avatar 2. Januar 2016 - 14:06
Von: Alan Posener

Islamhass und Judenhass

Man muss den polnischen Rechtsextremisten dankbar sein. Sie zeigen nämlich – anders als die LePen, Wilders, Petry und Co., die gelernt haben, dass offener Antisemitismus in Westeuropa zurzeit noch eher hinderlich ist beim Kampf um die Macht – ihr wahres Gesicht. Und das ist zugleich islamfeindlich und antisemitisch, wie die Ereignisse in Breslau zeigen.
Einige Leute in Deutschland – Juden und Nichtjuden – leugnen diesen Zusammenhang immer noch. Jakob Augstein etwa.

Es passt der antiisraelischen deutschen Linken, sich einzubilden, die Rechte sei pro-israelisch. So muss sie ihren eigenen Antisemitismus nicht in Frage stellen. Es passt der deutschen Rechten, sich als pro-israelisch hinzustellen. So muss sie sich keine unbequemen Fragen zu ihrem eigenen Antisemitismus stellen lassen. Tatsächlich einigt der Antisemitismus Linke und Rechte, christen, Muslime und Atheisten. Er ist der kleineste gemeinsame Nenner der „dummen Kerls“ (August Bebel) aller Couleur.
Wie ich verschiedentlich gezeigt habe, kann man den Antisemitismus nicht bekämpfen, ohne den Islamhass zu bekämpfen. (Hier etwa ein Text von mir, der damals noch auf der „Achse des Guten“ erscheinen durfte. Heute wäre das unmöglich.)

Heute will ich, auch nicht zum ersten Mal, anhand eines bei Roland Tichy (der selbstverständlich kein Propagandist der Neuer Rechten ist) erschienenen Elaborats der selbsternannten Islamexpertin Barbara Köster zeigen, wie selbst Texte, die vorgeben, den Islam zu kritisieren, weil er antisemitisch sei, sich selbst antisemitischer Argumentationsmuster bedient.

Köster ist insofern eine Ausnahme unter den Islamkritikern, als sie das Christentum nicht in Schutz nimmt. Im Gegenteil. Sie macht das Christentum sogar für den Judenhass im Islam verantwortlich: „Der Judenhass ist Teil des christlichen Erbes des Islams, das, wie an anderer Stelle ausgeführt, essentiell für ihn ist.) Judenhass war lange Zeit politisch korrekt, gestützt vor allem von der Kirche, ohne deren Vorarbeit der Holocaust nicht möglich gewesen wäre. (…) Hitlers Motto lautete: „Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn!“ (Mein Kampf, S. 70, i. O. gesperrt gedruckt) Er sah sich als Weltarzt, dessen Erlösungswerk die Ausrottung der Juden war. Hitler wurde niemals exkommuniziert. Die katholische Kirche war ihm das bewunderte Vorbild für Struktur und Ästhetik von Herrschaft.“
Köster, die auch (wie ich) gelegentlich für den „Humanistischen Pressedienst“ schreibt, fasst zusammen:
„Aufklärung und Reformation waren keine rein geistigen Prozesse. Es gab Gewalt und Krieg in Europa. Die alten religiösen Mächte gaben nicht klein bei, weil eine schöne, neue, überzeugende Idee auf den Plan trat und sie von ihr bezaubert waren, sondern sie wurden in die Knie gezwungen. Dem Islam, der die katholische Kirche als Speerspitze der Gegenaufklärung in Europa abgelöst hat, bzw. ihren konservativen Kräften zur Seite steht, widerfährt heute das Gegenteil. Er tritt in Europa zu einer historischen Zeit auf den Plan, in der die Idee vom Fortschritt schwach geworden ist.“

Darum werde er leider nicht, wie ehedem die „alten religiösen Mächte“, mit Gewalt „in die Knie gezwungen“, sondern toleriert, umhegt und gehätschelt.
Nun muss man kein Freund des Katholizismus sein, um die von Köster so bewunderten Gewalttaten gegen die Kirche – etwa während der Französischen Revolution – für ein eher dunkles Kapitel der Geschichte zu halten, bei der die Aufklärung ihre eigenen ideale verriet. Man muss aber auch kein Geschichtsexperte sein, um festzustellen, dass diese Gewalttaten eine Ausnahme waren. Die Aufklärung setzte sich nach der blutlosen „Glorreichen Revolution“ in Großbritannien und der zwar blutigen, aber nicht antireligiösen Revolution in den USA überall dort friedlich durch, wo demokratische Verhältnisse herrschten. Eine Lehre, über die es sich lohnt nachzudenken, wenn man die islamische Welt heute betrachtet.
Nicht über den militanten Atheismus will ich hier reden, obwohl auch – ja gerade – er als Einfallstor für den Antisemitismus dienen kann. Sondern über die Entlastungsfunktion des Islamhasses in Deutschland, der es einigen Deutschen erlaubt, antisemitische Vorurteile weiterhin auszuleben (und deshalb für die Rechte eine ähnliche Funktion erfüllt wie der Israelhass für die Linke.) die Entlastungsfunktion wird bereits in der Überschrift deutlich (für die freilich möglicherweise Kösters nichts kann): „Scharia: Arbeit am Endsieg“. Das, was die Nazis tatsächlich anstrebten, der militärische „Endsieg“, verbunden natürlich mit der biologischen „Endlösung“, wird dem Islam unterstellt.
Die Entlastungsfunktion kommt auch im folgenden Absatz deutlich zum Ausdruck: „Westliche Gesellschaftstheoretiker gefallen sich darin, die Verantwortung für den Totalitarismus islamischer Prägung den modernen Vorbildern Faschismus und Marxismus anzulasten. Darin steckt einerseits subtile Polemik: Liebe Moderne, selbst schuld, aber zugleich ein unangebrachtes Maß an Selbstüberschätzung. Nicht auf alles auf der Welt hat die westliche Moderne ein Copyright.“
Gewiss doch. (Wobei es fraglich ist, ob man ausgerechnet Nationalsozialismus und Bolschewismus als Ausdruck „der westlichen Moderne“ bezeichnen kann.) Aber nur, wer die Geschichte des Nahen Ostens nicht kennt, kann die Verantwortung der deutschen Nationalsozialisten für die Entwicklung des arabischen Judenhasses leugnen. Jeffrey Herf hat darüber eindringlich geschrieben. Indem man diesen Einfluss – und den Einfluss des sowjetischen Antizionismus auf die arabischen Klientel-Staaten des Ostblocks wie Irak und Syrien – leugnet, spricht man sich selbst jeglicher Verantwortung frei. Der Islam kann – wie ehedem das Judentum – als das unbedingt und unvermittelt Fremde dämonisiert werden.
Dies geschieht bei Köster wie schon bei den Antisemiten gegenüber dem Judentum: indem geleugnet wird, dass es sich beim Islam überhaupt um eine Religion handelt. „Die Scharia, das Gesetz, macht den Islam aus. Dem Islam kommt es auf Glauben nicht an, es geht um die Scharia, notiert der islamistische Vordenker Sayyed Qutb in seiner programmatischen Schrift Milestones. Die Theologie ist zweitrangig. ‚Theologie, wie sie im Westen verstanden wird, ist im Christentum zentral, im Gegensatz zum Islam, wo Theologie nicht so wichtig ist wie das islamische Recht‘“ schreibt einer der bedeutendsten muslimischen Denker der Gegenwart, Seyyed Hossein Nasr. Derselbe Gelehrte fügt hinzu: „Islam ist eine Nomokratie, das heißt ein System, das vom Gottesrecht regiert wird.“ (Nasr, A Young Muslim’s Guide to the Modern World, Kindle Pos. 1244-1245: „Islam is a nomocracy, that is a system of rule by Divine Law.“) Dieser Satz kann gar nicht oft genug wiederholt werden. Der Islam ist in erster Linie Nomos.“ Damit man sich das auch merkt, hat Herr Tichy, der kein Rechtspopulist ist, eine Zwischenzeile eingebaut: „Die Scharia macht den Islam aus, nicht der Glaube.“
Nun soll hier nur in Parenthese angemerkt werden, dass Sayyed Qutb, Begründer der Muslim-Bruderschaft, also des politischen Islam, in der islamischen Welt nicht gerade unumstritten ist. Qutbs Aussagen über den Islam als Wahrheit wiederzugeben ist etwa so seriös wie – sagen wir – die Wiedergabe der Aussagen radikaler Evangelikaler gegen Charles Darwin als Position des Christentums. Übrigens leugnet auch der von Köster zitierte iranische Philosoph Sayyed Hossein Nasr die Evolution, die er nicht ganz zu Unrecht für „die Zeltstange des Modernismus“ hält. Ob der Schiit und Schüler des deutschen Philosophen Frithjof Schuon aber „einer der bedeutendsten muslimischen Denker der Gegenwart“ sei, dürfte auch ebenso umstritten sein wie die Bedeutung, sagen wir, Eugen Drewermanns als christlicher Denker. Wichtiger ist die pejorativ gemeinte Ablehnung des Islam als „Glaube“. Ganz ähnlich argumentiert Adolf Hitler in dem ersten uns bekannten Artikel aus seiner Feder, dem Gutachten über den Antisemitismus von 1919:
„Zunächst ist das Judentum unbedingt eine Rasse und nicht Religionsgenossenschaft (…) Durch tausendjährige Innzucht, häufig vorgenommen in engstem Kreise, hat der Jude im allgemeinen seine Rasse und ihre Eigenarten schärfer bewahrt, als zahlreiche der Völker, unter denen er lebt. Und damit ergibt sich die Tatsache, daß zwischen uns eine nichtdeutsche fremde Rasse lebt, nicht gewillt und auch nicht im Stande, ihre Rasseneigenarten zu opfern, ihr eigenes Fühlen, Denken und Streben zu verleugnen, und die dennoch politisch alle Rechte besitzt wie wir selber. Bewegt sich schon das Gefühl des Juden im rein Materiellen, so noch mehr sein Denken und Streben. Der Tanz ums goldene Kalb wird zum erbarmungslosen Kampf um alle jene Güter, die nach unserm inneren Gefühl nicht die Höchsten und einzig erstrebenswerten auf dieser Erde sein sollen.“

Natürlich sagt Köster nicht, der Islam sei „Rasse“. Sie sagt, er sei eine politische Ideologie zur Durchsetzung der Weltherrschaft der Muslime, zur Erreichung des „Endsiegs“ der Scharia. Die Argumentation ist nicht identisch. Sie ist nur ähnlich. Das sieht man auch daran, dass Köster die Aussage, der Islam sei eine Nomokratie, für entscheidend hält; eine Aussage, die „man gar nicht oft genug wiederholen kann“, weil sie die finsteren Ziele dieses Nicht-Glaubens offensichtlich zur Genüge entlarvt.
Man vergleiche damit diese Aussage über das Judentum:
„Die Charakterisierung des jüdischen Staates (malchut) als Theokratie ist nur in formeller Hinsicht richtig, insofern damit die Verankerung im Bunde mit Gott gekennzeichnet wird, und da der jüdische Staat manche der Theokratie eigentümlichen Merkmale aufweist. Aber doch ist die Charakterisierung der jüdischen Staatsform als einer theokratischen, die sich erstmals wohl bei Josephus findet, irreführend, da der Staat, vom Gesetze beherrscht, die Erfüllung des Gesetzes inmitten der menschlichen Gemeinschaft zum Zweck hat und somit eher als Nomokratie angesprochen werden kann.“
Es handelt sich um einen Artikel über jüdisches Staatsrecht vom (jüdischen) Gelehrten Marcus Cohn, erschienen zwischen 1927 und 1930 im „Jüdischen Lexikon“.

Und damit man mir nicht unterstellt, ich würde – wie Köster – einen eher abseitigen Denker zitieren, hier spricht der Oberste Rabbiner Großbritanniens, Jonathan Sacks, über die, sagen wir, politische theologie des Judentums: „Third, it is a G‑d-centered politics. There was no word for this in the ancient world, so Josephus had to coin one. He called it ‘theocracy’. However, this word has been much abused and taken to mean what it does not, namely rule by clerics, priests. That is not what Israel was. Again, an American phrase comes to mind. Israel was ‘one nation under G‑d.’ If any single word does justice to the vision of Deuteronomy, it is not theocracy but nomocracy, ‘the rule of laws, not men.’”

“Nomokratie”, “the rule of law”: der Rechtsstaat. In dem „der Jude“ und „der Moslem“ die gleichen Rechte besitzt „wie wir selber“. Ein Zustand, den Hitler dringend aufheben wollte durch einen „Antisemitismus der Vernunft“; denn schließlich geben solche „alten Mächte“ wie das Judentum oder der Islam „nicht klein bei“, sondern sie müssen „in die Knie gezwungen“ werden. Womit der Rechtsstaat verloren geht. Was ja im Grunde genommen das Ziel der Übung ist, in Polen wie hierzulande. Wehret den Anfängen.

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95 Kommentare zu „Islamhass und Judenhass“

  1. Und wie soll die Geisteskrankheit lauten, die die Christen zum Juden- und Islamhass gleichermaßen bewegt?

  2. avatar Parisien sagt:

    @ Alan Posener
    Gute Frage.
    Zu interessant.
    Ich bin unverrückbare vernünftige Mitte. Wenn Mitte nach links rutscht und ich stehen bleibe, unwillig, mich neu zu erfinden, wie das modern ist, oder meine Werte prinzipienlos zu verändern, ist das mehr der Fehler der CDU als meiner. Das ging mit Fukushima und der BW-Wahl los und hat kein Ende. In Köln seien wohl auch Schwarze attackiert worden. Die derzeitige Politik ungeordneter Wanderung und der Einsatz der derzeitigen Regierung für Frauen, Schwule, Farbige und sonstige Minderheiten gehen übrigens auf keine Kuhhaut.

  3. avatar Alan Posener sagt:

    Nicht nur Christen, lieber Münsteraner. Auch Atheisten. Und natürlich gibt es selbsthassende Juden und antisemitische Muslime, Hindus, Buddhisten und so weiter. Es handelt sich – ganz allgemein – um einen partiellen Zusammenbruch jener zivilisatorischen Maßstäbe, die wir mühsam über Jahrhunderte hinweg internalisiert haben, und die uns sagen, dass alle Menschen, oder doch die gewaltige Mehrheit, unsere Brüder seien. Das Erschreckende am 20. Jahrhundert war die Erkenntnis, wie schnell die auf dieser Erkenntnis beruhenden Hemmungen beiseite geräumt werden können. Denken Sie an Ruanda oder Srebrenica.

  4. avatar Alan Posener sagt:

    Nirenberg fängt nicht mit Paulus an, lieber Blondehans. lesen Sie das Buch. Und nicht die taz-Besprechung, sondern meine in der “Welt”.

  5. avatar Klaus J. Nick sagt:

    @Parisien
    Dann lassen Sie uns doch einfach mal aus der “vernünftigen Mitte” oder dem gesunden Menschenverstand, der sich um ideologische Programmatik oder pc, von welcher Seite auch immer, nicht kümmern sollte, heraus argumentieren: Ich glaube Moritz Berger bemerkte hier schon vor einiger Zeit, daß die Sexualität der (männlichen) Flüchtlinge oder Migranten ein Problem werden könnte, wenn das nicht ‘geregelt’ wäre, sei es durch gestiftete Ehen, wie in den Heimatländern oder durch Beziehungen zu einheimischen Frauen, Konfliktpotential mit deutschen verschmähten Männern inclusive. Über all das darf nicht nur, sondern muss m.E. gesprochen werden, aber eben nicht durch rassistische Zuschreibungen, wie ein Bernd Höcke es tut, sondern durch nüchterne Betrachtung des Problems: Was sind das für Verhältnisse in den Herkunftsländern, die Familien dazu bringt, ihren Söhnen derlei zuzumuten? (Oder was sind das für Familien, die solche Verhältnisse zulassen!) Die Leute, die aus solchen Kreisen kommen, treffen dann auf eine Gesellschaft, die einen ‘#Aufschrei’ zuwege bringt, wenn ein älterer Politiker seine Blicke nicht zügeln kann. Oder eine deutsche Journalistin Antje Schrupp, die allen Ernstes, das was da in Köln gelaufen ist, mit dem Oktoberfest vergleicht und das (deutsche!) Patriarchat dafür verantwortlich macht (DLF-Mediathek, 23:18h):
    http://srv.deutschlandradio.de.....index.html
    Mangel an Realismus auf beiden Seiten, auf deutscher Seite durch ideologische Verblendung bestärkt. Es fehlt da wohl wirklich so etwas, wie Aufklärung.
    Und die AfD diskredidiert sich schon rein intellektuell, vom Anstand rede ich doch gar nicht mehr. Insgesamt finde erscheint mir vieles, was ich medial (im Auto, oder wo auch immer beiläufig) so mitbekomme.. sagen wir hilfloses business as usual, um es sehr moderat zu sagen.
    Besser (gerade gesehen):
    http://www.deutschlandfunk.de/....._id=341649

  6. avatar Klaus J. Nick sagt:

    von wegen Extremismus in Israel:
    http://www.faz.net/aktuell/pol.....97134.html

    (ich glaube wir sind einfach hierzulande zu naiv, was den Schutz der Zivilisation angeht)

  7. avatar derblondehans sagt:

    APo: ‘Nirenberg fängt nicht mit Paulus an, lieber Blondehans. lesen Sie das Buch. Und nicht die taz-Besprechung, sondern meine in der “Welt”.’

    … Ihre ‘Besprechung’ hatte ich, bereits bei erscheinen, gelesen. Daraus geht kein Nachweis für einen tatsächlichen ‘theologischen Antijudaismus’ hervor. Was Sie, APo, dort schreiben, hatten wir hier schon vor ‘Nirenberg’ angeschnitten.

    Aus Ihrer Besprechung zu Nirenberg: ‘Nichts ist dümmer als die Behauptung, unsere Kultur sei “christlich-jüdisch”‘.

    … nun ja, ‘christlich-jüdische Kultur’ ist nicht dumm, die Reihenfolge ist Quark. Richtig ist der Hinweis auf eine etwa 2’000-jährig ‘jüdisch-christliche Kultur’, als Teil der europäischen Historie, sehr wohl. Wie auch immer sie sich darstellte oder aussieht. Dumm wäre es, dieses abzustreiten.

    Papst Benedikt XVI. vor dem Deutschen Bundestag 2011: ‘Die Kultur Europas ist aus der Begegnung von Jerusalem, Athen und Rom – aus der Begegnung zwischen dem Gottesglauben Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen und dem Rechtsdenken Roms entstanden.’

    Daher!

  8. avatar Alan Posener sagt:

    Benedikt, lieber Blondehans, vergaß die Kelten und Germanen sowie die Slawen, die Europas Kultur viel stärker prägten als die Juden. Und warum vergaß er die? Weil sie Heiden waren und nicht in sein Weltbild passten.

  9. avatar Klaus J. Nick sagt:

    Wo der Antijudaismus bei Katholiken sitzt oder sitzen könnte, kann man durchaus bei den Gegnern des Vaticanum II studieren:
    http://www.kirchliche-umschau.de/ (leider nicht online)
    Da ist nicht nur immer wieder vom ‘Zerstörungswerk’ durch die Moderne die Rede, sondern es wird auch die Karfreitagsfürbitte obsessiv verteidigt. Die Frage, ob sich in den Texten bereits ein Antijudaismus ‘nachweisen’ lässt, würde ich verneinen, aber daß die Haltung Lefèbres eine Anziehungskraft auf Leute hat, die sich von Juden vor allen Dingen abgrenzen wollen, würde ich schon sagen.

  10. avatar derblondehans sagt:

    APo: ‘Benedikt, lieber Blondehans, vergaß die Kelten und Germanen sowie die Slawen, die Europas Kultur viel stärker prägten als die Juden. Und warum vergaß er die? Weil sie Heiden waren und nicht in sein Weltbild passten.’

    … nicht vergessen, nur ist der kulturelle Beitrag hinsichtlich Kultur, Gottesglauben, philosophischer Vernunft, Rechtsdenken und so weiter, ohne Jesus Christus, eher monothematisch.

    Daher!

  11. avatar H.Henreich sagt:

    Alles Böse kommt aus dem Judentum, jener fremdenfeindlichen, xenophoben Religion, die einer Herrenrasse gewidmet ist und deren wichtigster Mythos von der Einnahme von Lebensraum durch einen Völkermord im Namen des Gottes der Juden. Christentum und Islam sind Erben des Judentums und seiner Barbarei. Wer außer einer Bestie verehrt einen Gott, der Völkermord einfordert, den Verstand eines Pharaohs kontrolliert, damit dieser “Nein!” zu Moses sagt und er anschließend freudig ägyptische Kindern abzuschlachten kann, während seien Herrenrasse in dafür feiert, daß er sie aus der Knechtschaft befreit? Wie kann ein menschliches Wesen einer Religion angehören, die ein solches Ungeheuer verehrt? Der Fremdenhass ist ein Markenzeichen des Judentums, es gibt keine Mythologie, die ähnlich verächtlich mit Fremden umgeht und die eigenen Anhänger als Herrenrasse feiert.

    Das Christentum hat bis an die 90 Prozent der Einwohner Europas in Sklaven verwandelt. Leibeigenschaft war nie etwas anderes als Sklaverei und Christen sind nichts anderes Anhänger einer jüdischen Sekte, die von einem jüdischen, xenophoben Haßprediger und Weltuntergangspropheten inspiriert wurde. Kuscheln predigt Jesulein nur Juden, die sich brav vor ihm auf die Knie werfen. Sein Haß auf minderwertige Nichtjuden ist in der Bibel dokumentiert. Ehrlich geschrieben, geht der Schrecken des Mittelalters also auf das Judentum zurück. Und den christlichen Antisemitismus kann man sich als innerjüdische Auseinandersetzung vorstellen, wie die Bibel und die Geschichte zeigt, sind Krieg und Haß zwischen Juden und der Umstand, daß sich am Ende die Fanatiker durchsetzen, praktisch jüdische Tradition.

    Haben sie sich schon einmal mit den grundlegenden Aussagen des Zionismus beschäftigt, gelesen, wie Juden bzw. Zionisten der ersten Stunde über Reinhaltung des überlegenen jüdischen Blutes schwafelten? Mischehen waren und sind heute noch für Juden und Zionisten Verrat am gelobten jüdischen Blut und der jüdische Teil ein Verräter an der Herrenrasse wie bei den Nazis. Legt man sich die Nazi-Ideologie neben jener des Zionismus, sieht man da nicht wirklich einen Unterschied.

    Der große Unterschied zum Judentum und zum Christen im Islam ist, daß der Koran durchaus als Anleitung für die Bildung eines idealen Staates verfasst wurde.
    Der Islam bekommt so durchaus den Charakter einer politischen Ideologie. So ist es durchaus möglich den Islam als politische Ideologie anzusehen. Auch wenn der Vergleich mit dem Faschismus lächerlich ist, insbesondere wenn man bedenkt, daß der aus dem Christentum kommt und noch, gerade in CDU und CSU, nach dem Krieg eifrig für einen Franco in Deutschland gekämpft wurde mit einer katholischen Herrenrasse an der Spitze der Macht.

    Islam, Christentum und Judentum sind abartige Perversionen, die kein Existenzrecht haben. Ein echter, edler und guter Mensch tut alles um diese widerwärtigen Krankheiten zu stoppen, vorzuführen und zu vernichten.

    Es kann keinen linken Antisemitismus geben, da der Gedanke, daß Juden eine parasitäre Untermenschen- rasse sind, nun einmal Markenzeichen des Antisemitismus sind.

    Europa und die Welt wäre besser daran, wenn das Judentum, der Islam und das Christentum ausgerottet werden würden. Selbst der Kommunismus ist nichts anderes als eine Spielart des Christentums mit seinem Schicksalsglauben – Christen glauben an Schicksal, und Schicksal braucht eine höhere Macht, die es erschafft, damit sind Kommunisten keine Atheisten, sondern Christen, die ihren Gott Geschichte nennen, und eben Abkömmlinge einer jüdischen Sekte. Nicht einmal der kommunistische Kollektivismus ist kommunistisch, sondern kommt aus dem Christentum. Den Drang sich eine höhere, kollektive Identität zu geben und einen kollektiven Sinn zu suchen hat das Christentum und damit auch das Judentum verursacht. Das heißt, daß nicht nur der Kommunismus seine Wurzeln dort hat. Für den Nationalismus gilt es ebenso.

    Die ganzen Leichen im 20 Jhd. sind allein den drei abrahamitischen Ideologien geschuldet. Damit haben diese Religion ihre Abartigkeit, ihre Perversität und Schädlichkeit bewiesen und sich für ein Todesurteil qualifiziert. Und wenn man dann noch bedenkt, was sie uns allen davor angetan haben, fragt man sich, wie jemand Partei für diese abartigen Perversionen ergreifen.

    Israel gibt es, weil die Juden gemäß ihrer eigenen Mythologie sich diesen Lebensraum eroberten und die Urbevölkerung ausrotteten. Als Deutscher sollte man ein Problem damit haben, wenn jemand Lebensraum erobert und dabei Völkermord begangen hat oder zumindest solche Geschichten als Identität gebende Mythen benutzt. Hitler mag sie ja verachtet haben, aber er ist dem jüdischen Vorbild gefolgt. Der Arier ist auch nichts anderes als ein auserwähltes Volk und umgekehrt.

  12. avatar Stevanovic sagt:

    Frohes Neues in die Runde!
    Das eine Religion bessere Menschen hervorbringt als andere, ist kompletter Unsinn, zu besichtigen in den Teilen der Welt, in denen buddhistischem, jüdischem oder sonstigem Mob nicht entgegengetreten wird. Nicht die Religion schafft Frieden, es ist der Staat, der sich natürlich auf Religion berufen kann. Der Unterschied zwischen muslimischen und jüdischem Mob ist der Staat, der dahintersteht: Leider bekommen muslimische Terroristen staatlichen Applaus, jüdische Terroristen bekommen im Judenstaat Knast. Wer das nicht sehen will, ist Antisemit, um mal eine griffige Definition für die heutige Lage zu formulieren. Es ist kein Zufall, dass die deutsche Rechte über jüdischen Selbsthass schwadroniert, wenn es um die israelische Zivilgesellschaft geht. Es ist auch kein Zufall, wenn die Linke von Äquidistanz zwischen Hisbollah und Israel redet. So sind auch die Jungs in Köln nicht möglich, weil der Islam das so will – es ist genaugenommen umgekehrt – es ist das Fehlen einer staatlichen Struktur auf der Domplatte. Oder in Sachsen. Wo der Staat nicht präsent ist, kann der Mob tanzen. So banal ist der Vorgang in der Silvesternacht. Den Unterschied macht der Staat. Nicht das Judentum ist im Kern moralischer, Israel ist es.

  13. avatar Stevanovic sagt:

    @KJN

    “Was sind das für Verhältnisse in den Herkunftsländern, die Familien dazu bringt, ihren Söhnen derlei zuzumuten?”

    Yep.Daraus folgt auch, dass man nicht hunderttausende Menschen aufnehmen kann, ohne staatliche Struktur sicherzustallen. Und damit hapert es anscheinend.

  14. avatar derblondehans sagt:

    Apropos ‘Islamhass’

    Die Schande von Köln 2016

    und

    The Force Awakens. Oder?

  15. avatar Parisien sagt:

    @ KJN
    Zu Antje Schrupp gehört auch noch Lamya Kaddor, die auch damit ankam. Grundsätzlich neigen einheimische Männer bedeutend weniger zu Übergriffen auf Frauen. Das bedeutet nicht, dass sie nie vorkommen.
    Heiraten mit einheimischen Frauen wird es selten geben, und zwar in erster Linie wegen des Frauenbildes in islamischen Gesellschaften. Verbindungen mit afrikanischen Christen dürften gelegentlich vorkommen.
    Genauso ist denkbar, dass Verbindungen mit Persern, Russen oder Polen entstehen; schließlich gibt es diese längst. Wer also nicht das Frauenbild im Islam, und zwar vornehmlich in arabischen Kulturen (wobei die Türkei auf dem Rückweg ist, kein Händchenhalten), zum Thema macht und offensiv angeht, wird mit Integration keinen mm weiterkommen und auch nicht mit Bildung des offsprings. Mir schwebt da auch als wünschenswert vor, Übergriffige auszuweisen. Dafür muss man sie natürlich erstmal festsetzen und ihnen die Taten nachweisen. Nur mit einer stringenten Antwort kann die BRD beweisen, dass ihr an freien selbstbestimmten Frauen etwas liegt. Was Frau Reker vorgeschlagen hat, ist dagegen kurz vor dem Schleier. Wenn Ausweisung nicht möglich ist – dies betrifft nicht nur deutsche Staatsangehörige, sondern auch Rücknahmeschwierigkeiten von Ländern, die ihre Gefängnisse bei den Umstürzen geleert hatten, hier z.B. Tunesien und Ägypten – hilft gewiss eine Kürzung von Taschengeld/Sozialhilfe um 50 Prozent.

    Warum redet niemand über Alfa?
    Warum ist die FDP relativ still?
    Wieso müssen wir ständig, fast jeden Tag, eine Aussage von K.G.-E. lesen, und wo ist hier die Mannschaft von Christian Lindner?

    Weiter: Wie sich herauskristallisiert, werden wir keine Arbeit für einen großen Teil dieser Männer haben. Erstens ist der Bildungsstand armselig, und wie ebfs. Moritz Berger bemerkte, braucht heute selbst ein Bäcker mathematisches Know-How in gewissem Umfang. Somit ist das unkontrollierte Einlassen dieser Männer, oft keine Flüchtlinge, darunter auch Pakistani, nicht zu rechtfertigen. Und Grenzen können bewacht werden.
    Was noch als Explosivmaterial bei der Polizei liegt, wird uns auch noch erschüttern: Missbrauch an Kindern in Asylbewerberunterkünften und Missbrauch von Kindern auf der Flucht durch Schlepper.

    Somit bezeugt das Zusehen bei Straftaten an Frauen und Kindern, auch geflüchteten Frauen und Kindern, eine maßlose Kälte oder alternativ Inkompetenz der derzeitigen Regierung. Sie sollten soviel Anstand haben, geschlossen zurückzutreten und Neuwahlen anzuberaumen mit neuen KanzlerkandidatInnen. Oder wir lassen das -Innen einfach weg. Nie hatten wir so viele Frauen in der Regierung und nie eine solche Kälte. Vielleicht können Männer westlichen Zuschnitts das doch besser, weil sie i.d.R. Frauen lieben, nicht ganz so wie ein gutes Auto, aber genug.

    Eine Regierung, die gelassen bei Missbrauch zusieht, ist noch ein wenig eher rechts bzw. faschistoid als ich.

  16. avatar Gertrude Havel sagt:

    Und noch etwas ist mir eingefallen.”Man kann den Antisemitismus nicht bekämpfen, ohne den Islamhass zu bekämpfen” sagen Sie. Ich sage, indem ich den Islamhass bekämpfe, reduziere ich keineswegs automatisch den Antisemitismus sprich Judenhass. Das kann sogar nach hinten losgehen, wie der Fall der Mitbegründerin von Pegida, Kathrin Oertel zeigt. Die hat eine 180-Grad Kehrtwendung gemacht, sich bei den Muslimen entschuldigt, ist anderweitig aktiv, und quasselt via verschiedene Verschwörungstheorien über die dunklen Kräfte, die an heutiger Misere Schuld sind.Es ist eindeutig klar, daß damit die Juden gemeint sind. Die breiten Massen brauchen wieder ein Opferlamm für heutige Krise, und da greift man zu Altbewährten.

  17. Kennt der Islam denn Brüderlichkeit zwischen Muslimen und Ungläubigen?

  18. avatar R. Steinmann sagt:

    Parisien: “Die derzeitige Politik ungeordneter Wanderung und der Einsatz der derzeitigen Regierung für Frauen, Schwule, Farbige und sonstige Minderheiten gehen übrigens auf keine Kuhhaut.” Na ja, wenn Sie Frauen für eine Minderheit halten, erklärt es sich auch wie Sie darauf kommen, das Sie einfach Ihren Standpunkt zur ewigen “Mitte” der Gesellschaft erklären. Vernunft, wie sie Kant interpreteiert, erkenne ich in Diskriminierung von Minderheiten jedoch nicht. Vielleicht mal mit dem kategorischen Imperativ vertraut machen.

    Und “derblondehand” kann ja bitte mal darlegen, inwiefern das Judentum die europäische Kultur in gleichem Maße wie das Christentum geprägt hat. Der Anteil an den letzten 2000 Jahren, in dem Juden und die jüdische Religion nicht von Staat und christlichen Kirchen unterdrückt und verfolgt wurden ist fast vernachläßigenswert. Wenn man von der für die Entstehung des Christentums zugrundeliegenden Missinterpration der jüdischen Bibel, und Kulturbeiträgen von einzelnen Individuen, die zufällig jüdischen Glaubens waren, absieht, sind der religiöse Antijudaismus und der rassitische Antisemitismus die Hauptnarrative des christlich-jüdischen Zusammenlebens in Europa.

  19. avatar Parisien sagt:

    Wie man in folgendem link sieht, haben wir folgende Gemengelage:
    Man lässt jede Menge starke Jungmänner ‘rein, von denen einige, wie Köln/Hamburg/Stuttgart zeigen und auch (gern vertuschte) Vorfälle in der Vergangenheit schon bewiesen, gewillt sind, ihre vermeintliche Stärke weiter hier auszuleben unter Missachtung des Rechts und vor allem der Frauenrechte, bar jeden Respekts vor beidem.
    Andererseits ist man offensichtlich nicht gewillt, den Zustrom des Stärkeren zu limitieren und dafür den Schwächeren gezielt unter die Arme zu greifen. Lassen Sie sich bitte hiervon schockieren und vergleichen Sie die Bilder mit den Muskelpaketen:
    http://www.welt.de/politik/aus.....uehrt.html

    In derselben online-Ausgabe heute ein Bericht über die Wünsche von Speditionen. Dass LKW-Fahrer Verstand, ruhiges Blut und eine gute Ausbildung sowie jahrelange Erfahrung brauchen, um nicht Katastrophen wie beispielsweise die im Tauerntunnel zu verursachen, scheint den Spediteuren egal zu sein. Dann sollen sie bitte, wenn sie keine höheren Gehälter zahlen wollen, statt dessen anständig von den Versicherern abgezockt werden. Ach, ich vergaß: Das zahlt ja dann der Kunde.

    Alles: Zynismus pur. Macht die Grenzen dicht und nehmt euch ein Beispiel an Großbritannien, das die Leute direkt aus den syrischen Lagern holt, in Maßen.
    Aber die Unterernährten und Sterbenden sind nichts für die Speditionen, oder? Für solche Wünsche habe ich wirklich nur ein fuck you übrig.

  20. avatar Parisien sagt:

    Angeblich werden erste Reisen nach Köln storniert. Hinzu kommen wird, dass es möglicherweise nächstes Sylvester auf der Domplatte ein Feuerwerksverbot gibt – bin gespannt – und dass dann die Party ganz ausfällt. Die Polizei muss personell aufgestockt werden, mehr Kameras installiert werden – was das alles kosten wird, nur weil die BuReg nicht willens ist, die Grenzen zu verrammeln und ein Einwanderungsgesetz auf die Beine zu stellen, das sich sehen lassen kann. Außerdem ein eng gefasstes Asylgesetz. Je später die BuReg zurücktritt, desto schlechter für CDU und SPD, desto besser für alle anderen Parteien. Heiko Maas, so wie er jetzt redet, scheint das schon begriffen zu haben.
    Die Presse hinkt noch etwas nach. Sie sollte jeden einzelnen Fall ans Tageslicht bringen und das nicht pi überlassen. Nur dann wacht die Spitze endlich auf. Das wollen sie dann doch nicht. Und wahrscheinlich ist, dass alle diese Mädchen und Frauen, die dem wehrlos ausgesetzt sind, das Land verlassen, sofern sie können. Das will doch die Politik wohl auch nicht. Diese meist gut ausgebildeten jungen Damen sollten das Hemd sein und Wünsche von Spediteuren eine ganz weite Jacke. Auf w-on etwa unter “nachts will niemand arbeiten”. Okay. Wieso auch? Ärzte, Feuerwehr, Polizei, Nurses, Wachleute klar. Aber nachts Gabelstapeln? Die hamse nicht mehr alle vor Gier.

  21. avatar Parisien sagt:

    Deutsche Politik heute, enjoy:
    “Y-Y-You push it, stretch it, it’ll never be enough. You kick at it, beat it, it’ll never cover any of us. From the moment we enter crying t-to the moment we leave dying, it’ll just cover your face as you wail and cry and scream.”
    http://www.imdb.com/title/tt0097165/quotes

    The human race, how it should be, maybe:
    “We don’t read and write poetry because it’s cute. We read and write poetry because we are members of the human race. And the human race is filled with passion. And medicine, law, business, engineering, these are noble pursuits and necessary to sustain life. But poetry, beauty, romance, love, these are what we stay alive for. To quote from Whitman, “O me! O life!… of the questions of these recurring; of the endless trains of the faithless… of cities filled with the foolish; what good amid these, O me, O life?” Answer. That you are here – that life exists, and identity; that the powerful play goes on and you may contribute a verse. That the powerful play *goes on* and you may contribute a verse. What will your verse be?”
    http://www.imdb.com/title/tt0097165/quotes

    Weit davon entfernt. Alles nur noch business.
    Bester Film aller Zeiten. Imho. Dead Poets Society.

  22. avatar Alan Posener sagt:

    “Dead Poets Society”, lieber Parisien, war einer der übelsten Filme aller Zeiten, weil er Genialität an die Stelle von Didaktik, Intuition an die Stelle von Wissen und Kameradschaft an die Stele von Disziplin setzte. Genau so funktioniert Schule nicht. Das zerreißen von Textbüchern ist so schlimm wie das Verbrennen von Büchern. Und Poesie ist keine Anleitung zum Leben. Völlig zu Recht wurde der von Robin Williams genial gespielte Lehrer – und Lebensversager – von der Schule verwiesen. Eigentlich hätte er ins Gefängnis gehört. Gegengift: “Rope” von Alfred Hitchcock.

  23. avatar Alan Posener sagt:

    Liebe Gertrude Havel, der Fall der Karin Oertel (und des von mir zitierten Textes, und der “Querfront” des Jürgen Elsässer und und und) zeigt doch das Offenkundige: Judenhass und Fremdenhass sind voneinander nicht zu trennen. Au reinem Selbsterhaltungstrieb müssen Juden alle “gruppenbezogene Vorurteile” bekämpfen. Bei Einheimischen UND Zuwanderern. Wenn Juden in das große “Wir” einstimmen, dann machen sie sich etwas vor. Bleiben Sie im Raum, wenn die Juden rausgegangen sind. Dann wissen Sie, was los ist.

  24. avatar Alan Posener sagt:

    Wenn ich nicht wüsste, dass er ernst gemeint ist, würde ich den Beitrag von Herrn Heinreich für eine Posse halten. Er ist aber ernst gemeint, und ich empfehle ihn dringend zur Lektüre, weil er auf den Begriff bringt, was ich meine: Am Ende führt – bei ihm, aber eben nicht nur bei ihm – Islamkritik und Kritik am Christentum immer wieder zurück zu zum Antijudaismus. Natürlich ist das, was er sagt, Unsinn: Das Judentum macht keine Proselyten, ist also im entscheidenden Punkt anders als seine Bastarde Christentum und Islam. Auch die “Ausrottung der Urbevölkerung” ist zwar von Christen und Muslimen hier und dort überliefert, jedoch gerade nicht von den Zionisten. Aber die faktische Unhaltbarkeit tut nichts zur Sache. Die schreckliche intellektuelle Konsequenz dieses ohne Scham namentlich gezeichneten Beitrags ist, hoffe ich, für alle lehrreich.

  25. avatar Alan Posener sagt:

    Wie wär#s, Blonderhans, Sie nähmen sich für 2016 vor, auf das “Daher!” zu verzichten? Das würde entspannter wirken.

  26. avatar Parisien sagt:

    @ Alan Posener
    Dead Poets Society ist genau wie “Der Duft der Frauen” einer der besten Filme aller Zeiten, weil er auf persönliche Entfaltung setzt und auf das Begreifen von Dichtung durch das Leben von Dichtung statt auf Drill, Auswendiglernen und Kälte.
    Der beste Repräsentant einer auf Drill setzenden Leistungsgesellschaft in dem Film ist der Vater, dessen notorische Pistole im Schreibtisch ihn schließlich von seinem widerspenstigen Jungen wider Willen “befreit”. Der zweitbeste ist der Schuldirektor, der statt auf Gespräch und Kompromissfindung mit dem Lehrer auf Spitzelaussagen und Verrat setzt.
    Dasselbe in “Der Duft der Frauen”: Spitzelaussagen gegen Mitschüler.
    So etwas finden Sie gut, nur um eine analytische Auffassung von Wissen von oben durchzusetzen? Ich bin sehr erstaunt. Extrem erstaunt.
    Die Filme richteten sich gegen den ultrakonservativen Erziehungsstil einiger (damaliger) Internate.
    Abgesehen davon kann jemand ohne Einfühlungsvermögen die meiste Dichtung nicht verstehen. Schließlich wurde sie von Künstlern verfasst.
    Die Schule, die verlangt, dass jede Dichtung analysiert werden muss, bis ein mehrseitiger Aufsatz entsteht, hat schon manchen Schüler für immer vergrault. Sie muss vor allem genossen werden.
    Sie ist “Nur eine Feder als Stütze” (Hilde Domin) und entsteht nur aus Talent.
    Und, nebenbei bemerkt: Mein einer Sohn wurde erst brillant in Mathematik, als er sich nebenbei, quasi genial, selbst ein Instrument beibrachte und dieses zwischen seinen Aufgaben spielte. Somit stelle ich auch die These auf, dass Zieglers Kinder gut in der Schule sind und dass das vor allem Zieglers Verdienst ist.
    Der Staat kann nicht mal öffentliche Räume schützen. Schule? Nun ja. Er weiß das. Deswegen wollen manche alle in die KiTa. Nur wenn alle seinem Versagersystem ausgesetzt wären, würde nicht mehr auffallen, dass es eins ist. Alle wären dann gleich, Geheimnis des Glaubens (des Sozialismus). (Daher.)
    Also, ich bleibe dabei. Ich frage mich, welche Note Sie mir gegeben hätten, hätte ich den Film in der Schule bei Ihnen detailliert verteidigt. Eines meiner Kinder machte mal so etwas. Bibbern wegen der Note. Der Lehrer gab eine eins. Guter Lehrer. Andere Meinung, aber seine Füße nicht in Ideologie einbetoniert. Darauf wollte der Film hinaus. Freiheit des Denkens und Empfindens. Freiheit.

  27. avatar Stevanovic sagt:

    Ein türkischer Freund hatte mich angerufen und sich gefreut über Köln: Endlich sind nicht mehr die Türken auf der untersten Stufe der Hackordnung, jetzt sind die Araber das Synonym für Störfaktoren. Er freute sich deswegen, weil ich ihm unter die Nase rieb, dass wir Jugos es geschafft haben, uns von Hütchenspielern und Autodieben zu qualifizierten Migranten hochzuarbeiten. Sag einer die Islamisierung kenne nur Verlierer. Jetzt sind es die Araber. Vor den Jugos haben die Italiener nicht gepasst, ich glaube, die mediterrane Mentalität sollte kulturfremd sein oder so was. Über jede Gruppe wurde schon behauptet, es ginge gar nicht. Und jedes Mal gab es triftige religiöse/kulturelle/historische Gründe, jedes Mal waren die Argumente zwingend. Im Westen nichts Neues.
    „Wenn Juden in das große “Wir” einstimmen, dann machen sie sich etwas vor.“ Dieser Satz tut weh. Ich kann mich erinnern, dass ich aus dem Geschichtsunterricht über die jüdische Assimilation mitgenommen habe, dass, wenn man auch den Nationalen in den Arsch kriecht (sorry, etwas plakativ, aber trifft meine Befürchtung), man am Ende doch abgeholt werden kann. Mein Freund hat die türkische Staatsbürgerschaft deswegen behalten. Das Karamell seiner Haut verrät ihn überall. Ich habe nur die Deutsche, weil ich glauben will, dass Deutschland etwas gelernt hat. Wenn ich sehe, wie ähnlich die Diskussionen alle verlaufen, wird mir mulmig. Der IS steht heute für das, wofür Rockefeller und Rothschild mal standen.

  28. avatar derblondehans sagt:

    @KJN

    … wenn das, was Sie zur Piusbruderschaft schreiben, so ‘einfach’ wäre. Hierzu empfehle ich ‘Schuldbekenntnisse und Vergebungsbitten’ von Prof. Dr. Georg May und ‘Das Ende der Lügen: Rußland und die Juden im 20. Jahrhundert’ von Sonja Margolina.

    @APo

    … nach Rücksprache mit meinem (blonden) Hamster – für 2016 kein DAHER! mehr. Versprochen, nicht garantiert.

  29. avatar Gertrude Havel sagt:

    @H.Henreich

    Man hat bei Ihnen den Eindruck, daß mit der neuesten Freigabe von Hitlers Mein Kampf wieder die alten düsteren Geister zurückgehrt sind.Ihr Beitrag erfüllt m.E. den Tatbestand des § 130 Abs 1. des Strafgesetzbuches.Ich stehe zwar auch kritisch den Religionen gegenüber,die folgenden 2 Aussagen haben meine Zustimmung-Nobelpreisträger Jose Saramago: “Die Welt wäre friedlicher, wenn wir nur alle Atheisten wären” und “Die Religionen haben nur selten dazu beigetragen, die Menschen einander anzunähern; zugleich akzeptiere ich das Bedürfnis vieler Menschen nach religiösem Glauben.Die vielen archaischen Texte in der jüdischen Religion müssen Sie im Kontext der über 5.000 jährigen Geschichte der Juden sehen und vor allem ihrer ewigen Verfolgung.Auch bei anderen Religionen und Völkern gab es in alten Zeiten Gebote zuhauf, die uns heute unmenschlich erscheinen z.B.Kindesmord bei alten Griechen und Römern.Man hat es als Recht der Eltern angesehen, gewöhnlich wurden Mädchen getötet.Knaben hielt man für wertvoller als Erben oder als Schutz im Alter.Würde die Welt einer einzigen jüdischen Generation,die Chance geben, in Frieden zu leben, hätten die Juden die Texte bestimmt längst reformiert.Aber jeder Anlauf zur Reformation des Judentums wurde bis jetzt durch drastische Verfolgungen unterbrochen.Ihre Behauptungen sind einfach widerlich und volksverhetzend.Würde mich interessieren, welcher Quellen Sie sich bedient haben. Die vermeintlich ausgerottete Urbevölkerung,ich gehe davon aus,daß Sie damit die Araber meinen, die sitzen im israelischen Parlament und mitentscheiden über die isr.Gesetze.

  30. avatar Alan Posener sagt:

    Sehr richtig, Gertrude Havel. Aber Sie werden den Mann nicht überzeugen. Fakten spielen gegen Phobien keine Rolle.

  31. avatar Alan Posener sagt:

    Richtig, Stevanovic, nur: Rothschild steht immer noch dafür, googeln sie mal. Es kommen beim Rassismus immer neue Schichten dazu; die alten bleiben jedoch. Jedenfalls die älteste …

  32. avatar Alan Posener sagt:

    Tolles Thema, Parisien. Es stimmt, die Autoritätspersonen in “DPS” sind Karikaturen. Noch ein Grund, den Film abzulehnen. Und das sage ich als ehemaliger Schüler einer Reformschule. Gerade als ein solcher Schüler. Ein anderes Mal mehr.

  33. avatar Roland Ziegler sagt:

    Um zum Schluss auch noch was zu sagen: “Schutz der Zivilisation” (KJN) – das ist ein gutes Stichwort. Darüber sollten wir nachdenken. Ich habe gestern mit einem Feund gesprochen, der meinte, man solle zum einen “die” – d.h. unsere westliche, liberale – “Zivilisation” besser wertschätzen, statt immerfort zu meckern und zu glauben, das sei alles großer Mist hier, und zum anderen nicht länger daran glauben, “der Islam” bzw. die isamísche Kultur wären hier eine Bereicherung.

    Ich stimme beidem zu. Allerdings scheint mir, das mittlerweile kaum noch jemand daran glaubt. dass der Islam – vertreten durch solche Männer wie an Silvester in Köln u. Hamburg – für uns eine Bereicherung darstellen würden. Ich verfolge die Tagespolitik nicht, aber es wird oft – auch hier- auf eine vermeintlich linksgrüne Multikultihaltung, vertreten durch Galions-Hassfiguren wie Frau Roth – eingedroschen, ohne zu ermitteln, ob es diese Haltung überhaupt noch gibt, und falls ja, ob sie an der Regierung ist?

    Ich glaube diese islamfreundliche Haltung ist lange Vergangenheit. Eigentlich sind sich die meisten einig, dass der Islam – egal ob das nun eine friedliche Religion (wie ich glaube) oder eine unreligiöse gewalttätige Ideologie ist – für unsere Gesellschaft keine Bereicherung, sondern ein Problem darstellt. Der Graben, der die meisten von den Pegidadeppen trtennt, verläuft ganz anders. Nämlich in der Bewertung, was getan werden sollte und was getan wird und im weiteren in der Bewertung unserer Zivilisation. Die Pegida sind Gegner dieser Zivilisation. Wie auch die russische, polnische oder ungarischen Regierung übrigens.

    Wir können nicht Leute diskriminieren oder gar aus dem Land werfen, nur weil sie eine Religion verrteten, die uns – der Mehrheit- aus guten Gründen nicht gefällt. Dies wäre ein Zivilisationsbruch!

    Was wir aber können ist: Leute herauswerfen, die keine Staatsbürger sind und die sich entschieden haben, diese unsere Zivilisation, so wie sie hier verankert ist, zu bekämpfen. Ich weiß nicht, ob das grundgesetzlich in Ordnung ist, aber ethisch finde ich das in jedem Fall in Ordnung.

    Jedoch: Wesentliche Eigenschaften unserer Zivilisation, um die es uns geht und die wir schützen wollen, sind Gleichberechtigung (Egalité), Freiheitlichkeit (Liberté) und Hilfsbereitschaft (“Fraternité”). Zur Freiheitlichkeit gehört Offenheit, offene Grenzen. Wir müssen also unbedingt aufpassen, das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten, indem wir diese Werte, um sie zu schützen, abschaffen.

    Insgesamt ist die Politik Merkels, die Grenzen offen zu lassen und keine Obergrenzen zu nennen (ohnehin eine absurde, typisch deutsche Ordentlichkeit, die jede Notlage verspottet), aber gleichzeitig die Silversterereignisse mit möglichst großer Härt eund Konsequenz zu ahnden (“Verletzung des Gastrechts”), m.E. genau richtig. Ich habe sie nicht gewählt, ich bin aber froh, sie an der Regierung zu haben. Genau umgekehrt wie Herr Posener also.

  34. avatar Roland Ziegler sagt:

    …ach: der “Club der toten Dichter”! Ich finde Robin Williams auch hier wieder zu penetrant. Immer humorig-melancholisch. Immer ein lachendes und ein weinendes Auge.
    Die Aussage aber, dass es neben den formalisierten Pfaden des Schultrotts Verborgenes u. Abseitiges gibt, ist allemal filmreif. Es gibt eben Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich unsere Schulweisheit nicht träumen lässt! Zumal Filme selten den Regelfall, sondern die Ausnahmen thematisieren. In diesem Sinne ist das Bücherzerreißen auch keine öffentliche Bücherverbrennung, sondern ein persönlicher Akt der Selbstbefreiung von Papiertigern, die einen gerade wenn man jung ist und in die Schule geht, doch permanent umschleichen und bedrohen.

    Insgesamt ist das weder einer der besten noch einer der shclechtesten Filme, nach meiner Meinung.

  35. avatar Don Geraldo sagt:

    “Die Welt wäre friedlicher, wenn wir nur alle Atheisten wären”

    Da irrt der gute Mann.

    Schon der religionsbefreite Tugendterror der Vernunft in der französischen Revolution war alles andere als friedlich, vom religionsfeindlichen Terror der verschiedenen Sozialismen (Bolschewismus, Leninismus, Stalinismus, Hitlerismus, Maoismus, Pol Potismus) ganz zu schweigen.

    Treffender traf es da Plautus mit “Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf”, obwohl er ja damit der sehr sozialen Gattung Wolf Unrecht tut.

    Bei Ideologien und Religionen muß man allerdings differenzieren zwischen denen, die die Menschen mäßigen und denen, die die schlimmsten Veranlagungen noch verstärken.

    Auch wenn Henreich viel auch gefährlichen Unsinn geschrieben hat, nicht mit allem liegt er daneben.
    Nicht die Religionen an sich sind das Übel, sondern die systemimanente Intoleranz aller Abarten des Monotheismus.´

  36. avatar Jean-Luc Levasydas sagt:

    Happy New Year,

    with this link:

    http://icsr.info/about-us-2/

  37. avatar Stephan Bettmann-Happ sagt:

    Tja, H. Heinrich hat einen ziemlich deutlichen, wenn auch etwas sarkastisch-ironischen Kommentar abgegeben, der so ziemlich ins Schwarze trifft. Und das mit dem Proselytentum, von Alan vorgebracht ist auch nur eine Halbwahrheit. Über Jahrtausende auch und gerade nach Entstehung des Christentums gab es jüdische Mission. Wie war das denn damals in einer patriarchalischen Gesellschaft? Die jüdischen Männer haben Nichtjüdinnen geschwängert, die dann zum Judentum konvertierten. Das ist bis heute noch so. Ruth war eine der ersten Proselytinnen. Die Halacha ist im Grunde genommen ein Witz! Eine Jüdin wurde von einem Juden zum Judentum bekehrt, so war das und ist es bis heute noch. Ansonsten wäre das Judentum tatsächlich aufgrund seiner Nicht-Missionierung schon längst ausgestorben. Und Alan tut so, als ob ihn das Judentum nicht tangieren würde, obwohl sein Vater Jude war und seine Mutter NICHT konvertiert ist. Ich kenne diese Konstellationen aus meiner eigenen Familie, da es in der weitestgehend liberalen und aufgeklärten Weimarer Republik durchaus üblich war, interreligiös zu heiraten. Für das Judentum ein Graus, da ihnen durch Mischehen und Assimilation ihre “Schäfchen” alle verloren gehen. Das Ostjudentum hat aufgrund seiner Ghettoisierung und des Festhaltens an der jüdischen Mystik (Chassidismus) dem Assimilationsdruck standgehalten. Die jüdische Aufklärung (Haskala), mit ihrem Ausgangspunkt Berlin (M. Mendelssohn) hat zwar auch das Ostjudentum beinflusst, aber bei weitem nicht, wie das Westjudentum. Der heutige Staat Israel besteht zu einem Großteil aus ehemaligen Ostjuden (die die überlebt haben; Russen, Ukrainer etc.) Mein Urgroßvater war jüdischer Deutscher!! So wie vor kurzem ein französischer Jude sich als jüdischer Franzose bezeichnet hat und trotz all der Probleme NICHT nach Israel auswandert.

    S. B.-H.

    S. B.-H.

  38. avatar Alan Posener sagt:

    Tja, Stephan Bettmann-Happ, wenn ich ein mehr als nur abstraktes Interesse am Judentum bekunde, dann wirft man mir vor, ich würde mich – als Nichtjuden – mit fremden Federn schmücken. Sie wiederum schreiben: “Und Alan tut so, als ob ihn das Judentum nicht tangieren würde, obwohl sein Vater Jude war und seine Mutter NICHT konvertiert ist.” Und deren Kinder, so sollte man hinzufügen, getauft wurden. Ich beklage mich nicht, im Gegenteil. Ich finde, wer nicht Mischling ist, begreift sehr viel weniger von der Welt und den Absurditäten der Identitätspolitik.

  39. avatar Stephan Bettmann-Happ sagt:

    “Ich finde, wer nicht Mischling ist, begreift sehr viel weniger von der Welt und den Absurditäten der Identitätspolitik.”

    Da haben Sie Recht Herr Posener!!!

    Aber bitte tun auch Sie mir den Gefallen und verwechseln Sie nicht eine interreligiöse Heirat aschkenasischer (=deutscher) Juden mit einer Heirat zwischen zwei Ethnien im sinne indigener Volkszugehörigkeit. Das verbirgt sich nämlich in dem Begriff des Mischlings. Das Judentum ist kein indigenes Volk, sondern eine Religion.

    Und der Antisemitismus ist eine Blaupause des Nationalismus/ Zionismus. Und wir diskutieren heute noch darüber… Über all diesen religiösen Hokuspokus…

    S. B.-H.

  40. avatar Stephan Bettmann-Happ sagt:

    “Und deren Kinder, so sollte man hinzufügen, getauft wurden.”

    Aha, was höre ich da raus? Klären Sie mich auf… Rücken Sie raus mit Ihrem Identitätsproblem. Ein Mischling? Je mehr ich mir über meine Herkunft, was meine jüdischem Vorfahren betrifft Gedanken mache, umso mehr kommt mir das Kotzen… darüber, dass die meiste meiner Vorfahren in der Gaskammer gelandet sind und der Vater meiner Großmutter sich vor seiner Deportation nach Theresienstadt den Strick nehmen wollte. Die Tatsache, dass meine Großeltern sog. getaufte (christiche erzogene) “Halbjuden” waren, hat ihnen das Leben gerettet. Und was ist das Judentum? Klären Sie mich nochmal auf!! Ohne Mischling… Wie sieht es mit Zivilehe in Israel aus?

    S. B.-H.

  41. avatar Stephan Bettmann-Happ sagt:

    Das Judentum, auch in Form Israels, ist und bleibt der Schlüssel zum Weltfrieden. Ohne das Judentum wäre das Thema Islam/ Islamismus schnell durch. Denken Sie drüber nach.

    Das Zitat Albert Einsteins, was sein Verhältnis zu seiner religiösen Herkunft betrifft, führe ich hier nicht an!!

    S. B.-H.

    The show will go on..

  42. avatar Alan Posener sagt:

    Also Endlösung der Judenfrage = Weltfrieden, lieber Herr Bettmann-Happ? Müsste zu machen sein, gell, kleiner Preis, müssen die Juden nicht persönlich nehmen.

  43. avatar Stephan Bettmann-Happ sagt:

    …müssen DIE Juden nicht nicht persönlich nehmen!
    Welche? Die getauften, die konvertierten, die frommen, die orthodoxen, die liberalen, die aschkenasischen, die orientalischen…welche? Wir sind ALLE Kinder Abrahams! Nur die Interpretation ist jeweils eine andere! Sie scheinen nicht verstanden zu haben, was ich sagen wollte. Und dann kommen Sie mit der Endlösung der Judenfrage! Chapeau!

  44. avatar Parisien sagt:

    Zu Ihrer Identitätsdiskussion hier, die mich interessiert, möchte ich einige Beobachtungen zufügen.
    Wir einigermaßen gebildeten, zwischen 1940 und 1960 geborenen Michels hatten keine deutsche Identität. Unsere Identität war Schuld. Mit der Zeit vertiefte sich das bei einigen, bei anderen, die ich als normaler empfinde, dünnte sich das aus. Man arbeitete, zahlte Steuern, hatte mit der Schule zu tun und den Kindern; und durch diese Aufgaben und Bindungen bekam man allmählich eine Identität, meist eine länderspezifische (Norddeutscher, Alemanne, Bayer etc.) Einige Chancenlose hatten natürlich keine. Manche sind nach Syrien gelaufen, nur um eine zu haben.
    Aber die Mehrheit hatte eine. Die Muslime, die Schwierigkeiten mit dieser Gemengelage hatten, hatten dann statt dessen eine muslimische.
    Was ich sagen will, ist, dass niemand, der noch in zweiter Generation mit WWII verknüpft war, automatisch eine Identität hatte. Das hat m.E. sehr wenig mit Mischehe zu tun. Ich fand sogar, dass die Leute, die mit Polen/Franzosen/Amerikanern verheiratet waren, es leichter hatten.
    Jetzt wird das Gewachsene auseinandergerissen. Plötzlich, mit einmal, soll man nicht mehr stolz sein dürfen auf Gewachsenes, sich bloß nicht definieren, weder als Vater und Mutter (Elter!), noch als heterosexuell, und am besten schämt man sich erneut, diesmal nicht für die Shoah, sondern, dass man weiß und heterosexuell ist und die Eltern keine Mischehe hatten. Das ist absurd. Ich hoffe, dass das wieder nachlässt, wenn Obama Geschichte ist, denn dort kommt ein Teil dieses Herumdoktorns an gewachsenen Strukturen und menschlicher Psyche her.
    Also, wir haben alle ähnliche Probleme. Und ich glaube, wir sollen identitätslos gemacht werden (und dann evtl. gechipt werden). Das geht aber nicht. Jeder, der einen Hund oder eine Katze hat, weiß das. Identitätslosigkeit empfinde ich als Nihilismus.
    Wir haben heute m.E. alle einen gemeinsamen Feind: Ausufernde technik- und machbarkeitsbesessene obsessive Wissenschaft, vor allem, wenn sie von Staaten beauftragt wird oder gar vom tiefen Staat. Daher müssen wir Brücken bauen.

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