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Tröglitz ist überall – oder etwa nicht?

Die Bereitschaft von Betroffenheits-Deutschland, sich an die Brust zu klopfen, ist ehrenhaft. Ist aber, wie Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) meint, „Tröglitz überall“?

Ein erster Blick auf die von der Amadeu Antonio Stiftung und Pro Asyl jährlich vorgelegte „Chronik der Gewalt“ gegen Flüchtlinge scheint Haseloff Recht zu geben. 35 Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte werden dort aufgezählt, 24 davon im Westen – allein sechs in nordrhein-westfälischen Heiligenhaus.

Nimmt man jedoch tätliche Angriffe gegen Flüchtlinge und ausländerfeindliche Demonstrationen in den Blick, zeigt sich eine auffällige Häufung im Osten der Republik. Man muss wohl diese Daten so interpretieren, dass es zwar überall in Deutschland gewaltbereite Rechtsextremisten gibt, dass sie jedoch im Westen eher nicht mit gesellschaftlicher Akzeptanz rechnen können und sich darum auf nächtliche Brandstiftung und Sachbeschädigung konzentrieren.

Für Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung, ist Tröglitz denn auch ein Symbol für das, was im Osten nach der Wende schief gelaufen ist. „Plötzlich bekommt man einen Eindruck vom Alltag.“ Allzu lange habe man im Westen Neonazis, rechtsextreme Kameradschaften und ihre Sympathisantenszene als „Ost-Folklore“ und vorübergehendes „Nachwendephänomen“ abgetan. Im Osten wiederum hätten die zuständigen Stellen beim Verfassungsschutz und den Landeskriminalämtern „außer in Brandenburg“ die wahren Ausmaße rechtsextremer Gesinnung und Gewalt vertuscht. Eine Hakenkreuzschmiererei etwa sollte in Sachsen-Anhalt nicht als rechtsextreme Straftat eingestuft werden, sofern man nicht die Täter erfasst habe: Es könnte ja auch von einem Kind stammen, das damit provozieren oder angeben wolle. Im Zweifel also für die Harmlosigkeit.

In der letzten Zeit habe die Landesregierung in Sachsen-Anhalt das Problem erkannt, meint Pascal Begrich von der Organisation „Miteinander e.V.“, die seit 15 Jahren gegen Rechtsextremismus im Land tätig ist. In Halle, Magdeburg und Salzwedel beobachten und analysieren die 20 Mitarbeiter von „Miteinander“ die rechtsextreme Szene, betreiben Bildungsarbeit, beraten Institutionen und Opfer. Trotz Unterstützung durch die Behörden fehle es vielerorts in Ostdeutschland an zivilgesellschaftlichem Engagement, so Begrich.

Zwar umfasse die tendenziell gewaltbereite Neonazi- und Kameradschaftsszene in Sachsen-Anhalt nur etwa 1000 Leute. Seit ihrer Niederlage bei der Landtagswahl 2011 sei die ehemals kommunal stark verankerte NPD im Rückgang begriffen. Weil aber engagierte Leute wie der Bürgermeister von Tröglitz immer noch Einzelkämpfer seien, könnten sie von den Rechtsextremen eingeschüchtert werden. Die DDR sei ja entgegen der eigenen Propaganda eine autoritäre und homogen strukturierte Gesellschaft gewesen, in der Rassismus weitverbreitet war; deren Erbe wirke noch nach.

Dennoch ist für Anetta Kahana Tröglitz nicht nur ein mahnendes, sondern auch ein hoffnungsvolles Zeichen. „Wegen Pegida sind die Medien wach geworden. Deshalb wird endlich die Gewalt gegen Flüchtlinge breiter wahrgenommen. Und dass in Tröglitz gegen die Nazis demonstriert wurde – das hätte es früher nicht gegeben.“

Ist also Tröglitz überall? Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özuguz, stimmte in Interviews der Aussage Haseloffs zu. Gleichzeitig verweist ihre Sprecherin auf „ziemlich vorbildliche“ Arbeit mit Flüchtlingen in vielen Bundesländern, auch im Osten. Hinter vorgehaltener Hand heißt es denn auch etwa im Brandenburger Innenministerium, Haseloff wolle bloß von eigenen Versäumnissen ablenken.

Wenn Tröglitz überall ist, was ist denn mit der Brandenburger Kleinstadt Ferch? In einem ehemaligen Bundeswehrwohnheim wurde eine „Erstaufnahmeinstitution“ für 300 Flüchtlinge eingerichtet. Schnell bildete sich um die Evangelische Kirchengemeinde Caputh ein Netzwerk von mehr als 130 Bürgerinnen und Bürger, die den Neuankömmlingen helfen wollen. „Zeitweise waren da mehr Helfer als Flüchtlinge“, witzelt Innenministeriumssprecher Ingo Decker. Lehrerinnen bieten Deutschkurse an, eine Fahrradwerkstatt wurde eingerichtet. Zu Weihnachten konnten sich die Heimbewohner vor abgegebenen Plüschtieren und Kleidungsstücken kaum noch retten.

Gewiss, Ferch befindet sich fast schon im Speckgürtel von Berlin, wo vielleicht etwas von der alten Toleranz und der neuen Bürgerlichkeit der Hauptstadt abstrahlt. Aber auch anderswo in Brandenburg gibt es innovative Ansätze der Flüchtlingsbetreuung. Im Kreis Prignitz, seit der Vereinigung von Bevölkerungsschwund betroffen, konnten bislang alle Flüchtlinge statt in Heimen in Wohnungen untergebracht werden. Das macht zwar die Betreuung schwieriger, dafür fühlen sich die Neuankömmlinge eher zuhause, heilen die Wunden der Flucht und der verschiedenen Lageraufenthalte schneller – was viele ältere Deutsche bestätigen könnten, die nach dem Krieg als Vertriebene ins Land kamen oder später aus der DDR flohen.

Die schiere Zahl der Flüchtlinge sorgt aber dafür, dass diese Lösung nicht immer möglich ist. So viele leer stehende Wohnungen gibt es ja auch nicht. So kommt es, dass etwa in Doberlug-Kirchhain im Elbe-Elster-Kreis eine ehemalige Kaserne für 800 Flüchtlinge ausgebaut wird. Das wird den Ort in Süd-Brandenburg verändern, in dem 1989 noch 12.000, heute weniger als 9.000 Menschen leben, davon 42 Ausländer. Da genügt es nicht, wenn der zuständige Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) verlauten lässt: „Es ist unsere humanitäre und moralische Pflicht, Menschen aufzunehmen, die Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen.“

Das wissen die Leute in Doberlug-Kirchhain schon, wo die Einwohnerzahl 1945 durch Flüchtlinge und Vertriebene aus dem Osten von 12.000 auf 16.000 anschwoll. Die Menschen seien durchaus hilfsbereit, meint Ministeriumssprecher Wolfgang Brandt, aber bei der Bürgerrunde mit dem Minister kamen immer wieder Fragen, die auch anderswo gestellt werden: „Kann meine Frau da noch allein joggen gehen?“ „Wie ist es mit der Kriminalität?“ „Werden wir da noch unsere Turnhalle nutzen können, oder werden da auch Flüchtlinge untergebracht?“ „Wer kümmert sich um die Kinder?“ Die Stimmung habe sich aber gedreht, als klar wurde, dass allein schon der Ausbau der Kaserne an die 100 Jobs im Ort sichern könnte. Danach hätten sich auch Leute zu Wort gemeldet, die ihre Hilfe anbieten wollten.

Dort, wo solche Strukturen fehlen, kann es kommen wie im 130-Einwohner-Dorf Stresow in Sachsen-Anhalt, wo der Rechtsextreme Dennis Wesemann und seine Hooligan-Truppe „Blue-White Street Elite“ den Ort regelrecht terrorisieren. Aber auch Stresow ist nicht überall; und der Fußball erweist sich oft als wichtigen Integrationsfaktor. Im Potsdamer Fußballteam „Welcome United Babelsberg 03“ kicken Flüchtlinge und Deutsche gemeinsam.

Im Land der Rundumversicherten hängen solche Aktivitäten auch von Kleinigkeiten ab. So hat der Landessportbund  eine pauschale Unfall- und Haftpflichtversicherung für alle Asylsuchende und Flüchtlinge abgeschlossen, die in Brandenburger Vereinen Sport treiben. Eine Kleinigkeit, die vermutlich mehr wert ist als die pathetische Beschwörung des angeblich in uns allen schlummernden Rassismus.

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87 Gedanken zu “Tröglitz ist überall – oder etwa nicht?;”

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    Gucken Sie sich das an:
    Wir sind vollkommen unkreativ. Wir könnten Ideen haben in dieser Angelegenheit. Zum Beispiel könnten wir eine künstliche Insel erstellen zwischen Afrika und Süditalien, die Süditalien abschottet und die Wege verkürzt. Wenn man nicht weiß, wie das geht, muss man Holland oder die Golfstaaten fragen. Dort könnte man exzellente Zeltlager bauen, Kriminelle aussortieren und Wirtschaftsflüchtlinge von Leuten, die verfolgt werden und ein Anliegen haben, unterscheiden. Wir bauen tolle Autos und Waffen, finden aber hier keine Neuerungen. Wie extrem armselig. Aber für den Papst Santo entzücklico sind es alles die gleichen Armen. Wenn er das wirklich wollte, Arme unterstützen, müsste er Frauen vorziehen, denn in diesen Ländern sind Frauen die Ärmsten. Aber dann müsste die Kirche ja umdenken. Das geht nicht. Niemand denkt jemals um, nur die Masse. Deswegen gibt es Kriege und Bürgerkriege. Die Spitze scheint extrem dumm zu sein oder beständig korrumpiert, weswegen sie von jeher interessiert war, gebildeten Mittelstand in die Schranken zu weisen und Denker zu verfolgen, anno ’33 ff die Juden, die sich anschickten, unsere Denker zu werden:
    http://www.welt.de/politik/aus.....ngrab.html
    Nee, Denken ist blöd. Es bedroht die politische Klasse.

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    Niedlich, oder:
    „genießen ,Bed & Breakfast’ im Asylbewerberheim“
    auch hübsch:
    „Die Vorratsdatenspeicherung könnte helfen“
    Wir wollen Polizei, sie wollen Daten.
    Und mit gutem Linksanwalt geht man wieder heim:
    “ Vor Gericht verweigern sie fast immer die Aussage““
    Die Politiker zählen inzwischen Windräder und Solarzellen:
    „Die Politiker haben den Anstieg der Einbruchskriminalität erst einmal ignoriert und dann versucht, die schlechten Zahlen schönzurechnen.“

    Deswegen machen sie jetzt eine Untersuchung. Herauskommen wird nur Gutes. Schöngeredet eben.
    http://www.faz.net/aktuell/pol.....ageIndex_2

    Bevor noch „Tröglitz überall ist“, ist der Missbrauch des Asylrechts und die zugehörige Ignoranz überall.

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    Ich hätte noch andere Ideen aus Beobachtung des täglichen Lebens, wie man höhere Gehälter zahlen kann: Indem man intelligent rationalisiert. Beispiel Supermarkt: Morgens dezent voll, Hausfrauen und Rentner. Nachmittags und ab 20h gähnend leer. Daraus errechnen sich für mich Öffnungszeiten von 8h bis 13h und von ca. 16h bis 20h. Damit ließe sich Personal sparen, der Rest könnte besser bezahlt werden. Das Beispiel lässt sich auf viele Bereiche umdenken. Wir leben in einer Welt, wo man von morgens bis nachts konsumieren kann. Es macht bloß niemand, jedenfalls keine signifikante Menge. Die Öffnungszeiten sind völlig ineffektiv. Genauso ineffektiv die Öffnungszeiten von Waschanlagen: Sonntags geschlossen.
    Konsequente Gleitzeit würde die Arbeit effektiver machen. Ein Langschläfer leistet morgens nichts. Ich kenne einen Abendarbeiter, der kann bis 3h nachts durcharbeiten, morgens dagegen Fehlanzeige.
    Es ist alles zu unflexibel.
    Unsere Kanzlerin will wissen, wie wir über sie denken: Angepasst. Total angepasst. Und so starr ist jetzt auch das Land. Keine Konturen. Kein dezidiertes Nein zu Schwachsinn von den Linken der SPD. Keinerlei Mut, die Koalition auf’s Spiel zu setzen, etwas zu riskieren, obwohl die FDP zurückkommen könnte. Der frühe Schulterschluss mit Mrs. Clinton in der Annahme, dass sie gewinnt. Das sieht aber noch keiner in Amerika. Blass insgesamt. Schäuble gibt bedeutend mehr Konturen her. Man muss ihn nicht lieben, aber immerhin hat er Charakter.

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    Dann kommen noch dazu die Kosten für Versicherungen und Firmen dazu wegen Stupidität, wegen LKW-Fahrern oder Fährunternehmen, die Bestechungsgelder nehmen, wo dann ein LKW in Flammen aufgeht mitsamt seiner neben flammbarem Material rauchenden „Gäste“ oder auch eine Fähre.
    Und die Politiker sitzen und falten die Hände, statt diese „Gäste“ am nächsten Tag zurückzuschicken und vor allem die Sozialhilfe für „Gäste“ zu streichen und in GB den Zugang zum steuerfinanzierten NHS.
    Wenn sie denn mal aufwachen würden, könnten sie durchaus ein Klima schaffen, dass für echte Asylanten hilfreich wäre, und eins ist echten Asylanten eigen: Sie lieben oft ihre Heimat und würden bei Verbesserung zurückgehen und dort wieder mit aufbauen. Deshalb würden sie sich hier auch nicht groß in Kriminaltaten begeben.
    Asylantenheime werden auch gern von innen angezündet, wie man häufiger sieht. Die sollen unsere Rente mal zahlen? Dass ich nicht lache. Die Rente könnten unsere Jungen allein tragen, wenn man sie richtig bezahlt, ganz einfach. Wer vier Rentner finanzieren muss, braucht mehr Gehalt. Das Argument mit der Rente zieht bei mir gar nicht. Und da der Billigheimer auch nicht zieht, ist es klar, dass ich denke, dass die Industrie mindestens teilschuld ist und diesen Zustand ändern kann, indem sie Rendite schmälert und Gehälter wie Qualität heraufsetzt. Dann würde sie auch mehr geachtet.

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    Bei der Nothilfe ist es doch so, dass fast alle sich einig sind, dass man in echten Notsituationen allen, auch Fremden, helfen sollte. Vielleicht streitet man sich darüber, wann diese Notsituation besteht – z.B. ob karge Ernährung, berufliche Perspektivlosigkeit, ein mieser Staat usw. dazugehören oder nicht, oder was die Nothilfe konkret ausmachen soll – ob Asyl oder ob es auch Geldtransfers (Spenden) oder politische Maßnahmen tun. Die Hilfe wird immer nur begrenzt angeboten, aber im Grundatz besteht Einigkeit: dass im akuten Notfall geholfen werden soll.

    Keine Einigkeit besteht hingegen in der Frage, wie man Menschen unterhalb dieser akuten Notsituation begegnen soll. Und das ist eigentlich die interessantere Frage. Muss man jedem, dem es mies geht, helfen? Das scheint LF zu meinen, wenn ich ihn richtig verstehe. Oder nur denen, deren Leben auf dem Spiel steht?

    Manche finden es gar nicht so sinnlos, in einem trockenem heißen Dorf zu wohnen und sich mühsam zu ernähren; anderen kommt das erbärmlich vor, so dass sie flüchten. Es gibt auch ein Jammern auf hohem Niveau oder ein „Lockruf des Geldes“, der die Leute aus ihren Dörfern treibt. Ab welcher Not beschließt man zu helfen, und darüber hinaus: dass auch alle anderen helfen müssen?

    Hierbei gibt einen wichtigen Grundsatz: dass man Fremden immer weniger und später hilft als Nichtfremden. (Den Sonderfall Gastfreundschaft einmal ausgeschlossen.) Jeder hilft seinen Freunden, seiner Familie usw. viel eher und lieber als Fremden. Dies macht Freundschaft und Liebe aus. Es ist also kein zu überwindender moralischer Missstand, dass man Fremden gegenüber verhaltender ist, sondern im Gegenteil ein moralisches Grundgesetz, auf dem Freundschaft, Liebe und anderes privilegierende – auswählende – Handeln basiert.
    Und so kommt es, dass über die Familie und den Freundeskreis hinaus auch ein Dorf, eine Stadt, eine Gesellschaftsschicht und ein Staat zu der Ansicht kommt, sich immer eher selber zu helfen und anderen, „Fremden“ die Hilfe zu verwehren. Auch wenn die die Hilfe viel eher benötigen. Es sei denn, wie gesagt, sie befinden sich offensichtlich in einer akuten Notlage.

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    @ LF
    Ich bin da auf der Seite von Stevanovic. Das Hemd muss einem näher sein als die Jacke, sonst läuft man Gefahr, mittelfristig unterzugehen.
    Da ich gerade im Privaten aufpassen muss, dass ich nicht untergehe, weiß ich, wovon ich rede. Opfer können einen auffressen. Sie zelebrieren sich und machen den Pacman mit den Nicht-Opfern, verhassten Kreaturen, die meistens die Wirtschaft aufbauen und am Laufen halten. Mein bestes Opfer war ein Tumorpatient vor vielen Jahren. Er gab wenigstens zu, dass er uns junge Ärzte hasste wie die Pest.
    Wenn Sie mitleidig sein wollen, dürfen Sie das, es verbietet Ihnen keiner. Aber die Stevanovic und die Parisiens dieser Welt dürfen auch nüchtern bleiben und diese Mitleid-Opfer-Industrie, die in diesem Punkt (illegale Immigration) auf dem Rücken wahrer Opfer (syrischer Familien z.B.) mit Kriminellen (Schleppern) zusammen arbeitet, ablehnen. Haben Sie Sie sie mal gesehen als Masse? Auf nach Lampedusa! Aber Calais reicht auch. Da stehen Sie als undurchdringliche Wand (alle jung, alle männlich, alle schwarz) rechts neben der LKW-Spur und versuchen die LKW aufzubrechen. Kein afghanisches, syrisches Gesicht dabei, nirgends. Das steht nur in den papers, weil Leute gelernt haben, nicht zu sehr auf Muslimen abzulassen. Zwei Orte, wo Sie sich das gern anschauen können. Wenn Sie dann noch Mitleid haben, sind Sie ein Genie.
    Mit unserem Mitleid wurde etwas lange herumgespielt. Es ist jetzt langsam überdehnt. Auch des Mitleids kann man müde werden, wenn es ausgenutzt wird. Das ging mit diesen Bildern von ausgemergelten Kindern aus Biafra los, mit Geschichten von Lambarene, und heute endet es mit gekenterten Booten. Wie auf den Booten interreligiöser Zoff ausbricht, lasen wir vor zwei Tagen. Wenn Sie mit zwanzigjährigen muskelbepackten Idioten Mitleid haben wollen, bitte schön. Ich empfehle lieber Chloe, das kleine Mädchen aus Calais, die ein Opfer des Schengen-Abkommens ist.
    Und wie der Euro dürfte das eine französische Idee sein. La Grande Nation hat eine gute Polizei, aber schlechte politische und finanzielle Konzepte.
    Man sollte eine Badealz herstellen, das Pity heißt. Das würde bei progessionellen Bemitleidern gut gehen.

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    @ Parisien, Zitat: „Eines der Ergebnisse Ihrer viel beschworenen Personenfreizügigkeit“.

    Wären Sie glücklicher gewesen, wenn es ein polisches Kind in Polen gewesen wäre?

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    Misstrauen kommt zwar nicht Unterdrückung gleich. Trotzdem kann es zur Unterdrückung führen. Wenn Misstrauen z.B. in Perhorreszenz übergeht.

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    Kleiner provokanter Zusatz zu meinem Punkt 2 aka Pirincci übersetzt:
    Man hat doch schon viele Jobs verändert oder gar abgeschafft duch Maschinen:
    Es ist an der Zeit, der unersättlichen Clientèle computerisierte Stöhnpuppen mit Möse zu bauen. Damit wäre das Gewerbe, das euphemistisch einfach „ältestes Gewerbe der Welt“ genannt wird, endlich lahmgelegt. Das wäre gut für die Mädchen- und Frauenwelt und modern. Wo ständig darüber nachgedacht wird, Fleisch durch Veggie zu ersetzen oder durch künstlisches Fleisch im Sinne von Tierschutz, hinkt die Sache mit dem Frischfleisch deutlich hinterher, denn die Frauenverachtung ist noch tiefer in den männlichen Teil der sog. Menschheit eingegraben als die Tiervernachlässigung. Hierzu ein Krimi: Andrea Camilleri, „Das kalte Lächeln des Meeres“ oder etwas Zeutungslektüre Stichwort Rotherham.
    Mattel baut eine Puppe, die im Kinderzimmer abhören kann. Warum nicht erstmal eine Puppe für die Jungs, deren Hirn lebenslang aus Gier besteht, ebfs. euphemistisch Lust genannt?
    Lust ist ein missbrauchter Begriff, denn Lust hat eigentlich Grenzen. Grenzenlose, über Leichen gehende Lust ist Obsession. Alice Schwarzer hatte auf diesem Sektor immer Recht.

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    @Stefanovic, Zitat: „Der Impuls, anderen helfen zu wollen, ist kein moralischer Imperativ – es ist in Ordnung, wenn einem andere egal sind“

    Wenn es so okay ist, andere Menschen sehenden Auges verrecken zu lassen, frage ich mich, warum unser Strafrecht so etwas wie „unterlassene Hilfeleistung“ kennt (§323c StGB)!? Und warum sollten, moralisch (nicht juristisch) gesehen, für eine Gesellschaft als Ganzes nicht dieselben Grundsätze gelten, die sie in ihrem Individualrecht verankert?

    Soll bedeuten: Nein, Srevanovic, „so isses“ auf keinen Fall, denn mit Ihrer Haltung machen Sie es sich (gelinde gesagt) viel zu einfach! Leider hat Moritz Berger Recht, wenn er Sie darauf hinweist, wie geschichtsvergessen Ihre Aussagen sind! Um dies zu verdeutlichen, hier noch eine weitere rhetorische Frage: War es auch damals – vor 70 Jahren – „okay“, dass den meisten schweizer Bürger*innen das Schicksal von Jüdinnen und Juden in Deutschland und Europa „egal“ war? Zumindest vor dem Hintergrund sollten Sie merken, dass Ihre aus dem Ärmel geschüttelten moralischen Grundsätze ziemlich daneben sind.

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    Lieber Stefanovic,

    >Deswegen ist es auch vollkommen in Ordnung, keine Flüchtlinge im Dorf haben zu wollen.<

    Wie war die Situation in .de vor 70 Jahren??

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    @ Klaus J. Nick
    Vielleicht ist die von Ihnen aufgeführte Lehrerin nicht nur SPD-, gewerkschafts- und betriebratsmäßig sozialisiert worden, sondern auch staatsbürgerlich.
    In einem Rechtsstaat gelten Gesetze, und Verstöße gegen diese Gesetze sind zur Anzeige zu bringen.
    Daß Gesetzestreue heutzutage immer mit Denunziantentum gleichgesetzt wird erklärt vielleicht den Zustand unseres Landes.

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    Eines der Probleme ist, dass niemand, der schon länger im Land ist, die Scheißarbeiten machen will, gut zu beobachten am Hinterausgang manches feinen Fresstempels so gegen 11 Uhr nachts.
    Ein zweites, gravierenderes, ist, dass manche Männer ständig neue und oft schlecht gelöhnte Teilzeitarbeiterinnen wollen, auch gern für zehn Minuten. Das meint der Pirincci mit den Mösen. Wo liegt das Problem, wenn er das so formuliert?
    Ein drittes Problem ist die Rente.
    Das ganze Problem ist also vollkommen westlich. Ob ein geflüchteter syrischer Doktor und seine Familie davon profitieren, wage ich zu bezweifeln.
    Richtig belesene Leute machen wahrscheinlich nicht zu uns. Zu verfahrene Kiste, vor allem die Umlagerente, eine Idee, die Geburtenzahlen, die medizinisch-pharmazeutische plus die Pflege!industrie! nicht rechtzeitig berücksichtigt hat. Trotz dieser verfahrenen Kiste gönnen wir Alten, die es verlangen, die Euthanasie nicht, im Gegensatz zu den NL.
    Mir ist es ein Rätsel, dass die alle zu uns wollen. Wo Sozialhilfe fließt, sind die Preise auch appetitlich. Das Portemonnaie ist schnell leer.
    Überhaupt ist mir ein Rätsel, wenn man denn kein Flüchtling ist, wie man seine Familie im Stich lassen kann, und wenn ich die jungen schwarzen Männer auf den Booten sehe, sind das für mich keine Familien, sondern Egoisten. Außerdem werden denen Märchen erzählt (von Schleppern) nach dem Motto: Bei denen liegt Gold auf der Straße herum.
    Über die USA wurde das vor 100-150 Jahren auch angenommen. Im Unterschied zu Europa waren sie im Aufbau.
    Diesen Schwachsinn muss man daher anhalten, und mir ist ein Rätsel, warum die Politik das nicht tut, indem sie Grenzen im Schengen Raum wiedereinführt wie auch im Mittelmeer Kontrollen.
    Was das Zurückbringen von Osteuropäern betrifft, würden diese Grenzen ein wenig helfen und vielleicht weniger kostspielig sein als Rückführungen, vor allem mehrfache.

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    Lieber Stefan Trute, daß der „linke mainstream“ nichts „erlassen“ kann ist mir auch klar. Aber genauso klar ist mir, daß weder Akifs Umfeld noch alle Pegida-Sympathisanten Rassisten sind. Und daß das rassistische Zündeln von Lutz Bachmann auf Facebook eher zum Abebben dieser Bewegung geführt hat als alles andere, inclusive dem ach so mutigen Protest von der sog. ‚Antifa‘. Daß Sie diese semipornographische Yellow-Press-Beilage der ‚Zeit‘ nicht lesen wollen, kann ich verstehen nur scheint mir folgende Passage doch typisch: „Einige [Pegidisten] hatten Geldprobleme, andere haben gebrochene Erwerbsbiografien, stammen aus schwierigen Verhältnissen, waren kriminell..“ usw. usf. Damit scheint das wohl abgemeiert zu sein. Nur das dieser Bumerang – ich befürchte radikaler – zurückkommt. Daß wir hier eine ‚gesittete‘ Debatte führen, wird wohl nichts daran ändern. Und dann ergibt es wohl keinen Sinn mehr, wie jetzt, nach den Motiven zu fragen. Soviel, in etwa, auch zu meinen Motiven.

    @Don Geraldo
    „Anträge aus demokratischen Staaten sind von vornherein abzulehnen..“
    Mir ist ein Fall eines glaube ich 12 jährigen ecuadorianischen Jungen bekannt (es ist über 10 Jahre her), der sehr gut in der Schule lernte, Freunde suchte und fand und sehr gerne seinen Abschluss hier gemacht hätte. Eine seiner Lehrerinnen fand heraus, daß die Familie ‚illegal‘ hier lebte und hat ohne Not bei der Ausländerbehörde Meldung erstattet, worauf die Familie zwangsausgewiesen wurde. Diese Lehrerin war/ist SPD- und Gewerkschafts-, auch Betriebsratsmitglied, wo man aufgrund der vermuteten politischen Sozialisation eher nicht an Rassismus als Motiv denken würde.
    Fördert die von Ihnen umrissene Staatsraison nicht solche Charaktere?

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    Zu Pirincci: Ich habe mal gelesen, Emanzipation sei nicht, wenn kompetente Frauen die guten Jobs der kompetenten Männer bekommen, sondern wenn inkompetente Frauen die guten Jobs der inkompetenten Männer besetzen. Leuchtet mir ein. Integration wäre analog also nicht, dass Reaktionäre Migranten akzeptieren, sondern das Migranten selbst Reaktionäre sein können. Und deswegen ist Pirincci ein Meilenstein. Wer Pirincci als Reaktionären verortet, hat Integration verinnerlicht. Und deswegen sind viele Pegida-Leute eben nicht Nazis, sondern Reaktionäre, was politisch vollkommen in Ordnung geht, denn es ist kein Charakterfehler, das Vergehende dem Kommenden vorzuziehen.

    Deswegen ist es auch vollkommen in Ordnung, keine Flüchtlinge im Dorf haben zu wollen. Es ist doch nicht pathologisch, mit seinem Leben und seiner Umgebung zufrieden zu sein und Leuten, die dies ändern könnten, erstmal mit Misstrauen zu begegnen. Auf die Erfahrung, sich an etwas gewöhnen zu müssen, darf man mit gutem Recht verzichten wollen. Dämlich wird erst dann, wenn man sich auf moralische Argumentationen zurückzieht, man würde ausgenutzt und ausgebeutet. Der Impuls, anderen helfen zu wollen, ist kein moralischer Imperativ – es ist in Ordnung, wenn einem andere egal sind. Ignoranz gegenüber anderen ist etwas anderes, als in andere etwas zu projizieren, was einem die eigene Ignoranz erträglicher macht. Flüchtlingen nicht helfen zu wollen geht in Ordnung, sie zu schmähen, um sich mit seiner Einstellung besser zu fühlen, ist schäbig. Diese Schäbigkeit ist das, was mich an Pirincci stört, nicht das Reaktionäre an ihm.

    Was Pegida angeht, werde ich mit denen nicht warm, weil sie gegen den Grundsatz verstoßen, dass man sich wünschen kann, was man will, aber nicht wollen kann, was man sich wünscht. Das Niveau entspricht etwa der Flughöhe der geschmähten Linken-Grüppchen der 80er: wenn alle alles haben, braucht niemand klauen, also schaffen wir die Polizei ab oder halt heute, wenn wir Migration verhindern, bleibt alles, wie es ist. Stuss.

    Trotzdem: Tröglitz mit Pegida zu verbinden ist insoweit unredlich, weil zwischen reaktionärer Einstellung und einem Haus anzünden ein mindestens so großer Graben liegt, wie zwischen einem Muslim und einem IS-Spinner. Natürlich geht das eine nicht ohne das andere, aber die Jungs, die Kanacken klatschen, haben andere Beweggründe, als eine Dorfinitiative, die keine Flüchtlinge will. Diese gleichzusetzen und beide als Ziele eines Aufstandes der Anständigen zu definieren, ist eine mindestens so falsche Definition, wie Islam und Islamismus gleichzusetzen.

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    @ Don Geraldo: Ich gehe sogar noch weiter und fordere nicht nur eine Aufnahme derjenigen, die es „bis hierher schaffen“, sondern ich bin auch der Auffassung, dass wir – als wohlhabende Staaten – dafür sorgen müssen, DASS diese Menschen es hierher schaffen, ohne sich Schlepper*innen anvertrauen zu müssen und im Meer zu ertrinken (http://www.welt.de/videos/arti.....lmeer.html).
    Durch die Umsetzung eines ‚Bleiberechts für alle‘ innerhalb der EU würden sich die Wohlstandsniveaus auf internationaler Ebene tatsächlich angleichen, was natürlich mehr Armut in der EU bedeuten würde. Doch ist die Dominaz der europäischen (und darin v. a. der deutschen) Wirtschaft erst einmal gebrochen und könnten die Mitgliedsstaaten der EU ihr Budget nicht mehr dafür verwenden, ärmere Länder aus dem Wettbewerb zu drängen, so hätten letztere auch eine bessere Chance auf eine eigenständige wirtschaftliche Entwicklung.
    Dass Sie meine Haltung als „SELBSTmöderisch“ bezeichnen, finde ich kennzeichnend für den Nationalismus und Rassismus, der allzu oft hinter der hiesigen Politik steckt. Ich begreife mich nicht als Teil einer deutschen Nation oder ‚Rasse‘ (im Sinne einer Abstammungsgemeinschaft); ich imaginiere mich also nicht als Teil eines Kollektivs, dass ich als mein SELBST begreife; ich verstehe mich lediglich als ‚Mensch‘ und als solcher ist es mir vollkommen egal, ob leidende und sterbende Menschen deutscher (d. h. meiner) oder anderer Staatsengehörigkeit sind. Wie kommen Sie darauf, dass die Menschen, die wir massenweise im Mittelmeer ertrinken lassen, nicht das gleiche Recht auf ein erträgliches Leben hätten wie Sie und ich? Der einzige ‚Fehler‘, den etwa die zahlreichen ertrunkenen Säuglinge gemacht haben, besteht darin, im falschen Staat geboren zu sein.

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    Lieber Klaus J. Nick,

    Die sehr kontroverse Debatte wird doch geführt! Gerade hier, auf diesem Blog, auf recht hohem Niveau. Die von einem linken Mainstream erlassenen Denk- und Redeverbote sind doch in Wahrheit nur ein Popanz, auf den Leute wie Pirincci eindreschen, um ihren „Thesen“ mehr mediale Wucht zu verleihen und eine Debatte darüber von vornherein abzuschneiden: Jeder, der Pirincci kritisiert, wird so zur Bedrohung der Meinungsfreiheit. Das ist aberwitzig!
    Danke für Ihren Hinweis auf’s aktuelle Zeitmagazin. Aber was Leute, die mir nichts bedeuten, privat machen, tangiert mich peripher.

    Mit freundlichem Gruß

    Stefan Trute

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    @ LF
    Bedenken sie mal die Konsequenzen Ihres Satzes:
    „Wer immer in die EU kommt, kann dort bleiben und wer länger bleibt, kann die Staatsbürgerschaft erwerben.“

    Auf der Erde leben mindestens 4 Milliarden Menschen, denen es schlechter geht als den meisten Einwohnern der EU. Bei jedem einzelnen davon wäre es verständlich, wenn er lieber in der EU leben würde als dort wo sie jetzt sind. Nach Ihrer Logik müßten wir die alle aufnehmen und mit der Staatsbürgerschaft belohnen wenn sie´s nur bis hierher schaffen. Um Sie noch mal zu zitieren:
    „dann muss ich das als legitime Haltung in einer Demokratie akzeptieren. Gut finden muss ich das nicht.“ Ich finde allerdings Ihre Haltung nicht nur nicht gut, sondern halte sie für selbstmörderischen Schwachsinn.

    @ Klaus J. Nick
    Wenn ich die diversen Schlupflöcher unseres komischen Steuersystems nutze bin ich ein Profiteur eines verbesserungswürdigen Systems.
    Wenn ich bei der Steuererklärung Einnahmen einfach nicht angebe, obwohl ich weiß daß ich das müßte bin ich ein Steuerbetrüger.
    Genauso verhält es sich bei den Asylanträgen:
    Anträge aus Diktaturen sind zu prüfen, wobei auch in Diktaturen nicht jeder verfolgt wird.
    Anträge aus demokratischen Staaten sind von vornherein abzulehnen, da sie meines Erachtens in betrügerischer Absicht gestellt wurden. Wer so etwas tut ist für mich ein Betrüger.

    Noch etwas zu den Einzelfallprüfungen:
    Bei Edward Snowden hat die Bundesregierung noch vor einer möglichen Antragstellung erklärt, daß der Mann in Deutschland keine Asyl erhalten würde.
    Wenn das bei einem US-Amerikaner möglich ist, warum nicht auch bei Europäern ?

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    @LF
    „Aber gut, wenn Sie, wie die meisten anderen hier, es mit Ihrem Gewissen vereinbaren können, Menschen zurück in den Hungertod zu schicken..“
    Richtig, genau das passiert – mit und ohne ‚Einzelfallprüfung‘. Wieso aber gerade die politischen Fraktionen, die genau das zurecht beklagen, gegen den Einsatz von Streitkräften gegen Despoten sind, die genau diesen Hungertod verursachen oder zumindest billigend in Kauf nehmen, erschließt sich mir nicht. Und wieso es die gesamte Förderungsmittel-EU nicht auf die Reihe kriegt, etwas für den Handel mit afrikanischen Ländern zu tun, noch weniger. Apropos EU: Sie haben mal den Link in meinem post vom 13.4. gelesen? Die EU garantiert ja noch nicht mal funktionierende Rechtsstaatlichkeit im eigenen Gebiet.
    Und übrigens nein, lieber LF, das Boot ist noch lange nicht voll: Aber wenn auch Großfirmen ständig sowas, wie ‚Diversity‘ in ihre PR-Kampagnen schreiben, so ist doch genau die in D am wenigsten in der hiesigen Arbeitskultur gegeben. Genau das ermöglicht unsere auf Hochanpassung, Optimierung und mit ungeschriebenen Regeln überfrachtete Arbeitskultur nämlich am wenigsten, was auch so in etwa erklärt, wieso es Jordanien schafft, so viele Flüchtlinge aufzunehmen und es Deutschland noch nicht mal schafft, seine biodeutschen ADS-Kinder zu integrieren.
    Ja, das sind mal wieder mehrere Punkte und die haben natürlich alle wieder nichts miteinander zu tun, damit man sich vom Laptop aus in eine Richtung empören kann (Ironiemodus aus).

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    @Stefan Trute
    Warum ich Akif verteidige?
    Unter vielem anderem weil ich das Gefühl habe, daß sich unter den – ich nenne sie mal linksintellektuellen Humanisten – eine bräsige Arroganz breit macht, die meint, es würde reichen, eine bestimmte Einstellung zu haben, um reale Probleme, Konflikte, zu lösen um sie dann zu deligieren. Es reicht aber eben nicht, ‚das Humanitäre‘ an den Staat zu deligieren, sondern es muss schon eine Debatte darüber stattfinden, was die von uns finanzierten Institutionen denn nun leisten können oder sollen. Davor können wir uns nicht drücken. Meine Meinung dazu (Kriegsflüchtlinge) habe ich gesagt aber ich weiß nicht, was gerade Deutschland dazu prädestiniert, darüber befinden zu können, wer nun politisch verfolgt ist und wer nicht (andere Länder maßen sich das keineswegs an). Und wenn die, die das hinterfragen, sofort als ‚rechts-herzlos-Nazi‘ tituliert werden, erzeugt man geradezu zwangsläufig PEGIDA-Demos. (Lesen Sie mal das aktuelle Zeit-Magazin, wenn Sie’s zu Hand haben – leider nicht online – da macht man sich gerade in bester BILD-Manier – nein schlimmer – über Privates der PEGIDA-Prolos lustig. Da fühlt der gebildete Bessermensch sich doch gleich wieder gut.)
    Lieber Stefan Trute, es ehrt mich, wenn Sie viele meiner Standpunkte nachvollziehen konnten, aber ich meine, es ist wichtiger, die Möglichkeit der sehr kontroversen Debatte zu verteidigen, als einer Meinung zu sein. Um z.B. folgende Frage zu stellen:

    @Don Geraldo
    „Betrüger“ sind für mich Leute, die in voller Absicht einen im Voraus klar vereinbarten Vertrag nicht einhalten – die Leute, die Sie meinen sind schlimmstensfalls Profiteure eines verbesserungswürdigen Systems. Und das sind wir alle bisweilen. Warum bestehen Sie so auf den Begriff ‚Betrüger‘?

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    Lieber Don Generaldo,
    Sie argumentieren zwar halbwegs schlüssig auf Basis des geltenden Rechts, doch das war ja gar nicht mein Punkt: Mein Punkt war doch, dass ich das geltende Recht (sowohl der EU als auch der BRD) in diesem Bereich vollständig ablehne (gerade auch die Einzelfallprüfung!). Wie gesagt, nehme ich selbst ja gar keine Kategorisierung von ‚echten‘ und ‚unechten‘ Flüchtlingen nach unterschiedlichen Fluchtgründen vor. Nach meiner Überzeugung sollte gelten: Wer immer in die EU kommt, kann dort bleiben und wer länger bleibt, kann die Staatsbürgerschaft erwerben. Wenn Sie sich die Zahlen zur weltweiten Fluchtmigration ansehen, wird klar, dass die „Das-Boot-ist-voll“-Rhetorik ein Jammern auf hohem Niveau ist: Bei momentan insgesamt 51,2 Millionen Geflüchteten weltweit (von denen nur 16,7 Millionen nach völkerrechtlicher Definition als „Flüchtlinge“ gelten, http://www.uno-fluechtlingshil.....akten.html) kann nicht die Rede davon sein, dass die EU selbige nicht aufnehmen könnte. Das sind insgesamt gerade einmal 10,1 Prozent der EU-Bevölkerung (selbige umfasst 506.824.509 Menschen http://ec.europa.eu/eurostat/t.....8;plugin=1). Zum Vergleich: Im nicht gerade reichen Libanon kommen momentan auf vier Millionen Einwohner mehr als eine Million Geflüchtete, d. h. mehr als 20 Prozent). Aber gut, wenn Sie, wie die meisten anderen hier, es mit Ihrem Gewissen vereinbaren können, Menschen zurück in den Hungertod zu schicken, weil sie nicht das ‚Privileg‘ haben, politisch verfolgt zu sein, dann muss ich das als legitime Haltung in einer Demokratie akzeptieren. Gut finden muss ich das nicht.

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    @ KJN

    Sie fordern weniger reflexhafte, politisch korrekte Empörung angesichts der Äußerungen von Akif Pirincci. Dafür mehr (polemisches) Hinterfragen, um der Wahrheit näher zu kommen.

    Ich empöre mich nicht „politisch korrekt“,sondern ich empöre mich. Ich weiß nicht, wie man sich politisch korrekt empört.

    Polemik hin oder her – finden Sie eine Sprache, wie sie Pirincci benutzt (ich erspare mir irgendwelche Zitate) dem Thema – das Schicksal von Menschen, die Hilfe brauchen, oft genug ums Überleben kämpfen – gerecht wird? Ich meine nein.
    Ist hier die Grenze zwischen Polemik und Hetze nicht schon klar überschritten? Ich meine ja.
    Gibt es einen Unterschied zwischen dem demagogischen Slogan der CSU („Wer betrügt, fliegt! „) und Pirinccis „Güterzügen von Asylbetrügern“? Ich meine ja. Die CSU spielt mit Ressentiments. Pirinccis Ausspruch ist ein Ressentiment.
    Ist Pirincci beleidigend? Na klar, das ist er.
    Sind solche Beiträge in der Debatte hilfreich? Nur für die, die eh schon alles ganz genau wissen und die man eh nicht widerkegen kann.
    Dass Sie ihn verteidigen, überrascht mich, insbesondere auch deshalb, weil ich sonst mit vielem, was Sie hier schreiben, übereinstimme. Überlassen Sie das doch dem BH. Der kann das bestimmt viel besser…

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    Lieber LF,

    weder in meinem Beitrag noch in APO´s Antwort finden Sie irgendetwas vom Südsudan.

    Ich habe die Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak als Beispiel für wirklich Verfolgte genommen, so wie die Flüchtlinge aus Kosovo, Serbien, Albanien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina nicht wirklich verfolgt werden, sondern aus anderen Gründen in unser Land kommen.

    Im Jahr 2014 gab es 44 Erstanträge aus dem Südsudan, das ist einer mehr als aus Polen (18 Asylanträge)und Bulgarien (25 Asylanträge) zusammen.
    Im Vergleich zu den 6.908 Erstanträgen aus dem Kosovo ist das vernachlässigbar, aber ich frage mich warum man sich überhaupt mit Asylanträgen aus EU-Staaten befassen muß, Stichwort Einzelfallprüfung.
    Genauso frage ich mich, was so plötzlich die Zahl der Anträge aus dem Kosovo von einem schon hohen Niveau aus anschwellen läßt:
    Im ersten Quartal 2015 gab es von dort sagenhafte 21.105 Asylanträge.

    Auch wenn wieder meine Wortwahl kritisiert werden wird, für mich sind das im wahrsten Sinne des Wortes „Asylbetrüger“.
    Diese Leute prägen das Bild, das sich viele Bürger von Flüchtlingen machen, und folgerichtig sinkt die Akzeptanz von Flüchtlingen allgemein.

    Die Lösung wäre relativ einfach, wird aber bestimmt nie umgesetzt von unseren Politikern:
    Keine „Einzelfallprüfung“ mehr bei offensichtlich unbegründeten Asylanträgen, rigorose und schnelle Abschiebung solcher Antragsteller.
    Für wirkliche Flüchtlinge würden die derzeitigen Aufnahmekapazitäten locker ausreichen, wir würden viel Geld und Verwaltungskapazität sparen und Asylbewerber würden nicht mehr im Verdacht stehen, Asylbetrüger zu sein.

  24. avatar

    Sorry für den doppelten Post! Ich dachte, der andere wäre weg (ich bin zwar Musiker, aber kein Tastatur-Virtuose ;-)). Sie können ja mindestens einen davon weglassen (ist sowieso schon wieder viel zu lang geworden :-S).

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    Lieber Alan Posener und Don Generaldo,

    Schön, dass Sie sich dabei so einig sind! Dann können Sie mir doch bestimmt erklären, worin der Unterschied zwischen den Notlagen von (erstens) den Menschen liegt, die in syrischen Städten von Nahrungsmitteln und von einer funktionierenden Krankenversorgung abgeschnitten sind, weil sie von Rebellen oder Regierungstruppen eingekesselt werden, und (zweitens) den Menschen, die im Südsudan durch den dort vorherrschenden Bürgerkrieg ihre Felder nicht bestellen können und von Hunger und Tod bedroht sind (http://www.dw.de/hungersnot-be.....a-17820424)!?
    Ich selbst sehe den Unterschied leider nicht und wundere mich, warum in unserem humanitär angeblich so verantwortungsvoll handelnden Land (in dem „niemand[ ] [sic!]“ zu finden ist, der „geschundenen Menschen etwas Böses will und ihnen Hilfe versagen würde“, Zitat Don Generaldo) nicht nur Menschen in den Südsudan abgeschoben werden, sondern selbige (wie in diesem Fall: http://www.berliner-zeitung.de.....46446.html) bei der Gelegenheit auch gleich noch umgebracht werden, ohne dass geneigte deutsche Beobachter*innen, wie Sie beiden, sich dadurch veranlasst fühlen könnten, ihr Bild von der ach so barmherzigen deutschen Asylpolitik auch nur ansatzweise zu revidieren!?
    Ihnen scheint u. a. Folgendes nicht bewusst zu sein: In der BRD basiert das Asylrecht auf einer Einzelfallprüfung, in der untersucht wird, ob eine konkrete [sic!] politische [sic!] Verfolgung der jeweiligen Person vorliegt. Ist dies nicht der Fall, so wartet schon das Flugzeug zurück (mit etwas Pech sind die Betreffenden dann auch noch über Libyen gekommen und erhalten dort – mit freundlicher Unterstützung der EU – das zweifelhafte Privileg, mit Knüppeln in Lastwagen getrieben zu werden: http://www.welt.de/politik/aus.....idrig.html). Es ist also mitnichten so, wie selbst Hardliner*innen aus der AfD dies behaupten, dass es zur Anerkennung eines Flüchtlingsstatus‘ stets genügen würde, aus einem Bürgerkriegsland zu kommen (es sei denn, man* und frau* kommt aus einem Land, für das die Politik ausnahmsweise einen zeitweiligen Abschiebestopp verhängt hat, wie momentan im Falle von Syrien und dem Irak).
    Das Perverse ist also, dass die gegenwärtige Abschiebepraxis der BRD selbst die härtesten Forderungen aus AfD, CSU und Co. übertrifft, dass Beobachter*innen wie Sie aber dennoch davon ausgehen, es wäre hierzulande selbstverständlich, dass „geschundenen“ Menschen aus Bürgerkriegsgebieten geholfen würde. Ich frage mich, woher dieses Urvertrauen in die Barmherzigkeit des deutschen Staates kommt und habe selbiges leider nicht, da ich in meinem Umkreis immer wieder mit den Schicksalen von Geflüchteten konfrontiert werde. Letztendlich finde ich die Trennung zwischen stets illegitimen Armuts-, manchmal legitimen Kriegs- und immer legitimen politischen Flüchtlingen gänzlich bescheuert, da dadurch nichts, aber auch gar nichts, über die tatsächliche Not der Menschen ausgesagt ist.
    Wie dem auch sei: Wenn ich einmal in die Lage komme, einem nach Deutschland geflüchteten Menschen erklären zu müssen, dass er gar nicht wirklich in Not sei und darum auch keiner Hilfe des deutschen Staates bedürfe, da ihm ja nur der Hungertod in einem Land drohe, in dem es weder Kriege, noch politische Verfolgung gebe, ziehe ich Sie gerne zurate. Mir selbst fehlt es da – wie Sie sehen – an Eloquenz.

    Ich hoffe, Sie sehen mir meine scharfe Wortwahl nach: Meine Wut richtet sich nicht gegen Sie persönlich, sondern gegen die deutsche und europäische Politik, die in dieser Frage von Jahr zu Jahr (noch!) immer mieser und widerwärtiger wird (was in zunehmendem Maße ein wahres Kunststück ist)! So langsam kann mich jedenfalls kaum noch ‚was schocken. Umso mehr wundert es mich, wie das Ganze selbst an Ihnen, Herr Posener, der Sie in diesem Bereich doch eigentlich nicht den üblichen konservativen Reflexen anheimfallen, so vorbei gehen kann.

  26. avatar

    ..Ich sehe übrigens einen Unterschied darin, ob ein Autor, der für seine Polemik bekannt ist, von ‚Asylbetrügern‘ spricht, oder eine staatstragende CSU (‚Wer betrügt fliegt ‚raus).

  27. avatar

    Ich habe Akif ’83 oder ’84, vor seinem Erfolg, in einem Studentenwohnheim kennengelernt: Er war damals alles andere als ein ‚Hassprediger‘ und hatte vor allem im Kopf, Romane zu schreiben und hat genau das mit den ‚Felidae‘-Krimis mit Fleiß und Durchhaltevermögen auch mehr als geschafft. Das was ich hin und wieder von ihm lese ist Polemik, die man nicht mögen muss, die aber als solche erkennbar ist. Im Gegensatz zu so vielem, was allzu wissenschaftlich-seriös daherkommt, aber völliger Stuss ist.
    Es scheint doch wohl so zu sein, daß sich D mit seinem Asylrecht überfordert und wir sollten doch nicht durcheinanderbringen, wo humanitäre Hilfe gegenüber Kriegsflüchtlinngen Pflicht ist (Bsp. Syrien) und wo eher Staatsversagen (
    Bsp. Rumänien ausgebügelt und damit innereuropäisch noch Vorschub geleistet wird.
    Wer sich über Akif aufregt, sollte sich mal fragen, wie man wohl der Wahrheit eher näher kommt: Durch reflexhafte politisch korrekte Empörung oder nicht doch durch (polemisches) Hinterfragen..

  28. avatar

    @Alan Posener ./. D.G., 13.April 2015 um 15:41

    … jau, dafür bekommen Sie eine 1*. Ist Ihnen aber bewusst, dass Sie nun mit dieser Meinung, dieser Logik, in die Nähe von PEGIDA gerückt werden können?

  29. avatar

    @DBH

    Dreck ist Dreck. Auch wenn Sie geruhen, Pirinccis in bester „Stürmer“-Manier vorgetragene „Argumentation“ hier zu zitieren und zu verlinken.

    „Güterzüge voller Asylbetrüger“, “Mösen-Material“, Özoguz als „Fremdkörper“ in diesem Land usw. usf.

    Spricht dieser „Schriftsteller“ – Pamphletist wäre wohl die bessere Zuschreibung – damit etwa „zur Sache“? Dass Sie ein solches Elaborat – auch wenn es „nur“ bei Facebook erscheint, wo jeder, aber auch wirklich JEDER eine Plattform für was auch immer findet – offenbar als substantiellen Diskussionsbeitrag anerkennen, zeigt – wieder mal – wes Geistes Kind Sie sind.

    @ Roland Ziegler

    Ja, der glaubt das wirklich…

  30. avatar

    Lieber Alan Posener,

    @ Alle und off topic: Diese Intitiative ist ganz interessant, oder?
    http://www.spectrm.de/

    aus Ihrer Heimatstadt

    Frage: Gibt es ein Bezahlmodell?

    Und wer finanziert die Plattform?

    Denn:

    TAANSTAAFL 🙂

    Hier etwas zum Gründer:

    http://www.welt.de/vermischtes.....Babys.html

    P.S. Im Alter von 22/23 Banken beraten, wie sie 2% mehr Umsatz machen??

    Gehörte er auch zu den Ponzi boys oder fühlte er sich als Jung Maddof 🙂

    Hier ein paar interessante (Bürger-) Zeitungen:

    http://buergerzeitung.tumblr.com/

    Und auch die Berliner Gazette:

    >Jenseits der üblichen Grenzen…

    Bei uns stehen Themen im Vordergrund, nicht Nachrichten. Über die Navigation in der linken Sidebar finden Sie eine interdisziplinäre Palette von Fragestellungen. Sei es die Zukunft der Zeitung oder die Zukunft der Zusammenarbeit, sei es Digital Natives oder Fukushima. Stets finden die Folgen der digitalen Revolution besondere Berücksichtigung.

    Dabei rücken wir ins Blickfeld, was langfristig relevant ist und machen das Wissen der Netz-Eliten der digitalen Mehrheitsbevölkerung zugänglich. All das bündeln wir im Feuilleton. Hier arbeiten wir mit Menschen zusammen, die ihre Stimme erheben, mit profilierten WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen, mit LeserInnen jeder Altersgruppe. Unser derzeit siebzehnköpfiges Team betreut bis zu 800 AutorInnen aus fünf Sprachkreisen. <

    http://berlinergazette.de/ueber-uns/

    Auf den ersten Blick eine sehr professionelle Zeitung (oder täusche ich mich?)

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    … zur Asylpolitik der ‚BRD‘ habe ich den Vorschlag, die zur Verantwortung zu ziehen, die für die millionenfachen Vertreibungen, Kriegsflüchtlinge und Wirtschaftsflüchtlinge, direkte Verantwortung tragen.

    Zum Beispiel, unter anderem, diese Figur: Claudia Roth, Parteivorsitzende der Grünen, am 23. Februar 2011

    ‚Das jahrelange Hofieren Gaddafis und eine Verharmlosung, die in ihm bloß einen skurrilen Potentaten sehen wollte, waren vollkommen unangemessen. (…) Am Fall Libyen zeigt sich schlaglichtartig das Totalversagen einer Politik, die ohne Rücksicht auf demokratische und menschenrechtliche Standards enge politische und wirtschaftliche Interessen durchdrücken will. Kritik an den eigenen Versäumnissen und eine tatsächlich an Menschenrechten und Demokratie orientierte Neuausrichtung der Politik gegenüber Libyen und den Staaten der Region sind mehr als überfällig.‘

    … eine widerwärtige Kriegstreiberin ‚par excellence‘. Oder?

  32. avatar

    Lieber blonder Hans,

    off topic:

    Was kostet derzeit das Kilo Dorsch am Warnemünder Hafen?

    Herzlichen Dank im voraus.

  33. avatar

    EINE BITTE AN ALLE: Wir wahren das Niveau der Diskussion. Das bedeutet, lieber Blonder Hans Faust, dass Sie bitte nicht Pirincci und Co. verlinken, und dass die anderen Diskutanten sich nicht provozieren lassen. Ich sperre Hans nicht, aus prinzipiellen Erwägungen, aber wenn er es schafft, dass sich alles um seine nicht sehr maßgeblichen Beiträge dreht, und nicht um die Sache, werde ich das tun.

  34. avatar

    S.T. ‚@ DBH “Güterzugweise” werden also nach Akif Pirincci die “Asylanten” von Italien nach Deutschland gebracht…. Am besten gleich weiter “evakuieren” – nach Osten, nicht wahr, blonder Hans?
    Dass Sie sich nicht entblöden, so einen Dreck hier zu verlinken! Einfach unfassbar!

    … S.T., kommen Sie wieder runter. Fassen Sie sich.

    Ihre Projektionen ‚Am besten gleich weiter “evakuieren” – nach Osten, nicht wahr, …‘ sind deutlich ‚blöder‘ als Pirinccis Wortwahl.

    Im Übrigen, das was Özoguz zu Facebook und über die Islamisierung Deutschlands von sich gibt, ist noch ‚blöder‘. Sei denn, Sie meinen, das Natanjahu, der von einer ‚Welle der Islamisierung Europas‘ spricht, sich, nach Ihrer Auffassung, auch ‚entblödet‘. Was denn nun?

    Nur noch ‚Blödmänner‘? … außer Stefan Trute? Haben Sie auch was zur Sache?

  35. avatar

    P.S. Um genau zu zitieren: Nicht „Asylanten“, „Asylbetrüger“ nennt Pirincci die Leute, die aus Afrika nach Europa kommen. Tröglitz ist überall! Die Zivilgesellschaft hoffentlich auch!!

  36. avatar

    @ DBH

    „Güterzugweise“ werden also nach Akif Pirincci die „Asylanten“ von Italien nach Deutschland gebracht…. Am besten gleich weiter „evakuieren“ – nach Osten, nicht wahr, blonder Hans?

    Dass Sie sich nicht entblöden, so einen Dreck hier zu verlinken! Einfach unfassbar!

  37. avatar

    „Die Stimmung habe sich aber gedreht, als klar wurde, dass allein schon der Ausbau der Kaserne an die 100 Jobs im Ort sichern könnte.“

    It’s always the economy, stupid.

  38. avatar

    Lieber Alan Posener,

    ich bewundere immer wieder Ihre Bibelfestigkeit. Allerdings halte ich es nicht für eine „Unterdrückung der Fremden“, wenn man die Früchte seiner eigenen Arbeit nicht mit jedem teilen will.
    Zumal ein Großteil der Asylbewerber und Flüchtlinge aus sicheren europäischen Statten den Weg hierher findet. Im Januar und Februar kamen 11.553 Menschen aus dem Irak und Syrien nach Deutschland, ich persönlich kenne niemanden der diesen geschundenen Menschen etwas Böses will und ihnen Hilfe versagen würde.
    Ich persönlich habe aber etwas dagegen, daß mir hohe Steuern abgepreßt werden um 19.135 Leuten aus dem Kosovo, Serbien, Albanien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina ein gutes Leben zu ermöglichen. Diese Länder sind übrigens fast alles Kandidaten für den EU-Beitritt, ich wußte nicht daß die EU mittlerweile Länder mit politischer Verfolgung aufnimmt.

    Dazu fällt mir auch der passende Bibel-Vers ein, Psalm 37.29:

    „Bleibe im Lande und nähre dich redlich.“

    http://de.statista.com/statist.....bewerbern/

    1. avatar

      Lieber Don Geraldo, ausnahmsweise bin ich mit Ihnen in der Sache, wenn nicht in der Wortwahl einverstanden. Ich habe auch über die Statistik gestaunt, der zufolge gut die Hälfte aller Asylbewerber vermutlich gar keine Chance hat, hier Asyl zu bekommen, aus den genannten Gründen. Wenn Sie die ressentimentgeladenen Begriffe „abgepresst“ und „ein gutes Leben“ vermieden hätten, ich wäre vollständig einverstanden; mich stört weniger, dass ich diese Leute mit meinen Steuergeldern unterstütze; mich stört eher, dass sie die ohnehin knappen Mittel verbrauchen, die rechtens für Flüchtlinge aus Syrien usw. einzusetzen wären.

  39. avatar

    Ich frage mich, ob Herr Pirincci nicht den Quark, den er sich möglicherweise jahrzehntelang selber hat anhören müssen, mit der Absicht verquirlt und aufbläst, die Leute aus ihrer Deckung zu locken und vorzuführen. Es ist jedenfalls schwer zu glauben, dass er es selber für richtig hält, was er da sagt.

  40. avatar

    … gäääähn, APo, zum 387.n Mal: Hass setzt, unter anderem, verschmähte Liebe voraus. Ich bitte Sie, wer liebt die ‚Asylpolitik‘ der ‚BRD‘?

    … was Pirincci betrifft, folge ich ihm nicht, bin aber oft seiner Meinung. Und ihn als ‚Hassprediger‘ zu betiteln, werter APo, hat schon was. Seltsamerweise, kenn ich kaum jemand anderen, neben den sozialistischen Mainstream, der das Wort ‚Hass‘ so oft benutzt wie Sie.

    Er mag Sie verstören: Hass ist mir fremd.

    Vielleicht sollten Sie Pirinccis Darstellungen/Behauptungen widerlegen, dann wären Sie glaubwürdiger.

  41. avatar

    Akif Pirinçci ./. Özoguz

    „Die Welt: Frau Özoguz, eine Woche ist seit dem Brandanschlag auf die Asylbewerberunterkunft in Tröglitz vergangen. War das ein Einzelfall, oder ist Tröglitz überall?
    Aydan Özoguz: Natürlich war das kein Einzelfall, wenn man betrachtet, daß es in vielen anderen Bundesländern schon derartige Anschläge gegeben hat …“

    ‚In der Tat brennt da und dort mal Asylantenheim. Was die Frau jedoch verschweigt, ist die Tatsache, daß die meisten Heime von den „Flüchtlingen“ und Asylanten, die mehrheitlich junge Männer und Moslems sind, selber angezündet werden, weil in ländlichen Gebieten, wo sie untergebracht sind, wenig Mösen-Material gibt und sie zur Erlangung desselben lieber in die Städte wollen.‘

    1. avatar

      Ich denke, lieber Hans Faust, dass sich Pirincci durch diese Stellungnahme ausreichend selbst disqualifiziert. Und dass Sie diesem Hassprediger offensichtlich auf FB folgen, spricht nicht für Sie und Ihr angeblich vom Christentum motiviertes Wirken. Sie hassen das Fremde, entgegen dem ausdrücklichen Gebot der Bibel: „Unterdrückt nicht die Fremden, die in eurem Land leben, sondern behandelt sie genau wie euresgleichen.“ 3. Buch Mose 19,33 Aber vielleicht meinen Sie als Christ, das „Alte“ Testament gelte nicht für Sie.

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    … niemand weiß, wer das ‚Flüchtlingsheim‘ in Tröglitz angezündet hat, wer verantwortlich ist. Übereinstimmend stimmen (sämtliche) Medien aber darin überein, dass die ‚Demokratie‘ zunehmend durch ‚rassistischen, fremdenfeindlichen, politischen und religiösen Extremismus‘ bedroht ist.

    Tröglitz kennt man nun in den USA, in Brüssel, in überall. Vor allem aber Asylsuchende.

    Ein komisches Signal, das die ‚BRD‘ in die Welt posaunt. Der ‚NSU‘ lässt grüßen. Mission accomplished.

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