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FlĂĽchtlinge oder GeflĂĽchtete?

 Eine Eigenart der deutschen Sprache bringt es mit sich, dass Gattungsbezeichnungen oft durch männliche grammatische Formen bezeichnet werden. Wenn von einem Lehrer die Rede ist, sind deshalb die weiblichen Lehrkräfte inbegriffen. Das Amtsdeutsch flĂĽchtet sich, um der Gleichberechtigung der Geschlechter auch sprachlich GenĂĽge zu tun, in unschöne Doppelbezeichnungen,  wie z.B.  Lehrer und Lehrerinnen. Ă„hnlich umständliche Wortverbindungen findet man auch in Stellenanzeigen. In amtlichen Stellenausschreibungen sind sie gesetzlich vorgeschrieben.  Sprachwissenschaftlerinnen, die sich dem Feminismus verpflichtet fĂĽhlen, gingen noch einen Schritt weiter. Sie fĂĽhrten in ihren Texten den Gendergap ein (“BĂĽrger_innen”). Eine Variante davon ist der Genderstern (“SchĂĽler*innen”). Diese beiden Formen haben inzwischen das Binnen-I verdrängt, das in der ersten Generation der “geschlechtergerechten Sprache” noch ĂĽblich war (“SchauspielerInnen”). Weiterlesen

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