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Die verlorene Ehre des Gerhard Gundermann

Andreas Dresen will mit ‚ÄěGundermann‚Äú einen Gegenentwurf abliefern zum Stasi-Film “Das Leben der Anderen”. Das ist ihm gelungen, auch dank der √ľberragenden Leistung von Alexander Scheer in der Titelrolle. √Ąsthetisch ist “Gundermann” ein Meisterwerk. Politisch ist der Film so fragw√ľrdig wie es sein Held moralisch war.

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Versöhnung mit den Tätern?

Es gibt Zeitungsartikel, bei denen man schon nach ¬†der Lekt√ľre weniger ¬†Zeilen das Gef√ľhl hat, dass an der Argumentation des¬† Autors etwas ¬†nicht stimmt. So ging es mir mit einem Artikel des SPIEGEL-Redakteurs Jochen-Martin Gutsch, der sich mit dem – wie er fand – unbarmherzigen Umgang ¬†der √Ėffentlichkeit mit dem ehemaligen Stasi-Offizier Andrej Holm auseinandersetzt.¬†¬† Die moralische Schieflage der Argumentation ¬†erkannte¬† ich, als ¬†ich ein kleines sprachliches Experiment durchf√ľhrte. Ich datierte den Artikel in das Jahr 1966 zur√ľck (ich machte damals gerade das Abitur) und ersetzte die Begriffe DDR durch “Drittes Reich”, SED durch NSDAP und Stasi durch Gestapo. Der Text, der dadurch entsteht, ist schaurig. Hier¬† eine Kostprobe:

“Das Erstaunliche aber ist, dass die alten Frontverl√§ufe noch immer da sind.”

“Es gab in den vergangen f√ľnf Wochen von allem zu wenig: zu wenig historische Kenntnis, zu wenig Bereitschaft zuzuh√∂ren, zu wenig Vers√∂hnung.”

“Noch ist schwer zu sagen, wer den Staffelstab im Aufarbeitungsbusiness √ľbernehmen k√∂nnte.”

“Und man kann nur beten, dass jetzt niemand ernsthaft die Frage stellt, ob man √ľber die Gestapo lachen darf. Also, historisch und aufarbeitungspolitisch gesehen.” Weiterlesen

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Video-Phobie

Die rot-rot-gr√ľne Landesregierung von Berlin ist die einzige Regierung eines Bundeslandes, die die Video-√úberwachung √∂ffentlicher Stadtr√§ume ausdr√ľcklich ablehnt. Selbst der Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Ged√§chtniskirche im Dezember 2016 ¬†hat den Senat nicht umstimmen k√∂nnen. Dass man den T√§ter identifizieren konnte, verdankt sich allein dem Umstand, dass er seine Duldungserkl√§rung als Asylbewerber in der Fahrerkabine des LKW zur√ľckgelassen hat. Da der viel frequentierte Breitscheidplatz keine Videotechnik aufweist, h√§tte der Attent√§ter ohne dieses Dokument¬† nicht ermittelt werden k√∂nnen. Das war auch der Grund, weshalb die Berliner Polizei Passanten und Besucher des Marktes aufforderte, private Videoaufnahmen an das Polizei-Portal zu senden. Private Videos m√ľssen offizielle,¬† staatlich genehmigte ersetzen! Der Manipulation sind T√ľr und Tor ge√∂ffnet.¬† Irrsinn in rot-rot-gr√ľn. Weiterlesen

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