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Der „schwarze Baron“ in der Klemme – Guttenberg ist reif für den Rücktritt

Alles nicht so gemeint, oder wie? Plötzlich sollen die vom forschen Verteidigungsminister im Zusammenhang mit der Kundus-Affäre gefeuerten Herren Generalsinspekteur Schneiderhahn und Staatssekretär Wiechert eigentlich alles richtig gemacht, jedenfalls nicht absichtlich dem damals offenbar voreiligen Minister wichtige Dokumente vorenthalten haben. Genau das aber war der Grund für den umgehenden Rausschmiss der beiden verdienten „Vaterlandsverteidiger“. So einfach also kann man unbequeme und lästig gewordene Leute mal eben abservieren. Kann, sollte man aber nicht.

Jetzt wird aber es eng für den „schwarzen Baron“. Zu Recht! Theodor Freiherr zu Guttenberg sitzt in der Klemme. Und dies so fest, dass er in den letzten Tagen versucht hat, noch vor der drohenden Kundus-Anhörung im Untersuchungsausschuss gewissermaßen um mildernde Umstände zu buhlen.

Also eine erneute Kehrtwende des alerten Jungpolitikers nach dem Motto: „Alles kehrt, marsch, marsch“. Doch diesmal wird man ihm den lässigen Umgang mit Macht, Moral und Menschen nicht durchgehen lassen dürfen. Dieser Mann hat sich endgültig desavouiert – und dies, vorläufig, auf Kosten zweier verdienter Mitstreiter.

Und, was noch schlimmer ist, er wollte damit nichts anderes als „bella figura“ machen. Als ein forscher und prinzipientreuer sowie konsequenter Oberbefehlshaber dastehen, der in „Spießmanier“ Störenfriede „aus dem Glied wegtreten“ lässt. Schon seine vorherige Äußerung, die Aktion Kundus sei angemessen gewesen, die er dann revozieren musste, war an peinlicher Fehleinschätzung nicht zu überbieten.

Und nun also der nächste „Rohrkrepierer“. Wie lange darf, ja muss die Truppe diesen offensichtlich total überforderten eigentlich noch ertragen? Nota bene, in Afghanistan befindet sich die Bundeswehr faktisch in einem schmutzigen Krieg, der außer menschlichem Leid, Toten und Schwerverletzten bislang nichts bewirkt hat. Ja, im Gegenteil, und da hatte und hat Frau Käßmann Recht: „Nichts ist gut in Afghanistan“.

Und nichts ist gut im Berliner Bendlerblock, dem Verteidigungsministerium, so lange hier ein Hausherr regiert, der herumeiert, dass die Schwarte kracht. Das ist noch schlimmer als die Pool-Planscherei eines Vorgängers, während deutsche Soldaten auf dem Balkan ihre Köpfe hinhalten mussten!

Es wird allerhöchste Zeit für den Zapfenstreich dieses Ministerdarstellers, der in allen Belangen in seinem Amt überfordert erscheint. Einen solchen „Staatsbürger in Zivil“ hat die Truppe nicht verdient. Weder zur äußeren noch zur inneren Führung.

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32 Gedanken zu “Der „schwarze Baron“ in der Klemme – Guttenberg ist reif für den Rücktritt;”

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    Nachtrag:

    Horst Köhlers “Hunnen-Interview”

    Nun hat sich also auch der Köhler Horst verplappert. Anlässlich eines Besuchs in Masar-i-Scharif sagte er dem Deutschlandfunk:

    …Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern , die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg….

    Audio:
    http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/05/22/drk_20100522_0609_46a27ea3.mp3

    Bzw.:
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=5645#h15

    Beim Deutschlandfunk, der das Interview aufgenommen hat, scheinen die Texte zwischenzeitlich entschärft worden zu sein:

    http://www.freitag.de/community/blogs/mcmac/uns-horst-verliert-die-maskenkontrolle

    Reine Landesverteidigung à la Grundgesetz ist langweilig und kostet nur Geld.

    Handelskriege sind in und machen viele Deutsche reich:

    http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,19924,00.html

    Nun wollen wir das auch mal öffenlich sagen!
    Wir wollen nicht länger so verschämt auf Gutmensch machen.

    Aus der deutschen Vergangenheit (2 Weltkriege mit x-Millionen Toten) immer die falschen Schlüsse zu ziehen und aus falscher Bescheidenheit einen auf “friedlicher Nachbar” nachbar zu machen ist total out.

    Wir sollten Horst Köhler zum Hilfskaiser ehrenhalber ernennen. Da stünde er dann in “ehrwürdiger” Tradition der “Hunnenrede” von “Wilhelm Zwo”:

    http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/wilhelm00/index.html

    P.S.:

    Was sagte Max Liebermann in anderem Zusammenhang so schön treffend:

    „Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Liebermann#Zeit_des_Nationalsozialismus

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    @Igor

    Und ? Was hat das mit KTzG zu tun?

    Die Akteure der Nummer sind Jung, Wichert und Schneiderhan. 😉

    Und im übrigen müssen die Volontäre beim Spiegel nicht unbedingt die richtigen Schlußfolgerungen aus den vorliegenden Informationen ziehen, oder ?

    Nachdem immer mehr Informationen über die begleitenden Umstände nach dem Luftangriff bekannt werden, bekomme ich angesichts der Aussagen von Glatz und Vollmer eher den Eindruck das die Führung mit dem Informationsmanagement zu dem Vorfall hoffnungslos überfordert war.

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    @EJ

    Beim Irak-Krieg ging es nicht ums verkaufen oder die NATO, sondern um ein von den USA mehr oder weniger erzwungenes UN-Mandat losgelöst von der NATO und ob sich Deutschland daran beteiligt. Das war eine andere Nummer als 9/11 als die NATO erstmals und zwar auf drängen der Europäer den Bündnisfall ausgerufen hat.

    Und zu Afghanistan, da ist es doch schlicht so das von deutscher Seite der defensive Einsatz aufgrund der relative Ruhe im Norden als Nonplusultra den Verbündeten verkauft wurde und wenn diese mal wieder eine Hochzeitsgesellschaft besucht hatten mit dem moralischen Finger darauf gezeigt wurde.

    Da mußte es soweit kommen, wie es gekommen ist. Statt auf die verschärfte Sicherheitslage mit entsprechenden Gegenmaßnahmen zu reagieren hat sich die Bundeswehr auf anordnung der politischen Führung mehr oder weniger eingeigelt und den Kontakt zur Bevölkerung vollends aufgegeben. So war der Norden leichte Beute für die Taliban die seitdem in den Aussenbereichen von Kunduz, MeS usw. und Umgebung präsent sind. So ist auch die Unterstützung durch die Bevölkerung zu verstehen, sind die Taliban doch die “Ordnungsmacht” und die BW nur sporadisch vor Ort, wenn überhaupt.

    Und werter EJ das ist kein altes Denken sondern eine nüchterne Feststellung der Lage.

    “Neues denken ist gefragt” da geb ich Ihnen vollkommen Recht, wobei die Erfolgsrezepte vor 65 Jahren schon mal gewirkt haben. 😉

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    @ StFwdR

    Wie wäre der “Irak” sonst zu verkaufen gewesen? “Bündnisfall” ist nicht nur formal als der “festgestellte” Bündnisfall zu verstehen. Von Bündnisfall ist auch politisch zu sprechen, etwa im Sinne von “Bündnistreue” und “innerwestlicher Solidarität”. Denken Sie, umgekehrt, an die “transatlantischen Verwerfungen”, die es gab, weil Deutschland bzw. old europe nicht teilnehmen wollte. In diesem Sinne ging es sehr wohl um den “Bündnisfall”.

    Entscheidend ist aber, und darauf wollte ich hinaus, dass die “wahltaktische” Erklärung unterschlägt, dass weder die Lügen/ die Serie wechselnder Kriegsgründe, noch die politischen Bündnisverpflichtungen die Wahlbürger irgendwie zum Irak-Krieg bewegen konnten. “Gerd” hat genau das getan, was die Bürger in ihrer Mehrheit wollten. Weshalb sollte man ihm deswegen Opportunismus oder irgendwelche unlauteren Motive vorwerfen? Weil er mit der Mehrheit der Wähler nicht wollte, was Sie wollten?

    Auch was Afghanistan betrifft: Was haben diejenigen erreicht, die keinen “Sonderweg” eingeschlagen haben? Nichts! Weniger als nichts! Das Gegenteil von dem, was sie wollten! Die Taliban sind wieder “da”. Und das liegt am “deutschen Sonderweg” nicht mehr als am schießfreudigeren “Normalweg”.

    Nee. Sie denken noch immer entlang in den innerwestlichen Fronten, wie es sie in der Bush-Zeit gab, StFwdR. Das ist wenig produktiv. Wenn wir was ändern wollen – und wir müssen was ändern – dann müssen wir raus aus den Schützengräben. Wir haben kein Erfolgsrezept, die Amerikaner aber auch nicht. Deshalb: Nicht Wiederholung der alten “Argumente”, neues Denken ist angesagt.

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    @EJ

    Auch die “Bündnissfalltheorie” wird durch Wiederholungen nicht wahrer.
    War im Falle des Irak die Frage nach dem Bündnissfall doch gar kein Thema. Nicht mal nach 9/11 war dies von den USA gefordert, sondern wurde auf betreiben der Europäer innerhalb der NATO festgestellt. 😉

    Und sicher ist es vereinfachend, wenn Gerd + Marktplatz = Wahlsieg kolportiert wird, jedoch kommt es, sogar nach Aussagen aus SPD-Kreisen, der Wahrheit am nächsten. Die Wahlchanchen der damaligen Koalition waren ja davor nicht berauschend und ein Wechsel mehr als wahrscheinlich, die unterschiedliche Positionierung von Gerd und Angela machte es dann doch möglich.

    Und eben die Tatsache das bei uns eine vernünftige Diskussion nicht möglich ist, hat doch dazu geführt das die Politik die realen Verhältnisse in Afghanistan mit schönen Worten verschleiert hat und dadurch in die heutige Situation gekommen ist.

    Auftrag & Mittel sind durch das UN-Mandat vorgegeben, die politische Entscheidung zur Beteiligung haben Joschka und Gerd getroffen.

    Interressant ist, das die Mandatstexte seit Beginn nahezu unverändert sind, genauso wie die Befugnisse der ISAF die in deren Einsatzregeln definiert sind.
    Der deutsche Sonderweg über Soldaten als THW mit max. Polizeibefugnissen nach dem deutschen StGB hat und konnte nicht in einem asymetrischen Konflikt funktionieren. Aber ein mehr an Befugnissen und Mitteln hätte das politisch geünschte Bild des Einsatzes gestört und was für die Politik wesentlich ist die Öffentlichkeit darauf Aufmerksam gemacht das dort eventuell doch mehr als nur ein Stabilisierungseinsatz stattfindet.

    Und das unsere Verbündeten ein anderes nationales Selbstverständniss haben als wir ist kein Geheimnis 😉

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    @ StFwdR: Gerd, der mit der “Markplatzrede” seine Wiederwahl einläutete

    Das wird, vereinfachend wie es ist, durch Wiederholung auch nicht wahrer. “Gerd” wäre nicht wiedergewählt worden, weil die überwiegende Mehrheit der Wähler sich den Irak-Krieg (im Unterschied zum Afghanistan-Einsatz) nicht hätte als Bündnisfall verkaufen lassen.

    nach 20 Jahren noch nicht vernünftig über grundlegende Frage der Aussen – und Sicherheitspolitik diskutiert werden ohne …

    So ist es!

    Soldaten in ein Krisengebiet sendet, ihnen dabei Auflagen auferlegt die einer Auftragserfüllung diametral entgegenstehen

    Wenn es diesen Widerspruch in der Eindeutigkeit Ihrer Formulierung gäbe, wäre das schon ein Fortschritt. Tatsächlich ist die Lage viel schlimmer: Welchen “Auftrag” gibt es eigentlich? Heißt: Mit welchen Mitteln wäre er in welchem Zeitraum was zu erreichen? Darauf gibt es keine Antworten! (Das ist aber kein deutsches Spezifikum, einzelne verbündete setzen sich nur “souveräner” über ihre Rat-, Hilf- und Erfolglosigkeit hinweg.)

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    @68er -> ROFL

    Die Ersparnis des Irakkrieges resultierte aus weniger aus dem staatspolitischen Gründen und einer Bestrebung einer möglichen mitteleuropäischen militärischen Allianz, sondern lediglich dem politischen Gespür von Gerd, der mit der “Markplatzrede” seine Wiederwahl einläutete, sonst wäre rot – grün damals Geschichte gewesen. 😉

    Ich kann nicht beurteilen wann Rita Ihre Auslandserfahrungen gemacht hat, weiß aber aus eigener Erfahrung aus meiner aktiven Dienstzeit als auch danach im Privatleben, das diese Vorbehalte 20 Jahre nach der Wiedervereinigung mehr und mehr Makulatur werden.

    Und typisch deutsch von einem Extrem ins andere kann auch heute nach 20 Jahren noch nicht vernünftig über grundlegende Frage der Aussen – und Sicherheitspolitik diskutiert werden ohne das emotionale Irrungen das ganze begleiten.

    Das macht Diskussionen zu diesem Thema schwer und führt zur absurden Situation das sie nicht geführt werden, andererseits die Politik aus welchen Gründen auch immer, Soldaten in ein Krisengebiet sendet, ihnen dabei Auflagen auferlegt die einer Auftragserfüllung diametral entgegenstehen und sich dann wundern wenn das ganze in die Hose geht.

    Das hat mit Bellezismus nichts zu tun sondern ist eine nüchterne Lagefeststellung der aktuellen Situation.

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    1. Die Entscheidung gegen den Irakkrieg war eine Entscheidung für eine mitteleutopäische militärische Allianz, die sich gegen das Hegemonialstreben der USA positionieren wollte. pazifistische werden da, so schätze ich es ein, wenn überhaupt eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Schröder war und ist ein Machtmensch, der genau auf die Stimmung in der Bevölkerung gehört hat. Vor dem Irakkrieg war die Aktzeptanz der Bevölkerung für eine Beteiligung am Krieg des George W. Bush gleich Null. Schröder wusste auch, dass tote Soldaten schlechte Stimmung erzeugen kann und er wollte 2005 wieder gewählt werden.

    2. Wen es nicht mehr stört, dass jährlich x-tausende Menschen von deutschen Waffen ermordet, Kinder von Mienen zerfezt werden, dem sollte man gehörig…

    3. Der angeblich andere “Status im Bündis” den Sie als Rechtfertigung für den ansteigenden Bellizismus bemühen, wurde gerade vor der Wiedervereinigung ganz anders gesehen. Wenn ich mich recht erinnere hatten die ehemaligen Alliierten damals noch Angst davor, dass die Bundesrepublik sich auf den Weg begibt, auf dem wir derzeit sind.

    Als Joschka, Bill, Gerd und Madlaine dann im Jugoslawienkrieg sich als erste “Axe des Guten” formiert haben, wurde dies dann ja auch von Russland nicht gerne gesehen.

    Es wundert mich auch, dass gerade Sie Frau Groda diesen eigentlich unterschwellig chauvinistischen Begriff des “anderen Status im Bündnis” bemühen.

    Es hätte der Bundesrepublik durchaus zur Ehre gereicht, wenn sie wenigstens versucht hätte, ihre mühsam erarbeitete pazifistische Verfassung als korrektiv in der Nato zu etablieren als beim ersten Raubzug mit stalzgeschwellter Brust und dicker hose diese Verfassung über Bord zu werfen und unter höchst zweifelhaften Argumenten Bomben auf jugoslawische Frauen, Kinder, Männer und Autofabriken zu werfen.

    Das klingt mir zu sehr nach unguter Familiendynamik.

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    @68er: Etwas verwirrend, die SPD, einerseits hat uns Schröder den Irak erspart, andererseits ist Ihr Bezug zum Bellizismus selbstverständlich richtig.

    Daß wir mit 11% international an Waffenexporten beteiligt sind, scheint niemand mehr zu stören, auch unter den beiden Koalitionsregierungen.

    Daß wir seit der Wiedervereinigung aber auch einen anderen Status im Bündnis haben, muß beim Thema Bellizismus ebenfalls beachtet werden.

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    Eigentlich wollte ich mich ein wenig zurückhalten, aber anläßlich der aktuell veröffentlichten Zahlen über die Militärexporte Deutschlands muss ich hier mal ein paar Einwürfe machen.

    Dass es bei der Bundeswehr und ihrer Leitung nicht anders zugeht als derzeit in vielen Wirtschaftsunternehmen, den Parteien (vgl. CDU in NRW, die dilletantisch versucht ihre Sekretärinnen zu kündigen) und auch in vielen öffentlichen Verwaltungen, Kliniken, unseren Schulen, Kirchen, Zeitungsverlagen… wundert mich gar nicht.

    Nur in einigermaßen kriegsfreundlichen Gesellschaften kann man ungeniert Waffen an bankrotte Natostaaten verkaufen.

    Bezeichnend ist, dass die SPDler die Waffenexporte auch noch rechtfertigen; war es doch ein gewisser Herr Schroeder der den Bellizismus in Deutschland wieder hoffähig gemacht hat.

    Schröders Lebensbilanz wird wohl in Anlehnung an Willy Brandt einmal lauten:

    “Mein Erfolg, mein eigentlicher Erfolg war, denke ich, mit dazu beigetragen zu haben, dass in der Welt in der wir leben, der Namen unseres Landes, Deutschland also und der Begriff des Krieges wieder in einem Atemzug genannt werden können.”

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    @Rita E. Groda

    Getroffener Hund bellt, anders herum waren Ihre Beiträge nicht der Grund für mein Ausgangsposting, sondern der zugrundelegende Kommentar des Herrn Burchard. 😉

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    Warum es für Deutschland geboten wäre, in militärischer Hinsicht sensibler zu agieren, als andere Europäer.

    Deutschland wird, auch heute noch, nach anderen Maßstäben gemessen, als andere Europäische Staaten.
    Die Wunden sind nur oberflächlich verheilt, die Nachfolgegenerationen sehen sich der Europäischen Idee und Freundschaft verpflichtet, aber auch der Loyalität gegenüber den Eltern und Großeltern. Dies erfährt man insbesondere immer wieder z.B. in Frankreich.

    Exemplarisch kann ich das belegen, anlässlich einer eigenen Erfahrung mit dem UK. Mehr als ein Jahrzehnt, hatten wir nur deutschfreundliche, demokratisch gesinnte Briten erlebt. Mit dem Tag der Wiedervereinigung änderte sich dies erst einmal schlagartig. Mit dem Boot auf einem Fluß unterwegs, erwartete uns bereits bei der ersten Schleuse ein bösartiger Kommentar: Wie kann ein Deutscher am Tag der Wiedervereinigung in GB sein? Jetzt habt ihr doch wieder euer “Großdeutschland”, und das Grossdeutschland korrekt in Deutsch, das hatten sich wohl alle Europäer bis heute gemerkt.
    Beim Rücktransport noch schlimmer. Der Kommentar des Busfahrers:” Wir transportieren keine Deutschen”.
    Nach 10-minütiger Diskussion verließen einige beherzte Briten den Bus, mit der Ankündigung, alle Briten würden jetzt den Bus verlassen, wenn die Deutschen nicht transportiert würden.
    Wie ambivalent das Ausland unseren Einsatz in Afghanistan verfolgt, wird uns täglich bewiesen. Lange Zeit wurden die Deutschen Soldaten verächtlich die Feiglinge genannt, da sie sich vorwiegend in Gebieten bewegten, in denen, terroristenmäßig, nicht so viel passierte.
    Direkt nach dem Vorfall in Kundusz, war der erste amerikanische Militärkommentar außerordentlich zynisch und eigentlich vernichtend. Wir werden es schlecht auch nur irgendjemand Recht machen können, in Afghanistan.

    Bei einem allzu forschen Auftreten unseres Verteidigungsministers hören einige Europäer schon wieder die Stiefel knallen.
    Damit ich nicht permanent wissentlich falsch verstanden werde. K.T. ist, nach rechtsstaatlichem Prinzip, so lange unschuldig, bis der Untersuchungsausschuss abschließend eine andere Lesart zulässt.

    Daher sollte sich jeder hüten, eine allzu vorschnelle juristische Bewertung abzugeben.
    Mir ging es um die Form und den Ton.

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    Hier sind, soweit erkennbar, nur 2 Frauen als Diskutanten präsent.
    Diese beiden, eine davon ich, sind durchaus kritikfähig und in der Lage ihren Standpunkt vernünftig und höflich zu vertreten.
    Auffällig erscheint mir gerade, daß es Diskutanten gibt, die bei nicht Übereinstimmung, mit der eigenen Meinung, meinen z.B. ganz offensichtliche “Vermutungen” übergehen zu müssen, die, so wie ich und auch andere hier es verstehen, in den Bereich unterhalb des Gütels weisen.
    Ich für meinen Teil nehme in Anspruch, meine Bewußtsein aus dem Bereich oberhalb desselben zu nehmen.

    Nicht nur dem Reservisten zur Kenntnisnahme: Wenn Frau irgendjemanden nicht mag, dann bestimmt nicht weil sie jetzt z.B. schlechte Erfahrungen mit demjenigen gemacht, abgewiesen worden ist usw. und so fort. Auch Männer mögen andere Männer nicht, und keiner kommt auf die Idee solch versteckter Unterstellungen.
    Meine Bissigkeit resultiert auch gerade aus dem Umgang mit oben beschriebenen Männern, und sie mündet in grobe Unverschämtheit, wenn dies öfters passiert.

    Sollte offener Sexismus hier Einzug halten dürfen?

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    Ich meinte Herr Burchardt, und falls einer wissen möchte, was sich hinter den …….. kann ich das gerne nochmals in Klarschrift ausdrücken.

    Aber damit wären wir auf dem Niveau” der Irren aus der Küche”, das mit den “Vermutungen” des Reservisten, natürlich nur gegenüber Frauen, sich auf diesem Weg befindet. Dies als Hinweis auch an die Moderatoren.

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    @ STundsoweiter.Es gibt solche und solche, und solche sagen, Sie seien nicht satisfaktionsfähig.
    Was Ihre Vermutungen betrifft, warum haben Sie denn bei Herr Gerlach keine solchen? Ich ebenfalls vermute, daß Sie ein kleines …….. sind, daß sich an Männer nicht herantraut.
    Wenn Sie Legastheniker sind, und nicht lesen konnten, was ich gegen K.T. habe, dann sollten Sie einfach mal zum Augenarzt gehen. Ender der Durchsage.

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    @Rita E. Groda

    Ich weiß ja nicht genau was bei Ihnen diese Beißreflexe auslöst, habe aber so meine Vermutungen.;-)

    Was an meinen bisherigen Statements zackig oder markig sein soll kann ich auch nicht wirklich erkennen und seien Sie ob meiner Haarpracht beruhigt, sie ist noch reichlich vorhanden 😉

    Wen Sie aus einer Ausschußarbeit auf den Ton in der Bundeswehr schließen wollen ist das Ihr Bier, das was Sie von anderen aber einfordern sollten Sie bei sich selbst erst mal praktizieren.

    Offensichtlich haben Sie eine Abneigung gegen den guten Freihern der zur Zeit IBUK ist und können dies kaum für sich behalten. Jedem steht es ja frei seine Meinung zu äussern, sachlich und fundiert kein Problem, Ihre Polemik ist allerdings nicht zielführend.

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    Anstatt “Schutztruppen” fuer Asien, wie damals beim strammen Willhelm (auch mit den selben “Coalition partners”!!!) – sollte man sich mal die Schweizer betrachten – 600,000 koennen innerhalb von 48 Stunden mobilisiert werden weil fast alle maennlichen Buerger (bis 35) fuer den Dienst verpflichtet sind – und auch jeden Sommer mal fuer zwei Wochen “erfrischt” werden, siehe youtube “Baumstammrennen bei der Schweizer Armee”. Als Jugendliche werden sie zuerst mal fuer einige Monate gruendlich zusammen herum kommandiert und von ihren Kindermucken entledigt. Das System hat wahrscheinlich auch sozial-psychologische Vorteil weil die jungen Maenner in den “Brunstjahren” mit dem “reality-check” der Buergerarmee immer wieder zur nuechternen Normalitaet zurueckgeschraubt werden. Als Pazifist und Antimilitarist sehe ich den Unterschied zwischen der Buergerwehr in der Schweiz und dem Soeldnern und Nato-Landsknechten in der von USA besetzten (nicht nur militaerisch!) BRD! In USA kann man den Unterschied bemerken zwischen den Generationen welche zwangsweise durch Militaerausbildung von ihren Kindermucken befreit wurden – und der heutigen Generation welche keinen Wehrdienstverpflichtung hat. Ich habe meine sechs Monate damals vor vierzig Jahren im Aktivdienst wirklich gehasst, aber das Erlebnis war doch belehrend und veraendert. Die Frau als weit praktischeres Wesen hat diese Erfahrung nicht so noetig.

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    Der Staatsbürger in Uniform, der sich weder blindem Kadavergehorsam verpflichtet fühlt, noch besonders zur außerdemokratischen Gruppenbildung neigt, ebensolcher,der seine Uniform abends und zuhause an der Garderobe abgeben kann – der gehört zu den größten Errungenschaften der Nachkriegsdemokratie.

    Unsere Armee, unser Heer genießt heute ein ordentliches Ansehen in der Gesellschaft, gerade wegen o.g. Eigenschaften.
    Durch markige Sprüche und einen zackigen Ton in der Führungsebene, wird genau dieses Heer diskreditiert, was es nicht verdient hat.

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    @StFwdR:
    Wer das Glück hatte, einmal einem Wehrpolitischen Ausschuss anzugehören – ja, der weiss einigermaßen genau, daß der Ton in der Bundeswehr, im Normalfall, mit dem eines Reservisten hier wenig zu tun hat.

    Das könnten Sie sich ebenfalls, in Ihre, falls noch vorhandenen Haare, schmieren. Sie, sowie K.T., sind keine Zierde für unser Militär, das reagiert traditionsgemäß nicht so divenmäßig auf Kritik.

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    @Rita E. Groda

    Na wer wird denn gleich in die Luft gehen? 😉

    Sie sollten mal Ihre Haltung überprüfen, denn alles was nicht stramm Ihrer Meinung ist wird anscheinden in die rechte militaristische Ecke gestellt.

    Insofern sollten Sie sich im Anbetracht Ihrere Haarpracht etwas zügeln und Ihre braun angehauchten Vergleiche können Sie sich in selbige schmieren..;-(

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    Eigentlich sind “Alle” zufrieden mit den deutschen “Schutztruppen” in Zentralasien: Der Ami braucht ein sicheres Zentralasien fuer Stuetzpunkte an den Hinterhoefen von Russland und China. Aber China und Russland sind auch zufrieden: Beide fuerchten die Ausweitung des islamistischen Terrorismus, und Russland auserdem die Heroineinfuhr von Afghanistan. Der Ami freut sich weil sein “military-industrial-complex” in Auftraegen und Gewinn bleibt, und die Chinesen and Russen freuen sich das der Ami und seine “Natopartner” fuer lange Zeit Blut and Nerven investieren muessen um die Gegend dann hoffentlich sicher zu machen fuer Oilpipelines und Bergbau: Die Russen wollen lieber nicht wieder ihre Jungs in die Gegend schicken – und die Chinese ueberhaupt nie… Lasst doch den deutschen Ritter und seine “Schutztruppen” weiter wursteln!

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    EJ: In Afghanistan sterben unsere Soldaten, nicht nur natürlich, und die Wichtigtuer der Reserve, Stabsfeldwebel und andere, den Nichtgedienten so präsente Knalltüten, wollen uns, zack, zack, mal wieder Manieren und Militärmusik und gute Sitten beibringen.

    Bei diesem Ton stellen sich mir sämtliche vorhandenen Haare auf.
    Müssen wir uns schon wieder an diesen Ton gewöhnen, bei Verteidigungsminister und Militär , oder dürfen wir noch eine Weile demokratisch sein?

    Jungs, stramm gestanden und Hände an die Hosennaht, und “Heil K.T.”, ich ko…….. gleich!!

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    @EJ
    Gelobe Besserung 😉

    KTzG sprach von “nicht vorgelegt”, “vorenthalten” und “unterschlagen”, wobei er auf den bewussten Vorsatz gar nicht eingegangen ist.
    GI Schneiderhahn haqt sich über das “unterschlagen” aufgeregt, wobei das für Ihn subjektiv ehrrührig erscheint.

    Ich habe den Auftritt bei Beckmann auch gesehen, und die Mimik und das Verhalten bei dem Verb “vernichten” zeugt auch deutlich warum KTzG eine (politische) Neubewertung des Vorfalls vorgenommen hat.

    Auch ein militärisch überwältigender Erfolg kann politisch in einer Niederlage enden und ist somit militärisch nicht angemessen. 😉

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    So, so, zwei verdiente Mitstreiter hat der Minister also gefeuert. Deren Verdienste hätte ich gerne mal vom Autor kurz skizziert – und zwar nicht aus der Perspektive des Staatsrundfunkers, sondern aus einer Position heraus, die die Befindlichkeiten der Soldatinnen und Soldaten angemessen berücksichtigt.

    Und zu Stilfragen im Zusammenhang mit Demissionen dürfen Sie – unabhängig vom inhaltlichen Urteil – gerne mal die General Ruwe und Dieter befragen. Diese weinen dem ehemaligen Generalinspekteur nicht wirklich nach.

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    Seit wann ist Kompetenz oder gar Integrität eine Anforderung an bundesrepublikanische Politiker ?

    Der Herr von und zu erfüllt innerhalb dieses Systems eine bestimmte Rolle, und solange er dem System nützt wird ihn selbiges nicht fallenlassen.

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    @ StFwdR Zu keiner Zeit ist einen Aussage von KtzG belegt indem er die beiden der Lüge oder des Vorsatzes beschuldigt hat, das wird “aus dem Umfeld des Verteidigungsministeriums” kolportiert.

    Guttenberg hat in einer Talkshow wörtlich von “unterschlagen” gesprochen.

    PS.: Könnten Sie ohne Abkürzungen schreiben, bitte. Nicht alle Leser/innen sind “gedient”. EJ, Ersatzreserve II

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    Seltsam, da wird von Politikern gefordert, die Wahrheit zu sagen und wenn sich dann einer mal aufgrund neuer Quellengrundlage zu einer Revidierung seiner Meinung/Bewertung von Vorkommnissen entschließt, die nicht in seiner Amtszeit stattfanden, erhält er gleich massive Kritik. Und wenn selbst der Untersuchungsausschuss darüber streitet, was er eigentlich genau untersuchen soll, muss man nicht nur denselben in Frage stellen, sondern auch dir Ursache der Kritik.

    Ich halte Ihre Rücktrittsforderung für maßlos überzogen. Unter dem neuen IBuK hat sich die Kommunikation der Bw und des BMVg – soweit ich das erkennen kann – tatsächlich verbessert. Wenn man taktische und strategische Verbesserungen des Afghanistaneinsatzes der Bw dazu zählt und die bessere sicherheitspolitische Diskussion in Deutschland (wenn auch immer noch verbesserungswürdig), kann man tatsächlich von einem Fortschritt gegenüber der Jung-Ära sprechen.

    Ich wäre tatsächlich an einigen Argumenten Ihrerseits interessiert, mit denen Sie denn eine solche Forderung stellen können. “Herumeiern”? “Rohrkrepierer”? Lässigkeit? Worthülsen nennt man das glaube ich.

    Natürlich ist in Afghanistan nicht alles gut, aber das heißt noch lange nicht, dass nichts gut wäre!

    Machen Sie es sich mit Ihrer Rücktrittsforderung nicht genauso einfach, wie Sie es dem Verteidigungsminister in Bezug auf den “Rausschmiss” von GI und Staatssekretär vorwerfen und wie die Linkspartei den sofortigen Abzug fordert ohne Konsequenzen zu bedenken?

    Da gibt es ganz andere kritische Punkte, über die man mit zu Guttenberg mal reden müsste.

  28. avatar

    Da ist der Wunsch der Vater des Gedanken…

    Was ist eigentlich passiert?

    Der Minister hat auf Basis der ihm vorgelegten Berichte und der militärischen Einschätzung des GI eine Bewertung vorgenommen, die er, nachdem weitere Berichte aufgetaucht sind, die ihm GI und StS nicht vorgelegt haben, politisch revidiert hat.

    Zu keiner Zeit ist einen Aussage von KtzG belegt indem er die beiden der Lüge oder des Vorsatzes beschuldigt hat, das wird “aus dem Umfeld des Verteidigungsministeriums” kolportiert.

    Die angeblichen Spitzen des GI gegen KTzG bei seiner Verabschiedung entpuppen sich bei vorliegen des gesamten Redetextes als Entschuldigung an die Truppe für eine im Vorjahr passierte unglückliche Äusserung des GI. Aber die Presse kann ja auch nicht alles wissen.
    Und bei den vielen ungedienten Praktikantolontären in den Redaktionen kann man ja auch nicht viel mehr erwarten.

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    P.S.: Mit dem Versuch die Reihenfolge der Zeugenaussagen vor dem Untersuchungsausschuss zu Gunsten von K.T. zu ändern, bestätigen sich die genannten Vorurteile von selbst.

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    @Tja, so geht es eben, wenn ein Land Preußens Glanz und Gloria wieder haben möchte!
    Auch hier verstehe ich die Aufregung mal wieder nicht.
    K.T. konnte sich jetzt doch lange genug bei in der Anbiederung der Regenbogenpresse suhlen, und einige große “Politsachverständige” meinten doch schon ihn als neuen Kanzler forcieren zu müssen.
    Nun bin ich ales andere, als ein Klassenkämpfer. Doch möchte ich darauf hinweisen dürfen, daß man sich, auch in einer Demokratie, überlegen sollte, was man bei Besetzung von Regierungsposten tut.
    Die Borniertheit und Ignoranz genau dieser Kaste hat schon einmal beinahe ganz Europa eingeäschert. Daher fand ich einen K.T. von und zu…. schon immer ein wenig peinlich, ganz besonders in Deutschland!!

    Keiner kann etwas für seine Herkunft, auch K.T. nicht. Allderings hat er tatsächlich alle Vorurteile aufs Trefflichste bestätigt.

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