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Stromsparen allein reicht nicht

Bis zu 60 Euro zusätzlich wird die Förderung der Erneuerbaren Energien eine durchschnittliche Familie im nächsten Jahr kosten. Um den Schock zu mildern, hat Umweltminister Altmaier nun angekündigt, die Förderung umzubauen. Vor der Bundestagswahl aber wird das nichts mehr: Union und FDP sind zerstritten. Und einer der größten Kostentreiber ist die Regierung selbst.

Denn sie hat so genannte energieintensive Betriebe von der Umlage für die erneuerbaren Energien ausgenommen. Damit sollte verhindert werden, dass diese  Firmen Wettbewerbsnachteile haben. Doch neben Aluminiumschmelzen und anderen Großverbrauchern haben inzwischen auch Bäckereien und Textilbetriebe sich erfolgreich von der Umlage befreien lassen. Das aber müssen nun die Verbraucher auch noch zahlen.

Hinzu kommt, dass die bisherige Förderung ein gigantisches Umverteilungsprogramm von unten nach oben ist. Über die EEG-Umlage wird inzwischen mehr Geld verteilt als im Länderfinanzausgleich. Und es geht immer den gleichen Weg: Von den Stromkunden zu denen, die die Dächer besitzen, auf denen die Photovoltaik-Anlagen aufgeschraubt werden.

Interessanterweise reagieren ausgerechnet Grüne und SPD allergisch auf jede Änderung der in ihrer Regierungszeit auf den Weg gebrachten EEG-Umlage. Obwohl sie sonst fast ausschließlich auf Seiten der Ärmeren sind, verteidigen sie hier vehement die Leistungen an all jene, die sich Windräder oder Solarpaneels auf dem Dach leisten können.

Als wäre das nicht genug an Kampfzonen, tut sich nun auch noch eine große Kluft zwischen den Bundesländern auf. Jeder hat noch ambitioniertere Ziele beim Ausbau der regenerativen Energien. Schleswig-Holstein beispielsweise will drei mal soviel Grünstrom erzeugen wie es selber braucht, der überwiegende Teil soll in den Süden der Republik gehen. Dafür werden dann die milliardenteuren Stromautobahnen gebraucht, die allerdings längst noch nicht gebaut sind. Baden-Württemberg aber will inzwischen selbst autark mit Grünstrom werden, ebenso wie Bayern. Hier zeichnen sich jetzt schon Fehlplanungen in gigantischem Maßstab aus.

Für den normalen Verbraucher ist all das kaum mehr nachzuvollziehen. Für ihn haben die Minister Altmaier und Rösler den läppischen Rat, doch bitte Strom zu sparen und so die Mehrkosten von 60 Euro aufzufangen. Das ist zu wenig.

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One thought on “Stromsparen allein reicht nicht

  1. avatar

    “Now the shoe is on the other foot!” – also die Deutschen stoehnen nun auch ueber ihre fanatischen “Gruenen”. Die BRD “Gruenen” sorgen aber auch fuer viel Aerger in Brasilien – denn dort sind sie mit ihrer “Heinrich Boell Stiftung”, zusammen mit den katholischen Bischoefen Deutschlands und Abenteuermarxisten der “Linken” – die “Kampfgruppe Stop Belo Monte” (und gegen alle andere Energieprojekte). Brasiliens Energieminister meint: “Die wollen das wir in Hoehlen hausen!” Ob nicht die USA und UK irgendwie gewisse “Gruene” in BRD mietet zur Verminderung der Exportkonkurrenz – durch Verteuerung der Energie ? Hoer mal, einer der die amerikanischen Methoden erkannt hatte – war ein Jude von Ungarn, welcher spaeter Multimillionaer wurde – Andy Grove der Gruender von INTEL. Sein Buch hat den Titel: “Only the Paranoid survive!” . Da stimmt was nicht – mit manchen BRD “Gruenen” und auch mit manchen “Linken”: Machiavelli: “Nichts ist jemals das was es zu sein scheint!”…

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