’ meinte ich auch so, aber es sind die Gerüchte und die, die sie in die Welt setzen daran schuld, nicht Sie der darauf hinweist, daß es Gerüchte sind.
        Und wie geht man damit um – lässt man sich auf ein framing ein und schaltet dann auf Autopilot und prüft es wie die Versicherungen und den Stromanbieter alle paar Jahre? Kann man dann überhaupt noch ‘wechseln’ oder ist die Birne dann epigenetisch programmiert bzw. festverdrahtet?

      14. avatar

        Lieber Klaus J. Nick: das Desaster von 2008 wird noch lange nachwirken. Ich lese gerade Bücher über Volkswirtschaft, um zu verstehen, in welche Richtung das gehen könnte: Victoria Bateman über feministische Marktwirtschaft und Paul Collier über die Zukunft des Kapitalismus. Aus diesen Büchern (und aus der Erfahrung: wir waren ja alle dabei) geht hervor, dass es wenig Sinn macht, die Schuldigen allein in den Vorstandsetagen der Hedgefonds und dergleichen zu suchen. Denn sie handelten gemäß einer Lehre, die allgemein als richtig galt. Auch Orban war übrigens damals Radikalliberaler. Sprich: Er war sich vor dem Crash mit Soros einig. Nur in den Lehren, die sie daraus zogen, gingen und gehen sie auseinander. ich bin mir sicher, dass weder Orban noch Soros Recht hat, aber ich glaube, dass Soros immerhin in die richtige Richtung denkt, also hin auf den Weg nach vorn, während Orban sich und sein Land in eine Sackgasse manövriert, auch wenn er, wie ich geschrieben habe, in einzelnen Punkten Recht hatte, etwa als er die Grenze abriegelte und damit Merkel rettete.

      15. avatar

        @APO: verschiedene Fraktionen mit verschiedenen Interessen; und es gab überdies usw.

        Sicher. Was Sie jetzt an Motivationskomplex(en) vorbringen, ist womöglich für die nachträgliche “Aufarbeitung” in den Geschichtsbüchern wichtig. Das Politikum waren – und sind bis heute – die damals öffentlich behaupteten (und zunächst erlogenen und dann nachgeschobenen völlig naiven) “einfachen” Kriegsgründe und Kriegsziele. Und der durch den Krieg verursachte enorme, bis heute irreparable Schaden.

      16. avatar

        Ich habe nicht die Zeit, lieber EJ, hier auf den Komplex Irak-Krieg angemessen einzugehen. Man kann das alles auch anders sehen: So ist der Irak womöglich nach Israel der demokratischste Staat in der Region.

      17. avatar

        Das Problem ist doch, dass es keine multinationale Organisationsform mehr gibt, die irgendeine reale Bedeutung hat! Das ist es, worauf auch EJ hinweist, wenn ich es richtig verstehe. Die Ansätze, Verantwortung multinational auf eine höhere Ebene zu übertragen, wurden (nicht nur, aber auch) durch diese unseligen Theatervorstellungen in der UN kaputtgemacht. Dieser Umstand ist für unsere Zukunft so bedrohlich. Das ist auch der wichtigste Grund, warum man die EU unterstützen muss. Nun agieren die Staaten einzelnd und pochen auf ihre alleinige Souveränität. Mit unkalkulierbarem Eskalationspotenzial. Nach dem Motto: Nach u ns die Sintflut.

    1. avatar

      Haben Sie nicht verstanden, Blonderhans? Weder ich noch irgendjemand anders will einem Link folgen, um zu begreifen, was Sie eigentlich sagen wollen. Wenn Sie etwas zu sagen haben, sagen Sie es. Link ggf. als Beleg, nicht als Ersatz für eigene Aussagen. Kapiert? Danke.

  4. avatar

    Es gibt keine Flüchtlingskrise. Es gibt eine gesteuerte Migration. In diesem Kontext werden EU-Richtlinien, wie das Schengener Abkommen und das Grundgesetz, Art 16 a, missachtet. Das hatten wir hier schon oft genug.

    Zunächst Soros in der Welt: ‘Auch wenn Populisten anderes behaupten: Angesichts der alternden Bevölkerung in Europa überwiegen die mit der Migration verbundenen Vorteile die Kosten der Integration deutlich. Das ist populistischer Schwachsinn.

    Soros fordert in seinem Pamphlet, Sep 26, 2015; ‘erstens muss die EU in absehbarer Zukunft mindestens eine Million Asylsuchende jährlich aufnehmen.’ ‘Asylsuchende’ gibt es, lt. Schengener Abkommen und GG, Art 16 a, in Deutschland nicht. Wenn in unbedeutender Zahl.

    Weiter fordert er: ‘die EU muss während der ersten zwei Jahre jährlich €15.000 pro Asylbewerber für Wohnen, Gesundheit und Ausbildung bereitstellen – und den Mitgliedstaaten die Aufnahme von Flüchtlingen schmackhafter machen. Diese Mittel können durch die Ausgabe langfristiger Anleihen aufgebracht werden, die sich den größtenteils ungenutzten AAA-Kreditstatus der EU zu Nutze machen.’

    Und ‘die EU müsste den Frontstaaten jährlich mindestens 8-10 Milliarden Euro garantieren, und der Rest sollte von den Vereinigten Staaten und dem Rest der Welt aufgebracht werden. Auch diese Summe könnte durch die Art langfristiger Anleihen finanziert werden, deren Erlöse bereits den Asylbewerbern in Europa zugute kommen.’

    Und es … ‘müssen die Reiserouten der Asylbewerber gesichert werden, … das sind Schleuseraktivitäten.

    Und … ‘um schließlich über eine Million Asylsuchende und Migranten jährlich aufnehmen zu können, muss die EU den privaten Sektor – NROs, Kirchengruppen und Unternehmen – dazu mobilisieren, als Sponsoren aufzutreten. Dazu ist nicht nur eine ausreichende Finanzierung erforderlich, sondern auch die menschlichen und computertechnischen Mittel, um zwischen Migranten und Sponsoren zu vermitteln.’

    Soros Forderungen nach Anleihen, eine schuldrechtliche Verpflichtung der EU-Staaten, womit er kaum Griechenland aber Deutschland meint, sind für ihn ein garantierter Lottogewinn in Milliardenhöhe. Im Handel mit Kreditderivaten kennt er sich schließlich aus. Der Brexit überrascht Daher! nicht.

    Es gibt keinen einzigen Grund für den Soros und Merkels ‘Wir schaffen das – Plan’. Übrigens zeigen die USA, Israel, Italien, beispielsweise, wie Migrationsbewegungen einzudämmen, bestenfalls nur erwünschte, zu handhaben sind.

    Ich zitiere auszugweise aus der Rede von Ägyptens Präsident Abd al-Fattah as-Sisi, vom 3. bis 6. November 2018, in Scharm El-Scheich:

    ‘Jeder Staat hat das Recht, seine Bevölkerung zu schützen und sich um seine Interessen zu kümmern. Selbstverständlich sollten dabei die Menschenrechte im Allgemeinen respektiert werden, allerdings im Rahmen dessen, was dem Staat erlaubt, seine nationalen Interessen zu verteidigen.

    Erlauben Sie mir, Ihnen Folgendes zu sagen: Anstatt zu fragen, warum diese Länder ihre Türen schließen, fragen Sie sich bitte, warum sich die Afghanen in Afghanistan nicht um das Schicksal ihres Landes kümmern. Warum kämpfen sie bereits seit 40 Jahren, töten sich gegenseitig und zerstören dabei ihr eigenes Land? Diese Frage stellt sich auch im Zusammenhang mit anderen Ländern wie Pakistan… aber auch bezüglich Ägypten. Ebenfalls ist sie in Bezug auf Syrien, Irak, Libyen, Jemen und Somalia berechtigt.

    Es ist notwendig, dass wir uns selbst kritisieren. Verteidigen wir etwa unsere Staaten? Sind die Anführer der Staaten, von denen ich spreche (muslimische Staaten, – Anm. der Red.), nicht verpflichtet, gerechter, respektvoller und aufmerksamer ihrem Volk gegenüber zu sein? Sind sie nicht verpflichtet, Zugeständnisse zu machen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und ihre Probleme zu lösen – sei es in Afghanistan, Syrien, Irak oder Libyen? Warum tun sie das dann nicht?’

    1. avatar

      Ihr bester Beitrag seit Jahren, Blonderhans. Und ein klarer Beleg, dass der Soros-Plan schlimmstenfalls naiv und darum schädlich ist, nicht aber eine großangelegte Verschwörung zur Umvolkung Europas, wie Orbán und seine Adepten behaupten.
      Ansonsten würde ich nur anmerken, dass As-Sisi zwar Recht hat, jedoch im eigenen Land, das ich vorletzte Woche besucht habe, eine faktische Militärdiktatur aufgerichtet hat. Das ist das Problem: Warum gelingt es den meisten muslimischen – und vor allem arabischen – Ländern nicht, aus dem Teufelskreis von Radikalisierung – Diktatur – Korruption – Radikalisierung – Diktatur … auszubrechen? Das ist eine Frage, um die sich viele Leute – ich denke an Paul Collier zum Beispiel mit dem ich neulich in Zürich debattieren durfte – beschäftigen, und triviale Antworten verbieten sich.

  5. avatar

    Ich persönlich finde George Soros gut, und stime für ein offenes Gesellschaft. Die würde des Menschen soll unantastbar sein,unabhängig von Rasse,Klasse und Ethno Identitere Zugehörigkeit.
    Mir ist auch klar das Ethno-Rassisten und Ethno-Nationalisten dagegen sein werden.
    Schauen Sie mal. Ich komme aus FJRMazedonien jezt Nordmazedonie wo ein Nationalistisch-rassistische Partei mehr als 10Jahre lang an die Macht war. Jahr 2009
    Schreibte ein Protestival wo hin über Menschenrechte in FJRM berichten wollte.
    Mehr malls neim Teil per Skype in ein politischer Sendung und äußerte meine Meinung dazu zu lezt am 12.09.2009. Am 13.09.2009 wurde mein zu dem Zeit Punkt 16 Jährige Töchter entführt und vier Tage lang schwer misshandelt und vergewaltigt. Mein Bruder wurde in sein Haus am 05.06.2010 vor Augen seine minderjährige Kindern regelrecht hingerichtet.
    Das Ethno-rassistische und nationalistische Regime in FJRM wurde vergangenes Jahr entmachten. Die neue Sozialdemokrateische Partei von unsere Premier Zoran Zaev würde von Rassisten und Nazis als Sorosoide beschimpft !? Welche Unsinn. Ich und meine Familie, wir sind nicht die einzige in FJRM die zum Opfern des Ethno Nationalistische Regime würde. Es sind unzählige Menschen zum Opfer geworden.
    Ihnenministerin ist auf 6 Jahre Gefängnis Strafe verurteilt. Der Schef des Geheimdinstes wurde verhaftet. Andere Ministern sind auch in Gefängnis.
    Was glauben Sie wo unsere rechtskräftig verurteilte Ex-Premier sich befindet? Auf dem Flucht zu seinen Freund Viktor Orban selbstverständlich. Das Härschende Zeitgeist in Ungarn ( nicht nur dort)
    ist zu tiefst rassistisch, rassisch-Antisemitisch,
    und nationalistisch mit steigendem Tendenz zu Nazismus.
    Für welchen Werten wollen sie sein?
    Das müssen wir Entscheiden. Der Welt ist viel Komplexer und nur aus einen Deutschen Nationalistischen Identitere Winkeln in zu Betrachten.
    Millionen von Menschen befinden sich auf dem Flucht. Es ist ein Flucht von Unterdrückung hin zu Freicheit. Der Alte Welt hatt diesen Menschen nur Armut, soziale Ächtung und nicht selten den Tod zu bieten.
    Mit Glück und Ausdauer könnte man die Freicheit entdecken,einen Weg finden, damit das Gesetz Gottes Wirklichkeit für vielen würde.

  6. avatar

    Dieser Blog (und nicht nur dieser Beitrag) ist ein grelles Beispiel dafür, daß es Menschen und Linke gibt.
    Die Linken haben sich durch ihr Linkssein derart von den Menschen entfernt, daß sie völlig außer deren Rufweite vor sich hin vegetieren.
    Kommunikation oder auch Diskurs ;immerhin ein Lieblingswort der Linken; ist so unmöglich und wird eigentlich auch nicht angestrebt.

    Jedes irgendwie geartete und nicht konterbare Argument der Menschen zu den Thesen der Linken wird von ihnen reflexartig negiert. Egal was, egal wie; es wird immer sofort geblockt und dann zurückgeschlagen. Selten gegen das Wort; immer gegen die Person.
    Oder, wenns eng wird (wie hier durch einige lesenswerte Konter im Kommentarbereich), wortreich weggeschwurbelt.
    Aber mit derlei Vorgehensweise, an denen Linke sich gegenseitig erkennen und in dessen Wohlfühlbiotop sie einzig existieren können, sind sie nicht in der Lage, einen einzigen Menschen zu überzeugen. Nicht einen.
    Sie sitzen wie die Unken um ihren Teich und rufen sich gegenseitig ihre erprobte Laute zu. Da ist nichts Konstruktives; nichts Kumulierendes. Nur die ständige Wiederholung immer Desselben.
    Sie halten sich dabei für intellektuell und (obacht!) für individuell.
    Dabei sind sie ganz leicht zu instrumentalisieren und vor jeden Karren zu spannen, um ihn noch tiefer in den Dreck zu ziehen.
    Sehr viel leichter, als die von ihnen immer wieder gerne zitierten Glatzköpfe mit Springerstiefeln, von denen sie sich stets bedroht und verfolgt fühlen, die aber in der herbeigeunkten Bedeutung und Anzahl nur in ihrer Phantasie existieren.

    Politische Gegner kennen sie nicht.
    Nur Feinde, die es zu bekämpfen gilt.
    “Hasser”, “Hetzer”, “Rassist” ist ein jeder, der es wagt, die Atmospäre ihres Unkenbiotops mit anderer Tonart zu kreuzen.
    Und sind dabei mit ihrem Festhalten an der eigenen Indoktrination hundertmal konservativer als jeder der “neuen Rechten”, die sie als schmähende Bezeichnung nutzen.

    Und:
    Das, was man bei den Menschen mit Fug und Recht “allgemeine Lebenserfahrung” nennt, ist für sie Teufelswerk alter weißer Männer, die sie eigentlich selbst sind.
    Sie fehlt bei ihnen vollständig, weil sie das Leben nicht kennen, sondern schon vom Elternhaus in subventionierten Verhältnissen groß geworden sind und das für “die Welt” halten.
    Immer fernab jeglichen Wertschöpfungsprozesses und der Frage, wo das Geld herkommt, daß sie unter den Armen der Welt (und sich selbst natürlich zuallererst) verteilen möchten.

    Ein Studium der Linken und ihrer aktuellen Handlungsweise zeigt dann auch deutlich, wie einst die nationalen Sozialisten ans Ruder gekommen sind…..Massenpsychose und Schwarmverhalten.
    Und immer bar jeden Verstandes. Einmal Sozialist….immer Sozialist.
    Das hatten wir schon mal. Das brauchen wir nicht mehr.

    Apropos Lebenserfahrung und ganz speziell für Herrn Posener:
    Wer mir erzählen will, daß ein Mann, der sein ganzes Lebensmodell auf dem milliardenschweren Abzocken von Menschen und ohne eigene Wertschöpfung aufgebaut hat, jetzt durch die Welt reist, um Gutes zu tun, ist beim Monopoly der Lebenserfahrung auch am Ende des letzten Drittels seines Lebens immer noch auf “Start” klebengeblieben.

    Sie glauben gar nicht, wie unendlich traurig das von außen aussieht.

    1. avatar

      Lieber Jonas T.: “Apropos Lebenserfahrung und ganz speziell für Herrn Posener:
      Wer mir erzählen will, daß ein Mann, der sein ganzes Lebensmodell auf dem milliardenschweren Abzocken von Menschen und ohne eigene Wertschöpfung aufgebaut hat, jetzt durch die Welt reist, um Gutes zu tun, ist beim Monopoly der Lebenserfahrung auch am Ende des letzten Drittels seines Lebens immer noch auf “Start” klebengeblieben.”
      Danke, dass Sie mir attestieren, “am Ende meines Lebens” zu sein. Ich habe eigentlich noch dies & das vor. Ich weiß auch nicht, welche “Lebenserfahrung” Ihnen sagt, dass sehr reiche Menschen sich NICHT als Philanthropen betätigen können. ich denke an die Stiftungen von Rockefeller (Standard Oil), Ford (Henry Senior war ein ekelhafter Antisemit), Carnegie (Stahl), Bill Gates, Nobel (Dynamit), Krupp, Quandt, Volkswagen (des Führes Lieblingsfirma), an die guten Werke der Rothschilds in Palästina, des Aga Khan in Ägypten usw. usf.
      Soros wird von der Rechten Internationalen nur deshalb aufs Korn genommen, weil er in ein bestimmtes Beuteschema passt. Dazu gehören Stichworte wie: Spekulant (stimmt), Juede (stimmt), Kosmopolit (stimmt), Internationalist (stimmt), Linker (mit Abstrichen, ja). Und das alles kann man ja auch kritisieren, Nur nicht auf die Weise, wie es Orbàn und seine Adepten tun.

    2. avatar

      @Jonas T.

      bei dem hier
      “Aber mit derlei Vorgehensweise, an denen Linke sich gegenseitig erkennen und in dessen Wohlfühlbiotop sie einzig existieren können, sind sie nicht in der Lage, einen einzigen Menschen zu überzeugen. Nicht einen.
      Sie sitzen wie die Unken um ihren Teich und rufen sich gegenseitig ihre erprobte Laute zu. Da ist nichts Konstruktives; nichts Kumulierendes. Nur die ständige Wiederholung immer Desselben.
      Sie halten sich dabei für intellektuell und (obacht!) für individuell.
      Dabei sind sie ganz leicht zu instrumentalisieren und vor jeden Karren zu spannen, um ihn noch tiefer in den Dreck zu ziehen.
      Sehr viel leichter, als die von ihnen immer wieder gerne zitierten Glatzköpfe mit Springerstiefeln, von denen sie sich stets bedroht und verfolgt fühlen, die aber in der herbeigeunkten Bedeutung und Anzahl nur in ihrer Phantasie existieren.”

      und besonders

      “Ein Studium der Linken und ihrer aktuellen Handlungsweise zeigt dann auch deutlich, wie einst die nationalen Sozialisten ans Ruder gekommen sind…..Massenpsychose und Schwarmverhalten.”

      stimme ich ihnen voll zu.
      Sie gehen aber mit Verve auf den falschen los. D.h. Sie müssten m.E. prüfen, ob der Homogenisierungsdruck auf Haltung/Gesinnung, den Sie zurecht Linken vorwerfen, Sie nicht auch selber ausüben (wollen). Wenn z.B. der Autor, wie ich finde zurecht, die Art der Kritik an Soros herausstellt, die ihre Ursache im Homogenisierngsdruck der Rechten (Vision des ethnisch homogenen und damit konfliktfreien Staatsvolks) hat.
      Ich kann Ihre Wut auch verstehen, bzw, teile sie: Die derzeitige Moderne erinnert mit ihrem einerseits es allen rechtmachen wollenden Politaktivismus (linker Populismus) und gleichzeitiger Übergriffigkeit auf das Privatleben in ihrer Komplexität oder besser ihrem konfusen und konzeptionslosen Durcheinander zunehmend an ein Smartphone mit 200 aktiven Apps, wo jeden Morgen der Akku leer ist. Der konservative ‘backlash’ ist absehbar, basierend auf Notwendigkeit klarer Analyse, was für das Wahlvolk wirklich relevant ist und nicht nur für zahlreiche laute Minderheiten. Mit der Gefahr, daß dieser backlash bzw, das Zurückpendeln zu weit ins irrationale (völkische) geht. Und wenn Alan Posener genau dagegen anschreibt, kann ich das wohl gut nachvollziehen.
      Die Rückbesinnung auf Relevantes in der Politik ist sehr Notwendig und daß sie konservative Züge trägt, liegt an ebnen diesem linken Populismus, den Merkel mit dem Ausstieg aus der Kernkraft, ihrem ‘Wir schaffen das’ (ihr schafft das), Kohleausstieg usw. in die Regierungspolitik getragen hat. AKK scheint das wohl verstanden zu haben, selbst Habeck, der sich nun über linkes framing mokiert. (Nur Barleys SPD nicht..) Die Grünen haben sich sowieso längst von ihrem Markenkern, der Ökologie verabschiedet (sonst würden sie nicht das bevorstehende Ökodisaster mit den E-Auto-Akkus fördern). Sie profitieren zwar weiterhin von diffuser Angst vor Umweltgiften und infantiler Klimahysterie, es ist aber absehbar, daß sie den konservativen backlash mittragen werden, sind also im professionellen machiavellistischen Politikbetrieb voll angekommen.
      Also, die herbeigesehnte konservative Revolution kommt so oder so, die alte Avantgarde dankt gerade aufgrund ihrer intellektuellen Eingefahrenheit und Inkontinenz ab – für mich stellt sich aber hier bereits die Frage, ob ‘es’ damit ‘für den kleinen Mann’ besser wird. So ganz ohne SPD.

    3. avatar

      @Jonas T.
      Im ersten Satz Ihres Beitrages sprechen Sie “Linken” das Menschsein ab. Im zweiten “vegetieren” sie dann “vor sich hin”. Was sind “Linke” in Ihren Augen? Tiere?
      Wollen Sie so ernsthaft eine Diskussion eröffnen? A. Posener hat sich in seinem Beitrag über Orban und Soros argumentativ mit Orbans Thesen zu Soros’ angeblichen Plänen, die Bevölkerung Europas “auszutauschen” und die Nationalstaaten auszuhöhlen sowie mit dem, was Soros ausweislich seiner dokumentierten Schriften will, auseinandergesetzt. Weiter unten hatte ich geschrieben, dass ich Soros’ Handeln als “Investor” mit ursächlich für die Fluchtbewegungen weltweit halte, Poseners Kritik an Orbans Verschwörungstheorien bezüglich Soros aber teile. Zu Poseners Argumentation schreiben Sie nichts – erst am Ende werden Sie persönlich und unterstellen dem Autor Naivität/mangelnde Lebenserfahrung. Merken Sie nicht, dass Sie sich selber einer Praxis befleißigen, die Sie weiter vorne in Ihrem Beitrag an den “Linken” kritisieren? “Jedes irgendwie geartete und nicht konterbare (sic!) Argument der Menschen zu den Thesen der Linken wird von ihnen reflexartig negiert. Egal was, egal wie; es wir immer sofort geblockt und dann zurückgeschlagen. Selten gegen das Wort; immer gegen die Person.” (Jonas T.)
      “Politische Gegner kennen sie nicht. Nur Feinde, die es zu bekämpfen gilt.” Das schreiben Sie, der Sie Ihrem Gegner das Menschsein absprechen.
      “Ein Studium der Linken und ihrer aktuellen Handlungsweise zeigt dann auch deutlich, wie einst die nationalen Sozialisten ans Ruder gekommen sind … Massenpsychose und Schwarmverhalten.” So schreibt eigentlich nur jemand, der seine Kenntnisse zum NS ausschließlich aus Guido-Knopp-Dokumentationen bezieht. Indem Sie all dasjenige, was Ihnen politisch nicht behagt, “Linken” zuschreiben, fassen Sie den Begriff “links” so weit, dass er für eine differenzierte Analyse und Kritik des Linken wie des gesamten politischen Spektrums gar nicht mehr zu gebrauchen ist. Er ist nur noch ein denunziatorischer Kampfbegriff: Soros ein “Linker”, Börsenspekulanten sind “Linke”. Der ganze Staat im Öko- und Genderwahn irgendwie “links” usw usf.
      So lässt sich natürlich trefflich mangelnde “Streitkultur” attestieren.

      @Alan Posener
      Respekt für Ihre besonnene Reaktion.

      1. avatar

        Besonnenheit hängt natürlich von der Tagesform ab, das gebe ich zu.

  7. avatar

    Lieber AP,

    für die kritische Auseinandersetzung mit Soros verweise ich auf einen Artikel bei Achgut:
    https://www.achgut.com/artikel/europa_aufwachen_mit_george_sorros

    Eine persönliche Anmerkung dazu. Der Unterschied zwischen Soros und Trump ist, dass Trump in demokratischen Wahlen bestätigt wurde und seine Maßnahmen öffentlich rechtfertigen muss. Diesen Weg ist Soros nie gegangen.
    Man darf Soros deshalb mit Fug und Recht als Antidemokraten bezeichnen, der sicherlich nicht zur Stabilität unserer Demokratie beiträgt.
    Sich jetzt darüber zu beklagen, dass die Gegenseite genauso unlauter agiert, überzeugt mich jetzt nicht.
    Etwas mehr kritische Distanz würde Ihnen gut so Gesicht stehen.

    1. avatar

      Lieber PP, es gibt zum Glück bei uns kein Verbot der politischen Betätigung für Bürger, die keine Berufspolitiker sind. Von Axel Springer bis Jeff Bezos, von Greenpeace bis zu den diversen Initiativen, die den menschengemachten Klimawandel infrage stellen usw. usf. mischen sich Bürger in die Politik ein, und das ist gut so. “AchGut” macht auch Politik, Henryk Broder gibt der AfD Ratschläge, was ist dagegen zu sagen? Reiche und mächtige Leute – ich denke etwa an die Manager der Autoindustrie – tun das eher im Verborgenen, bei exklusiven Treffen im Kanzleramt und durch Lobbyisten auf allen Ebenen, vom Wahlreis bis ins Brüsseler Berlaymont, Herr Soros tut das offen. Ich bin keineswegs mit all seinen Positionen einverstanden, was jeder weiß, der etwa meine Artikel zu Israel gelesen hat, aber darum geht es nicht. In diesem Beitrag zeige ich, wie aus einem tatsächlich existierenden “Soros-Plan” eine Verschwörung konstruiert wird. Weder Sie noch sonst irgendein Vertreter der Soros-Verschwörungstheorie hat zu diesem Beitrag inhaltlich Stellung genommen. Stattdessen verweisen Sie auf andere Beiträge, die ihre Haltung bestätigen. Die gibt es zu Tausenden, das ist ja das Problem, darum schrieb ich diesen Beitrag. Warum machen Sie es sich nicht ein wenig schwer und zeigen, wo ich falsch argumentiere, statt ausgerechnet mir ohne jeglichen Beleg mangelnde kritische Distanz vorzuwerfen?

  8. avatar

    Jetzt haben Sie einiges über die Differenz zwischen tatsächlichem und unterstellten Soros-Plan geschrieben. Das Reizwort »Soros« allerdings ruft inzwischen andere Affekte ab, weshalb es fast, ich betone fast, sinnlos ist, Fakten zu bringen. Die Anti-Soros-Kampagne ist die Spitze eines Eisberges und wahrscheinlich das übelste in einer ganze Reihe persönlicher Attacken gegen Juden. Parallelen sehe ich da auch zum Fall Anetta Kahane, die ebenfalls einen »perfekten Gegner« abgibt. Allerdings soll es sich hier laut Dr. Salzborn nicht um eine inszenierte Kampagne handeln, sondern um gemeinsame Interessen rechter Akteure. Wobei es m. E. auch hier Influenzer gibt. Die Anti-Soros-Kampagne ist eine Eskalationstufe höher. Sie fragten mich in einem älteren Kommentar, ob ich glaube, dass die Juden den Antisemitismus erfunden hätten. Nein, das glaube ich nicht. G. Birnbaum soll für die Reportage geantwortet haben: «Antisemitismus ist etwas Ewiges, Unauslöschliches». Das stimmt vermutlich, solange es Bücher, Religionen und Erinnerungen gibt. Einmal in der Welt ist das Meme »Antisemitismus« kaum ausrottbar und der, der es findet, sucht nach Bestätigung oder Dementi. Doch genau da liegt das Problem, denn er führt weiter aus: «Unsere Kampagne hat keinen zum Antisemiten gemacht, der es nicht schon vorher war. Vielleicht hat sie ein neues Opfer gezeigt. Mehr nicht. ..». https://mobile2.12app.ch/articles/15982301 Das allerdings halte ich für eine reine Selbstschutzbehauptung. Menschen werden nicht als Antisemiten geboren. Seit Jahrzehnten versuchen Juden, wie Nichtjuden, den »Antisemitismus« zu bekämpfen, besonders bei der jüngeren Generation. Eine solche Anti-Soros-Kampagne grenzt für mich dann schon an Missbrauch. Wenn auf Wahlplakaten antisemitische Bilder verbreitet werden, dann ermuntert es die »Antisemiten« ebenfalls von ihren Stammtischen in die Öffentlichkeit zu treten und Hass zu verbreiten. Nun wird ja immer wieder bestritten, dass diese Wahlplakate antisemitisch seien und eben jener Kaschrut-Stempel von B. Netanjahu wird ins Feld geworfen. Die Fokussierung des Begriffes »Antisemitismus« auf den »Antizionismus« macht m. E. solche Kampagnen und deren Kaschrut-Stempel möglich. Die Kampagne gegen Soros erinnert doch sehr an die »Die Weisen des Zion«, dies ausgerechnet in Osteuropa, wo diese Verschwörungstheorie ihren Ursprung hatte und wo sie auch nach Hitler fortlebte. G. Birnbaum sagte: »Er arbeite nie mit Antisemiten. Noch vor dem Beginn der Zusammenarbeit mit Orbán habe er sich in Israel in informierten Kreisen erkundigt, wie Orbán zu den Juden stehe.« Es geht auch nicht nur um Orban, sondern um den Resonanzraum.

    Netanjahu, Orban und sogar Putin haben gemeinsame Interessen: die Einschränkung von NGO´s in ihren Ländern. Wer, so wie ich, die politischen Diskussionen verfolgt hat, konnte um 2013-2014 verfolgen, wie deren Tätigkeiten mit Gesetzesvorlagen beschränkt werden sollten. Die Diskussionen darum sind allerdings älter. NGO´s in Israel wurden oft als antisemitisch klassifiziert. Ich wollte wirklich verstehen, ob es ein berechtigtes Interesse gibt oder ob es ein Kampf gegen die Liberalen darstellt.
    G. Birnbaum fragt: «Darf ich jemanden nicht angreifen, weil er Jude ist?» Es geht nicht nur um das WEN, sondern vor allem um das WIE.

    1. avatar

      Nun will ich hier noch etwas ergänzen. Was mich wirklich schockierte an den Aussagen des G. Birnbaum, waren dessen Ausführungen zu Finkelsteins Formel, die einen »perfekten Gegner« bräuchte. G. Birnbaum erklärte: «Arthur sagte immer, dass man nicht gegen die Nazis kämpfte, sondern gegen Hitler; nicht gegen al-Qaida, sondern gegen Osama Bin Laden.» Bei solchen Vergleichen bleibt einem erst einmal die Luft weg. Gegen wen also kämpft Viktor Orban? Gegen die Liberalen? Gegen die Juden? “Verschwörungstheorien sind abstrus: Sie vermischen Fakten mit erfundenen Behauptungen und bauen auf stereotypen Feindbildern auf. ” https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/psychologie/verschwoerungstheorien/index.html Ich kann mich noch gut eine Folge von »Entweder Broder« erinnern, da besuchte H. M. Broder verschiedenste Veranstaltungen von Verschwörungstheoretikern, z. B. zum Thema 9/11. Da hielt ich ihn noch für einen Aufklärer. Erst viel später bei meiner genaueren Beschäftigung mit ihm, achgut und V. Lengsfeld musste ich erkennen, dass er selbst bzw. seine Blog-Mitstreiter gleich mehrere Verschwörungstheorien (Bild der Islamisierung und der EUdSSR durch V. Lengsfeld) bedienten.
      Wo eine Verschwörung vermutet wird, braucht es einen Retter. Als solcher präsentiert sich Orban in seinem Wahlkampf.

  9. avatar

    APo:‘Wollen Sie wirklich so weiter machen, Hans Faust, oder wollen Sie zur Sache schreiben? …

    … werter APo, and on the eighth day God created the Mecklenburger … die sind immer bei der Sache; allein daher zensieren moderieren Sie: The first thing that we see is the megalomaniacal nature of Soros’s philanthropic project. No corner of the globe is unaffected by his efforts. No policy area is left untouched.

    1. avatar

      Lieber Hans Faust, Caroline Glick ist nicht “The Jerusalem Post”. Ich könnte mich auch mit ihrem Artikel auseinandersetzen, habe mich aber mit dem Soros-Plan auseinandersgesetzt. Wollen Sie nun dazu Stellung nehmen oder nicht?

      1. avatar

        APo: ‘…Ich könnte mich auch mit ihrem Artikel auseinandersetzen, habe mich aber mit dem Soros-Plan auseinandersgesetzt. Wollen Sie nun dazu Stellung nehmen oder nicht?

        … der ‘Soros-Plan’, oder wie immer Sie oder andere ihn bezeichnen, wird nicht gelingen. Merkel und ihr(e) ‘Förderer’ werden scheitern.

        Soros war erfolgreich bei seinen Investment-Entscheidungen. Es ist/war? ein guter Beobachter der Marktteilnehmer am Investmentmarkt; er investierte gegen Voreingenommenheit und Selbstüberschätzung. Respekt.

        Das lässt sich aber nicht ideologisieren. Das hatten wir schon – mehrfach. … Anhängern einer Ideologie unterstelle ich grundsätzlich psychotische Verhaltensweisen in einer Massensituation, die sozialistischen ‘Schwarm-Ideologie’ beispielsweise, in der vernunftgesteuertes Verhalten durch induziertes irrationales, möglicherweise wahnhaftes Verhalten ersetzt wird und realitätsgerechte ‘Ich-Funktionen’ aufgegeben werden.

        Das ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung bei Menschen, die als Autismus-Spektrum-Störung diagnostiziert wird … boaaah … echt jetzt.

      2. avatar

        Sie weigern sich, aus welchem Grund auch immer, sich mit den im Beitrag vorgebrachten Fakten und Argumenten auseinanderzusetzen. Es hat keinen Zweck. ich werde Sie zensieren dort, wo Sie diesen Blog missbrauchen, und ansonsten versuchen, Sie zu ignorieren. Sie wollen in Ihrer Filterblase leben. Und Sie werfen anderen Menschen Autismus vor!

      3. avatar

        Yep. Und Matthias Döpfner ist der CEO von Axel Springer. Trotzdem spricht er nicht für die Redaktion von WELT.

  10. avatar

    Herr Soros ist “ein gefundenes Fressen” für Judenhasser weltweit geworden, angefangen mit Malaysischen Präsidenten
    über die westeuro. Nazis bis zu den osteuropäischen Rechten. Der alte Herr mag in 99% der Fälle
    Recht haben, aber in 1 % irrt er. Er unterschätzt die Psychologie der vielen Menschen,hauptsächlich
    der einfach gestrickten, die die Finessen seiner hochintellektuellen Erklärungen nicht verstehen.Herr Soros sollte sich zu verdienter Ruhe setzen, und sich nicht in innere Angelegenheiten zahlreicher Länder einmischen. Dafür haben wir hier z.B. 751 hochbezahlte Europarlamentarier aus 28 Ländern um zu beraten und gestalten, was für Europa gut und gerecht ist.

  11. avatar

    Wer macht die Politik ? Wer setzt welche Interessen durch? Egal welche Partei an der Regierung ist-der tiefe Staat und deren Lobbyisten schreiben die Gesetze und führen die Richter. Wie lange meinen Sie ,wird das Schuldscheinsystem noch durchhalten? Geld wird
    gedruckt ,gestohlen oder durch Manipulation (Aktien) abgeschöpft. Soros möchte mit seinem
    Vermögen Einfluß gewinnen. Einfluß um Regierungen zu stürzen, Menschen aufeinander zu hätzen und durch Caos Geschicke zu lenken.Regierungen,die sich nicht in die neue Weltordnung unterordnen ,werden gestützt.(Irak,Iran,Syrien,Lybien, Ukreine ,Südamerika ,Sebien usw) Das Geldsystem brauch Krieg. Soros ist nur einer von vielen.

  12. avatar

    Das von Ihnen angeführte Hitlerzitat zeigt den nicht einmal unterschwelligen Sexualneid, der sowohl Rassismus als auch Antisemitismus antreibt. Im September 2015 schrieb zum Beispiel Michael Klonovsky: “Auf den Flüchtlingsschiffen sind kaum Familien zu sehen, sondern überwiegend junge Männer, meist Schwarze, bei denen niemand recht weiß, mit welchen Kompetenzen sie Europa voranbringen sollen. Diese jungen Männer müssen ja nicht nur eine Arbeit, sondern obendrein jemanden zum Mauseln finden, wobei ihre Chancen in beiden Fällen nicht besonders rosig sein dürften. (…) Ich will damit keineswegs unterstellen, daß Einwanderer aus Afrika zur Vergewaltigung neigen, sondern daß man solche Zustände politisch provozieren kann, indem man hinreichend viele Männer aus eher unterentwickelten Ländern in hochzivilisierte Länder pflanzt, wo ihre Aussichten, paarungswillige einheimische Frauen aufzutreiben, eben gering sind. Aber vielleicht machen sich einige notorisch unbeschlafene Damen speziell bei den Grünen berechtigte Hoffnungen, das sozial Erwünschte mit dem hormonell Gebotenen verbinden zu können.“
    Es bringt wenig, sich über diesen Text moralisch zu empören: Natürlich ist er sowohl in seinem Rassismus als auch in seiner Misogynie ekelhaft und erstaunlich pueril. Erstaunlich auch, wie sich hier einer entblößt und in einer Art besinnungslosen Stammelns beim Anblick „junger Männer, meist Schwarzer“ nicht anders kann als über Sex zu schreiben. Die eigene Geilheit wird unverschlüsselt projiziert. Man weiß, dass da einer nach Schuldigen sucht für das Gefühl, immer zu kurz gekommen zu sein, und ahnt, dass die aggressiv vorgetragene Behauptung, man sei per se etwas Besseres, nur ein schwacher Trost sein kann.
    Dass man diese traurige Gestalt trotzdem nicht bedauern muss, sollte allerdings auch klar sein.

  13. avatar

    Ich bin spät dran, aber um hier mitzudiskutieren möchte ich mich eh’ erst noch einlesen. Aber eine Kleinigkeit zu korrigieren habe ich, weil mich das jetzt doch interessiert hat, nämlich zur „Internationalen“:

    „Die Internationale erkämpft das Menschenrecht“, das ist die deutsche Nachdichtung. Die ungarische findet man hier: https://hu.wikisource.org/wiki/Internacion%C3%A1l%C3%A9
    Und verklappt man das in Ermangelung eigener Ungarischkenntnisse in den Google-Übersetzer, dann klingt das doch Orban-ähnlicher ( Dieser Kampf wird das Finale sein / Komm einfach zusammen / Und es wird international sein / Morgen ist die Welt).

    1. avatar

      Lieber Seeräuberjens, Auch aus dem Google-Verwurschteler kommt ein Text heraus, der besagt, dass DER KAMPF international sein wird. Im “Kommunistischen Manifest” heißt es: “Obgleich nicht dem Inhalt, ist der Form nach der Kampf des Proletariats gegen die Bourgeoisie zunächst ein nationaler.” Und Friedrich Engels schreibt sogar im Vorwort zur zweiten polnischen Ausgabe des “Manifests” (1882): “Ein aufrichtiges internationales Zusammenwirken der europäischen Nationen ist nur möglich, wenn jede dieser Nationen im eignen Hause vollkommen autonom ist.” Ein Satz, der von Orbàn stammen könnte.

  14. avatar

    Soros ist für mich n der Tat ein Problem. Ebenso wie all jene, die “der Gesellschaft etwas zurückgeben” wollen. Man könnte es die affirmative Funktion des Almosens nennen. Das Almosen macht dem Spender ein gutes Gewissen. Der Empfänger freut sich – aber – und das ist ja das Wichtigste – im Grunde bleibt alles so wie es ist, die sozialen und ökonomischen Umstände, der Tatbestand der permanenten Umverteilung von unten nach oben Den grinsenden Maschmeyer bei irgendeiner “Spendengala” auf RTL zu sehen anstatt sich für sein “berufliches Tun” in Grund und Boden zu schämen – da muss ich, wie mein Mathelehrer zu sagen pflegte, “reziprok inhalieren”.

    1. avatar

      Gut, das kann man so sehen, Lieber Stefan Trute, aber das ist etwas ganz Anderes als die Soros-Kritik, die hier in rechten Kreisen tobt.

      1. avatar

        “Gut, das kann man so sehen, Lieber Stefan Trute, aber das ist etwas ganz Anderes als die Soros-Kritik, die hier in rechten Kreisen tobt.”
        Absolut richtig, lieber Herr Posener! Die rechte Kritik an Soros ist ja gerade darauf angewiesen, das grundsätzliche Problem von Einflussnahme jeglicher Art auf den politischen Prozess auszublenden, wie Sie es in Ihrer Antwort an “PP” weiter oben dargelegt haben. Sonst würde ja offensichtlich, dass sie komplett ins Leere geht. Ein Soros und, sagen wir, ein Kubitschek haben ja im Grunde den gleichen legitimen Ansatz: Politikbeeinflussung.
        Ich werfe Soros vor, Teil des Problems zu sein. Sein berufliches Tun ist sozusagen eine der Ursachen des Flüchtlingsproblems.

  15. avatar

    Guter Artikel, Herr Posener. Für mich ist schwer zu begreifen, wieso Verschwörungstheoretiker so einen Zulauf haben, wie es manchmal scheint. Die Leute hängen anscheinend ihren Verstand gern an den Nagel, prüfen nichts nach, lesen nicht oder nicht genau und geben sich lieber ihrer Angst hin. Bei der ungarischen Regierung kann man aber nicht davon ausgehen, dass sie aus Angst oder Unkenntnis so redet. Es ist ein Wille, der sie antreibt; was im Weg steht, wird weggeräumt. Die Suche nach Fakten bleibt auf der Strecke, die interessieren gar nicht mehr, die kennt man sowieso, immer schon, bzw. wischt sie vom Tisch; die interessieren sich nur noch für “Erzählungen”. Große Sinnzusammenhänge. Das Abendland. Der Islam. Die Migranten. Der Teufel. Und der liebe Gott. Darunter machen sie es nicht. Was der Fall ist, ist zu langweilig, kleinteilig oder kompliziert. Schrecklich eigentlich.

    1. avatar

      Hallo in die Runde,

      ich habe mir mal die letzten Artikel angeschaut und finde, das wird hier immer mehr ein Religionsblog. Das war früher einmal anders, als hier vor allen anderen noch Herr Burchhardt, Herr Kocks oder Herr Friedmann Artikel geschrieben haben. Das soll keine Kritik an der Qualität der aktuellen Artikeln sein, sondern lediglich ein Hinweis auf die geringere Themenvielfalt. Ich glaube aber, dass dieser Umstand auch Auswirkungen auf die Attraktivität des Blogs und die Art und Weise der Diskussion hat. Ich schaue nur noch selten hier vorbei.

      Früher wäre hier ausgiebig über die äußerst spannenden Brexit-Verhandlungen diskutiert worden, über die Kündigung des Atomwaffensperrvertrags oder über das – pointiert gesagt – in Washington und Langley geplante Regime-Change-Progamm für Venezuela.

      Tempi passati !?

      Beste Grüße

      68er

      1. avatar

        Lieber 68er, was, bitte sehr, hat der Soros-Plan mit Religion zu tun?

      2. avatar

        Zeigen Sie mir einen Artikel, in dem nicht eines der Worte Islam, islamistisch, Mulism, muslimisch, Jude, jüdisch, Christ, christlich, evangelisch oder katholisch vorkommt.

        Sie sind es, der hier in dem Artikel auf den Islam zu sprechen kommt:

        “Man kann als „besorgter Bürger“ der Meinung sein, dass zu viel Einwanderung die „ethnokulturelle Identität“ Europas gefährde, wobei immer die Frage ist, wieviel „zu viel“ ist, und worin genau jene Identität bestehe. Man kann durchaus Vorbehalte gegen den Islam oder Spielarten des Islam haben, wobei immer die Frage ist, wogegen genau, erstens, und zweitens, ob damit jeder Moslem unter Generalverdacht gestellt werden soll. Solche Ansichten und Fragen sind selbstverständlich Teil des legitimen politischen Spektrums und Diskurses in einer Demokratie. Niemand will unbegrenzte Zuwanderung und eine muslimische Invasion.”

        Für mich ist Herr Soros einfach nur ein Finanzinvestor mit teilweise schrägen Vorstellungen.

      3. avatar

        Seufz. Was herr Soros für Sie ist, das ist nicht die Frage. Die Frage ist: Was ist Herr Soros für Herrn Orban und seine rechtsextremen Gesinnungsgenossen hierzulande.
        Leider ist es, was die Themenvielfalt angeht, so, dass viele der Autoren, die Liane Bednarz und ich in der letzten Zeit akquiriert haben, nur zwei, drei Beiträge verfassen und dann verstummen.

      4. avatar

        Vielleicht liegt es ja am teilweise recht ruppigen Ton hier, der meist gar nicht so ruppig gemeint ist, dass die angeheuerten Autoren so schnell wieder die Flucht ergreifen.

        Wie geht es Herrn Kocks eigentlich? Der war nach meiner Erinnerung nicht so dünnhäutig.

      5. avatar

        Ja, es ist einerseits der Ton. Andererseits ist es nicht so leicht, Woche für Woche ein Thema zu finden und auch noch angemessen zu behandeln. Ich selbst habe, seit ich als frier Autor unterwegs bin, auch weniger zeit für “SM”, weil ich zusehen muss, dass ich für meine Texte Geld bekomme. Das hier ist Luxus, ein Minusgeschäft, reiner Idealismus, der, siehe Ton, nicht immer gewürdigt wird. Ich kann Ihnen sagen, dass ich oft daran gedacht habe, den Blog abzuwickeln und bei den “Salonkolumnisten” einzusteigen, die mich mit Kusshand nehmen würden. Klaus Kocks geht es gut, denke ich. Ich begegne ihm zuweilen auf Twitter.

      6. avatar

        … klar, wenn der Widerspruch zu groß, womöglich anderes beweist als behauptet wurde, haben sich die Genossen eingemauert und nach Wandlitz zurück gezogen.

        Ideologie und Demokratie sind eben im Widerspruch. Die Deutsche Demokratische [sic!] Republik – ist der Beweis in der Historie.

      7. avatar

        @hans
        “… klar, wenn der Widerspruch zu groß, womöglich anderes beweist als behauptet wurde, haben sich die Genossen eingemauert und nach Wandlitz zurück gezogen.”
        Das ist an dieser Stelle allerdings mehr, als unfair! Es sind nicht alle Sozialisten, die andere Einschätzungen, Erkenntnisse, Befürchtungen haben, als Sie. Mir wird auch beim z.B. in öffentlich-rechtlichen Medien dargebotenen Meinungs-Framing mulmig (heute im DLF wieder Verkündung von Erfolgszahlen: 90% der Bevölkerung für die Energiewende usw..), halte es aber für eben schon menschlich für nicht angemessen, mein Unverständnis, ja geradezu Entsetzen darüber an einem Blogbetreiber als Blitzableiter abzulassen, der sehr viel Raum für Diskussion und andere Meinungen, als seine, lässt. Alan Posener muss ja hier fast ‘ran, wie ein Sozialarbeiter.
        Was das Thema ‘rechtes framing Soros betreffend’ angeht, habe ich tatsächlich gar keine inhaltliche Gegenrede zu seinem Text identifizieren können. ist ja auch ein Ergebnis. Als Kommentator kann man dann versuchen, das Thema ein wenig weiter zu fassen, um zu einer Kontroverse zu kommen (z.B. Rolle und Legitimation von NGOs).
        Ich will damit sagen: Wenn ich solche Freiräume, wie hier, die eben keine Meinungsblasen ohne Debatte sind, erhalten möchte, muss ich schon ein wenig mitarbeiten. Und ich sage ja noch nicht mal, daß mir selber das gelingt. Und für den Autor wäre es sicher angenehmer, bei den Salonkolumnisten, die ja jetzt nicht die schlechteste Adresse sind, zu schreiben.

      8. avatar

        @Klaus

        … unfair, oder wie immer das genannt wird, ist, wenn Alan Posener Beiträge ‘moderiert’ die nicht in seine Argumentation passen; o.t. ist dabei eine Ausrede. Das ist sein Recht, aaaber eben keine faire Diskussion. Hierbei unterstelle ich APo, dass er Beiträge, die offensichtlich rassistisch oder wahrheitswidrig sind, hier genussvoll vorführt. Daran läge es also nicht. (Stevanovic würde das dann übrigens mit tätä, täta, tätä, … er habe das schon immer gewusst, claqueuren beklatschen.) Beispiele dafür gab es hier genügend. Warum das so ist, darüber mag jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.

        Übrigens, ein Grund warum ich hier ‘schreibe’, ist, dass ich vor Jahren einen Artikel von Alan Posener in der Süddeutschen gelesen habe, der mir derart begeisterte, dass ich unbedingt wissen wollte wer Alan Posener ist. Ich weiß es heute noch nicht.

      9. avatar

        Ich habe nie in der Süddeutschen Zeitung geschrieben, lieber Blonderhans. Vielleicht galt Ihre Begeisterung einem anderen. Bitter. Und Sie müssen nicht wissen, “wer ich bin”. Sie müssen sich nur zu den Inhalten äußern, die ich hier publiziere. Ich lösche Beiträge, von Ihnen und anderen, die diese Plattform, die Liane Bednarz und ich auf eigene Kosten unterhalten, als Propagandaorgan missbrauchen, statt sich an einer Diskussion zu beteiligen. An einer Diskussion sich beteiligen, heißt: Argumente zitieren und Gegenargumente dazu bringen. Da müssen weder Hamster bohnern noch anderen Diskutanten schlechte Eigenschaften oder unlautere Absichten unterstellt werden. Ich weiß gar nicht, warum es Ihnen so schwer fällt, diese Regeln zu beherzigen, die fast alle anderen Teilnehmer einhalten, zum Nutzen Aller. Die einfache Regel genügt: “Was du nicht willst, dass man dir tu, das füge keinem anderen zu.” Wenn Sie aber der Ansicht sind, ich sei ein Agent des Georg Soros, ein Merkel-Knecht, rotgrün versiffter Ideologe der Umvolkung und antichrstlicher Moslemversteher, dann verstehe ich nicht, weshalb es Ihnen so wichtig ist, ob ich mich mit Ihnen auseinandersetze oder nicht. Ich kann nur wiederholen: Sie haben es in der Hand, wie ich Ihnen begegne.

      10. avatar

        Lieber Herr Posener, ich würde es persönlich voll verstehen. Jedoch fesselt mich kein Aufsatz der Salonklumnisten so, wie über eine Woche sich entwickelnde Diskussionen hier im Kommentarteil. Ihre Antworten sind ein wichtiger Teil Ihrer publizistischen Arbeit. Als Salonkolumnist, ohne den Mut, sich auch den unqualifizierten Lesern zu stellen, wäre es sogar Cybersex in Missionarsstellung.

      11. avatar

        Stimmt schon, Stevanovic, ich würde hier einige Beiträger schon auch vermissen.

      12. avatar

        @APo

        … mag sein, dass ich mich mit der SZ irre. Es war definitiv ein guter Artikel von Ihnen, den ich mit 1++, bewertet hatte. Diese Art für eine Zustimmung zu einem Kommentar gab es, soweit ich mich erinnere, nur in der SZ. Egal. Wohl schon zu lange her. Wenn ich geschrieben habe, ich wollte wissen wer Sie sind, galt/gilt das ausschließlich Ihrer journalistischen Tätigkeit. Ich bitte Sie.

        Ihre Projektionen, ‘Agent des Georg Soros, ein Merkel-Knecht, rotgrün versiffter Ideologe der Umvolkung und antichrstlicher Moslemversteher’, die ich Ihnen nie vorgehalten habe, verwenden Sie bitte für Ihren Eigenbedarf. Im Übrigen sind Sie es, der sich von Fragen angegriffen dünkt. Die einfache Regel: “Was du nicht willst, dass man dir tu, das füge keinem anderen zu.” … gilt nicht nur für mich. Ich mein(t)e, ausschließlich nur zur Sache zu schreiben. Allerdings schaue ich keinen Frauenfußball und dusche kalt.

        Und werter APo, dass ich mit dem Zitieren aus der britischen und israelischen Presse und zuletzt aus der Jüdischen Rundschau in Berlin, die Sie auch wegmoderiert haben, Propaganda [sic!] betreibe … puuuh … wenn das nicht hier im thread geschrieben stünde, könnte ich es nicht glauben, dass Sie so etwas jemals tun würden; diese Art der Zensur.

        Übrigens, wenn ich ‘propagiere’, dann ausschließlich für ‘ganz oben’.

      13. avatar

        So, lieber blonderhans, das klingt schon erheblich ziviler. Zu der “Zensur” eines Artikel von Caroline Glick usw.: ich weiß ja, was Frau Glick – bisher eine völlig unkritische Parteigängerin von Benjamin Netanyahu, der Soros nicht nur hasst, sondern, und das wüssten Sie, wenn Sie meinen Artikel aufmerksam gelesen hätten, in gewisser Weise die Kampagne gegen ihn erfunden hat – zu Soros meint. Ich weiß, was Netanyahu meint. Das ist nicht der Punkt. Hier ging es um den Soros-Plan. Wenn Sie Quellen haben, die meine Argumente widerlegen, dann fassen Sie diese zusammen und fügen, wenn es Ihnen wichtig ist, als Beleg einen Link hinzu.
        Ich weiß wirklich nicht, weshalb ich Ihnen das ABC des zivilen Diskurses nahelegen muss. Um es geradeheraus zu sagen: ich habe bisher von Ihnen nichts gelernt, und das kann ich von wenigen sagen, die hier kommentieren. Ich zweifele aber nicht daran, dass ich etwas lernen könnte, wenn Sie sich die Mühe machen würden, richtig zu argumentieren. In Sachen Soros lenken Sie aber nur ab: auf das, was Frau Glick meint, auf meine Zensurtätigkeit usw. Ich habe wenig Zeit; ich will sie nicht darauf verwenden, Ihr Ego dadurch zu pflegen, dass ich mich ständig mit Ihnen befasse. Noch einmal: diskutieren Sie ernsthaft mit, dann sollen Ihre Ansichten hier willkommen sein. Spielen Sie die beleidigte Leberwurst, werde ich Sie zensieren. Zum wiederholten Male: Es ist Ihre Wahl. Ich rechtfertige mich nicht mehr.

  16. avatar

    In einer “you’re either with us, or against us“ Haltung führen alle Wege zum Gegner. Ich konnte in dem Blog, den dbh verlinkt hat, nicht einen Hinweis auf „open borders“ finden, trotzdem schließt der Artikel, nach einer Liste an Meinungen, in denen nicht mal annähernd so etwas formuliert wurde, mit „Warum ist diese Ideologie der Förderung der illegalen Migration in Kombination mit einer völligen Außerachtlassung der Gefahr durch den Islam so stark?“ Tja, warum nur? Eine Antwort könnte sein, dass es genau diese Ideologie weder bei Soros, der Welt und bestimmten nicht bei einem der prominentesten rechten Kolumnisten und Islamkritiker, HMB, gibt. Spielt aber eben auch keine Rolle. Es geht um Polarisierung, hopp oder topp.
    Deswegen wundert es mich auch nicht, dass unseren Kameraden hier der Text ausgeht. Am Ende bleibt nur, dass Soros ihre Meinung nicht teilt und dann kennt der Galopp in den Unsinn eben keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Alles, was nicht gefällt, ist open borders. Wer Soros nicht nur aus rechten Blogs kennt, weiß das. Auch dass die Argumentation Orbans an antisemitische Verschwörungstheorien anknüpft, den jüdischen Kosmopolitismus. Man kennt die Codewörter.
    Aber was will man Orban vorwerfen, wenn der israelische Premier mit ähnlichen Geschichten arbeitet und ihn als seinen Freund adelt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Orban diesen hanebüchenen Blödsinn mit der Abstimmung gegen einen nicht existierenden Plan betreiben könnte, wenn es nicht die Rückendeckung Netanjahus gehabt hätte. Netanjahus Zusammenarbeit mit europäischen Reaktionären funktioniert mindestens so gut wie die Putins. Letztlich bremste die israelische Öffentlichkeit einen Händedruck mit polnischem Antisemitismus. Es ist wichtig zu sehen, dass Orban nicht im luftleeren Raum arbeitet. Es ist kein Zufall, dass alle Rechten mit den gleichen Bildern arbeiten, die gleiche Polemik benutzen und die gleichen Narrative verbreiten. Orbans Argumentation ist nicht vom Himmel gefallen, ich bezweifle wirklich, ob Orban selbst ein Antisemit ist. Es ist auch kein Zufall, wie die EU denunziert wird und erst recht ist es kein Zufall, auf welches Netzwerk Orban zurückgreifen kann. Birnbaum und Finkelstein, die auch Netanjahus Berater waren, haben sie erwähnt. Netanjahus Argumentation ist auch nicht zufällig oder spezifisch israelisch. Putin und Trump, mit denen Liberale am liebsten ihre Zeit verschwenden, docken mit ihren Desinformationen lediglich an Geschichten an, die tief im Westen vorbereitet wurden.

    1. avatar

      Weitgehend richtig, Stevanovic. Aber das ist falsch: “Netanjahus Zusammenarbeit mit europäischen Reaktionären funktioniert mindestens so gut wie die Putins.”
      Über das Verhältnis Netanjahus zur europäischen Rechten habe ich ja schon geschrieben:
      https://starke-meinungen.de/blog/2019/01/08/die-merkwuerdige-liebe-der-rechten-zu-israel/
      Sie ist von beiden Seiten eine reine Nützlichkeitserwägung. Putin hingegen steuert die Rechten und nicht nur sie (siehe z.B. Impfgegner) im Zuge einer gezielten Zersetzung des Westens. Netanjahus Flirt mit den Rechten scheint nun daran gescheitert zu sein, dass den Polen ihr antisemitisches Hemd näher ist als der prozionistische Rock. Damit fliegt der ganze Schwindel auf.

    2. avatar

      Nun, die Absetzung Rousseff in Brasilien war durchaus fragwürdig, die offene Parteinahme Washingtons für Bolsonaro lässt keine Frage offen. Maduro ist ein Diktator (keine Frage), das von Washington abgesandte Team lässt aber auch keine Frage offen, wie Venezuela nach der Diktatur aussehen soll. Der US-Botschafter in Deutschland sagt ehrlich, welche Bewegungen er in Europa fördern will. Ein monothematischer Kriegsbefürworter, John Bolton, ist der Sicherheitsberater, der über die Zukunft der westlichen Verteidigungsstruktur entscheiden soll…blabla usw. Und in diesen Kreisen ist der Mythos Soros entstanden und in deren ThinkTanks wurden die übelsten Desinformationskampagnen entwickelt, die unterstützten den Brexit, von diesen Kreisen bekommt Orban politische Rückendeckung. Die US-Rechte, die NeoCons, wie immer wir sie nennen wollen, ruinieren gerade den liberalen Westen im globalen Maßstab. Wenn Putin nicht wirklich russischer Imperialist wäre, müsste man ihn glatt zur Ablenkung erfinden. Beispiel: Polen ist nicht bekannt für seine Weltläufigkeit, zudem hat es sich nicht gerade als guter Moderator eigener nachbarschaftlicher Probleme gezeigt. Dennoch richtet es eine Nahost Konferenz zum Regime Change im Iran aus. Wie kommen die eigentlich auf die Idee? Wie Rumsfeld mal sagte, es ist das neue Europa, auf das die US-Rechten nun setzen. Die Tagung der Visegradstaaten in Israel, die Idee ist wohl nicht in Bratislava ausgetüftelt worden. Nur, wie sie richtig sagen, dem Juden die Hand reichen, so weit ist die polnische Rechte noch nicht. Da haben die Berater den Bogen schlicht überspannt. Ich verstehe (zum Teil) Netanjahus Motive durchaus, das alte Europa hat Israel wenig anzubieten (gute Ratschläge gewiss), da nimmt man jede Hand, die gereicht wird. Nur, während wir auf den Boogeyman Putin schauen, findet im Westen ein reaktionäres Rollback statt, bis zu dem Punkt, dass gefällige Diktaturen die wichtigeren Partner als Demokratien werden. Der Rollback im Westen hat mit der tea-party und den NeoCons begonnen, da gab es Putin noch gar nicht. Das alles bedroht die Grundlagen der Pax Americana weitaus mehr, als es ein Dutzend pickliger russischer Internettrolle jemals könnten. Orban ist nur eine Zwischenstation in einer Entwicklung, die vor 20 Jahren in den USA begonnen hat.

    1. avatar

      Klar, Blonderhans, ich bin gekauft. Daran liegt’s. Wann wollen Sie sich dazu bequemen, sich mit den Argumenten in meinem Essay auseinanderzusetzen, statt dieses Blog, das ich aus der eigenen Tasche finanziere (was mir leicht fällt, da ich die Soros-Milliarden hinter mir habe), zum Verbreiten mieser Gerüchte von rechtsextremer Seite zu missbrauchen? Ich verliere, wie Sie merken, langsam die Geduld und warne Sie ja nicht zum ersten Mal.

      1. avatar

        … fragt sich bei was Sie die Geduld verlieren. Fürs verlinken auf die britische, auf die israelische Presse? … die Sie hier faktisch zensieren? Alan Posener – Sie sind, wie ihr Kumpel Soros und Anhang, ein Antisemit.

        Was zu beweisen war.

      2. avatar

        Ich lasse das stehen, blonderhans, als Erklärung, weshalb ich Sie blockieren werde, bis sie sich entschuldigen. Ihre Wahl.

      3. avatar

        Ich denke schon, daß man über die Macht des Geldes sprechen muss und ich habe hans so verstanden, daß er genau darüber sprechen wollte: George Soros nimmt mit seinem Geld massiv Einfluss oder versucht es. Ich finde, der mündige Bürger darf schon wissen, wer was finanziert und hans’ Link auf David Bergers ‘philosophia perennis’ ist nichts weiter, als der diesbezügliiche Hinweis – ungeachtet des darin (selbst von mir) wahrnehmbaren Subtextes. (Man kommt auch nicht weiter, wenn man sich darauf fixiert.) Soros’ Agenda haben Sie schlüssig dargestellt und entmystifiziert, die Höhe der dort angegebenen Zahlen für Obergrenzen anzuzweifeln ist wohl für alle Diskutanden hier müßig. Aber den Einfluss von NGOs in Demokratien halte ich mittlerweile auch für zu groß. Sei es Soros’ Einfluss auf Universitäten/Denkfabriken oder der sehr deutsche Einfluss von Umwelt-Hilfssherrifs à la ‘Deutsche Umwelthilfe’. Es geht um demokratische Legitimation, um Aushebelung der funktionierenden Demokratie durch allzu mächtige Lobbyisten, einer 4., 5. oder 6.Gewalt. Diese Gefahr besteht allerdings.

      4. avatar

        Dass Geld Macht bedeutet, ist nicht neu. Und bestimmt kein Alleinstellungsmerkmal von Soros. Es gibt auf allen Seiten der heute tobenden Kulturkriege mächtige Geldgeber. Ihre Rolle etwa bei der Finanzierung der Brexit-Kampagne soll auch beleuchtet werden. Aber am Ende sind Ideologien stärker als Dollars, wie die Soros-Kampagne zeigt.

      5. avatar

        Ja, lieber AP, Ideologie sticht Dollars, das sehe ich allerdings genauso. Und was sticht Ideologie? Ich glaube Angst. Angst macht Ideologie. Und genau deswegen ist mir Soros lieber, als.. nun Sie wissen schon. Soros macht keine Angst oder will zumindest keine machen. Andere schüren Angst: Orban, natürlich, keine Frage. Die Brexiteers, klar. Mauer-Trump und der Boogeyman in Moskau, der die Renten kürzt und Bolsonaro der ‘etwas’ gegen die Kriminalität in Rio und Sao Paolo machen will und.. und.. (danke Stevanovic). Unsere auf Stimmungen surfende Kanzlerin ist da natürlich völlig schuldlos, wir zahlen ein ‘Demokratieabgabe’ und ich hoffe, daß die junge Dame aus Schweden den ganzen Jeanne D’Arc – Zirkus einigermaßen schadlos übersteht. Es geht um Manipulation durch Angst und die zieht sich in der Tat wie ein roter Faden (oder sollte man besser von Blutspur sprechen) durch die Geschichte. Es ist die eigene Unteilsfähigkeit, die abgeschaltet werden soll und – ehrlich gesagt – vor dem Hintergrund, daß wir mittlerweile bei Angstmachern Schutz vor Angstmachern suchen oder mangels Alternative suchen müssen (z.B. bei der EU-Wahl), hat schon was pathologisches. Soros erscheint zumindest mir bei dem Spiel als ‘Waisenknabe’ oder wie man da sagt.
        Angst und Dollars, das ist der Brandsatz. Bei Soros fehlt definitiv der Faktor Angst.

      6. avatar

        @KJN

        Man könnte dbh für diesen Artikel glatt dankbar sein, wenn er über ein Mindestmaß an Impulskontrolle verfügen würde. Es ist einfach nur beleidigend, was er geschrieben hat, eine Entschuldigung wäre das mindeste. Irgendwann ist wirklich gut.
        Der Artikel zeigt aber schön, wie Aufklärung eben nicht funktioniert.
        Es gibt Verbindungen zwischen Springer und Soros – na klar. So wie jedes Dax Unternehmen Verbindungen zu Blackrock hat (und Merz deswegen zurecht nicht Parteivorsitzender oder gar Kanzler werden sollte), Siemens Teile an den gesamten Maschinenbau liefert und Kabel von Leoni in fast jedem Apparat sind. Netzwerke und Verbindungen gibt es überall. Eben eine Binsenweisheit.
        Dann stellt er folgende Behauptung in den Raum: „Soros Open Border-Ideologie wird warmherzig journalistisch begleitet, die Gegenposition verdammt.“ Die Open-Border Ideologie wird einfach vorausgesetzt und damit wird die Sache natürlich brisant. Um dann zu Fragen: „Warum passiert das und warum unterbindet, bzw. sabotiert man damit das, was eigentlich in einer funktionierenden Demokratie stattfinden sollte, nämlich eine Debatte, ein Wettstreit der Ideen, der Ideologien, der Werte mit dem der Zielpunkt der Entscheidung des Souverains, des Bürgers an der Wahlurne?“ Vulgo: Er ist anderer Meinung als die Welt. Mehr ist es nicht. Die Welt ist eine Zeitung, die schreiben kann, was sie will. Sie ist kein staatliches Organ, es ist nicht die ARD, sie ist nicht mal einer besonderen Qualität verpflichtet. Die Meinung der Welt ist eine Meinung im Wettstreit der Ideen, es ist nicht Aufgabe der Welt, diesen Meinungsstreit auf ihren Seiten auszutragen. Deswegen kann, darf und soll er die Welt inhaltlich angreifen. Erst das macht eine Debatte. „Die alternativen Medien, die ihren Standpunkt klar und transparent kommunizieren, haben so lange eine Existenzberechtigung, ja -notwendigkeit, wie sich das nicht ändert.“ – man könnte glatt glauben, er hätte zum ersten mal verstanden, warum Meinungsfreiheit so wichtig ist.
        Aber nun sind wir schon auf dem Holzweg und beschreiten ihn konsequent. Nachdem nun eine Binsenweisheit natürlich wahr geworden ist (es gibt eine Verbindung), erfüllt die Zeitung nicht eine Aufgabe, die niemals ihre war (objektiv einen Wettstreit darzustellen), um eine Ideologie zu vertreten, die es so nicht mal in der Ausgangsposition gab (Open-Borders) um dann festzustellen, dass der Journalismus kaputt ist. Abgesichert durch ein „weiß ich nicht“. Was bleibt ist, dass Soros über Springer unsere Demokratie kaputt macht. Ja, unsere Demokratie ist gefährdet (nach meiner Meinung), weil wir unseren Staat, die einzige demokratisch legitimierte Institution (neben dem Kegelverein) in den letzten Jahren kaputtgespart haben in der irrigen Annahme, dass essentielle Kompetenz des Gemeinwesens besser in der Wirtschaft ohne demokratischen Auftrag aufgehoben sind. Umweltpolitik findet vor Gericht statt, weil die Politik nicht handelt und in vielen Feldern nicht mehr kompetent genug ist, um zu handeln. Aber nochmal: Darum geht es hier nicht. Demokratie ist es erst dann, wenn die Welt schreibt, was er lesen will.
        Und das ist auch Orbans Masche. Die illiberale Demokratie bedeutet am Ende genau das: Nicht die demokratisch kontrollierten Institutionen werden gestärkt (man schaue auf die ungarische Korruption des Staates), es wird die Debatte gleichgeschaltet, indem man auf Inhalte des Diskurses „objektiven“ Einfluss nehmen will. Und das sieht dann so aus, dass man die Ungarn über Dinge abstimmen lässt, die niemals zur Debatte standen. Damit die interessanten Fragen eben nicht gestellt werden. Natürlich im Namen der Freiheit und Demokratie.

      7. avatar

        So etwa, Stevanovic. Man nennt das “Framing”. Macht ja nicht nur die bescheuerte ARD-Führung.

      8. avatar

        Was sagen und dabei nicht weinen? Konsequenzen? 0. Birnbaum ist ja nicht der einzige und es ist vollkommen ungefährlich. Wie viel von dem, von dem wir so glauben, es genau zu wissen, ist auch schlichtes Framing?

      9. avatar

        ..liest sich, wie ein Groschenkrimi, das Stück aus der Giftküche der Spindoctoren und es wird klar, was ‘framing’ eben auch ist: mobbing. Und trotz allem kann ich Birnbaum ein wenig verstehen, wie er sich gegen die Erkenntnis wehrt, daß das ererbte Geschirr im Schrank stets heftig antisemitisch mitklappert.

        Und die mir infolge regelmäßigen Genusses des DLF schon länger nicht mehr so ‘ungeframed’ erscheinende ARD schreibt’s auch noch dick drauf, was ihr ‘framing manual’ bewirken soll, nämlich die Schmarotzer und Volksschädlinge, die die Zwangsgebühren ablehnen.. ähem.. auszugrenzen.
        Ich bin natürlich ein Troll, wenn ich das so sehe.
        (Das ‘framing manual’ kann man sich als pdf herunterladen, es ist aber nicht für mich geeignet, weil ich dafür zu dumm bin, sowas zu verstehen oder die falsche ‘Haltung’ mitbrige. Jedenfalls so was.)
        Ich glaube ‘bescheuerte ARD-Führung’ ist der korrekte soziologische Ausdruck dafür.

      10. avatar

        ..und das muss ich auch noch loswerden, in Richtung hans, wenn er noch mitliest: Es ist die “von Soros gekaufte ‘Welt'”, die das mit diesem ‘manual’ als erste umfassend thematisierte und die sich mir als unabhängiges Medium mit einem breiteren Meinungsspektrum empfohlen hat, als andere Medien. Und damit meine ich nicht nur ‘Spiegel’ (gut, hat noch Fleischhauer) und Zeit (gut, hat noch Martenstein). (Wen hat die ARD noch?)
        Daß ich mal Werbung für die Springer-Presse mache, hätte ich mir auch nicht träumen lassen, kann alan Posener auch mit auf sein Konto buchen. So, genug lobgehudelt, hans soll sich entschuldigen, wasr nicht so gut, mehr Platz für erhellende Kontroverse findet er nirgens.

      11. avatar

        @Klaus

        … klar werde ich hier weiter lesen und posten. Soll APo doch in den Teppich beißen. Solange er hier die ‘Jerusalem Post’ zensiert sehe ich keinen Grund für (m)einen Rückzieher.

      12. avatar

        “Soll APo doch in den Teppich beißen”: Ein Verhalten, das man Adolf Hitler nachsagte. Wollen Sie wirklich so weiter machen, Hans Faust, oder wollen Sie zur Sache schreiben? Es ist, ich wiederhole es, Ihre Entscheidung.

      13. avatar

        @Stevanovic
        Sie brauchen nicht weinen, der Begriff ‘framing’ ist geisteswissenschaftliches Marketing für eine Sache und Erkenntnis, die so alt ist, wie die Menschheit. Und hinter dieser ominösen ‘neurolinguistischen Programmierung’ (NLP) steckt auch nichts anderes, als der Versuch von Beratern und Pädagogen, ihren Kunden und Klienten die Hoffnung zu verkaufen, andere manipulieren zu können. Soo mächtig ist die Sprache nicht, das muss schon auf das Bedürfnis treffen, manipuliert zu werden, also auf Verunsicherte. Und mit Erkenntnis hat ‘framing’ gar nichts zu tun, auch wenn ich gegenteiliges heute irgendwo in der ‘Welt’ gelesen habe: Es gibt kein ‘framing für Sachlichkeit’, das ist Unsinn. Sondern nur die Bereitschaft den eigenen Sinnen, dem eigenen Verstand zu trauen und nicht ständig anderen Leuten irgendwas zu glauben. Z.B. daß die Welt, das Leben so komliziert wäre, daß man es nicht alleine verstehen könnte. (Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen…). Homo sapiens hat es bis heute geschafft, es besteht überhaupt kein Grund, warum er es nicht weiter schafft, zumindest bis zum nächsten Asteroideneinschlag.

      14. avatar

        @KJN
        Es tut mir leid, dass ich momentan nicht genug Zeit habe, um zu antworten. Aber ich lese alle Ihre Beiträge. Das Framing richtet sich nicht an die „andere“ Seite, es überzeugt niemanden und es kann eine Meinung nicht drehen. Es richtet sich an die Unsicheren in der Mitte. Aktuelles Beispiel ist Russland. Das Framing Russlands als akute und hoch-aggressive Bedrohung richtet sich an Leute, die die russische Staatsideologie für imperialistisch und expansiv halten, Putin für einen Diktator ohne jedes Interesse, sein Land zu entwickeln, und die sehen, dass das einzige Ziel der Kreml-Außenpolitik es ist, anderen zu schaden (kurz, Leute wie ich). Für mich ist Snowden ein Frettchen, das uns Bürger zwar aufgeklärt, aber eben auch an den Kreml verraten hat. Das Framing, das nun aber stattfindet, hat mit diesen Dingen nur am Rand etwas zu tun. Es gibt klare Interessen, warum die Putin-Hysterie dieses Ausmaß angenommen hat. Sind es nun die erhöhten Rüstungsausgaben, Regierungen die Innenpolitisch unter Druck stehen, Rechtfertigungen für bestimmte Spielzüge in Great Game oder die Einschränkungen von Bürgerrechten. Das Framing wird keinen Russland-Fan oder Putin-Versteher überzeugen, die „Friedensbewegten“ bleiben Apologeten des Kreml-Imperialismus, es soll aber Leuten wie mir, bestimmte Dinge verkaufen. Das beste Beispiel sind lächerlichen Vorwürfe wegen Wahlmanipulationen. Nicht, dass sie es nicht versuchen würden, aber mit Verlaub, es sind höchstens Fußnoten – kein Grund demokratische Verfahren zu diskreditieren. Die Hysterie entspringt dem Framing der geschlagenen US-Demokraten und ist eine rein innenpolitische Geschichte der USA. Trotzdem begründen wir Rüstungsausgaben mit dieser Bedrohung. Ja, Russland hat Mittelstreckenraketen entwickelt, die haben aber im nuklearen Gesamtbild bei weiten nicht die Bedeutung wie in den 80ern, zumal der Kreml weiß, dass er vielleicht einen plötzlichen Stich landen kann, wie im Baltikum (vielleicht), es ihn danach aber 100% nicht geben mehr würde. Dafür haben wir die NATO doch Osten erweitert. Trotzdem werden wir darauf vorbereitet, große Teile des Bruttosozialprodukts in neue Waffen zu investieren. Ich halte diese Kampagne für offensichtlich, verschiedene Interessengruppen sind daran beteiligt und jeder hat seinen eigenen Grund. Ich bin für das Thema Russland sensibilisiert und fühle mich manipuliert. Ja, gab es schon immer. Aber der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht. Das ARD Framing Handbuch ist ein deutliches Zeichen, wie akzeptiert dieses Vorgehen ist. Am Ende stehen Leute eben auf der Straße, tragen Gelbe Westen oder rufen Lügenpresse. Und erst dann wirkt Kreml-Desinformation so richtig. Bestimmt nicht wegen 60.000 $ für Facebook Anzeigen.

      15. avatar

        @Stevanovic
        Jetzt bin ich grad unterwegs mit Smartphone und geringer Bandbreite, deswegen kurz gesagt: Framing doch nichts andreres als altbekannte Massen-Manipulation: anti-aufklärerisch, anti-emanzipativ und mit einem Menschenbild, das Feministinnen als ‘patriarchal’ bezeichnen würden. Daß das (auch) als Geschäfts- oder Karrieremodell für ‘Institute’ dient, wundert nicht so sehr. Hatte ich in etwas abstrakterer Form auch Herrn Stollmeier hier so gepostet. Fand er wohl nicht so gut und können Sie deswegen nicht lesen. Ich meine (nochmal), wir sollten wirklich (weiter) versuchen, selber zu denken und die Welt ist nicht so kompliziert, daß wir ‘vorgeframte’ Deutungsmuster benötigen würden. Wer ‘framed’, ist egal, allein die Absicht sollte alarmieren.

      16. avatar

        Ich kann für Herrn Stollmeier nicht sprechen, weiß also nicht, wie er Ihren Kommentar findet; aber als Gastautor hat er nicht die Möglichkeit, Kommentare zu moderieren oder auch nur online zu stellen. Das macht netterweise Liane Bednarz, wenn sie die Zeit findet. Bitte nicht Zensur unterstellen, wo keine stattfindet, lieber KJN. Wir sind hier faktisch eine Ich-AG.

      17. avatar

        Pardon, lieber Herr Nick. Ich hatte Ihren Kommentar zu Harald Stollmeiers Text übersehen, weil er sich unter diversen Kommentaren zu Alan Poseners hiesiegem Text befand. Die Kommentare werden in zeitlicher Reihenfolge angezeigt. Ich habe ihn jetzt freigeschaltet.

      18. avatar

        @Liane Bednarz, Alan Posener, Harald Stollmeier
        Ja danke, liebe Frau Bednarz, deswegen meine etwas ironisch gemeinte Bemerkung ‘..mein Kommentar gefällt Herrn Stollmeier wohl nicht’ – gemeint natürlich als Nachfrage, mit der ich ja dann auch erfahren konnte, wie das mit der Arbeitsteilung bei Ihrem Projekt hier läuft.

        Derzeit wird viel darüber geschrieben, daß die Gesellschaft sich spaltet: Ich vermute hier die größere Gefahr allerdings nicht aufgrund der Existenz verschiedener politischer Lager (Konservative vs. Modernisten), sondern in der Emotionalisierung, die das tatsächlich spaltende Agens zu sein scheint.. wenn Soros ‘jüdisch-internationalistischer Umvolker und Nationenzerstörer’ wird oder wissenschaftliche Skeptiker an CO2-Bedeutung und NOx-Toxizität zu ‘Klimaleugnern’ werden. M.E. die gleiche totalitäre (faschistoide) Eiferei. Wenn es darum geht, Mythen zu dekonstruieren, bin ich sehr gerne mit Ihnen dabei – sozusagen von der anderen Seite.

    2. avatar

      Was mich ja wirklich amüsiert – wir haben vor 30 Jahren – wegen solch einschlägiger Angriffe – Flugis meines Studentenverbandes zeitweise mit dem Disclaimer “Vom Vatikan, dem Grosskapital und der CIA gekauft” versehen.
      Heute kommt derselbe Stuss meistens von rechtsaussen. Intelligenter wird er damit auch nicht.

  17. avatar

    Bei der ganzen langen Lektüre ist mir ein Satz aufgestoßen:
    „Die EU (muss) in absehbarer Zukunft mindestens eine Million Asylsuchende jährlich aufnehmen. ”
    Warum ?
    Es ist mein legitimes Recht zu wollen, daß niemand mehr in unser überbevölkertes Land kommt. Würde ich in Polen oder Ungarn leben wäre mein Anliegen bei der Regierung in guten Händen.
    In Deutschland habe ich es mit einer Regierung zu tun, die es geschafft hat, die jährliche Zuwanderung einer Großstadt wie Kassel (200.000 Einwohner) als Petitesse erscheinen zu lassen, weil die in einem Jahr erfolgte Zuwanderung von München als sich nicht mehr wiederholbare Ausnahmesituation dargestellt wird.
    Diese Massenzuwanderung war die Folge einer Gesetzeslage bzw. deren Interpretation, die bisher nicht geändert wurde. Merkel hat ja recht, wenn sie sagt “Das Asylrecht kennt keine Obergrenze.”
    Eine politische Mehrheit zur Änderung dieser unsäglichen Rechtslage ist nirgendwo in Sicht.
    Der einzige Unterschied in der praktischen Politik besteht darin, daß CDU, CSU und SPD ausländische Diktatoren bezahlen, damit diese einige Flüchtlinge von den deutschen Grenzen fernhalten, während die Grünen am liebsten einen weltweiten Shuttle-Service einrichten würden für alle, die irgendwo auf der Welt schlechter leben als in Deutschland.
    Bei den Milliarden, die dafür in Frage kommen könnten ist die Soros´sche Million fast schon vernachlässigbar.

    1. avatar

      Lieber Don Geraldo, es gibt mehrere Gründe, weshalb Europa Flüchtlinge aufnehmen muss. (ich rede nicht von Wirtschaftsmigranten, für deren Aufnahme es auch Gründe gibt, aber andere.) Erstens: Kants kategorischer Imperativ. Zweitens verschiedene völkerrechtsverbindliche Verträge, die von den europäischen Staaten (auch Ungarn) unterschrieben worden sind. Drittens die Dublin-Verträge der EU. Viertens das Grundgesetz und ähnliche Passus in den Verfassungen verschiedener Länder. Fünftens die Tatsache, dass man kam andere Länder dazu bewegen kann, Flüchtlinge aufzunehmen, wenn man es selbst nicht tut (siehe erstens). Und das sind nur die Gründe, die mir spontan einfallen.

      Wenn Sie schreiben: “Es ist mein legitimes Recht zu wollen, daß niemand mehr in unser überbevölkertes Land kommt”, so haben Sie natürlich Recht: Ihnen kann niemand verbieten, etwas zu wollen. Aber es ist Deutschlands rechtliche und moralische Pflicht, Asylbewerber aufzunehmen und deren Anträge zu prüfen.
      Wenn Sie aber schreiben, dass “die Grünen am liebsten einen weltweiten Shuttle-Service einrichten würden für alle, die irgendwo auf der Welt schlechter leben als in Deutschland”, dann haben Sie auch dazu das Recht, aber dann habe ich auch das Recht, Sie nicht ernst zu nehmen als Diskussionspartner.

      Ansonsten sage ich: Netter Versuch, die Diskussion über Orban abzuwürgen und sie zu lenken auf Ihre Befindlichkeiten. Ich möchte jedoch nicht zulassen, dass Sie – nachdem ich mir die Mühe gemacht habe, Kritik und Demagogie voneinander zu trennen und zu zeigen, wo und wie Orban demagogisch argumentiert – alles beiseite wischen und einfach das veröffentlicht sehen wollen, was Ihnen gerade durch den Kopf geht. Entweder wir diskutieren zum Thema, oder wir diskutieren gar nicht.

  18. avatar

    Soros erschien mir immer, wie ein gutmeinender, etwas naiver Amateurpolitiker und Philanthrop, der der Welt mit seinen Stiftungen irgendwas zurückgeben will (und ich habe das hier vor längerer Zeit bereits auch so kommentiert). Und daß rechte und linke ‘Politik’ ihn auf allen antisemitischen Oberwellen als den Förderer von neoliberalem Globalismus darstellen, zeigt nicht mehr und nicht weniger an, als die schlechte Qualität unserer politischen Debatten. Debatten, in denen nicht mehr danach gefragt wird, wieso ein einzelner Mensch überhaupt mit seinen Transaktionen das internationale Finanzsystem so beeinflussen konnte, wie Soros (u.v.a.), wieso es überhaupt so instabil und beeinflussbar ist und was man z.B. dagegen tun könnte, wenn es denn problematisch ist (->Piketty). Wenn Befunde, seien sie nun volkswirtschaftlicher, soziologischer oder naturwissenschaftlicher Art, nicht mehr auf sachlicher Ebene zu Ende analysiert und auf kausale Zusammenhänge zurückgeführt werden bevor sie Bestandteil politischer Debatten und ‘Haltungen’ (für mich das Unwort des Jahres 2018) werden, muss man sich über das Niveau der Debatten und den Populismus auf allen Seiten inclusive der antisemitischen Obertöne überhaupt nicht wundern. Die Hysterie hat ihre Ursache in der Übergriffigkeit der Politik (populistischen Politik auf allen Seiten) auf Sachverhalte, die nicht überhaupt nicht hinreichend analysiert wurden. Seien es globale crashs am Finanzmarkt, dem, sog. menschengemachten Klimawandel, Migration, der Kernkraft, schlecht begründeter Umwelt-Grenzwerte oder sonstwas. Es ist viel zu viel politisch geworden, was als Kontroverse auf die sachliche fachliche Ebene gehört. Eben, genau, wegen der Komplexität. Eine Komplexität, die sich nicht durch opportunistische Anpassung an ‘etablierte’ Auffassungen in der scientific community aufklären lässt (Unterstellung? – nein Erfahrung), sondern nur durch die Rückführung auf kausale Zusammenhänge als gedankliche Leistung einzelner Personen. Eine Komplexität, die sich dann auch auf Erklärbares reduziert und Projektionsflächen, wie z.B. George Soros überflüssig macht.

    Zu den ‘Grünen’: Ich hatte sie mal gewählt, weil ich mir von ihnen erhoffte , daß sie naturwissenschaftliche (Umwelt-)Erkenntnisse in die Politik transportieren. Derweil haben sie und ihre Apologeten die Naturwissenschaften politisiert.

    Zu Netanyahu und den Polen: Ich denke nicht, daß es Aufgabe deutscher Medien sein sollte, die Diplomatie des im Judenstaat beauftragten Ministerpräsidenten bezüglich der Täter im Holocaust zu bewerten.

  19. avatar

    Die Geschichten sind tatsächlich die gleichen, bei allen Rechten, ob Orban, Netanjahu, Trump oder Kaczynski. Es gibt eine weltweite (internationale?) rechte Erzählung, die auf allen Kanälen gepuscht wird. Das zeigt weniger die Macht der Rechten, sondern vielmehr, was mit der Manipulationsmacht, die mit der Digitalisierung im Informationszeitalter entstanden ist, alles gemacht werden kann. Und da sind nicht nur die Rechten beteiligt, dieser Mittel bedienen sich alle agierenden Vereinigungen. Der Diskurs ist ein Kampf der Narrative, Berichterstattung hat immer zuerst Haltung und wer Narrative nicht teilt, ist schuld am Weltuntergang. Nicht das bessere Argument zählt, es ist der geschicktere und technisch aufgerüstete Spindoctor, der das Tagesthema setzt. Von Greenpeace und Autolobby über Neue Soziale Marktwirtschaft und Sozialverbänden bis zu den Transatlantikern und Wutbürgern – es sind immer Geschichten und eingebettete Erzählungen, die in Endlosschleifen wiederholt werden. Die Aufklärung und Informationsvielfallt besteht in der Erzählung eines Gegennarrativs. Orban hat Recht, wenn er meint, dass Dinge keines Beweises mehr bedürfen. Denn die Beweise interessieren niemanden mehr wirklich – auch die mündigen Konsumenten sind doch mittlerweile so abgebrüht, dass sie wissen, worum es geht. Glaubt jemand ernsthaft, dass Russland mit geschätzten 100.000 Dollar eine Wahl gegen Clintons über 1.000.000.000 Dollar wirksam manipulieren konnte? Natürlich nicht, weil aber Trump angegriffen werden soll, wird ein Obervolta-Diktator Putin zu einem James Bond Bösewicht aufgebaut und alle, die Trump ablehnen, machen mit. Das EU-Parlament und Kommission gekauft? Warum nicht, für jemanden, der die EU ablehnt, eine gute Erzählung und nur um genau das geht es. Das ist in Ordnung, handelt es sich um autoritäre Staaten und jeder weiß, dass es nicht ganz so ist, wie man es in der Information präsentiert bekommt. In einer Demokratie jedoch, in der es auf die Qualität der Informationen ankommt, an den Glauben, dass man als Wähler weiß, warum und was man wählt, führt das zu einem fundamentalem Vertrauensverlust – und genau da sind wir gerade. Die Art der Opposition gegen Trump in den USA, der westlichen Leitkultur, lässt wenig hoffen, dass sich da etwas ändern wird.

    1. avatar

      “Die Art der Opposition gegen Trump in den USA, der westlichen Leitkultur, lässt wenig hoffen, dass sich da etwas ändern wird.”

      Mag stimmen. Darüberhinaus hat die Arbeit mit Glaubensdogmen aus Furcht, Schrecken und massloser Übertreibung einen linksliberalen Vorläufer, dazu muss man sich nur den gesammelten Quark ansehen, den “Friedensbewegung”, Greenpeace und Co. über Jahrzehnte MIT aktiver Unterstützung der meisten Medien in die Landschaft husten konnten. Unwidersprochen. Hat wenige in den Medien ausserhalb der FAZ interessiert. War aber erkennbar Vorläufer und Schablone der heutigen Fake-News.
      Soweit ich das beurteilen kann, bekommen die liberalen Medien heute genau das zurück, was sie vom anderen Ende her in den achtzigern ff aktiv unterstützt haben. Weshalb ich ihnen die Heuchelei um Framing, Lügen und “Fakten” auch nicht für 5 Sekunden abnehme.

      So wirkt das, wenn Vertrauen einmal zerstört ist.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  20. avatar

    “Niemand will unbegrenzte Zuwanderung und eine muslimische Invasion.”

    In den Parteiprogrammen der GRÜNEN und der LINKEN steht das exakte Gegenteil (bei den GRÜNEN nur versehen mit der Einschränkung, dass zwar JEDE/R kommen darf, aber nicht alle bleiben). Diese beiden Parteien repräsentieren etwa 25% der deutschen Wähler. Das ist ein wenig viel für “niemand”, oder?

    Ansonsten kräftiger Beifall für den Beitrag gegen den Soros-Weltverschwörungs-Bullshit. Wird nur leider wenig helfen – die Anhänger dieser Erzählung sind wahlweise dumm oder bösartig.

    1. avatar

      Lieber Thorsten Haupts, hier ist die jüngste Veröffentlichung der Grünen zum Thema, und ich denke, am erkennt dort in der Tat den Einfluss des Soros-Plans, einschließlich der Notwendigkeit einer Begrenzung: “Feste Kontingente”.
      https://www.gruene.de/ueber-uns/2018/recht-auf-asyl-schuetzen-migration-steuern-zusammenleben-gestalten-europa-retten.html

      Bei der Linkspartei wiederum ist Sarah Wagenknecht eher auf der Orban-Linie.

      Aber selbst wenn es bei den Grünen und der Linkspartei Befürworter einer unbegrenzten Aufnahme von Asylbewerbern gäbe, so wäre das aus Humanität motiviert (falsch verstandener Humanität, gewiss) und nicht aus dem Wunsch, Europa zu “überfluten” oder gar einer “muslimischen Invasion” den Weg zu ebnen.

    2. avatar

      “… nicht aus dem Wunsch, Europa zu “überfluten” oder gar einer “muslimischen Invasion” den Weg zu ebnen.”

      Auf so schräge Ideen komme ich normalerweise nicht :-). Paranoia ist nicht mein Ding.

      Unabhängig davon – danke für den Link. Zusammenfassung: Wir sind für Fluchtursachenbekämpfung, europäische Verteilung und unbegrenztes deutsches Asylrecht. Da davon nur das letzte heute irgendwie realistisch (da gelebte Praxis) ist und das andere reine Wunschträume, bleibe ich bei meiner Darstellung. Das “Warum” interessiert mich eher weniger, Intentionen sind Schall und Rauch.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

      1. avatar

        Nein, Ihnen unterstelle ich das nicht. Es geht um Orban. Im ganzen Artikel geht es um den Unterschied zwischen der Kritik an einer möglicherweise zu laxen Asylpolitik und deren Folgen, und der Unterstellung einer Strategie der Vernichtung Europas. So, und wenn ich nun sage, niemand wolle eine muslimische Invasion, so ist das – abgesehen von einigen Anhängern der Muslimbruderschaft, die ich hier auf SM benannt habe – Fakt. Wenn ich sage, dass niemand unbegrenzte Zuwanderung wolle, so gibt es vermutlich am linken Rand der Linkspartei und der Grünen einige Antideutsche, die dafür sind, aber dafür sind mitnichten die 25%, die diese Parteien wählen, in denen es ja auch ganz andere Stimmen gibt.

        Ich habe in meinem Leben nie Linkspartei gewählt, und ich werde zur Europawahl zum ersten Mal in meinem Leben die Grünen wählen, weil ein Freund kandidiert, der, glaube ich, im Europäischen Parlament segensreich wirken kann. Ich würde die Partei natürlich nicht wählen, wenn ich glaubte, wie Orban behauptet, dass sie faktisch im Solde des Juden Soros Europa mit Migranten fluten wollte. In den Jamaika-Verhandlungen waren die Grünen übrigens bereit, eine Obergrenze von 180.000 zu akzeptieren. Fluten sieht anders aus.

      2. avatar

        “Wenn ich sage, dass niemand unbegrenzte Zuwanderung wolle, so gibt es vermutlich am linken Rand der Linkspartei und der Grünen einige Antideutsche, die dafür sind, aber dafür sind mitnichten die 25%, die diese Parteien wählen, in denen es ja auch ganz andere Stimmen gibt.”

        Und das kann man völlig legitim anders sehen, indem man auf die heute gültigen Parteiprogramme der Bundesparteien verweist. Oder einfach darauf, dass man auch dann X will, wenn man einfach alles ablehnt, was X verhindern oder eindämmen würde.

        Spielt aber in der Soros-Debatte eine eher untergeordnete Rolle, denn weder die GRÜNEN noch die LINKE sind von Soros gekauft, das hoffe ich zumindest stark zugunsten des hochintelligenten Mannes :-).

        “… weil ein Freund kandidiert, der, glaube ich, im Europäischen Parlament segensreich wirken kann …”

        So ziemlich der einzige Grund, der auch mich wirklich überzeugt (persönliche Bekanntschaft plus Integritätsvermutung). Da ist mir die Partei dann auch wurscht.

        Gruss,
        Thorsten Haupts

    3. avatar

      Wieso sucht sich Herr Soros nicht ein anderes Hobby, z.B. einen US-Sportclub kaufen und sponsern? Natürlich sind deutsche Politiker viel gefährlicher als Herr Soros, und bei denen kann man alle Verschwörungstheorien durch ihre eigenen Worte und Taten belegen. Trotzdem ist dieser Asyl-Soros nicht ganz koscher.

      1. avatar

        Lieber Herr Weller, wieso soll Herr Soros mit seinem Geld nicht machen dürfen, was er will, so lange er sich dabei an die Gesetze hält? VW mit seiner Stiftung, Thyssen und Krupp mit ihren Stiftungen, die ehemals stramm nationalsozialistischen Quandts mit ihrer Stiftung, von Bill und Melinda Gates, Robert Murdoch und Jeff Bezos, den Koch Brothers und Sheldon Adelson – und den Milliarden von Gazprom und Co. – ganz zu schweigen – alle machen sie mit ihrem Geld Politik, und nur bei Herrn Soros finden Sie das “nicht ganz koscher”? Absurd.

      2. avatar

        @APO: wieso soll Herr Soros mit seinem Geld nicht machen dürfen, was er will, so lange er sich dabei an die Gesetze hält?

        Das ist vielleicht ein bisschen kurz gesprungen.

        Wenn (1.) “Politik mit Geld machen” heißt, dass Politik gekauft werden kann und darf, und (2.) die globale/ nationale Vermögensverteilung so ist, wie sie ist, sollten “die Gesetze” geändert werden. Und zwar gegen jeden, der Politik zu kaufen versucht. Ob gegen Soros, VW, Thyssen, Krupp , die Quandts, Bill und Melinda Gates, Robert Murdoch und Jeff Bezos, die Koch Brothers, Sheldon Adelson oder Gazprom, ohne Unterschied.

      3. avatar

        Ach EJ, da steht doch, “so lange er sich an die Gesetze hält”. Und als ich das letzte Mal nachschaute, war Bestechung immer noch ein Verbrechen. Soros nutzt seine Stiftung, um der Gesellschaft wenigstens etwas zurückzugeben. Man kann – wie ich – der Ansicht sein, dass er teilweise naiv ist und dass seine Lösungsvorschläge nicht immer die besten sind – aber anscheinend gilt für ihn: Wie man es macht, ist es falsch. Er hat sein Geld legal verdient, wenn auch nicht gerade auf nette Weise, und gibt es legal aus. Ich will über die Verschwörungstheorien gegen Soros reden, nicht über die globale Ungleichverteilung, über die ich an anderer Stelle geschrieben habe, und an der Herr Orban ganz gewiss nichts ändern will. Googeln Sie mal “Korruption” und “Orban”.

      4. avatar

        @APO Ich will über die Verschwörungstheorien gegen Soros reden, nicht über die globale Ungleichverteilung

        Und ich meine, über Verschwörungstheorien zu reden, indem ich erstmal den rationalen Teil abspalte, isoliere.

        Sie sagen etwas schwammig, Soros und Kollegen geben ihr Geld (legal) aus. Ich nenne das kaufen. Frage (implizit), was sie kaufen. Politik! (Und bezweifele die demokratische Legitimität dieses (legalen) Kaufvorgangs und fordere entsprechende Gesetzesanpassungen.)

        Was ich “den rationalen Teil” der Verschwörungstheorien nenne, macht die Verschwörungstheorien überhaupt erst funktions- bzw. tragfähig. Das sollte man schon sehen, wenn man’s ernst meint, finde ich.

      5. avatar

        Gut, EJ, dass Geld Macht bedeutet, ist nicht neu. Und bestimmt kein Alleinstellungsmerkmal von Soros. Es gibt auf allen Seiten der heute tobenden Kulturkriege mächtige Geldgeber. Ihre Rolle etwa bei der Finanzierung der Brexit-Kampagne soll auch beleuchtet werden. Aber am Ende sind Ideologien stärker als Dollars, wie die Soros-Kampagne zeigt.

      6. avatar

        Migration bedeutet auch teilen, austauschen. Warum sollte jemanden der Zustand gefallen, dass Gesetze das Nichtteilen von Vermögen im Namen der Vernunft und Gerechtigkeit garantieren, aber auf der anderen Seite, im Namen der Gerechtigkeit, dieser seinen Arbeitsplatz und seine öffentlichen Dienstleistungen (die im Namen der ersten Gerechtigkeit unter ständigem Druck stehen, aber alles sind was er hat) mit Fremden teilen soll? Da leuchtet es doch ein, dass es denjenigen ziemlich Wurst ist, wie abstrus die Begründung für eine Ablehnung ist. Trump: „I could shoot somebody and I wouldn’t lose any voters“. Orban lügt über die EU und die Mehrheit der Ungarn interessiert es nicht. Soros verkörpert beides, er profitiert wirtschaftlich und versucht zum Teilen zu überreden. Deswegen ist er das Ziel und nicht Bill Gates. Zugegeben, ist nicht das Thema, könnte aber eben auch der Punkt sein, warum Leute hoch im Kurs stehen, die versprechen, diese Regeln und Gesetze zu ändern.

      7. avatar

        @APO am Ende sind Ideologien stärker als Dollars, wie die Soros-Kampagne zeigt

        Sehr richtig! Und wenn das eine Regelmäßigkeit ist, dass gegen die Übermacht des Geldes (wie gegen die Übermacht der unverständlichen oder gleich (“alternativlos”) unterlassenen Erklärung/Begründung – nur scheinbar anderes Thema!) die noch mächtigere Verschwörungstheorie aus ihren Löchern hervorgeholt wird, sollte man nicht jammern, sondern sein Verhalten/ den eigenen Kommunikationsstil ändern (bevor alles den Bach runtergeht).

      8. avatar

        @ Stevan Stevanovic:

        Gute Beobachtung. Vor allem die, dass und warum vielen Leuten die “Fakten” in der Migrationsdebatte weitgehend wumpe sind (deren Gegnern übrigens auch, die halten nämlich sozialwissenschaftliche Studien – ernsthaft – für “Fakten”).
        Das ist IMHO allerdings nur ein Teil der Gründe für die Wucht und Durchschlagskraft der rechtspopulistischen bis rechtsradikalen Bewegungen weltweit, aber ein nicht unwichtiger.

        Gruss,
        Thorsten Haupts

      9. avatar

        @APO Link auf Guillaume Liegey

        Nicht zielführend, denke ich. Selbst wenn ich über “analog” intime Gespräche (“wirklich”/”tief”) weiß, was die – u.U. widersprüchlichen – Wünsche der Bürger sind, muss ich als (gewählter) Politiker noch über deren Erfüllbarkeit oder Unerfüllbarkeit nachdenken und entscheiden. Es kommt, denke ich, darauf an, den Entscheidungsprozess in seiner prinzipiell begrenzten Begründbarkeit transparent zu machen und den Bürger in diesem Sinne dabei mitzunehmen. (Das ist das Gegenteil der Überwältigung – durch vorgetäuschtes Wissen, sei es geldgestützt, alternativlos oder verschwörungstheoretisch usw.)

        Moderne Komplexität hat die Rationalität des Entscheidens und Handelns und damit den Charakter der Freiheit verändert. Aufklärung 2.0 wäre nötig, auch und gerade der Politik.

        Weites Feld. Hier tendenziell nicht Thema.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll To Top