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Der Wunderheiler aus W√ľrselen

Wer die Ereignisse der letzten Wochen verfolgt hat, reibt sich verdutzt die Augen: ¬†Was ist nur mit der SPD los? Die Partei, die sonst jeglicher Emotionalisierung abhold ist und stets der Ratio den Vorrang einr√§umt, gibt sich sinnestrunken einem kollektiven Taumel hin. Die Partei, die auf Parteitagen verbissen Stapel von Papier durcharbeitet, als hinge von der letzten Fu√ünote eines Antrags das Schicksal der Menschheit ab, bejubelt besinnungslos¬† einen neuen ¬†Messias namens Schulz, der vom Himmel herabgestiegen zu sein scheint, um die darbende Partei aus dem irdischen Jammertal, den niedrigen Umfragewerten, ¬†zu erl√∂sen. Dabei hat Schulz politisch noch gar nicht richtig ¬†Stellung bezogen. Was er bisher getan hat, nennen die Psychologen „Autosuggestion“. Vor jeder Versammlung verk√ľndet er voller Inbrunst: ¬†„Ich will Kanzler der Bundesrepublik Deutschland werden!“. Die F.A.Z. nennt Schulz deshalb einen Illusionsk√ľnstler. Wie bei allen Magiern verfliegt die Illusion, wenn das Saallicht angeht. Die interessierte √Ėffentlichkeit wird deshalb in den verbleibenden sieben Monaten vor der Bundestagswahl¬† das Scheinwerferlicht auf¬† Martin Schulz richten, um seine Schwachstellen auszuleuchten. Die politischen Gegner werden dasselbe tun. F√ľndig werden k√∂nnen sie allemal. Weiterlesen

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