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Die eigentlichen Corona-Opfer kommen in den Medien viel zu kurz

Kommentar zu einem journalistischen Kunstfehler. Berichten wir in der Coronakrise √ľber die Falschen?

Dieser Text erschien zuerst bei RiffReporter und bei Übermedien. Er ist schon etwas älter aber heute aktueller denn je, weshalb ich mir erlaube, ihn nun auch hier zu veröffentlichen.

Es ist der 16. November. Gerade trudelt der t√§gliche Hamburg-Newsletter der ‚ÄěZeit‚Äú in mein Postfach. ‚ÄěElbvertiefung‚Äú hei√üt er, und er steuert Vertiefendes zur Corona-Krise bei. ‚ÄěIn der vergangenen Woche gab es eine traurige Meldung in dieser an traurigen Meldungen reichen Zeit‚Äú, lese ich. Was ist passiert? Noch mehr Tote? Intensivstationen am Limit? Neuer Rekord bei der Suizidrate? Nichts dergleichen: ‚ÄěDie M√§nner, die als Nikol√§use oder Weihnachtsm√§nner verkleidet durch Kaufh√§user und √ľber M√§rkte ziehen, um Kindern und Kindgebliebenen eine Freude zu machen, werden in diesem Jahr kaum einen Job haben‚Äú, lese ich weiter. Okay. Das ist wirklich hart. Keine Nikol√§use in diesem Jahr. Uns bleibt aber auch nichts erspart.

Mir fallen die ARD-‚ÄěTagesthemen‚Äú vom 14. November ein. Es ist der zehnte Monat der Corona-Krise in Deutschland, mitten in der zweiten Welle. Mehr als 3000 Intensivbetten sind mit Corona-Kranken belegt, im Durchschnitt sterben davon 160 Menschen t√§glich ‚Äď Tendenz stark steigend. Moderator Ingo Zamperoni fragt mit sorgenvollem Blick: ‚ÄěWomit m√ľssen wir nun rechnen?‚Äú Ich denke nach: Nein, ins Krankenhaus will ich nicht. Ich m√∂chte auch niemanden anstecken, mache mir Sorgen um die Eltern und Freunde mit gef√§hrlichen Vorerkrankungen. Und was ist mit den psychisch Kranken? Wie viele werden jetzt noch schwerm√ľtiger oder abh√§ngiger? Oder die Kinder, die h√§uslicher Gewalt ausgesetzt sind: Wie sollen sie das √ľberstehen? Wir sollten mit dem Schlimmsten rechnen. Aber um all das geht es im folgenden ARD-Beitrag nicht. Ein Reporter fragt Passanten in einer Einkaufsstra√üe. ‚ÄěWir bef√ľrchten leider das Schlimmste‚Äú, antwortet eine Frau. Sie meint die Versch√§rfung des Lockdowns. ¬†

Gastwirte, Gastwirte, Gastwirte

Am 16. November gebe ich den ‚ÄěTagesthemen‚Äú eine zweite Chance. Dieses Mal erz√§hlt ein Gastronom von seinen Erfahrungen mit Au√üer-Haus-Verk√§ufen; eine Stimmtrainerin beklagt, sie d√ľrfe nur noch Einzelunterricht geben, und es wird √ľber eine Schule berichtet. Immerhin der Kommentar von Bettina Sch√∂n √ľberzeugt. Nicht etwa, weil sie von der ‚Äěschei√ü Pandemie‚Äú spricht. Sie widerspricht auch der vorangegangenen Berichterstattung: ‚ÄěDie gr√∂√üte Anstrengung ist die Pandemie f√ľr die, die schlimm krank werden k√∂nnten, krank sind oder als genesen gelten ‚Äď und es doch nicht sind.‚Äú

Doch danach fragen die Kolleg*innen aus Zeitung, Radio und TV fast nie. Sie interessieren sich f√ľr negativ Getestete. Da kommen Karnevalisten zu Wort, deren Karneval abgesagt wurde, Freizeitsportler, die sich nur alleine im Freien bewegen d√ľrfen oder Menschen, die Angst haben, Weihnachten falle aus. Au√üerdem erfahren wir, wie es Sch√ľler*innen mit oder ohne Maske ergeht, lernen mehr √ľber das harte Schicksal der Obdachlosen in Berlin, die Corona-Schnelltests machen m√ľssen. Wir d√ľrfen Anteil nehmen an den Abgr√ľnden, in die Konzertveranstalter und freie K√ľnstler*innen derzeit blicken. Und immer wieder: Gastwirte, Gastwirte, Gastwirte.

Lockdown-Krise statt Corona-Krise

Verstehen Sie mich nicht falsch: Viele dieser Schicksale sind hart. Sie sind auch berichtenswert. Aber der Gedanke drängt sich auf, hier wird gesamtgesellschaftlich etwas verdrängt. Ist die wahre Krise nicht eine andere, sehr viel bedrohlichere? All den betroffenen Menschen, denen die deutschen Medien derzeit so gerne zuhören, ist eines gemein: Sie haben keine Coronainfektion. Sie sind gesund. Sie leben in der Lockdown-Krise. Von der Corona-Krise erfahren wir fast nichts.

K√∂nnte es also sein, dass die Medien ein Problem mit der Corona-Berichterstattung haben? K√∂nnte es sein, dass sie sich vor ihrem eigentlichen Berichtsgegenstand dr√ľcken? Sind wir alle zu bequem und tragen lieber das hirnbefreite Geschw√§tz von Querdenkern an die √Ėffentlichkeit als die O-T√∂ne einer Corona-Patientin, die sich in der Rehaklinik vom zweimonatigen Koma erholt? Ist es uns wirklich wichtiger, zu erfahren, was verhinderte Restaurant-G√§ste, Sportler, Nikol√§use denken, als der Mann, der auch noch sechs Monate nach einer eher milde verlaufenen Infektion mit SARS-CoV-2 unter Herzschw√§che, Kurzatmigkeit und chronischer M√ľdigkeit leidet?

Ist es wichtiger, wie sich eine Bahnreisende nach dreist√ľndiger Zugfahrt mit Maske f√ľhlt als ein ermatteter Pfleger auf der Corona-Intensivstation nach seiner Nachtschicht oder die Medizinerin, die pl√∂tzlich selbst am Virus erkrankt, nachdem sie einen Notfall retten musste und zu wenig auf Vorsichtsma√ünahmen geachtet hatte?

Diese wahren Geschichten aus der echten Corona-Krise laufen an uns vorbei. Nat√ľrlich ist es m√ľhsam, an sie heranzukommen. Aber das sollte kein Hinderungsgrund f√ľr guten Journalismus sein. Im Gegenteil.

Wird das je wieder?

Dass es auch anders geht, haben Christina Kunkel und Felix H√ľtten im ‚ÄěBuch Zwei‚Äú der ‚ÄěS√ľddeutschen Zeitung‚Äú bewiesen. Am 14. November erz√§hlen sie ausf√ľhrlich und bewegend die Geschichten zweier Frauen, beide schwer von Covid-19 getroffen, beide erst nach Monaten auf dem Weg der Besserung, beide nicht sicher, ob sie jemals wieder so fit und belastbar sein werden wie vor der Krankheit.

Diesen Frauen d√ľrfte es ziemlich egal sein, ob dieses Jahr der Nikolaus kommt. Sie haben andere Probleme, berichten Kunkel und H√ľtten: ‚ÄěDamals dachte Amelie Kessler noch: ‘Das wird wieder.’ Jetzt, im Juli, drei Monate sp√§ter, ist sie sich da nicht mehr so sicher.‚Äú

Man sch√§tzt, dass es ‚Äěetwa zehn bis 15 Prozent aller positiv auf das Coronavirus getesteten Patienten‚Äú √§hnlich ergeht, lese ich im weiteren Verlauf des Artikels, ‚Äěbei derzeit 51 Millionen best√§tigten F√§llen weltweit w√§ren das je nach Rechnung mindestens f√ľnf Millionen Menschen.‚Äú Von den 1,33 Millionen bis heute mit einer Corona-Infektion Gestorbenen ganz zu schweigen.

Auch das Projekt ‚Äě50Survivors‚Äú, vom Journallist*innenteam tactile.news bei riffreporter.de ver√∂ffentlicht, gibt √úberlebenden eine Stimme. Wer dort liest, was zum Beispiel Matthias aus Stolpe erz√§hlt, wird an keiner Demonstration gegen so genannte Corona-Auflagen mehr teilnehmen: ‚ÄěNein, ich gebe niemandem die Schuld an meiner Erkrankung. Derjenige, der mich mutma√ülich angesteckt hat, wusste zu dem Zeitpunkt nichts von seiner Infektion. Und jetzt ist er tot.‚Äú

Der Einzelne passt nicht immer in die Statistik

Eine lobenswerte Ausnahme sind auch die Interviews der ‚ÄěFrankfurter Allgemeinen Zeitung‚Äú mit Cihan √áelik, dem Oberarzt auf der Isolierstation f√ľr Covid-19-Kranke des Klinikums Darmstadt. Am 1. November erz√§hlt er von seiner eigenen, fast t√∂dlich verlaufenen Erkrankung: ‚ÄěIch bin 34 Jahre alt, bei j√ľngeren Menschen ohne Vorerkrankungen verl√§uft diese Krankheit mit gro√üer Wahrscheinlichkeit eher milde. Aber ich habe es immer wieder gesagt: Es gibt daf√ľr keine Garantie, der Einzelne passt nicht immer in die Statistik. Das musste ich jetzt auch erfahren.‚Äú

In fr√ľheren Folgen der Serie kl√§rt √áelik n√ľchtern und anschaulich auf, wie der Alltag jener Menschen aussieht, die Tag f√ľr Tag und Nacht f√ľr Nacht gegen die heimt√ľckische, neue Infektionskrankheit k√§mpfen ‚Äď und f√ľr die Gesundheit ihrer Patient*innen.

Auch dem Bundespr√§sidenten ist inzwischen aufgefallen, dass etwas falsch l√§uft. Am 10. November bittet Frank-Walter Steinmeier medienwirksam f√ľnf Corona-Opfer zum Gespr√§ch. ‚ÄěMir scheint, dass wir bei aller √Ėffentlichkeit, die wir haben, zu der Pandemiekrise uns bislang zu selten Menschen wie Ihnen zugewandt haben, denjenigen, die diese Erkrankung durchgemacht haben ‚Äú, gibt er zu Protokoll. Recht hat er.

Doch nicht nur die Geschichten und Erkenntnisse der Betroffenen kommen in den deutschen Medien zu kurz. Auch die Corona-Wissenschaft an sich. Themen wie die Erforschung der Krankheit oder die Prognosen zum Verlauf der Pandemie wurden l√§ngst in die Spezialsendungen und auf die Wissens-Seiten zur√ľckgedr√§ngt. Wissenschaftsjournalist*innen oder Epidemiolog*innen sitzen nur in Ausnahmef√§llen in Talkshows.

Dabei zeigen auch hier ein paar Beispiele, wie viel eine gute Aufkl√§rung bringen w√ľrde. Wenn die Physikerin Viola Priesemann bei Anne Will einem Millionenpublikum erkl√§rt, ‚Äějede Neuinfektion, die wir verhindern, ist ein Mensch weniger, der das Virus in die Heime tragen kann‚Äú, dann stimmt das viele Menschen nachdenklich.

Hervorzuheben sind auch die angenehm trockenen, informativen Interviews von Deutschlandfunk-Moderator Ralf Krauter f√ľr die Sendung ‚ÄěForschung Aktuell‚Äú, nicht nur mit Priesemann, die schon Ende Oktober sagte: ‚ÄěJe fr√ľher wir handeln, desto k√ľrzer ist der Lockdown‚Äú, sondern zum Beispiel auch am 16. November mit dem Saarbr√ľcker Modellrechner Thorsten Lehr. Er hat seinen ‚ÄěCovid-19 Simulator‚Äú befragt, ob die derzeitigen Ma√ünahmen des so genannten Lockdown light ausreichen werden. Vermutlich nicht, lautet die Antwort: ‚ÄěWir m√ľssen eigentlich, damit wir das Infektionsgeschehen wieder in den Griff bekommen, relativ schnell auf die Bremse dr√ľcken.‚Äú

Zugegeben: Jetzt bin auch ich beim Lockdown angekommen. Doch mir geht es um die Einsch√§tzung der Wissenschaft ‚Äď und diese hat uns den Lockdown nun mal empfohlen. Sie kann auch begr√ľnden, warum er sinnvoll ist, warum er in der Corona-Krise hilft. Mit Nikol√§usen hat das nichts zu tun.

Ein journalistischer Kunstfehler

Warum aber hören wir so wenig auf die Wissenschaft? Es scheint, als wolle niemand wahrhaben, dass sich diese Gesellschaft mit gutem Grund Kontaktbeschränkungen auferlegt hat. In einer fast schon narzisstisch anmutenden Selbstbespiegelung kreisen all ihre Gedanken nur um die eigenen Entbehrungen. Das Leid der wirklich Leidenden wird ausgeblendet. Und die Medien machen fröhlich mit.

Es w√§re ein Kunstfehler, w√ľrden Mediziner*innen einem Krebspatienten nahelegen, er solle lieber keines der Medikamente gegen seine b√∂sartige Krankheit nehmen, da ihm davon Haarausfall drohe, obwohl die Mittel den Patienten wahrscheinlich vor dem Tod bewahren w√ľrden. Kann es also sein, dass wir Journalist*innen in Deutschland gerade einen Kunstfehler begehen?

Kann es sein, dass wir ‚Äď warum auch immer ‚Äď viel zu wenig √ľber die eigentliche und viel zu viel √ľber die uneigentliche Krise berichten? Kann es sein, dass wir dadurch wom√∂glich dazu beitragen, dass mehr Menschen sterben oder leiden, als n√∂tig gewesen w√§re?

Besuchen Sie auch Peter Sporks RiffReporter-Magazin √ľber alles, was Gesundheit und Pers√∂nlichkeit pr√§gt: ‚ÄěErbe&Umwelt. Das System des Lebens‚Äú.

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61 Gedanken zu “Die eigentlichen Corona-Opfer kommen in den Medien viel zu kurz;”

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    Eine Sache läuft in den Medien durchaus falsch:
    Die geltenden Maßnahmen und Vorschriften werden oft in der Presse falsch wiedergegeben.
    Schaut man in den entsprechenden Gesetzestext, steht dort etwas völlig anderes.

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      umso besser. In Printmedien sehe ich das Problem auch nicht so ausgeprägt. Da werden mir viele verschiedene Beiträge angeboten und ich kann auswählen Рvor allem bei den großen Zeitungen, die auch Wissenschaftsredaktionen haben. Im TV sieht die Sache m.E. ein wenig anders aus. Es gibt dort definitiv zu wenig Wissenschaftsjournalismus.

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    Es gibt zwei unterschiedliche Ziele bei der Corona-Politik: containement und cocooning. Das eine kann das andere nicht ersetzen.
    Letzteres dient dem gezielten Schutz von Risikogruppen. Gestorben sind etwa 30 000 Menschen in Altenheimen, die sich im Herbst infiziert haben, weil damals – auch in Hamburg – noch keine Schnelltests verf√ľgbar waren. Viele sind dann erkrankt und gestorben. Sp√§testens seit September h√§tten Schnelltests verpflichtend und vom Bund bezahlt und organisiert sein m√ľssen. Das ist definitiv nicht geschehen. Wenn man jetzt damit anf√§ngt (die Finanzierung aber immer noch nicht steht),dann ist das gut, aber sehr sp√§t.

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      Vertreter*innen der vier gr√∂√üten deutschen Forschungsgemeinschaften ‚Äď Helmholtz Gemeinschaft, Fraunhofer Gesellschaft, Max-‚ÄčPlanck-Gesellschaft und Leibniz Gemeinschaft ‚Äď ver√∂ffentlichten bereits am 28. April ein gemeinsames Statement mit dem Titel “Adaptive Strategien zur Eind√§mmung der Covid-‚Äč19-Epidemie‚Äú, das bis heute g√ľltig ist und best√§tigt wurde. Danach geht es zun√§chst darum, die Zahl der Neuinfektionen herunterzudr√ľ√§cken (derzeit auch NoCovid-Stratgeie genannt) und dann mit gutem Containment eine erneute Ausbreitung trotz Lockerung verhindern zu k√∂nnen. Um Ihre Worte zu benutzen: Containment und Cocooning (Shutdown) sind also keine widersprechenden Ziele sodnern zwei Teile einer sinnvollen, sich erg√§nzenden Gesamtstrategie. (Es sind die Herren Streck und Co. die uns imm erwieder davon √ľerzeugen m√∂chten, dass es zwei verschiedene Dinge w√§ren.) Erg√§nzen sollte man diese Strategie nicht nur m.E. um eine Zunahme der Schnelltestungen – womit ich Ihnen zustimme, was aber die Autor*innen der Modellrechnugne aus dem April m.W. ganz genauso sehen. Leider w√§ren dennoch nicht alle Toten in Altenheimen durch Schnelltests zu verhindern gewesen, schon gar nicht, wenn parallel weiter gelockert worden w√§re. Je h√∂her die Zahl der Infizierten insgesamt ist, desto gr√∂√üer die Wahrscheinlichkeit, dass jemand trotz negativem Schnelltest das Virus in ein Heim tr√§gt. Und es reicht, dass dies ein Mal geschieht, dann ist SARS-CoV-2 drinnen. Deshalb noch mal: Es hilft nur alles drei: Shutdown, Containment und Schnelltests.

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    “Warum aber h√∂ren wir so wenig auf die Wissenschaft ?”

    Wer ist wir ?

    Und welche Wissenschaft ?

    Wenn man manchen Medien glauben darf, gehören zum wissenschaftlichen Beraterkreis der Bundesregierung nur Wissenschaftler, die alle einer Meinung sind, und die entspricht zufälligerweise der Meinung, die die Bundeskanzlerin sowieso schon hatte.
    Abweichende Meinungen findet man in diesem Kreis, in dem immerhin Grundlagen f√ľr weitreichende Ma√ünahmen diskutiert werden sollten, bisher nicht.
    Man muß jetzt nicht so weit gehen, gleich Professor Sucharit Bhakdi einzuladen, aber was ist mit Leuten wie Streeck, Kekule, Stöhr oder Schmidt-Chanasit ?
    Die stehen alle den Regierungsma√ünahmen kritisch gegen√ľber und verf√ľgen mindestens √ľber die gleiche Expertise wie die Regierungsberater Drosten, Brinkmann oder der Veterin√§r Wieler.

    Was mir in den Medien definitiv zu kurz kommt – um bei Ursprungsthema zu bleiben – ist eine kritische W√ľrdigung des bisherigen Wirkens der Bundesregierung und der Ministerpr√§sidenten. Und da gibt es viele punkte, die kritikw√ľrdig w√§ren:

    Die Unf√§higkeit unserer Politiker zieht sich doch von Anfang an durch die Pandemie. Angefangen mit der nicht vorhandenen Vorbereitung auf eine Pandemie (man h√§tte nur die Bundestagsdrucksache 17/12051 von 2013 lesen m√ľssen) √ľber die Unf√§higkeit, Risikogruppen zu sch√ľtzen bis hin zum Impfdesaster.
    Sie können keine Impfstoffe fehlerfrei bestellen, sie können keine Terminvergabe organisieren, sie versuchen noch nicht einmal ihre Entscheidungen mit Datenauswertungen zu untermauern. Sie können grundsätzlich nicht weiter vorausplanen als bis zur nächsten Pressekonferenz, und dann wird wieder was rausgehauen. Mal ist es die Impfplicht, aktuell sind es die FFP2-Masken.
    Man hat es in 11 Monaten nicht geschafft, f√ľr die Gesundheits√§mter eine 7-Tage-Woche zu organisieren. Und wenn das RKI seine eigenen Zahlen noch Mitte Januar relativiert mit Verweis auf die Weihnachtsfeiertage, was kann man denen √ľberhaupt glauben ?
    Von all dem liest und hört man leider viel zu wenig.

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      Bitte haben Sie Verst√§ndnis, dass ich nun nicht mehr auf alle Anmerkungen antworten werde. Ich k√§me sonst zu nichts Anderem mehr. Sehr vieles sehr fundiertes zum Thema finden Sie in dieser Artikelsammlung meiner KollegInnen von RiffReporter (es ist auch ein wenig von mir dabei): https://www.riffreporter.de/corona-virus/ Dort √ľbrigens auch ein mittlerweile preisgekr√∂nter Artikel, der zeigt, dass Herr Streeck nicht ganz sauber spielt (und im √úbrigen genau wie Herr Kekul√© alles andere ist als ein fachlich ausgewiesener Coronavirus- und/oder Pandemie-Experte). Was die Expertenfrage angeht, m√∂chte ich nur so viel anmerken: Die ExpertInnenrunde, die die Regierenden zuletzt beraten hat, war aus Sicht des neutralen Wissenschaftsjournalisten durchaus ausgewogen besetzt und auch vom Standpunkt der nachweisbaren Expertise gut gew√§hlt. Das sehen auch viele KollegInnen von mir so.

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    … nun auch von einem Amtsrichter bestätigt, es gibt keine Übersterblichkeit in 2020. (Somit auch keine Pandemie.)

    ‚Ķ ich zitiere; ‘‚Ķ Auch die Zahl der Intensivf√§lle und der Beatmungsf√§lle lag nach dieser Analyse im ersten Halbjahr 2020 niedriger als in 2019.

    Auch die Sterbestatistik unterst√ľtzt diesen Befund. Laut Sonderauswertung des Statistischen Bundesamts (https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Um- welt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung- sterbefaelle.html?nn=209016) starben im ersten Halbjahr 2020 in Deutschland 484.429 Menschen, im ersten Halbjahr 2019 waren es 479.415, 2018 501.391, 2017 488.147 und 2016 461.055 Menschen. Sowohl 2017 als auch 2018 gab es danach im ersten Halbjahr mehr Todesf√§lle als in 2020.

    Quelle

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      was wollen Sie beweisen? Ich habe keine Zeit f√ľr diese Spielchen. Und Ihre Quelle kommentiere ich jetzt lieber nicht.

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    Werter Herr Spork,
    nat√ľrlich “kann” ein alter Mensch in einem Heim sterben, wenn ein Infizierter in das Heim hineinspaziert. Aber genau das m√ľsste verhindert werden durch verpflichtende Schnelltests.
    Ein Lockdown – wie hart auch immer – hilft da nichts. Ein Lockdown d√§mmt ein, aber eine zielgenaue Pr√§vention f√ľr Risikogruppen bleibt unerl√§sslich. Vielleicht verbessert sich das k√ľnftig. Aber die jetzigen Toten sind diesem Vers√§umnis geschuldet.

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      … nicht alle Toten h√§tten mit Schnelltests verhindert werden k√∂nnen, aber eine Menge bestimmt. Schnelltests sind hier √ľbrigens mittlerweile verpflichtend (zumindest bei mir in Hamburg). Allerdings sind Schnelltests nicht perfekt und sie sind keine Alternative zu Kontaktbeschr√§nkungen, da nicht alle Vertreter der Risikogruppen in Heimen leben, die allermeisten leben einfach so unter uns. Viele wissen noch nicht einmal, was Corona mit ihnen anstellen w√ľrde – von Long-Covid ganz zu schweigen.

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        Lieber Herr Spork, es f√§llt mir wirklich schwer den Mund, bzw. die Tastatur still zu halten, wenn ich das lese, aber Sie m√ľssen es ja nicht freischalten, was Sie ja tun, auch wenn’s ‘kritisch’ wird, was ich ja schon bemerke, sonst w√ľrde ich mich ja auch nicht mehr melden: “Allerdings sind Schnelltests nicht perfekt und sie sind keine Alternative zu Kontaktbeschr√§nkungen, da nicht alle Vertreter der Risikogruppen in Heimen leben, die allermeisten leben einfach so unter uns. Viele wissen noch nicht einmal, was Corona mit ihnen anstellen w√ľrde ‚Äď von Long-Covid ganz zu schweigen.
        Was hei√üt ‘perfekt'(?): Die Fa. Roche garantiert (meines Wissens) 95% Treffergenauigkeit durch ihre dokumentierten Tests und das ist eine Zahl, mit der ein professionelles Risikomanagement arbeiten kann. Wenn es denn arbeitet – und das bem√§ngele nicht nur ich, dass es so was offensichtlich gar nicht gibt. Stattdessen werden Begriffe kreiert: “Long Covid”.. auch die Grippetoten 17/18 starben nicht an Husten-Schnupfen-Heiserkeit, sondern an – selbstverst√§ndlich – Sch√§digung von lebenswichtigen Organen. (Kein Mensch stirbt an ‘Herzversagen’, was in diversen Obduktionsberichten steht, was ein √§hnliches verbreitetes professionelles Nichtwissen(k√∂nnen) dokumentiert). Faktum ist: Unsere Administration hat nicht sachgerecht gehandelt und versucht nun, durch weitere Dramatisierungen ihr institutionelles Versagen zu kaschieren. M√∂chten Sie sich mitschuldig an dieser Verschleierung und der Erosion unserer Grundrechte, besonders f√ľr unsere Kinder machen? Ich nicht! Weitere Frage: M√∂chten Sie sich hier stellen? Ich stehe zur Verf√ľgung. Was ich verteidigen m√∂chte: Unsere Grundrechte und unsere Verfassung, die derzeit – im rhetorischen ‘framing’ der √∂ffentlich-rechtlichen Sender – zu “Privilegien” verkommen. Ja – genau darum geht es mir!

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        Rechnen wir es einfach durch: Mit “95% Treffergenauigkeit” meinen Sie vermutlich eine Rate falsch negativer Befunde von 5%. (Ich meine, die liegt eher bei 10% – aber egal.) Gehen wir von einer Inzidenz von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern aus (es gibt Landkreise, die deutlich dar√ľber liegen). Dann haben sie bei 10.000 Menschen, die ihre Angeh√∂rigen in einem Heim besuchen und einen negativem Schnelltest gemacht haben (und wegen des negativen Testergebnisses auch noch besonders unvorsichtig sind) bereits den ersten, der das Virus “ins Heim tr√§gt”. Deshalb bringen die Schnelltests nur etwas, wenn sie gleichzeitig die Rate der Neuinfektionen mit Hilfe von Kontaktbeschr√§nkungen deutlich herunterdr√ľcken.

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        ..ok, ich meinte zwar durchaus die Trefferquote, des Schnelltests, also die Richtigkeit des Ergebnisses (95 richtige Ergebnisse bei 100 Tests), aber √ľber die Gr√∂√üenordnung besteht ja nun Einigkeit, die recherchierbaren Aussagen sind ja in kleinen Gr√∂√üenordnungen durchaus widerspr√ľchlich und ich habe auch keinen Zugang zu der internen QS-Statistik der Fa. Roche. Diskutieren wir √ľber Ihre Quantifizierung: 10000 Besucher tragen einen (oder 2) Viren in ein Altersheim. (Also nicht 20, sondern 2!) Ja, was denken Sie, was andere Risikoschutzma√ünahmen statistisch so bringen? Erstmal das. Nur sterben aber selbst Bewohner eines Altersheimes nicht alle an dem Virus. Der Anteil der Todesf√§lle liegt bei √ľber 70-J√§hrigen an den gesamten Todesf√§llen in D bei etwa 42000 / 48000 (Stand 19.1., hier: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104173/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/), also bei 87,5%. Damit liegt die Letalit√§t 87,5/12,5=7, also 7x h√∂her als beim Rest der Bev√∂lkerung. Ich erspare mir mal eine weitere Quantifizierung, in dem ich auch noch die Letalit√§tsrate (insgesamt ca. 2,1 Mio in D ‘Infizierte’) den ‘Alterskohorten’ zurordne, was ja mathematisch mit den Zahlen m√∂glich ist, denn es d√ľrfte jetzt schon klar sein, dass die Anwendung des Schnelltests vor Altersheimen DIE tats√§chlich moralisch gebotene Ma√ünahme gewesen w√§re. Stattdessen ruiniert man ein ganzes Land und schickt es in die Inflation (und bekanntlich nicht nur eins) wirtschaftlich, psychisch und moralisch. Das ist kein gutes Zeugnis f√ľr die Risikoabw√§gung der Moderne (Risikoabw√§gung schickt nicht Menschen in den Tod, sondern sch√ľtzt Leben!), die aus Gr√ľnden von Twitter-Eitelkeit, fachidiotischem Tunnelblick und Verkennung von Verantwortung als Wissenschaftler NICHT stattfindet und als moralischer Verfall einer des Lebens √ľberdr√ľssigen, dekadenten Gesellschaft von narzisstischen Hypochondern, die sich ausschlie√ülich um sich selber drehen, in die Geschichtsschreibung eingehen wird. Dass z.B. eine Frau Priesemann ihre Expertise nicht nutzt, um auf solche einfachen Zusammenh√§nge aufmerksam zu machen und stattdessen mit dystopischen Szenarien √† la #Zero- oder #Nocovid-Ideologie – was auch immer – sympathisiert, die gleicherma√üen kein Interesse an Einzelschicksalen haben, entsetzt mich und ekelt mich an.

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        Lieber Herr Nick, es ging nicht darum, dass Schnelltests nicht sinnvoll wären. Das sind sie nämlich, und das sagt zB auch Frau Priesemann, die Sie hier nicht so diffamieren und beschimpfen sollten (haben Sie ein Problem mit starken Frauen?), weil ich Ihre Kommentare dann nicht mehr freigeben werde. Es ging darum, dass Schnelltests zumindest bei den derzeit viel zu hohen Infektionszahlen immer nur eine Begleitmaßnahme zu den Kontaktbeschränkungen sein können. (Nicht alle alten Menschen leben zB in Heimen, und nicht alle Vertreter der Risikogruppoen sind alt usw.)
        Sollte die von Ihnen so verachtete No-Covid-Strategie, die Frau Priesemann gar nicht vertritt, aber stattdessen eine Reihe anderer sehr guter und wichtiger und anerkannter Forscher*innen, eines Tages √ľbrigens erfolgreich sein, w√§ren die Infektionszahlen tats√§chlich so niedrig wie schon heute in manch anderen L√§ndern und wir k√∂nnten tats√§chlich auf die Kontaktbeschr√§nkungen komplett verzichten und uns mit Schnelltests alleine begn√ľgen. (So gesehen sollten Sie ein gl√ľhender Bef√ľrworter dieser Idee sein.)
        Zu Ihren letzten S√§tzen √§u√üere ich mich nicht. Offenbar gehen Ihnen die Argumente aus, wenn Sie derart ausfallend und unsachlich werden m√ľssen. Bitte bleiben Sie sachlich, sonst werde ich Ihre Kommentare nicht mehr freischalten.

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        “Offenbar gehen Ihnen die Argumente aus..”
        nein lieber Herr Spork, ganz bestimmt nicht. Ich k√∂nnte auch noch einiges z.B. √ľber die Konsistenz der Statistik in den Landkreisen schreiben, aber warum sollte ich mir die Arbeit antun, wenn Sie mir in einer Antwort zweimal androhen, mich zu sperren. Ich fasse mich daher kurz, einfach zu Ihrer Kenntnis: Ich darf durchaus vom Zeitgeist angewidert sein, ohne eine spezielle Person explizit zu meinen – ich wollte damit verdeutlichen, dass mein Entsetzen √ľber ‘den wei√üen Elefanten im Raum’ – die mittlerweile grundlose weitreichende Au√üerkraftsetzung unserer Grundrechte – echt ist: Die ‘Risikogruppen’ w√§ren auch au√üerhalb der Altenheime zu sch√ľtzen gewesen, wenn die Schnelltests z.B. im Supermarkt verf√ľgbar gemacht worden w√§ren und w√ľrden aktuell gesch√ľtzt, wenn wir eine funktionierende Administration, wie z.B. Israel oder Gro√übritannien und damit Impfpr√§parate h√§tten. Und das sehr wahrscheinliche Abnicken im Parlament der Fortf√ľhrung der “pandemischen Gef√§hrdungslage” daher – aufgrund der unterlassenen Hilfeleistung der Regierung – ein fortgesetzter Verfassungsbruch, der eigentlich jeden aufrechten Demokraten in Rage versetzen sollte. Ich stelle also abschlie√üend fest, dass bei Ihnen, wie so vielen anderen, an diesen Grundrechten kein Interesse mehr besteht, also warum soll ich mich noch mit der Sache befassen (?). Sollte es anders sein – gerne, ich will nichts unterstellen, sondern reagiere nur auf das Geschriebene – allerdings sehe ich derzeit f√ľr irgendwelche Erw√§gungen, die Grundrechte noch weiter einzuschr√§nken schon alleine aus in einem Rechtsstaat justitiablen Gr√ľnden keinerlei Anlass und Begr√ľndung. √úber den Umgang mit ‘abweichenden’ Wissenschaftlern und der von Prof. Streek und Prof. Exner, jeweils Bonn, durchgef√ľhrten hygienischen Berurteilung der Lage k√∂nnte ich auch noch einiges anmerken, aber da wissen Sie ja offensichtlich auch bereits genauestens Bescheid. Falls nicht, ist das leicht recherchierbar. Und Sie d√ľrfen mir glauben .. “..haben Sie ein Problem mit starken Frauen?”.. sowas ist selbst mir zu (√§hem) unterkomplex.

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    ” Wenn die Physikerin Viola Priesemann bei Anne Will einem Millionenpublikum erkl√§rt, ‚Äějede Neuinfektion, die wir verhindern, ist ein Mensch weniger, der das Virus in die Heime tragen kann‚Äú, dann stimmt das viele Menschen nachdenklich.”
    So ist es schlicht Unsinn; denn niemand geht einfach in ein heim. Wenn Altenheime schon im April, sp√§testens aber mit Schnelltests routinem√§√üig alle getestet h√§tten, die einen Menschen dort besuchen wollen, und der Bund und die L√§nder, ferner die Kommunen diesen gezielten Schutz finanziert, dann w√§ren etwa 30 000 Menschen √ľber80Jahre nicht gestorben. Man h√§tte sie auch nicht, was lange geschehen ist, isolieren m√ľssen. Es ist ein Politik-Versagen. Im April war der Tunnelblick verst√§ndlich, weil es noch keine Schnelltests gab. Aber im Oktober nicht mehr. T√ľbingen hat ja auch ein Arzt-mobil finanziert. Wieso nicht alle Kommunen?

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    Oh je, Herr Dr. Spork, Sie haben anscheinend wirklich keine Ahnung von dem, was Sie da publizieren..
    “Impfungen funktionieren jedenfalls nicht, indem Sie Viren zu Mutationen anregen.
    ..bzw. Ihnen fehlen offensichtlich basale Kenntnisse, um die Sachlage zu durchschauen.
    “Die Trennung von Vermehrungsf√§higkeit einerseits und Pathogenit√§t andererseits basiert immer auf Mutationen, die entweder mithilfe von Mutagenen eingef√ľhrt werden oder die w√§hrend vieler Runden seriellen Passagierens in Kulturzellen oder in Tiermodellen zuf√§llig erworben werden.”
    aus: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-132017/vom-huehnerei-zur-gentechnologie/
    Ich zitiere nur irgendwas schnell ergoogeltes, weil Sie mir ja ohnehin nicht glauben werden und Sie k√∂nnen sich auch bei der Wikipedia, welche ich eigentlich ungern zitiere, ein Bild machen, indem Sie bei ‘Impfung’ den Abschnitt ‘Geschichte’ mal durchlesen. Im eigenen Interesse.. (Ja – und ich wei√ü, dass der Corona-Impfstoff (die RNA) von Biontech ‘anders’ hergestellt wird.)
    Was mich aufregte, ist aber nicht das (jeder macht Fehler), sondern Ihr nonchalanter Umgang mit den Opfern der Lockdown-Ma√ünahmen (“Gastwirte, Gastwirte, Gastwirte”). Gehen Sie mal in sich – aus durchaus moralischen Gr√ľnden.

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      Das lasse ich jetzt einfach unkommentiert so stehen. Wer googelt sollte nämlich auch wissen, wonach er googelt, sonst wird das nix.

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        Klar, man kann nat√ľrlich auch das ergoogeln, was man h√∂ren bzw. lesen will. Noch gibt es allerdings Schriftliches auf Papier, bzw. einen Grundkanon an gesichertem Wissen, was in diesem Fall f√ľr jeden, der will, zug√§nglich ist. Und Sie sollten sich √ľberlegen, was Sie sein wollen, ernstzunehmender Autor, der √ľber Wissenschaft schreibt, oder Aktivist. Beides vertr√§gt sich nicht.

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        Der Versuch einer Ann√§herung: Sie meinten vermutlich, ohne Mutationen w√§ren viele herk√∂mmliche Impfstoffe nicht herstellbar (was nicht ganz stimmt, weil es wurden und werden nicht nur harmlos mutierte sondern zB auch abget√∂tete Viren f√ľr Impfungen verwendet), ich dachte, Sie h√§tten gemeint (und Sie haben es auch so geschrieben), ohne Mutationen w√ľrden Impfungen nicht funktionieren, und das ist definitiv falsch: Impfungen funktionieren, weil sie das Immunsystem zur Bek√§mpfung des Erregers anregen.

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        ..sie (die Viren, die geimpft werden, oder bisher wurden, der Covid-Impfstoff inst isolierte RNA) wirken aber deswegen nicht so pathologisch, WEIL sie andere Gene beinhalten. Mutationen halt. Oder? Lieber Herr Spork, darum geht es aber doch gar nicht (und auch nicht darum, ob ich in dieser Sache recht habe oder nicht ganz so recht oder was auch immer), sondern um eine Abw√§gung von Virenbek√§mpfung und Nebenwirkung bzw. ‘Kollateralsch√§den’. Und auch die sind sehr erheblich, oft sehr tragisch verlaufend, w√§hrens Sie sich in dieser Gemengelage in eine mangelnde Berichterstattung √ľber Covid-Opfer beklagen. (Was ist eigentlich mit den Grippe- Krebsopfern, Suizide..?) Die Politik versteckt sich hinter der Wissenschaft bzw einem Teil der Wissenschaftler (ja, auch da gibt es andere Schussfolgerungen und es w√§re Ihre Aufgabe, die auch darzustellen, statt so einen Stuss, wie ‘Zerocovid’ zu propagieren), WEIL sie diese – sp√§testens beim n√§chsten Virus – notwendige Abw√§gung hinausschieben will, damit die ‘politischen Kosten’ f√ľr sie, insbesondere Merkel, niedrig bleiben. Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler m√ľssten sich eigentlich mit H√§nden und F√ľ√üen gegen eine solche Instrumentalisierung durch die Politik wehren, um ihren Berufsethos zu sch√ľtzen, statt, wie Priesemann noch einen draufzusetzen oder, wie Drosten (der beim Thema ‘mutierter Virus’ √ľbrigens bemerkenswert vorsichtig ist) eitel von “Schiller w√ľrde eine Maske tragen” salbadert. (Was haben die eigentlich im Sommer gemacht?) Das wird in einer veritablen Krise der wissenschaftlichen Glaubw√ľrdigkeit, zumindest der nicht exakten Naturwissenschaften, m√ľnden. Und: Ich will Ihnen nix b√∂ses, obwohl ich ja erkennbar diametral anderer Auffassung bin, als Sie. Betrachten Sie es einfach als freundlichen Hinweis eines Gegners und das ist nicht √ľberheblich gemeint. Was Sie damit machen ist Ihre Sache.

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        Lieber Klaus Nick, Sie haben Recht: offensichtlich sind wir unterschiedlicher Meinung, und ich sehe nicht, wie dieses Diskussion sinnvoll weiterzuf√ľhren w√§re. Lassen wir es an dieser Stelle also einfach auf sich beruhen. Wer mitlesen mag, wird sich seine eigene Meinung bilden.

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        Na klar, lieber Peter Spork ‚Äöno hard feelings‚Äė – wie man bei uns zuhause in Dengland so sagt. Aber einen harmlosen, wenn auch sicher etwas kleinlichen Hinweis erlauben Sie mir, einem von Ihnen mit der geballten Erfahrung von 30 Berufsjahren als Nichtexperten aussortiertem Hobbyvirologen aber bitte noch: ‚Äú..abget√∂tete Viren..‚Äú, das w√ľrde ich zumindest jetzt so nicht formulieren.

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        da haben Sie recht, da Viren ja eigentlich gar nicht richtig leben. Aber das war dem Versuch geschuldet, schnell und verständlich zu formulieren.

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        .. das ist aus meiner Sicht √ľberhaupt kein Problem – ich vereinfache auch und werde dadurch missverstanden. Es ist das Medium, das K√ľrze fordert. Und ich bin kein Erbsenz√§hler. Wie gesagt: Darum geht es nicht. Ich bewerte sowas nicht.

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    Ein guter und nachdenklicher Einwurf, Herr Spork. Allein, so verwunderlich ist die Berichterstattung nicht.
    Zum einen trifft der Lockdown viele Menschen wirklich hart in ihrer physischen und materiellen Existenz. Weiter: Die Berichterstattung √ľber die √∂konomischen Folgen der Corona-Pandemie f√ľr die Gesellschaft insgesamt und die einzelnen Menschen spiegelt jene Wachstumsideologie, welche einen Gro√üteil der Berichterstattung √ľber die Wirtschaft dominiert. So gesehen ist Corona dann der Super -GAU. F√ľnf Prozent Minus im BIP werden als gravierendste Folge der Pandemie hingestellt. Und schlie√ülich: So tragisch die Schicksale Erkranter auch sind, sie sind nicht zahlreich genug, um ihnen in der Berichterstattung breiteren Raum einzunehmen, ohne von interessierter Seite den Vorwurf der “Panikmache” zu ernten.
    P.S. Apropos Verdr√§ngung: Wo ist eigentlich die prominent platzierte, dichte Beschreibung des Prekariats abseits von den Schmierfinken der BILD oder den Voyeuren des Privatfernsehens? Wollen “wir” so etwas wirklich sehen?

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      Danke. Zuletzt hatten wir √ľber l√§ngerer Zeit hinweg mehr als 1.000 Corona-Tote t√§glich in Deutschland. Deshalb habe ich ja diesen Kommentar nun auch hier ver√∂ffentlicht. Niemand kann jemanden der Panikmache beschuldigen, der darauf hinweist.

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      Seit Februar letzten Jahres wissen wir, was passiert, wenn das Virus in unser Altersheim kommt. Jetzt war es soweit, 13 Tote in einer Woche. Wir haben versucht das mit schamanistischen Ritualen zu verhindern, wir haben uns die Haare wachsen lassen, essen D√∂ner nur im Stehen, meiden den Mondschein und tragen Masken wie Schutzamulette. Es hat nichts gen√ľtzt. Wenn auf einen Gestorbenen im Altersheim einer kommt, der noch um sein Leben k√§mpft, dann ist die Intensivstation voll, klar. Der rote Fleck auf der Landkarte, der Hot-Spot, der wir ein paar Wochen waren, waren unsere Nachbarn. Jetzt sind wir wieder im Schnitt, die Alten sterben ja nur einmal. Es sind nicht nur Querdenker, die sich fragen, was da gerade passiert ist. Die Panik hatten wir vorher, zu recht, wie sich zeigte. Jetzt haben wir mehr resigniert.

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        Nun, ich glaube wir haben das schon verstanden, sonst h√§tten wir uns an die Regeln nicht gehalten. Ich muss es auch im Detail nicht verstehen, ich muss nicht mal an die Wirksamkeit glauben, ich muss mich daran nur halten. Wenn die Pr√§vention wirkt, dann tut sie das, auch wenn ich Zweifel habe. Wenn aber eine nicht geringe Zahl an Menschen stirbt, dann lag es doch weniger an meiner geistigen Haltung. Dann war die Pr√§vention vielleicht zu unwirksam, zu lasch, an der falschen Stelle – ich wei√ü es nicht, ich bin der Ausf√ľhrende, nicht der Fachmann. Und wenn ich wei√ü, wo es die Toten geben wird und die Menschen dann dort wirklich sterben, dann darf ich doch mal sauer sein und nach dem Konzept fragen, auch ohne es wirklich besser zu wissen. Ja, h√§tte auch viel schlimmer kommen k√∂nnen, schon klar. Warum ist es aber so schlimm gekommen, an den vorhersehbaren Stellen? Die Frage treibt mich mehr um, als die Angst, eine Maske zu verschlucken.

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        “Leider verstehen zu viele Menschen das Konzept der Pr√§vention nicht.”

        Unsere Regierung leider auch nicht.
        Prävention heißt Vorbereitung, und haben Sie wirklich den Eindruck, Deutschland wäre auf die Pandemie vorbereitet gewesen ?

        Jeder Industriebetrieb mu√ü nicht nur f√ľr jeden einzelnen Mitarbeiter, sondern auch f√ľr jede Anlage, jedes Labor, jedes Technikum, jedes Lager etc. eine sogenannte Gef√§hrdungsbeurteilung erstellen.
        Basierend auf dieser Analyse wird dann der sogenannte Gefahrenabwehrplan erstellt. Darin werden f√ľr jede auch nur theoretisch m√∂glichen Gefahrenlage Handlungsanweisungen vorgegeben, im Idealfall werden Gefahrenquellen schon PR√ĄVENTIV beseitigt.
        Es gab zwar mit der Bundestagsdrucksache 17/12051 von 2013 (in Auftrag gegeben vom vielgescholtenen Gesundheitsminister Rösler) eine Art Gefährdungsbeurteilung, aber niemand ist danach auf die Idee gekommen, daraus irgendwelche Konsequenzen zu ziehen. Regierungschefin damals wie heute war Frau Merkel.

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        Lieber Herr Wissler, daß die Bundesregierung nicht schon ab 2013, als die vielzitierte Pandemiestudie erschien, Vorkehrungen getroffen hat, ist am ehesten damit zu erklären, daß sich dies mit der von Politik wie Presse angebeteten schwarze Null nicht vertragen hätte.
        Um f√ľr mehr als 80 Millionen Einwohner Einwegmasken f√ľr vier Wochen zu bevorraten, liegen die Anschaffungen zun√§chst einmal bei gut 2 Milliarden St√ľck. Rechnen Sie mit einem dreistelligen Millionenbetrag, den Sie f√ľr die Anschaffung brauchen – sowie jedes Jahr daf√ľr, diejenigen Masken auszutauschen, bei denen das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, zu dem die Hersteller Sterilit√§t garantieren. Rechnen Sie ferner mit einem zwei- bis dreistelligen Millionenbetrag daf√ľr, 2 Milliarden Masken einzulagern, sowie f√ľr die Logistik, sie im Bedarfsfall unters Volk zu bringen – Kosten, die derzeit der Gro√ühandel tr√§gt und √ľber den Ladenpreis auf die Verbraucher abw√§lzt. Diese Kosten dem Staat aufzub√ľrden, w√§re in Zeiten der heiligen schwarzen Null politischem Selbstmord gleichgekommen. Und da sind die Gelder noch gar nicht inbegriffen, die ein f√ľr eine Pandemie passender Ausbau des Gesundheitswesens gebraucht h√§tte – angefangen davon, Krankenh√§user nicht zu privatisieren und damit als Kostenbl√∂cke in den √∂ffentlichen Haushalten zu behalten, bis hin zu einer ad√§quaten Bezahlung der Pflegekr√§fte und entsprechender Personaldecke in den Krankenh√§usern.

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        Lieber Opa Krempel,

        alles eine Frage der Prioritäten.
        2015 waren doch ganz pl√∂tzlich Dutzende von Milliarden √ľbrig f√ľr unvorhergesehene Ausgaben .
        F√ľr was war das noch mal ?

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    ..da ist die Empathie auf einmal futsch – nicht wahr? Zur Info: Noch nie ist ein Virus ausgerottet worden. Ein Wissenschaftsournalist m√ľsste ihn kennen, den Unterschied zwischen Virus und Bakterium. Letzteres √ľberlebt auch ohne Wirt. Daraus ergibt sich einiges an Schlussfolgerungen. M√ľssten Sie aber bitte selbst herausfinden, ich binkein Nachhilfelehrer. Ein Tip aber zur G√ľte: Hygieniker wurden bisher bei den ‘Ma√ünahmen’ nicht ber√ľcksichtigt. Das sollten aber dann genug Hinweise sein. F√ľr einen Wissenschaftsjournalisten zumindest.

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      Sie haben Recht: Meine Empathie f√ľr Menschen, die mit ihrem Gerede das Leben und die Gesundheit anderer bewusst gef√§hrden, h√§lt sich in Grenzen. Niemand m√∂chte das Virus derzeit √ľbrigens ausrotten – was by the way mit den Pocken schon l√§ngst gelungungen ist – ZeroCovid bedeutet etwas v√∂llig anderes, sonst m√ľsste es ZeroSARS-CoV-2 hei√üen. Im √úbrigen wei√ü ich als Wissenschaftsjournalist ziemlich gut, wie ich echte Experten von Pseudoexperten unterscheide. Das lernt man mit 30 Jahren Berufserfahrung.

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    Kinder ohne Schule mit verz√∂gerter Entwicklung und √úbergewicht? Suizide? Depressionen? Inflation? Verfassungsbruch? Grippe 2017/18-Tote? Grippe-Sp√§tfolgen? Unbehandelte Krebspatienten? Intensivstationen durch Einsparungen ‚Äöauf Kante gen√§ht‚Äė? Spaltung der Gesellschaft in Paniker und ‚ÄěCovidioten‚Äú? Unbehandelte Zahnentz√ľndungen mit Sp√§tfolgen? Zerst√∂rung von Millionen wirtschaftlicher Existenzen mit Folgen f√ľr Lebensalter, Bildungschancen der Kinder dieser in Harz4 gedr√ľckten Selbst√§ndigen? Diskreditieren von Wissenschaftlern mit anderer Meinung? Vorsorge im Sommer? Schutz der Altenheime durch Schnelltests f√ľr Besucher? etc. pp..

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      ich wusste, dass das kommt. Auch wenn es Ihnen nicht passt: Derzeit hilft nur ZeroCovid – sonst geht das noch vier Monate mindestens so weiter wie jetzt.

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        “Derzeit hilft nur ZeroCovid”.. ich wusste, dass das kommt. DAS Vehikel der Linken zum Abh√§ngigmachen des Individuums zur Errichtung des Sozialismus..

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        Sie wissen schon, dass das Unfug ist, was Sie da erz√§hlen? ZeroCovid hei√üt einfach nur, dass man die Zahl der Neuinfektionen in die N√§he von Null dr√ľckt damit das √∂ffentliche Leben (inklusive nichtsozialistischer Wirtschaft und Kultur) weitgehend normal stattfinden kann. Das gelingt derzeit auch in nichtsozialistischen L√§ndern recht gut.

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        Sorry, aber wer die √úbersterblichkeit durch Covid-19 anzweifelt und diese Infektion noch immer mit einer Grippe vergleicht IST ein Schw√§tzer und steht den Querdenkern zumindest nahe. Sie m√∂chten nicht wirklich wissen, wie hoch die bereits deutlich messbare √úbersterblichkeit hierzulande und in vielen anderen L√§ndern w√§re, w√ľrden die Kontakte nicht bereits seit Monaten massiv beschr√§nkt? Hier ein kleine Auswahl (wie gesagt: Zahlen MIT Beschr√§nkungen):
        https://www.aerztezeitung.de/Politik/Deutliche-Uebersterblichkeit-in-Deutschland-416279.html
        https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/Gesellschaft/bevoelkerung-sterbefaelle.html
        https://www.isciii.es/QueHacemos/Servicios/VigilanciaSaludPublicaRENAVE/EnfermedadesTransmisibles/MoMo/Documents/informesMoMo2020/MoMo_Situacion%20a%2030%20de%20diciembre_CNE.pdf
        https://statbel.fgov.be/de/ueber-statbel/visualisierung/mortalitaet
        https://www.ons.gov.uk/peoplepopulationandcommunity/birthsdeathsandmarriages/deaths/bulletins/deathsregisteredweeklyinenglandandwalesprovisional/weekending8january2021

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        ‚Ķ werter P.S., allein die erste von Ihnen benannte Quellenangabe schreibt von √úbersterblichkeit innerhalb einer Woche. Wenn Sie das als Nachweis und Begr√ľndung f√ľr eine ‘ZeroCovid-Lockdown’ halten. Nun ja. Das hat Prof. Bernhard Gill in meiner Quellenangabe √ľbrigens widerlegt.

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        Es sind “vorl√§ufige Zahlen”. Die kann man nicht widerlegen, nur unterschiedlich interpretieren. Deshalb habe ich ja noch eine Menge anderer Links eingef√ľgt. Es ist √ľbrigens eine beliebte Methode von Versch√∂rungsmystikern, sich einen kleinen Aspekt aus einer Argumentationskette herauszupicken und diesen anzuzweifeln, um das gro√üe Ganze zu diskreditieren. Schauen Sie mal hier: https://www.sueddeutsche.de/politik/corona-opfer-auffaellig-viele-tote-1.5150101. Grafiken, wie in diesem Beitrag finden Sie √ľberall. Massenweise, aus vielen L√§ndern. Und in all diesen L√§ndern gibt es Kontaktbeschr√§nkungen. Wer dann noch die Gefahr durch SARS-CoV-2 leugnet, dem ist wirklich nicht zu helfen.

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        ‚Ķ werter P.S., selbst die nun von Ihnen angegeben Quelle eines ‘berufserfahrenen Editors’ der SZ zitiert eine Auswertung aus meiner Quellenangabe; ‚Ķ ‘in der zweiten Novemberwoche starben dort 1321 Menschen, der Mittelwert liegt bei 1040. Einer Auswertung von Statistikern an der Ludwig-Maximilians-Universit√§t M√ľnchen zufolge betrifft die √úbersterblichkeit vor allem die Altersgruppe der √úber-80-J√§hrigen; bei Unter-60-J√§hrigen gebe es sogar eine leichte Untersterblichkeit.’

        Etwas genauer aus dem Link in der SZ; 1.Todesfälle durch COVID-19 -Adjustiert auf die Einwohnerzahl zeigt sich keine ausgeprägte Übersterblichkeit.

        … verwendet nun dieser Editor der SZ eine beliebte Methode von Verschwörungsmystikern, sich einen kleinen Aspekt aus einer Argumentationskette herauszupicken und diesen anzuzweifeln, um das große Ganze zu diskreditieren?

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        … Sie machen es schon wieder. Aber ein Gedankenspiel habe ich noch: Betrachten Sie bitte die vielen √úbersterblichkeitskurven aus den vielen L√§denrn. Diese steigen meist stark an und gehen dann wieder herunter. Was meinen Sie wohl, wie sie sich ohne Shutdown entwickelt h√§tten? Dazu gibt es √ľbrigens sehr seri√∂se wissenschaftliche Modellrechnungen. Und die sind nicht sch√∂n. https://www.riffreporter.de/erbe-umwelt-peter-spork/corona-modelle/

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        Es ist in der Tat so wenig Unfug, was ich schreibe, wie das, was Sie mir schreiben auch nur ansatzweise eine Argumentation ist. Viren sind immer Bestandteil des Organismus und sie mutieren irgendwann zum Harmlosen. Wie sollte eine Impfung sonst funktionieren? Was wird denn da geimpft und warum? Wie kommen Organismen mit Viren klar? Es liegt an Ihnen, sich wenigstens etwas vertiefter und ergebnisoffen √ľber die Sache zu informieren und sie zu bewerten. Ob ich da “Experte” bin spielt keine Rolle. Es sind die Argumente, die Sie – warum auch immer – so vehement ausblenden. Und genau an dem Punkt steige ich aus, denn die Auseinandersetzung wird l√§ngst nicht mehr wissenschaftlich von Leuten mit Praxis gef√ľhrt, sondern von fachfremden Ideologen bzw. Ideologinnen (√† la Priesemann) dominiert, und – “Verschw√∂rungstheoretiker” – nicht wahr? – auf niedrigstem emotionalen Niveau eskaliert: “Meine Empathie f√ľr Menschen, die mit ihrem Gerede das Leben und die Gesundheit anderer bewusst gef√§hrden, h√§lt sich in Grenzen.” Was soll das? Ihre Wahl des Niveaus der Auseinandersetzung. Folgerichtig mein Urteil √ľber das, was Sie da schreiben. Nach √ľber 30 Jahren Berufserfahrung. (ich w√§re da ein wenig vorsichtiger, falls Sie in Zukunft noch ernstgenommen werden wollen). Und tsch√ľss.

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        Sorry, aber ich kann jetzt keine Nachhilfestunden in Virologie und Immunbiologie geben. Impfungen funktionieren jedenfalls nicht, indem Sie Viren zu Mutationen anregen. Schauen Sie doch mal bei meiner Kollegin Ulrike Gebhardt vorbei. Die ist promovierte Immunbiologin und schreibt eine Menge sehr Vern√ľnftiges und Kenntnisreiches zum Thema: https://www.riffreporter.de/immun/
        Viola Priesemann ist √ľbrigens keine Ideologin, sondern eine weltweit in Wissenschaftskreisen hochgesch√§tzte Systembiologin die in den hochrangigsten Zeitschriften wie Nature und Science publiziert und ihre Positionen nicht einfach mal so alleine heraushaut, sondern in der Regel gemeinsam mit sehr vielen Kolleg*innen aus- und abgewogene Statements ver√∂ffentlicht, zuletzt mit 300 (!) anerkannten Expert*innen aus ganz Europa. Wenn Sie meinen, das seien alles “fachfremde Ideolog*innen”, dann ist es vermutlich wirklich besser, an diesem Punkt die Diskussion zu beenden.

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        @hans ..da ist nix politisch gewollt. Sie begeben sich in das Opferschema der Lockdown-Ideologen. Allerdings wollen sich viele Politiker u.v.a. mit dem Thema profilieren und das gibt den ‘hype’. Mir seri√∂ser (ergebnisoffener) Wissenschaftlichkeit oder gar seri√∂ser, belastbarer Risikoabsch√§tzung hat das nat√ľrlich nichts zu tun. Umso wichtiger die engagierte Gegenrede. Aber bitte nicht mit Verschw√∂rungsideologien.

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        ‚Ķ werter P.S., Ihre mathematischen Modellberechnungen – die Mathematik l√§sst uns in die Zukunft schauen – zu Covid in allen Ehren. (Mathe war mein Lieblingsfach.) Doch dazu frei nach Blaise Pascal; Wenn Sie Gott zum Lachen bringen wollen, erz√§hlen Sie ihm von Ihrer ‘Covid-Modellierung!’ Ich bin da eher, wie weiter oben geschrieben, an der Seite von Prof. Bernhard Gill, Ludwig-Maximilian-Universit√§t in M√ľnchen.

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        nun denn. Die Modelle aus dem Fr√ľhjahr haben sich im Herbst und Winter immerhin best√§tigt. H√§tten wir auf Viola Priesemann und Co. geh√∂rt, w√§re es im November und Dezember nicht zu so einem starken Anstieg der Infektionszahlen und Todesf√§lle gekommen. Ein internationales Team aus Modellrechner*innen um Priesemann, Meyer-Herrmann u.a. hat das n√§mlich bereits Anfang Oktober publiziert. Leider hat die Gesellschaft darauf zu sp√§t reagiert. Vielleicht auch deshalb, weil viele Menschen lieber auf jene Experten h√∂ren, die eine Position vertreten (oder von denen sie meinen, dass sie eine solche Position vertreten), die ihnen lieber ist (obwohl es eine Minderheitenmeinung ist)? Man kennt das Spiel ja schon vom Klimawandel. Herr Gill ist im √úbrigen Soziologe und nicht Epidemiologe. Seine Angaben beziehen sich nur auf Deutschland und gelten als Betrachtung √ľber das gesamte Jahr 2020 hinweg. Allein schon weil in diesem Jahr die Grippewelle praktisch ausgeblieben ist und die Coronapandemie von Janaur bis April 2020 (in 3 klimatisch kalten Monaten) hier noch nicht richtig angekommen war, k√∂nnte man hier unendlich weiterdiskutieren. Aber ich zitiere lieber Herrn Gill selbst: “Selbstverst√§ndlich bleibt abschlie√üend anzumerken, dass wir nicht wissen k√∂nnen, wie viele Tote es 2020 in Deutschland gegeben h√§tte, wenn keine Eind√§mmungsma√ünahmen gegen die Verbreitung des Virus Sars-CoV-2 erfolgt w√§ren. (…) Wahrscheinlich war es aber haupts√§chlich Gl√ľck, dass die erste Welle Deutschland weitgehend verschont hat, w√§hrend andere L√§nder viel schwerer getroffen wurden. Bei der zweiten Welle h√§tte man es ‚Äď dank der mittlerweile gesammelten Erfahrungen ‚Äď eigentlich besser wissen k√∂nnen.”

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        @Klaus, Korrektur

        ‚Ķ ich habe meine ‘Starke-Meinung’ mit, wie ich meine, seri√∂sen Quellenangaben belegt. Sei denn der IWF, Sch√§uble und andere oder hier Prof. Bernhard Gill von der Ludwig-Maximilian-Universit√§t in M√ľnchen – sind Verschw√∂rungsideologen.

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        @P.S.

        ‚Ķ o.k., einen noch; wenn einem Sch√ľler, Jahrgangstufe 7, dort wird nach meiner Erinnerung die Prozentrechnung gelehrt, die Anzahl zuk√ľnftige PCR-Tests im Monat, meinetwegen von Fr√ľhjahr bis Herbst, ‘zugetragen’ wird, ist dieser Sch√ľler auf ‘Viola Priesemann und Co.’-Niveau. Ja er k√∂nnte die ‘BRD’ regieren, weil Merkel auch die Zunahme der Corona-Inzidenzen vorhersagen konnte. So what?

        … den streitbaren PCR-Test hatten wir hier, ff im thread.

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        Sie machen es mir wirklich leicht, auf diese Polemik nicht zu antworten. Ernst können Sie das jedenfalls nicht meinen.

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        Wieso beschlie√üt die Regierung dann nicht “Zero Covid”?
        Die Grenzen bleiben offen, Millionen reisen ein und aus. Bei Gastwirten ist die Regierung stark, aber an der Grenze ist sie feige. So wird das nix.

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        Grenzschlie√üungen sind m.E. nur die zweitbeste L√∂sung. Europaweit einheitliche Regelungen m√ľssten her.

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        ich weiß jetzt nicht, wieso das hierher gehört, aber ich gebe es trotzdem mal frei. Vielleicht hilft`s?

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