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Einsame Spitze: Angela Merkel und die Suche nach neuen Männern

2010 wird als Jahr der Rücktritte und Abgänge einer Generation der 50jährigen eingehen. Besonders betroffen von diesem brain drain ist neben der Evangelischen Kirche (wann hat es den Rücktritt zweier Bischöfinnen in einem Jahr je gegeben?) ist die CDU. Ein ganzes Netzwerk hat es erwischt: den sogenannten Anden-Pakt, ein Bündnis damaliger Jungmänner um Roland Koch, Christian Wulff und Günther Oettinger. Mit dem Hamburger Bürgermeister Ole von Beust  ist der vorläufig letzte Mann dieser Generation von Bord gesprungen.

Angela Merkel ist nun einsame Spitze in der Partei und auch in der Regierung. Wahrscheinlich wird der Männerschwund ihre Stellung langfristig stärken.

Die nachwachsende Konkurrenz muss sich mit Stefan Mappus und David McAllister erst bewähren und Wahlen gewinnen. Die CDU wird sich jedoch bald erneuern müssen, inhaltlich wie personell, wenn sie den weiteren Schrumpfungsprozess stoppen will.

Die FDP startet mit ihrem Nachwuchsstar Christian Lindner im Herbst eine neue Programmdebatte. Und die CDU? Kaum jemand kann in drei Sätzen in der Partei sagen, welches Programm und welche Überschriften noch gelten. Die „neoliberale“ Partei a lá Leipzig ist tot – doch welche lebt?

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2 Gedanken zu “Einsame Spitze: Angela Merkel und die Suche nach neuen Männern;”

  1. avatar

    Die innerpolitische “Schwaeche” Merkels hatten auch die beiden grossen Handelspartner der BRD bemerkt. Und deshalb hat man sie so schoen gestreichelt bei ihren Besuch in China und Russland: “Jetzt bist du nun ein gutes Maedchen und kratscht nicht mehr ueber unsere eigenen Angelegenheiten! Nun merkst du ja auch endlich wie deine ‘Partner’ in New York wirklich sind! Und der Dalai Lama und die Tcheschenier kaufen keine Siemenslokomotiven!” – Die Russen sind immer misstrauisch aber sie schmunzeln ueber Merkels Draengen zur Beschleunigung der Ostseegas”verbindung”. In China hat man den Besuch als “historische Entwicklung” erkannt – als “strategic partnership”: BRD und CPR lehnen die von “New York” bestrebte de-facto Begrenzung des Weltexports Deutschlands und Chinas ab (New York und “andere” meinen D. und C. sollten mehr fuer den Binnenmarkt produzieren!). Beide BRD und CPR lehnen den Supereinfluss von New York auf die Weltfinanzen ab: D. will staerkere Kontrolle der New York Spekulanten, und C. will keine Vorschriften ueber den Wechselkurs des MRB. Und beide – D. und C. wollen keine Beschraenkung der weltweiten Investitionsfreiheit – weder fuer D. noch C.. – So ist Merkels “Eurasiatour” der einzige positive Entwicklung in diesen heissen Sommer fuer das Wirken der “Mutti”…

  2. avatar

    Daniel Dettling schrieb: Wahrscheinlich wird der Männerschwund ihre Stellung langfristig stärken.

    Und was bleibt von der CDU übrig, wenn Merkel stürzt ;)?

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