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Frank Schirrmachers Ego

Diese Kolumne erscheint am ersten Weihnachtsfeiertag. Eigentlich hatte ich vor, wie vor zwei Wochen, ein bisschen feierlich-weihnachtlich zu werden, aber dann fiel mir eine Verlagsankündigung in die Hand. Beworben wurde das neue Buch von Frank Schirrmacher. Es heißt „Ego“ und ist eine Abrechnung mit dem Kapitalismus.

Überraschend kommt das Buch nicht. Seit Monaten spielt das Feuilleton der „FAZ“, das Schirrmacher als Herausgeber inhaltlich bestimmt und personell mit seinen Kreaturen bestückt hat, auf der Klaviatur der linken Fundamentalopposition. Nirgendwo im Land wird Sahra Wagenknecht derart den Hof gemacht als im Kulturteil eines Blattes, das seinen Ruf in erster Linie der Tatsache verdankt, dass es im Wirtschaftsteil den Bankern, im Politikteil den Konservativen nach dem Munde redet.

Nun, allen Menschen alles sein zu können, ist seit dem Apostel Paulus ein gutes Geschäftsmodell gewesen; in wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss auch das Leib- und Magenblatt der Börsenmakler und der Law-and-Order-Fraktion da droben im Taunus auch den kapitalismuskritischen Katholiken und den dauerempörten Protestanten in den billigeren Vororten etwas bieten. Und: Es reicht nicht, wenn schon tausend Bücher zum Thema erschienen sind, von „Empört euch!“ über „Schulden“ und „Preis der Ungleichheit“ bis hin zu „Was man mit Geld nicht kaufen kann“: Erst wenn alle alles gesagt haben, kommt der Großfeuilletonist und sagt es noch einmal, auf dass es sozusagen den Frankfurter Kaschrutstempel bekommt und eine Deutsche Debatte auslösen darf. Freuen wir uns also auf 2013.

In der Verlagsankündigung – die für gewöhnlich mit dem Autor abgesprochen wird – heißt über Schirrmachers neuestes Buch:

„Vor sechzig Jahren wurde von Militärs und Ökonomen das theoretische Modell eines Menschen entwickelt. Ein egoistisches Wesen, das nur auf das Erreichen seiner Ziele, auf seinen Vorteil und auf das Austricksen der anderen bedacht war: ein moderner Homo oeconomicus. Nach seiner Karriere im Kalten Krieg wurde er nicht ausgemustert, sondern eroberte den Alltag des 21. Jahrhunderts. Aktienmärkte werden heute durch ihn gesteuert, Menschen ebenso. Er will in die Köpfe der Menschen eindringen, um Waren und Politik zu verkaufen. Das Modell ist zur selbsterfüllenden Prophezeiung geworden. Es wächst ein neues soziales Monster heran, das aus Egoismus, Misstrauen und Angst zusammengesetzt ist“.

Schirrmacher, selbst ein Meister der Intrige, kann sich offensichtlich die Auswüchse des deregulierten Finanzkapitalismus im Vorfeld der Krise 2008 nicht anders denn als Verschwörung vorstellen: „Von Militärs und Ökonomen“ – den beiden Horrorgestalten des deutschen Bildungsbürgers – ausgebrütet, steuert nun dieses „soziale Monster“ die Welt. Als Feuilletonist denkt Schirrmacher wie von selbst in den Kategorien des Schauerromans und des Horrorfilms – hier ist „Frankenstein“ das Modell.

Entstanden ist dieses Ungeheuer – und dies könnte direkt den Einflüsterungen der Sahra Wagenknecht entstammen – im Kalten Krieg: als Waffe der kapitalistischen USA gegen das sozialistische Lager: „Egoismus, Misstrauen und Angst“ haben über Solidarität und Vertrauen gesiegt, und nun wendet sich das Monster gegen seinen Schöpfer. Es sei denn, Superman, Batman, Spiderman oder Schirrmacherman rettet die Welt.

Dass freilich das individualistische Menschenbild der Aufklärung und insbesondere jenes Landes, das den arischen Übermenschen der Nazis und den proletarischen neuen Menschen der Kommunisten – diese beiden Exponenten des nicht egoistisch, sondern kollektiv denkenden Homo post-oeconomicus – niederrang, als das eigentliche Monster des 20. Jahrhunderts gezeichnet wird, das geht über eine amüsante Schauergeschichte hinaus. Hier soll offensichtlich Geschichtsumschreibung im großen Stil betrieben werden. Jedenfalls mit gewohnt großer Geste.

Doch sagt bekanntlich jeder Schöpfer eines Monsters mehr über seine eigene dunkle Seite aus als über die reale Welt. Dr Jekyll und Mr Hyde sind ja ein und dieselbe Person. Insofern könnte man die Beschreibung eines „egoistischen Wesens, das nur auf das Erreichen seiner Ziele, auf seinen Vorteil und auf das Austricksen der anderen bedacht ist“,  als längst fällige erste Folge jener großen Konfession betrachten, die als TV-Serie „Paper Empire“ heißen könnte und in deren Mittelpunkt ein akademisch eher mittelmäßiger Journalist stehen könnte, dessen überdimensionierter Ehrgeiz jedoch alle Hindernisse beiseite räumt, bis er, ein vollschlanker Nucky Thompson des deutschen Feuilletons, jeden in die Tasche stecken, kaufen oder vernichten kann. Oder das zumindest glaubt.

Das Buch heißt ja „Ego“: „Ich“.

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97 Gedanken zu “Frank Schirrmachers Ego;”

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    Lieber Herr Posener,

    es geht mir im Gegensatz zu Schirrmacher nicht um ein “ Monster “

    und dass Sie die Schweinereien der Banken ebenfalls nicht akzeptieren haben sie bereits früher schon dargestellt.

    Und was die permanente Revolution des Kapitalismus mehr oder weniger auch im Sinne von schumpeter betrifft,
    wäre es doch sicherlich im Rahmen unserer Diskussion spannend auszuloten, ob “ der Kapitalismus “ (wenn es tatsächlich nur eine Form gäbe) auch in der Lage ist von der quantitativen Form des Wachstums auf eine qualitative Form des Wachstums umzuschalten.

    Oder ob Kapitalismus letztlich ein siamesischer Zwilling mit dem quantitativen Wachstum bildet.

    Und wenn ich hier wiederholt Dennis Snower und Thomas Straubhaar aus der Schublade hervorgeholt habe, dann weil die mehr oder weniger der Auffassung sind, dass der homo oeconomicus in der reinen wirtschaftlichen Nabelschau heute zunehmend an Bedeutung verliert, da es notwendig ist auch für die Ökonomen sowohl die “ Emotionen “ des Verhaltens der Konsumenten wie auch die Umweltveränderungen in die zukünftigen Wirtschaftsmodelle mit einzubeziehen.

    Um es zu illustrieren:

    Der homo oeconomicus als Unternehmen würde sich nie ein Auto anschaffen, dass innerhalb von 24 Stunden nur eine oder zwei Stunden bewegt werden würde (Von der Wohnung zur Arbeitsstelle und versa)

    Er würde für den Transport einer Person mit einem Gewicht von 80kg auch nie ein Landfahrzeug nutzen, dass selbst ein Gewicht von 1000kg hat.

    Der homo oeconomicus als Konsument schafft sich allerdings ein Auto an, dass nur ein oder zwei Stunden am Tag bewegt wird.

    Rein (betriebs-)wirtschaftlich ist ein Taxi, ist nur die temporäre Nutzung eines Gebrauchsgegenstandes günstiger.

    In diesem Zusammenhang ist es auch interessant festzustellen, dass die jüngere Generation in den Städten, vermehrt zu der temporären Nutzung von Autos übergeht (siehe die Vielzahl der boomende car-to-go- Konzepte)

    Dies ist m.E. weniger auf eine veränderte Umwelteinstellung zurückzuführen, sondern letztlich auf eine veränderte Einstellung zum Eigentumsbegriff.

    Und wenn bereits ein Mittelstandsmagazin wie impulse, ein Titelblatt vor gut einem Jahr mit dem Spruch Kaufst Du noch oder teilst Du schon herausstellt:

    http://www.collaborativeconsum.....ne2011.pdf

    dann ändert sich doch bereits an den Rändern unseres kapitalistischen Systems etwas.

    Vielleich ist das ganze auch nur eine Modeerscheinung. Dennoch wenn ich z.B. sehe dass ein start-up Unternehmen wie

    https://www.tiramizoo.com/de

    Daimler als Minderheitspartner bekommt:

    http://tinyurl.com/cf43y5r

    http://tinyurl.com/cd4t4qb

    dann heißt es auch dass sich hier zukünftig Veränderungen im bisherigen Konsumentenverhalten vollziehen werden.

    Etwas ähnliches vollzieht sich auch im Bereich Finanzwesen, wo unterschiedliche peering Modelle ausprobiert werden, soll heißen Sie Herr Posener benötigen einen Kredit und ich als Privatperson leihe Ihnen Summe x zu einem
    “ angemessenen Zinssatz “ y

    Skandalös ist es doch, oder um Ihren Begriff “ Schweinerei “ zu verwenden, dass meine Hausbank mir derzeit eine Tageszinssatz von 0,5% anbietet und versa den Kontokorrentsatz auf > 12% festlegt.

    Brauchen wir beide daher noch einen “ Vermittler “ ??

    Und falls Sie tatsächlich den Kredit aus irgendwelchen Gründen nicht zurückzahlen könnten, gibt es wie auch in anderen Bankgeschäften immer noch die Möglichkeit der Nutzung einer Rückversicherung.

    Ich vermute, dass Oligopole wie Daimler, BMW und VW die Gefahr sehen, dass neue Nutzungskonzepte Ihre bisherigen tradtionellen Profite reduzieren könnten.

    Dies gilt letztlich auch für andere Branchen.

    Also um Ihren Begriff des Schleiers aufzunehmen, reißen wir ihn doch auch einmal beim traditionellen homo oeconomicus herunter.

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    1.Soso, die Linken haben den Homo oeconomicus erfunden? Völliger quark.
    2. „kein neues Schreckbild ist; schon gar nicht, wie im Klappentext behauptet, das Produkt amerikanischer Kalter-Kriegsführung“. Wenn ich richtig lese steht da „neuer“(!) Homo oeconomicus
    3. Nee, Sie haben qus Klappentext fein unbeksnntes Buch rezensiert:Sie haben dem Klappentext wie hier bereits höhnisch kommentiert, vorgeworfen,dass er Marx nicht zitiert. Hmm, Goethe auch nicht und Kant von Posener ganz zu schweigen.
    Kollektivismus mit Kooperation zu verwechseln und Individuslismus mit Egoismus – I dont know, das Ganze kommt mir doch wie ein Neidanfsll vor.

  3. avatar

    Ich wiederhole mich, aber es ist offensichtlich nötig: Ich habe kein Buch rezensiert, sondern einen Klappentext. Er ist als Produkt eines Verlags legitimer Gegenstand selbständiger Kritik, so wie ein Filmplakat oder eine Schnapswerbung legitimer Kritikgegenstand sind, auch wenn man den Film nicht gesehen und den Schnaps nicht getrunken hat.
    Klappentexte, für diejenigen unter uns, die vom Verlagswesen nichts wissen, werden mit dem Autor abgesprochen. Deshalb ist es legitim, vom Klappentext auf die Absichten von Verlag und Autor zu schließen. Mehr nicht, und mehr tue ich nicht.
    Das Buch wird bei Erscheinen einer Kritik unterzogen, zu der die Frage gehört, ob es das hält, was der Klappentext verspricht.
    Ich habe den Marx nur deshalb zitiert, um zu zeigen, dass die Vorstellung eines Menschen, der ganz und gar von der Ökonomie bestimmt wird, der alle persönlichen Verhältnisse auf Geldverhältnisse reduziert, kein neues Schreckbild ist; schon gar nicht, wie im Klappentext behauptet, das Produkt amerikanischer Kalter-Kriegsführung, sondrn vielmehr eine unter Linken bekannte, weil von Linken erfundene Figur. Marx ist unter den Kritikern des Kapitalismus insofern einzigartig, als er sagt: Gut so. Seien wir nüchtern. Lassen wir die sentimentale Phrase. Wenn Treue und Ehre und Familie und Wissenschaft und Religion nur das Geldverhältnis verschleiern: Zum Teufel mit ihnen. Und darin folge ich ihm, mit Betonung des „Wenn“, oder vielleicht besser eines „Insofern“. Ich glaube aber nicht, dass es durchgehend so ist.Ich glaube nicht an das Monster. Was nicht heißt, dass ich die von Moritz Berger aufgeführten Schweinereien der Banken nicht sehenb oder sie gar entschuldigen würde.
    Ich würde – im Kontext des „Manifests“ verbleibend – den Klappentext – und das Trommelfeuer aus dem FAZ-Feuilleton – als „deutschen oder wahren Sozialismus“ (siehe dort) bezeichnen; meine Position kritisiert Marx ebendort als den „konservativen oder Bourgeois-Sozialismus“. Was aber Quatsch ist, weil man als Konservativer den Kapitalismus ja nicht verteidigen kann: Er ist ja – und das gefällt mir an ihm – auf permanente Revolution aus, wie Marx selbst schreibt.

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    Lieber Parisien,

    wie versprochen:

    Weihnachtsbäumlein

    Das Weihnachtsbäumlein
    Es war einmal ein Tännelein
    mit braunen Kuchenherzlein
    und Glitzergold und Äpflein fein
    und vielen bunten Kerzlein:
    Das war am Weihnachtsfest so grün
    als fing es eben an zu blühn.

    Doch nach nicht gar zu langer Zeit,
    da stands im Garten unten,
    und seine ganze Herrlichkeit
    war, ach, dahingeschwunden.
    die grünen Nadeln warn’n verdorrt,
    die Herzlein und die Kerzlein fort.

    Bis eines Tags der Gärtner kam,
    den fror zu Haus im Dunkeln,
    und es in seinen Ofen nahm –
    Hei! Tats da sprühn und funkeln!
    Und flammte jubelnd himmelwärts
    in hundert Flämmlein an Gottes Herz.

    von
    Christian Morgenstern

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    Na, ein Glück,. dass wir den Kapitalismus haben. Da darf man wenigstens seine Meinung frei sagen. Bücher nach Klappentexten rezensieren ist so ziemlich das Unterste. Dem Autor vorwerfen, dass er im Klappentext Marx nicht erwähnt hat, schon wieder komisch. Posener zu sein, muss Spass machen.

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    China wird in den kommenden Zeiten eine Multi-Partei-Demokratie. Schon seit Jahrzehnten bestehen tolerierte Parteien ( mit 800,000 Parteimitgliedern) und wahrscheinlich werden diese nun langsam „aktiviert“ fuer eine erweiterte politische Demokratie. Gestern sehr „klein“ gehalten in „China Daily“ : „Xi insists in multi-party cooperation“. Kurz – die anderen acht Parteien welche schon seit Jahrzenten bestehen werden zunaechst in die Kommunalregierungen aufgenommen. Auch eine Partei welche der Kuomintang verbunden ist – das war die Partei welche 1949 nach Taiwan fliehen musste – und heute dortdie Regierungspartei. 200,000 Taiwan Chinesen haben Betriebe in China und Vertreter der Kuonmintang haben vor einem Monat die Gruendergemeinde der Kuonmintang in China besucht.

  7. avatar

    Angela Davis, einst eine straffe Marx-Lenin-Kommunistin – steht heute mit den „Libertarian Socialists“ (keine Partei sondern eine „Denkgemeinde“) – wie Noam Chomsky. Da bemerkt man wie die Ideologien eigentlich nichts vertikal von links nach rechts liegen – sondern sich in einem Zirkel kreisen – im Punkt „Freiheit“ (do your thing privately) – beruehren sich die (Ayn Rand) „Libertarian Party“ und die (Noam Chomsky“) „Libertarian Socialists). Angela ist sogar Lesbe geworden – das gab es nicht im Marxismus-Leninismus. In Lateinamerika ist mit dem Marxismus-Leninismus nichts zu machen: Die sind „personalistas“ – wie einer meinte – „wir haetten weder Napoleon noch Jesus Christus ertragen!“ Die „Befreiungstheologen“ sollten seit den 1950ziger fuer den Vatikan die Konkurrenz gegen die „Roten“ in Lateinamerika spielen. Heute sind sie wie damals gegen die Sowjets in Osteuropa – die Verbuendeten der USA und NATO gegen die „Unabhaengigkeit“ Lateinamerikas. Der jeweilige Papst in Rom taeuscht nur vor: „Wir wollen keine kommunistischen Priester!“ Aber auch wenn einige „Befreiungstheologen“ ernsthaft „sozialistisch“ streben – die „Befreiungstheologie“ ist nur eine Abwehrstrategie gegen die wirklichen Sozialisten, aber besonders gegen die „Nationalisten“ welche ihre Nation und Lateinamerika „unabhaengig“ moechten von USA und NATO-EU. „Gott sei Dank“: Die Katholische Kirche in Lateinamerika verliert jedes Jahr einige Millionen von „Glaeubigen“ – nicht so sehr an die Atheisten, sondern an die Geschaeftsleute welche die „Pfingstbewegung“ – Pentacostal – in einer Millarden-Industrie entwickelt haben. Diese Geschaeftleute wirken dann als Pfarrer („Reverendo“), steigen auch gleichzeitig in die Politik als Kandidaten. Aber das ist positiv soweit: Sie stehen fuer die Unabhaengigkeit! Damit kann man die katholischen Priester von Deutschland-Oestreich und Nonnen von USA – „isolieren“… Deshalb ist heute der „Kampf“ um die „Unabhaengigkeit“ der Nationalisten von links und rechts – gegen die „Gruenen“ welche heute mit tausenden NROs der USA, Britanien, Deutschland, Vatikan – die geopolitische „Kontrolle“ der NATO ueber Lateinamerika erzwingen versuchen…

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    @ lieber Parisien

    auch ich freue mich für Sie und Ihren Hund.

    Der Hund

    Da oben wird das Bild von einer Welt
    aus Blicken immerfort erneut und gilt.
    Nur manchmal, heimlich, kommt ein Ding und stellt
    sich neben ihn, wenn er durch dieses Bild
    sich drängt, ganz unten, anders, wie er ist;
    nicht ausgestoßen und nicht eingereiht,
    und wie im Zweifel seine Wirklichkeit
    weggebend an das Bild, das er vergißt,
    um dennoch immer wieder sein Gesicht
    hineinzuhalten, fast mit einem Flehen,
    beinah begreifend, nah am Einverstehen
    und doch verzichtend: denn er wäre nicht

    Rainer Maria Rilke

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    @lieber Alan Posener, wenn ich mich nicht sehr täusche, haben Sie in den letzten 2 Jahren diese Stelle aus dem Kommunistischen Manifest mindestens ein halbes dutzend mal zitiert, und zwar nicht kritisch, sondern affirmativ. Sagen Sie mal in aller Deutlichkeit, wieweit sind Sie gekommen, „ihre Lebensstellung, ihre gegenseitigen Beziehungen mit nüchternen Augen anzusehen“ und auf ein reines Geldverhältnis zurückzuführen. Soweit: http://www.filmjournalisten.de.....osener.jpg ? Oder sind Sie ein Heuchler vor dem Herrn?

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    Lieber Herr Posener,

    wenn Sie schon Ihren Marx herausholen, dann will ich zur Diskussion auch diese Passagen noch hinzugeben:

    „Vom Standpunkt einer höheren ökonomischen Gesellschaftsformation wird das Privateigentum einzelner Individuen am Erdball ganz so unmöglich erscheinen wie das Privateigentum eines Menschen an einem anderen Menschen. Selbst eine ganze Gesellschaft, eine Nation, ja alle gleichzeitigen Gesellschaften zusammengenommen, sind nicht Eigentümer der Erde. Sie sind nur ihre Besitzer, ihre Nutznießer, und haben sie als gute Familienväter den nachfolgenden Generationen verbessert zu hinterlassen. K. Marx, Kapital III, MEW 25, 784.“

    „Schmeicheln wir uns indes nicht zu sehr mit unseren menschlichen Siegen über die Natur. Für jeden solchen Sieg rächt sie sich an uns. Jeder hat in erster Linie zwar die Folgen, auf die wir gerechnet, aber in zweiter und dritter Linie hat er ganz andere, unvorhergesehene Wirkungen, die nur zu oft jene ersten Folgen wieder aufheben. Die Leute, die in Mesopotamien, Griechenland, Kleinasien und anderswo die Wälder ausrotteten, um urbares Land zu gewinnen, träumten nicht, dass sie damit den Grund zur jetzigen Verödung dieser Länder legten, indem sie ihnen mit den Wäldern die Ansammlungszentren und Behälter der Feuchtigkeit entzogen. …

    Und so werden wir bei jedem Schritt daran erinnert, dass wir keineswegs die Natur beherrschen, wie ein Eroberer ein fremdes Volk beherrscht, wie jemand, der außer der Natur steht sondern dass wir mit Fleisch und Blut und Hirn ihr angehören und mitten in ihr stehen, und dass unsere ganze Herrschaft über sie darin besteht, … ihre Gesetze erkennen und richtig anwenden zu können.

    Und in der Tat lernen wir mit jedem Tag ihre Gesetze richtiger verstehen und die näheren und entfernteren Nachwirkungen unserer Eingriffe in den herkömmlichen Gang der Natur erkennen. Vor allem seit den gewaltigen Fortschritten der Naturwissenschaft in diesem Jahrhundert werden wir mehr und mehr in den Stand gesetzt, auch die entfernteren natürlichen Nachwirkungen wenigstens unserer gewöhnlichsten Produktionshandlungen kennen und damit beherrschen zu lernen. Je mehr dies aber geschieht, desto mehr werden sich die Menschen wieder als Eins mit der Natur nicht nur fühlen, sondern auch wissen … F. Engels, Menschwerdung des Affen, MEW 20, 452f.“

    Auch im 19.Jahrundert verfaßt!!

  11. avatar

    Lieber Herr Posener,

    der homo oeconomicus in der Form wie in Karl Marx sich vorgestellt hat ist leider angesichts der Existenzkrise in der sich die Volkswirte befinden leider nicht mehr a jour.

    Angesichts der Microsekunden mit der mittlerweile zig Milliarden bewegt werden, angesichts des Skandals mit dem Libor-Zinssatz (die EU Finanzkrise ist peanuts dagegen)angesichts der Tatsache dass mittlerweile die reale GDP Wachstumsrate p.a. von China nicht 8-10 % ist, sondern aufgrund der Umweltschäden laut Worldbank sich nur bei 2 bis 3 % befindet….

    da frage ich mich schon welchen homo oeconomicus in welchem Format brauchen wir heute, um die Prozesse wieder in ein wie immer definiertes Gleichgewicht zu bringen.

    Da vertraue ich doch lieber solche Erzliberalen wie dem Schweizer Thomas Straubhaar und dem US Amerikaner Dennis J. Snower, die vom Abgesang des homo oeconomicus sprechen.

    Und wenn Sie schon Adam Smith und seine homo oeconomicus erwähnen, dann sollten Sie auch sein anderes Buch The Theory of Moral Sentiments nicht vergessen.

    Nach diesem Satz von Adam Smith

    Der Mensch neige zu Handel und Tausch und möchte seine Lebenssituation verbessern.

    Wie weit wollen Sie z.B. Ihre persönliche Lebenssituation verbessern?

    Immer mehr CO2 verbrauchen?

    Sie nutzen doch bereits die BVG in Berlin und haben nur ein Auto (laut den Ihren temporären Einsprengseln)

    Solange der homo oeconmicus nicht vom quantitativen Wachstum auf das qualitative Wachstum umschaltet werden wir letztlich in eine existenzielle weltweite Krise münden.

    Wenn Sie schon den Schleier bei den antikapitalistischen Konservativen lüften, dann sollten Sie ebenfalls den Schleier bei Ihrem Modell des homo oeconomicus lüften.

    Nur Mut!

    P.S. Ein Geschäftspartner von mir hat mir analog des Verhaltens eines Frosches erklärt in welcher Situation die Menschheit sich heute befindet:

    Wenn Sie einen Frosch in einen Topf mit kochend heißem Wasser werfen, stirbt er sofort.

    Werfen Sie einen Frosch in einen Topf mit kaltem Wasser und erhitzen langsam das Wasser, dann hat er aufgrund der zunehmenden Erlahmung der Muskelkraft nicht mehr die Chance bei höheren Temperaturen herauzuspringen.

    (Inwieweit dieses Experiment real ist, kann ich nicht einschätzen)

    Dennoch mir kommt es manchmal so vor, dass wir bestimmte gesellschaftliche Prozesse zwar beklagen, jeder Bundesbürger (Ausnahmen bestätigen die Regel) gibt vor z.B. für dem Umweltschutz einzutreten aber strebt aufgrund des “ gesunden Egoismus “ (was KJN damit meint ist mir nicht klar) analog des homo oeconomicus seine Lebenssituation zu verbessern.

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    Was soll jetzt Marx gegen Schirrmacher beweisen? Er hätte Marx in Prospekt erwähnen müssen, meinen Sie? Ist das jetzt im Zustand der Trunkenheit oder der Verzweiflung geschrieben?

    @Rita Groda Wäre er nicht tot, ich dächte in Ihnen schreibt Peter Hacks, zumindest aber sein Sekretarius.

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    Was soll jetzt Marx gegen Schirrmacher beweisen? Er hätte Marx in Prospekt erwähnen müssen, meinen Sie? Ist das jetzt im Zustand der Trunkenheit oder der Verzweiflung geschrieben?

    @Rita Groda Wäre er nicht tot, ich dächte in Ihnen schreibt Peter Hacks, zumindest aber sein Sekretarius.

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    Dann war Horst Köhler wohl auch menschenverachtend? Schlag Posener vor noch „Wut“, „Trauer“ und „Zorn“ bei seiner Klappentextexegese anzuwenden. Gigantisch wie sich hier der Inhalt eines Buchs schreibt, das keiner kennt. Was zahlt ihnen der Schirrmacher?

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    @Alan Posener: Bin begriffsverwirrt. Zähle ich jetzt zu den Linkskonservativen, weil ich einen altbackenen Sozialismus präferiere im Rahmen des bestehenden Kapitalismus?

    Helfen Sie mir!

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    @Lieber Jean-Luc: Wo Broder recht hat, da sollte man ihm auch Recht geben, ohne Ausleuchten seiner sonstigen (O)position.

    Der letzte Gaza-Konflikt ist mir noch handgreiflich in Erinnerung, als ich auf dem Weg zu einer Pro-Israel-Demo an der Tankstelle 3 Jungs zu Boden schicken mußte, die meine briefmarkengroße Israel-Flagge am Auto störte.

    Wir linksreaktionäres Gutmenschen-Pack (gefällt mir einfach ausnehmend)neigen tatsächlich immer wieder zur Ambivalenz, wenn es um Juden und Angehörige Arabischer Staaten geht. Und einer, könnte man sagen, Überlegenheit und Denkhoheit, wenn es um die Völker im nahen Osten geht.Einer meiner Großonkel war wegen seiner Lungenkranheit lange in Kairo als Priester stationiert, arbeitete mit Prof Sauerbruch im selben Krankenhaus. Einige seiner Berichte an seine Eminenz in Rottenburg gelangten in meinem Besitz.
    Auch er schrieb schon nach dem 1. WK genau so zauberhaft überheblich, wie die heutigen Medien gelegentlich.

    Wenn arabische Brüder sich gegenseitig bekriegen tun wir uns schwer damit; obschon wir doch auch in Wessi-Deutschland in den 60-ern Politiker hatten, die am liebsten unsere Brüder im Osten platt gemacht hätten.
    Und was Bushs Lügen betrifft, die waren zeitenweise so überzeugend, daß wahrscheinlich nur solche Antis, wie z.B. ich, ihm nicht auf den Leim gingen. Und Schröder und Putin, die absolut keine Lust hatten, sich in den Irakkrieg hineinziehen zu lassen. Sie sehen, sogar Schröder hatte seine guten Seiten.

    By the way, our federal Angela Merkel wollte unbedingt in den Irak, wenn ich mich recht entsinne.
    Also, lassen Sie bitte in diesem Fall den Broder im Dorf.
    Ich goutiere die Meinungen auf der Achse nicht grundsätzlich, sehe diese jedoch als völlig legitime Jüdische Interessenvertretung.
    Jede Bäcker- oder Fleischerinnung hat ihre Lobby,
    wir haben den Broder und Kumpanen mit durchaus auch starken Meinungen.

  17. avatar

    Hier ist die Stelle aus dem „Manifest“ von 1848 (!)

    Die Bourgeoisie, wo sie zur Herrschaft gekommen, hat alle feudalen, patriarchalischen, idyllischen Verhältnisse zerstört. Sie hat die buntscheckigen Feudalbande, die den Menschen an seinen natürlichen Vorgesetzten knüpften, unbarmherzig zerrissen und kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch übriggelassen als das nackte Interesse, als die gefühllose „bare Zahlung“. Sie hat die heiligen Schauer der frommen Schwärmerei, der ritterlichen Begeisterung, der spießbürgerlichen Wehmut in dem eiskalten Wasser egoistischer Berechnung ertränkt. Sie hat die persönliche Würde in den Tauschwert aufgelöst und an die Stelle der zahllosen verbrieften und wohlerworbenen Freiheiten die eine gewissenlose Handelsfreiheit gesetzt. Sie hat, mit einem Wort, an die Stelle der mit religiösen und politischen Illusionen verhüllten Ausbeutung die offene, unverschämte, direkte, dürre Ausbeutung gesetzt.

    Die Bourgeoisie hat alle bisher ehrwürdigen und mit frommer Scheu betrachteten Tätigkeiten ihres Heiligenscheins entkleidet. Sie hat den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der Wissenschaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt.

    Die Bourgeoisie hat dem Familienverhältnis seinen rührend-sentimentalen Schleier abgerissen und es auf ein reines Geldverhältnis zurückgeführt.

    (…)

    Die fortwährende Umwälzung der Produktion, die ununterbrochene Erschütterung aller gesellschaftlichen Zustände, die ewige Unsicherheit und Bewegung zeichnet die Bourgeoisepoche vor allen anderen aus. Alle festen eingerosteten Verhältnisse mit ihrem Gefolge von altehrwürdigen Vorstellungen und Anschauungen werden aufgelöst, alle neugebildeten veralten, ehe sie verknöchern können. Alles Ständische und Stehende verdampft, alles Heilige wird entweiht, und die Menschen sind endlich gezwungen, ihre Lebensstellung, ihre gegenseitigen Beziehungen mit nüchternen Augen anzusehen.“

  18. avatar

    QLieber blonderhans: Ich will Sie nicht unweihnachtlich ärgern, aber in Südamerika kamen die Befreiungstheologen besonders dem Ponitfex in die Quere; womöglich meinten Sie das mit der Macht!?

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    @ KJN: Natürlich braucht jedes Land – braucht die Erde – eine Linke. Aber was bedetutet es, links zu sein? Da bin ich immer noch näher bei Marx, der im Kommunistischen Manifest den homo oeconomicus als Leistung des Kapitalismus feiert (so viel zu F.S. und seinen Geschichtskenntnissen) als bei den antikapitalistischen Konservativen, die dafür sind, die ökonomischen Grundlagen der Verhältnisse zwischen den Menschen zu verschleiern.
    Links sein heißt wohl: Dafür sein, dass jeder Mensch das Meiste aus seinem Leben machen kann: The greatest possible happiness for the greatest possible number, wie Jeremy Bentham sagte. Und da ist der Kapitalismus bisher unübertroffen. Es sollte sowohl Linkskonservativen als auch Kommunistenhassern zu denken geben, dass die im Sinne Benthams größte Leistung seit dem Zweiten Weltkrieg von der KPChinas mit ihrer kapitalistischen Orientierung vollbracht wurde. Dieses Wundermittel als Monster darzustellen, dazu gehört freilich eine gehörige Prise Menschenverachtung.

  20. avatar

    KJN: Ich stimme Jan Z. Volenz und Ihnen zu: Jedes Land braucht eine Linke. Eine, die nicht korrupt ist, also auch wirklich die Interessen ihrer Klientel (Arbeiter, Angestellte, Geringverdiener, Arbeitslose) unterstützt. Und da ist Sarah Wagenknecht m.E. eine der Besten.

    … genau KJN + Genossen, sollen die Länder endlich wissen wo und wie der Hummer hängt – nämlich aus der Wagenknechts ihre Ohren. Nirgendwo sonst.

    3 x Liebermann: morgens, mittags und abends.

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    @Rita E. Groda
    Ich stimme Jan Z. Volenz und Ihnen zu: Jedes Land braucht eine Linke. Eine, die nicht korrupt ist, also auch wirklich die Interessen ihrer Klientel (Arbeiter, Angestellte, Geringverdiener, Arbeitslose) unterstützt. Und da ist Sarah Wagenknecht m.E. eine der Besten.
    Mich schüttelt es nur, wenn linke Ideologen mir vorschreiben wollen, wie ich zu leben habe. Tatsächlich bemerkenswert scheint mir in diesem Zusammenhang der Ansatz Frank Schirrmachers, den „homo oeconomicus“ als Erfindung von „Militärs und Ökonomen“ zu indizieren. Im Klartext: Einer, der nicht mit Geld umgehen kann -> Gutmensch, einer der mit Geld umgehen kann -> Bösmensch. Das ist Ideologie, also das Pferd von hinten aufgezäumt.
    Da jemand, der solche Sachen sagt, wie „Sprache ist „gelenktes Denken““ (Link von M.B.) nicht allzu blöd sein kann, gehe ich davon aus, daß da eine Klientel, wenn nicht gar ein Mainstream auflagenerfolgreich bedient werden soll. Offensichtlich Handwerk & Geschäft.

    @Lyoner
    Ich denke, der „homo oeconomicus“ ist ein gesunder Egoist. Wohlgemerkt ein gesunder. Wir hatten das Thema schon mal, Sie erinnern sich vielleicht: Ich schrieb was von „Ich-Stärke“, was nicht so negativ konotiert ist.

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    @Jan z.volens:Daß die Deutsche Linke kaum bemerkbar und von den Medien bewußt ignoriert wird, dürfte nicht ausschließlich an dem Geschmäckle nach früherer SED-Mitgliedschaft liegen.

    Die Linke setzt die falschen Schwerpunkte und agiert in den falschen Regionen.

    In meinem Landstrich Deutsch-Wildwest trieben es die Christ-Konservativen mehr als 56 Jahre. Trotzdem ist Clara Zetkin bis heute unvergessen und bald so etwas wie eine Nationalheilige.Was die Kommunistin für Arbeiterfrauen- und Kinder tat, wirkt bis heute. Die Stadtranderholung für Arbeiterkinder in Häslach ist heute Kult.
    Und dann hatten wir noch so eine „Soze“, die Russische Prinzessin Olga. Sie hat den Schulpfennig von den Reichen erpresst, damit auch arme Bildung bekamen, das erste Hospital in Stuttgart gebaut, das Olgäle von den Einheimischen bis heute liebevoll genannt, Einrichtungen für Blinde, das Olgagynmasium usw, alles bis heute erhalten und gepflegt.

    Wenn die Linke heute in Deutschland so erfolglos ist, dann liegt es wohl auch daran, daß sie nicht registriert, wo es noch eine aufnahmefähige Klientel gibt.

    Grüne und Linke im BW Landtag könnte ich mir tatsächlich besser vorstellen als Grüne und Schwarze
    (Brrrrrrr…..).

    Aber ich residiere ja auch im Schatten des Hölderlinturmes; und Wahnsinn ist ansteckend.

  23. avatar

    Ich habe das Prospekt auch gelesen. Das Buch klingt sehr interessant. Gut, dass Posener schon weiß, dass es Geschichtsreviaionismus geht. Ich wäre auch gern Autor eines Buches, dass man schon vor seinem Erscheinen durch Gegenzauber bannen muss. Glaube nicht, dass das nur Neid ist. Wer Posener kennt, weiß, er bereitet sichcaufcdie Rente vor.

  24. avatar

    Chère Rita,

    ein wenig bin ich ueberrascht dass sie hier Henry Broder mit seinem Artikel in achgut loben.

    Wo bleiben eigentlich die Reaktionen dieser Pseudo-Amerikaner auf das massacre in Newtown…??

    Ich weiss ein Vergleich mit der Darstellung in den deutschen Medien und Gaza und Syria ist nicht vergleichbar.

    Wir sagen immer:

    People who live in glass houses shouldn’t throw stones

    Aber wer Bush und seine Luegen was dem Iraq war nicht erkennt, ist aus meiner Meinung nach nicht in der Lage hier anzuklagen.

    Und was den Begriff Pack betrifft, dies lasse ich nur fuer das Rat Pack gelten:

    http://de.wikipedia.org/wiki/The_Rat_Pack

    Was mir bei meinen gelegentlichen Excursionen auf die achgut Seite auffaellt in Bezug auf Israel uns Palestina ist nur Kritik aber keine Loesungsvorschlaege.

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    @ APO: Ich sitze in meinem Einzelbüro

    Oha! Isoliert. Damit die Redaktion produktionsfähig bleibt. (Ist die Chefredaktion doch klüger als gedacht!) 😉

    Der Gastgeberin, Ihnen und allen Co-Kommentatoren herzlich frohe Weihnachten!

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    APo: @ Alle: Heute ist in fast allen nominell christlichen Ländern “Boxing Day”, d.h. ein weltlicher Feiertag, an dem Sport usw. erlaubt ist. Das geht durch die Bezeichnung “2. Feiertag” verloren. Der 25. ist der Tag des Sol Invictus, also staaqtsreligiös, der zweite ist profan.

    ‚Am Zweiten Weihnachtstag gedenkt die katholische Kirche des heiligen Stephanus, der als der erste Märtyrer des Christentums gilt. Die Deutsche Bischofskonferenz hatte beschlossen, dass aus diesem Anlass künftig jährlich in allen katholischen Gemeinden für die verfolgten Christen gebetet werden soll.

    «Christen sind in unserer Zeit die am stärksten verfolgte religiöse Gruppe», betonte Zollitsch. «Wenn wir uns besonders für die bedrängten Christen einsetzen, so geht es uns nicht um Privilegien, sondern einzig um das Menschenrecht auf Religionsfreiheit.» Vor allem in einigen großen Ländern Asiens mischten sich die Regierungen massiv in die inneren Angelegenheiten der Kirchen ein und versuchten, deren Leben einzuschränken und zu reglementieren. In Lateinamerika kämen sozial engagierte Gläubige den herrschenden Kreisen in die Quere und sollten mit Gewalt zum Schweigen gebracht werden.

    Im Original.

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    Lieber Parisien,
    ich freue mich doch auch über das überleben Ihres Hundes. Wäre er aber gestorben, so wäre das doch auch Gottes Werk.
    Lieber Nash, ich habe auch schon mal die ganze Frühjarhsproduktiuon anhand der Klappentexte kritisiert. Wenn es Sie wirklich interessiert, können Sie es ergoogeln. Klappentexte sind eine Literaturgattung für sich, darauf wird viel Energie verwendet, es besteht überhauzpt kein Grund für die überhebliche Ansicht, sie verdienten keine Kritik.
    @ Landgrebe: „Bescheitert bei Springer“? Sie verwechseln mich mit irgenjemandem. Ich sitze in meinem Einzelbüro, erfreue mich meines Titels, schreibe, wenn ich Lust habe, muss nicht produzieren: Wenn das Ausweis des Scheiterns ist, bin ich unbedingt fürs Scheitern.
    @ Alle: Heute ist in fast allen nominell christlichen Ländern „Boxing Day“, d.h. ein weltlicher Feiertag, an dem Sport usw. erlaubt ist. Das geht durch die Bezeichnung „2. Feiertag“ verloren. Der 25. ist der Tag des Sol Invictus, also staaqtsreligiös, der zweite ist profan.

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    @jan z.volens: Jede demokratische Gesellschaft benötigt zwingend eine“Linke“; allerdings – meiner unmaßgeblichen Meiung nach – eine eher altbackene Linke. Nicht eine an dem untergegangenen real existenten Sozialismus orientierte, oder eine a la casa SPD.Sziale Gerechtigkeit und Frieden sind und bleiben immer modern.

    @Alan Posener: Falls da ein Mißverständnis bestehen sollte, ich stimme Ihnen und „Brody“ vollinhaltlich zu.Mir gefällt die drastische Bezeichnung. The rat pack wäre ja eine Auszeichnung für die Genannten.

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    Die Wagenknecht ist doch die einzige wirkliche moderne „Linke“ in BRD. Die Funktionaere der DDR – welche heute als oeko-gruene der Rosa-Luxemburg-Stiftung ihre internationalen Konferenzkarrieren erweitern – haben ihr damals nicht einmal das Studium erlaubt: Sie war nicht „kollektiv“ genug – irgendwie zu „individualistisch“. Ein wirkliche „Linke“ waere doch gesund fuer eine „full-spectrum democracy“ in the „new“ Germany. Ansonsten ist die „Linke“ Partei leider ein unwuerdiges Experiment. Die moderne Linke ist gut fuer den Aktienmarkt: Das weise Geld in der Schweiz hatte bemerkt, das Venezuela denn besten Aktienmarkt hatte in den letzten Jahren – Venezuela’s Banken ! Die extreme Linke heult: Hugo Chavez – ein nationalistische Populist – hat die Kommunisten in Venezuela gewarnt: „Kommt mir nicht mit dem Marxismus-Leninismus!“ Trotz Affenliebe fuer die Castros in Kuba, aber dann der U.S. Multimillionaer und „Cattle-Baron“ John Parke Wright IV – enteignet in Kuba 1961 – ist persoenlicher Freund das „Alten“ Castro – Ramon, noch aelter als Fidel. Ramon ist auch ein „Cattle-man“ und JPW exportiert schon seit 2000 Rinder von Florida nach Kuba. Der „linke“ Praesident Rafael Correa in Ecuador will auch keinen „Sozialismus“ aus einem „Manual“ (gemeint: „Das Kapital“). Und die No. 13 auf Forbes „Most Imporant List“ (Mutti Merkel war No. 2) – Dilma die ehemalige marxistische Guerrillera welche von Brasilien’s Militaer gefoltert wurde, drei Jahre im „Turm der Jungfrauen“, hat in ihrer Weihnachtsansprache – als Bundespraesidentin Brasiliens – den heutigen Generaelen und Admiralen bestaetigt was ihre Regierung (von jeweils 10 bis 17 der politischen Parteien Brasiliens ) anstrebt: Ein der Brasilien der „Mittelklasse“ ohne Armut. Dabei ist hat ihre Regierung den „Staat“ (durch Pensionskassen) in hunderte der wichtigsten Aktiengesellschaften Brasiliens investiert: Als Volkswirtschaftlerin lenkt sie Brasilien durch die maechtigen staatlichen Banken. Jetzt zittern sogar die ehemaligen „konservativen“,heute „patriotischen“ Militaers, ueber die Moeglichkeit das nach der Dilma ein „rechter“ pro-USA&NATO Praesident folgen koennte… Also Deutschland braucht eine moderne Linke – vielleicht kommt das einmal…

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    @Lieber Parisiene: Ich freue mich aufrichtig, daß ihr Freund Hund überlebt hat!!

    Mit zunehmendem Alter schätzt man die Tiere zuweilen mehr, als die Menschen. Die Tiere nehmen uns wie wir sind, sie stellen keine Anforderungen als Nahrung und Zuneigung. Sie finden uns niemals, zu dick, zu alt, zu unansehnlich, zu unintelligent, zu emotional usw.

    Sie sind hier als Tierliebhaber in allerbester Gesellschaft. Ich erinnere mich mit großer Freude an den wohl anrührendsten Artikel von Alan Posener – Wenn Atheisten beten – wo er wegen des Verschwindens seiner Shira sogar zu „Verhandlungen“bereit war.

    „……Deshalb hatte ich wenig Anlass, um und für mich zu beten. Aber – um bei Haustieren zu bleiben – als meine geliebte schwarze Katze Shira eines Tages verschwand, ertappte ich mich beim Verhandeln. Ich schrieb damals in meinem Blog: „Eigentlich war der Juni ein schöner Monat. Wir haben uns zum Geburtstag meiner Frau neue Fahrräder geleistet, mein erstes seit zwanzig Jahren. Außerdem habe ich ihr eine wunderbare Stahl-Stele des Bildhauers Achim Pahle geschenkt, die wir im Garten aufstellen wollen. Ich habe die Arbeit an meinem Europa-Buch beendet, das jetzt in Druck gehen kann. Und doch: die Stele und die Räder würde ich zurückgeben, das Buch ungeschrieben machen, wenn ich dafür nur einmal morgens beim Zähneputzen am Badezimmerfenster das Klopfen hören könnte, das mir signalisiert, Shira ist da und will jetzt – sofort, nicht später – hereingelassen werden und ihren Fressnapf gefüllt bekommen. Auf dem Weg die Treppe herunter in die Küche wird sie mir wortreich von ihren nächtlichen Erlebnissen erzählen, sich aber dann dem wirklich Wichtigen zuwenden und mich keines weiteren Blickes würdigen. Vollkommenes Glück.“

    Beten kann niemals falsch sein, egal zu wem. Wer betet hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
    Grüße an Ihren Hund, ich freue mich mit Ihnen.
    LG die Landplage

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    Lieber Parisien

    noch ein Gedicht:

    Groß-Stadt-Weihnachten

    Nun senkt sich wieder auf die heim’schen Fluren
    die Weihenacht! die Weihenacht!
    Was die Mamas bepackt nach Hause fuhren,
    wir kriegens jetzo freundlich dargebracht.

    Der Asphalt glitscht. Kann Emil das gebrauchen?
    Die Braut kramt schämig in dem Portemonnaie.
    Sie schenkt ihm, teils zum Schmuck und teils zum Rauchen,
    den Aschenbecher aus Emalch glase.

    Das Christkind kommt! Wir jungen Leute lauschen
    auf einen stillen heiligen Grammophon.
    Das Christkind kommt und ist bereit zu tauschen
    den Schlips, die Puppe und das Lexikohn.

    Und sitzt der wackre Bürger bei den Seinen,
    voll Karpfen, still im Stuhl, um halber zehn,
    dann ist er mit sich selbst zufrieden und im reinen:
    „Ach ja, son Christfest is doch ooch janz scheen!“

    Kurt Tucholsky

    Und frohgelaunt spricht er vom ‚Weihnachtswetter‘,
    mag es nun regnen oder mag es schnein.
    Jovial und schmauchend liest er seine Morgenblätter,
    die trächtig sind von süßen Plauderein.

    So trifft denn nur auf eitel Gück hienieden
    in dieser Residenz Christkindleins Flug?
    Mein Gott, sie mimen eben Weihnachtsfrieden …
    „Wir spielen alle. Wer es weiß, ist klug.“

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    @Alan Posener

    „@ Moritz Berger: Was Schirrmacher über Grass und Walser sagt, scheint mir sehr richtig. Bei Fassbinder bin ich mir nicht so sicher.“

    Da ich F.S. häufiger erlebt habe gehen mir diese selbstherrlichen Journalisten in den Diskussionsrunden allmählich auf den Keks:

    Da ziehe ich Thomas Knuewer vor:

    „Das Ross ist hoch, auf dem die Herausgeber der “FAZ” sitzen. Sehr, sehr hoch. So hoch, dass sie sich nicht nur von der Realität entfernt fühlen, sondern auch enthoben von der journalistischen Tugend der Recherche. Besonders problematisch ist diese Herausgeberreiterei angesichts der Hysterie ob der Möglichkeit, dass eintritt, was eine ganze Reihe Menschen prophezeit, was jedoch nicht durch den Pferdeapfelduft gedrungen war: dass Tageszeitungen sterben.“

    http://www.indiskretionehrensa.....irrmacher/

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    Geht das gleiche nicht mit der gesamten Frühjahrsproduktion?? Das Schulmeisterlin Wutz bei Jean Paul besorgt sich den Leipziger Messekatalog und schreibt sich die Bücher, deren Titel es liest, dann brav selbst. Posener als Schulmeisterlein ist aber ehr so entlarvend, wie ers nun grad nicht gemeint haben möchte: Neid, Hass und Thesen über einen Klappentext, dabei schön Individualismus und Egoismus verwechselnd. Ich frag mich bei sowas ja immer: woher die Energie und die Wut – und wunderbar dabei auch aus diesen dürren Klappentextzeilen auch noch „Geschichtsumschreibung“ mit Blick auf die Nazis vermutend.

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    Möchte Ihnen allen an Weihnachten, das an sich in den meisten Ländern heute ist, noch einmal herzlich Frohe Weihnachten wünschen.

    @ Moritz Berger
    Noch ein schönes Gedicht, ja.

    @ Alan Posener
    Und da Weihnachten ist, interessiere ich mich ausnahmsweise Zero für Ihre Vorrezension. Ich schätze, dass Sie mir das an Weihnachten verzeihen. Feiern Sie schön die Woche, entspannen Sie sich, lieben Sie Frau, Tochter und Katze und lesen Sie doch vor Neujahr „1913“ con Illies, köstlich. Ihr Freund Hannes findet, 1914 sei alles kaputt gegangen, und da hat er vermutlich Recht. Mein Hund wäre fast gestorben, Volvulus (Magenumdrehung). Mein schönstes Weihnachtsgeschenk, dass er überlebt hat. Ich glaube, ich hätte alles weggeworfen, wenn dieser Compagnon gestorben wäre. Vielleicht hätte ich nie mehr etwas gelesen, nie mehr kommentiert, ja, ich glaube, ich wäre schier verzweifelt, mein liebster Hund unter sieben, der liebste aller Zeiten. Gott hatte irgendwie ein Einsehen und hat ihn gerettet. Und offen gestanden sind das die Situationen, in denen ich bete. Und wenn man betet, macht man irgendwie die richtigen Dinge, irgendwie.

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    „Eigentlich hatte ich vor, wie vor zwei Wochen, ein bisschen feierlich-weihnachtlich zu werden, …“

    Ich finde es gerade an Weihnachten gut, dass Alan Posener (http://www.filmjournalisten.de.....osener.jpg) nicht schon wieder ein bisschen feierlich-weihnachtlich, ergo sentimental geworden ist, sondern einen Kollegen, den legitimen Erben Reich-Ranickis (http://www.faz.net/polopoly_fs.....644402.jpg), von dem man weiss, dass er (Posener) ihn (Schirrmacher)schon seit Menschengedenken nicht leiden kann, als mäßig begabten und „vollschlanken“ Freak zu Brust nimmt.

    Was es nun mit Schirrmachers Attacke auf den Kapitalismus, der, so Posener, unseres Glückes Unterpfand ist, und auf auf das „Ego“ auf sich hat, das können wir doch erst diskutieren, wenn das Büchlein im Februar herauskommt?

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    @ Moritz Berger: Was Schirrmacher über Grass und Walser sagt, scheint mir sehr richtig. Bei Fassbinder bin ich mir nicht so sicher.
    @ Rita Groda: „Pack“ scheint mir ein Wort, das man nicht benutzen sollte, allein schon wegen der Assoziationen. (Ausnahme: Wenn man von Frank Sinatra und seinen Freunden spricht.)

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    @ Niggi: Erstens heiße ich nicht Posner. Zweitens habe ich nicht das Buch rezensiert, sondern habe über die Vorankündigung räsonniert. Drittens habe ich das nicht Heiligabend geschrieben. Aber ansonsten haben Sie Recht.

  38. avatar

    @Alan Posener

    was wäre wenn Sie diesen Artikel über Schirrmacher nicht geschrieben hätten:

    Vielleicht endlich ein Buch mehr dass hoffentlich rasch den Weg ins Antiquariat findet oder auf dem Grabbeltisch landet.

    Ich habe Schirrmacher mehrmals O-Ton und O-Bild erlebt.

    Erinnert mich immer wieder an Hans Christian Andersen.

    Des Kaisers neue Kleider

    Zu Kaiserszeiten gab es noch Hofnarren

    heute gibt es Bestseller-Journalisten, Meinungsmacherund Coup-Jäger

    Nach dem Methusalem-Komplott, Minimum, Payback jetzt das Ego

    @Niggi

    Auch wenn amazon das Buch erst für den 18.2. ankündigt, es gibt Rezensionsexemplare und dann auch Vorabexemplare für den PR Bereich und dann noch inoffizielle Quellen 🙂

    Vergessen Sie besser das Buch und den Inhalt …

    Noch mehr Reissäcke in China fallen auch bis zum 18.2. nicht um

  39. avatar

    Brillant: Der Meisterdenker Posner rezensiert ein Schirrmacher Buch, dass es noch gar nicht gibt , an Heiligabend. Da möchte man nicht so gerne Mäuschen sein, was Posner sonst so alles nichts besseres zu tun hat. Der Neid in dieser Branche ist echt großes Kino.

  40. avatar

    @Alan Posener: Daß Journalisten von objektiven Berichterstattern zu Königsmachern und Ghostwritern der Macht sowie nichtausgebildeten Analytikern des Zeitgeschehens mutieren, gehört zu den unangenehmsten Zivilisationskrankheiten unseres und auch des vorigen Jahrhunderts.

    Die Metastasen dieser Zunft vermehren sich unproportional, ebenso wie die Unkenntnis der Geschichte in diesen Kreisen.Der Mensch war nie besonders anders, während der gesamten Evolution, lediglich der Zusammenbruch verschiedener Systeme
    hat eine“Denkpause“ erzwungen, die Klassenschranken abbaute und Chancengleichheit denkbar werden ließ.
    Die übrproportionale Menschheitsvermehrung in anderen Erdteilen und der Rückgang der Geburtenrate auf unserem Erdteil, lassen Verteilungskämpfe erahnen, die uns womöglich wieder in voraufklärungsartige Gesellschaftsformen – wie Feudalherrschaft – zurückversetzen könnten.

    Nicht der Kapitalismus ist der Feind, das menschliche Ego ist es, wie sogar der verblödete Herr Schirrmacher noch erkennen kann.
    Und natürlich die Protagonisten der beiden großen Volksparteien.
    Wie uns der Spiegel am 21.12 2012 mitteilen, plant“Don Schäubleone“ für die Zeit nach der Wahl 2013 gravierende Einschnitte in unser Sozialsystem.
    Erhöhung des Renteneintrittsalters, Einführung eines Gesundheitssoli( trotz Überschüssen der Krankenkassen von 24 Milliarden bis dato),Änderung der Mehrwertssteuer und als Krönung, Kürzung der Witwenrente. Setzt man diese dementierten aber geplanten Maßnahmen ins richtige Verhältnis, sind das nämlich genau diese Präventivmaßnahmen für die anstehenden Verteilungskämpfe, die ich oben andeutete.
    Ein (angeblich) solidarisches Europa gegen den Rest der Welt.

    Wie angenehm, daß zwei wackere Juden, den Weihnachsfrieden 2012 gebrochen haben und uns den Spiegel auch in diesen Tagen vor die weinachtsglückseeligen Augen halten. Der modeste Heinrich hat mir gestern, 19.42 Uhr, wieder eine Identität verpaßt, lange wußte ich schon nicht mehr, zu welcher Grupperung ich mich eigentlich zählen könnte. Broder weiß es; ich bin ein LRGMP, gehöre zum linksreaktionären Gutmenschen Pack.
    Und Sie führen mir, anhand Beispiel Schirrmacher vor, daß ich auch ein Ego habe, obwohl ich Frau Wagenknecht gar nicht so übel finde.

    Da kann ich nur sagen“Maseltov“, Glück gehabt Rta.

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