avatar

Geld kriegt keine Kinder – Für eine neue Familienpolitik

Nein, das Problem könne er persönlich auch nicht lösen, antwortete der frühere Kanzler Schröder lachend auf die Frage, wie wir wieder zu mehr Kinder kommen können. Schallendes Lachen im Publikum.

Wenn es so einfach wäre: Der Kanzler als Kindermacher! Dabei ist die Erwartungshaltung der Deutschen gegenüber dem Staat in dieser Frage besonders hoch. Mehr als 140 familienbezogene Maßnahmen kosten uns allen die stolze Summe von fast 200 Milliarden Euro und das jährlich. Dafür dürfte mann und frau hierzulande doch eigentlich mehr Kinder erwarten als kümmerliche 1,4 pro gebärfähiger Frau. Geld kriegt eben keine Kinder.

Länder mit einer höheren Geburtenrate investieren das Geld in Kindergärten, Betreuung und Ganztagsschulen, die beiden Eltern eine gleichberechtigte Teilhabe an Beruf und Familie ermöglicht. Diese Länder verfolgen mit ihrer Familienpolitik das Ziel einer egalitären und geschlechtergerechten Gesellschaft. Dass diese zu mehr Kindern führt, ist nicht das Hauptziel, sondern „unbeabsichtigte Nebenfolge“.

Wir dagegen geben viel Geld für wenige Kinder aus und erreichen damit keines der Ziele. Weder werden mehr Kinder geboren noch arbeiten Mütter in Deutschland mehr als in anderen Ländern. Wir hinken bei der Geburten- und der weiblichen Erwerbstätigenrate hinterher.

Daher ein radikaler Vorschlag: Stoppen wir die Milliardensummen an Kindergeld und Kinderfreibeträgen und stecken das Geld da, wo es wirklich bei den Kindern ankommt: Bildung und Betreuung. Und fördern wir stärker als bisher das „Bildungssparen“. Jedes Kind bekommt bei Geburt eine Summe xy vom Staat – also uns allen – auf ein Konto ausgezahlt, das verzinst und treuhänderisch verwaltet wird und später für Bildung, beispielsweise für ein Studium oder eine Weiterbildung, verwendet wird.

Und zwar nur für Bildung. Geld kriegt keine Kinder. Die Kinder kriegen das Geld. Wir alle hätten mehr davon.

Shares

17 Gedanken zu “Geld kriegt keine Kinder – Für eine neue Familienpolitik;”

  1. avatar

    Da ich schlauer bin als Politiker sage ich euch mal was dazu. Da ihr mit einem Stock im Heuhaufen nach der Stecknadel sucht.

    1. Kulturschock! die Menschen aus Deutschland schämen sich immer noch für ihre Geschichte. Das wird uns schon in der Schule beigebracht, das wir uns nur schämen sollen und schlechte Menschen sind. Und viele Ausländer beschimpfen Deutsche als Nazis obwohl sie keine sind. Und ja das ist so!.
    Auch wenn ihr es nicht hören wollt! 50% der Ausländer hier scheißen auf dieses Land, daraus entsteht das 50% der Deutschen auf dieses Land scheißen.
    2. Der Kapitalismus ist Misantrophisch. Ja genau in so einem menschenverachtenden System möchte ich auch eine liebevolle Familie gründen.
    3. Der Verfall der Werte in der Gesellschaft deutschlands, Assozial = Cool, das wird uns auch in der Schule beigebracht.
    4. Für die Politik ist das Geld/die Finanzen/die Wirtschaft/der Kapitalimsmus viel viel viel viel mehr Wert als jede Familien oder Kulturpolitk!
    5. Die Medien beeiflussen die Menschen hier negativ, weil vieles Negativ ist! die Nachrichten sind nicht mehr zu ertragen, ist doch eh *alles Scheiße*.

    Fazit:
    nach meiner Meinung ist Deutschland mit den heutigen Parteien (CDU,SPD,Grüne,Linke,Piraten….) nicht mehr zu retten.
    Hachja, das Pessimismus, darin sind Deutsche auch gut.
    Danke das ihr mich so gut erzogen habt.
    Danke für den Kulturschock und das ich mich heute noch schämen muss!
    Danke das euer Geld mehr Wert ist als ich für euch!

    Euer nobody

  2. avatar

    Sehr geehrte Frau Heckel,

    auch wenn ich mit dem Schlecker-Fall mit Ihnen über Kreuz liege 🙂

    Herzlichen Dank für die Moderation dieses Forums und letztlich auch dafür, dass hier nicht “unverdaubare Information ” erscheinen.

    Viele Grüße

    Moritz Berger

  3. avatar

    @KJN

    Den Satz von Ihnen nehme ich mit:

    “Die Vitalität ist gar nicht mehr da. Ich sehe nicht, daß sich unsere Industriegesellschaft (oder “Wissensgesellschaft”, was soll das überhaupt sein??) von sich aus erneuern kann, denn sie hat ihre Kinder eingeschüchtert und zur Kompensation mit Konsum und Sicherheitsdenken zugepfropft.”

    Und damit Sie auch etwas zum Grübeln haben:

    Hier etwas aus der Schweiz:

    http://www.tagesanzeiger.ch/wi.....y/24999963

    Und der vom Lyoner erwähnte Tomas Sedlacek:

    Tomáš Sedláček erklärte gestern im Interview mit dem «Tages-Anzeiger»: «Der Kapitalismus hat einen Teil seines Versprechens eingelöst. In Europa verhungern die Menschen nicht mehr, und sie können in Würde alt werden. Aber es gibt auch so etwas wie eine Wohlstands-Glasdecke. Mehr als zwei Autos oder iPads kann man nicht sinnvollerweise brauchen. Wir stossen an diese Glasdecke, doch eigenartigerweise sind wir damit nicht zufrieden. Wir freuen uns nicht und sagen: Super, Problem gelöst. Stattdessen grämen wir uns und fragen: Wie können wir weiter und schneller wachsen? Wir haben deshalb keine Krise des Kapitalismus, sondern eine Krise des Wachstumskapitalismus.» Damit brachte der neue Star am Ökonomenhimmel die wohl brennendste Frage der Zukunft auf den Punkt: Kann unsere Wirtschaft überhaupt noch weiter wachsen?

    Und Robert Gordon:

    http://www.nber.org/papers/w18315

    http://online.wsj.com/article/.....37940.html

    Soviel zur ” Vitalität ”

    Panta rhei

    Bis bald

    Ihr Moritz Berger

  4. avatar

    @Lyoner
    Ja, das hatte ich übersehen. Aber es ist m.E. keine “Attacke” abzuwehren, sondern Sie fordern eine Standortbestimmung ein. Immer wieder gerne:
    “Sagen Sie, können denn die Standortvorteile, von denen Sie hier sprechen, von volatilen, x-beliebigen und x-beliebig austauschbaren Populationen geschaffen und erhalten werden?”
    Ja, denn so ist mein Menschenbild. Grundsätzlich kann das jeder. Ich weiß, mein Menschenbild ist anders, als Ihres. Wie eine Gesellschft aussehen muss, in die sich grundsätzlich jeder ohne Aufgabe seiner Identität integreieren kann, diskutieren wir hier ständig.
    “Und die “bestimmten Zuwanderer” – welche Kriterien haben Sie denn?”
    Ich würde mich da an den USA, Kanada, Australien orientieren.
    Zu Heinssohn: Er fordert zu Recht “begabte junge Leute.. die souverän mit der.. hochtechnologischen Gesellschaft.. umgehen können.” Er erkennt aber, wie die meisten Soziologen und Ökonomen, nicht, daß die hier groß gewordenen “jungen Leute” hochangepasst sind und deswegen “die kritische [das bitte wörlich nehmen] Masse gar nicht in der Lage sind, zu bilden, die “sie [die Hochtechnologiegesellschaft] auf neue Höhen führt”. Denken Sie bitte an den jungen Ingenieur, der andere “Prios” hat. Die Vitalität ist gar nicht mehr da. Ich sehe nicht, daß sich unsere Industriegesellschaft (oder “Wissensgesellschaft”, was soll das überhaupt sein??) von sich aus erneuern kann, denn sie hat ihre Kinder eingeschüchtert und zur Kompensation mit Konsum und Sicherheitsdenken zugepfropft. Das ist das, was ich im anderen thread mit “unsere Generation vermasselt es” meinte. Das macht unsere Gesellschaft auch mit Migranten. Heinssohns Ansichten, wie von Ihnen zitiert, strotzen nur so von der selbstgewissen Arroganz der deutschen Groindustrie vergangener Jahrzehnte, aber ich sehe es ihm als einem Soziologen und Ökonomen nach. Innovationspreise werden hierzulande für Verbesserungen an Einspritzsystemen in Ottomotoren vergeben und nicht für Erfindungen von Neuem. Wir müssen einen Schritt zurück machen. Und das gelingt nicht mit “unseren eigenen” Nachwuchs, der zu allem Überfluss auch noch entweder eingeschüchtert oder ausgeklinkt-größenwahnsinnig-alkoholabhängig oder konsumistisch ist.
    (Lieber Nachwuchs 😉 , nicht böse sein, ich spitze, wie immer, zu.)

    PS: Das andere an mich muss ich noch in Ruhe lesen, M.B. wünsche ich erholsames Meditieren und – apropos – ehrlich gesagt bin ich ganz froh, daß @Frau Heckel moderiert und das auch mal was dauert, denn kann ich auch nicht reagieren. Nochmal vielen Dank für den Blog an Sie und Herrn Posener für seine Diskussionsbereitschft und Rückmeldungen.

  5. avatar

    @ KJN

    Sie stellen die Frage: “(Wie viele Zuwanderer????)”

    Ja, das würde mich auch interessieren – wieviele denn nach den Prämissen, die Sie uns hier darlegen?

    “Was würde aber geschehen, wenn “wir” (Europa) keine Kinder mehr bekämen? Wir hätten Platz für Zuwanderer!” – Sagen Sie, haben wir mit kommunizierenden Röhren zu tun?

    “Warum kommen die? Wegen der Vorteile hier. Warum gibt’s Vorteile hier? Wg. der Wirtschaft und der Sozialsysteme. Wer gestaltet und erwirtschaftet diese? Einheimische und bestimmte Zuwanderer, meist die mit wenigen oder keinen Kindern. Und die haben’s auch erfunden, den technischen Fortschritt, der das ermöglicht. Infolge der Aufklärung” – Sagen Sie, können denn die Standortvorteile, von denen Sie hier sprechen, von volatilen, x-beliebigen und x-beliebig austauschbaren Populationen geschaffen und erhalten werden? Und die “bestimmten Zuwanderer” – welche Kriterien haben Sie denn? Wenn diese “bestimmten Zuwanderer” mit wenigen und keinen Kindern uns den den technologischen Fortschritt erfinden, wie wählen Sie denn aus? Sind Sie ein Bevölkerungspolitikfachmann wie andere Finanzpolitikfachmänner sind und wollen uns vielversprechende, aber undurchsichtige Derivate unterjubeln?

    Wenn Sie das Problem schon hauptsächlich in der Sicherung der ökonomischen Stellung in der Welt sehen wollen (das muss man nicht unbedingt), sollten Sie ihre Gleichungen schon überpüfen, nicht nur die Wohltaten Ihres Bevölkerungsaustausches sehen, sondern auch auf die Kosten. Ich darf – ceterum censeo – auf Gunnar Heinsohn verweisen, der schon fast vor Menschengedenken anno 2003 m.E. zu Recht darauf hingewiesen hat, dass unsere jungen Leute gerade in der Zeit der optimalen generativen Phase von den Zwängen unseres Wirtschaftssystems, Ausbildung und in Konkurrenz Positionen zu erringen, in Anspruch genommen werden und als Prosumenten hergerichtet werden. Was Ihre Hoffnungen auf kommunizierende Röhren und Ausgleich angeht, will ich Ihnen mit Heinsohn den Zahn ziehen

    “Denn selbst mit einer extrem liberalen Öffnung der Grenzen können Einwanderer eines nicht sonderlich gut – nämlich viele begabte junge Leute bereit stellen [ich hoffe, Sie sind in der Lage, statistisch zu denken und nicht nur im Einzelfall, in einer Anekdote], die von klein auf in einer hochtechnologischen Gesellschaft heranwachsen, souverän mit ihr umgehen lernen und dann die kritische Masse bilden, die sie ideenreich auf neue Höhen führt. Diese Voraussetzung für ein Verbleiben Europas im Spitzensegment der Weltwirtschaft kann womöglich mit direkt in der Wissensgesellschaft aufgewachsenem eigenen Nachwuchs leichter erreicht werden als mit wioe auch immer motivierten Zuzüglern aus Afrika und der muslimischen Welt. Selbst Kinder aus zugewanderten Familien, die ihre gesamte Schulausbildung in Deutschland erhalten, scheinen keine Garantie für das Halten eines hohen Niveaus zu geben. Im Gegenteil, sowie der Migrantenanteil in Schulklassen bei 20 Prozent liegt, rutscht das Leistungsniveau aller Kinder in diesen Klassen ab, wird allerdings selbst bei 40 oder mehr Prozent Migrantenkindern nicht mehr schlechter. Hier wird Gewaltiges gelingen müssen.”

    Ich bin beileibe kein Gegner von Einwanderung und Integration (sonst könnte ich auch nicht begeisterter Freund des FC Bayern sein), ich bin nur Gegner einer bodenlos naiven Indifferenz, die bei einer schwerwiegenden Dysfunktionalität und emotionalen Störung unserer Gesellschaft auf die Kompensation durch Weihnachtsmänner von wo auch immer hofft.

    Vielleicht sollten Sie sich wie derblondehans ein Totemtier aussuchen. Ein Maulwurf wäre nicht nicht unpassend. Der pflügt die Welt unterirdisch durch. 🙂

  6. avatar

    @jan z.volens

    Was ihren Fregapani betrifft.

    Oberst a. D. Fregapani ehemaliger Direktor der Intelligenz im Amazonasgebiet und konservativer Anti-Sozialist: “Wir muessen mehr Kitas bieten fuer Kinder und die Praesidentin (marxistische ex-Guerrillera!) macht das richtig mit ihren finanziellen Finanzhilfen fuer arme Muetter: Wenn wir nicht genug Nachwuchs haben in Brasilien werden andere unsere Gebiete besiedeln!”

    der schwärmt sicherlich noch von der Blut und Boden Ära

    Denn die Frage lautet doch heute:

    Wieviel Flächen wollen wir heute auf unserer Erde noch “besiedeln” ???

    Und was generell ihre Kommentare zur Einflußnahme der US, Uk und anderer Staaten in Lateinamerika betrifft…

    Mittlerweile haben die BRICS zu denen auch Brasilien zählt erheblich an Einfluß auf dem Weltmarkt erhalten.

    Und die Krise in Portugal führt z.B. dazu dass das ehemalige Kolonialland jetzt von seinen ehemaligen Kolonien aufgekauft wird:

    http://www.manager-magazin.de/.....39,00.html

    Und auch von Angola, das derzeit noch nicht zu den BRICS zählt.

    Und ganz banal : Ich sehe keinen Unterschied zwischen einem multinationalen brasilianischen Unternehmen, dass z. B. mit dem Export von Hühnerfleisch in afrikanische Staaten die dortigen kleinen mittelständischen Unternehmen in den Ruin führt und den deutschen Hühnerfleischexporteuren die ebenso handeln.

    Wenn es um Verschwörung geht, dasss Sie hier oftmals erwähnen, muß ich Ihnen recht geben:

    Ob mulitnational oder multilatinas beide sind kapitalistische Unternehmen, die sich
    ” verschworen ” haben einen immer größeren Teil vom Ökonomiekuchen abzuschneiden.

    http://www.voxxi.com/latin-ame.....i-latinas/

    und hier noch etwas aus einer alten Schublade hervorgesucht:

    http://www.bcg.com/documents/file27236.pdf

    Ob dies generell von Vorteil für unseree Gesellschaft, sei es in Lateinamerika, sei es in Asien, Europa Australien oder Afrika von Vorteil ist????

    Wie war das noch bei den Banken:

    Too big to fail

    ????

  7. avatar

    @KJN: Toller Beitrag, heute ersparen Sie mir eine Menge Text.
    Manche Männer erscheinen mir bisweilen als die besseren Frauen, bzw. vielleicht hören Sie nur einfach ihren Frauen auch mal zu.
    Sie erscheinen mir als die nachahmenswerte Ausnahme!!

  8. avatar

    Dettling: “Geld kriegt keine Kinder. Die Kinder kriegen das Geld.”

    Welches Geld, Herr Dettling? Geld, das nicht vorhanden ist? Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob wir von der gleichen Republik reden. Aber in der BRD bekommt jeder Neugeborene einen Stempel auf die Rückseite seiner Geburtsurkunde gedrückt, ein Schuldschein über sagen wir mal 30 bis 50.000 euro. Je nach sichtweise, ob man gebuchte (ca. 2,1 bio) oder implizierte Schulden (ca. 5-6 bio) aus Renten- und Pensionsverpflichtungen mit einrechnet. Schulden, die der Staat im Namen des Kindes gemacht hat, oder machen wird. Mit deppert daherreden wird´s nicht besser: wenn schon Autos keine Autos kaufen und Geld keine Kinder kriegt, dann laßt uns einfach mal feststellen: Ein Paket Schulden sind kein passendes Willkommensgeschenk für Neuankömmlinge, – weder für das Kind, noch für (angehende) Eltern.

    “Daher ein radikaler Vorschlag: Stoppen wir die Milliardensummen an Kindergeld und Kinderfreibeträgen und stecken das Geld da, wo es wirklich bei den Kindern ankommt”

    Der radikalere Vorschlag; (ich halte es für den normalsten): Lassen wir das Geld bei Denen, die es verdienen in der Tasche!…. und machen folgende Rechnung auf:

    Mutti verdient 200 euro brutto
    Mutti hat 40 % Abzüge
    Mutti verbleiben 120 euro netto
    Mutti fährt mit ihren 120 euro zum Tanken bei ARAL
    Mutti zahlt 70 % Abgaben an Mineral-und Ust, macht 84 euro an den Staat (ARAL-Rechner nachschauen)
    Mutti erhält. von ihren sauer verdienten 200 euro. – Sprit für 34 euro – und hat beim Staat 166 euro gelassen.

    +

    Mutti vergeht das Kinderkriegen, (nb: die sicherste Empfängnisverhütung, ganz ohne Nebenwirkung…na ja…) wenn sie diese Rechnung nicht nur an der Tankstelle, sondern auch bei ihrer Stromrechnung, -Wasser- Abwasser uva. macht.

    Abschließender Gruß ans Kollektiv der Organisierten Verantwortungslosigkeit!

  9. avatar

    @Aleks Lessmann“Je höher der Bildungsgrad, desto niedriger die Geburtenrate…weltweit..”
    So isses: Gebildete Frauen haben keine Lust auf Familien-Frondienst. Daher soll dieser ja auch gender-paritätisch aufgeteilt werden bzw. an den Staat deligiert werden.

    Was würde aber geschehen, wenn “wir” (Europa) keine Kinder mehr bekämen? Wir hätten Platz für Zuwanderer!
    (@dbh: bitte Ihren Hamster noch einen Moment festhalten)
    Warum kommen die? Wegen der Vorteile hier. Warum gibt’s Vorteile hier? Wg. der Wirtschaft und der Sozialsysteme. Wer gestaltet und erwirtschaftet diese? Einheimische und bestimmte Zuwanderer, meist die mit wenigen oder keinen Kindern. Und die haben’s auch erfunden, den technischen Fortschritt, der das ermöglicht. Infolge der Aufklärung. (@dbh, Ihr Hamster darf jetzt..)

    Wenn aber Aufklärung (und westlicher Lebensstil) bedeutet, daß Kinderkriegen institutionalisiert werden muss (-> Brave New World), dann bin ich wohl für die Aufklärung zu unvernünftig. (Wie viele Zuwanderer????)

  10. avatar

    Guter Artikel, Herr Dettling. Allerdings folgt aus dem Kommentar von Aleks Lessmann – dass nämlich die Frauen umso mehr Kinder gebären, je ungebildeter sie sind – dass die Investition in die Bildung nicht dazu führen wird, dass mehr Kinder geboren werden; im Gegenteil. Das zeigt wieder, dass wir uns nicht um die Geburtenrate der Zukunft, sondern um die lebenden Kinder kümmern sollten.

  11. avatar

    Deutsche sind nicht “kinder-freudig” und vielfach “kinderfeindlich”. Alle amtlichen Wohltaten koennen das nicht aendern! Kinderlaerm ist nicht DAS Problem auserhalb Deutschlands! Wenn “was lost ist” – eine Familienfeier oder ein Feiertag – in den Kulturen der Lateinamerikaner dann bleiben die Kinder dabei auch bis nach Mitternacht: Ohne Kinder gibt es doch kein Familienleben. Ferien ohne die Kinder gibt es ueberhaupt nicht! Und die Grosseltern sind immer willig und freudig die Enkelkinder zu hegen, fuer Zeit oder falls notwendig ewig in ihren Wohnungen. Die Jugendlichen werden ermuntert nach einen zukuenftigen Ehepartner zu spaehen. Mit 15 ist sie “Quinceanera” mit Ballkleid und sollte schon einen “Novio” haben. Kinder erscheinen puenktlich nach der Hochzeit. Auch die U.S. Amerikaner sind in kinderfreundlicher als die Deutschen. Trotzdem – jetzt fragt man sich schon in manchen Nationen, wie Brasilien – ob man noch bessere Sozialhilfen fuer Kinder bieten sollte: 1950 hatte die Brasilianerin 6 Kinder, heute wie Schweden 1.7 Kind.Trotz Kampf der katholischen Kirche gegen den Kondom! Jetzt schreibt der Oberst a. D. Fregapani ehemaliger Direktor der Intelligenz im Amazonasgebiet und konservativer Anti-Sozialist: “Wir muessen mehr Kitas bieten fuer Kinder und die Praesidentin (marxistische ex-Guerrillera!) macht das richtig mit ihren finanziellen Finanzhilfen fuer arme Muetter: Wenn wir nicht genug Nachwuchs haben in Brasilien werden andere unsere Gebiete besiedeln!”

  12. avatar

    Wenn jedes Kind ab Geburt ein BGE bekommt und spätestens mit Erreichen der Volljährigkeit selbst darüber verfügen kann, muss für Bildung keine neue Finanzblase wie durch die Einführung von Rentenrückstellungen aufgebaut werden.

  13. avatar

    Erhebungen der UNO ergeben, dass die einzige Korrelation im Status der Frauen mit der Geburtenrate deren Bildung ist. Und das weltweit. Je höher der Bildungsgrad, desto niedriger die Geburtenrate.

    Und ganz ehrlich: In einer Welt, die bald die neun MILLIARDEN Menschen erreicht brauchen wir uns um Nachwuchs keine Sorgen machen. Die Spezies stirbt nun wirklich nicht aus. Eher rotten wir die anderen Spezies aus (Die Washingtoner Liste wird immer größer).

    Schönen Gruß
    Aleks

  14. avatar

    “Daher ein radikaler Vorschlag: Stoppen wir die Milliardensummen an Kindergeld und Kinderfreibeträgen und stecken das Geld da, wo es wirklich bei den Kindern ankommt: Bildung und Betreuung. Und fördern wir stärker als bisher das „Bildungssparen“. Jedes Kind bekommt bei Geburt eine Summe xy vom Staat – also uns allen – auf ein Konto ausgezahlt, das verzinst und treuhänderisch verwaltet wird und später für Bildung, beispielsweise für ein Studium oder eine Weiterbildung, verwendet wird.”

    Unterschreibe ich sofort.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Shares
Scroll To Top